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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: So 18. Jan 2009, 10:13 

Beiträge: 29
Dieses Jahr finden viele Wahlen statt, heute z.B. in Hessen.

Es gibt innerhalb der Bewegung sehr unterschiedliche Stellungnahmen zur Wahl, das sollte Grund genug sein für diese Diskussion.

Ich will mal mit den Fakten starten die bisher bekannt sind:

Die DKP hat am vergangenen Wochenende beschlossen zur Europawahl zu kandidieren. Was sagt Ihr dazu, ich hoffe siebekomnmt euer aller Stimmen.

Bei der Bundestagswahl ist das Verhalten noch nicht entschieden. Der Parteitag hat die Frage an den Parteivorstand weitergegeben. Es gibt im Vorstand (z.B. vom Vorsitzenden) aber zumindest die Stimmung, dass man dann in Berlin eigenständig kandidiert (also sonst eher zur Wahl der Partei die Linke aufruft). Ich würde es am besten finden, wenn sie komplett allein bzw. allein im Bündnis mit anderen kommunistischen Kräften kandidiert.

Die maoistische MLPD und die trotzkistische PSG werden sicher auch wieder zur Bundestagswahl antreten.

Klar sollte sein, dass durch Wahlen keine Machtverhältnisse geändert werden.

Ben1


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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: So 18. Jan 2009, 14:49 

Beiträge: 2008
Was verspricht sich die DKP von der EU-Wahlbeteiligung?
Was davon ist realistisch und bringt UNS und nicht die bürgerliche Scheindemokratie voran?

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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: So 18. Jan 2009, 16:27 
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gewe hat geschrieben:
Was verspricht sich die DKP von der EU-Wahlbeteiligung?


Ob die DKP eine Chance hat oder nicht, das sei dahingestellt.

Ob die DKP akzeptabel ist oder nicht, das sei dahingestellt.

Wenn sich die Genossen der DKP entschließen, an der Wahl teilzunehmen, dann würde ich das unterstützen. Denn es ist auch Werbung für unsere Sache. Immer noch besser als Linkspartei.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: So 18. Jan 2009, 19:51 
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Beiträge: 688
Zitat:
Ob die DKP eine Chance hat oder nicht, das sei dahingestellt.

Ob die DKP akzeptabel ist oder nicht, das sei dahingestellt.

Wenn sich die Genossen der DKP entschließen, an der Wahl teilzunehmen, dann würde ich das unterstützen. Denn es ist auch Werbung für unsere Sache. Immer noch besser als Linkspartei.


Ganz genau, und ich bin durch aus froh, dass sie sich allein zur Wahl stellen, meine Stimme hätten sie dabei alle male.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Mo 19. Jan 2009, 09:09 

Beiträge: 105
gewe hat geschrieben:
Was verspricht sich die DKP von der EU-Wahlbeteiligung?
Was davon ist realistisch und bringt UNS und nicht die bürgerliche Scheindemokratie voran?


Die Frage ist gut, ist aber auch leicht zu beantworten.
Wenn die DKP ihre Hausaufgaben macht und ein ordentliches Wahlprogramm auf die Beine stellt, könnte sie sehr wohl an Profil zulegen. Alles hängt davon ab. Man sollte nie vergessen, daß sich kommunistische, politische Positionen auch auf die heutige Zeit beziehen müssen. Ich halte es aber nich für sehr wahrscheinlich, daß z.B. Leo Mayer dieser Aufgabe gewachsen ist. Aber das macht nichts. Die DKP muß sich profilieren, ansonsten stirbt sie aus. Erst wenn sie anhand aktueller Ereignisse kommunistische Positionen klar machen kann, wird sie an Profil zulegen.

Laß es eine Scheindemokratie sein. Wenn sie uns aber die Möglichkeit gibt, kommunistische Positionen in der Öffentlichkeit zu vertreten oder immer mal wieder in der Presse zu sein, erreichen wir mehr Leute, als wenn wir nur zuhause rumhocken, Bücher lesen und in Foren aktiv sind. Das einzige was zählt, ist, daß die Leute wieder über uns und unsere Positionen reden.

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Es gibt noch einen kommunistischen Verlag und Versand, den zu besuchen sich lohnt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Di 20. Jan 2009, 13:56 

Beiträge: 132
Hallo Mitdiskutanten!
Also ich denke man muss sich erstmal ansehen was die DKP zur Wahl konkret schreibt, was die Zielvorstellung ist, ob es eine Programmatik dazu gibt.

