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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: KKE
BeitragVerfasst: Mi 5. Nov 2008, 19:51 

Beiträge: 132
HalloGenossInnen, da hier immer mal wieder was zur KKE (Grichenland) gesagt wurde, wäre es ggf. sinnvoll über diese Partei auch mal gesondert zu diskutieren.
Wie fandet Ihr deren Text zur Finanzkriese? abgedruckt in der Die Roten Fahne (KPD)?
Progress


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 Betreff des Beitrags: Re: KKE
BeitragVerfasst: Sa 15. Nov 2008, 21:37 
Meister des virtuellen Pinsels
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Beiträge: 688
Ich, und da spreche ich wohl auch für einige andere hier, haben den Text nicht zur Hand, kann man den nicht irgendwo nach lesen? Oder ist es der, der auch in der Jungen Welt erschien?

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"Alle Menschen von Genie, alle jene, die sich in der Republik des Geistes einen Namen gemacht haben, sind Franzosen, ganz gleichgültig, in welchem Land auch immer sie geboren wurden."
- Napoleon -


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 Betreff des Beitrags: Re: KKE
BeitragVerfasst: Do 20. Nov 2008, 11:22 

Beiträge: 132
Hallo DF2K2,
der Text ist in der Roten Fahne (DRF) vom November auf S. 4 erscheinen. Gerade habe ich gesehen das er auch hier nachzulesen ist: http://www.kommunistische-initiative.de ... nsbulletin

Meine Meinung zum Text: Gut sind Aussagen, wie die zum anarchischen Charakter der kapitalistischen Wirtschaftsordnung etc.

Die Parole ist, dass das „verwundete Tier“ jetzt angegriffen werden solle. Leider wird nirgends etwas von der Notwendigkeit der Revolution etc. gesagt. Es heißt nur „Gemeineigentum an den konzentrierten Produktionsmitteln, zentrale Planung der gesellschaftlichen Produktion, Kontrolle durch die Arbeiter und Kräfte der Gesellschaft“… Aber was heißt das nun, wie soll das erreicht werden, sollen die Arbeiter nun die Kapitalisten kontrollieren? Oder soll das schon die sozialistische Planwirtschaft sein?

Die KKE ruft dazu auf zum Gegenangriff überzugehen. Aber wie? Sie stellt 10 Reform-Forderungen, wie sie in Deutschland auch eine Linkspartei stellen könnte. Das finde ich sehr wenig. Unter revolutionärer Führung des Tageskampfes verstehe ich was anderes, als reine Reform-Forderungen am Kapitalismus.

Wie seht Ihr das?
Progress


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 Betreff des Beitrags: Re: KKE
BeitragVerfasst: Do 4. Dez 2008, 20:27 

Beiträge: 29
Den Artickel der KKE fand ich leider auch nicht überzeugend; ich hoffe der Vortrag eines Kaders bei der Rosa-Luxemburg-Konferenz wird die richtigen Worte finden


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 Betreff des Beitrags: Re: KKE
BeitragVerfasst: Do 11. Dez 2008, 13:20 

Beiträge: 29
ist etwas bekannt welche Position die KKE in den derzeitigen Kampfen einnimmt? Spielt sie eine führende Rolle? Was sind die Forderungen?


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 Betreff des Beitrags: Re: KKE
BeitragVerfasst: Do 11. Dez 2008, 14:26 

Beiträge: 132
der Rote Morgen hat eine Übersetzung der Bewegung für die Reaorganisierung der KKE gemacht (also nicht der KKE) - diese finde ich nicht sehr überzeugend:

Griechenland
Nieder mit der Regierung von Provokateuren und der Mörder der Jugend

Kommunique der Bewegung für die Reorganisierung der Kommunistischen
Partei Griechenlands (KKE) 1918-1955
Athen, 09. Dezember 2008

Nieder mit der blutigen Regierung und der Regierung der Skandale!
Nieder mit der Regierung von Provokateuren und der Mörder der Jugend!
Nieder mit der faschistischen mörderischen Gewalt der reaktionären
Regierung der monarcho-faschistischen Nea Democratia!
Es lebe der spontane antifaschistische Aufstand und der Kampf der Jugend!
Lasst uns den Klassenkampf gegen die faschistische Gewalt, den
faschistischen Terror und die faschistische Unterdrückung und den Kampf
gegen die Arbeitslosigkeit, den Hunger und das Elend verstärken!

