Forum.stalinwerke.de - stalinforum.de

Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
Aktuelle Zeit: So 23. Apr 2017, 23:28

Alle Zeiten sind UTC




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 39 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:08 

Beiträge: 462
Hi!
Ich hab mich heute mit einem, naja wie soll ichs nennen vielleicht Pseudo-Marxistischer, intellektuell idealistischen, trotzkistisch angehauchten Anarchisten unterhalten. Er behauptete allen Ernstes die Sowjetunion in Stalins Zeit als Parteivorsitzender hätte eine Politik der extremen Zuspitzung der Sozialdemokratie betrieben. Eine Art imperialistischen totalitären Sozial-Kapitalismus.
Als ich nach 15 min furchtbare Kopfschmerzen bekam und er immer noch von der Notwendigkeit einer weltweiten Revolution als Vorraussetzung für den Sozialismus dozierte bin ich endlich nach Hause gegangen.
Was waren eure dümmsten Anschuldigungen an Stalin als Einzelperson bzw. an den "Stalinismus"?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:09 
Möchtegernputschist
Benutzeravatar

Beiträge: 1624
och da gibt es viele.
ähnlich wie du hatte ich mal ne diskussion mit nem trotzkisten (ja auch in paderbron gibt es diese parasieten). wie üblich wurden die unterschiede zw. marxismus-leninismus und dem trotzkismus besprochen.
ich habe,wie es in der stalinschen manier üblich ist-harte kritik aber dennoch solidarisch- den trotzkismus entlarvt (siehe z.b. meine beiträge im faden trotzkismus). ne halbe stunde dauerte unsere diskussion. mein diskussionspartner verlor fast die nerven und wollte mir schon fast eine reinhauen! aber ich konnte ihn wenigstens etwas beruhigen-das thema wurde beendet.
ergebnis: ich fühlte mich in meinen ansichten bestätigt, während mein diskussionspartner sein weltbild verloren hatte und ganz sauer und irritiert heim ging.

tja ich weiß ich bin schlimm-ein richtiger snob

_________________
Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:10 
Benutzeravatar

Beiträge: 66
Nun ja, die weltweite Revolution wollen wir doch auch und bei der heutigen internationalen Vernetzung und Organisation des Kapitals ist es sicher auch notwendig, daß in sovielen Ländern wie möglich die Revolution annähernd gleichzeitig durchgeführt wird , umso leichter werden wir es haben. Auch Sowjetrußland hat 1917 und danach gehofft, daß die Revolution auch in Westeuropa, speziell in Deutschland, siegen wird. Daß es leider nicht so kam, hat es der Sowjetunion schwerergemacht. Aber Lenin, Stalin und ihre Anhänger waren richtigerweise der Ansicht, daß man den Sozialismus auch in einem Land aufbauen kann (sofern die ökonomischen Voraussetzungen da sind- Bodenschätze, landwirtschaftliche Fläche und so). Allerdings sagte Lenin wohl auch, daß der Sozialismus erst zu seiner vollen Entfaltung kommen kann, wenn er auf der ganzen Welt siegt, was natürlich richtig ist.
Die Schlußfolgerungen der Trotzkisten aus dem erfolgreichen, wenn auch schwierigen Aufbau des Sozialismus nur in der Sowjetunion waren natürlich verheerend (Zusammenarbeit mit der entmachteten Kapitalistenklasse, Sabotage und letztendlich die Zusammenarbeit mit den Nazis.....)
Sie wollten es einfach nicht wahrhaben,daß es möglich war, nur in Rußland, bzw. der SU, den Sozialismus aufzubauen.
Für die Zukunft wünsche ich persönlich natürlich auch, daß er auf der ganzen Welt siegt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:10 
Literat

Beiträge: 2947
Zu Mikro: Lenin und Stalin lehren nicht nur die Möglichkeit des Sozialismus in einem Lande. Aufgrund der Ungleichartigkeit und Sprunghaftigkeit der imperialistischen Entwicklung, die Lenin als Gesetz erkannte, ergibt sich, daß es sogar wahrscheinlich ist, daß sich der Sozialismus zuerst in einem Lande herausbilden wird. 1906 hat Trotzki die Ungleichartikeit der Entqwicklung noch abgestritten. 1924 konnte er die nun wirklich nicht mehr leugnen und stritt daher die Konsequenzen, die sich daraus ergeben, ab. Von 1929 bis 1940 war er damit beschäftigt zu leugnen, was das dümmste Kind sah: Daß der Sozialismus in einem Land funktioniert, daß er sogar gut funktioniert. - Manch einer hätte vielleicht gesagt: Ich habe mich geirrt. Nicht so Trotzki.

Zu Sven: Der dümmste Vorwurf an Stalin, den ich je gehörrt habe, ging so: Stalin war Antisemit, weil er mit Hitler paktierte, obwohl er wußte, daß dieser in Auschwitz, Maidanek und Treblinka Juden umbrachte.
Der deutsch-sowjetische Nichtangriffsvertrag war 1939. Die Wanseekonferenz im Winter 1941/42. Ich gebe zu, daß so plumb in den Medien nicht gelogen wird. Aber wenn ich mir die Entwicklung des Niveaus der Berichterstattung ansehe, dann ist das nur noch eine Frage der Zeit.
Im ganzen läßt sich sagen, daß Stalin alles, was sich ihm irgend vorwerfen läßt, vorgeworfen wurde und beinahe alles, was sich ihm nicht vorwerfen läßt, auch.

_________________
Der Hunsch wars!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:10 
Administrator
Benutzeravatar

Beiträge: 4023
Quote:
--------------------------------------------------------------------------------

Was waren eure dümmsten Anschuldigungen an Stalin als Einzelperson bzw. an den "Stalinismus"?

--------------------------------------------------------------------------------




Stalin wäre ein Diktator gewesen.

_________________
Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:11 

Beiträge: 79
Quote:
--------------------------------------------------------------------------------

Stalin wäre ein Diktator gewesen.

--------------------------------------------------------------------------------



Muss er das nicht sein in einer Diktatur des Proletariats?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:11 
Möchtegernputschist
Benutzeravatar

Beiträge: 1624
Quote:
--------------------------------------------------------------------------------



Quote:
--------------------------------------------------------------------------------

Stalin wäre ein Diktator gewesen.

--------------------------------------------------------------------------------



Muss er das nicht sein in einer Diktatur des Proletariats?

--------------------------------------------------------------------------------




bevor du so dumme fragen stellst, solltest du mal wissen was diktatur des proletariats ist

_________________
Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:12 

Beiträge: 79
Natürlich war er Alleinherrscher. Er musste ja niemanden um Erlaubnis fragen. Mit wem hat er denn deiner Ansicht nach die Herrschaft geteilt?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:12 
Administrator
Benutzeravatar

Beiträge: 4023
Quote:
--------------------------------------------------------------------------------

Natürlich war er Alleinherrscher. Er musste ja niemanden um Erlaubnis fragen. Mit wem hat er denn deiner Ansicht nach die Herrschaft geteilt?

--------------------------------------------------------------------------------




Das ist doch Quatsch. Wozu gab es sonst eine Partei, ein ZK, etc.?

UNTERREDUNG MIT DEM DEUTSCHEN SCHRIFTSTELLER EMIL LUDWIG
13. Dezember 1931

Ludwig. Um den Tisch, an dem wir sitzen, stehen 16 Stühle. Im Ausland weiß man einerseits, dass die UdSSR ein Land ist, in dem alles kollegial entschieden werden soll, anderseits aber weiß man, dass alles durch eine einzelne Person entschieden wird. Wer entscheidet denn nun?

Stalin. Nein, eine einzelne Person darf nicht entscheiden. Entscheidungen einer einzelnen Person sind immer oder fast immer einseitige Entscheidungen. In jedem Kollegium, in jedem Kollektiv gibt es Menschen, mit deren Meinung man rechnen muss. In jedem Kollegium, in jedem Kollektiv gibt es Menschen, die auch falsche Meinungen zum Ausdruck bringen können. Auf Grund der Erfahrungen von drei Revolutionen wissen wir, dass unter hundert Entscheidungen, die von einzelnen Personen getroffen und nicht kollektiv überprüft und berichtigt wurden, annähernd neunzig Entscheidungen einseitig sind.

Unser führendes Organ, das Zentralkomitee unserer Partei, das alle unsere Sowjet- und Parteiorganisationen leitet, besteht aus etwa siebzig Mitgliedern. Unter diesen siebzig Mitgliedern des ZK befinden sich unsere besten Industriefachleute, unsere besten Genossenschaftler, unsere besten Versorgungsfachleute, unsere besten Militärfachleute, unsere besten Propagandisten, unsere besten Agitatoren, die besten Kenner unserer Sowjetwirtschaften, die besten Kenner unserer Kollektivwirtschaften, die besten Kenner der individuellen Bauernwirtschaft, unsere besten Kenner der Nationen der Sowjetunion und der nationalen Politik. In diesem Areopag ist die Weisheit unserer Partei konzentriert. Jeder hat die Möglichkeit, die Meinung, den Vorschlag eines einzelnen zu berichtigen. Jeder hat die Möglichkeit, seine Erfahrungen beizusteuern. Wäre dem nicht so, würden die Entscheidungen von einzelnen Personen getroffen, dann gäbe es in unserer Arbeit die ernstesten Fehler. Da jedoch jeder die Möglichkeit hat, die Fehler einzelner Personen zu berichtigen, und da wir solche Berichtigungen berücksichtigen, gelangen wir zu mehr oder weniger richtigen Beschlüssen.

Stalin Werke - Band 13

_________________
Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:12 
Möchtegernputschist
Benutzeravatar

Beiträge: 1624
Quote:
--------------------------------------------------------------------------------

Natürlich war er Alleinherrscher. Er musste ja niemanden um Erlaubnis fragen. Mit wem hat er denn deiner Ansicht nach die Herrschaft geteilt?

--------------------------------------------------------------------------------




Molotow, Kaganowitsch, Ordshonikdse, Kirow, Kuibyshew, Litwinow, Krupskaja, Kallinin, Shdanow, Malenkow, Beria.

ansich ist die sache des alleinherrschers sinnlos, wenn man sich die verfassung von 1936 ansieht.
denn wenn stalin "diktator wäre,, dann zeigt uns ein blick in die stattsverfassung der USA, des heuteigen kapitalistischen russalnds und auf die verfassung der udssr von 1936, dass in den händen des us-präsidenten und des russischen präsidenten unvergleichlich mher macht konzentirert ist, als es beim staatsoberhaupt der udssr war. die regierung zu stürzen oder den obersten sowjet aufzulösen, gehörte jedenfalls nicht zu den befugnissen stalins.
zum anderen habe ich in einem anderen beitrag schonmal erwähnt, dass 1952 stalin als generalsekretär der udssr abgesetzt wurde

_________________
Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:12 

Beiträge: 79
Du führst als Argument Aussagen von Stalin selbst an. Das ist wohl kaum zulässig. Er würde sich selbst natürlich nie als Alleinherrscher bezeichnen.
Die Partei war der Staatsapparat, das ZK war sozusagen der Kurfürstenrat.

