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 Betreff des Beitrags: From Silent Spring to Global Warming
BeitragVerfasst: Mo 20. Apr 2009, 13:02 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
From Silent Spring to Global Warming – eine kleine Geschichte des Ökologismus

„Heute sind alle grün. Die einen, weil sie diese Partei wählen, die anderen weil sie Islamisten sind und die dritte Gruppe, weil sie sich über den von den Grünen verzapften Unsinn grün ärgern“ (E. L. Gärtner)

Die Pole und Gletscher schmelzen und deswegen sterben die Eisbären, der Meeresspiegel steigt, was Urlaubsparadiese wie die Malediven zerstören wird, CO2 ist ein Klimakiller, die Sahara dehnt sich aus und schuld an Allem sind natürlich Sie! Das sind Aussagen die von den Massenmedien und diversen Umweltverbänden immer wieder verbreitet werden. Glauben Sie denen?

Wenn ja, liegen Sie falsch! So verkündet Al Gore in Film und Buch „Eine unbequeme Wahrheit“, daß Eisbären mehr Eis zum Überleben brauchen. Dank des besonders kalten Winters 2007/2008 gibt es jetzt aber zuviel Meereis, was die Eisbären bei der Futtersuche sehr beeinträchtigt. Deswegen weichen einige Tiere jetzt in menschliche Siedlungen zur Futtersuche aus und stellen dort eine große Gefahr dar. Die lokalen Experten sagen unmißverständlich, dies läge an „zuviel Eis auf dem Meer“. Nun vielleicht ist diese Lachnummer bloß Zufall, jedoch wächst die Neugier und man fängt an, zu hinterfragen und zu recherchieren. Aus dieser Neugier wird schnell Mißtrauen, weil sich die als ewige Wahrheiten verkündeten Umweltprobleme als Irrtümer und Farce erweisen. Hier zeigt sich ein kleiner Widerspruch, dort kommt leiser Zweifel auf. Dann kratzt man skeptisch, aber immer noch gutwillig leicht an der grünen Tapete. Doch unversehens fällt einem mitunter die ganze Wand entgegen. Darunter kommt ein Konglomerat aus widersprüchlichen oder fragwürdigen Zahlen, aus Behauptungen, Annahmen und Schätzungen, aus fehlenden Messungen und unbekannten Zusammenhängen zum Vorschein. Es stellt sich oft rasch heraus, daß die sogenannte Faktenlage keine ist.

Dieser Artikel soll sich nicht gegen Umweltschutz an sich richten. Ernste Umweltprobleme gibt es genug, so werden die Meere überfischt, was letztendlich auch für viele Menschen eine ökonomische Katastrophe darstellen wird, die Regenwaldgebiete schrumpfen (wenn auch langsamer und aus anderen Gründen, als uns manche weismachen wollen), in den Ballungszentren vieler Entwicklungsländer sind Trinkwasser und Atemluft verseucht, Monokulturen und Überdüngung verringern nicht nur den Artenreichtum, sondern verseuchen auch das Grundwasser, der esoterische Wahn der „Naturmedizin“ gefährdet den Bestand seltener Tiere und Pflanzen und schließlich das größte Problem: die Armut. Millionen Menschen sind aus blanker Not gezwungen, die Natur zu plündern und die Umwelt zu verschmutzen. Es ist jedoch auch nicht Sinn und Zweck dieses Artikels gängige Umweltmythen zu entlarven und richtigzustellen – das haben andere schon zu Genüge getan und dafür wäre ein Artikel auch nicht ausreichend. Viel wichtiger ist es den roten (oder grünen) Faden in dieser politischen Bewegung zu finden und die Frage: Wem nützt das ganze überhaupt? Es zeigt sich nämlich, daß durch die ganze Ökologismusbewegung weniger der Umwelt nützt, als viel mehr dem Kapital.

1962 veröffentlichte Rachel Carson ihr aufsehenerregendes Buch „Silent Spring“ (Der Stumme Frühling). Der Bestseller warnte vor einer Welt, in der keine Vögel mehr singen. Carson machte die Menschen darauf aufmerksam, daß sie durch den Einsatz von Chemikalien die Welt und auch sich selbst irreversibel schädigen könnten. Im Mittelpunkt ihrer Besorgnis standen chlorhaltige Verbindungen wie das Pestizid DDT. Dieser Stoff ist äußerst langlebig und reichert sich im Boden, aber auch in tierischen und menschlichen Fettgewebe über Jahrzehnte an. Besonders Greifvögeln, die sich von stark belasteten Nagern und Fischen ernährten, wurde das Mittel zum Verhängnis: sie produzierten aufgrund der Vergiftung so dünnschalige Eier, daß immer öfter Nachwuchs ausblieb. Einige Arten – z.B. der kalifornische Kondor – standen dadurch kurz vor dem Aussterben. Rachel Carsons Buch und der sich beschleunigt verbreitende Umweltschutzgedanke löste politische Aktivitäten aus, die schließlich zu einem DDT-Verbot in den meisten Industriestaaten führten, wodurch sich der Bestand vieler Vogelarten erholte. Auch in der Muttermilch gehen die Spuren von DDT beruhigenderweise zurück. Für die Umweltbewegung gilt die Ächtung des Insektengifts als einer ihrer größten Erfolge. Zum DDT sei aber jedoch noch folgendes gesagt: in den Tropen erwies sich DDT nämlich als wirksame Waffe gegen die Ausbreitung von Malaria. Rachel Carson hatte mit ihren Befürchtungen durchaus recht; unberücksichtigt blieb jedoch, dass DDT für viele Menschen lebensrettend war. So sank die Anzahl der Malariafälle durch den Einsatz von DDT in Sri Lanka von 2,8 Mio. 1948 auf nur 17 im Jahre 1963. Nach dem Verbot von DDT stieg die Zahl der Malariafälle wieder auf 2,5 Mio. Ende der sechziger Jahre (1). Es dauerte geraume Zeit, bis aufgrund von Berichten der WHO und Protesten der betroffenen Staaten wieder DDT zur Malariabekämpfung eingesetzt werden konnte. Mittlerweile waren aber einige Stämme der Anopheles-Mücke gegen DDT resistent geworden. Dennoch gilt dieser Einsatz in Südamerika oder Asien heute noch als Eindämmung der Malaria. Diese Entscheidung zwischen zwei Übeln ist nicht erfreulich, aber möglicherweise tolerabel: Nicht die Giftigkeit sondern die Beständigkeit und Ausbreitung waren im Wesentlichen Gründe dafür, das Nervengift zu verbieten. Während eine Ächtung von DDT als Landwirtschaftsgift völlig richtig ist, erscheint der voreilige Verzicht auf den Malaria-Killer DDT aus heutiger Sicht problematisch. Insbesondere deshalb, weil die davon betroffenen Menschen so gut wie keinen Einfluß auf diese Entscheidung hatten.

