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 Betreff des Beitrags: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:13 
Literat

Beiträge: 2947
Vielleicht kann mich, der ich in Sektenfragen etwas unterbelichtet bin, jemand mal aufklären. Es gibt, habe ich gehört, eine Ost-KPD und eine West-KPD? Wo liegt der inhaltliche Unterschied? Irgendiwe erinnere ich mich auch, daß es da vor kurzem sowas wie eine Spaltung der KPD gab. Aber hat letzteres mit ersterem zu tun?

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:13 
Held der Arbeit
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Beiträge: 286
die kpd ist im westen verboten. im osten allerdings musste sie erlaubt bleiben, da in den 2+4-vertrag (?) das festgschrieben wurde!

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Bild N + A Bild


Bild ich liebe die liebe, die liebe liebt mich. und die, die ich liebe, die liebt auch mich! Bild


Otto Grotewohl, Ministerpräsident der DDR, zum 17. Juni 1953:
"Viele klassenbewußte Arbeiter, die Zeugen der Ereignisse des 17. Juni waren, erklärten: Wir haben manchen Streik erlebt, aber wo Arbeiterheime zerstört, volkseigene Geschäfte geplündert und rote Fahnen heruntergerissen und verbrannt werden, dort kann von einem Kampf um Arbeiterinteressen nicht mehr die Rede sein, dort ist der Klassenfeind am Werk."
("Otto Grotewohl - Im Kampf und die einige Deutsche Demokratische Republik - Reden und Aufsätze, Auswahl aus den Jahren 1945-1953", Dietz Verlag Berlin, 1954, Band III, S. 436/437)


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:13 
Literat

Beiträge: 2947
Das war mir klar. Aber ich habe gehört, daß die heutige KPD in einen Ost- und einen West-teil gespalten ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:14 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
also ja es gibt MEHRERE west-und eine ost-kpd.
zu den ideologischen unterschieden komme ich später zuerst zur parteigeschichte:
die kpd-ost gründete sich im jahre 1990 noch in der ddr (mehr kann ich dir dazu nix sagen, aber da wird dich vielleicht der webmaster aufklären).
im jahre 1956 verbot die nachfolgeregierung adolf hitlers nach einem 5 jährigen verfahren die kpd. (die konnte ua gescheehn da im VS viele ex-nazis tätig waren.) die kpd arbeitet seit dieser zeit bis 1968 illegal.
ende der 60er unter der regierung brands wurden beziehungen zum osten wiede4r aufgenommen und die dkp wurde im jahre 1968 gegründet. da sie aber extrem revissionistisch war, machten einige genossen nicht mit. so gründete sich am 31.dez 1968 die kpd/ml (roter morgen) die sich gegen den verrat am kommunismus stellte. sie propagierte marx engels lenin stalin mao und hoxha.
jedoch hatte die partei so einige spaltungen hinter sich.
die erste war schon 1970 zu verzeichnen-es entstand paralel der KAB, dieser ging mit einer anderen sich von der kpd/ml abgespalteten organisation-der kpd/ml (revolutionärer weg)-zusammen und der KABD wurde gegründet-dies war die vorläuferorganisation der mlpd.
während der 70er enstanden weitere splittergruppen ua- die kpd/ml (neue einheit), kpd/ml (AO), kpd/ml (ZB), KBW ua.
ende der 70er begann die kpd/ml (roter morgen) sich vom maoismus zu lösen-dies führte zu weiteren spaltungen (ua. kpd/ml -roter stern; kpd/ml -roter morgen-beide antimaoistisch; GdS-eher promaoistisch usw.)
anfang der 80er ging die kpd/ml-roter morgen eine vereinigung mit der trotzkitsischen GIM ein und nannte sich VSP. viele der kpd/ml machten dies jedoch nicht mit.
so wurde die kpd/ml (roter morgen) neu gegründet und nannte sich nun nur noch kpd (roter morgen).
um 2000/01 herum gab es weitere spaltungen- es entstanden neben bei der rote oktober und der bund zum wiederaufbau der kpd (arbeit zukunft).

