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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Buchempfehlungen
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 23:25 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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Beiträge: 628
Ich halte es für eine ganz gute Idee wenn man in diesem Thread lesenswerte Bücher zusammentragen würde.
(Wenn das aus irgendwelchen Gründen nicht geht, bitte löschen.)

Ich mache mal den Anfang:

Sarah Wagenknecht: Antisozialistische Strategien im Zeitalter der Systemauseinandersetzung
(3-89144-205-X)

Zum Inhalt:
Das Vorgehen des Imperialismus wird, in eine direkte und in eine indirekte Stategie aufgeteilt. Die direkte Strategie ist es die soz. Gesellschaftsordnung unmittelbar militärisch, wirtschaftlich oder ideologisch anzugreifen und so zu stürzen. Als sich die soz. Staaten stabilisiert hatten ging der Imperialismus zur indirekten Strategie über welche darin bestand den Sozialimus zu Fall zu bringen indem man mit Zugeständnissen und angeblich möglichem Klassenfrieden in den KP's Revisionismus und Opportunismus förderte. Auf dem Boden dieser ideologischen Deformation der KP's zu sozialdemokratischen Parteien konnte dann die Konterrevolution geschehen.

...und ein Zitat:
Die Totalitarismusdoktrin wurde abgelöst durch die Konvergenztheorie. Man trat der sozialistischen Ideologie nicht mehr im offenen Kampf entgegen, sondern verkündete die Irrelevanz jeglicher Ideologien usw. Die imperialistische Propaganda folgte fortan jenem Argumentationsmuster, für das Lukacs den Begriff "indirekte Apologetik" geprägt hatte: die marxistisch-leninistische Weltanschauung sollte jetzt nicht mehr als eine Form falschen Bewußtseins widerlegt, sondern die Möglichkeit wahren Bewußtseins, d.h. rationaler Wirklichkeitserkenntniss überhaupt in Zweifel gezogen werden. Die Pluralismus-Doktrin wurde so zum Hauptinstrument der bürgerlichen Kräfte im ideologischen Klassenkampf.

_________________
Die Andersdenkenden haben Rosa Luxemburg umgebracht - D.W.


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchempfehlungen
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 23:25 

Beiträge: 236
Also ich kann das Buch "Wie der Stahl gehärtet wurde" von Ostrowski empfehlen.

Es handelt von dem Leben eines Jugendlich in Russland der durch den 1.WK und die Besetzung der Ukraine durch Deutschland, den Bürgerkrieg, den Einfall der Piludski-polen zur Politik kommt. Er kämpft im Bürgerkrieg auf seiten der Roten Armee, arbeitet dann für sozialistischen Aufbau. Am Ende wird er schwer krank, aufgrund seines verantwortunglosen Verhaltens gegenüber seiner gesundheit beim Aufbau des Sozialismus und im Bürgerkrieg. Die krankheit fesselt ihn ans Bett und er verliert fast den Lebensmut.............

Mir hat das Buch sehr gefallen. Ich kann es nur empfehlen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchempfehlungen
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 23:25 

Beiträge: 14
Ich empfehle hier "Die Mutter" von Maxim Gorki.
Das Buch handelt von seinem eigenen Leben, auch wenn die handelnde Person anders heißt... Es erzählt wie er in seinem Dorf für den Sozialismus gekämpft hat und welche Rolle seine Mutter dabei spielte... Ein sehr schönes und leichtes Buch, was allerdings einen etwas propagandistisch anmutenden Anstrich, von vollendetem Patriotismus hat...

MfG sideshowbob


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchempfehlungen
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 23:25 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Sarah Wagenknecht: Antisozialistische Strategien im Zeitalter der Systemauseinandersetzung
(3-89144-205-X)


Ein lesenswertes Buch, sicherlich. Ich würde diese Darstellung nicht unbedingt für das letzte Wort auf diesem Fachgebiet halten, aber wer etwas darüber erfahren will, wird kein besseres Buch finden.
Und wenn wir schon bei Wagenknecht sind: "Vom Kopf auf die Füße?" (1997) heißt ihre in Druck gegebene Doktorarbeit. Gemeinsam mit "Einheit und Widerspruch" (1997) und "Weltentwurf und Reflexion" (2005) von Hans Heinz Holz stellt es den aktuellen theoretischen Stand der marxistischen Philosophie dar.

