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 Betreff des Beitrags: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2009, 07:53 
Ich suche ehemalige DDR-Bürger zum verbalen Austausch, die wie ich das Leben in der BRD unerträglich finden, weil ich glaube, daß ich nicht der einzige sein kann, der seine sozialistische und antikapitalistische Erziehung nicht einfach so über Bord werfen kann. Damals als Kind nachdem ich den Unterschied von Kapitalismus und Sozialismus verstand, war ich froh im Sozialismus und in der richtigen Zeit leben zu dürfen und der Ausbeutung und Unterdrückung des Kapitalismus entkommen zu sein. Nach der Wende begriff ich dann, daß die theoretische Darstellung der DDR mit der Praxis leider nicht übereinstimmte. Ich habe nun nicht mehr das Gefühl in der richtigen Zeit zu leben und bin nur noch angewidert von den absurden Verhalten der vom Kapitalismus verkümmerten Menschen. Seit geraumer Zeit suche im Internet nach Seiten , die sich mit diesen Problemen auseinandersetzen, ohne ausreichenden Erfolg. Scheinbar spielt das Emotionale, das Befinden, die Gedanken der wie ich denkenden Ostdeutschen keine Rolle. Ich versuche das zu ändern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2009, 17:42 
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Beiträge: 26
Du bist sicher nicht allein. Das Problem besteht aber darin, dass der Kapitalismus unsere Gesellschaften so total zerstoert hat, dass im Moment in den ehemaligen sozialistischen Laendern die Leute( die meinsten) einfach sich damit nicht beschaeftigen wollen - daran ueberhaupt nicht denken wollen...Ich schreibe aus Bulgarien. Und verstehe deine Demuetigung. Schlimm ist hier auch. Total schlimm.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Fr 11. Sep 2009, 19:43 
Ich danke dir für deinen Kommentar, Eduardo.
Gegenüber den Sorgen der Bulgaren sind meine Sorgen sicherlich Luxus. Ich denke mal, daß es für einen Arbeitslosen in Bulgarien schwieriger ist sich ausreichend zu ernähren und seine Wohnmiete zu zahlen als für einen deutschen Arbeitslosen. Aber... ich vermute, daß die Bulgaren ihr Land selbstständig zum Kapitalismus umgestalltet haben und nicht wie hier in Deutschland, wo arrogante Wessis in den Osten einfiehlen und sich den Grundbesitz, die Betriebe und die Regierungssitze aneigneten. Ich empfinde Westdeutsche bis heute als Ausländer und dadurch als Eindringlinge. Wenn ich Bulgare wäre, hätte ich warscheinlich weniger Kapitalismushass aber mehr Existenzängste. Zwei weitere Punkte die mich am Kapitalismus so dermaßen anwidern ist dieser allumfassende Reklameterrorismus, besonders die Straßenreklame und die bürgerliche Probaganda in Wort und Schrift. Diese Kindereien sind einfach nur beleidigend.
Und weil die Möglichkeit innerhalb der nächsten 35 Jahre zum Sozialismus zurückzukehren hoffnungslos gering ist, plagen mich leider Suizidgedanken. Damit ich mich davon ablenke und weil ich die Menschen verstehen möchte, lese ich Unmengen an linker Literatur und Internetseiten. Ich bin warscheinlich ein typischer Jammerossi.

Ich bitte jeden der so denkt und fühlt wie ich hier um eine kurze (oder längere) Bemerkung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Fr 11. Sep 2009, 22:24 

Beiträge: 176
Warum gibst Du dem Kapitalismus eigentlich so viel Macht über Dein Leben? Wäre es für Dich denn eine Schande, privates Glück in der Liebe, der Familie, Deiner Arbeit, mit Deinen Freunden in eben diesen Zeiten zu finden?