Wenn du willst, kannst du es auch als Wiederauflage des römischen Diktator-Amtes sehen. Dort hat der Senat befristet einen Diktator ernannt, der sämtliche Entscheidungsbefugnisse hatte, aber im Notfall vom Senat abgesetzt werden konnte.

Gegenfrage: Wenn Stalin kein Alleinherrscher war, wieso war dann die AgitProp so extrem auf Führerkult ausgelegt?

Dass Stalin Alleinherrscher war hatte für die Sowjetunion ja ihr Gutes, besonders während des Krieges, aber man sollte den Tatsachen schon trotzdem ins Auge sehen können.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:13 
Administrator
Benutzeravatar

Beiträge: 4023
Quote:
--------------------------------------------------------------------------------

Du führst als Argument Aussagen von Stalin selbst an. Das ist wohl kaum zulässig. Er würde sich selbst natürlich nie als Alleinherrscher bezeichnen.

--------------------------------------------------------------------------------




Du willst also sagen, das Stalin lügte?



Quote:
--------------------------------------------------------------------------------
Wenn du willst, kannst du es auch als Wiederauflage des römischen Diktator-Amtes sehen. Dort hat der Senat befristet einen Diktator ernannt, der sämtliche Entscheidungsbefugnisse hatte, aber im Notfall vom Senat abgesetzt werden konnte.

--------------------------------------------------------------------------------




Will ich aber nicht.



Quote:
--------------------------------------------------------------------------------

Gegenfrage: Wenn Stalin kein Alleinherrscher war, wieso war dann die AgitProp so extrem auf Führerkult ausgelegt?

--------------------------------------------------------------------------------




War sie nicht, und dort wo sie es war, hat sich Stalin dagegen ausgesprochen. Ach ja, Stalins Meinung zählt ja nicht...

Aber vielleicht gilt die Meinung Marschall G. K. Schukows?

"In den Sitzungen des Staatlichen Verteidigungskomitees gab es häufig harte Diskussionen, wobei Meinungen bestimmt und schroff geäußert wurden. Stalin ging in der Nähe des Tisches auf und ab und hörte den Streitenden aufmerksam zu. Er selbst war wortkarg und konnte die Redeseligkeit anderer nicht leiden Oft unterbrach er einen Redner mit Zwischenbemerkungen: 'Kürzer!' 'Deutlicher!' Stalin eröffnete die Sitzungen ohne einleitende Worte, er sprach leise, frei und nur zum Wesen der Sache. Er war lakonisch und formulierte seine Gedanken klar.
Wenn das Staatliche Verteidigungskomitee in einer Sitzung keine einhellige Meinung erreichte, so wurde gleich eine Kommission aus Vertretern der verschiedenen Ansichten gebildet, die dann abgestimmte Vorschläge unterbreiten musste. Das geschah dann, wenn sich Stalin selbst noch keine eigene Meinung gebildet hatte. Kam er aber schon mit fertigen Entschlüssen zur Sitzung, entstand gar keine Diskussion, oder sie ebbte schnell ab, wenn er sich einer der Seiten anschloss."

"Stalin hatte begriffen, dass die schwierige Lage, die im Sommer 1942 entstanden war, auch die Folge seines persönlichen Fehlers war, den er bei der Durchsetzung des Plans für die Kampfhandlungen im Sommerfeldzug 1942 begangen hatte. Er suchte nicht unter den führenden Genossen des Hauptquartiers und des Generalstabs nach anderen Schuldigen."

"Nach Stalins Tod wurde die Meinung vertreten, er hätte militärisch-politische Entscheidungen auf eigene Faust gefällt. Das entspricht nicht der Wahrheit. Berichtete man Stalin sachkundig über irgendwelche Fragen, so hatte er ein offenes Ohr. Nicht selten änderte er dann seinen Standpunkt und frühere Entschlüsse."

"Stalin lebte sehr bescheiden. Seine Kost war einfach, er zog russische Küche vor, manchmal wurden auch grusinisch Gerichte zubereitet. Weder in der Wohnungseinrichtung noch in der Kleidung oder Lebensweise Stalins gab es irgendwelchen Luxus."

_________________
Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:13 
Möchtegernputschist
Benutzeravatar

Beiträge: 1624
und wenn du stalin und schukow nicht glauben willst: hier mal einige weitere ausszüge:

Quelle Bill Bland: über den personenkult:


W.B. Bland

Der ‚Personenkult’, 1934 - 1952

Ein Vortrag, den Bill Bland 1991 vor der (britischen) Stalin-Gesellschaft hielt

Am 14. Februar 1956, auf dem 20. Parteitag der Partei, griff Nikita Chruschtschow*, der damalige Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, Stalin öffentlich, jedoch verdeckt an:

„Es ist von allergrößter Bedeutung, das leninsche Prinzip der kollektiven Führung wiederherzustellen und es in jeder Beziehung zu stärken. ... Das Zentralkomitee ... verurteilt energisch den Personenkult als eine Erscheinung, die dem Geist des Marxismus-Leninismus fremd ist.“ (N.S. Chruschtschow, Bericht an das Zentralkomitee, 20. Parteitag der KPDSU, Februar 1956, S. 80f.).

In seiner ‘Geheimrede’ vom 25. Februar an den gleichen Parteitag (die dem US-Außenministerium zugespielt, jedoch nicht in der Sowjetunion veröffentlicht wurde), griff Chruschtschow Stalin direkter an und behauptete, dass

„...der Personenkult hauptsächlich deshalb einen so monströsen Umfang annahm, weil Stalin selbst durch jede erdenkliche Methode die Verherrlichung seinereigenen Person unterstützte.“ (Russisches Institut der Columbia-Universität, Hrsg., ‘Die Anti-Stalin-Kampagne und der internationale Kommunismus’, New York 1956, S. 69).

Viele Zeitzeugen jedoch betonen Stalins Einfachkeit und Bescheidenheit.

Der französische Schriftsteller Henri Barbusse* beschreibt die Einfachheit von Stalins Lebensstil:

„Man geht in die erste Etage, wo weiße Vorhänge vor drei der Fenster hängen. Diese drei Fenster sind Stalins Wohnung. Auf dem winzigen Flur hängt ein langer Militärmantel an einem Haken unter einer Mütze. Außer diesem Flur gibt esnoch drei Schlafzimmer und ein Esszimmer. Die Schlafzimmer sind so schlicht ausgestattet wie ein respektables Hotel zweiter Klasse. ...Der älteste Sohn Jascha schläft nachts im Esszimmer auf einer Couch, die in ein Bett verwandelt wird; der jüngere schläft in einer winzigen Nische, eine Art Bettverschlag, der sich dort öffnet. ...

Jeden Monat verdient er 500 Rubel, das magere Höchstgehalt für die hauptamtlichen Parteiarbeiter der Kommunistischen Partei (was auf zwischen 20 bis 25 Pfund englischer Währung hinausläuft), ...Dieser aufrichtige und brilliante Mann ist ... ein einfacher Mann. ... Er beschäftigt nicht zweieindreißig Sekretärinnen wie Herr Lloyd George; er hat nur eine. ...Stalin schreibt jeden Fortschritt systematisch Lenin zu, obwohl es zu einem ganz großen Teil seine eigenen Verdienste sind.“ (H. Barbusse, ‘Stalin, ‘Eine neue Welt aus der Sicht Eines Mannes’, London 1935, SS. VII, VIII, 291, 294).

Es ist wahr: Stalin durfte eine Datscha, ein Landhäuschen benutzen. Aber auch hier lebte er ähnlich schlicht, wie seine Tochter Swetlana berichtet:

„Genauso verhielt es sich mit der Datscha in Kuntsewo. ... Mein Vater wohnte im Erdgeschoss. Er bewohnte einen Raum und benutzte ihn für alles. Er schlief auf dem Sofa, das nachts zu einem Bett hergerichtet wurde.“ (S. Allilujewa, ‘Briefe an einen Freund’, London 1967, S. 28).

Der albanische Parteiführer Enver Hoxha* beschreibt Stalin als ‘bescheiden’ und ‘rücksichtsvoll’:

„Stalin war kein Tyrann, kein Despot. Er war ein Mann mit Prinzipien. Er war gerecht, bescheiden und sehr freundlich und rücksichtsvoll Menschen gegenüber, zu den Funktionären und seinen Kollegen.“ (E. Hoxha, ‘Zusammen mit Stalin: Erinnerungen’, Tirana 1979, S. 14f).

Die britischen Fabier Sidney* und Beatrice Webb* weisen in ihrem monumentalen Werk ‘Sowjetkommunismus eine neue Zivilisation’ entschieden die Vorstellung zurück, dass Stalin diktatorische Vollmachten ausübte:

„Manchmal wird behauptet, dass ... der ganze Staat von dem Willen einer einzigen Person, nämlich von Josef Stalin, regiert wird.Zunächst einmal muss darauf hingewiesen werden, dass Stalin, im Unterschied zu Mussolini, Hitler und anderen modernen Diktatoren, nicht per Gesetz mit irgendwelchen Vollmachten über seine Mitbürger ausgestattet ist. Er besitzt noch nicht einmal die weitgehenden Befugnisse, die ... die amerikanische Verfassung über vier Jahre einem jeden Präsidenten anvertraut. ... Stalin ist nicht und war nie ... Präsident der UdSSR. ... Er ist noch nicht einmal ein Volkskommissar oder ein Kabinettsmitglied. ... Er ist ... der Generalsekretär der Partei. ...Wir nehmen nicht an, dass die Partei von dem Willen einer Einzelperson regiert wird oder dass Stalin jemand ist, der eine solche Stellung beansprucht oder wünscht. Er hat selbst sehr deutlich jede Art einer solchen persönlichen Diktatur in Worten zurückgewiesen, was ... durchaus mit unserer Wahrnehmung der Tatsachen übereinstimmt.Die Kommunistische Partei der UdSSR hat dasjenige Modell für ihre eigene Organisation angenommen, welches wir beschrieben haben. ...In diesem Modell hat die Einzeldiktatur keinen Platz. Einzelentscheidungen werden misstrauisch beäugt und tunlichst vermieden. Um Fehler zu vermeiden, die auf Vorurteilen, Verärgerung, Eifersucht, Eitelkeit und anderen Übellaunigkeiten beruhen ... , ist es wünschenswert, dass der Einzelwille stets durch die Notwendigkeit der Erlangung der Zustimmung von Kollegen auf gleicher Stufenleiter, die die Angelegenheit offen diskutiert haben und die die gemeinsame Verantwortung für den Beschluss übernehmen müssen, kontrolliert wird. ...Stalin ... hat ... des Öfteren betont, dass er nicht mehr tut als die Beschlüsse des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei auszuführen. ...

