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 Betreff des Beitrags: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:50 

Beiträge: 122
Hi!

In einer Fernsehreportage über dem Kreml vor knapp vier Wochen war der Leibwächter von Stalin (zur Zeit der Konferenz von Jalta) unter anderem interviewt worden.

Dieser sagte das Stalin oft zu seiner Zeit in einer Kapelle beten war.
War Stalin nicht Atheist?...... Oder wandte er sich später dem Glauben der russischen-orthodoxen Kirche zu?

Was meint ihr dazu,Genossen???


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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:50 
Verdientes Mitglied des Forums

Beiträge: 198
Es ist richtig das Stalin in einer Kapelle war. Dort war er allerdings allein. Also weis keiner was er dort wirklich gemacht hat. Ich halte es für eher unwahrscheinlich das er sich dem christlichen Glauben zu gewannt hat, denn so viel ich weis wurde er danach kaum noch in einer Kapelle oder Kirche gesehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:50 

Beiträge: 79
Aber Fakt ist doch, dass während des Großen Vaterländischen Krieges überall in der Sowjetunion russisch-orthodoxe Kirche wieder geöffnet und Gottesdienste abgehalten wurden.
Wer weiß, vielleicht lässt sich religiöse Erziehung doch nicht so einfach mit Vernunft wegwischen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:50 
Literat

Beiträge: 2947
Stalin hat die russisch-orthodoxe Kirche wieder zugelassen, um auch den Teil der Bevölkerung, der ihr nachhing, zum Widerstand gegen die Fremdherrschaft zu bewegen. Aus einem ähnlichen Grund hat er auf den Nationalismus als Determinante des Krieges (er hieß ja: Großer Vaterländischer Krieg) gesetzt. Das ist alles im Zusammenhang mit der anitfaschistischen Bündnispolitik zu sehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:51 

Beiträge: 79
Bündnispolitik? Das diente wohl eher der Hebung der allgemeinen Volksmoral und des Kampfgeistes.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:51 
Literat

Beiträge: 2947
Das habe ich doch selber geschrieben. Bündnispolitik bedeutet, alle Kräfte zu mobilisieren, die sich mobilisieren lassen. Das gilt von der russisch-orthodoxen Glaubensgemeinde genauso wie von den linken bürgerlichen Kräften und natürlich ebenso von den westlichen Staaten, mit denen man künftig alliiert war.
Immerhin hast du mit deinem letzten Beitrag gezeigt, daß dir gewisse geschichtliche Sachverhalte bekannt ist. Fragt sich nur, warum du deinen ersten Beitrag dann überhaupt geschrieben hast ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:51 

Beiträge: 79
Und Bündnispolitik versteht man für gewöhnlich die internationalen Bündnisse, die ein Staat eingeht.

Das widerspricht ja nicht meinem vorherigen Beitrag. Wenn der Stählerne bei der Konferenz von Jalta (bzw. in der Zeitperiode) öfters mal in eine Kapelle zum Beten ging, könnte er sich ja stellvertretend für ganz Mütterchen Russland bedankt haben, dass die Gebete während des Krieges erhört wurden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:51 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Zitat:
Und Bündnispolitik versteht man für gewöhnlich die internationalen Bündnisse, die ein Staat eingeht.

Das widerspricht ja nicht meinem vorherigen Beitrag. Wenn der Stählerne bei der Konferenz von Jalta (bzw. in der Zeitperiode) öfters mal in eine Kapelle zum Beten ging, könnte er sich ja stellvertretend für ganz Mütterchen Russland bedankt haben, dass die Gebete während des Krieges erhört wurden.


wunderschöne und "geistreiche" theorien die du da bildest, nur haben die keinen stellenwert, sagen nix aus.
solch dummen kommentare gehören zu vera am mittag, aber nicht in ein forum

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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:51 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Das widerspricht ja nicht meinem vorherigen Beitrag.


Es ging ja auch nicht darum, daß dies deinem Beitrag widerspreche, sondern darum, daß aus diesem deine Annahme nicht zwangsläufig folgt.

Unter Bündnispolitik versteht man übrigens für gewöhnlich Bündnispolitik. Wenn man ausdrücklich die internationale Bündnispolitik meint, dann hat die deutsche Sprache dafür Möglichkeiten vorgesehen, z.B.: "internationale Bündnispolitik".