das wären wohl die wichtigsten west-kpd-organisationen.
man muss sagen, dass diese parteien-mit ausnahme der mlpd- kaum noch einfluss haben und praktisch unbedeutend sind.
der unterschied zw. den west kpds und der ost kpd ist folgender:
beide sind als stalintreu zu bezeichnen, doch während die ost-kpd in nOSTalgie schwärmt und die ddr als sozialistisch propagiert, auch wenn sie dort den revisionismus kritisiert, sind die west-kpd-gruppen gegner der ddr und des revisionismus überhaupt. in dieser frage-und das bin ich wohl ihrer meinung-ist die west-kpd wesentlich prinzipienvoller-während die ost-kpd den revisionismus schönzureden versucht-das ist zumindest mein eindruck, vielleicht irre ich mich da auch.

PS: in der ddr gab es auch eine sektion kpd/ml- es war eine (damals noch) maoistische opposition die gegen das sed-regime kämpfte und sopäter von der stasi aufgelöst wurde.

hier noch einige links zu den west-kpds

www.mlpd.de
www.kpd-online.info (rote morgen)
www.kpd-ml.net ( roter stern)
www.gegendiestroemung.org ( GdS)-deren verlag: (www.verlag-benario-baum.de)
www.bolschewiki.org (roter oktober)
www.arbeit-zukunft.de ( arbeit zukunft)
www.kpd.net (gründung von "arbeit-zukunft" für ihre abspaltung vom roten morgen)
www.neue-einheit.com (gruppe neue einheit).

ich presönlich halte von so einigen west-kpds wenig, die -ideologisch- vernunünftigsten sind für mich die mlpd und die GdS (aber der rote morgen und der rote oktober sind auch noch ok)-aber bilde dir deine eigene meinung.
ich hoffe ich konnte helfen

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:14 
Literat

Beiträge: 2947
Vielen Dank, Sergej, ich weiß das jetzt einzuordnen. Mir fehlten ein paar Teile im Puzzle, da ich die "Szene" erst seit ein/zwei Jahren wieder zur Kenntnis nehme. Das ist aber offenbar alles noch viel komlizierter, als ich dachte.

Frage: Was passiert, wenn zwei Linke sich treffen?
Antwort: Sie spalten sich.

In der inhaltlichen Frage bin ich wohl eher auf der Seite der Ostler. Schließlich beginnt der Revisionismus in der DDR erst mit Honecker, also 1971. Desweiteren muß man auch Honecker zugute halten, daß er ab 1987 Vernunft zu zeigen begann und gegen Gorbatschow gegengehalten hat. Soweit ich weiß, hat in der DKP von Anfang an die Linie Mies-Honecker vorgeherrscht vor der Linie Reimann-Ulbricht. Es gab (und gibt) auch in der DKP einige sehr vernünftige Genossen.
Die Genossen der KPD-Ost sind sich dann wohl in der DDR-Frage mit den Genossen der DKP einig, während die Genossen der KPD-West an ihren (wie ich meine: falschen) Vorstellungen festhalten. Dann ist es kein Wunder, daß es zu keiner Vereinigung (die ja mal versucht wurde) kommen kann. Ich jedenfalls könnte mit keinem Menschen in einer Partei sein, der die DDR nicht als die höchste Errungenschaft der deutschen Arbeiterbewegung betrachtet.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:15 

Beiträge: 164
http://www.arbeiterbund-fuer-den-wieder ... er-kpd.de/
http://www.kaz-online.de/ - eine Abspalltung vom Arbeiterbund.

so zur Ergänzung, den Ausführungen von Sergej habe ich nichts hinzuzufügen - im Gegenteil, ich bedanke mich für alles neue, was ich noch nicht wußte!


Zitat:
Die Genossen der KPD-Ost sind sich dann wohl in der DDR-Frage mit den Genossen der DKP einig



das stimmt jedoch so nicht, die Ost DKP, ist sich in der DDR Frage mit der KPD Ost einig, aber zur West DKP gibt es große Differenzen "vom gescheiterten Sozialismus" (Zitat Heinz Steher) würde kein Ost DKPler sprechen.... in der nächsten Offen-Siv wird ein Artikel erscheinen der in die Richtung geht, würde mich freuen, wenn wir den in diesen Forum mal diskutieren könnten....