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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Sa 12. Sep 2009, 06:36 

Beiträge: 2008
Ach Karl-Friedrich, so gut ich Dich auch verstehen kann. Aber ich kann Dir nur empfehlen, nimm Dir Ninas Ratschläge zu Herzen. Nicht nur weil sie eine sehr kluge Frau ist, sondern weil sie - das kann ich aus eigener Erfahrung sagen - auch vollkommen recht hat.
Ich habe mich auch eine Zeit lang über die Konterrevolution und ihre Folgen und vor allen über die Dummheit der Menschen geärgert. Zum Glück nicht soweit, dass ich dadurch ernsthaft krank geworden bin. Aber irgendwann habe ich erkannt, dass es keinen Sinn macht, sich nur zu ärgern. Warum soll ich diesem Lumpenpack die Freude machen und mich über deren Zustände zu tote ärgern (oder bringen). Nein, ich kann gegen das bestehende System antreten, ich kann etwas dagegen unternehmen. Dafür brauche ich meine Gesundheit und nicht nur dafür.
Laß Dich auch nicht davon beeindrucken, dass wir so schnell keine großen Fortschritte erleben werden. Aber kleine Schritte, wenn man diese denn erkennt, sind zu bemerken. Ganz so doof sind die Menschen zum Glück doch nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Sa 12. Sep 2009, 09:34 
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Beiträge: 4023
Karl-Friedrich hat geschrieben:
... Ich empfinde Westdeutsche bis heute als Ausländer und dadurch als Eindringlinge. ...


Was Du empfindest, ist die eine Sache. Die andere ist es, dies realistisch zu betrachten. Ob Berliner, Sachsen, Bayern oder Hamburger. Wir leben in einem Land. Wie leben unter den gleichen gesellschaftlichen Bedingungen. Und wir haben das selbe Problem. Es gibt im Westen genauso wie im Osten Menschen, die für ein besseres Leben kämpfen. Mache also bitte nicht den Fehler, die Menschen zu spalten, wo sie zusammen halten sollen.

Außerdem finde ich Deine Formulierung Ausländer = Eindringlinge sehr bedenklich!

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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Sa 12. Sep 2009, 12:17 
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Beiträge: 26
Ich glaube, Nina, Gewe und Woschod haben Recht. "The question is not about feelings." Miteinander die Wunden zu lecken hilft gar nicht - macht die Demuetigung noch groesser. Sei kein "Steppenwolf" weil der Hessens Protagonist ist meiner Meinung nach bloss ein Anarchist - auch ohne selbst es zu begreifen. So meine eigene bittere Erfahrung auch.
Die Abneigungsgefuehle gegen den Kapitalismus koennten so transformiert werden ( es geht um eine innere, geistige Transformation), dass der Charakter des Menschen staerker wuerde, so dass man mutig kaempfen zu koennen. Das brauchen wir alle, das duerfen wir aber auch.
Betreffend der Formulierung "Auslaender - Eindringlinge" : vergiss es aber nicht, das sind Westdeutsche Kapitalisten, sondern nicht Proleten - es ist schilcht und einfach egal, woher die Kapitalisten kommen :redstar154:
Na ja, die Situation in Ostdeutschland nach "der Wende" war ganz anders, als z.B. in Bulgarien. Die sozialistische Gesellschaft in der ex-DDR ( mindestens das, was bis 1989 von ihr noch geblieben hatte) ist in kuerzester Zeit vernichtet worden, was mit Bulgarien nicht der Fall ist: hier hatten wir eine langfristigere, muehsamere Zerstoerung -ich weiss aber nicht genau, wass schlimmer ist.
Mit der Hoffnung die Demutigung schneller zu ueberwinden,
Gruesse