Die einfache Wahrheit ist die, dass wenn man die Regierung der UdSSR unter der behaupteten Diktatur Stalins über den Zeitraum der vergangenen zehn Jahre genau betrachtet, die wichtigsten Entscheidungen weder die Schnelligkeit noch die Rechtzeitigkeit, noch auch die nichts fürchtende Hartnäckigkeit, die oft als Vorteile einer Diktutur herausgestellt werden, aufwiesen. Im Gegenteil: Die Beschlüsse der Partei sind häufig nach so langem Überlegen gefasst worden und als Ergebnis von Diskussionen, die manchmal so hitzig und so erbittert geführt urden, dass ihre Formulierung Anzeichen des Zögerns und der Unsicherheit aufwiesen. ... Diese politischen Entscheidungen trugen ... das Schandmal der Ausschusskontrolle.“ (S. & B. Webb, ‘Sowjetkommunismus eine neue Zivilisation’, London 19?, SS. 431ff., 435).

Vielleicht kann man Barbusse, Hoxha und die Webbs als voreingenommene Zeitzeugen betrachten. Jedoch sogar Beobachter, die Stalin gegenüber eine sehr kritische Haltungan den Tag legen, stimmen mit den Aussagen der Erwähnten überein.

Der amerikanische Diplomat Joseph Davies* spricht von Stalins einfacher, freundlicher Wesensart:

„Ich erschreckte mich, als die Tür ... aufging und Mr. Stalin ganz allein in den Raum kam. ... Sein Benehmen ist freundlich, seine Art fast erniedrigend einfach. ...

Er begrüßte mich herzlich mit einem Lächeln und großer Einfachheit, aber auch mit echter Würde. ... Seine braunen Augen sind außergewöhnlich freundlich und liebenswürdig. Ein Kind würde gerne auf seinem Schoß sitzen und ein Hund würde sich gerne an ihn heranschlängeln.“ (J. E. Davies, ‘Mission in Moskau’, London 1940, SS. 222, 230).

Isaac Don Levine* schreibt in seiner kritischen Stalinbiografie:

„Stalin ist nicht auf Ehrenbezeugungen erpicht. Er verachtet Pomp. Er verabscheut öffentliche Zurschaustellungen. Er könnte sämtliche Titularinsignien eines großen Staates an der Brust haben. Aber er zieht den Hintergrund vor.“ (I. D. Levine, ‘Stalin eine Biografie’, London 1931, S. 248f.).

Ein anderer Kritiker, nämlich Louis Fischer*, berichtet von Stalins Fähigkeit zuzuhören:

„Stalin ... inspiriert die Partei mit seiner Willenskraft und Ruhe. Leute, diemit ihm zu tun haben, bewundern seine Fähigkeit zuzuhören und sein Geschick, Vorschläge und Entwürfe von hoch intelligenten Untergebenen zu verbessern.“ (L. Fischer, Artikel in ‘The Nation’, Band 137, 9. August 1933, S. 154).

Eugene Lyons* beschreibt Stalins einfache Lebensweise in seiner Biografie ‘Stalin: Zar aller Russen’:

„Stalin wohnt in einem bescheidenen Apartment aus drei Räumen. In seinem alltäglichen Leben bleibt sein Geschmack einfach, fast bis zur Rohheit. ... Selbst jene, die ihn mit einem verzweifelten Hass überzogen und ihm sadistische Grausamkeiten vorwarfen, warfen ihm nie Exzesse in seinem privatenLeben vor. ...

Jene, die ‘Erfolg’ an Millionen von Dollar, Jachten und Mätressen messen, haben Schwierigkeiten zu verstehen, wie man Macht bei Enthaltsamkeit genießen kann. ...

In seinem Äußeren oder Auftreten gab es nichts, das im Entferntesten einem Ungeheuer ähnelte, war nichts Gespieltes. Ein angenehmer, ernster, alternder Mann der offensichtlich dem ersten Ausländer, den er seit Jahrenzu sich ließ, mit Freundlichkeit begegnen wollte. ‘Er ist ein durch und durch liebenswürdiger Mensch’, erinnere ich mich, zu mir gesagt zu haben, als wir da saßen und dachte es mit Verwunderung.“ (E. Lyons, ‘Stalin: Zar aller Russen’, Philadelphia 1940, SS. 196, 200).

Lyons fragte Stalin: ‘Sind Sie ein Diktator?’

„Stalin lächelte, womit er zu verstehen gab, dass die Frage absurd war.

‘Nein’, sagte er langsam, ‘ich bin kein Diktator. Jene, die das Wort gebrauchen, verstehen das sowjetische Regierungssystem nicht und auch nicht die Methoden der Kommunistischen Partei. Nicht eine Person oder Gruppe von Personen kann diktieren. Beschlüsse werden von der Partei gefasst und durch ihre Organe ausgeführt durch das Zentralkomitee und das Politbüro’.“ (E. Lyons, ebenda, S. 203).

Der finnische Revisionist Arvo Tuominen* Stalin äußerst feindlich gesonnen geht in seinem Buch ‘Die Glocken des Kreml’ auf Stalins bescheidene Zurückhaltung ein:

„In seinen Reden und Schriften zog sich Stalin stets in den Hintergrund zurück und sprach nur vom Kommunismus, der Sowjetmacht und der Partei und betonte, dass er in Wahrheit der Vertreter einer Idee sei und der Organisation, nicht mehr. ...

Ich habe nie irgendwelche Anzeichen von Großspurigkeit bei Stalin festgestellt.“ (A. Tuominen, ‘Die Glocken des Kreml’, Hanover New Hampshire/USA, 1983, SS. 155, 163).

... und er brachte seine Verwunderung über den Kontrast zwischen dem wirklichen Stalin und dem Propagandabild, das über ihn verbreitet wurde, zum Ausdruck:

„Während meiner vielen Jahre in Moskau habe ich mich immer über den Kontrast zwischen dem Menschen und dem riesenhaften Portrait, das von ihm gemacht wurde, gewundert. Dieser mittelgroße, etwas pockennarbige Kaukasier mit dem Schnäuzer war so weit, wie man es sich nur vorstellen kann, von demStereotyp eines Diktators entfernt. Aber gleichzeitig pries die Propaganda laut-hals seine übernatürlichen Fähigkeiten an.“ (A. Tuominen, ebenda, S. 155).

Der sowjetische Marschall Georgi Schukow* erwähnt Stalins ‘Mangel an Affektiertheit’:

„Frei von Affektiertheit und Gehabe gewann er (Stalin Verf.) die Sympathie eines jeden, mit dem er sich unterhielt.“ (G. K. Schukow, ‘Die Memoiren von Marschall Schukow’, London 1971, S. 283).

Selbst Stalins Tochter Swetlana Allilujewa*, die naiv genug war, so ziemlich jede Verleumdung, die über ihren Vater in Umlauf gebracht wurde, für wahr zu halten, weist den Vorwurf zurück, dass er selbst den ‘Kult’ seiner Person aufbaute. Sie beschreibt eineBahnfahrt mit Stalin im Jahre 1948 von der Krim nach Moskau:

„Als wir an den verschiedenen Stationen angehalten waren, gingen wir amBahnsteig spazieren. Mein Vater ging bis zur Lokomotive und grüßte die Bahnarbeiter als er wieder umkehrte. Man konnte nicht einen einzigen Passagier sehen. Es war ein Sonderzug und niemand durfte auf den Bahnsteig. ...

Wer hat sich bloß so etwas ausgedacht? Wer hat all diese Raffinessen ausgeheckt? Nicht er. Eswar das ganze System, dessen Gefangener er selbst war und in dem er unter der Einsamkeit, der Leere und dem Mangel an Geselligkeit litt. ...Wenn ich heutzutage irgendwo lese oder höre, dass mein Vater sich praktisch für einen Gott hielt, dann wundert es mich, dass Leute, die ihn gut kannten, auch nur so etwas sagen können. ...

Er hat sich nie für einen Gott gehalten.“ (S. Allilujewa, ‘Briefe an einen Freund’, London 1968, S. 202f., S. 213).

Sie beschreibt die Trauer der Bediensteten auf der Datscha als Stalin starb:

„Diese Männer und Frauen, die Bedienstete meines Vaters waren, liebten ihn. In kleinen Sachen war es leicht ihn zufriedenzustellen. Im Gegenteil: Er war höflich, anspruchslos und direkt jenen gegenüber, die ihn bedienten. ... Männer, Frauen sie alle fingen immer wieder zu weinen an. ...

Niemand täuschte Treue oder Kummer vor. Alle hatten sich jahrelang gekannt. ...

Niemand in diesem Raum betrachtete ihn als einen Gott oder als einen Übermenschen, als Genie oder Dämon. Sie liebten und achteten ihn wegen der einfachsten menschlichen Qualitäten Qualitäten, die Bedienstete am besten beurteilen können.“ (S. Allilujewa, ebenda, SS. 20, 22).

Darüberhinaus beweisen die Fakten, dass Stalin bei verschiedenen Gelegenheiten den ‘Personenkult’ selbst verurteilte und ins Lächerliche zog und ihn als im Widerspruch zum Marxismus-Leninismus stehend bezeichnete. Zum Beispiel:

Juni 1926:

„Ich muss ganz ehrlich sagen, Genossen, dass ich noch nicht einmal die Hälfte der schmeichelhaften Dinge verdiene, die über mich gesagt wurden. Ich bin, so scheint es, ein Held der Oktoberrevolution, der Führer der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, der Führer der Kommunistischen Internationale, ein legendärer Kriegsritter und was sonst noch alles. Dies ist absurd, Genossen, und eine völlig unnötige Übertreibung. Es ist das, was gewöhnlich am Grab eines verstorbenen Revolutionärs gesagt wird. Aber ich habe noch nicht die Absicht zu sterben. ...

In Wirklichkeit war ich einer der Schüler der fortschrittlichen Arbeiter der Tifliser Eisenbahnwerke, und ich bin es immer noch.“ (J. W. Stalin, ‘Werke’, Band 8, Moskau 1954, S. 182).

Oktober 1927:

„Und was ist Stalin? Stalin ist nur eine unwichtige Person.“ (J. W. Stalin, ‘Werke’, Band 10, Moskau 1954, S. 177).

Dezember 1927:

„Eure Glückwünsche und Grüße sind eine Anerkennung für die große Partei der Arbeiterklasse, die mich geboren und die mich nach ihrem eigenen Bild und Ebenbild aufgezogen hat. Und gerade weil sie zur Ehre unserer glorreichen leninschen Partei gereichen, nehme ich mir die Freiheit und biete Euch meinen bolschewistischen Dank an.“ (J. W. Stalin, ‘Werke’, Band 12, Moskau 1955, S. 146).

April 1930:

„Es gibt einige, die sind der Ansicht, dass der Artikel ‘Schwindlig vor Erfolg’ auf Stalins persönliche Intitiative zurückging. Das ist natürlich Unsinn. Es ist nicht in Ordnung, dass persönliche Initiativen von irgendjemanden, gleich wer er sein mag, in Anspruch genommen werden, denn es sind die des Zentralkomitees.“ (J. W. Stalin, ‘Werke’, ebenda, S. 218).

