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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 4. Dez 2008, 20:30 

Beiträge: 29
Es ist ja recht ruhig um die Initiative geworden, eine lange Unterstützerliste konnte ich jedenfalls nicht finden. Und die KPD scheint das ganze ja auch sehr skeptisch zu sehen. Mit hat ein Genosse einen Artikel zur Initiative kopiert der in der aktuellen Ausgabe der Die Rote Fahne abgedruckt wurde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 4. Dez 2008, 21:20 
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Uiuiui!

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 4. Dez 2008, 21:22 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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Beiträge: 628
ben1 hat geschrieben:
Es ist ja recht ruhig um die Initiative geworden, eine lange Unterstützerliste konnte ich jedenfalls nicht finden.


Ich finde nicht daß es allzu ruhig geworden ist: Vor ca. zwei Wochen haben die ein "Informationsbulletin" veröffentlicht in dem es z.B. einige Stellungnahmen von Unterstützern zu lesen gibt. Des weiteren gab es in den letzten Wochen einige von der KI organisierte Veranstaltungen zur Situation in Venezuela - so auch hier in Berlin. Die KI scheint also bereits über gute internationale Kontakte zu verfügen. Dafür spricht auch, daß sie an einer internationalen Konferenz kommunistischer Parteien in Prag teilgenommen haben.
Recht hast Du aber damit, daß es keine lange Unterstützerliste für den Aufruf der KI gibt. Und warum das auch gut so ist, muß wohl nicht näher erläutert werden. Oder bist Du da anderer Meinung? Allerdings ist in dem oben erwähnten Bulletin eine Liste mit ausgewählten Erstunterzeichnern enthalten welche wohl repräsentativ für das Spektrum der Unterstützer in der kommunistischen Bewegung sein soll. Wenn das der Fall ist, dann ist die KI eigentlich - betrachtet man ihre noch kurze Existenz - ganz gut aufgestellt, da darin sowohl einige bekannte Persönlichkeiten als auch Genossen aus den verschiedensten Organisationen und einige junge Leute genannt werden.
Was die KPD betrifft, so halte ich deren Aussage zur Unterstützung für zweitrangig, da sich das wohl immer nach dem aktuellen Kräfteverhältnis der innerparteilichen Streitigkeiten richten wird... Allerdings weiß ich von einigen in der KPD organisierten Genossen, daß sie trotz der Distanzierung in der Roten Fahne in der KI mitwirken wollen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 4. Dez 2008, 21:52 
Salonbolschewist
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Beiträge: 1077
ben1 hat geschrieben:
Es ist ja recht ruhig um die Initiative geworden, eine lange Unterstützerliste konnte ich jedenfalls nicht finden.


Seht an, seht an. Unser ben1 sieht eine kurze Liste von Namen, ignoriert das, was als Bemerkung dabei steht, ignoriert die platte Realität, daß es außerordentlich dämlich wäre jeden einzelnen Genossen namentlich zu erwähnen und denkt sich dann, daß das trotz aller von ihm nicht realisierter Denkvorgänge etwas sei, worüber man doch durchaus im Stalinwerke-Forum jammern könnte. Dankenswerterweise ist OPC schon, meiner Ansicht nach etwas zu geduldig, erklärend eingeschritten.

Eines möchte ich aber mal loswerden: Wir sind hier im Stalinwerke-Forum. Nicht im "IchstellemichdoofundnervedieimforumvermutetengenossenderKI-Forum". Also wenn hier jemand denkt, daß wir Moderatoren das all zu lange tolerieren, wenn sich jemand hier nur aus dem einen Grund, gegen die KI zu blöken, angemeldet hat, dann hat sich dieser jemand ordentlich geschnitten. Alles was gesagt werden sollte, ist gesagt worden und auch ben1 ist noch einige Antworten auf die Widerlegungen seiner Theorien schuldig. Und natürlich anderweitige Beiträge.

Wer ein Problem mit der KI hat, kann gerne mal über deren Homepage Kontakt aufnehmen. Aber das Forum hier zu lähmen, ist garantiert keine gute Idee.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 4. Dez 2008, 22:16 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
ben1 hat geschrieben:
Es ist ja recht ruhig um die Initiative geworden, eine lange Unterstützerliste konnte ich jedenfalls nicht finden. Und die KPD scheint das ganze ja auch sehr skeptisch zu sehen. Mit hat ein Genosse einen Artikel zur Initiative kopiert der in der aktuellen Ausgabe der Die Rote Fahne abgedruckt wurde.



so pass mal auf Kleiner. Ich weiß ja nicht was dich wirklich erregt, aber scheinbar ist ein Scheitern oder ruhig werden der KI für dich ziemlich wünschenswert. Dass dem nicht so ist, wurde dir bewiesen, also die Nerven wieder ruhig halten und die Endorphinausschüttung hemmen (zu früh gefreut).
Ich könnte aber mal die Gegenfrage stellen: Warum bist du eigentlich die letzten Tage und Wochen so ruhig gewesen. Als die KI nur ihre Aufrufe verbreitet hat, warst du unheimlich aktiv und nun - nach dem ersten Infobulletin, einen Teil (!!!) der Unterstützerschriften, einer internationalen Konferenz sowie einige Veranstaltungen zu Ende sind - kommst du und urteilst nach deiner eindeutigen Inaktivität (im Forum) über eine angebliche Inaktivität der KI ... schon etwas hochnäsig, oder?

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 4. Dez 2008, 22:29 
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Beiträge: 4
Hey Salonbolschewist,

Gegenrede: Den Anlauf zur KI finde ich toll, da ich als kommunistischer Unorg., der keine sich als kommunistisch nennenden Parteien klasse findet, ziemlich allein dastehe und mir von ebendieser KI eine Menge verspreche. Den Aufruf habe ich sofort unterschrieben. Was aber tatsächlich so ist: Es passiert zu WENIG. Auch wenn sich da einiges erst finden muss: Bis heute weiß ich nicht einmal, wieviel Leute zu einer KI-Gründung aufrufen bzw. Interesse bekundet haben. Nun gut, es gab eine Veranstaltungsreihe mit einem aus der PSUV - und? Ist das jetzt so vorwärtsweisend und revolutionär ( = Frage)? Warum nicht mit einem Genossen des PCV??? Und - ganz ehrlich - ich hocke in den Startlöchern, will endlich WAS TUN! Doch alles geht so laaangsam, dass ich die Befürchtung hege, viele der die KI-Initiave unterstützenden Genoss/innen könnten bald wieder weg sein, weil eben auf der Wahrnehmungsebene eine Schnecke herumkriecht.

