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 Betreff des Beitrags: zum Krieg in Georgien
BeitragVerfasst: Mo 11. Aug 2008, 10:42 
"dass es keinen NATO-Beitritt von Georgien geben wird.
Rußland hat dann zumindest den Hauptgrund für seinen Truppeneinsatz nicht mehr und zieht seine Truppen ab und die Georgier klären alles andere unter sich."

Nein, ganz so einfach ist es diesmal nicht. In Abchasien und Südossetsien leben ja Russen und keine Georgier, und die sind mit der politischen Führung Georgiens ganz und gar nicht einverstanden! Es gab schon vor den Krieg "innerhalb" Georgiens beidseitig bewachte Grezen (also Südossetsien - Georgien und Abchasien - Georgien).
Zu lösen ist der Konflikt nur, wenn Georgien den beiden Regionen die Unabhängigkeit gewährt oder wenn in Georgien schleunigst eine neue Regierung an die Macht kommt, mit der die Russen leben können. (also auch kein Beitritt zur Nato)

Übrigens überrascht es mich, das es erst so spät zum Krieg gekommen ist, habe schon seid einen knappen Jahr damit gerechnet.


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 Betreff des Beitrags: Re: zum Krieg in Georgien
BeitragVerfasst: Sa 13. Sep 2008, 16:00 
Zum Verhältnis zwischen Abchasien und Georgien:

Abchasien hat 6000 Jahre alte Geschichte, eigene, hochentwickelte Kultur, vor 1500 Jahren eigene Staatlichkeit entwickelt.

1864: russ. Zar lässt Abchasen vertreiben und siedelt Russen, Armenier, Juden und Georgier auf abchasischem Territorium an.

11. 5. 1918
Gründung des unabhängigen Abchasien nach der russ. Revolution.
26. 5. 1918
Unabhängigkeit Georgiens (wird später gegen Lenins Willen von Stalin aufgehoben, russischer Einmarsch)
1921:
Georgien versucht, Abchasien zu annektieren. Niederlage der georgischen Truppen.
31. 3. 1921
Sozialistische Republik Abchasien.
21. 5. 1921
Föderation mit Georgien unter Wahrung der Selbstständigkeit Abchasiens.
Gleichberechtigter Status geg. Georgien.
1931
Stalin macht Abchasien zu einem Teil Georgiens. Abchasien hat nur noch einen
autonomen Status.
Ab 1937
Ansiedlung von Georgiern in Abch. Der Bevölkerungsanteil der Abchasen fällt auf 50%, georgischer Anteil
1993 bei 50,4%. Stalin also Gegner der abchasischen Unabhängigkeit, anders Lenin.
1989
Georgien tritt aus der Sowjetunion aus.
1990
Abchasien erklärt sich unabhängig von Georgien.
14. 8. 1992
Georgien greift Abchasien an, um Unabhängigkeit rückgängig zu machen. 13 Monate
Krieg. Georgien erleidet Niederlage. Viele Georgier verlassen das Gebiet. Abziehende
georgische Truppen hinterlassen Spur der Verwüstung, verminen weite Gebiete rund
um Abchasien, setzen Wohnhäuser in Brand... Nur 40.000 Georgier verbleiben in Abch.
Seit 1995
Embargo gegen Abch. durch UNO, schwierige wirtsch. Situation.
Februar 2008
Russland hebt Embargo auf, russ. Duma für unabhängiges Abchasien.
August 2008
Beide Volksvertretungen Russlands für die Unabhängigkeit. Russ. Regierung
erkennt abchasische Unabhängigkeit an.


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 Betreff des Beitrags: Re: zum Krieg in Georgien
BeitragVerfasst: Sa 20. Sep 2008, 14:24 
Die hiesigen, vom Finanzkapital abhängigen und gesteuerten Massenmedien, verschweigen geflissentlich,
ebenso wie unsere 'Volksvertreter' (besser: Finanzkapitalsvertreter), wer den Krieg in der Nacht vom 7. auf den 8. August nacht- und nebelaktionsmäßig mit massivem Mörser- und Raketenbeschuss auf die Hauptstadt Südossetiens angezettelt hat: Das kleine, wildgewordene Schosshündchen der USA (W. Putin) und der EU: Saakaschwilis Georgien. Fast 2000 Südossetier, größtenteils russische Staatsbürger, Frauen und Kinder, aber auch viele Alte und Kranke, denn auch das städtische Krankenhaus, wurde unter Beschuss genommen, starben.

Aber auch andere Dinge, die nicht ins Bild passen und die den Nato-Kandidaten Georgien in einem zu schlechten Licht erscheinen lassenn würden, wie die Einsetzung von Streubomben und die Ausbildung von 'Anti-Terroreinheiten' und Bombenlegern, also von Terroristen durch US-Ausbilder (die Dokumente und Beweise existieren inzwischen) werden nirgendwo erwähnt. Und das Schweigen ist fast durchgängig. Der Hauptschwerpunkt der Berichterstattung liegt auf der 'Invasion Georgiens durch 'Russland', der 'Verletzung der georgischen Unabhängigkeit und territorialen Integrität' und so weiter und so fort.

Wer den Krieg angefangen habe, sei entweder 'zweitrangig' oder 'nicht mehr feststellbar'.

Es ist ungefähr so, als wenn man sagen würde: Wer den 2. Weltkrieg angefangen hat, Nazideutschland oder Stalins Sowjetunion sei 'zweitrangig' und 'nicht mehr feststellbar'. Wer das sagen würde, würde Proteststürme ernten. Aber in jenem Fall bleiben diese Proteste aus.

Und was haben unsere Natofreaks, die US-Vasallen (Merkel, Steinmeier & Co.) in der Bundesregierung aus dieser Naziaggression vom 21. Juni 1941 eigentlich gelernt? Die Antwort: nichts. Denn: Sie beliefern unter der Hand das faschistische, demokratisch nicht legitimierte (durch Wahlfälschungen an die Macht gekommene) Regime mit deutschen Gewehren - Gewehre, die am 8. August in Südossetien wahrscheinlich auch zum Einsatz kamen.

'Deutsche Waffen, deutsches Geld - morden mit in aller Welt'


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