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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Sa 12. Sep 2009, 21:07 
Ich danke euch allen für eure Bermerkungen. Darauf habe ich sehr lange nach gedacht. Nun will ich versuchen zu antworten.
Ich finde auch, daß Ninas Fagen sehr gut sind, aber sie sind schwer zu beantworten..... Der kapitalismus hat deshalb soviel Macht über mich, weil ich nicht abschalten kann. Alles was ich so am Tag erlebe analysiere ich durch eine marx-engelsche Brille. Das ist wohl auch ein Hauptgrund warum ich kein Glück in der Liebe suche. Seit der Pubertät hatte ich kein Freundin/Partnerin mehr. Damals war ich den Frauen zu unattraktiv und heute wüßte ich nicht wie ich eine Kommunistin kennenlernen könnte.
An Gewe, ich will ja gerne was tun, aber über das Selbststudium bin ich noch nicht hinausgekommen, denn um politisch tätig zu werden muß ich mich für eine von zuvielen linken Gruppen entscheiden, vielleicht Die linken, DKP, MLPD, PSG, KPD (oder eine neue Partei gründen). Die Zersplitterung der linken Szene ist aber ein Hauptgrund warum der Kapitalismus so stark ist. Deshalb bin ich dafür, wenn bei Wahlen alle linken Gruppen (Kommunisten, Sozialisten, Marxisten, Revisionisten, Anarchisten, Freidenker, Antikapitalisten) sich auf eine gemeinsame Liste setzen würden, um die 5%-Hürde auszuhebeln, um mehr Einfluß auf die Gesellschaft zu nehmen.
Apropo kleine Schritte, ich würde mich schon freuen, wenn bei politischen Gesprächssendungen die falschen Argumente von bürgerlichen Apologeten durch linke Gäste eindeutiger als bisher als Unsinn bewiesen werden könnte, also der bürgerliche Widerspruch lächerlich wirkt.
An Wochod, daß ich Westdeutsche als Eindringlinge bezeichne soll der Kolonniesation der Welt durch Europäer gleichen(ungeschickt formuliert). Und zum Thema Ausländer, finde ich richtig wie es die DDR gemacht hat, die Menschen ins Land holen , beruflich ausbilden und die Leute zurückschicken um deren Heimat weiterzuentwickeln. Die BRD macht es genau umgekehrt, sie wirbt gut ausgebildete Kräfte hierher und deren Heimat fällt immer weiter zurück. Die "dritte Welt" braucht Fachkräfte viel mehr als wir.
An Eduardo, "Steppenwolf" kenne ich leider nicht, aber laut Wikipedia für mich ein passendes Buch.
Wenn Bulgarien so reich wie Deutschland wäre, wäre die kapitalistische Restauration dort für mich am leichtesten ertragbar. Aber das ist nur ein Hypothese.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Mo 14. Sep 2009, 23:54 
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Beiträge: 688
Zitat:
Außerdem finde ich Deine Formulierung Ausländer = Eindringlinge sehr bedenklich!


Das es Problematiken mit der kulturellen Parallelität gibt, kann man ja nicht abstreiten. Natürlich hat das Gründe, und man könnte die soziale Integration sehr viel besser gestalten, als wie es hier in der BRD gerade geschieht. Dennoch halte ich es auch in einer neuen sozialistischen Zukunft für schwierig diese Hemmungen gänzlich abzubauen. Für die noch fernerer Zukunft schätze ich auch, dass die Mehrheit der Menschen dort ansässig bleibt, wo sie auch geboren wurden, denn vielen Immigranten selbst wäre es lieber in ihrem eigenen Kulturkreis zu bleiben, aber wo die Sachzwänge einen hinführen, da muss man sich beugen um zu überleben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Di 15. Sep 2009, 18:29 

Beiträge: 2008
Also Karl-Friedrich, Deine Probleme sind durchaus nichts ungewöhnliches für ehrliche und aufrichtige Menschen. Leider neigen diese Charaktere dazu, die Dinge immer schlimmer zu sehen, als sie wirklich sind. Ich bin kein Fachmann, was die Psychologie des Menschen angeht. Aber vielleicht gehts auch einfacher mit ein klein wenig meiner Lebenserfahrung. Folgendes Verhalten habe ich bei einigen netten Menschen kennenlernen dürfen.
Mensch hat sich eines Tages in seinem Leben etwas vorgenommen zu machen (ich bleibe bewußt allgemein). Nun mag es wirkliche oder nur vermutete Gründe gegeben haben, dass das Vorhaben nicht erfolgreich verlief. Anstatt die Ursachen nüchtern zu analysieren und aus etwaigen Fehlern zu lernen und dann das gleiche Vorhaben (mit gleichem Schwierigkeitsgrad) einfach zu wiederholen, hat Mensch sich das Vorhaben erneut als Aufgabe gestellt - nur mit höherem Anspruch als beim ersten mal. Erfolgswahrscheinlichkeit meist geringer als beim ersten Versuch. Wenn Mensch das so weiterführt, kommt er schnell an den Punkt, wo seine immer höher geschraubten Ansprüche den Boden der Realität weit unter sich gelassen haben. Aussicht auf Erfolg seines Vorhabens geht dann gegen Null. Ergebnis für den Menschen: Er hält sich für einen Versager, sieht sich als schlechteren Menschen als andere an, ist zunehmend überzeugt, dass er im Leben doch nichts auf die Reihe bekommt und befindet sich mit diesem selbst verringerten Selbstvertrauen nicht selten in einer Art Teufelskreis, aus dem er nur mit fachmedizinischer Hilfe und enormer Arbeit an sich selbst wieder heraus kommt.
Schön Altmeister Goethe hat geklagt, dass das schlimmste am Menschen seine Zweifel sind. Naja und der Mann wußte zu vielen Dingen des Lebens recht nützliches zu sagen. Da kann man auch heute noch vieles davon lernen.