Sicherlich hatten die Anfänge der Umweltbewegung eine Reihe positiver Aspekte. Der Verbot lebensgefährlicher Chemikalien in der Landwirtschaft, der Einsatz von Filteranlagen zur Luftreinhaltung oder der Bau von Kläranlagen zur Wasserreinigung waren innovative Ideen, die die Entwicklung der Produktivkräfte nicht lähmten und die Gesellschaft durch die Einführung neuer Wissenschaftszweige (z. B. Ökotoxikologie) oder Produktionstechniken (z.B. schadstoffreduzierte Produktionsweisen oder der Bau von Kläranlagen) weiter entwickeln konnten. Jedoch kann dies in einem ökonomischen System wie dem des Imperialismus, der ein sterbender, fauler Kapitalismus ist, nicht auf Dauer gut gehen. Diese Fäulnis ist die Folge der Verschärfung des Widerspruchs zwischen der Entwicklung der Produktivkräfte und den kapitalistischen Produktionsverhältnissen durch das Monopol. Sowohl Produktivkräfte als auch Produktionsverhältnisse stehen in einer dialektischen Einheit. Sind die Widersprüche zwischen den Produktivkräften (dem vorantreibenden, revolutionären Element) und den Produktionsverhältnissen (der Bewegungsform) zu groß, müssen letztere durch neue, den Produktivkräften entsprechende Produktionsverhältnisse ersetzt werden, damit sich die menschliche Gesellschaft weiter entwickeln kann. Bleiben die alten Produktionsverhältnisse jedoch bestehen, gehen sie in Fäulnis über, die sich auf die Entwicklung der Produktivkräfte und alle gesellschaftlichen Beziehungen auswirkt. Die immer schärfer werdenden Widersprüche zeigen sich durch immer stärker werdende Aggression nach Außen und Repression nach Innen. Diese dienen dem Machterhalt des Finanzkapitals um unter anderem die Organisiertheit der Arbeiterklasse zu brechen. Die Fäulnis des Systems hat aber auch Auswirkungen auf den kulturellen und wissenschaftlichen Bereich. Die immer schärfer werdenden Widersprüche und die zunehmende Repression lassen sich nicht mehr so einfach verschleiern. So suchen die Menschen nach Auswegen aus dem System und nach Widerstand. Um diesen Widerstand zu brechen und ad absurdum zu führen, schaffte der Imperialismus eine umfassende Ideologie, die jeglichen Widerstand zu einem harmlosen Häufchen Elend ver- oder gar nicht erst aufkommen läßt, um auch von realen Problemen abzulenken. Wie nicht anders zu erwarten ist auch die Umweltbewegung von dieser Fäulnis nicht verschont geblieben. Spätestens seit dem Erstarken der Grünenbewegung im Zuge des sogenannten Waldsterbens in den achtziger Jahren verkam die Umweltbewegung zunehmend zu einer Farce.

Wiederholt hatte harter Witterungsstreß die deutschen Wälder gegen Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre getroffen. Zur Jahreswende 1978/79 sackte in Süddeutschland das Thermometer innerhalb weniger Stunden um fast 30 Grad. Forstleute wußten, Frostschäden im Wald waren unausweichlich. Zur gleichen Zeit zeigten verschiedene Baumarten andere Schadsymptome, die auf Nährstoffmangel hindeuteten. Zunehmend wurde darüber berichtet, und manche begannen, an eine gemeinsame, böse Ursache zu glauben. Eine passende Erklärung lieferte 1979 der Göttinger Bodenforscher Bernhard Ulrich. Er diagnostizierte Luftverunreinigungen, insbesondere Schwefeldioxid und den sauren Regen, als wahrscheinliche Ursache von Waldschäden und stellte 1981 die extreme Prognose, daß „die ersten Wälder schon in fünf Jahren sterben“ würden. Sie seien nicht mehr zu retten. Seither galten die Luftschadstoffe als Hauptverdächtige. So wurden alle nur erdenklichen Schäden an Bäumen – sogar natürlicher Pilzbefall – als Folge der Industrieabgase dargestellt. Für Laien war jetzt klar: Der ganze Wald stirbt. Nun mußten erst einmal die Waldschäden bilanziert werden. Aber was war eigentlich ein Waldschaden? Es wurde ein Expertenkreis gebildet und ein provisorischer Vorschlag diskutiert: Man könnte die Verluste der Bäume an Nadeln oder Blättern zum Maßstab von Schädigungen machen und dies für alle Baumarten in allen Regionen in so genannten Schadstufen zusammenfassen – zunächst versuchsweise für ein Jahr. Vielen Fachleuten erschien diese Methodik oberflächlich, ungenau, mehrdeutig und daher unbrauchbar. Auch bot sie keine Chance zur Feststellung der Ursachen. Aber die Politik brauchte sofort eine Generaldiagnose der Wälder, sei sie auch noch so grob. Also wurde das Verfahren angewendet.