Nur weil eine Partei sagt, sie kämpfe für den Sozialismus, heißt dies nicht, dass uns das voran bringt. Übrigends würde dies bei der Bundestagswahl auch die MLPD und die PSG von sich behaupten.

Aber man wählt bei der DKP nicht nur deren Programm mit, sondern auch den Kurs der Kandidaten. Angeführt wird deren Bundesliste von Leo Meyer, der ja dafür bekannt ist, dass er z.B. die Imperialismus-Analyse von Lenin alles andere als teilt. Ebenfalls auf der Liste findet man Nina Hager und Heinz Stehr. Was es uns (dies erstmal ohne das Wahlprogramm zu kennen, dazu ist meines Wissens noch nichts veröffentlicht) bringen soll solche Kräfte zu wählen weiß ich nicht

Nun bin ich kein prinzipieller Gegner von Wahlbeteiligungen (auch nicht, wenn die Kraft der Alternative noch nicht ausreicht um z.B. über 5% zu kommen), aber es sollte doc dann auch eine wirkliche Alternative zur Wahl stehen oder ben1?

Progress


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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Di 20. Jan 2009, 14:02 

Beiträge: 132
PS: Wichtig wäre von der DKP auch zu wissen wie sie prinzipiell zu Regierungsbeteiligungen steht. Die KP Italiens, die ja einst ihr Bruder war, ist einst in eine Einheitsfrontregierung gegangen. Und die von vielen als Vorzeigepartei gekennzeichnet KKE ist in den späten 80er Jahren doch auch in einer Volksfrontkoalition mi der Partei Neue Demokratie (ND) und PASOK eingegangen. Also ist damit zu rechnen, dass die DKP diesen Parteien nachfolgt, wenn sie mal die Möglichkeit dazu hätte?


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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Di 20. Jan 2009, 22:50 
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Beiträge: 4
progress hat geschrieben:
PS: Wichtig wäre von der DKP auch zu wissen wie sie prinzipiell zu Regierungsbeteiligungen steht. Die KP Italiens, die ja einst ihr Bruder war, ist einst in eine Einheitsfrontregierung gegangen. Und die von vielen als Vorzeigepartei gekennzeichnet KKE ist in den späten 80er Jahren doch auch in einer Volksfrontkoalition mi der Partei Neue Demokratie (ND) und PASOK eingegangen. Also ist damit zu rechnen, dass die DKP diesen Parteien nachfolgt, wenn sie mal die Möglichkeit dazu hätte?

:laola: :laola:
Ich halte diese Frage für sehr hypothetisch - die Möglichkeit hat die DKP nicht. Nun gut, wenn die Berliner mit ihrem Antrag zur EU-Wahl durchgekommen wären, dann hätte es zumindest auch mehr Leuten SPAß gemacht, mal wieder DKP zu wählen, aber bei den ewigen Stehrs + Wischiwaschis ganz oben ( = Revisionisten) distanziere ich mich dann eher und wähle... ach was. Und ach, lasst doch die Hoffnung in die Veränderbarkeit des parlamentarischen Zirkus' unseres ökonomischen Totalitarismus endlich sausen. Es ist zwar ganz nett, wenn z.B. die "Linke" mal pro Sozialstaat herumpupst, doch was kommt real dabei raus? Wichtiger ist doch, mit den Leuten hier zu reden, sie zu überzeugen vom Sinn von Veränderung, dafür mit ihnen zu kämpfen - die Antikriegsdemos zu Gaza fand ich da schon klasse und vorwärtsweisend, ich wünsche mir Gleiches für Themen wie Hartz IV, Kinderarmut etc. Wenn in diesem Land was verändert werden soll, müssen wir an die LEUTE ran, von denen viele als vereinzelte bzw. den Medien der Multis ausgesetzte keine Perspektive auf Veränderung sehen. Wir müssen an dem scheiß Individualismus hierzulande und dem Ungetüm seiner neoliberalen Ideologie ansetzen - aber das tun wir nicht über Wahlen, Parlamente, und leider auch nicht über die "Linke" oder der ihr nachhechelnden DKP. Punkt. Soweit bin ich. Jetzt sagt ihr mir: wie sonst, bei so vielen Baustellen?
:redstar151: :redstar151: :redstar151: :redstar151: :redstar151: :redstar151: :redstar151: :redstar151: :redstar151:


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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Di 20. Jan 2009, 22:53 
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Beiträge: 4023
Also wenn die MLPD die einzige linke Partei auf einem Wahlzettel wäre, würde ich vielleicht sogar die ankreuzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Mi 21. Jan 2009, 17:58 
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Beiträge: 4
Woschod hat geschrieben:
Also wenn die MLPD die einzige linke Partei auf einem Wahlzettel wäre, würde ich vielleicht sogar die ankreuzen.


Nur zu, wenn das was bringt. Daran habe ich aber doch Zweifel, wenn ich mir Stellungnahmen der MLPD genauer anschaue, z.B. zu Cuba. Um es klar zu sagen: Ich stehe hinter der kubanischen Revolution, gerade auch in ihren schweren Zeiten, und würde wegen dem folgenden Quatsch mit Sicherheit sehr distanziert gegenüber der Engels-Truppe sein. Da heißt es beispielsweise in den "Rote Fahne News" ( http://www.rf-news.de/archiv/News_Item.2006-08-02.0425/ ), wo ein Werk des Vorsitzenden zitiert wird:
<< "Die Abkehr vom sozialistischen Weg der nationalen Befreiung und die Verwandlung Kubas in ein abhängiges bürokratisch-kapitalistisches Land ... bewirkten seinen gesellschaftlichen Niedergang. (...) Ende 1988 war Kuba mit 31 Milliarden US-Dollar in Ost und West verschuldet." (S. 187/188)
Diese Entwicklung setzte sich auch nach dem Zerfall des bürokratisch-kapitalistischen Ostblocks und der Sowjetunion fort. Allerdings ist eine neue offene Abhängigkeit von den USA oder anderen imperialistischen Mächten dazu keine Alternative. Sie besteht auch in Kuba nur im konsequenten Kampf für nationale und soziale Befreiung mit der Perspektive des echten Sozialismus. Dazu braucht es den Aufbau einer marxistisch-leninistischen Partei, die überzeugende Schlussfolgerungen aus der revisionistischen Entartung der jetzigen Partei- und Staatsführung zieht.
>>
Na danke, ich glaube, dass USA/EU+co. mit ihrer miesen Politik Kuba schon genug schaden, da setze ich doch nicht noch eins drauf, indem ich MLPD wähle...
Auch interessant eine Stellungnahme Kurt Gossweilers, schon aus den 90ern: http://www.kurt-gossweiler.de/artikel/mlpd94.htm
MLPD? Och nöö, ich nicht!


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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Mi 21. Jan 2009, 18:37 
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Beiträge: 688
Ist jetzt dein Ziel alle Menschen auf der Straße dazu zu bringen Kommunisten zu werden?
Das ist ziemlicher Blödsinn, der mich oben dreien ziemlich stark an HJW in der Prager Straße erinnert.
Es nützt uns doch, wenn es eine Linke mit X% im Bundestag gibt, oder eine DKP in den Nachrichten. Du sagst es selbst, die Zielsetzung der Antikommunistischen Propaganda heute, ist doch die Einnahme der Meinungen, und dessen strategische Festigung darüber; Das der Sozialismus tot sei, andererseits ein dumme Utopie ist und dazu anachronistisch, also keine reelle Alternative darstellt.
Es gibt eine absolut einseitige Propaganda über den „Kommunismus“, treten jetzt aber Leute auf, die für so etwas wie Kommunismus stehen, dann haben wir doch eine Präsenz im Bewusstsein der Massen. Die durchaus interessanten Personen werden auf solch einem Weg irgendwann zu uns finden können, unter Umständen einer nicht Präsenz, ist so etwas unmöglich gemacht, ich spreche hier aber nicht von Kadern oder so etwas.
Willst du jetzt mit Einzel „Agitation“ und darauf folgender Propaganda die Massen überzeugen wollen? In der breite ist das gar nicht möglich, da viele sich einer Sache, wie es der K. heute ist, mit einer grundlegenden Abneigung nähren, die es uns völlig verstellt.