Ich will Dir persönlich nicht zu nahe treten - schon weil ich Dich ja gar nicht kenne - doch Dein letzter Beitrag sagt mir, dass einiges was diesen "Teufelskreis" angeht, auf Dich zutreffen könnte. Ob es wirklich an dem ist, ja das mußt Du selbst entscheiden. Sollte ich mich irren, dann gut für Dich. Du mußt die Ergebnisse Deiner Überlegungen hier auch nicht mitteilen - geht schließlich sehr ins Persönliche. Sollte ich mich nicht irren und Du möchtest Deine Situtation verbessern, dann rate ich Dir einfach als erstes nur: Nimm Dir eine einfache (!) Aufgabe vor. Aber wirklich ganz bewußt ganz einfach halten. Bemühe Dich mit aller Kraft, alle Bedenken und Vorbehalte aus dem Kopf heraus zu schieben. Wir haben alle diesen kleinen Schweinehund im Hinterkopf, der die Zweifel erzeugt und grinsend versucht uns einzureden, was es alles für Gründe gibt, dass es nicht funktioniert. Hör nicht auf den inneren Schweinehund. Zeige ihm einen Vogel und beweiße diesem, dass Du über ihm stehst. Mit jedem erfolgreich durchgeführten Vorhaben wird der innere Schweinehund kleiner und irgendwann hat er sich gänzlich verkrümelt. Aber nochmals: Mit einer einfachen Aufgabe anfangen!

Wenn Dir das hilft, dann nimm Dir weitere Aufgaben vor. Die Schwierigkeit aber wirklich nur ganz, ganz allmählich steigern. Wenn ein Mißerfolg eintritt, dann akzeptiere das als etwas, was jedem im Leben zig fach wiederfährt. Schraube Deine Erwartungshaltung etwas zurück und versuche es zunächst wieder mit einer einfacheren Aufgabe. Klar, kostet viel Zeit und noch viel, viel mehr Geduld mit sich selbst. Aber lieber ein Jahr lang so etwas trainieren, als 50 Jahre depressiv zu sein.

Du wirst - zumindest nicht in diesem Forum - als Mensch zweiter Klasse angesehen, nur weil Du noch nicht alles von Marx, Engels, ... gelesen hast. Wir sehen eher auf das, was jemand ehrlich will und weniger darauf, ob er bereits ein marxistisches Superhirn ist. Such Dir (muß nicht heute und morgen sein) Verbündete, mit denen Du Aufgaben gemeinsam bewältigst. Kennst Du www.offen-siv.de? Dort wird ein ML-Fernstudium angeboten und seit zwei Jahren durchgeführt. Vielleicht ist das auch ein Form der Wissensaneignung für Dich? Gezielt und im Kreis Gleichgesinnter.

Was Deine Probleme mit den Frauen angeht - naja, eigentlich haste ja gar keine Probleme mit den Frauen, wenn Du keine hast ;) - also da kann ich nur wiederholen, was meine Großmutter meinte: "Für jeden Topf gibt es einen Deckel".
Ich habe einige Mitmenschen über die Jahre kennengelernt, wo viele andere in deren Umgebung der Meinung waren, der findet nie eine passende Frau. Ich kann Dir versichern, jeder dieser Mitmenschen hat die Frau seines Lebens gefunden. Also wenn Du willst, dann stehen die Chancen auch für Dich nicht schlecht. Ich sage immer: wo ein Wille, ... da ist auch ein Umweg. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Sa 19. Sep 2009, 10:35 
An Gewe: ich danke dir für deine Nachricht. Wenn ich einen Rückschlag erleide gebe ich eher auf, als es noch mal zu probieren, jedenfalls eine Zeit lang. Sich mit dem Erfolg kleiner Aufgaben zufriedengeben zu können, daran will ich mal arbeiten. Aber genug von mir, ich möchte die Gedanken und Gefühle der anderen Leute erfahren in Bezug auf Kapitalismushass.