Die erste bundesweite Erhebung von 1984 zeigte jedoch unerwartete Wirkung. Ihr böse aussehender Befund wirkte in der Öffentlichkeit wie ein Paukenschlag. Zu spät bemerkte die Regierung, daß dieses Verfahren nicht nur ungenau war. Viel schlimmer: Es lieferte systematisch viel zu hohe Zahlen über angebliche Schäden. Die Kritik der Wissenschaftler erwies sich als nur zu berechtigt. Aber der Versuch, nun – wie geplant – ein besseres Verfahren einzuführen, stieß auf vehemente Proteste der Umweltverbände und Medien, die darin den Versuch der Politik witterten, „den sterbenden Wald gesundzulügen“. Die Regierung kapitulierte, erhob die provisorische Blatt-Nadel-Verlust-Methode zum Regelverfahren – und entließ unliebsame kritische Forstwissenschaftler aus dem BML-Expertenkreis. Seither liefert das Ministerium Jahr für Jahr einen Bericht ab, der das stets traurige Ergebnis aller Blatt- und Nadel-Verlust-Zahlen zusammenfaßte (2). Unumstritten ist, daß Saurer Regen lokale Waldschäden anrichten kann. Wo alte Industrieanlagen Schwefeldioxid freilassen „stirbt“ der Wald tatsächlich. Doch ob saurer Regen den Wald auf breiter Fläche dahinrafft, ist bis heute umstritten. Der Münchener Botaniker Otto Kandler trug zahlreiche Befunde zusammen, die der Versauerungshypothese widersprachen. So waren etwa die Bäume einer Waldparzelle auf saurer Braunerde gesünder als die auf einer gekalkten Kontrollfläche. Auch die Kommission für Ökologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften kommt zu dem Schluß, daß keine generelle räumliche und zeitliche Korrelation zwischen den jährlich registrierten Kronenzuständen und der Konzentration der bekannten Luftschadstoffe nachgewiesen werden konnte. Die weitaus meisten angeblich „neuen Baumschäden“ erwiesen sich so bei genauerer Betrachtung als wohlbekannt. Andere Schadtypen beruhten auf natürlichen Ernährungsstörungen. So fand Reinhard Hüttl heraus, daß im Boden des Schwarzwalds Magnesiummangel herrschte, was vorübergehend zu Nadelschäden führte – und durch Düngen behebbar war. Auch das zunächst rätselhafte gleichzeitige Auftreten verschiedener Erkrankungstypen zwischen 1980 und 1985 fand eine normale Erklärung: großräumiger Witterungsstreß durch Trockenheit oder Frost (3). Massive Kritik kam jedoch von außen. In der Zeitschrift Nature erschien im November 1988 ein umfangreicher Artikel, der gründlich mit der in Deutschland gängigen Vorstellung vom Waldsterben aufräumte. Die Benutzung dieses Begriffs sei zu beenden. Es habe sich gezeigt, daß die festgestellten Schäden stets von selbst heilten, wenn die Bäume nicht sehr stark geschädigt seien. Damit falle der Löwenanteil der im deutschen Waldzustandsbericht als geschädigt gezählten Bäume weg – der Bericht sei schlicht falsch und irreführend. In den USA und England könne man nun die Lehren aus Deutschland ziehen und diese falschen Konzepte vermeiden (4).

Schon in den siebziger Jahren gab es eine internationale Debatte über den sauren Regen und seine Folgen. Vor allem schwefelhaltige Abgase der Kohlekraftwerke gingen zum Teil weit entfernt als Säureregen nieder. Er zerfraß Gebäude, ließ vitale Seen absterben, schädigte Pflanzen und bedrohte auch die Gesundheit der Menschen. Bereits im 1. Umweltprogramm der Regierung Brandt von 1971 wurde dieses Problem detailliert samt entsprechender Aktionen vorgestellt. Die Stockholmer UN-Umweltkonferenz von 1972 und das Genfer Übereinkommen 1979 führten zu internationalen Verträgen mit weitreichenden Maßnahmen. Bereits im März 1974 konnte Bundesinnenminister Werner Maihofer beachtliche Erfolge vorzeigen. Zur Reinhaltung der Luft war das Bundesimmissionsschutzgesetz mit seinen Verordnungen und Verwaltungsvorschriften wie der TA Luft erlassen worden. Die Wirkung trat ein: Die Schwefeldioxid-Emissionen hatten 1973 ihr Maximum mit 3,85 Millionen Tonnen erreicht und sanken dann von 1979 an drastisch. Die Regierung Kohl, seit 1982 im Amt, setzte diese Umweltpolitik fort mit noch notwendigen Ergänzungen der Gesetze und Verordnungen zur Luftreinhaltung. So hatte der deutsche Wald unbemerkt schon das Schlimmste hinter sich und war vor dem sauren Regen gerettet, bevor die Waldsterbepanik begonnen hatte. Der Geldregen aus Bonn für die Wissenschaft hatte seltsame Wirkungen. Einem Forscher gelang zum Beispiel 1984 das Kunststück, zwei der beliebtesten Presse-Horrorthemen zu verknüpfen: Waldsterben und Atomkraftwerke. Dieser Professor Reichelt verortete das KKW Würgassen als Quelle der Waldvernichtung – das Medienecho war enorm. Als ihm der Forschungsbeirat Waldschäden bereits ein Jahr darauf Fehler über Fehler nachwies und seine These verwarf, nahm die Presse dies nicht zur Kenntnis. Die Grünen starteten 1990 eine Kleine Anfrage im Parlament: „Zu den Problemen von Waldsterben […] durch Einwirkung von Richtfunk und Radarwellen“. Es erwies sich ebenfalls als Unsinn. Das Waldsterben bot auch die Möglichkeit, endlich dem Hauptfeind der Umweltschützer, dem Auto, die Schuld anzuhängen. So verkündete im Oktober 1988 die SPD: „Waldsterben: Kfz-Abgase sind die Hauptsünder“. Auch das entpuppte sich später als falsch (5). Beträchtliches Rauschen im Blätterwald erzeugte kurz danach am 2. Februar 1993 das Bundesforschungsministerium (BMFT), als es eine Zwischenbilanz mit einer Stellungnahme seines Expertenkreises veröffentlichte. Dieses Gremium, dem auch Professor Ulrich angehörte, kam zu der klaren Aussage, „daß ein Absterben ganzer Wälder in Zukunft nicht mehr zu befürchten“ sei. Ulrich räumte damit in respektabler Manier ein, daß er damals mit seiner Prognose zu weit gegangen war. Nur vier von 54 Tageszeitungen brachten diese Nachricht, 50 berichteten statt dessen über die Probleme, die zu viel Stickstoff im Wald hervorruft. Der Spiegel erfand dafür den neuen Begriff „das zweite Waldsterben“ – eine recht drastische Verfälschung der BMFT-Aussagen. (6)