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:16 
Literat

Beiträge: 2947
Es gibt doch jetzt nicht auch noch jeweuils eine Ost- und West-DKP, oder?
Daß Stehr indiskutabel ist, darüber haben wir keine Meinungsverschiedenheit.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:17 

Beiträge: 164
Zitat:
Es gibt doch jetzt nicht auch noch jeweuils eine Ost- und West-DKP, oder?
Daß Stehr indiskutabel ist, darüber haben wir keine Meinungsverschiedenheit.




sagen wir es so, es gibt einen riesigen Graben zwischen ost und west dkp, obwohl es eine Partei ist, der graben geht bei programmfragen, über die ddr, bishin zu den umgang mit trotzkisten! Die Ost DKP steht der KPD Ost wesentlich näher als der West DKP.


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:18 
Literat

Beiträge: 2947
Herje, das ist eine verzwickte Lage. Man müßte, nach der Logik, Ost-DKP und Ost-KPD vereinigen und sich vom Westen trennen. Aber dann hätte man eine Regionalpartei. Das geht schwer zu lösen. Eigentlich nur dadurch, daß die Wessis nachgeben. Vielleicht sollte man sich auch mit dem Gedanken vertraut machen, daß die revolutionäre Kraft in diesem Lande hier wohl eher im Osten zu finden ist. Degenhardt hält Dutschke für einen großen Mann. Hans Heinz Holz findet an Friedrich Nietzsche wenig anstößig. Also ich denke, bis wir die Wessis zu vollwertigen Menschen erzogen haben, wird schon wieder der halbe Erdball sozialistisch sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:18 
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Beiträge: 4023
Frage: Was passiert, wenn zwei Linke sich treffen?
Antwort: Sie spalten sich.



Und was passiert, wenn man 4 Trotzkisten in einen Raum steckt?
Sie gründen 2 neue Parteien und 4 Fraktionen.

Aber zum Thema. Vieles wurde ja schon gesagt, deshalb nur noch ein paar Ergänzungen von mir.

Die KPD in der Ostzone vereinigte sich bekanntlicherweise 1946 mit der SPD (freiwillig!!!) zu SED.

Die KPD in der Westzone, spätere BRD, wurde 1956 verboten, was u.a. den weiterhin vorhandenen Antikommunismus bestätigt.

1968 wurde in der BRD nach dem Beschluss der Innenministerkonferenz, wieder eine kommunistische Partei zuzulassen, die DKP gegründet. Allerdings unter massiven Auflagen, die z.T. noch heute gelten. (Fragt mich nicht .) Die DKP wurde von der SED massiv finanziell unterstützt.

Zu den West-KPD's kann ich nichts weiter sagen, ausser Spaltung, Spaltung und nochmals Spaltung.

1990 fand die Umwandlung der SED in die PDS statt, die einen revisionistischen Kurs zu einer sozialdemokratischen Partei einschlug. Das erkannten kluge Genossen und gründeten somit die KPD wieder. Diese gründung fand in der DDR statt! Das ist daher wichtig, das sie auf diese Grundlage überlebte. Nämlich: Lt. des so genannten Einigungsvertrages durften alle politischen Organisationen der DDR in der BRD weiter existieren. Somit war nach dem 3. Oktober 1990 die KPD (Man liest manchmal die Bezeichnung KPD/Ost bzw. KPD/Wauer) eine in der BRD regulär zugelassene Partei, die nicht unter das Verbot von 1956 fällt. Als solche hat sie bereits an mehreren Landtags- und Bundestagswahlen teilgenommen. Eine Spaltung hat es bisher hier glücklichweise nicht gegeben, jedoch einge (minimale) Kurswechsel, z.B. in der Betrachtung Stalins.

Die KPD(Ost) ist übrigens die einzige der KPD's in Deutschland, die durch die Teilnahme an Wahlen damit einen regulären Status als Partei hat und offiziell die Einzige, die sich einfach nur KPD nennen darf, ohne jeglichen Zusatz wie "Roter Morgen" oder "Blau Saufen".