August 1930:

„Sie sprechen von Ihrer ‘Ergebenheit’ mir gegenüber. ... Ich würde Ihnen raten, das ‘Prinzip’ der Ergebenheit Personen gegenüber fallenzulassen. Das ist keine bolschewistische Art. Seien Sie der Arbeiterklasse, ihrer Partei, ihrem Staat gegenüber ergeben. Das ist eine schöne und nützliche Sache. Aber verwechseln Sie das nicht mit der Ergebenheit gegenüber Personen, diesem eitlen und unnützen Tand charakterschwacher Interlektueller.“ (J. W. Stalin, ‘Werke’, Band 13, Moskau 1955, S. 20).

Dezember 1931:

„Was mich betrifft, so bin ich einfach ein Schüler Lenins und das Ziel meines Lebens ist es, ein würdiger Schüler von ihm zu sein. ... Der Marxismus verneint nicht im Geringsten die Rolle, die hervorragende Personen gespielt haben oder dass die Geschichte von Menschen gemacht wird. Aber ... großartige Menschen sind überhaupt nur insoweit irgendetwas wert, als dass sie in der Lage sind, diese Bedingungen richtig zu verstehen, zu verstehen, wie sie geändert werden können. Wenn es ihnen nicht gelingt, diese Bedingungen zu verstehen und sie sie aufgrund der Eingebung ihrer Fantasie verändern wollen, werden sie sich in der Lage Don Quixotes wiederfinden. ...

Einzelne Personen sind nicht in der Lage zu entscheiden. Die Entscheidungen von Einzelpersonen sind immer oder fast immer einseitige Entscheidungen. ...

In jedem Kollektiv gibt es Leute, mit deren Meinung man rechnen muss. Aus der Erfahrungen von drei Revolutionen wissen wir, dass von 100 Beschlüssen, die von Einzelpersonen gefasst wurden, ohne dass sie im Kollektiv überprüft und berichtigt wurden, ungefähr 90 einseitig sind. ...

Nie und unter keinen Umständen würden unsere Arbeiter jetzt noch die Macht in den Händen einer einzelnen Person tolerieren. Bei uns sind die hochgestellten Personen mit der größten Autorität auf ein Nichts zusammengeschrumpft, sie werden zu bloßen Nullen, sobald die Massen der Arbeiter kein Vertrauen mehr in sie setzen.“ (J. W. Stalin, ebenda, SS. 107f., 109, 113).

Februar 1933:

„Ich habe Euren Brief erhalten, in dem es heißt, dass ich von Euch einen zweiten Orden als Anerkennung für meine Arbeit bekommen soll. Ich danke Euch sehr für Eure herzlichen Worte und das kameradschaftliche Geschenk. Ich weiß, was Ihr für mich weggebt und schätze Eure Gefühle. Trotzdem kann ich Euren zweiten Orden nicht annehmen. Ich kann und darf ihn nicht annehmen, nicht nur, weil er nur Euch zusteht, da Ihr ihn allein verdient habt,sondern auch, weil ich reichlich belohnt worden bin durch die Achtung und den Respekt von Genossen und deshalb kein Recht habe, Euch zu berauben.

Orden wurden nicht für jene erfunden, die schon sehr bekannt sind, sondern in der Hauptsache für heroische Menschen, die wenig bekannt sind und die allen bekannt gemacht werden müssen.Nebenbei muss ich Euch sagen, dass ich schon zwei Orden habe. Das ist mehrals man braucht, glaubt mir.“ (J. W. Stalin, ebenda, S. 241).

Mai 1933:

„Robins: ‘Ich betrachte es als große Ehre, die Gelegenheit zu haben, Ihnen einen Besuch abstatten zu dürfen.’

Stalin: ‘Das ist nichts Besonderes. Sie übertreiben.’Robins: ‘Was für mich am interessantesten ist, ist, dass ich überall in Russland die Namen Lenin-Stalin, Lenin-Stalin, Lenin-Stalin zusammen vorfand.’

Stalin: ‘Auch das ist eine Übertreibung. Wie kann ich mit Lenin verglichen werden?’ (J. W. Stalin, ebenda, S. 267).

Februar 1938:

„Ich bin absolut gegen die Veröffentlichung von ‘Geschichten aus der KindheitStalins’.

Das Buch wimmelt von einer Masse von ungenauen Fakten, von Veränderungen, von Übertreibungen und unverdientem Lob. ...

Aber ... die wichtige Sache besteht in der Tatsache, dass das Buch die Tendenz hat, den sowjetischen Kindern (und den Menschen überhaupt) den Personenkult von Führern, von unfehlbaren Helden einzuimpfen. Das ist gefährlich und schädlich. Die Theorie von ‘Helden’ und der ‘Masse’ ist nicht eine bolschewistische, sondern eine sozialrevolutionäre (anarchistische Verf.) Theorie. ...

Ich schlage vor, das Buch zu verbrennen.“ (J. W. Stalin, ebenda, S. 327).

Der um Stalin herum aufgebaute ‘Personenkult’ widersprach somit dem Marxismus-Leninismus und seine Praktizierung widersprach Stalins ausdrücklichen Wünschen.

Daraus ergibt sich eine wichtige Frage:

Als ich auf einem vorangegangenen Treffen der Stalin-Gesellschaft die Ansicht vertrat,dass sich die Marxisten-Leninisten ab Ende der zwanziger Jahre in der sowjetischen Führ-ung in der Minderheit befanden, kam von einigen Mitgliedern unüberhörbarer Widerspruch.

Wir haben jedoch gesehen, dass, obwohl Stalin dem ‘Personenkult’ starken Widerstand entgegensetzte, er dennoch weiterging.

Daraus folgt zwingend, dass

1) Stalin entweder nicht in der Lage war, ihn zu stoppen oder

2) dass er ihn nicht beenden wollte und deswegen als ein kleinbürgerlicher, verlogener, unmarxistisch-leninistischer Heuchler angesehen werden muss.

Die Urheber des ‘Personenkults’

Wenn aber der ‘Personenkult’ um Stalin nicht von Stalin, sondern gegen seinen Willen aufgebaut wurde, von wem wurde er dann aufgebaut?

Die Fakten beweisen, dass die glühensten Verfechter des Personenkults um Stalin Resionisten und heimliche Revisionisten wie Karl Rakek*, Nikita Chruschtschow und Anastas Mikoyan* waren.

Roy Medwedew* weist darauf hin, dass

„die erste Ausgabe der ‘Prawda’ im Jahr 1934 einen riesigen, zweiseitigen Arttikel von Karl Radek brachte, in dem dieser Stalin mit orgiastischem Lob überhäufte. Der ehemalige Trotzkist, der die Opposition gegen Stalin viele Jahre lang geführt hatte, nannte ihn jetzt ‘Lenins besten Schüler’, ‘das Vorbild der leninschen Partei’, ‘Fleisch von seinem Fleische’, ‘Blut von seinem Blute’ ...Er ist ‘so weitsichtig wie Lenin’ usw. usf. Dies scheint der erste längere Presseartikel gewesen zu sein, der speziell der Lobhudelei für Stalin gewidmet war und er wurde sofort als Broschüre in einer Auflage von 225.000 Exemplaren nachgedruckt für die damalige Zeit eine enorme Anzahl.“ (R. A. Medwedew, ‘Lasst die Geschichte urteilen: Die Ursprünge und Folgen des Stalinismus’, London 1972, S. 148).

Auf seinem öffentlichen Prozess im Januar 1937 erklärte sich Radek des Terrorismus und des Landesverrates für schuldig:

„Wyschinski: ‘Was hat Mrachowski* geantwortet?’

Radek: ‘Er antwortete recht deutlich, dass der Kampf in die terroristische Phase eingetreten sei. ...

Im April 1933 fragte mich Mrachowski, ob ich ihm irgendeinen Trotzkisten in Leningrad nennen könnte, der den Aufbau einer terroristischen Gruppe übernehmmen würde.’

Wyschinski:’ Gegen wen?’

Radek: ‘Gegen Kirow* natürlich. ...’.

Wyschinski: ‘Im Jahre 1934-35 war Ihre Position die der organisierten, systematischen Ausführung terroristischer Anschläge?’

Radek: ‘Ja. ...’.

Wir mussten die soziale Struktur der UdSSR mit der der siegreichen faschistischen Staaten ... in Übereinstimmung bringen. ..ein anderer Ausdruck für die Restauration des Kapitalismus. ...

Für uns war klar, dass dies Faschismus bedeutete ...Dienst am ausländischen Finanzkapital. ...

Es war vorgesehen, die Ukraine an Deutschland und die Küstengebiete (im Osten Übers.) sowie die Amur-Region an Japan abzutreten.“ (Prozessbericht über die Strafsache des antisowjetischen trotzkistischen Zentrums, Moskau 1937, SS. 88, 90, 103, 115).

Es war Chruschtschow, der den Begriff ‘woschd’ ( was dem deutschen Wort ‘Führer’ entspricht) einführte. Auf der Moskauer Parteikonferenz im Januar 1932 beendete Chruschtschow seine Rede mit den Worten:

„Die Moskauer Bolschewiki, die sich um das leninsche Zentralkomitee und um den ‘woschd’ unserer Partei, den Genossen Stalin, fest wie nie zuvor zusammengeschlossen haben, marschieren freudig und selbstbewusst neuen Siegen in den Schlachten für den Sozialismus, für die proletarische Weltrevolution entgegen.“ (‘Rabotschaja Maskwa’, 26. Januar 1932, zitiert nach: L. Pistrak, ‘Der große Taktiker: Chruschtschows Aufstieg zur Macht’, London 1961, S. 159).

Auf dem 17. Parteitag im Januar 1934 war es Chruschtschow und Chruschtschow allein, der Stalin einen „genialen ‘Führer’ „ (XVII. sjesd Wsjesajusnoi Kammunistitscheskoi Partij, B, S. 145, zitiert nach: L. Pistrak, ebenda, S. 160).nannte.

Im August 1936 sagte Chruschtschow in seiner Eigenschaft als Moskauer Parteisekretär während des Hochverratsprozesses gegen Lew Kamenew* und Grigori Sinowjew* Folgendes:

„Elende Zwerge! Sie erhoben ihre Hände gegen den größten aller Männer, ... unseren weisen ‘Führer’, Genossen Stalin! ...Du, großer Genosse Stalin, hast das große Banner des Marxismus-Leninismus hoch über die gesamte Welt erhoben und es vorangetragen. Wir versichern Dir, dass die Moskauer Bolschewistische Organisation die loyale Stütze des stalinschen Zentralkomitees die stalinsche Wachsamkeit noch verstärken, die trotzkistisch-sinowjeschen Reste ausmerzen und die Reihen der Partei und der parteilosen Bolschewiki noch fester um das stalinsche Zentralkomitee und den großen Stalin zusammenschließen wird.“ (‘Prawda’, 23. August 1936, zitiert nach L. Pistrak, ebenda, S. 162).