Die politischen Parteien jedoch hielten unverdrossen am Waldsterben fest. Noch im Mai 2000 stellten die Fraktionen der CDU/CSU und der SPD gleichlautend fest, „daß es keinen Grund zur Entwarnung gibt“. Dieser Satz dient seit Jahren der umweltpolitischen Geisterbeschwörung – vor allem für die Umweltverbände, die auf Entwarnungen allergisch reagierten. Im März 2001 erklärte Landwirtschafts-Staatssekretär Berninger im Parlament, „daß wir zusätzliche Strategien gegen das Waldsterben entwickeln“. Und im Januar 2002 forderten die Fraktionen der SPD und der Grünen, die Anstrengungen zur Reduktion und Beseitigung der „neuartigen Waldschäden“ zu verstärken. Dann kam die Überraschung: Im Sommer 2003 erklärte Ministerin Renate Künast das Waldsterben für beendet. Immerhin zehneinhalb Jahre nach dem Bundesforschungsministerium (7). Die ganze Farce der Waldsterbeproblematik führt nicht nur vor Augen wie absurd die ganze Geschichte ist, sondern sie hat der Wissenschaft einen beträchtlichen Schaden zugefügt. Eine ganze Reihe von Forschungsinstitutionen, Wissenschaftlern, ja selbst die Zeitschrift Nature, haben das Waldsterben im Prinzip widerlegt. In den Massenmedien stießen diese Fakten jedoch kaum auf Gehör. Das Gegenteil war der Fall: Eine medienwirksame Panikmache und Weltuntergangsstimmung jenseits der Faktenlage war im Gange, von der sich auch einige Wissenschaftler hatten verführen lassen. Im Endeffekt lenkte es von wahren Problemen in der Gesellschaft ab und man konnte noch nebenbei durch sinnlose Steuern dem Bürger das eh schon knappe Geld aus der Tasche ziehen.

Wer jedoch meint daß diese pseudowissenschaftliche Absurdität nicht übertroffen werden könne, der irrt gewaltig. Um das Waldsterben ist es mittlerweile ruhiger geworden, dafür schreit man um so lauter wenn es um den Klimawandel, ausgelöst durch CO2, geht. Die Diskussion um die Klimaschädlichkeit des CO2 und über das Klima überhaupt wurde in der Politik und in den Massenmedien seltsamerweise schon für beendet erklärt. Auf der wissenschaftlichen Bühne jedoch hat das Stück Klimawandel gerade erst angefangen, von einem Ende kann keine Rede sein. Hier wird heftig drüber gestritten, welche Folgerungen sich aus sicheren Meßdaten, aber höchst unsicheren Computer-Klimamodellen ergeben. Im Grunde genommen dienen diese Computermodelle weniger der wissenschaftlichen Argumentation als mehr der politischen Propaganda, da sich alle politisch gewünschten, zukünftigen Temperatursteigungen durch geeignete Modellkorrekturen erzeugen lassen. Diese Modelle basieren jedoch nicht durchgängig auf physikalischen Gesetzen, sondern verwenden zusätzliche, willkürliche ad-hoc-Annahmen, wie Flußkorrekturen um gewünschte Ergebnisse zu erhalten. Auch die Temperaturverlaufsformen der Klimavergangenheit können in den Modellen nicht erzeugt werden. Während in der öffentlichen Meinung ein Hauptschuldiger gefunden wurde: das menschliche CO2, streitet sich die Wissenschaft auch über den Einfluß weiterer Faktoren, die das Klima beeinflussen, wie dem Einfluß der Sonne und des Magnetfeldes, anderer Treibhausgase wie Wasserdampf, die Rolle des Vulkanismus und der Ozeane; ja selbst der Treibhauseffekt ist nur bruchstückhaft verstanden und wird von manchen generell angezweifelt. Da das Klima ein äußerst komplexes Gebilde ist, ist es nur schwer vorstellbar daß alles allein vom CO2 abhängt. Das heißt sicherlich nicht, daß menschliche Faktoren keine Rolle spielen, jedoch ist das Roden wichtiger großer Waldflächen für das Klima (und die Umwelt überhaupt) schädlicher als der Ausstoß von CO2 bei Autos und Schornsteinen.