Übrigens haben wir auch als einzige das Recht, unsere Zeitung "Die Rote Fahne" zu nennen. Und müssen es auch so, weil der Kopf der Zeitung in genau diesem Zustand, wie er jetzt ist, genehmigt ist.

Traurigerweise ist die Linke in Deutschland wohl der Inbegriff des Wortes Spaltung. Das ist aber nicht überall so. So zeigt zum Beispiel Dresden, das es konstruktive Zusammenarbeit geben kann. Wir haben hier das KAD - Kommunistisches Aktionsbündnis Dresden. Da sind u.a. KPD, KJVD, DKP, Marxistisches Forum, KPF u.a. drin, die gemeinsam auftreten. Leider liegen die Probleme meistens zwischen den Führungen der Parteien. So nimmt die DKP für sich in Anspruch, einen Alleinvertretungsanspruch für alle deutschen Kommunisten zu haben. Diese Thematik wird auch ab und an in der DRF aufgezeigt. Aber die DKP selber sieht das bestimmt ganz anders. Nur, die Unterschiede zwischen den Linken bestehen meistens in Kleinigkeiten, in geschichtlichen Betrachtungen. Das Ziel, dass haben alle gleich, nämlich den Sozialismus.

An der Stelle etwas zu mir: Das ich gerade in dieser KPD Mitglied bin, liegt daran, das bei uns in Dresden der Genosse Westphal jeden Tag auf der Strasse stand und die "Die Rote Fahne" verkauft hat. Wäre er damals z.B. in der DKP gewesen, wäre ich das wohl auch heute. Kann durchaus sein, das dann meine Stalin-Betrachtung eine ganz andere wäre. Aber ich denke, so wie es jetzt ist, habe ich es gut getroffen.

So, das war aber nun genug Text.

Rot Font!

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:19 
Literat

Beiträge: 2947
Zu dem letzten Gedanken von dir fällt mir folgendes ein: Wenn du denken kannst, wovon ich ausgehe, dann kommst du in unterschiedlichen Lagen zu gleichen Ergebnissen. Du wärest vielleicht in der DKP, aber hätte dich das gehindert, dir deine eigenen Gedanken zu machen? Selbstständig zu denken ist auch ein Menschenrecht, allerdings eines, worauf die Menschenrechtsgesellschaften pfeifen. Ich denke, daß du zu den Denkergebnissen über Stalin gekommen bist, weil du irgendwann mit dem Denken begonnen hast. Mir ging es ja ähnlich. Ich will nicht sagen, daß ich jemals Stalin gehaßt habe, aber ich weiß heute einiges mehr über diese ganze Geschichte und bin zum Beispiel Mitglied in gar keiner Partei.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:20 

Beiträge: 164
Zitat:
Man müßte, nach der Logik, Ost-DKP und Ost-KPD vereinigen und sich vom Westen trennen



darum geht es in den erwähnten Artiekel, der in der nächsten Offen-Siv erscheinen wird allerdings geht es den Autor (also ich) nicht darum sich zu trennen, sondern um den Westen dazu zu zwingen mit den Osten zusammen zu arbeiten. In der derzeitigen Lage betrachten die Wessis die "kleine KPD" herablassend und versuchen auch die Meinung der Ost DKP zu unterdrücken, wenn sich die Ossis zusammenschließen und von den Westen trennen gibt es eine viel bessere Basis für eine Zusammenarbeit!


Herr Webmaster, du weißt ja in welcher Partei ich bin und du kennst meine Meinung über Stalin - du willst also nicht ernsthaft behaupten, das die Partei daran schuld ist? Sicher ist die KPD eine gegenüber Stalin offenere Partei aber wie NumaPompilius so schön sagte, sind wir ja selbst denkende Wesen!
Was auf mich auch zutrifft ist, das meine Parteizugehörigkeit Zufall ist hätte ich zuerst Genossen der KPD kennengelernt wäre ich jetzt sicher auch in der KPD!