Auf dem Allunionskongress der Sowjets im November 1936 war es wiederum Chruschtschow, der den Vorschlag machte, dass die neue sowjetische Verfassung, die dem Kongress zur Abstimmung vorlag, ‘Stalinistische Verfassung’ genannte werden sollte, weil

„ ... sie von Anfang bis Ende vom Genossen Stalin selbst verfasst wurde.“ (‘Prawda’, 30. November 1936, zitiert nach L. Pistrak, ebenda, S. 161).

Es muss darauf hingewiesen werden, dass Wjatscheslaw Molotow, der damalige Ministerpräsident, und Andrej Schdanow, damals Parteisekretär von Leningrad, nicht erwähnten, dass Stalin in irgendeiner besonderen Weise an der Ausarbeitung der Verfassung beteiligt gewesen war.

In der gleichen Rede prägte Chruschtschow den Begriff ‘Stalinismus’:

„Unsere Verfassung ist der Marxismus-Leninismus-Stalinismus, der ein Sechstel der Erde erobert hat.“ (Ebenda).

Chruschtschows Rede in Moskau zur Zeit der Hochverratsprozesse für Grigori Pjatakow* und Karl Radek im Januar 1937 vor einer Menge von 200.000 Menschen war von ähnlicher Tonart:

„Indem sie gegen den Genossen Stalin die Hand erhoben, erhoben sie sie gegen all das Beste, das die Menschheit besitzt. Denn Stalin ist Hoffnung, er ist Erwartung, er ist der Leuchtstrahl, der die gesamte fortschrittliche Menschheit lenkt. Stalin ist unser Banner! Stalin ist unser Wille! Stalin ist unser Sieg!“ (‘Prawda’, 31. Januar 1937, zitiert nach L. Pistrak, ebenda, S. 162).

Im März 1939 wurde Stalin von Chruschtschow als

„ ...unser großes Genie, unser geliebter Stalin“ (‘Wisti VTsVK’, 3. März 1939, zitiert nach L. Pistrak, ebenda, S. 164).

bezeichnet. Auf dem 18. Parteitag im März 1939 nannte er ihn„ ...das größte Genie der Menschheit, Lehrer und ‘Führer’, der uns dem Kommunismus entgegenführt, unser alleiniger Stalin.“ (XVIII sjesd Wsjesajusnoi Kammunistitscheskoi Partij, B., S. 174, zitiert nachL. Pistrak, ebenda, S. 164).

... und im Mai 1945 bezeichnete er ihn als

„ ... großen Marschall des Sieges.“ (‘Prawda Ukrainu’, 13. Mai 1945, zitiert nach L. Pistrak, ebenda, S. 164).

Anlässlich der Feier zu Stalins fünfzigstem Geburtstag im Dezember 1929 verband Anastas Mikojan seine Glückwünsche mit der Aufforderung,

„ ... dass wir, indem wir den berechtigten Interessen der Massen nachkommen, endlich damit beginnen, an seiner Biografie zu arbeiten und sie der Partei und allen arbeitenden Menschen unseres Landes zur Verfügung stellen.“ (‘Iswestija’, 21. Dezember 1929, zitiert nach L. Pistrak, ebenda, S. 164).

Zehn Jahre später, im Dezember 1939, drängte Mikojan immer noch, diesmal aus Anlassdes sechzigsten Geburtstag Stalins, auf die Erstellung einer

„ ... wissenschaftlichen Biografie“ (‘Prawda’, 21. Dezember 1939, zitiert nach L. Pistrak, ebenda, S. 158).Stalins.

Die Biografie wurde schließlich im Jahre 1947 veröffentlicht. Sie war von

„ ... G. F. Alexandrow, M. R. Galaktjonow, W. S. Krudschkow, M. B. Mitin, W. D. Mochalow und P. N. Pospelow“ (‘Joseph Stalin, eine kurze Biografie’, Moskau 1947).

zusammengestellt worden.

In seiner ‘Geheimrede’ an den 20. Parteitag der KPdSU 1956 jedoch schrieb Chruschtschow Stalin selbst die Urheberschaft an dem Buch zu und bezog sich dabei auf den ‘Personenkult’, den er und seine Kollegen um Stalin aufgebaut hatten:

„Eines der bezeichnendsten Beispiele für Stalins Selbstverherrlichung und für seinen Mangel an auch nur der elementarsten Bescheidenheit ist die Herausgabe seiner ‘Kurzbiografie’. ...Dieses Buch ist ein Beispiel zügellosester Selbstbeweihräucherung.“ (Russisches Institut der Columbia Universität, Hrsg., ebenda, S. 69).

Die Gründe für den Aufbau des ‘Personenkults’

Natürlich bewunderten viele Sowjetbürger Stalin und brachten diese Bewunderung zum Ausdruck. Aber ganz offensichtlich wurde dieser ‘Personenkult’ um Stalin in erster Linie von heimlichen Revisionisten entgegen Stalins Wunsch aufgebaut, um

erstens die Tatsache zu vertuschen, dass die Partei und die Kommunistische Internationale von heimlichen Revisionisten beherrscht wurden und um die falsche Vorstellung zu verbreiten, dass diese unter Stalins persönlicher Kontrolle standen, um so in der Lage zu sein, Stalin später für Verletzungen der sozialistischen Gesetzlichkeit sowie für Abweichungen von marxistisch-leninistischen Prinzipien, die sie selbst begingen, verantwortlich zumachen; und um

zweitens einen Vorwand zu liefern, um Stalin zu einem späteren Zeitpunkt (unter dem Deckmantel, ein Programm der ‘Demokratisierung’ durchzuführen, welches tatsächlich ein Programm zur Demontage des Sozialismus darstellte) anzugreifen.

Dass Stalin selbst sich der Tatsache bewusst war, dass heimliche Revisionisten die treibende Kraft hinter dem ‘Personenkult’ waren, wurde von dem finnischen Revisionisten Tuominen 1935 berichtet, der beschreibt, wie Stalin, als er darüber informiert wurde, dass Büsten von ihm in Moskaus Kunstgallerie Nummer eins, der Tretjakow-Gallerie, an herausragenden Stellen aufgestellt worden waren, ausrief: „Das ist nichts als Sabotage!“ (A. Tuominen, ebenda, S. 164).

Der deutsche Schriftsteller Lion Feuchtwanger* bestätigte 1936, dass Stalin den Verdacht hegte, dass der ‘Personenkult’ von ‘Saboteuren’ mit dem Ziel, ihn zu diskreditieren, genährt werde:

„Es ist Stalin ganz offensichtlich lästig, vergöttert zu werden so wie dies der Fall ist und von Zeit zu Zeit macht er sich darüber lustig. ...Von allen Männern, die ich kenne und die Macht besitzen, ist Stalin der anspruchs-

loseste. Ich sprach ganz offen mit ihm über den vulgären und exzessiven Kult, der über ihn betrieben wird und er antwortete gleichermaßen offen. ...

Er ist der Meinung, dass es möglich sei, dass ‘Saboteure’ dahinter stehen, um ihn zu diskreditieren.“ (L. Feuchtwanger, ‘Moskau 1937’, London 1937, S. 93ff.).

Zusammengefasst ergibt sich, dass der Angriff vonseiten der Revisionisten auf den ‘Persoenkult’ (auf dem 20. Parteitag der KPdSU 1956 Übers.) in der Sowjetunion nicht nur ein Angriff auf Stalin persönlich war, als führender Marxist-Leninist, als Verteidiger des Sozialismus, sondern das erste Stadium eines Angriffs auf den Marxismus-Leninismus und auf das sozialistische System in der Sowjetunion.

Vielleicht besteht der beste Kommentar darauf in dem sarkastischen Trinkspruch, von demder finnische Revisionist Tuominen berichtet, den Stalin auf einer Neujahrsfeier 1935 aus-gab, als er sagte:

„Genossen! Ich möchte einen Trinkspruch ausgeben auf unseren Patriarchen,auf das Leben und die Sonne, den Befreier der Nationen, den Architekt des Sozialismus (er ratterte dann alle Bezeichnungen herunter, die in jenen Tagen auf ihn angewendet wurden), auf Josef Wissarionowitsch Stalin, und ich hoffe, dass dies die erste und die letzte Rede auf jenes Genie an diesem Abend gewesen ist.“ (A. Tuominen, ebenda, S. 162).

Personenverzeichnis

Allilujewa, Swetlana, Stalins Tochter, 1926 .

Barbusse, Henry, französischer Schriftsteller, 1873 - 1935.

Chruschtschow, Nikita S., revisionistischer sowjetischer Politiker, 1894 - 1971, Erster Sekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, 1953 1964, Ministerpräsident der Sowjetunion, 1958 1964.

Davies, Joseph, US-Jurist und Diplomat, 1876 1958, Vorsitzender (1915 1916) und stellvertretender (1916 1918) Vorsitzender der Handelskommission der US-Bundesregierung; Botschafter in Moskau, 1936 1938; 1938 1939 nach Belgien.

Don Levine, Isaac, russischstämmiger US-Journalist, 1892 1981.

Feuchtwanger, Lion, deutscher Schriftsteller, 1884 1958.

Fischer, Louis, US-amerikanischer Schriftsteller, 1896 1970.

Hoxha, Enver, marxistisch-leninistischer albanischer Politiker, 1908 1985, Führer der Kommunistischen Partei Albaniens (später Partei der Arbeit Albaniens), 1941 1985, Ministerpräsident, 1944 1954; Außenminister, 1946 1954.

Kamenew, Lew B., trotzkistischer sowjetischer Politiker, 1883 1936, Geständnis des Hochverrats auf seinem öffentlichen Prozess, 1936, zum Tode verurteilt und hingerichtet, 1936.

Kirow, Sergej, marxistisch-leninistischer sowjetischer Politiker, 1886 1934, Sekretär der KPdSU in Aserbaidschan 1921 1936, in Leningrad 1926 1934, Mitglied des Politbüros, 1930 1934, von Terroristen 1934 ermordet.

Medwedjew, Roy, revisionistischer sowjetischer Historiker, 1925 .

Mikojan, Anastas, revisionistischer sowjetischer Politiker, 1895 1978, Politbüromitglied 1935 1978, Volkskommissar für Handel 1926 1931, für Versorgung 1931 1934, für die Nahrungsmittelindustrie 1934 1938, für Außenhandel 1938 1949, Stellvertretender Ministerpräsident 1946 1964, Präsident 1964 1965.

Molotow, Wjatscheslaw, marxistisch-leninistischer sowjetischer Politiker, 1890 - 1986, Mitglied des Politbüros 1926 1953, Ministerpräsident1930 1941, Stellvertretender Ministerpräsident, 1941 1957, Außenminister 1939 1949, Botschafter in der Mongolei 1957 - 1960.

Mrachowski, Sergej, trotzkistischer sowjetischer Politiker, 1883 1936, Geständnis des Terrorismus und des Hochverrats auf seinem öffentlichen Prozess im August 1936, zum Tode verurteilt.

Pjatakow, Grigori, trotzkistischer sowjetischer Politiker, 1890 1937, Stellvertretender Volkskommissar für die Schwerindustrie 1931 1937, Geständnis des Hochverrats auf seinem öffentlichen Prozess 1937, zum Tode verurteilt und hingerichtet, 1937.