Wir sehen also, daß viele Daten gegen einen anthropogenen Klimawandel sprechen, wieso jedoch wird dieser Aufwand propagandistisch so betrieben, schließlich gibt ja Al Gore hunderte von Millionen Dollar aus um den Menschen diese Lüge als Wahrheit zu verkaufen. Es handelt sich bei dieser Thematik sicherlich nicht um eine Verschwörung, da eine Verschwörung mit so vielen Teilnehmern kaum geheim zu halten wäre, aber da fast alle (bis auf die „einfachen Verbraucher”) von der Klimapropaganda profitieren, wird auch keine Verschwörung benötigt. Die Profiteure aus Medien, Politik, Wirtschaft und korrumpierter Wissenschaft müssen sich nicht verschwören. Jeder einzelne von ihnen hat ein massives Eigeninteresse daran, daß die Hypothese vom anthropogenen Klimawandel weiter verbreitet und geglaubt wird. Um zu zeigen, wie diese Klimapolitik betrieben wird, und was für groteske Züge sie angenommen hat, soll der polnische Klimaforscher Zbigniew Jaworowski an Hand seines polemischen Artikel „CO2: The Greatest Scientific Scandal of our Time“ zu Wort kommen:

„Am 2. Februar 2007 erfolgte der große Auftritt des IPCC, in dem der Mythos von der Katastrophe einer globalen Erwärmung verkündet wurde. Wochen lauter, publikationswirksamer Propaganda gingen voraus. In Paris wurde der Bericht „Summary for Policymakers“, begleitet von Medien, Politikern und sonstigem Publikum, vorgestellt. Sogar die Beleuchtung des Eifelturms wurde kurz ausgeschaltet, um zu zeigen, wie schlecht elektrische Energie für die Menschheit sei. Der Bericht löste einen publizistischen Erdrutsch aus, der noch lange nicht abgeebbt ist. Die Herausgabe des wissenschaftlichen zweiten Teils von insgesamt 1 600 Seiten erfolgte einige Monate später. Grund hierfür war die Notwendigkeit, den wissenschaftlichen Teil so zu justieren, daß keine Widersprüche zum politischen Teil mehr erkennbar waren. Man darf daher von einer perfekten politischen Inszenierung sprechen, in der die Wissenschaft das Nachsehen hat. Mit wertfreier und unabhängiger Wissenschaft hat dies alles nichts mehr zu tun. Bereits aus diesem Grund ist die hohe Ideologielastigkeit aller Veröffentlichungen des IPCC in Rechnung zu stellen. Das IPCC ist überreichlich mit Mitteln versehen und liegt auf gleicher Linie mit der UN Politik, die zur Zeit von Grünen und misanthropen Fanatikern beherrscht wird. Die Geldmittel sind so hoch, daß der Meteorologe P. Corbyn im Weather Action Bulletin, Dezember 2000 ausführte: ‚das Problem mit dem wir konfrontiert sind, liegt darin, daß das meteorologische Establishment und die Lobby der globalen Erwärmung so große Mittelzuwendungen erhalten und inzwischen so korrupt sind, daß die Wissenschaftler in diesen Gruppen ihre Integrität verkauft haben.’“

Im weiteren Verlauf des Artikels nimmt Jaworowski wichtige Politiker in internationalen und nationalen Gremien unter die Lupe. Stellvertretend werden von ihm drei hochrangige UN-Vertreter genannt, aus deren Aussagen er Richtung und Motive der klimapolitischen Agenden ableitet:

„MAURICE STRONG:

Er verließ die Schule im Alter von 14 Jahren und errichtete ein esoterisches, globales Hauptquartier für die New Age Bewegung in San Louis Valley, US-Colorado. Er war ferner am Brundtland Report von 1987 beteiligt, der als Ausgangspunkt der heutigen grünen Bewegung angesehen werden kann. In späteren Jahren wurde er Berater von Kofi Annan und hatte den Vorsitz bei der UN-Konferenz „On Environment and Developement“ in Rio de Janeiro in 1992 mit 40000 Teilnehmern. Er war schlussendlich verantwortlich für die Erstellung des Kyoto-Protokolls, das immer noch Tausende von Bürokraten, Diplomaten und Politikern propagieren. Sein Statement zum Thema Kyoto: Wir könnten zu dem Punkt gelangen, wo der einzige Weg zur Rettung der Welt im Zusammenbruch der industriellen Zivilisation besteht.

TIMOTHY WIRTH:

Er ist UN-Unterstaatssekretär für Global Issues und unterstützt die Politik von M. Strong. Seine Auffassung geht aus folgendem Statement hervor: ‚Wir müssen auf der globalen Erwärmungswelle reiten. Auch wenn die Theorie von der globalen Erwärmung falsch sein sollte, machen wir doch das richtige in Wirtschafts- und Umweltpolitik.’