Würde mich freuen, wenn ich mich täuschte. Tue ich das? :redstar160: :redstar160:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 4. Dez 2008, 23:09 
Salonbolschewist
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Beiträge: 1077
Bester mko, willkommen im Forum!

Deinen Beitrag habe ich nicht wirklich als Gegenrede verstanden, ist doch deine Position die desjenigen, der konkrete Fragen stellt. Das ist die Art der Diskussion, die hier immer willkommen ist, jedoch sollte man auch beachten, daß wir im Stalinwerke-Forum nicht die Zentrale der KI sind und auch nie sein werden. Wenn wir also hier auf die teilweise recht detaillierten Fragen antworten, so laufen wir jedes Mal Gefahr, aus Unwissenheit oder Mißverständnis heraus den Genossen der KI Worte in den Mund zu legen, da anscheinend niemand die Unterscheidung zwischen KI und dem von dieser unabhängigen Stalinwerke-Forum zu machen bereit ist...

Mein Beitrag betraf also nur die langsam immer wiederkehrenden Allgemeinplätze gegen die KI, die weder gerechtfertigt noch von uns hier zu beantworten sind. Dieser Art der Ermüdung wollen wir uns nicht mehr all zu lange aussetzen und ich denke, dafür müsstest du, wenn du die Diskussionen in den verschiedenen Bereichen gelesen hast, Verständnis aufbringen können.

Was deine Fragen angeht, so kann ich dir mangels Alternative leider nur dazu raten, die KI mit deinen Fragen direkt zu kontaktieren. Ich bin mir sicher, die Genossen der vorläufigen Organisationskomitees werden auf Anregungen und Kritik gerne reagieren. Oder du versuchst, dich mit Genossen in deiner Umgebung zu vernetzen, das könnte derzeit und auch mittelfristig effektiv sein. Den späteren Mitgliedern der KI wird ja, im Gegensatz zum derzeitigen Dilemma, auch ein relativ höheres Maß an eigener Initiative zufallen.

Zuletzt noch der Hinweis, das bisher zwar eine Menge Genossen erreicht wurden und auch erste Schritte gemacht wurden, aber doch die KI als klassische Organisation erst später in Erscheinung treten wird. Also haben die Organisatoren der jungen KI sicherlich auch etwas Geduld verdient, vor allem angesichts der ständigen Attacken seitens der Status-Quo-Anhänger.

Bestens,

Dein Salonbolschewist

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 6. Dez 2008, 14:03 

Beiträge: 29
Hallo Sergej,
ich verstehe nicht warum Du Dich so angegriffen fühlst das Du beleidigend wirst und Dir da etwas zusammenkonstruierst. Ich bin kein Internetrevolutionär und eben ab und an hier im Forum, da ich öfters auf Montage bin, habe ich dann nicht mal einen Internetzugang. Es gab in der Diskussion von mir die Meinung, dass z.B. der Rotfuchs viele Kader hat. Damals wurde mir entgegnet ich solle mal in die Liste der Offensiv-Gründer sehen. Mir war klar, dass nicht jeder der die KI gut findet da als Unterzeichner aufgeführt wird, das wäre aufgrund der Repression auch nicht zu raten. Aber ich hätte bei den Aussagen über das große Interesse mehr bekannte Unterzeichner erwartet (darum ging es mir, wenn ich das nicht eindeutiger geschrieben habe, war das mein Fehler, aber Deine Interpretationen gehen echt sehr weit). In den Texten der Leute taucht dann auch wieder eine scharfe Kritik am Rotfuchs auf, die ich inhaltlich so nicht richtig finde (ich glaub es war von Fischer?). Gut es mag sein, dass eine Einheit mit dem Rotfuchs nun nicht mehr angestrebt wird, aber ihnen den Revisionismus zu unterstellen geht etwas weit. Ich finde das die KPD derzeit eine gute Bündnispolitik macht, so was man davon lesen kann, so z.B. die letzte Großveranstaltung auf der auch die DKP, KPF, Rotfuchs usw. da waren. Und das fand auch in der UZ. Erwähnung, hier wird sogar kurz etwas zur Rede des KPD Vorsitzenden gesagt. Also so abweisend wie das hier mal einst beschrieben wurde, ist es in der DKP-Führung bezüglich der KPD offensichtlich nicht mehr. Das ruhig geworden bezüglich der Initiative bezog sich auf die Diskussion im Stalinforum. Das die Initiative Veranstaltungen gemacht hat, habe ich gelesen (auch wenn mich die Thematik etwas verwundert hat, für eine erste Veranstaltung eine solche Initiative).
Nun das Du mir unterstellst es wäre wünschenswert das die KI scheitert finde ich ebenfalls sehr weitgehend. In der Diskussion habe ich klargestellt, dass ich eine andere Meinung habe (dies beginnt schon mit der Einschätzung der DKP). Aber die Aktiven in der Initiative sollen durchaus das machen was sie für richtig halte. An sich wird die Geschichte zeigen wer womit Erfolg hat. Misserfolg wünsche ich den Klassengegnern keinen die für die Befreiung des Proletariats kämpfen.