"KPD/Wauer"
obwohl das gar nicht so übel wäre, Hans hat es sich zumindest verdient - ist ja schon immer mein Wunsch Hans als 5. Kopf mit dazu zu malen!


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:21 
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Beiträge: 66
Hm, sicherlich sind viele der zuvorgenannten Argumente richtig und nicht von der Hand zu weisen. Aber, wollen wir nicht die Spaltung zwischen Ost und West beseitigen? Die bürgerlichen Ideologen versuchen doch täglich auf´s neue, Spaltung in die Menschen zwischen Ost- und Westdeutschland hineinzutragen. Nun, die DDR ist leider Geschichte. Ein neuer Anlauf zum Sozialismus muß gesamtdeutsch erfolgen (und nicht nur das, sondern international).
Zitat aus der Nationalhymne der DDR: "Laß uns dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland"
Die Meinung, die mancherorts vertreten wird, die "Mauer" wieder aufzubauen, ist utopisch und Schwachsinn. Die Spaltung Deutschlands hatten wir ja den Imperialisten zu verdanken....
Ja, für eine einheitliche kommunistische Partei in Deutschland brauchen wir eine ideologische Grundlage, dafür gilt es zu kämpfen.
Also, für die Einheit von Ost und West,
Für ein einheitliches sozialistisches Deutschland!


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:22 
Administrator
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Beiträge: 4023
Zitat:
Ja, für eine einheitliche kommunistische Partei in Deutschland brauchen wir eine ideologische Grundlage, dafür gilt es zu kämpfen.



Haben wir die nicht?

Unsere Grundlage ist der Marxismus-Leninismus. Unser Ziel der Sozialismus/Kommunismus.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:23 
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Beiträge: 66
Ist die Grundlage der DKP-Führung auch der M/L? Warum dann der "Antistalinismus"? Auch ich beziehe die UZ, schon seit 1991, oft geht es auch gegen das Wirken Stalins und damit zur Rechtfertigung der bürgerlichen Argumente usw. Wenn ich dann noch Forumeinträge lese, die das bestätigen, was in der DRF über die DKP-Führung steht, dann ist der Einwand mit der einheitlichen Grundlage (M/L) doch berechtigt, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:23 
Administrator
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Beiträge: 4023
Da ist ja der Haken. Die einen sind der Meinung, Stalin gehört zum ML, die anderen sagen, Stalin hat nichts mit ML zu tun. ICh begrenz das jetzt nicht nur auf KPD und DKP.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:24 

Beiträge: 42
huhu genossen,
klar gehört stalin zum ML er hat den ML weitergetragen und ausgebaut.
wie können dann einige behaupten stalin gehört nicht dazu
genau wie mao tse tung gehört auch zum ML dazu.
mit linken grüssen
ASDIC


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:24 
Literat

Beiträge: 2947
Ich stimme Mikro zu. Keine Regionalpartei gründen. (Die PDS gibt es ja schon.) Ich bin nur der Meinung, daß es schwer werden wird, die Wessis zu erziehen. Die haben a) keine Ahnung, denen ist b) vierzig Jahre länger als den Ossis das Denken abgewöhnt worden und c) sind sie zu borniert und glauben allen Ernstes, nich in der DDR gelebt zu haben wäre ein Vorteil.
Ich meine wir sollten sie unermüdlich erziehen, aber es gibt Grenzen des Zumutbaren. Vorsicht vor faulen Kompromissen für eine "Einheitlichkeit" zum Schein!

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:25 

Beiträge: 42
Zitat:
huhu genossen,
klar gehört stalin zum ML er hat den ML weitergetragen und ausgebaut.
wie können dann einige behaupten stalin gehört nicht dazu
genau wie mao tse tung gehört auch zum ML dazu.
mit linken grüssen
ASDIC




Slebstverständlich. Aber einige Linke sind halt der kapitalistischen Propaganda unterlegen und glauben die Märchen von 50 Millionen Toten und den ganzen Schmarrn.