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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:52 

Beiträge: 236
Fakt ist auch, dass er ursprünglich Theologie studieren wollte, also Priester werden wollte, aslo in seiner frühen Jugend war er ein gläubiger Mensch.

Zitat:
Es ist richtig das Stalin in einer Kapelle war. Dort war er allerdings allein. Also weis keiner was er dort wirklich gemacht hat.


Naja was macht man allein in einer Kapelle. Das er gebetet hat liegt da natürlich nahe.

Und wenn er ein gläubiger Mann war, was ist daran schlimm?


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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:54 
Administrator
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Beiträge: 4023
Zitat:
Was macht man allein in einer Kapelle. Das er gebetet hat liegt da natürlich nahe.


Ich war auch scnonmal in einer Kirche,

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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:54 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Fakt ist auch, dass er ursprünglich Theologie studieren wollte, also Priester werden wollte, aslo in seiner frühen Jugend war er ein gläubiger Mensch.


Fakt ist, daß das Priesterseminar die einzige Möglichkeit war, die sich ihm bot, eine höhere Bildung zu erlangen. Wenn ich mich recht entsinne, berichtet Budu Svanidse davon, daß Stalin schon sehr früh nicht religiös war.

Zitat:
Und wenn er ein gläubiger Mann war, was ist daran schlimm?


Ich denke, dann würden dreiviertel der Mitglieder dieses Forums aus Enttäuschung zum Buddhismus konvertieren oder gleich in die SPD eintreten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:55 

Beiträge: 122
Ob Stalin gläubig war oder nicht, scheint mir recht zweitrangig, was zählt ist seine Politik!
Man kann sicher eins sagen, er stand dem christlichen Glauben mit Sicherheit nicht gleichgültig gegenüber, einfach wegen seiner Kindheit und Jugend, die er z.T. im Prieseterseminar verbrachte. Aber auch seine vielen Bibelzitate in seinen Schriften und Reden beweisen sein Interesse am c. Glauben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Stalin ein gläubiger Mensch?
BeitragVerfasst: So 8. Apr 2007, 10:55 

Beiträge: 51
Man konnt sogar Parteimitglied werden auch wenn man religiös war. Stalin antwortete auf eine Fraged die von ein Mitglied der ersten Arbeiterdelegation in der Sowjetunion; Ist es Parteimitgliedern erlaubt, religiöse Überzeugungen zu haben, wenn diese nicht im Widerspruch zur Loyalität gegenüber der Partei stünden? darauf Stalin, das es "formal gesprochen" keine Bedingungen für die Aufnahme in die Partei gäbe, die von Kandidaten "unbedingt Atheismus"", fordern Dies bedeute jedoch nicht, daß die Partei der Religion neutral gegen überstehe. Die Partei entfalte antirligiöse Propaganda und werde dies auch in Zukunft tun. Nach dem Gesetz habe jeder Bürger das Recht zu jeder beliebigen Religion zu bekenn, dies sei eine Sache des Gewissen. Die Kirche sei vom Staat getrennt. Aber mit der Verkündigung der Freiheit des Glaubensbekenntnis habe auch jeder Bürger das Recht, durch Überzeugung, durch Propaganda und Agitation gegeüberhaupt zu Kämpfenn diese oder jene und gegen die Religion. Die Partei könne sich der Religion gegenüber nicht neutral verhalten. Die Partei sei für die Wissenschaft, die Religion stehe im Gegensatz zu Ihr, Prozesse wie in Amerika, w2o unlängst Darwinisten verurteilt wurden, seien in der Sowjetunion unmöglich. Die Haltung gegenüber der geistlichkeit von Stalin ist verständlich, nach den Erfahrungen mit der Geistlichkeit im zaristischen Russland, während der Revolution und des Bürgerkrieg. Sie d. h. die Rligion sollte nicht verallgemeinert werden im Sinne eines Bestandteil der marxistischen-leninistischen Parteitheorie. Stalin sagte auch, das die antreligiöse Propaganda diene als mittel zur Untergrabung des Einflusses der reaktionären Geistlichkeit, die die Ausbeuterklasse unterstützt

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"Niemand ist Alleinbesitzer der Wahrheit! Niemand darf im Alleinbesitz der Macht sein" Karl-Eduard von Schnitzler


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