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 Betreff des Beitrags: Eine Kritik die man selbst nicht befolgt ist nichts wert
BeitragVerfasst: So 4. Jan 2009, 12:28 

Beiträge: 29
Über den Umgang mit Kritik: Eine Kritik die man selbst nicht befolgt – was ist diese wert?
Etwas überrascht bin ich über den derzeitigen Umgang mit Kritik in der Debatte um die Schaffung der „KI“. In Trotz Alledem (Ausgabe Dezember 2008) wird der Rotfuchs und die KPD kritisiert, sie haben nicht den Mut ihre Mitglieder selbst entscheiden zu lassen, da sie den Aufruf der KI nicht im kompletten Wortlaut veröffentlicht haben. Einen solchen Vorwurf halte ich für abwegig. Damit würde man ja den Lesern der Roten Fahne bzw. des Rotfuchs unterstellen, Sachen nicht auch im Zusammenhang aus eigenem Antrieb heraus zu überprüfen. Glaubt man wirklich die Leser seinen unfähig den Aufruf selbst zu finden und zu lesen? Man kann nicht immer alles abdrucken.
Aber wenn Trotz Alledem es für nötig hält alles komplett abzudrucken, warum geht sie dann nicht mit gutem Beispiel voran? Warum werden deren Leser nicht mit dem ganzen Abdruck der Kritik von Rotfuchs bzw. der KPD konfrontiert? Das ist doch sehr inkonsequent und die Kritik ist somit wenig glaubwürdig.

Den Opportunismus-Vorwurf, den Gerhard Feldbauer in der KI – Publikation dem Rotfuchs macht finde ich haarsträubend, wo sind hier die geforderten sachlichen Begründungen? Das ist doch spalterisch in einer solchen Art miteinander umzugehen. Wozu solch ein Spaltertum führt, sollte der Italienkenner anhand der IKP doch wissen.

Und auch die offensiv verlässt in ihrem Brief an das ZK der KPD (Ausgabe 10, 2008) die Sachlichkeit mit verschiedenen Unterstellungen. Absolut inakzeptabel ist es aber aus internen Gesprächen zu berichten, das macht man als Kommunist nicht. Soll nun die KPD ebenfalls mit der Veröffentlichung von Internem antworten? Ihr kann ich nur raten sich mit solch einem Umgang nicht provozieren zu lassen. Mit solch einer Art schafft offensiv keine Bedingungen des Vertrauens, die für eine Vereinigung nötig werden. Wenn man die KPD nun nicht mehr will, dann soll man es doch einfach sagen statt hier so unter die Gürtellinie zu gehen. Ich bin sehr verwundert über all dies in der DDR hätte es eine so flache Art des Umgangs nicht gegeben. Dass Willi Opitz in der Offensiv nicht mehr genannt werden will kann ich gut verstehen.
Die Zusammenarbeit die die KPD in diesen Zeiten mit der DKP, Rotfuchs etc. relatinisiert halte ich für wesentlich vorantreibender. UZ, Rotfuchs und Rote Fahne können so z.B. über eine offensichtlich sehr erfolgreiche Festveranstaltung zum 90. Jahrestag der Novemberrevolution berichten.

Nun möchte ich auch wissen wie offensiv darauf kommt, die DKP-Führung habe versucht gegen die Venezuela-Veranstaltung der KI zu mobilisieren? Das ist doch haarsträubend. Ließt doch die Protokolle der Führungssitzungen, darüber gibt es weder einen Beschluss noch sonst etwas. Und was zu einer Gegenmobilisierung soll das gewesen sein, wenn ich als Mitglied nichts davon erfahren habe? Nun wäre es an der Zeit solcher Behauptungen mit Fakten zu füllen oder eine ÖFFENTLICHE SELBSTKRITIK zu üben. Der Umgang eines Kommunisten zu seinen Fehlern ist schließlich ein Indikator dafür ob er seinem Anspruch gerecht wird.
Also die DKP macht seit langer Zeit eine gute Venezuela-Solidaritätsarbeit, wir hatten schon mehrfach Gäste aus Venezuela im Lande die auf DKP bzw. Solidaritätsgruppen-Veranstaltungen über die Situation in Venezuela berichteten. Damit hat die DKP tausende Leute erreicht, die bei solchen Veranstaltungen anwesend waren. Ein großer Erfolg war auch die Zusammenarbeit der DKP mit Venezuela etc. zum Druck der Verfassung in deutscher Sprache. Diese Arbeit lasse ich mir mit solchen Unterstellungen nicht in Abrede stellen.
Entschuldigt meine wütenden Worte, aber das alles hat mich sehr entsetzt.
Ben1


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: So 4. Jan 2009, 20:53 

Beiträge: 2008
Verehrter, entsetzter ben1.
Es freut mich, dass Du Deinen Weihnachtsurlaub für ausgiebige Zeitungsrecherchen nutzen konntest, auf dessen Basis Du uns nunmehr mit einer weiteren, umfassenden Kritik der KI beglückt hast. Nur was erwartest Du mit Deinem Beitrag in diesem Forum?
Dieses Forum Stalinwerke ist nicht das Forum der KI und dafür auch nicht vorgesehen.
Die Betreiber des Forums sind nicht die Verfasser der KI.
Glaubst Du wirklich, dass ein Mitglied dieses Forums, welches der KPD(B) oder der offensiv nahesteht oder dort aktiv ist, hier Internas ausbreitet? Also genaus das, was Du anderen als abscheuliche Tat vorwirfst?
Du hast uns Deine Meinung hier kundgetan. Hilft es in der Sache weiter zu kommen? Ich sage Dir: Nein. Also tue uns den Gefallen und richte Deine Kritiken dorthin und an die Personen, wo sie hingehören und wo sie diskutiert werden können.
Alles andere ist Dir bereits in anderen Antworten mitgeteilt worden und mehr Antworten als diese hier wirst Du kaum bekommen.
Vielleicht gilt auch für Dich: "Eine Kritik die man selbst nicht befolgt – was ist diese wert?" Schon deshalb, weil die Mehrheit der Mitglieder dieses Forums an einer konstruktiven, ehrlichen und auch kritischen Diskussion des Vorhabens interessiert ist. Es besteht kein Interesse an Kritikastern, Stenkerern und Haarspaltern. Das raubt uns nur die Zeit, die wir für wichtigere Vorhaben, wie z.B. die KI benötigen.