Radek, Karl, revisionistischer sowjetischer Politiker, 1885 1939, Geständnis des Terrorismus und des Hochverrats auf seinem öffentlichen Prozess 1937, von Mitinhaftierten 1939 ermordet.

Schdanow, Andrej, marxistisch-leninistischer sowjetischer Politiker, 1896 1948, Mitglied des Politbüros 1935 1948.

Schukow, Georgi, sowjetischer Militäroffizier, 1896 - 1974, Generalstabschef 1941, Marschall 1943, Verteidigungsminister 1955 - 1957.

Sinowjew, Grigori, trotzkistischer sowjetischer Politiker, 1883 - 1936, Präsident der Kommunistischen Internationale 1919 - 1926, Geständnis des Hochverrats auf seinem öffentlichen Prozess 1936, zum Tode verurteilt und hingerichtet, 1936.

Tuominen, Arvo, revisionistischer finnischer Politiker, 1894 - 1981.

Webb, Beatrice, britische Volkswirtin und Soziologin, 1858 - 1943.

Webb, Sidney, britischer Volkswirt, 1859 - 1947.

_________________
Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:14 

Beiträge: 79
Geschrieben: 03.07.2005 00:18

--------------------------------------------------------------------------------

Natürlich. Welcher Alleinherrscher gibt schon zu, dass er Alleinherrscher ist?! Sogar Hitler hat den Reichstag beibehalten zum Schein. Mussolini hat den König im Amt belassen und den Faschistischen Großrat eingeführt.

War sie nicht? Das hab ich aber anders in Erinnerung. Gerade Stalin wurde bei den Staatsfeiern und -anlässen wie ein Messias oder Gott gefeiert.

Das Zitat von Schukow unterstützt meine Ansicht. Da steht, dass Stalin sich beraten ließ in seinen Entscheidungen und kompetente Ausführungen auch zur Kenntnis nahm und schätzte. Aber die Entscheidungen traf er und wenn er eine Entscheidung traf, wurde diese nicht diskutiert.



Quote:
--------------------------------------------------------------------------------
" Kam er aber schon mit fertigen Entschlüssen zur Sitzung, entstand gar keine Diskussion, oder sie ebbte schnell ab, wenn er sich einer der Seiten anschloss."
--------------------------------------------------------------------------------




Stalin entschied und war keinem Rechenschaft schuldig, das macht einen Alleinherrscher aus. Dass er kompetenten Rat schätze und auch danach handelte und richtige Entscheidungen über persönlichen Stolz stellte, machen ihn zu einem vernünftigen und fähigen Alleinherrscher. Aber nichts desto trotz bleibt er ein Alleinherrscher.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:14 
Möchtegernputschist
Benutzeravatar

Beiträge: 1624
1. Shukow ist wesentlich mehr zu glauben als dir
2. deine gleichsetzungen mit hitler und stalin sind absurd (bürgerliche totalitarismus"theorie" ist unwissenschaftlich
3. was den personenkult angeht, habe ich oben was hingeschrieben, ebenfalls kompetenter als deine aussagen, da es sich um zeitzeugen handelt
4.stalin und alleinherrscher? dann lies doch mal meinen vorvorletzen beitrag (über die verfassung)
5. aber auch wenn du recht haben solltest, welcher herrscher ist kein alleinherrscher? wir wählen ja auch nur zum schein den bundeskanzler.

_________________
Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:14 
Möchtegernputschist
Benutzeravatar

Beiträge: 1624
Quote:
--------------------------------------------------------------------------------

Sogar Hitler hat den Reichstag beibehalten zum Schein.
--------------------------------------------------------------------------------



das mag sein, trotzdem sah er sich als alleinherrscher, das gesamte nazisystem beruhte auf den "führer".
zum anderen ist die behauptung, dass hitler den RT stehen lies kein anzeichen dafür, dass er nazideutschland als (pseudo)demokratisch ausgab. im gegenteil!

übrigens war die udssr ein atheistischer statt, trotzdem gab es dort auch noch kirchen (auch wenn so einige abgerissen wurden). ist die udssr, weil sie kirchen hatte, ein gottesstaat gewesen?

_________________
Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:14 
Administrator
Benutzeravatar

Beiträge: 4023
Ist der Bundespräsident Köhler ein Alleinherrscher? Schließlich kommt kein Gestz ohne seine Unterschrift zum Abschluß.

_________________
Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:15 

Beiträge: 79
Geschrieben: 03.07.2005 01:29

--------------------------------------------------------------------------------

Zu 1. Wo habe ich Schukow wiedersprochen? Wo sagt Schukow etwas anderes als ich?
Zu 2. Wo habe ich Hitler mit Stalin gleichgesetzt? Ich habe Hitler als Extrembeispiel angeführt einen Alleinherrscher angeführt (Da wirst du mir wohl nicht widersprechen, dass es wohl kaum einen diktatorischeren Alleinherrscher gegeben hat als ihn, oder?)
Zu 3. Wenn Stalin den Personenkult nicht wollte und nicht er als Alleinherrscher die Entscheidungen traf, wieso gab es dann einen Personenkult um ihn?
Zu 4. Demokratische Regierungschefs sind keine Alleinherrscher. Über Gesetze und dergleichen stimmt das Parlament ab, nicht der Regierungschef. zur Absetzung Stalins: Mussolini wurde 1943 vom faschistischen Großrat abgesetzt, war er deshalb kein Alleinherrscher?!
Zu 5. Siehe 4.

Ja Hitler hat sich auch öffentlich als Führer und Alleinherrscher gegeben und wurde auch so dargestellt. Ich hab die beiden auch nicht verglichen, sondern lediglich veranschaulicht, dass sogar Hitler als der ultimative Alleihnerrscher, der sich auch so gab, trotzdem ein Scheinorgan beibehielt. Um Stalin gab es aber auch einen Personenkult, wie auch um Mao. Ob Stalin das nun wollte oder nicht, ist im Grunde nebensächlich.

Was das mit den Kirchen jetzt damit zu tun hat, versteh ich nicht ganz. ein Gottesstaat ist ein Staat, der auf einer religiösen Lehre aufbaut. Ist die BRD ein Gottesstaat, weil es hier Kirchen gibt?!


Köhler unterschreibt nur, er entscheidet nicht. Er kann ein Veto einlegen aber am tatsächlichen Entscheidungsprozess hat er keinen Anteil, er darf auch die Abstimmung nicht beeinflussen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:15 
Möchtegernputschist
Benutzeravatar

Beiträge: 1624
1. sorry da hatte ich mich verlesen
2. keineswegs streite ich ab, dass hitler ein extrembeispiel für nen alleinherrscher ist
3. der personenkult um stalin wies zwei seiten auf. die eine seite, die ehrliche verehrung um stalin, die meißt vom werktätigen volk kam auf der einen seite und auf der anderen seite der verlogene personenkult, der von doppelzünglern wie chruschtschow durchgeführt wurde. zu lebzeiten chruschtschows lobte er stalin bis zum geht nicht mehr, nach seinem tode war er dessen hauptkritiker. Stalin selber wandte sich gegen einen kult um seine person, sprich seine einstellung zum personenkult war ablehnend (anders als z.B. bei Kim il Sung - In der nordkoreanischen juche-ideologie, ist der personenkult bestandteil dieser ideologie, oder auch be mao tse-tung). eine einstellung wie man zu seinem eigenen personenkult steht, ist eine wichtige frage zur berwertung einer führungsperson. es ist aber wahr, dass gegen den personenkult an sich wenig unternommen wurde. woran liegt diese widersprüchlichkeit. 100%ig kann man sie wohl nicht mehr feststellen; plausible theorien darüber gibt es aber viele.
Nils Holmberg geht davon aus, dass "Die vernünftigeste vermutung ist, dass Stalin der ansicht war, dass der personenkult, trotz der darin enthaltenden gefahr, seine möglichkeiten verbesserte, in der damals herrschenden lage maßnahmen auf den verschiedenen gebieten schnell durchzuführen, die notwendig waren, um sicherzustellen, dass die sowjetunion aus dem herannahenden krieg als sieger hervorging"
Bill Bland hat folgenden standpunkt:
Obwohl der Personenkult, den sie um Stalin aufbauten, für die Verschwörer viele Vorteile hatte, besaß er doch auch einige gravierende Nachteile.

Da Stalin und seine politischen Verbündeten sich an der Spitze in einer Minderheitenposition befanden, nutzten sie jede 'harmlose' Aufgabe, die ihnen von der revisionistischen Mehrheit abgetreten wurde, dazu, um solche Vorschläge scharf zurückzuweisen, die ihrer Meinung nach die sozialistische Gesellschaft wieder ins kapitalistische Fahrwasser hätte bringen können:

"Wenn sie vorschlagen, dass die MTS (Maschinen-Traktoren-Stationen - Verf.) den Kollektivfarmen als ihr Eigentum übergeben werden, dann schlagen die Genossen Sanina und Wenscher damit vor, einen Schritt in die Richtung der alten Rückständigkeit zu gehen und unternehmen damit auch den Versuch, das Rad der Geschichte wieder zurückzudrehen. ...

Das Ergebnis wäre erstens, dass die Kollektivfarmen zu Eigentümern an den wichtigsten Produktionsmitteln werden würden, d.h., dass sie eine herausragende Stellung erhielten wie sie kein anderes Unternehmen in unserem Land besitzt, denn - wie ja bekannt ist - besitzen die verstaatlichten Betriebe nicht ihre Produktionsmittel ... .Solch eine Stellung könnte einen nur noch größeren Graben zwischen dem Eigentum der Kollektivfarmen und dem staatlichen Eigentum aufziehen und das würde uns dem Kommunismus nicht näher bringen. Im Gegenteil: Es würde uns weiter von ihm entfernen.

Das Ergebnis wäre zweitens eine Ausweitung des Bereichs der Warenzirkulation, weil eine immense Menge an Produktionsinstrumenten in ihn eintreten würde. ... Ist die Ausweitung der Sphäre der Warenzirkulation dazu angetan, unseren Vormarsch zum Kommunismus zu beschleunigen? Wäre es nicht vielmehr richtiger zu sagen, dass dadurch unser Vormarsch zum Kommunismus aufgehalten werden würde?

Engels legt in seinem 'Anti-Dühring' auf überzeugende Weise dar, dass die Existenz der Warenzirkulation zwangsläufig ... zur Wiederbelebung des Kapitalismus führen muss." (J. W. Stalin, 'Ökonomische Probleme des Sozialismus in der UdSSR', Moskau 1952, S. 100 ff.).

Die Existenz des Personenkults zwang die oppositionelle Mehrheit solchen Angriffen auf ihr latent vorhandenes Programm wider Willen die umfassendste und 'wohlwollendste' Publizität zu verschaffen!