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:25 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Zitat:
huhu genossen,
also so dumm kann man doch garnicht sein das zu glauben stalin der mörder usw.
also dann sind das für mich keine richtigen linken usw.
ich findees eh kacke das die linken sich so streiten die sagen wir sind besser die anderen sagen nein wir usw
echt traurig
na ja so ist das leben
linke grüsse
ASDIC



ich stimme dem genossen asdic zu , was er im hinblick auf stalin und die spaltung der linken und ihre "besserwisserei" sagt.
die ganze bewegung der west-kpd ist ein typisches beispiel für diese besserwisserei-da wird aus den kleinsten, sinnlosesten gründen gespalten und jeder beschuldigt sich gegenseitig des modernen revisionismus.
so wird es neimals werden mit der komm. weltbewegung!

ehrlich gesagt geht mir die ganze spalterei (aus den sinnlosesten gründen) gewaltig auf die nerven.
kontakt unter diesen gruppen habe ich ua. zur mlpd und zum roten morgen (ich muss aber sagen, dass ich nicht mit jedem ihrer punkte einer meinung bin-so stört mich der antimaoismus des roten morgen, als auch die zu unkritische einstellung zu mao seitens der mlpd-,dennoch bin ich nicht abgeneigt mit diesen organisationen zusammenzuarbeiten, im gegenteil. va mit der mlpd habe ich die erfahrzung machen können, dass trotz meiner ideologischen unterschiede ich dennoch mit ihnen wunderbar zusammen arbeiten kann-so viel zum "sektierertum" der mlpd).
ich bin versucht zwischen den antirevisionistischen kräften eine "goldene mitte" zu suchen-ohne dabei aber in den opportunismus zu verfallen. also bin ich auch bereit mit anderen gruppen solidarisch zu diskutieren um meine und ihre fehler zu korrigieren und somit die einheit der kommunisten zu festigen-was aber leider nicht immer leicht fällt.

zur dkp- zwar habe ich auch zu dieser partei indirkete kontakte, lese auch die uz-halte aber von ihrer poltik und ideologie recht wenig, denn wer stalin angreift, greift den M-L an! es gibt aber auch vernünftigere genossen der dkp, die stalin im großen und ganzen doch positiv bewerten, sie bilden aber immer noch die ausnahme.
von der pds halte ich im grunde genommen gar nix-mehr ist dazu nicht zu sagen.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:26 

Beiträge: 42
hi genossen
ich versteh garnicht wieso so viele leute gegen mao sind.also ich lese gerade erst die mao werke finde sie sehr lehrreich usw darum kapier ich nicht wieso die kpd west usw gegen mao sind??
kann mich jemand mal aufklären??
mit roten linken grüssen
ASDIC


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:26 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
ASDIC hat geschrieben:
hi genossen
ich versteh garnicht wieso so viele leute gegen mao sind.also ich lese gerade erst die mao werke finde sie sehr lehrreich usw darum kapier ich nicht wieso die kpd west usw gegen mao sind??
kann mich jemand mal aufklären??
mit roten linken grüssen
ASDIC