RICHARD BENEDICK:

Er ist Deputy Assistant Staatssekretär und steht der Politikabteilung des US State Departments vor. Seine Aussage zum Thema: ‚Ein Vertrag zur globalen Erwärmung muß implementiert werden, auch dann wenn keine wissenschaftliche Evidenz den Treibhauseffekt stützt.’“

Vielleicht sollte hier noch erwähnt werden, daß nicht die technischen Berichte und Daten des IPCC angezweifelt werden – diese widerlegen die Hypothesen der Klimafurcht sogar – die politischen Berichte jedoch dürfen allemal angezweifelt werden, vor allem wenn man sich die Aussagen der oben erwähnten UN-Vertreter nochmals vergegenwärtigt. Daß nicht die Umwelt und die Menschen sondern das Kapital von der ganzen Klimafurcht profitiert, sollen folgende Beispiele verdeutlichen (8): Beispielsweise lassen die unter technisch-wirtschaftlichen Kriterien unsinnigen Pläne, CO2 aus Kraftwerkemissionen abzuscheiden und in Boden oder im Meer zu versenken, lukrative Anlagenaufträge für die Industrie und Subventionen seitens der öffentlichen Hand erwarten. Aus dem Lager der Katastrophenlobby darf natürlich die Versicherungswirtschaft nicht vergessen werden, die mit dem Argument eines schädlichen Klimawandels höhere Prämien einfordern kann. Sie hat allergrößtes Interesse an zunehmender Panik und nutzt die zur Zeit herrschende Klimafurcht in perfekter Inszenierung aus. Das politische Ausblenden der Wahrnehmung von jedweder Fachkritik an den vom IPCC vorgegeben Ursachen des Klimawandels ist vorrangig mit den exorbitanten Steuereinnahmen erklärbar, die mit der CO2-Vermeidung erzielt werden können. Es ist undenkbar, daß den gut informierten Fachleuten aller politischen Parteien die fehlende Faktenbasis der IPCC-Katastrophenhypothese unbekannt sein sollte. Eine so stark sprudelnde Steuerquelle, wie sie sich mit dem Argument der CO2-Bedrohung und Vermeidung erschließen läßt, ist daher absolut unwiderstehlich. Der CO2-Ausweis für Kraftfahrzeuge ist nur ein allererster Anfang, der den weiteren Weg ebnen wird. Der US-Klimatologe S. Lindzen, der selbst von den IPCC-Hardlinern ernst genommen wird, kommt in einem Interview in der schweizerischen Zeitung „DIE WELTWOCHE“ (Ausgabe 13/2007) sogar zu folgenden Schlüssen:

„LINDZEN: Viele Interessengruppen haben den Klimawandel entdeckt. Jeder wird davon profitieren außer den gewöhnlichen Konsumenten. Letztere müssen mit Propaganda zugeballert werden. Der Wissenschaftler profitiert, die Mittel haben sich ja mehr als verzehnfacht seit den frühen 90er Jahren. Dann gibt es die Umweltbewegung, eine Multi-Milliarden-Operation, Tausende von Organisationen. Und die Schwierigkeit ist: Mit gewöhnlicher Luft- und Wasserverschmutzung kommen wir zurecht, das können wir beheben. Man braucht Probleme, die man nicht beheben kann. Der Klimawandel ist also attraktiv. Und die Industrie, von der man annimmt, sie sei gegen CO2-Annahmen, sie profitiert auch. Sie ist vielleicht dagegen, weil es schon wieder etwas ist, das ihr Sorgen bereitet, auf das sie sich einstellen muss. Aber sie kann Geld damit machen, das weiß sie. Die großen Firmen lieben den Klimawandel. Letztes Jahr habe ich mit jemandem des großen Kohleproduzenten Arch Coal gesprochen. Er sagte er sei für CO2-Maßnahmen. Ich fragte ihn: ist das ihr Ernst, eine Kohlefirma, die CO2-Restriktionen will? Er sagte: Sicher, wir werden damit zurecht kommen, aber unsere kleinen Mitbewerber nicht.

DIE WELTWOCHE: Der Energieriese Exxon Mobil war dagegen

LINDZEN: Ja, die hatten einen CEO, der CO2-Restriktionen aus Prinzip bekämpft hat. Aber was die Industrie will, ist das: 1. Sie wollen alle Restriktionen selbst bestimmen. 2. Alle Firmen sollen die gleichen Restriktionen bekommen. 3. Sie wollen im Voraus wissen, worauf sie sich einstellen müssen. Dann können sie die mutmaßlichen Kosten auf den Konsumenten abwälzen.“