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mo 5. Jan 2009, 14:05 

Beiträge: 29
Hallo GeWe, Deine Reaktion verstehe ich nicht. Das ist doch hier ein kommunistisches Forum wo zu X Gruppen diskutiert wird und man seine Auffassung darstellen kann. Meine Erwartung ist einfach eine konstruktive Diskussion. Ich erwarte hier keine Antworten der KI, da ich selbst sehe das sie hier nicht mitdiskutiert (als KI), genau so wie ich keine Antwort der DKP-Führung erwarte wenn ich etwas zur DKP schreibe. Wieso sollte ich wollen, dass wer Internes ausplaudernder? Habe ich hier interne Frage gestellt? Ich habe meine Position zu öffentlich bekanntem geschrieben. Leute die bereit sind darüber mit mir zu diskutieren können das doch machen, dazu brauch man nichts Internes zu sagen. Aber offensichtlich ist es mit so einer Antwort leichter auf unliebsame Frage zu antworten. Ich denke durchaus, dass meine Auffassung der Sache dienen kann, so z.B. im Umgang mit Kritik. Du selbst sagst z.B. das hier Genossen der KPD-B schreiben, die können doch durchaus auch sagen warum sie die Rotfuchs-Kritik nicht abgedruckt haben, aber das vom Rotfuchs bezüglich des Aufrufes verlangen, oder? Das wird doch keinen „internen“ Grund haben, oder?
Wenn hier an einer sachlichen Kritik ein Interesse besteht, wird man sicher auch sachlich mit mir diskutieren. Stalin sagte mal, wenn an einer Kritik nur 5% dran stimmt, dann können wir daraus viel lernen, das ist der richtige Umgang mit Kritik, und nicht die Beschimpfung als Kritikastern, Stänkerern und Haarspaltern.
Jedenfalls habe ich der KI auch meine Forumsbeiträge geschickt, damit hast Du recht, dass man ihr das auch direkt schicken sollte. Und wenn es meine Gesundheit erlaubt, werde ich am Sonntag mit der DKP Fahne an einen Stand der KI gehen (sollte es diesen geben) und dort die Genossen direkt Fragen wie sie zu der Behauptung kommen, dass die DKP gegen Veranstaltungsreihe mobilisiert habe…
Eine Diskussion raubt Übrigends keine Zeit, der Atem eines Kommunisten sollte diesbezüglich lang sein, es kommen noch sehr viel längere Diskussionen auf uns zu, wenn wir erst mal den Sozialismus erkämpft haben.
Ben1


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mo 5. Jan 2009, 14:11 
Administrator
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Beiträge: 4023
@ben1: Gibt es denn auch irgendwann mal irgendetwas Positives von Dir zur KI zu sagen? Was meinst Du grundsätzlich zu dem Versuch, verschiedene kommunistische Organisationen und Einzelpersonen zusammenzuführen? Bist Du da optimistisch, dass das was werden könnte mit der KI oder bist Du pessimistisch? Ich sehe von Dir leider nur Kritiken an einzelnen Punkten des Aufrufes bzw. am Umfeld der KI, aber nichts, was einer Einheit wirklich förderlich wäre. Was wären denn Deine konkreten und vielleicht umsetzbaren Vorschläge, um eine Einheit zustande zu bringen? Hälst Du die KI für einen guten oder einen schlechten Weg?

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Di 13. Jan 2009, 15:25 

Beiträge: 29
woschod:
Also ich denke grob meinen Standpunkt hier im Forum genannt zu haben. Ich bin der Meinung, dass man die DKP noch nicht aufgeben sollte. Sie gibt es seit 1968 und ist historisch nicht wegzudenken, mit ihren Verdiensten. Allerdings gibt es bekannte Mängel in der DKP. Aber es gibt auch sehr progressive Kräfte. So denke ich das T&P an der auch Holz beteiligt ist, ein wichtiges Organ der ml-treuen Kräfte sein kann. Auch zum Rotfuchs und seinem Einfluss habe ich mich geäußert. Der Rotfuchs kann auch eine wichtige Rolle in der Vereinigung spielen.
Ich bin kein Prophet und somit wird die Geschichte zeigen welcher Weg sich durchsetzt. Es gibt 2 Möglichkeiten. A) Die Einheit durch eine bestehende Organisation zu erreichen. Und B) eine neue Organisation zu schaffen, dies bedeutet aber vor allem auf neue Kräfte zu setzten. Ich halte es für unrealistisch, zu glauben, dass beispielsweise nennenswerte Kräfte aus der DKP einen solchen Weg gehen würden. Letztes liegt auch daran, dass der Zug der DKP nicht so abgefahren ist, wie es einst bei der Sozialdemokratischen Partei war. Also von der DKP ist beispielsweise keine Vaterlandsverteidigung oder dergleichen zu erwarten.

Für mich ist hier nicht rübergekommen, warum man den Weg über die DKP bzw. den Rotfuchs nicht geht. Wenn man hingegen den Rotfuchs angreift, denke ich – wird die Einheit der Kommunisten erschwert.
Was gibt es positives zu sagen. An sich freut es mich immer wenn Leute es ehrlich meinen und sich vereinigen um für die Sozialismus zu kämpfen. Ich würde mir wünschen, dass die KI auch an einer Einheitsfront mit der DKP und Rotfuchs etc. arbeitet. Welche Organisation der berechtigte Führer der Ar5beiterklasse wird, wird die Geschichte zeigen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mi 14. Jan 2009, 09:46 

Beiträge: 105
Vor etwa zwei oder drei Jahren kam der Gedanke mit der KI bei einer offen-siv-Tagung schon einmal auf den Tisch. Damals zählte ich selbst auch noch zu den Befürwortern einer solchen Initiative, heute sehe ich die Sache wesentlich kritischer. Ich will dazu ein paar Punkte nennen.

