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 Betreff des Beitrags: Gedanken zum Artikel "Partei in dramatischer Lage" aus der U
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 20:02 

Beiträge: 9
Gedanken zum Artikel "Partei in dramatischer Lage" aus der UZ vom 26. Januar 2007.



Die DKP Gruppe aus Düsseldorf wirft einige Interessante Fragen auf. So z.B. die zum Standpunkt zur Linkspartei, Linke Liste, DKP-Antifa Transparente und Sebtsverständnis der DKP. Das ganze im Zusammenhang mit der Frage wie man DKP und UZ stärken und Mängel in der Parteiarbeit abstellen kann.

Als erstes muss man jedoch ganz klar feststellen das die DKP eine Partei ist in der die Basis die Politik bestimmt und die Selbstkritisch an sich arbeitet und Debatten öffentlich in der Parteizeitung führt und so alle LeserInnen einbindet sich Gedanken zu machen und sich einzubringen.

Erstmal zum Selbsverständnis der DKP da man daran ja die Arbeit festmachen muss. Die DKP sieht sich als Partei der Arbeiterklasse und beruft sich auf die Werke von Marx, Engels, Lenin und anderer Theoretiker (stellt sich nur die Frage wer die anderen alles sind?!). Somit ist die DKP eine marxistisch-leninistische Partei und somit also eine revolutionäre Partei der Arbeiterklasse. Weswegen man das meist nicht ausspricht und umschreibt ist mir Unklar, führt jedoch zu einer Abneigung gegenüber der DKP in der marxistisch-leninistischen Bewegung. In Gesprächen mit Genossen (auch der DKP) stell ich immer wieder fest das diese sich eine kämpferische, direkte DKP wünschen und auch junge Symphatisanten unserer Partei wünschen sich eine Partei im Geiste Ernst Thälmanns. Also eine DKP welche klare Standpunkte vertritt und nicht wie leider immer wieder vorkommend eine oportunistische, revisionistische Linie verfolgt um scheinbar der Linkspartei zu gefallen. Einer Partei in der rassisten und nationalisten Mitwirken, eine Partei welche überall wo man sie lässt (sprich genügend Menschen auf ihre Lügen hereinfallen) Arbeiterfeindliche, Menschenfeindliche, Politik betreibt. Da hilft es dann auch nichtmehr in Berlin zur Wahl einer Trotzkistin aufzurufen wenn man im ganzen Land trotzdem zur Wahl der Linkspartei aufruft. Im Osten hingegen wo sie selbst stark genug ist braucht sie die DKP nicht und tritt gerne ohne uns an. Was ganz klar zeigt das wir für sie nur gratis Wahlhelfer sind und ihr unsere Stimmen schenken sollen. Somit sollte die Unterstützung für diese Partei eingestellt werden, selbst wenn es an ihrer Basis ehrliche GenossInnen gibt.

Zur Frage der "Linken Liste" gilt das selbe wie bei der Frage zur Linkspartei. Eine gemeinsame Liste mit Arbeiterverrätern kann und darf nicht Politik einer kommunistischen Partei sein. Ob und wie gemeinsame Listen mit anderen marxistisch-leninistischen Kräften möglich sind muss geklärt werden. Jedoch sollte man dabei sehr vorsichtig sein und lieber genauer Prüfen auf wenn man sich einlässt.

DKP-Antifatransparente? Falls ich diesen Punkt nicht falschverstehe meinen die GenossInnen gemeinsame Transpis mit der sogenannten Antifa, einer eher autonomen Bewegung. Dazu werde ich erstmal nichts schreiben. Es gibt Sachen die bedürfen keiner Kommentare. Einheit gegen Faschisten ist immer wichtig, jedoch braucht es keiner Gemeinsamen Transpis mit Kräften welche gänzlich andere Vorstellungen haben als wir.

Sind solche Mängel erstmal abgestellt und eine klare Linie zu erkennen dürfte auch das Interesse vieler an der DKP geweckt werden. Oportunismus hingegen schreckt viele ab. Die Mitgliederentwicklung anderer deutscher KPs und internationaler Parteien zeigt ganz klar das die Menschen eine revolutionäre Alternative wollen und eine solche ist die DKP derzeit leider nicht. So braucht es auch nicht Wundern das selbst die Faschisten stärkere Zuwächse verzeichnen als wir und das obwohl selbst der dümmste Erkennen müsste welche Seite die richtige ist. Aber die Menschen wollen nunmal keine Versprechen und kein Rumgerede sondern eine kämpferische Opposition welche wirklich Mut zur Veränderung hat. Haben die Faschisten zwar nicht, aber man kann sie als gute "Schauspieler" bezeichnen.

Bin leider kein guter Textschreiber, aber es ist eine kurze Zusammenfassung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zum Artikel "Partei in dramatischer Lage" aus der U
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 20:03 

Beiträge: 164
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Als erstes muss man jedoch ganz klar feststellen das die DKP eine Partei ist in der die Basis die Politik bestimmt und die Selbstkritisch an sich arbeitet
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*lach*

oh je... also ich war selbst Mitglied in der DKP und weiß das die Parteiführung macht was sie will, denen ist völlig wurst wie es an der Basis aussieht....