Mehr noch:
Obwohl die oppositionelle Mehrheit davon ausgehen konnte, dass die Minderheit um Stalin an dem Prinzip einer kommunistischen Partei festhalten würde, wonach der Beschluss der Mehrheit auch für die Minderheit verbindlich ist, so dass ihr nicht gestattet ist, ihren Widerstand öffentlich zu machen, so wird doch dieses Prinzip des 'demokratischen Zentralismus' von Marxisten-Leninisten nur so lange aufrechterhalten wie die kommunistische Partei noch auf dem Boden des Marxismus-Leninismus steht und marxistisch-leninistische Prinzipien weiterhin beim Aufbau des Sozialismus verwirklicht.

Das bedeutet: Wenn die Opposition zu Stalins Lebzeiten ihre Mehrheit in den leitenden Organen der Kommunistischen Partei genutzt hätte, um Maßnahmen zu ergreifen, die eindeutig die Grundlagen der sozialistischen Gesellschaft in der Sowjetunion untergraben hätten - wie etwa jene, die nach Stalins Tod getroffen wurden - dann hätte die 'Gefahr' bestanden, dass die von Stalin geführte Minderheit gesagt hätte: 'Die KPdSU ist nicht länger eine marxistisch-leninistische Partei, sondern eine revisionistische, die von Verrätern am Sozialismus geführt wird. Deshalb zwingt uns die Treue zum Marxismus-Leninismus, diese Mehrheit in aller Öffentlichkeit zu verurteilen und an die einfachen Parteimitglieder und an die Arbeiterklasse insgesamt zu appellieren, den Sozialismus durch die Zurückweisung der revisionistischen Führer zu retten.' Diese Gefahr für das Programm der Opposition - eine Gefahr, die durch den Personenkult um Stalin stark vergrößert wurde - hielt sie davon ab, ihre Mehrheit zu Stalins Lebzeiten dazu zu benutzen, die Grundlagen des Sozialismus auszuhöhlen, außer dass es ihnen gelang, die wirtschaftlichen und sozialen Unterschiede zwischen den Betriebsleitern, Angestellten und Intellektuellen auf der einen Seite und der Masse der Arbeiter auf der anderen zu vergrößern, um dadurch eine privilegierte Schicht zu schaffen, die für die Zukunft die soziale Basis für die Restauration des Kapitalismus liefern konnte.

Trotz der Frustrationen, die die Opposition, solange Stalin lebte, durchmachen musste - Frustrationen, die in Chruschtschows Geheimrede auf dem 20. Parteitag der KPdSU deutlich zum Ausdruck gebracht wurden - schätzte man die Organisierung eines terroristischen Anschlags auf Stalins Leben zumal wegen der Loyalität seiner Leibwächter als sehr schwierig ein. Ein sorgfältig ausgearbeiteter Plan wurde in Zusammenarbeit mit dem deutschen Geheimdienst ausgearbeitet. Man beabsichtigte darin, sich die vorteilhafte Lage infolge der deutschen Invasion vom Juni 1941 zunutze zu machen, um Stalin unter dem Vorwand, die anfänglichen sowjetischen Rückschläge seien auf seine 'Unfähigkeit' zurückzuführen, aus dem Amt zu verdrängen. Aber auch in diesem Fall wurde die Opposition ausmanövriert und wurde gezwungen, später Stalin als 'Architekten des sowjetischen Sieges' anzuerkennen - zumindest, solange er lebte. (w. B. Bland: Die restauration des kapitalismus in der udssr)

. . .

Die einzige Kritik an Stalin, die auf dem 20. Parteitag der KPdSU 1956 öffentlich gemacht wurde drei Jahre nach seinem Tod war die im Zusammenhang mit dem 'Personenkult'.

Nun gab es zweifellos einen 'Personenkult', der zu Lebzeiten Stalins um seine Person herum aufgebaut worden war und Marxisten-Leninisten sind die ersten, die erklären, dass ein solcher Personenkult grundsätzlich völlig falsch ist.

Der Hauptgrund, der von Chruschtschow für den Aufbau dieses 'Personenkults' in seiner Rede vor dem 20. Parteitag genannt wurde, war Stalins angebliche 'Eitelkeit'.

Nun sind eitle Menschen, die nur zufrieden sind, wenn sie gepriesen werden, recht kleingeistige Menschen. Und hier begegnet uns wieder ein solcher Widerspruch, denn es gibt eine ganze Fülle von Beweismaterial aus Stalins Leben als Revolutionär, das belegt, dass Stalin alles war, nur nicht kleingeistig.

Was war nun Stalins eigene Einstellung zum 'Personenkult', der um ihn herum aufgebaut wurde? Immer und immer wieder verurteilte er ihn, brandmarkte er ihn und verspottete er ihn. Ich zitiere aus einem Brief aus einer großen Anzahl von Schriften und Reden gegen den 'Kult'. Er wurde im Februar 1938 an einen Kinderbuchverlag geschrieben, das ihm den Entwurf eines Buches zugeschickt hatte, welches den Titel trug 'Geschichten aus Stalins Kindheit':

"Ich bin strikt gegen die Veröffentlichung der Schrift 'Geschichten aus Stalins Kindheit'. Das Buch ist angefüllt mit einer Unmenge von Tatsachenverdrehungen, Unwahrheiten, Übertreibungen und unverdientem Lob. Der Verfasser ist von Liebhabern von Märchen auf Irrwege gebracht worden. ... Aber das ist nicht das Entscheidende. Das Entscheidende ist, dass das Buch die Tendenz hat, den Sowjetmenschen und den Menschen im allgemeinen den Kult der Persönlichkeit von Führern und unfehlbaren Helden nahezubringen. Das ist gefährlich und schädlich. Die Theorie von den 'Helden und den Massen' ist keine bolschewistische Theorie, sondern eine der Sozialrevolutionäre. ... Mein Ratschlag besteht darin, das Buch zu verbrennen."

Die Revisionisten sind tatsächlich gezwungen zuzugeben, dass sich Stalin konsequent und öffentlich gegen den 'Personenkult' ausgesprochen hat. Aber sie nehmen die Tatsache, dass der 'Kult' trotzdem weiterging, zum Anlass zu sagen, dass Stalin angeblich ein 'Heuchler' war, der privat zur Förderung des 'Kults' ermunterte.

Aber woher stammte denn nun eigentlich diese ekelerregende Lobhudelei Stalins? Der Erfinder des 'Kults' war Karl Radek, der bei seinem öffentlichen Prozess 1937 gestand, Landesverrat begangen zu haben. Einer seiner eifrigsten und erfindungsreichsten Anhänger war Nikita Chruschtschow, dem 1956 die Hauptrolle zukam, den 'Kult' zu verurteilen. Einige ehrliche Kommunisten machten ihn mit, nachdem er erst einmal eingeführt war. Wenn man aber die Reden von, sagen wir, Wjatscheslaw Molotow nimmt, dann wird man feststellen, dass es in ihnen nicht diese Art von übertriebenen Lobpreisungen gibt wie das für Chruschtschows Reden, die er zu Lebzeiten Stalins hielt, typisch ist.

Was in diesem Zusammenhang ganz interessant ist, ist Stalins scharfsinnige Bemerkung gegenüber Lion Feuchtwanger, wonach seiner Meinung nach der 'Personenkult' das Werk der 'Saboteure' sei, die ihn bewusst anfachten, um ihn, Stalin, später in Misskredit zu bringen. Und dies ist genau das, was später auch wirklich passierte! Und wenn Stalin dies bewusst war, dann kann man unmöglich der Annahme sein, dass seine öffentliche Verurteilung des 'Personenkults' nicht echt, sondern nur vorgetäuscht war.

Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, zu der wir durch die Fakten gezwungen sind, dass Stalin in seiner Gegnerschaft gegen den 'Kult' absolut aufrichtig war, aber 3 nicht in der Lage war, ihn zu stoppen.

Wenn jedoch diese zwingende Schlussfolgerung richtig ist, dann folgt daraus, dass das ganze Bild von Stalin als 'Diktator' ein Trugbild ist, auch wenn noch so viele Menschen ehrlich der Meinung sind, dass es richtig ist. Dann folgt daraus, dass Stalin und die Leute, die politisch an seiner Seite standen, in den führenden Parteiorganisationen der KPdSU lange Zeit in der Minderheit waren, und dass seine politischen Gegner in der Mehrheit waren. Es folgt daraus, dass der 'Personenkult' um Stalin gegen seinen Widerstand aufgebaut worden war, um die wahren Machtverhältnisse zu verschleiern, aber auch um Stalins revolutionäres Ansehen für eine Politik zu missbrauchen, die nicht seine eigene war, und um ihn später wegen des Personenkults in Misskredit zu bringen.

3. Der Gefangene im Kreml

Wenn wir uns dieses unorthodoxe Bild von Stalin als 'Gefangener' einer Mehrheit von mit verdeckten Karten arbeitenden Revisionisten in der Führung der KPdSU ansehen, dann müssen wir daran erinnern, dass Marxisten-Leninisten energisch das Prinzip verteidigen, dass die marxistisch-leninistische Partei als der Generalstab der Arbeiterklasse, auf einer einheitlichen Politik basieren muss, auf einer Einheit des Willens, die durch das Organisationsprinzip des demokratischen Zentralismus erreicht wird. Zu diesem Organisationsprinzip zählt, dass die Beschlüsse der Mehrheit für die Minderheit sowie für einzelne Parteimitglieder verbindlich sind nicht ausgenommen der Generalsekretär.

Selbstverständlich können sich Marxisten-Leninisten nur so lange an das Prinzip des demokratischen Zentralismus gebunden fühlen wie die Partei fortfährt, im Wesentlichen eine marxistisch-leninistische Partei zu sein, die die Interessen der Arbeiterklasse vertritt. In diesem Zusammenhang ist es bezeichnend, dass zu Stalins Lebzeiten die KPdSU keine solchen Schritte unternahm wie sie es nach seinem Tod tat Schritte, die dann das kapitalistische Wirtschaftssystem in der Sowjetunion wiederherstellten. Sicherlich wurden auch zu Stalins Lebzeiten Maßnahmen von der KPdSU ergriffen, die politisch falsch waren, Maßnahmen, die die Grundlagen für das Auftreten einer neuen Klasse von Staatskapitalisten legten. Aber diese Maßnahmen unterschieden sich qualitativ von jenen Maßnahmen, die nach seinem Tod getroffen wurden. Sie waren nicht derart, dass ein Marxist-Leninist kategorisch sagen musste: 'Jetzt ist die KPdSU keine marxistisch-leninistische Partei mehr, sondern eine revisionistische Partei, so dass meine Loyalität gegenüber dem Marxismus-Leninismus mich jetzt zwingt, den demokratischen Zentralismus zu verwerfen und die Politik der Partei öffentlich anzuprangern.'

Wenn wir uns jedoch die Zusammensetzung des Politbüros des Zentralkomitees der KPdSU einmal ansehen, dann stellen wir fest, dass während des größten Teils der Zeitspanne nach 1934 eine Mehrheit seiner Mitglieder sich später als Revisionisten entlarvte. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass diese Leute aber doch damals aufrichtige Verbündete von Stalin waren und erst nach seinem Tode zu seinen politischen Gegnern wurden. Wir besitzen jedoch ihr Wort, dass sie schon lange Zeit Stalins politische Gegner waren, es aber nicht für zweckmäßig hielten, dies öffentlich zuzugeben.