    1. Die KI trägt ein enormes Destruktionspotenzial in sich. Es gibt zwar immer wieder Leute, die unter scheinbarer Berufung auf Lenin fordern, man müsse sich erst einmal von den Revisionisten usw. abspalten. Dabei gehen sie von einem Standpunkt aus, der durchaus falsch ist. Denn als Lenin dies forderte, bestanden sowohl Kontakt zu den Arbeitern als auch funktionierende Strukturen. Man braucht nur einmal Memoiren von alten Boschewiki zu lesen, um dies zu sehen. Ersteres ist heute in Deutschland vielleicht zu einem kleinen, minimalen Teil gegeben. Zweiteres geht aber durch die zunehmende Spaltung der Kommunisten verloren. Was nutzt es, wenn eine Gruppe von 100 Personen eine klare Vorstellung haben, aber nicht aus ihrer Gruppe heraus kommen und die Gruppe deswegen nicht wachsen kann? Ich habe aber auch schon einmal von Friedrich Engels gelesen, daß es zeitweilig die Notwendigkeit gibt, auch mit den Kleinbürgern in einer Reihe zu marschieren, sogar in den eigenen Reihen zu haben. Wenn man aber selber stark genug ist, könne man sich dann getrost von ihnen trennen.

    2. Die Gründungsaufrufer der KI halten auch nicht immer das, was sie versprechen. Nehmen wir z.B. Wolfgang Herrmann aus Brandenburg. Aus meiner Zeit in der DKP kenne ich ihn gut. Weswegen man ihn zu einer marxistisch-leninistischen KI heranzieht, wundert mich, da er zwar immer wieder von ML redet, aber selbst überhaupt nichts in dieser Richtung macht. Erst startete er Aufrufe zur Einheit der Kommunisten, man solle doch Streitpunkte hinten an stellen und immer nur die Gemeinsamkeiten betonen. Das es dabei um angewandte Politik ging, ist kaum noch bekannt. Seine Vorschläge hatten nun wirklich nichts, was ihn von einem Kleinbürger unterschieden hätte. Auf Kritik an seinen Positionen schrieb er einen Brief an den Landesvorstand der DKP, daß er solange seine Mitgliedschaft ruhen lassen wolle, bis der Landesvorstand ihm beistehe und seine Kritiker mundtot macht. Auch ist er dagegen aufgetreten, daß man innerhalb der Partei Kritik üben könne. usw. usf.

    3. Die Situation der DKP sieht nur nach außen so verloren aus. Stehr, Hager, Priemer, Steigerwald usw. haben nur nach außen hin eine Machtposition. Sie haben wirklich wenig bis überhaupt keinen Einfluß darauf, was vor Ort passiert. Wolfgang Herrmann hat z.B. mal öffentlich geäußert, daß man nicht alles im Programm für bare Münze nehmen sollte. Damit hatte er wohl recht, denn egal was der PV sagt, daß Programm ist inhaltlich so dehnbar, daß selbst Marxisten-Leninisten ungestört ihre Politik machen könnten. Aber wie ich es aus eigener Erfahrung kenne, sind es die Marxisten-Leninisten, die immer gern nur reden, man müsse dies und jenes tun, tun aber selbst überhaupt nichts. Bestes Beispiel ist die DKP Gruppe Cottbus in Brandenburg. Im Landesverband haben sie sich gern als das ML-Aushängeschild gefeiert. Zwar hatten sie vor Ort einige Erfolge, aber nach dem Ausscheiden des einen Genossen, der die Erfolge verschaffte, liegt die Gruppe am Boden und kommt keinen Schritt mehr vorwärts. Alle politischen Kontakte sind verloren gegangen, da sich die, die sich als Marxisten-Leninisten bezeichneten, als unzuverlässig erwiesen haben und damit allen Bündnispartnern vor den Kopf gestoßen haben, Aktionen der Bündnispartner gefährdet haben usw. Würden sich diese Leute selbst einmal an die Nase fassen und würden mit der Änderung bei sich anfangen, würden sich auch innerhalb der DKP glaubwürdiger und könnten dort auch Erfolge zeitigen. Aber die Wahrheit ist doch, daß diese Leute beim kleinsten Druck seitens des PV die Flinte ins Korn werfen, austreten und eine neue Organisation aufbauen wollen.

    4. Wenn man einen antirevisionistischen Kurs fahren wollte, könnte man sich z.B. auch auf Steigerwald stützen. Denn einige Schriften von ihm aus den 60er Jahren beschäftigen sich mit dem Thema. Z.B. das Buch "Der 'wahre' oder konterrevolutionäre Sozialismus". In ihm untersucht Steigerwald die Ansichten von Havemann, Biermann, Dutschke. Dieses Buch ist ein Zeitzeugniss dafür, daß es revisionistische Strömungen in der DDR gab und das diese immer mehr Anhänger auch innerhalb SED fanden. Aus Kreisen der DKP sind damals auch Publikationen erschienen, die sich mit den Ereignissen in der CSSR 1968 befaßten. Auch dort wird deutlich, welchen Schaden revisionistische Strömungen anrichteten. Bevor man sich also wieder trennt, sollte man doch erstmal die früheren DKP-Positionen hervorholen und diese in der DKP diskutieren und verbreiten.

    5. Den Gründern der KI ist bekannt, daß eine solche Gründung, die parteiübergreifend sein will, immer als Fraktionismus ausgelegt werden wird. Dagegen können die Vorstände immer juristisch vorgehen. Würde man sich aber innerhalb der DKP als Marxisten-Leninisten zusammenschließen, wäre es etwas anderes. Denn das Statut der DKP sieht gerade soetwas vor, ohne das man gleich wegen Fraktionismus juristisch belangt werden kann. Der PV wird einen zwar deswegen beschuldigen, wie es mir geschehen ist, doch haben sie juristisch keine Handhabe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 18. Jul 2009, 13:19 

Beiträge: 132
Laut UZ vom17.7.09 (S.1) wurde auf dem 7.Parteivorstandstag der DKP ein Antrag angenommen der die "Unvereinbarkeit der Mitgliedschaft in der DKP mit der Unterstützung der Kommunistischen Initiative" beinhaltet.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 18. Jul 2009, 17:39 