Quote:
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DKP eine marxistisch-leninistische Partei
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die DKP ist eine Partei mit revisionistischer Führung, revisionistischen Programm und revisionistischer Praxis (kollaboriert sogar mit den Feind, irak. "kommunistische" Kollaborateurspartei) - was bitte ist daran max.-lenin.?

entschuldige das gleich so ne garte Antwort auf deinen ersten Beitrag kommt aber es geht einfach nicht anders....


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zum Artikel "Partei in dramatischer Lage" aus der U
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 20:03 

Beiträge: 9
Lieber eine harte Antwort als garkeine. Mit deinen Kritikpunkten hast du natürlich leider recht. Wir hier in Bayern treffen unsere Entscheidungen aber tatsächlich an der Basis und die meisten jungen GenossInnen lehnen die revisionistische Führung komplett ab. Wir sehen die Chance da die alten ja sowieso alle wegsterben die DKP wieder zu einer fähigen Partei zu machen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zum Artikel "Partei in dramatischer Lage" aus der U
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 20:03 

Beiträge: 2008
Quote:
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... Wir sehen die Chance da die alten ja sowieso alle wegsterben die DKP wieder zu einer fähigen Partei zu machen.

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Ihr wollt also auf die biologische Lösung setzen? Euer Wille in allen Ehren, aber Du wirst mir sicher recht geben, dass diese Sicht wohl doch etwas zu naiv ist.

Wenn es euch gelingt, eine wirklich geschlossene und kampfstarke Basis zu bilden (das Störfeuer der revisionistischen Führung ist euch sicher), dann hilft nicht abwarten, bis der letzte Revisionist dahingeschieden ist - denn dann seit ihr wohl selbst alle im gutbürgerlichen Leben angekommen und die nächste Generation hofft auf die biologische Lösung.

Dann hilft nur entschlossenes, revolutionäres innerparteiliches und geschlossenes Handeln und Absetzung der Revisionisten. Dazu kann ich euch nur Erfolg wünschen. Sollte euch das wirklich gelingen, ist euch zumindest meine Anerkennung sicher.

_________________
»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zum Artikel "Partei in dramatischer Lage" aus der U
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 20:03 

Beiträge: 9
Wir werden in der SDAJ deutlich mehr Leute derzeit. Und wenn das so weiter geht und die Mitgliederzahlen in der DKP an Älteren weiter sinkt haben wir sicher bald nen größeren Einfluss.


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zum Artikel "Partei in dramatischer Lage" aus der U
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 20:04 

Beiträge: 164
Wünsche dir natürlich auch viel Erfolg aber sei nicht enttäuscht, wenn es nicht klappt.... gehe also realistisch an dei Sache, das ist ne verdammt schwierige Sache!!

Wenn du Leute sammeln willst, die in Opposition zur Parteiführung sind, dann achte dabei in jeden Fall darauf, das in deiner Gruppe solche Leute wie Hans-Heinz Holz keinen Einfluß haben, die sind kreuz gefährlich, in der Theorie zwar gut (na ja, verglichen mit den Rest) aber sie werden NIE etwas gegen den Parteivorstand unternehmen, diese Zentristen wollen immer, mit allen Mitteln die Gesamtpartei zusammenhalten, dabei schlucken sie eine Kröte nach der anderen und stellen sich hin als wären es Erfolge... am schlimmsten sind die Illusionen die sie verbreiten HHH meinte ca. ein Jahr vor Annahme des neuen Programmes noch, das die Wahrscheinlichkeit groß ist, das ein revolutionäres angenommen wird oder schrie vor dem vor-(oder mittlerweile dritt-)letzten Parteitag, das die Marx.-Lenin. die Mehrheit kriegen könnten...
wie viele waren bitter enttäuscht als es doch nicht klappte und sind ganz inaktiv geworden...

hüte dich vor solchen Illusionen und halte dir klar vor Augen, du bist in der Absoluten Minderheit!


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 Betreff des Beitrags: Re: Gedanken zum Artikel "Partei in dramatischer Lage" aus der U
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 20:04 
Moderator

Beiträge: 876
Bitte entschuldige, daß es gleich noch eine harte Kritik gibt. Aber dieser Satz ist ja an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten:



Quote:
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Wir sehen die Chance da die alten ja sowieso alle wegsterben die DKP wieder zu einer fähigen Partei zu machen.

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Die alten Mitglieder der DKP, teilweise noch als Mitglieder der KPD oder FDJ in Westdeutschland inhaftiert, vielfach verdiente Antifaschisten, sind wohl kaum die Träger des Revisionismus in der DKP. Sie haben Respekt verdient und nicht solche Bemerkungen.

Revisionismus ist keine Frage des Alters. Abgesehen davon fände ich es überzeugender, wenn Ihr Eure Hoffnungen auf Argumente und politische Arbeit stützt und nicht auf biologische Prozesse.


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