Der schlagendste Beweis für die Behauptung, dass Stalin tatsächlich über einen langen Zeitraum hinweg der Gefangene einer heimlichen revisionistischen Mehrheit war, wird durch die Vorgänge auf dem 17. Parteitag der KPdSU im Januar 1934 erbracht. Auf diesem Parteitag schien nach außen hin eine vollständige Geschlossenheit um die Person des Generalseketärs herum zu herrschen. Noch auf keinem an anderen Parteitag hatten so viele Redner Stalin wegen seines 'Genies' gepriesen. Die Gruppen der offenen Opposition hatten ihre Irrtümer zugegeben, hatten versprochen, ihre Fraktionen aufzulösen und hatten sich dem übertriebenen Lob angeschlossen. Als aber auf dem Parteitag die Wahlen zum neuen Zentralkomitee mit über 100 zu wählenden Mitgliedern anstanden, erzielte Stalin von allen Kandidaten das schlechteste Ergebnis!

Wir haben hier allem Anschein nach den Beleg für die Vermutung, dass die KPdSU von Revisionisten (damals getarnt) nicht erst 1956, sondern schon von 1934 an beherrscht wurde.

Diese Hypothese ist tatsächlich die einzige, durch die sich die bekannten Ereignisse in der Sowjetunion schlüssig erklären lassen.

(W.B. Bland: Stalin Mythus und Wirklichkeit)


wie man sieht ist dies alles eine frage der politik ;-)

4. demokratische statten an sich gibt es nicht. jeder staat in dem es eine klassenherrschaft gibt, wird eine klasse unterdrückt, während für die andere breite demokratie herrscht. so war es und wird es immer bleiben, solange klassen existieren

zum weiteren sollte folgendes bedacht werden: in der rolle des Generalsekretärs einer partei, hatte stalin natürlich das letzte wort und mehr macht als die anderen, das machte ihn aber nicht zum alleinherrscher. die wichtigsten gesetze und beschlüsse wurden nicht einfach so durchgeführt, sondern es gab breite diskussionen in der partei, wozu das ganze, wenn stalin alleinherrscher war? das würde keinen sinn ergeben, ewig vor dem "parteialtar" zu stehen und breite diskussionen über die linie der partei zu führen. oben (beim zitat von bill bland zur rolle des personenkults) hatte ich ja erwähnt, dass sich die minderhei in den beschlüssen der partei der mehrheit unterordnen muss. (dass die parteispitze immer mehr von revisionisten durchsetzt war, änderte nix an der tatsache, sieh dazu zitat von bill bland).
es gibt aber dennoch ein einen bereich in der geschichte der kpdsu, wo die politische praxis nicht nach dem willen stalins oder anderer marxisten-leninisten geführt wurden, nämlich die der aufhebung des parteimaximums:

Lenin und Stalin haben sich immer wieder öffentlich dafür ausgesprochen, dass, obwohl die Entlohnung von Arbeitern im Sozialismus auf der Quantität und Qualität der geleisteten Arbeit beruhen muss, die Lohnunterschiede rigoros eingedämmt werden sollten. Bis zu den 30iger Jahren wurde dieses Prinzip auch streng eingehalten.

Die Kampagne, von diesem Prinzip abzugehen, begann damit, dass sich eine gewisse Anzahl von Fabrikdirektoren und Gewerkschaftsfunktionären in einer Reihe von Branchen für eine völlige Aufhebung der Lohnunterschiede einsetzte. Im Juni 1931 verurteilte Stalin völlig richtig die Aufhebung der Lohnunterschiede.

Dies nahm etwa ab 1934 die revisionistische Mehrheit in den führenden Parteiorganisationen der KPdSU zum Anlass, nach und nach immer größere Lohnunterschiede einzuführen, wofür sie als Begründung Stalins Verurteilung der Gleichmacherei bei den Löhnen heranzogen.

Das führte schließlich dazu, dass ein staatlicher Angestellter mehr als 40 mal so viel erhielt wie ein Arbeiter. Der von einem Chauffeur gefahrene Wagen dieses staatlichen Funktionärs wurde dann bald als sein Privateigentum betrachtet, mit dem er sich dann mit seiner Familie zusammen am Wochenende zu seiner Datscha fahren ließ. Ein Fabrikdirektor erhielt bald bis zu 30 mal so viel an Gehalt und Zulagen wie ein Arbeiter seiner Fabrik. Und statt für die Ehre, Parteimitglied zu sein, finanzielle Nachteile zu haben wie dies vorher der Fall war, wurde den Mitgliedern der KPdSU jetzt alle möglichen Privilegien eingeräumt wie die Versorgung mit besonderen Läden, die überdurchschnittlich gut mit Personal ausgestattet waren, so dass man sich dort nicht lange anzustellen brauchte und in denen Waren angeboten wurden, die es in anderen Läden nicht gab.

Diese übertriebenen Unterschiede führten für sich genommen nicht dazu, dass der sozialistische Charakter des sozialen Systems zerstört wurde. Jedoch wurden dadurch die Voraussetzungen geschaffen für die Entstehung einer hoch privilegierten Schicht von arbeitenden Menschen eine Schicht, die dann später, nach Stalins Tod, sich mit Begeisterung dem Revisionismus und kapitalistischen Prinzipien zuwandte. Es wurden die Grundlagen geschaffen für das schließliche Wiedererstehen einer ausbeutenden Klasse von Staatskapitalisten.

Wenn Stalin nun aus irgendeinem Grunde seine prinzipielle Haltung geändert haben sollte in dieser Frage, hätte man von ihm erwarten können, dass er das zum Ausdruck brachte. Ich habe jedoch eine solche Erklärung noch nirgendwo entdeckt. Auf der anderen Seite: Wenn er weiterhin dagegen war, aber an eine Mehrheitsentscheidung

5 gefesselt war, dann hätte man von ihm erwarten können, nichts in der Öffenlichkeit dazu zu sagen, sondern seinen Widerstand gegen diesen Kurs innerhalb der Parteiorganisationen deutlich zu machen.

So kam es, dass der 'Persönlichkeitskult' zusammen mit dem demokratischen Zentralismus der Partei dazu führte, dass es nach außen so schien, als ob Stalin die Politik der außerordentlich hohen Lohnunterschiede unterstützen würde, wobei man sich die Tatsache zunutze machte, dass Stalin es gewesen war, der sich ursprünglich gegen die Gleichmacherei bei den Löhnen ausgesprochen hatte.

zwar viel zu lesen, aber hoffentlich, ist die gesamte situation etwas verstädnlicher

_________________
Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:15 
Troll

Beiträge: 145
Ich frage mich nach all den Informationen hier auf dieser Seite, warum hat Stalin die doch beträchtlichen Lohnunterschiede zugelassen?? Es ist mir rätselhaft.
Es ist doch völlig naheliegend, daß so der Nährboden für eine kapitalistische Restauration gelegt wurde! Eine privilegierte Schicht, warum sollte gerade die ein Interesse am Sozialismus haben? Eigentlich eine Binsenweisheit.
Nun noch eine Frage zum Charakter von Stalin. Ich habe in verschiedenen Büchern gelesen, daß Stalin ein rachsüchtiger Mensch gewesen sei.
Auch soll er bei Kritik schnell ungehalten gewesen sein.
In dem Buch "Silvester bei Stalin" schreibt der Autor Boris Schumatsky daß er gegen seinen Willen bei Stalin und dessen Gesellschaft "antanzen" mußte. Sein Zwangsbesuch wurde telefonisch veranlaßt.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 23:16 
Administrator
Benutzeravatar

Beiträge: 4023
Quote:
--------------------------------------------------------------------------------

Nun noch eine Frage zum Charakter von Stalin. Ich habe in verschiedenen Büchern gelesen, daß Stalin ein rachsüchtiger Mensch gewesen sei.

--------------------------------------------------------------------------------




Aha. In verschiedenen Büchern also.




Quote:
--------------------------------------------------------------------------------

daß er gegen seinen Willen bei Stalin und dessen Gesellschaft "antanzen" mußte. Sein Zwangsbesuch wurde telefonisch veranlaßt.

--------------------------------------------------------------------------------




Vielleicht hat er Mist gebaut?

Wenn Du uns zur Abwechslung mal eine Quelle verraten könntest, wenn Du uns verraten würdest, um wen es sich handelt, könnten wir vielleicht auch wenigstens darüber spekulieren.

Aber so, Peter, wird das nix!

Nun ja, schön das Du wenigstens wieder schreiben kannst, nachdem Du schon befürchtet hattest, man hätte dich gesperrt. Dann war es wohl doch nur ein technisches Problem.



Boris Schumatsky: Geboren 1965 in Moskau, studierte Kunstgeschichte in St. Petersburg, damals Leningrad. Während der Perestroika schrieb er politische Kommentare für deutsche Tageszeitungen - eine Hommage an die Umbruchszeit. 1994 kam er nach Berlin, um an der Freien Universität im Fach Politikwissenschaft zu promovieren. Seit 1995 ist Boris Schumatsky freier Autor.

_________________
Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Fr 15. Jun 2007, 13:00 

Beiträge: 79
hier noch ein intressanter vorwurf von meiner lehrerin:
"Es ist eindeutig (bewiesen), dass hitler stalin mit dem kriegsbeginn nur zuvorgekommen ist, denn stalin hatte schon straßennamenschilder auf russisch für ganz europa erstellt."


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Fr 15. Jun 2007, 15:19 
Möchtegernputschist
Benutzeravatar

Beiträge: 1624
und ihre Quelle?

_________________
Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Fr 15. Jun 2007, 16:36 
Administrator
Benutzeravatar

Beiträge: 4023
Sergej hat geschrieben:
und ihre Quelle?


Ja kennst Du denn nicht die Straßenschilde, auf denen in russischer Sprache "Berlin" drauf steht?

_________________
Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Die Hitliste der dümmsten Vorwürfe an Stalin als Person.
BeitragVerfasst: Fr 15. Jun 2007, 17:30 

Beiträge: 2008
Nasum hat geschrieben:
hier noch ein intressanter vorwurf von meiner lehrerin:
"Es ist eindeutig (bewiesen), dass hitler stalin mit dem kriegsbeginn nur zuvorgekommen ist, denn stalin hatte schon straßennamenschilder auf russisch für ganz europa erstellt."


Na aber klar, das waren die Schilder mit Hitler-Straße, Göring-Straße, Verbrecherring usw. usw. Die hatte der Onkel Stalin sehr sehr lieb. :spinner:

War das ein Beitrag Deiner Lehrerin zum 12.Juni (Lehrertag in der DDR gewesen)? Oder wollte sie nur mal ein praktisches Beispiel für das heutige Volksverdummungssystem bringen?

_________________
»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 39 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2  Nächste

Alle Zeiten sind UTC


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen

Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group

Deutsche Übersetzung durch phpBB.de