Beiträge: 105
Ich zitiere mal den Antrag im PV der DKP:
Zitat:
Da die DKP in dem Aufruf „Schafft die Kommunistischen Initiative in Deutschland“ als revisionistische Partei charakterisiert wird, die mit der „Annahme eines revisionistischen Parteiprogramms .. einer noch offener revisionistischen Politik und Programmatik eine Basis gab“ *), beinhaltet die Unterstützung der »Kommunistischen Initiative« demzufolge den Kampf gegen die Programmatik und Politik der DKP. Laut Statut der DKP kann jemand Mitglied nur sein, wer die „programmatischen Ziele und das Statut der Partei anerkennt und regelmäßig seinen Beitrag entrichtet. Mitglieder der DKP können nicht zugleich Parteien, Vereinen, Organisationen und Einrichtungen angehören, deren Ziele gegen die Partei gerichtet sind.“ (Statut der DKP, Artikel 1)
Deshalb sind eine Unterstützung der »Kommunistischen Initiative« und die Mitgliedschaft in der DKP nicht vereinbar.


Was hier beschlossen wurde, wurde von den Gründern der KI entweder nicht berücksichtigt oder billigend in Kauf genommen. Man wußte doch ganz gut, daß im PV die Revisionisten und diejenigen, die nach Möglichkeit keinen politischen Richtungsstreit wollen, in der Mehrheit sind. Da muß man einfach damit rechnen, daß diese Leute auch reagieren. Die juristische Möglichkeit haben sie ja. Ich bin aber trotzdem gespannt, ob die DKP jetzt einen harten Kurs einschlägt, oder aber, es passiert überhaupt nichts. Die Mitglieder und Symphatisanten der KI werden jetzt wohl nur nicht mehr ihren Namen öffentlich machen und schon wäre der PV der DKP machtlos.

Aber insgesamt hat die ganze Angelegenheit schon etwas Lächerliches. Die einen rufen "Revisionisten", die anderen rufen "wenn ihr uns so seht, dann spielen wir nicht mehr mit euch" und am Ende hat man sich nur gestritten und in der Praxis ist keine Stärkung eingetreten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 18. Jul 2009, 18:21 

Beiträge: 2008
Wo kann ich eine Stellungnahme der DKP lesen, wo begründet wird, dass die DKP-Führung keine revisionististischen Positionen einnimmt?
Wenn dieser DKP-Beschluß die einzige Reaktion auf die KI wäre, wäre das für mich die Bestätigung, dass die Führung revisionistisch ist.

Ich denke, die Gründer der KI konnten den Charakter der DKP-Führung durchaus richtig einschätzen und waren sich sicher auch über zu erwartende Reaktionen im klaren. Was hätten sie tun können?
a) diese Einschätzung der DKP nicht bringen (verschweigen). Den sogenannten Sachzwängen gehorchen, wie das bürgerliche Parteien bis zur LINKEN hin gern tun.
b) die Einschätzung offen auf den Tisch zu bringen, um sie mit der DKP oder interessierten Genossen zu diskutieren.
Was würdest DU von einem Kommunisten nun erwarten? Ich denke, man hat das getan, was sich für einen Kommunisten geziemt. Also nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern offen und ehrlich die Dinge so ansprechen, wie sie sind.
Ein Maulkorberlaß der DKP-Führung ist sicher nicht die Reaktion, die ich von Kommunisten erwarten würde. Das ist nicht die Art, miteinander vertrauensvoll über die Probleme (unterschiedliche Einschätzungen) zu sprechen und zu einer Lösung zu kommen. Eine Lösung die einem Kommunisten und dessen Partei würdig ist.
So und nun könnt ihr gern über mich herziehen ... damit habe ich sicher keine Probleme.
Was mich viel mehr stört, ist die damit auf Jahre festzementierte Spaltung aller kommunistischen Kräfte. Welche Konsequenzen das hat, brauche ich wohl nicht zu sagen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 18. Jul 2009, 19:23 

Beiträge: 105
Es geht doch nicht darum, irgendwelchen Sachzwängen zu gehorchen, sondern einfach mal genau hinzuschauen, wieviel man erreichen kann. Man muß doch immer noch sagen, egal was der LV Berlin oder die Sachsen-Anhaltiner richtiges schreiben, ist ihre innerparteiliche Macht noch viel zu gering, um wirksam etwas zu verändern. Worum es geht ist die Stärkung der oppositionellen Strukturen innerhalb der DKP. Wenn irgendetwas von außen kommt, wird es immer gleich als Versuch zur Spaltung gebrandmarkt werden. Und solange die Mehrheit der DKP entweder schweigt oder dem PV beipflichtet, wird immer eine Hatz gegen die Opposition begonnen. Solange die Opposition nicht größere Erfolge vorzuweisen hat als der PV, wird sie auch kein Gehör finden.
Wir sind doch viel zu erwachsen und erfahren, um zu wissen, daß es nicht darum geht, Probleme zu diskutieren. Es geht einzig und allein um die Macht. Mit einem veränderten Machtgefüge innerhalb der DKP läßt sich vieles ändern. Und das Statut der DKP läßt ziemlich freien Raum für die Organisation der Opposition. Und dazu braucht man keine KI.

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Lesen, lesen und nochmal lesen!
Es gibt noch einen kommunistischen Verlag und Versand, den zu besuchen sich lohnt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: So 19. Jul 2009, 07:34 

Beiträge: 2008
kortschagin hat geschrieben:
Mit einem veränderten Machtgefüge innerhalb der DKP läßt sich vieles ändern. Und das Statut der DKP läßt ziemlich freien Raum für die Organisation der Opposition. Und dazu braucht man keine KI.