also ich werde es mal versuchen dich da aufzuklären:
1. bin ich definitiv kein antimaoist! die schriften und lehren mao tse-tungs sind in vieler hinsicht-besonders bei den lehren der volksdemokratischen revolution und der kulturrevolution-sehr gut und richtig auf die chinesische revolution angewand. dennnoch vertrat mao einige revisionistische ansichten-das bedeutet abeer nicht, dass er deswegen als revisonist zu branmarken ist-wichitg ist hierbei wie er mit diesen revisionistischen ansichten umgeht oder: wenn er eine revisoinistische ansicht vertritt, beginnt er dann selbstkritik oder nicht! das weiß man von mao nicht, da es keine gesammelten werke von ihm nach 1957 gibt, sondern einige kleine dokumente (über die kulturrevoltion etc.). man kann aber davon ausgehen, dass er mit der einführung der kulturrevolution selbstkritik gemacht hat. z.b. mao sprach von einer beteiligung der nationalen bourgeoisie an der sozialistischen regierung-ohne dabei aber eine differenz innerhalb der nationalen bourgeoisie zu machen! das stellte sich als großer fehler heraus, da dadurch die bourgeoisie mehr macht bekam. durch die kulturrevolution war diese macht (mao sei dank) gebrochen-zumindest für ne weile.
(der grund warum die kulturrevolution auch scheiterte liegt nicht an der kulturrevolution selber-wie es die hoxhaisten behaupten-sondern eher aus-nach meiner meinung 2 gründen. 1. aufgrund der machtanteilhabe der nationalen bourgeoisie usupierte sich eine starke konterrevolution-anscheinend war sie zu stark geworden. 2. die kulturrevolution war zu schlecht organisiert (es gab einige sinnlose übertreibungen-ähnlich wie bei den "säuberungen" in der su-doch diesmal seitens der bevölkerung),geplant und durchgeführt. nach maos ansicht sollten ja so ca. alle 10 jahre eine kulturrevolutin stattfinden-dazwischen nix (vielleicht irre mich mich da aber auch!)-dies kann dann dazu führen dass sich die konterrevolution wieder erstarkt-obwohl sie ja fast geschlagen war-so wird es aber ein endloser kampf! in china war die kulturrevolution 1966-1969/70-danach wirkte sie zwar auch-aber sehr abgeschwächt, während sie 66-69 sehr radikal war. hier sollte man die tehoretischen auffassungen maos nochmal gründlich untersuchen!)
auch bei dem kampf gegen die revisionisten der su begann die kpchinas schwere fehler-neben vielen richtigen punkten, hatte sie aber auch schwere fehler gemacht und diese nicht korrigiert.
auch bei ihrer kritik von j.w. stalin hatte die kpchinas-trotz ihrer positiven einstellun-falsche kritiken abgegeben.
zum antirev. kampf der kpchinas will ich aber hier nicht genauer drauf eingehen, weil cih dazu schon mal was hier reingeschriben habe und mich nicht wiederholen möchte.
2. zum antimaoismus der kpd/ml
lange zeit propagierte die kpd/ml die lehren von mao tse tung-enauso wie albanien unter enver hoxha.
nach maos tod kamen die revisionisten auch in china an die macht-und brachen die wirtschaftlichen beziehungen zu albanien ab. dies schien eine kritische einstellung zu den mao tse tung ideen zu haben. und das zk der PdAAlbaniens begann mao zu kritisieren-jedoch nicht solidarisch und prinzipeienfest-sondern genauso verleumderisch wie die stalinhetze seitens chruschtschows. mao galt-obwohl über 3 jahrzehnte propagiert von anfang an als revisionist! diesen weg ging auch die kpd/ml (die übrigens nie eine arbeiterpartei war sondern nur ne linksradikale studentenpartei-deswegen löste sich die heutige mlpd von der kpd/ml ab).
ich gehe aber trotdem davon NICHT aus das albanien durch diese verleumdungen revisionistisch wurde-mao wurde zwar in albanien propagiert, jedoch wurden dort seine theorien nicht praktisch verwirklicht (z.b. kulturrevolution, großer sprung nach vorn usw.).
dennoch gilt diese verleumdung seitens albaniens zu verurteilen!

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:27 

Beiträge: 23
Eine 'KPD/ML' hat Sergej vergessen:
die KPD/ML [Roter Morgen], eine hoxhaistische Einmann-Partei würde ich sagen, erreichbar unter http://cpgerml.50g.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 11:27 
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Beiträge: 1624
Zitat:
Eine 'KPD/ML' hat Sergej vergessen:
die KPD/ML [Roter Morgen], eine hoxhaistische Einmann-Partei würde ich sagen, erreichbar unter http://cpgerml.50g.com/



ui, die kannte ich noch gar nicht
tja bei der suche nach kommunistischen grüppchen ist es os wie bei der suche nach neuen tierarten-es werden immer neue entdeckt, die dann meißtens noch kurz vorm austerben bedroht sind

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Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD oder KPD?
BeitragVerfasst: Mo 11. Jun 2007, 19:28 

Beiträge: 132
Halllo, dioe KPD(Die Rote Fahne) hat ein neunes Programm verabschriedet stand in deren zeitung. Kennt das neue Programm schon wer? Mich würde doch interessieren was sie im alten Programm geändert haben, vielleicht kann mir das wer sagen?
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