Die Linke trägt doch dazu bei, dass eine Idee wie der Sozialismus, sei er auch noch so schwammig formuliert, in bestimmten Regionen, wie zB. des Westens, nicht mehr länger ein politisches Tabu ist.

Und überschätze mal nicht die Demonstrationen, sie sind doch nur ein Ventil, der angebliche Beweis des freiheitlichen Scheines gleichen Rechts innerhalb dieses Systems. Ich halte es doch für viel sinnvoller alle uns möglichen Aspekte des politischen Kampfes zu nutzen, ob nun auf der Straße oder im Parlament. Auch wenn in der Regel, die wahre Entscheidung auf der sog. Straße ausgefochten wird, wird sich kaum eine Organisation behaupten, die nur ein geringen, bis gar keinen "politischen" Aspekt bieten kann.

Diese von dir geschilderten Auffassungen gehen schon leicht über in einen Art Anarchismus.
Am Ende ist es doch wichtiger, dass die Leute wissen das es eine Kommunistische Partei gibt, als das sie alle Kommunisten sind, eine Bedingung, die auch so nie erfüllt sein kann.

Dazu noch etwas, die Lösung für die „neoliberalistische Ideologie“ und des „Individualismus“, wie du sagst, wirst du nicht während oder nach dem spontanen Kampfes auf der Straße finden, sondern auf dem Felde der sog. "Politik". Alles andere sind Versuche nach Owen, Fourier oder Cabet, die heute noch viel unrealistischer sind als damals. Denn die Eier des Kolumbus, liegen nicht in Massen auf der Straße herum ;) .

Natürlich fordere ich niemanden auf, eine x beliebige Partei zu wählen, nur weil sie sich links oder marxistisch-leninistisch nennt. Aber im Westen der Republik, kann eine starke "Die Linke" einer Ausbildung fortschrittlichen Bewusstseins zuträglich sein.

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Zuletzt geändert von DF2K2 am Fr 23. Jan 2009, 18:02, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Do 22. Jan 2009, 19:19 

Beiträge: 2008
Ich werde keine Partei wählen, nur weil sie im Parteinahmen irgendwo Kommunistisch führt. Da bedarf es schon mehr. Da muß mich das Programm überzeugen und die Leute, die das Umsetzen wollen. Eine Nina Hager wäre für mich das letzte, was ich wählen würde. Die Dame hat sich mit ihrem Auftreten im Fernsehen im Bericht zu Wandlitz für mich völlig disqualifiziert.
Ich werde also keine DKP und keine MLPD wählen. Schade um meine Stimme. Die spare ich mir für Zeiten auf, wo Parteien mit Kommunismus im Namen auftreten, die diesen Namen auch verdienen.
Ich denke, emko hat das hier bisher am klarsten zum Ausdruck gebracht. Revisionistisches Geschwafel, dass ja alle gute Menschen seien und man jeden wählen könnte, der nur andeutungsweise was mit Kommunismus am Hut hat, können wir uns sparen. Wir wollen uns nicht lächerlich machen, sondern dieses System beseitigen und das möglichst weltweit und ein für allemal. Das bedarf wirklicher, ehrlicher Marxisten mit einer prinzipienfesten Haltung. Da gibt es nicht nur Stalin als Vorbild.
Alles andere führt noch weiter in den revisionistischen Sumpf der meisten K-Bewegungen der heutigen Zeit und nicht zu einer wirklichen und starken kommunistischen Partei mit Rückhalt in einer breiten Masse. Das ist aber die Grundlage des Kampfes für die Abschaffung des Kapitalismus und nur eine derartige kommunistische Partei kann diesen Kampf erfolgreich führen und leiten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Mo 16. Feb 2009, 16:32 

Beiträge: 29
Super! Nun habe ich festgestellt das die KI die Positionen der DKP zur EU-Wahl veröffentlicht und damit auch zur wahl der DKP aufruft, das finde ich prima!
http://www.kommunistische-initiative.de ... &Itemid=10


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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Mo 16. Feb 2009, 20:22 
Salonbolschewist
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Beiträge: 1077
Wenn ich das richtig sehe, so findet sich unter dem angegebenen Link ein Vorstoß der DKP Berlin, der ein "alternatives Wahlprogramm" zu den Europawahlen vorsieht - im Gegensatz zum Parteivorstand. Vielleicht kann ja jemand das hier etwas konkretisieren, aber ich finde auf der DKP Homepage diese Reaktion von Heinz Stehr ("Zur Beteiligung der DKP an den EU-Parlamentswahlen"):