Die „Bewegung für die Reorganisierung der Kommunistischen Partei
Griechenlands (KKE) 1918-1955“ prangert vor der Jugend, der
Arbeiterklasse und dem ganzen griechischen Volk den kaltblütigen Mord an
dem jungen Schüler Alexis Grigoropoulos an. Sie klagt in der stärksten
und entschiedensten Weise die reaktionäre Regierung Karamanlis als den
kaltblütigen Mörder an. Dieser Mord war der Gipfelpunkt der
Regierungspolitik der äußersten Faschisierung des reaktionären
bürgerlichen Staates und des sozialen Lebens. Diese Politik begann mit
dem bekannten Slogan „Offizier, du bist der Staat“ und mit der
berüchtigten „Wiederherstellung des Staates“. Damit ist die
Wiederherstellung des Staates der monarcho-faschistischen Rechten (die
jetzt besteht aus den Faschisten der Nea Democratia, den Nazis der
„Goldenen Morgendämmerung“ – LA.OS und anderen) und der „praetores
urbanis“. Praetores urbanis“ - so nannte das lächerliche Individuum
Polydoras (ehemaliger Ministers für öffentliche Ordnung) die Kräfte der
Polizei. Die Faschisierung setzte sich fort mit der ungezügelten
Brutalität, mit der Polizisten in Thessaloniki einen zypriotischen
Studenten niederknüpppelten, mit der Folterung von Ausländern in
Polizeigewahrsam und vielen anderen Fällen von faschistischer Gewalt und
Polizeiterror bis hin zu dem abscheulichen Mord an dem jungen Schüler.
Dazu gehört auch das heuchlerische Rücktrittsangebot des – ebenfalls
lächerlichen, schwafelnden und zweitrangigen Professors P. Pavlopoulos
(griechischer Innenminister – der Übers.) und die faschistischen
Drohungen, die Karamanlis, wie der Duce posierend, nach seinem Besuch
beim Präsidenten ausstieß.

Die „Bewegung für die Reorganisierung der Kommunistischen Partei
Griechenlands (KKE) 1918-1955“ verurteilt auch die brutalen,
faschistischen Angriffe der Polizei mit Tränengas und Schlagstöcken auf
Schüler, Studierende und andere Demonstranten sowie den Gebrauch von
Plastikgeschossen, durch die zahlreiche Menschen verletzt wurden und in
Krankenhäuser gebracht werden mussten. Unter ihnen war auch ein
Journalist. Außerdem verurteilt sie die provokatorische Anwesenheit der
Antiaufstandseinheit (MAT) der Polizei auf dem Friedhof sogar während
des Begräbnisses des jungen Schülers und deren Auftrag „auf Terroristen
zu schießen“.

Der kaltblütige Mord ohne vorangegangene Zwischenfälle, Zusammenstöße
oder Demonstrationen, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Tatsache,
dass die Faschisierung der Gesellschaft einen Höhepunkt erreicht hat.
Die Ausweitung der Polizeiherrschaft und das Anwachsen der
faschistischen, mörderischen Gewalt hat das Maß voll gemacht. Das sind
die Gründe für den gerechten Zorn und die Empörung der ganzen
studentischen Jugend. Das sind die Gründe, warum sich Tausende von
Studenten in Dutzenden von Städten zu einer gewaltsamen Rebellion
erhoben haben. Polizeireviere und die Banken sind ihre symbolischen
Ziele: die einen als Symbole der faschistischen Unterdrückung und des
Polizeiterrors, die anderen als Symbole der Ausbeutung (gerade hat die
Regierung beschlossen, den Banken eine „Mitgift“ von 28 Milliarden Euro
zu geben), als Stützpfeiler des großen Kapitals, verantwortlich für
Arbeitslosigkeit, Armut und Elend von großen Teilen der Bevölkerung.

Die reaktionäre Regierung der monarcho-faschistischen Partei Nea
Democratia weiß ganz genau, dass sie beständig an Einfluss in der
Bevölkerung verliert. Auch die Umfragen zeigen das. Sie versucht deshalb
verzweifelt durch faschistische Gewalt wieder an Schwung zu gewinnen.
Bei dem kaltblütigen Mord an dem fünfzehnjährigen Schüler handelte sie
wie ein gewöhnlicher Provokateur.



Was bezweckt sie damit politisch?

