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 Betreff des Beitrags: Heiner Karuscheit - Über Stalin und den Stalinismus
BeitragVerfasst: Di 29. Mai 2007, 19:25 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
http://www.kommunistische-debatte.de/so ... t2004.html

steht zwar so einiger Mist drin (vor allem in der zweiten Hälfte des Textes), ist aber im Großen und Ganzen zufiredenstellend^^

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiner Karuscheit - Über Stalin und den Stalinismus
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2007, 02:34 

Beiträge: 28
zufriedenstellend muß nicht richtig sein, @sergej.
die analysen sind weder aufregend noch wahr.
dazu erzeugen sie lediglich etwas konfusität.
ich glaube, stalin und die leute um ihn, waren von
ihrer denkweise her, wesentlich einfacher und
praktischer gestrickt.
alle programme der wirtschaftlichen entwicklung,
sehe ich zu dem zeitpunkt, in dem sie durchgesetzt wurden,
als blanke notwendigkeit an.
egal, was für pseudoschreiber sich versuchen, die
entwicklung zu verdeuten. eins bleibt klar:
besser hätte keine regierung und kein volk arbeiten
können, als es dem sowjet gelang.
ich betrachte es als grundfalsch, fehler des systems
herbeizuinterpretieren. jedes land muß seiner lage entsprechend
handeln und agieren. zuwenige analysten befassen sich
mit den jeweiligen ausgangslagen der revolutionen und
dem aspekt, wie sie sicherer gefestigt werden können.
nicht rein militärisch. sondern gesamtpolitisch.
die gegner schlafen nicht und die haben geld.

kh


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 Betreff des Beitrags: Re: Heiner Karuscheit - Über Stalin und den Stalinismus
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2007, 06:39 
Literat

Beiträge: 2947
Die politische Tendenz eines Textes ist kein Kriterium, ihn zu lesen oder nicht. Es geht darum, Informationen zu sammeln, so viele wie möglich. Urteilen kann jeder selbst.

Wenn ich z.B. nur noch Texte läse, in denen meine Auffassungen vertreten werden, müßte ich nur noch mich selber lesen.

Wer die Lektüre von Texten ablehnt, deren Tendenz ihm nicht gefällt, setzt sich dem Verdacht aus, seiner eigenen Urteilskraft nicht so weit zu vertrauen, daß er selbst in der Lage ist, das Richtige vom Falschen zu unterscheiden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiner Karuscheit - Über Stalin und den Stalinismus
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2007, 07:45 

Beiträge: 28
NumaPompilius hat geschrieben:
Die politische Tendenz eines Textes ist kein Kriterium, ihn zu lesen oder nicht. Es geht darum, Informationen zu sammeln, so viele wie möglich. Urteilen kann jeder selbst.
Wer die Lektüre von Texten ablehnt, deren Tendenz ihm nicht gefällt, setzt sich dem Verdacht aus, seiner eigenen Urteilskraft nicht so weit zu verstrauen, daß er selbst in der Lage ist, das Richtige vom Falschen zu unterscheiden.


@numapompilius,

danke.

kh


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 Betreff des Beitrags: Re: Heiner Karuscheit - Über Stalin und den Stalinismus
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2007, 15:06 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
besser hätte keine regierung und kein volk arbeiten
können, als es dem sowjet gelang.

Das würde ich nicht so extrem sehen. Es sind durchaus Fehler gemacht worden, und eben nicht nur notwendige, die man machen muß, um zu lernen, sondern auch solche, die vermeidbar gewesen wäre. Und: Die Zahl der Hinrichtungen war in jedem Fall zu hoch, auch wenn man die Zeit und ihre Umstände berücksichtigt, war es zu viel.

Aber was das Prinzip angeht, so hast du recht. Es sind keine grundlegenden Fehler begangen worden, die im Nachhinein die Epoche als einen großen Irrtum charakterisieren.

Zitat:
ich betrachte es als grundfalsch, fehler des systems
herbeizuinterpretieren.

Auch hierin würde ich widersprechen. Jedes System hat eine spezifische Beschaffenheit, die entdeckt werden muß, wenn man es charakterisieren, definieren und verstehen will. Hierzu ist es auch nötig, nach Widersprüchen im System zu suchen. Der Sozialismus hatte im Vergleich zum Imperialismus nicht keine Widersprüche, sondern andere. Es liegt m.E. im Interesse der Sozialisten, diese Widersprüche zu erkennen, weil nur auf Basis der Erkenntnis dieser Widersprüche angemessene Strategien für künftige Politik entwickelt werden können.