An DF2K2: ich habe dich bis zu "Hemmungen abbauen" nicht wirklich verstanden. Ich will nochmal klarstellen, daß ich mit "Ausländer = Eindringlinge" nur die Westdeutschen meine. Meinst du mit Parallelität die unterschiedliche Entwicklung von Ost- und Westdeutschen?

An alle Leser: mich interresiert eure Meinung, eure Gefühle. Zeigt mir das ich nicht alleine bin.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Sa 19. Sep 2009, 14:32 
Administrator
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Beiträge: 4023
Karl-Friedrich hat geschrieben:
An DF2K2: ich habe dich bis zu "Hemmungen abbauen" nicht wirklich verstanden. Ich will nochmal klarstellen, daß ich mit "Ausländer = Eindringlinge" nur die Westdeutschen meine. Meinst du mit Parallelität die unterschiedliche Entwicklung von Ost- und Westdeutschen?


Du weißt doch sicher wie das mit dem Wald und dem reinrufen und dem rausschallen ist. ICh arbeite als Ostdeutscher seit fast zwei Jahren als Bayern. Mich bezeichnet niemand als Eindringling. Wir sollten das mit den Bürgern aus den gebrauchten Bundesländern auch nicht tun.

Das Problem ist nicht die Herkunft der Menschen sondern ihre gesellschaftlich-politische Stellung. Bei einem Kapitalisten ist es mir egal, ob er aus Dresden, Hamburg, New York, Paris, Moskau oder Wanne-Eickel kommt. Er ist Kapitalist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Sa 26. Sep 2009, 10:17 
[quote="Nina"]Warum gibst Du dem Kapitalismus eigentlich so viel Macht über Dein Leben? Wäre es für Dich denn eine Schande, privates Glück in der Liebe, der Familie, Deiner Arbeit, mit Deinen Freunden in eben diesen Zeiten zu finden?[/quote]

Hallo Nina,

ich denke, dass Du das sehr nett gemeint hast. Bloß als durch ihn organisiertes Element ist man in keiner Nische vor ihm sicher. Der Kapitalismus bestimmt unser Leben rund um die Uhr, vom Betrieb bis in die Familie, ja bis in die Planung derselben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Fr 25. Dez 2009, 19:04 
So wie es "Change" formuliert hat, trifft er oder sie genau meine Meinung. Der Kapitalismus gibt mir fast nie die Gelegenheit glücklich zu sein oder eine positive Perspektive zu sehen, nichtmal Flucht ist möglich. Wo auch hin, etwa nach Kuba, Nordkorea, Venezuela, China oder Vietnam ?

Gefangen!

Trost und Kraft suchend.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bin ich alleine mit meiner Kapitalismusabneigung?
BeitragVerfasst: Mi 18. Aug 2010, 08:54 

Beiträge: 2008
Ich kann die letzten beiden Meinungen verstehen und nachempfinden und zähle mich selbst zu den Betroffenen. Im Gegensatz zu Millionen weiterer Betroffenen, kenne ich aber ein Alternative. Sich für deren Realisierung einzusetzen macht das Leben schon wert.
Desweiteren würde ich keinem Kapitalisten offenbaren, dass ich unter ihm leide. Nee, diese Freude sollte man diesen Leuten nicht machen. Last notleast, wenn wir uns von den heutigen Verhältnissen kaputt spielen lassen und alle an Grieskram in wenigen Jahren den Löffel abgeben, wer soll dann die Alternative in Angriff nehmen?
Also man kann trotz aller Widrigkeiten sein Leben lebenswert einrichten. Den ständigen Einfluß heutiger Verhältnisse kann man vielfach auch ignorieren. Man muss nur immer daran denken: "Mich bekommen sie nicht klein."

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