Soweit war Dein Beitrag sicher nahe an der Realität. Aber Deine Hoffnung auf ein verändertes Machtgefüge ... dürfte wohl eine Illusion bleiben. Das zu erreichen ist nicht einfacher als eine Fusion von CDU mit der LINKEN hinzubekommen. Mußt Du mir ja nicht glauben, aber wir sprechen uns in 10 Jahren gern wieder. Sollte ich mich geirrt haben, soll es mir recht sein.
Also würde ich für meinen Teil mehr auf die KI als auf die DKP-Führung setzen, wenn es um die Schaffung einer neuen, geeinten und größeren kommunistischen Partei in diesem Land geht.
So verehrte Haarspalter der ... nun könnt ihr mir wieder vorwerfen, dass ich zum Parteiaustritt aufgerufen habe. Wir können aber dieses mal gleich diesen Unfug lassen und einsichtig feststellen, dass ich mich eigentlich nur um eine Lageeinschätzung bemüht habe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mi 22. Jul 2009, 20:21 

Beiträge: 55
Hallo,

über 70 Genossen aus der Region Westsachsen, Thüringen, Nordbayern, Osthessen haben sich seit einiger Zeit offen zur Bildung einer regionalen KI über das Internet, per Post, Telefon oder anderen Verbindungswegen bekannt. Leider kam es in der Vergangenheit immer nur zu kleineren Zusammenkünften von wenigen Interessierten.
Um dieser Initiative in besagter Region endlich aktives Leben einzuhauchen, hat ein Genosse an alle ernsthaft am Zustandekommen der KI Interessierte kurzfristig eine Einladung geschickt, um „Nägel mit Köpfen“ zu machen. Leider spielten dann auch noch Urlaub, Krankheit, Hartz IV und andere Widrigkeiten nicht die optimale Rolle für die Anzahl der Teilnehmer an diesem Tag.
Diese trafen sich am 11.07.09 in Gera (Thüringen) und gründeten spontan die „KI-Regionalgruppe SüdOst“.
Entsprechend dem Aufruf der KI handelt es sich um einen Zusammenschluß von Kommunisten (Einzelpersonen) aus verschiedenen Parteien, Vereinen, Gruppierungen - und Kommunisten ohne eine organisatorische Bindung. Anwesend war der Vorsitzende der Thüringer KPD – der die allseitige Unterstützung des Aufrufes der KI durch seine Partei zum Ausdruck brachte als auch ein Genosse der DKP, der seine ablehnende Haltung zur KI dokumentierte – aber eine Zusammenarbeit nicht ausschloß.
In der Diskussion wurden persönliche Positionen zur KI dargestellt und eine Vielzahl von Fragen aufgeworfen, die in der kommenden Zeit zu klären sind. Aber auch Positionen der DKP und der KPD zur KI und zum Aufruf der KI wurden diskutiert.
Deutlich wurde gemacht, daß die KI keine zusätzliche oder Ersatzorganisation zu bestehenden Parteien, Organisationen oder Bündnissen sein soll und will. Aufgerufen wurde mehrfach, daß organisierte Kommunisten weiterhin und uneingeschränkt in ihren Parteien und Organisationen aktiv wirken müssen. Es wurde mehrfach betont, daß es sich grundsätzlich um einen Zusammenschluss von Kommunisten als Einzelpersonen über Organisations- und Parteigrenzen hinweg handelt.
Auch eine Zusammenarbeit der KI mit bestehenden regionalen Bündnissen wurde angeregt.
Grundlage der gegenwärtigen Aktivitäten ist der Aufruf: „Schafft die Kommunistische Initiative in Deutschland“.

Beschlossen wurde weiterhin das:

"Geraer Manifest

„Aus der geschundenen Textilarbeiterregion Gera/Greiz rufen Kommunisten der KI alle Kommunisten in Deutschland auf:
Entscheidet Euch in den zentralen Fragen dieser Zeit! Entscheidet Euch zu konsequenter Verbundenheit mit der wissenschaftlichen Weltanschauung der Arbeiterklasse, den Marxismus/Leninismus und dazu, die DDR als höchste Errungenschaft der deutschen Arbeiterbewegung bedingungslos anzuerkennen - wie die UdSSR für das Weltproletariat - und dazu, den modernen Revisionismus als Ursache für den Sieg der Konterrevolution zu sehen.
Seid bereit, die Einheit der kommunistischen Bewegung in Deutschland mit dem Ziel der Schaffung einer einheitlichen Kommunistischen Partei Deutschlands voranzutreiben.

Dazu sind Parteigrenzen, individuelle Vorbehalte und persönliche Animositäten zu überwinden.
Jeden Kommunisten, der sich unter diesen Voraussetzungen anschließt, erwarten die Mühen der Gebirge.
Beginnen wir!
Unsere Aufgabe ist es, Bildungsstrukturen zu schaffen, um das Un- und Halbwissen in den Köpfen zu beseitigen. Nur Wissen ist Macht.
Wir haben einen starken Gegner – den Klassenfeind, der zu allem entschlossen, seinen Profit ins Maßlose zu steigern sucht und daher den Kommunismus als seinen ärgsten Gegner bekämpft – selbst auf die Gefahr des eigenen Unterganges.

Um die Welt zu verändern, müssen wir die Welt kennen und verstehen.
Schaffen wir uns also ein wissenschaftliches Programm für eine einheitliche Kommunistische Partei – nutzen wir dabei bestehende Programme und Analysen.

Im Marx’schen Sinne rufen wir aus Gera auf:
Seit dem Sieg der Konterrevolution wurde diese nicht nur zur Genüge interpretiert, sondern deren Grundlage im modernen Revisionismus festgestellt. Jetzt kommt es darauf an, die Welt wieder zu verändern.
Dazu braucht es eine einheitliche, starke kommunistische Partei Neuen Typs - auch in Deutschland - eine Partei, in der sich alle Kommunisten auf marxistisch- leninistischer Grundlage vereinen!


Gera, den 11. Juli 2009
beschlossen von den Gründungsmitgliedern
der KI-Regionalgruppe SüdOst“

Stark bleiben!