@Sergej
Heiner Karuscheit habe ich vor vielen Jahren mal in den Weißenseer Blättern gelesen. Er hat dort eine Niedergangsanalyse der DDR versucht, und die Sache hatte den Vorteil, daß er viele gute Köpfe dazu genötigt hat, ihm in gründlichen Ausführungen zu antworten. Auf die Weise sind einige wertvolle Schriften entstanden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiner Karuscheit - Über Stalin und den Stalinismus
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2007, 17:16 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
was das wirklich gute an Karuscheits Arbeit ist, ist der ökonomische Teil (wobei ich mal den Begriff Neo-NÖP nicht ganz zustimmen würde).
Der zweite Teil über die Verfolgungen enthält vilees richtiges, aber zum Teil halt auch Unsinn, oder er sieht nur einen Teil des Ganzen richtig.
Aber gerade weil ihm der ökonomische Teil gut gelungen ist, ist der Text empfehlenswert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Heiner Karuscheit - Über Stalin und den Stalinismus
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2007, 19:03 

Beiträge: 28
NumaPompilius hat geschrieben:
Zitat:
besser hätte keine regierung und kein volk arbeiten
können, als es dem sowjet gelang.

Das würde ich nicht so extrem sehen. Es sind durchaus Fehler gemacht worden, und eben nicht nur notwendige, die man machen muß, um zu lernen, sondern auch solche, die vermeidbar gewesen wäre. Und: Die Zahl der Hinrichtungen war in jedem Fall zu hoch, auch wenn man die Zeit und ihre Umstände berücksichtigt, war es zu viel.

Aber was das Prinzip angeht, so hast du recht. Es sind keine grundlegenden Fehler begangen worden, die im Nachhinein die Epoche als einen großen Irrtum charakterisieren.

Zitat:
ich betrachte es als grundfalsch, fehler des systems
herbeizuinterpretieren.

Auch hierin würde ich widersprechen. Jedes System hat eine spezifische Beschaffenheit, die entdeckt werden muß, wenn man es charakterisieren, definieren und verstehen will. Hierzu ist es auch nötig, nach Widersprüchen im System zu suchen. Der Sozialismus hatte im Vergleich zum Imperialismus nicht keine Widersprüche, sondern andere. Es liegt m.E. im Interesse der Sozialisten, diese Widersprüche zu erkennen, weil nur auf Basis der Erkenntnis dieser Widersprüche angemessene Strategien für künftige Politik entwickelt werden können.

@Sergej
Heiner Karuscheit habe ich vor vielen Jahren mal in den Weißenseer Blättern gelesen. Er hat dort eine Niedergangsanalyse der DDR versucht, und die Sache hatte den Vorteil, daß er viele gute Köpfe dazu genötigt hat, ihm in gründlichen Ausführungen zu antworten. Auf die Weise sind einige wertvolle Schriften entstanden.



danke, für deine, recht ansprechende darlegung, @NumaPompilius.
im nachhinein ist es für uns schon mal ziemlich einfach,
die damaligen entscheidungen zu analysieren.
fehler werden wohl alle machen. die hinrichtungen sind,
für mich aus heutiger sicht, keinesfalls systembedingt oder
nur passiert. in der pro-und kontrapolitischen situation, die damals
bestand, ist nicht ausgeschlossen, daß erhebliche opferzahlen
allein daraus resultieren, daß es systemgegnern gelang,
mitstreiter so darzustellen, als wären sie konterrevoluzzer.
nicht zuletzt muß einfach anerkannt werden, daß der klassengegner
über etwas mehr internationalen und finanziellen einfluß verfügt.
wenn sie an fünf fronten beschäftigt werden und zur
reaktion gezwungen sind, ergeben sich letztendlich zwänge,
denen man sicher nicht ausweichen konnte und in zukunft
auch nicht kann. allein die späteren revolutionen können uns
das belegen. zuletzt muß man einfach sagen (können), daß die
opfer, gefallene waren/sind, auch wenn die damaligen oder aktuellen
ermittler und richter, gut gelegten fallen aufgelaufen sind.
zuviele ist auch deswegen gut gesagt, weil die junge sowjetunion
immerhin ein rohstoff- und territoriales potential aufweist,
was weltweit seines gleichen sucht. in dem großen land hat
der landesherr, nur mittels guter innenaufkärung die chance,
hausherr zu bleiben.

kh


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