Erstens bezweckt sie die Aufmerksamkeit von dem großen Skandal in
Zusammenhang mit dem Kloster Vatopedi abzulenken. (Riesiger
Korruptionsskandal. Die Regierung verschaffte dem Kloster mit
Immobiliengeschäften riesige Gewinne. Auch Karamanlis ist in den Skandal
verwickelt – der Übers.)
Zweitens hofft sie damit die tiefe Krise der Nea Democratia zu überwinden.
Drittens will sie damit demonstrieren, dass sie angesichts eines
größeren Aufschwungs der Kämpfe des Volkes und der zusätzlichen Probleme
in Zusammenhang mit der internationalen Finanzkrise eine Politik der
starken Unterdrückung und der brutalen Gewalt verfolgt und offen mit der
Idee des Faschismus spielt (die Verhängung des Notstandes ist schon
erwähnt worden).
Viertens versucht sie die unteren Mittelklassen zurückzugewinnen, indem
sie ihnen „Frieden, Ordnung und Sicherheit“ vor dem sogenannten
Terrorismus der Demonstranten verspricht. Darum hat sie auch die
koordinierte Aktion von Polizisten in Zivil und mit Kapuzen befohlen, in
der massenhaft Geschäfte zerstört wurden. Alle kulturellen Einrichtungen
blieben dagegen völlig unangetastet. Die unteren Mittelklassen sind
durch die extreme neoliberale Wirtschaftspolitik ruiniert worden. Die
Regierung hat ihnen jetzt inmitten der Krise nicht einen einzigen Euro
zukommen lassen.
Fünftens erpresst sie damit die Zustimmung der Parteien der Opposition
und hat damit auch bis zu einem gewissen Grad Erfolg. Das extremste
Beispiel dafür ist der sozialdemokratische Führer der „K“KE, A.
Papariga, der (das linke Wahlbündnis – der Übers.)SYRIZA dafür tadelte,
die „Unruhestifter mit den Kapuzen zu ermutigen“ anstatt die Regierung
als Mörder anzuklagen. Er sagte in einer Erklärung nach dem Treffen mit
Karamanlis am 9. Dezember 2008: „Die Führung von SYRIZA sollte ihre
Ermutigung für die Unruhestifter mit Kapuzen beenden.“ Damit hat er
erneut bewiesen, dass die „K“KE ein äußerst übler Lakai des Kapitals
ist, der Karamanlis und der monarcho-faschistischen Rechten den Rücken
stärkt.

Die Studierenden und die arbeitende Jugend, die Arbeiterklasse und die
Bauern müssen ihren Kampf gegen den Terrorismus, die Gewalt der Polizei
und die Politik der Faschisierung verstärken und ihre Klasseninteressen
dadurch verteidigen, dass sie die Lasten der Krise, die ihnen
aufgebürdet werden sollen, zurückweisen.
Wir rufen das griechische Volk auf, sich an allen Demonstrationen und
Versammlungen der nächsten Tage zu beteiligen.


---------------------
Also ich finde das mit dem faschistische sehr übertrieben, nicht jeder Mord ist gleich faschistisch. Repression gehört auch in einer bürgerlichen Demokratie zur Tagesordnung, die Rote Hilfe Zeitung in Deutschland ist voll davon. Inwieweit die Behauptungen zur KKE stimmen weiß ich auch nicht


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 Betreff des Beitrags: Re: KKE
BeitragVerfasst: Do 11. Dez 2008, 17:08 

Beiträge: 132
es soll Polizietsen gegen haben die sich als Autonome verkleidet haben und Steine geschmissen haben + Läden angezündet. Fotos der Poliziszten findet man unter http://garizo.blogspot.com/2008/12/neo- ... olice.html


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 Betreff des Beitrags: Re: KKE
BeitragVerfasst: So 14. Dez 2008, 00:19 

Beiträge: 132
Hallo, hab im Netz eine Erklärung der KNE (Jugendorganistaion der KKE gefunden) sie schreibt (vielleicht übersetzt das ja mal wer?):

ANNOUNCEMENT OF THE PRESS BUREAU OF THE CC OF KNE

On the assassination of the 15-year old boy in Greece

We condemn the cold-blooded assassination of the 15-year old Andreas Grigoropoulos from a police officer in Exarcheia-Athens .
The responsibilities of the police leadership and of the government are grave.
This incident is a result of the orientation and the formation of the security forces against the “enemy-people”, against the movement of the working people, against the struggling youth.
The state repression moves along with the attack against the life and the rights of the youth for work, for education, against the working hours with the flexible labor relations. Its objective is to intimidate the workers, the employees, the school and university students, the youth as a whole.
The acts of arson, the destructions have nothing to do with the mass movement of the people. This scenery legalizes the arbitrary and intimidating climate. It is an alibi to the politics of Nea Dimokratia government party, as it was an alibi to the politics of the previous governments like the socialdemokrats of PASOK, to hide that the objective of the repression is the movement of the workers, the peoples movement . Moreover, they are an alibi used to hurt the labor movement.
The only response can be given through the organized peoples movement, the militant, organized and self-guarded mobilization of the youth. So that the real responsibilities and the real causes will not be concealed, as it has been in other cases (f.e. immigrant torturers in police departments, the case of the Cypriot student in Salonica etc.). We appeal to the youth to demonstrate the frustration, the protests, the denouncement of the event, to demand with its organized struggle that the political and penal responsibilities are attributed. We call upon the youth to close down schools and institutions, Universities and Technological Institutions, Institutions of Professional Education, the training schools. The mass organizations must support resolutions of denouncement of the event, they must organize demonstrations and mobilizations. The youth, alongside the working and the people’s movement, must participate massively and in a self-guarded way :

In the demonstrations tomorrow, Monday 8th December, against the state authoritarianism that the Organizations of KKE and KNE organize all over Greece. In Athens, 6pm in Omonia Square.

In the All-worker Strike on Wednesday 10th December, along with the class oriented worker’s movement, PAME, in 63 cities all over Greece. In Athens, 10.30 am in Omonia Square.

Athens 7th December 2008
Press Bureau of the CC of KNE


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