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 Betreff des Beitrags: Lob auf Stalin?
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:30 
Administrator
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Beiträge: 4023
Gespräch mit Georg Fülberth. Luciano Canforas Buch »Eine kurze Geschichte der Demokratie« wird nun auch in der Linken diskutiert: Über den bundesdeutschen Historiker-Mainstream, die Verherrlichung Stalins und radikales Demokratieverständnis

http://www.jungewelt.de/2006/10-06/001.php

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

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 Betreff des Beitrags: Re: Lob auf Stalin?
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:30 

Beiträge: 2008
Das sollte etliche Fragen aufwerfen. Ich sehe mich allerdings nicht im Stande, diesen Artikel hinreichend genau zu analysieren.

Meine Eindruck daher: Hier wird Wahres und Halbwahres gut gemischt. Auch Klischees werden bedient, finde ich. Ist aber dennoch nicht uninteressant zu lesen.

Am besten wird es zum Schluß: "...daß die Bundesrepublik bis heute ein postfaschistisches Land ist – und in dieser postfaschistischen Tradition muß verdrängt, verblendet und zugekleistert werden."

Hat diese Woche doch gepaßt, oder?

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Lob auf Stalin?
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:31 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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Beiträge: 628
Also der Fülberth macht in dem Artikel eine recht gute Figur finde ich, aber der Interviewführer ist ja zu kotzen:

Zitat:
Und in der Tat: Canforas Buch mitsamt seinen Spitzen gegen Trotzki, gegen die spanischen Revolutionäre, verbunden mit der Darstellung von Stalin als »gutem Realisten«, ist doch im Grunde ein Angebot an die bürgerliche Öffentlichkeit, den Demokratiebegriff auszuweiten, »realistische« Kommunisten mit ins Boot zu nehmen, die dann dafür Sorge tragen, daß nicht mehr von wirklicher Revolution gesprochen wird. Ein Angebot, das rüde ausgeschlagen wurde ...


Schade das man nicht in China ist...

Kann jemand was zu dem behandelten Buch sagen, das sich ja doch ganz interessant anhört?

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Die Andersdenkenden haben Rosa Luxemburg umgebracht - D.W.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lob auf Stalin?
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:31 

Beiträge: 176
Was ich dem Artikel entnehme, also:
„Radikale Demokratie“: Es gab sie zwar nicht, lt. Canfora aber Chancen dazu. Der eine Würger heißt Napoleon, der andere Stalin, tsstss.
Bucharin, Trotzki auch nicht besser. Hm. Geschichte ist eben doof. Sie hört nicht auf Canfora.
Stalin „guter“ oder „echter“ Realist? Ja, das sind so in etwa die Fragen, die mich um den Schlaf bringen. Achsooo, Canfora hat das, sagt Fülberth, sarkastisch gemeint!
Und Hitler war also Stalins Verbündeter. Und jetzt denken die bürgerlichen Historiker doch tatsächlich trotzdem, Canfora verherrlicht Stalin. Das ist so gemein!
Noch was Neues: Die GPU hat jeden einzelnen Interbrigadisten bespitzelt!
Da ist auch das Wort Mörder nicht weit, ja, hier steht: Napoleon und Stalin als Mörder der radikalen Demokratie. Würger klang wohl doch zu harmlos.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lob auf Stalin?
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:31 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
hm habe mir mal das Interview durchgelesen, irgendwie steht da aber nur Unsinn ... Nina hat da das wichtigste erläutert ....

am meisten musste ich lachen, als gesagt wurde, dass Stalin in den liberalen Demokratien des Westens den Hauptfeind und in Hitler einen Verbündeten sah ... das ist nichts weiter als die blose Verkennung geschichtlicher Tatsachen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lob auf Stalin?
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:31 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Kann jemand was zu dem behandelten Buch sagen, das sich ja doch ganz interessant anhört?


Das Buch liegt seit einem Monat bei mir rum. Erst lag es auf dem Schreibtisch, dann auf dem Nachttisch und jetzt habe ich es in die Bibliothek einsortiert - zwischen Wallraff und Michael Moore. Gelesen habe ich bis heute nicht.

Ich habe es bis heute nicht gelesen, weil, je mehr ich davon hörte, um so uninteressanter schien es mir. Ich habe es überhaupt nur aus einer gewissen Solidarität gekauft, weil ich das Verhalten des Beck-Verlages, wo das Buch zunächst erscheinen sollte, unzumutbar fand.

Von Canfora hatte ich eher den Eindruck, daß er Trotzkist ist. Zumindest seine Literaturliste liest sich so. Ich vermute aber, daß er die allerbesten Absichten hat. Er scheint ein ehrlicher Linker zu sein. Wieviel von dieser Ehrlichkeit er dann umsetzen kann, ist eine andere Frage.

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Der Hunsch wars!


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