Zitat:
Dazu einige Bemerkungen, die auch Gegenstand einer Aussprache zwischen dem Bezirksvorstand Berlin und dem Sekretariat des Parteivorstandes am 20. Dezember 2008 waren. Eine politische Position, die letztendlich zu der Forderung "Raus aus der Europäischen Union" führt, halten wir für politisch falsch, weil dies die Konsequenz zur Rückführung politischer Entscheidungen auf die nationale Ebene hätte, dies bedeutet keine positiveren Voraussetzungen für progressive politische Veränderungen, geschweige denn für eine sozialistische Perspektive.


Ergo: Das was dort auf der Homepage der KI erschien, war lediglich eine Solidarisierung mit dieser besseren Positionierung zu den Europawahlen, diese aber wird sich wohl nicht durchgesetzt haben. Und woher nimmst du dann die Schlußfolgerung, daß die KI zur Wahl der DKP aufruft?

Es ist jedes Mal das Selbe...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Di 17. Feb 2009, 23:55 

Beiträge: 29
Mein Fehler, ich hab mir das nicht genau genug angesehen, hab nur was mit DKP gelsen und dann am Ende des Wahlprogramms "wählt DKP" gelesen. Aber selbst wenn man sich nun mit dem Berliner-Text solidarisiert, heißt dies nun, dass man die letzte Zeile "wählt DKP" nicht unterstützt weil ein anderes Wahlprogramm verabschiedet wurde?


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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Mi 18. Feb 2009, 14:19 
Salonbolschewist
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Beiträge: 1077
ben1 hat geschrieben:
Mein Fehler, ich hab mir das nicht genau genug angesehen, hab nur was mit DKP gelsen und dann am Ende des Wahlprogramms "wählt DKP" gelesen. Aber selbst wenn man sich nun mit dem Berliner-Text solidarisiert, heißt dies nun, dass man die letzte Zeile "wählt DKP" nicht unterstützt weil ein anderes Wahlprogramm verabschiedet wurde?


Obwohl ich glaube, das eigentlich nicht erklären zu müssen, will ich es trotzdem mal probieren. Wenn man sich mit einer wirklich guten Position zur EU wie der der berliner DKP solidarisiert, so stellt man sich eben hinter die in der Position erläuterte Haltung. Damit muß man aber doch nicht gleich auf Teufel komm raus alles unterschreiben, was dieser Position und ihren Vertretern noch so anhängt. Und wenn dieser gute Vorstoß dann nicht angenommen und praktiziert wird, dann ist es eben so, daß man letztendlich nur Aufmerksamkeit auf diesen guten Vorschlag lenken konnte, nicht mehr, nicht weniger.

Wie immer gilt: Forum ungleich KI. Aber die Sache hier war ja nun wirklich nicht schwer zu durchschauen, wo immer gute Positionen vertreten werden, wird sich der vernünftige Teil der Kommunisten solidarisch erklären.

Bis zur nächsten Frage dann...

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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Mi 18. Feb 2009, 20:59 

Beiträge: 29
danke für die Erklärung.

nein diesmal keine Frage, sondern nur ein Link zur EU-Wahl zur Info
http://www.kommunisten.eu/


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 Betreff des Beitrags: Re: Die linke Bewegung und das Superwahljahr
BeitragVerfasst: Di 28. Apr 2009, 18:47 
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Beiträge: 688
http://www.redglobe.de/index.php?option=com_content&task=view&id=3057&Itemid=1

Auch wenn die ungarischen Genossen recht lang zu der Erkenntnis gebraucht haben, das mit Sozialdemokraten, LINKEN und ähnlichen Opportunisten und Revisionisten keinen Blumentopf zu gewinnen ist, freuen mich die Erkenntnisse und die Konsequenz daraus. Damit gibt es wieder eine wirkliche kommunistische Partei in Ungarn. Welche sich in den 80ern ja selbst zerlegt hatte. Sollte man in der TA abdrucken.

Wie lang ist denn aktuell die Liste kommunistischer Parteien, also solche, die den Namen zu recht führen?
Ungarn
Tschechien
Griechenland
Türkei?
Deutschland
Spanien?
Frankreich?
England?
Portugal?

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