Was die Restriktionsmaßnahmen angeht, so sollte vielleicht noch erwähnt werden, daß sich CO2 überall in der Atmosphäre verbreitet, so daß alle Reduktionsmaßnahmen, ob sie nun sinnvoll sind oder nicht, nur unter globalen Gesichtspunkten wirken. In globalem Maßstab ist der deutsche Beitrag an CO2-Vermeidung praktisch gleich null. Sicherlich ist echte Energieeinsparung sinnvoll, Klimaschutz hingegen ist eine echte Katastrophe! Windenergienutzung ist unzuverlässig und zerstört mit ihren weithin sichtbaren Industrieanlagen („Windräder”) vormals intakte Landschaften. Zur Sicherstellung der Versorgung müssen stets die Maximalkapazitäten der Windenergieanlagen (WEA) zusätzlich als „konventionelle” Kraftwerke im Leerlauf vorgehalten werden. Zusätzlich belasten die extremen Leistungsschwankungen der WEA die Netze in den ländlichen Gebieten, in denen sie aufgebaut wurden. Die Deutsche Energieagentur befürchtet, daß wegen der Überlastung der Stromnetze bald häufiger die Lichter ausgehen werden (Associated Press [AP] 29.01.2008). Menschen und Tiere, die in der Nähe von WEA leben, werden durch Schattenwurf, Eisabwurf, Geräuschbelästigung und Infraschall beeinträchtigt. Nur die Investoren („Windmüller”) füllen sich die Taschen mit den vom Gesetzgeber garantierten, aber nicht marktgerechten überhöhten Abnahmepreisen, die von allen Stromkunden finanziert werden müssen. Das ist sozial ungerechte Umverteilung von unten nach oben unter dem Etikett „Klimaschutz”. Die deutsche Windindustrie setzte 2007 ca. 7,4 Milliarden Euro um; die Exportquote liegt bei 86 %. Industrie und Betreiber verdienen im zweistelligen Prozentbereich. Trotzdem verliert die Branche in Deutschland an Schwung – der Markt gerät hier unter Druck, die Installation neuer WEA wird wegen des sich formierenden Widerstands immer schwieriger. Die Industrie rechnet weiterhin mit weniger Anlagen – in China läßt sich um 1/3 billiger produzieren (NORDEX). Möglicherweise haben wir hier den nächsten Auftritt von Subventionsrittern vor uns: Erst in Deutschland eine Technik subventioniert entwickeln/produzieren und dann mitsamt den Arbeitsplätzen ins Ausland übersiedeln – wem fällt da nicht der Name eines finnischen Großkonzerns ein? Damit ist auch das Argument der Treibhausanhänger, „Klimaschutz” schaffe Arbeitsplätze, nicht mehr viel wert. Das EU-Klimaschutzpaket führt zu einer (weiteren) drastischen Strompreisanhebung. 66 Milliarden Euro werden nach den Plänen der EU allein in Deutschland für den Kauf von CO2-Emissionsrechten für die Stromproduktion in den Jahren 2013 bis 2020 fällig. Nur zwei Milliarden davon werden für Maßnahmen aufgewandt, die der CO2-Reduktion dienen sollen. Der Rest ist nichts als eine Strafsteuer. Die Stromerzeuger werden sich das Geld natürlich (vermutlich vermehrt um einen „angemessenen” Aufschlag) von den Stromkunden zurückholen. Fazit: Steuererhöhung um 66 Milliarden Euro unter dem Deckmantel des vermeintlich unabdingbaren „Klimaschutzes”, daher von den Medien und den Wählern nicht kritisiert und EU-Komission und Bundesregierung können sich als Retter der Welt präsentieren – da kann kaum ein(e) Poltiker(in) widerstehen. CO2-Zertifikate füllen Staatskassen und machen die Bevölkerung ärmer, sonst nichts!

Die Organisation ROBIN WOOD fordert die Bundesregierung auf, den Import von Biomasse für Strom und Kraftstoff zu stoppen. Denn die steigende Nachfrage führt in den Ländern des globalen Südens zu massiver Umweltzerstörung und einem Verlust von Anbauflächen von Lebensmitteln. Auch durch eine Ökozertifizierung von Biomasse wendet diese negativen Folgen nicht ab. Deutschland importiert jährlich rund 800 000 t Palmöl, 380 000 t aber werden schon jetzt – gefördert durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) – vorwiegend in Blockheizkaftwerken verbrannt (ROBIN WOOD, Pressemitteilung vom 19.02.2008). Auch Umweltpolitiker, Ökoverbände, Landwirtschaftsminister und Ölkonzerne verlangen eine Kurskorrektur bei der Förderung von Biokraftstoffen. Der Gesetzgeber schreibt vor, daß acht Prozent des Autokraftstoffs ab 2015 aus Pflanzen stammen müssen. Nach Berechnungen der Mineralölwirtschaft reicht die heimische Agrarfläche dafür bei weitem nicht aus (Spiegel 18.02.2008 S.80). Das bedeutet weiteren Import aus Ländern, die die Anbauflächen dringender für die Ernährung ihrer Bevölkerung benötigen würden und die Gefahr, daß zusätzlich Regenwald gerodet wird, um den künstlich herbeigezwungenen Hunger der Industrienationen nach Biomasse mit immer neuen Plantagen befriedigen zu können. Um einen 100-Liter-Tank mit Bioethanol zu füllen, braucht man so viel Getreide, wie ein Mensch lebenslang zur Nahrung benötigt. Mit anderen Worten: Anstatt Getreide als Nahrungsmittel zu verwenden, wird es für ökonomisch unbrauchbare „Öko“-Energie verschwendet. Biosprit zerstört den Regenwald und läßt Menschen verhungern. Die bisherigen „Ideen” zum Klimaschutz (egal ob aus Politik oder „Umweltschutz”-Verbänden) laufen praktisch immer darauf hinaus, das Leben aller zu verteuern. Hierzu wurden Ökosteuern erfunden, es wird mit CO2-Emissionsrechten „gehandelt”, unwirtschaftlich erzeugte elektrische Energie (Windkraft und Photovoltaik) wird zu Garantiepreisen aufgekauft und dient den Stromkonzernen als willkommene Entschuldigung ihrer Gewinnmaximierung. Wo liegt nun der Schaden? Höhere (Energie-)Kosten für alle bedeutet weniger verfügbare Mittel für andere Zwecke. Oder anders ausgedrückt: Energieverteuerung macht nicht nur arm und ist sozial höchst unausgewogen, sondern behindert auch Energieeinsparung und Umweltschutz! Wenn jeder all sein Geld schon beim Tanken ausgeben muß, bleibt kein Geld für ein neueres, moderneres, sparsameres Auto übrig. Dieses Beispiel gilt auch für die Beheizung von Wohnungen, für die Maschinenparks von Industrieunternehmen usw. Einige (sowohl Einzelpersonen als auch viele Unternehmen) können versuchen, das fehlende Geld durch Mehrarbeit auszugleichen: Ein Zweitjob muß her (zusätzliche Fahrten!), zusätzliche Kunden müssen umworben werden, es müssen mehr Güter produziert werden, um den gleichen Verdienst zu erzielen. Folge: Es wird mehr Energie verbraucht – und das ist genau das Gegenteil dessen, was nach den Plänen der Öko-Wirtschaftler durch höhere Energiepreise bewirkt werden sollte. Fazit: Energieverteuerung macht arm und fördert den Energieverbrauch!