"Vom Kopf auf die Füße?" ist die bisher gelungenste Darstellung marxistischer Hegel-Rezeption. In ihr wird Marxens Anspruch, Hegel auf die Füße zu stellen, mit dem, was er dann tatsächlich tat, verglichen. Zugleich ist es aber auch eine hervorragende Einführung in die Hegelsche Philosophie, denn hier wird etwas gemacht, was Marxisten sonst ganz selten gemacht haben: Es wird der Hegel selber untersucht, und eben nicht nur die Zitate Marxens über Hegel hin und her gewendet. Über dieses Büchlein kann ich versichern: Wer das versteht, wird Hegel verstehen.

"Einheit und Widerspruch" ist im selben Jahr entstanden, und ist verfaßt von Hans Heinz Holz, der nicht ganz zufällig Wagenknechts soeben erwähnte Arbeit betreut hat. Holzens Werk ist eine Problemgeschichte der Dialektik, die einzige, die überhaupt bisher geschrieben wurde. Eine großer Nachteil dieser Problem-Geschichte ist, daß sie erst bei der Neuzeit einsetzt. Wenn man weiß, daß es Holz eben gerade um das Vermitteln von Ontologie und Dialektik geht, ist es verwunderlich, warum er nicht bei Parmenides versus Heraklit einsetzt, um über Platons "Parmenides" zur Metaphysik und Logik des Aristoteles zu kommen. Auch eine gesonderte Darstellung der Lehre des Nikolaus von Kues wäre nicht zu viel gewesen. Aber es ist eben echte Pionierarbeit. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich es das bedeutendste philosophiegeschichtliche Werk aus der marxischten Ecke nenne. (Und um Mißverständnissen vorzubeugen: Von Hegels Philosophiegeschichte abgesehen ist auch das wertvollste überhaupt).

"Weltentwurf und Reflexion" ist gerade letztes Jahr erschienen. Ich habe dies erst angelesen, aber enttäuscht bin ich bisher nicht, und meine Erwartung war nach "Einheit und Widerspruch" sehr hoch. Jenes baut auf diesem auf. Oder wie Holz sich ausdrückte, das erste Werk ist der Nährboden, aus dem das zweite wachsen konnte. "Weltentwurf und Reflexion" ist nämlich nichts weniger als eine Entwicklung der dialektischen Theorie auf wissenschaftlicher (materialistischer) Grundlage. Wer jetzt schreit, das habe Marx schon besorgt, der mag gern schreien, nur: er irrt sich. Weder Marx noch Engels haben je eine Theorie entworfen. Was wir von ihnen haben, das ist zum einen eine praktische Anwendung der Hegelschen Spekulation (etwa bei Marx im "Kapital" oder bei Engels im "Ursprung der Familie") und zu anderen sind das Äußerungen rezeptioneller Art. Philosophie im eigentlichen Sinne ist das nicht. Der erste Marxist, der sich überhaupt systematisch mit Hegel auseinandergesetzt hat, war in der Tat Lenin in seinen Hegel-Konspekten. Und genau hier knüpft Hans Heinz Holz an. "Weltentwurf und Reflexion" ist der Versuch einer Umstülpung der Hegelschen Dialektik, ohne ihr jedoch die Eigenschaft, Systemphilosophie zu sein, zu nehmen. Es soll zugleich eine Art logos spermatikos sein, ein System, das in der Lage ist, geistige Entwicklung mitzumachen und aus sich Neues zu generieren.

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Der Hunsch wars!


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchempfehlungen
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 23:26 

Beiträge: 20
Ich empfehle einen kommunistischen klassiker,die frau und der sozialismus von august Bebel.Bebel weist in dem werk welches der klassiker der proletarischen frauenbewegung ist nach das die entgültige befreiung der frau und des arbeiters nur im sozialismus möglich ist..er setzt sich mit der beschränken bürgerlichen frauenbewegung auseinander.


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 Betreff des Beitrags: Re: Buchempfehlungen
BeitragVerfasst: Mo 9. Jul 2007, 21:06 

Beiträge: 55
Hallo,
habe mir auch mal wieder ein Buch geleistet: "Die DDR unterm Lügenberg" von Ralph Hartmann.
Informativ bis zur letzten Seite.
Hier wird in 10 Kapiteln zu den wichtigsten Lügen in dieser Gesellschaft über die DDR Position bezogen. Hier werden die Lügen entlarvt und mit vielen Beispielen, Fakten und Zahlen argumentiert.
Bestelladresse: Verlag Ossietzky GmbH
Weidendamm 30B - 30167 Hannover
Fax: 0511-21 55 126
E-Mail: ossietzky@interdruck.net
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Preis:11,95 € incl. Porto
Stark bleiben!


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