Weiterhin kommt ein nicht ganz unwichtiger Punkt hinzu: Viele Staaten können sich die Klimaschutzprojekte überhaupt nicht leisten. Über kurz oder lang verhindert dies jedoch die Industrialisierung der einzelnen Entwicklungsländer. Der gängige Irrglaube eine industrialisierte Gesellschaft schade der Natur hat ironischerweise einen Nutzen für die großen imperialistischen Blöcke: Die Entwicklungsländer geraten in eine zunehmende Abhängigkeit von den Industrienationen. Der Umwelt wird in diesen Ländern damit aber nur wenig geholfen. Menschen die um ihr nacktes Überleben kämpfen müssen, was in weiten Teilen Afrikas z. B. der Fall ist, kümmern sich nicht um Müllentsorgung, saubere Luft und sauberes Wasser. Ein Land in dem Stromversorgung Mangelware und damit echter Luxus ist, ist davon abhängig Wälder zu roden um Brennholz zu haben. In einem Kontinent der unter Trockenheit leidet, kann es kaum eine größere ökologische Katastrophe geben als das Verschwinden von Waldflächen. Aus diesem Teufelskreis kann man nur entkommen, wenn die Länder eine gut entwickelte Industrie entwickeln. Dadurch wird der Bevölkerung nicht nur ein besseres Leben geboten, sondern sie wird aufgeklärter, informierter und gebildeter und sich über reale Umweltbedrohungen bewußt werden und diese zu lösen wissen. Echter Umweltschutz beläßt es nicht bei nutzlosen Lippenbekenntnissen und kosmetischen Maßnahmen ohne realen Nutzen, sondern er handelt rational. Er ist nur auf Basis von naturwissenschaftlichen Fakten und technisch besten Lösungen möglich. Ohne Naturwissenschaft, kühle Rationalität und intelligente Technik können wir alle auf Dauer nicht überleben.

Neben all diesen ökonomischen und politischen Faktoren kommt noch ein mächtiger irrationaler Faktor dazu, den jede erfolgreiche Politik schon seit Urzeiten kennt und dessen Ausnutzung anläßlich des Klimawandels ebenfalls zu verlockend ist. Und dies ist die Konstruierung eines effektiven Feinbildes. Dieses Feindbild bietet heute in Deutschland zweifellos der Klimawandel. Das politische Festhalten an diesem Feinbild hat inzwischen schon religiöse Züge angenommen und sogar der Messias fehlt nicht, der in Gestalt von Al Gore unseren Planeten retten will. Die Bezeichnung Religion trifft auch aus folgenden Gründen zu: Sowenig wie in das Wirken einer Gottheit kann der Mensch maßgeblich in die Veränderung des Klimas eingreifen. Die prinzipielle Unerreichbarkeit jedes Klimaziels ist ein religiöses und daher höchst erwünschtes Merkmal der politischen Klima-Agenda. Auf diese Weise bleibt eine die öffentliche Meinung majorisierende Feindbildbestimmung verläßlich erhalten. Viel wichtigere Lösungen von konkreten Problemen können jetzt aus dem öffentlichen Bewußtsein besser ausgeblendet werden. Aktuell zu nennen sind etwa die Sanierungen von Gesundheitssystem, Rentenkasse und Staatsfinanzen. All dies verblaßt zuverlässig gegenüber dem höchst gefährlichen Hauptfeind, der globalen Erwärmung, dem jede Abwehranstrengung zu widmen ist. Zu den politischen Zynikern und kühlen Machtjongleuren kommen noch die wirklichen Ideologen. Auf die Ideologien des harten Kerns der Umweltbewegung soll hier nicht im Detail eingegangen werden. Diese Leute sind keinen rationellen Argumenten zugänglich und nehmen sogar massive Rechtsbrüche in Kauf, um das Seelenheil ihrer Mitmenschen zu retten. Als Beispiel kann Anketten an Eisenbahnschienen genannt werden, um Züge mit nuklearen Abfall aufzuhalten. Hier wird der gefährliche Bereich des fanatisch Religiösen tangiert. Wenn man ihm nicht konsequent entgegentritt, macht er in letzter Konsequenz auch vor Totschlag anderer nicht mehr halt. Einer religiös-fanatischen Minderheit ist fast jedes Mittel recht, das den verhassten Industriestaaten schadet. Es kann nicht anders ausgedrückt werden wie es ist: Was für den Evolutionsbiologen die Kreationisten sollten für einen Biologien, Klimawissenschaftler und Co. die Ökologisten sein. Der Unterschied besteht nur darin, daß aus letzteren mehr Profit zu ergattern ist, als aus dem Einführen der Schöpfungsgeschichte im Schulunterricht. Unsinn bleibt beides allemal.

M.K.



Quellen:

(1) siehe Dirk Maxeiner und Michael Miersch: „Lexikon der Öko-Irrtümer Fakten statt Umweltmythen“, S. 104

(2) Die Zeit vom 09.12.2004: Chronik einer Panik

(3) „Lexikon der Öko-Irrtümer“, S. 413

(4) „Chronik einer Panik“

(5) Ebenda

(6) Ebenda

(7) Ebenda

(8) Siehe u. a. Horst-Joachim Lüdecke: CO2 und Klimaschutz, Fakten Irrtümer Politik, S. 135 ff und http://www.klimaskeptiker.info

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Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


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