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mi 22. Jul 2009, 20:35 

Beiträge: 55
Hallo,

und E-Post hatte ich dann heute auch noch…

„Wie schaffen wir EINE kommunistische Partei?
Position der DKP Thüringen zur
Gründung der Regionalgruppe der KI in Gera

Der Kampf gegen die Diktatur des Kapitals, gegen Sozialraub, Krieg oder Neofaschismus sind unbestritten die Tagesaufgaben für Kommunisten. Der Aufbau des Sozialismus bleibt unser Ziel.
Stets gilt: eine starke kommunistische Partei – eine starke Organisation der Arbeiterklasse ist unsere beste Waffe im Klassenkampf.
Historisch sind in Folge der Niederlagen der kommunistischen Bewegung in Deutschland verschiedene Organisationen entstanden, die sich auf Marx, Engels und Lenin beziehen und sich selbst als revolutionäre marxistisch-leninistische Organisationen verstehen. Die Zersplitterung der Kräfte der Arbeiterklasse schadet aber unserer Sache und dient dem Klassengegner.
Die DKP Thüringen arbeitet seit Jahren aktiv mit den Genossen der KPD und der Kommunistischen Plattform zusammen. Zahlreiche Veranstaltungen wurden gemeinsam organisiert und durchgeführt. Diese Schritte der praktischen Zusammenarbeit und der politischen Diskussion sind ein notwendiger und wichtiger Schritt, um die Einheit der Arbeiterparteien herzustellen. Grundlagen der Zusammenarbeit sind gegenseitiger
Respekt, Vertrauen und das Bewusstsein über das gemeinsame Ziel: den Sozialismus.
In Ostthüringen gibt es seit über zehn Jahren den Roten Tisch. Hier koordinieren GenossInnen der verschiedensten Organisationen (KPD, DKP, Linkspartei, Freidenker, RotFuchs, SDAJ, solid, FDJ und viele andere) sowie Parteilose den gemeinsamen Kampf gegen den politischen Gegner. In den Grundsätzen des Roten Tisches heißt es: „Wir sind ein Zusammenschluss von Linken in Ostthüringen, deren Fernziel es ist, eine Gesellschaftsordnung frei von Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu errichten. Das nächste Ziel für uns kann nur sein, die Zersplitterung der linken Kräfte und Bewegungen durch Bildung von Aktionseinheiten Schritt für Schritt durch gemeinsame Gespräche, Terminkoordination und Aktionen zu überwinden. Wir sind nicht immer derselben Meinung, aber: Uns eint mehr, als uns trennt!“
Angesichts der zahlreichen und erprobten Formen der Zusammenarbeit der Kommunisten in Thüringen sieht die DKP Thüringen keine Notwendigkeit, eine weitere Organisation aufzubauen. Vielmehr befürchten wir eine objektiv spaltende Wirkung, wenn neben bisher bestehenden Strukturen eine weitere aufgebaut wird.
Entsprechend des Aufrufs der KI stellt sich diese ausdrücklich gegen die DKP und ihr Programm. Daher ist die Mitgliedschaft in der KI mit dem Statut der DKP unvereinbar, wie der Parteivorstand der DKP festgestellt hat.
Nach dem Aufruf zur Gründung einer Kommunistischen Initiative bildete sich nun am 11.07. auch in Gera eine Regionalgruppe. Die Entscheidung Einzelner zur Teilnahme an dieser Gruppe bedauern wir, müssen sie aber akzeptieren. Wir werden die weitere Entwicklung beobachten und die KI an ihren eigenen Aussagen und ihrer politischen Praxis messen.
Trotz unserer Vorbehalte gilt für die DKP Thüringen weiterhin: Wir werden mit allen Personen und Organisationen zusammenzuarbeiten, die ehrlich und konsequent gegen Sozialräuber und Kriegshetzer Widerstand leisten wollen. Die kommunistische Einheit wird nicht durch Erklärungen geschaffen. Wir werden mit jedem solidarisch kämpfen, der den Sozialismus mit uns errichten will!
Koordienierungsrat der DKP Thüringen, 14. Juli 2009“

Da ich morgen früh raus muß, verkneife ich mir einen Kommentar – doch der kommt. Versprochen!

Stark bleiben!


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 23. Jul 2009, 16:14 

Beiträge: 2008
Glückwunsch an die Genossen in Gera (damit meine ich alle 70 Genossen aus der Region Westsachsen, Thüringen, Nordbayern, Osthessen) zu eurem Treffen und der Erklärung. Das läßt hoffen und genaus die richtige Richtung, wie die Einheit aller Kommunisten zu stande kommen kann.
Zur Position der DKP sage ich vorerst nichts. Da will ich Deinen Kommentar nicht vorgreifen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mo 27. Jul 2009, 11:07 

Beiträge: 132
Hallo zusammen!

Zunächst einmal, das hier ist mein erster Beitrag im Forum. Ich habe hier schon seit einiger Zeit interessiert gelesen und nun beschlossen, mich anzumelden.

Was diese kommunistische Initiative betrifft: Ich begrüsse sie. Man sollte zwar immer darauf achten, mit wem man sich da so verbündet und verbrüdert (nicht wie die DKP, die die Einheit der "linken" Bewegung über die Inhalte stellt), aber ich denke, dass eine große kommunistische Partei, die alle revolutionären Kräfte bündelt, statt sie zu zersplittern, den Kommunismus in der BRD enorm weiterbringen würde.

Was mich jedoch ziemlich befremdet, ist diese eigentlich recht irrationale Zersplitterung der kommunistischen Bewegung: Es gibt MLPD (zu der ich offen gestanden tendiere), KPD (Ost), KPD(B), KPD (Roter Morgen), KPD/ML (Roter Morgen), KPD/ML (Roter Stern), um nur einige Gruppen zu nennen. Streitpunkt ist im Großen und Ganzen eigentlich nur das Geschichtsbild.

Alle genannten Gruppen haben eines gemeinsam: Ihre tiefe Verehrung für Marx und Engels, Lenin und Stalin. Daneben eint sie vor allem ihre innige Ablehnung des modernen Revisionismus Marke Chrushchov, Tito, Deng oder Gorbachov, die den Sozialismus zerstörten. Dass der eine dabei eine Vorliebe für Mao hat, während der andere Hoxha verehrt – einerlei. Aber während die einen glauben, nach dem Sieg der Revisionisten 1956 gab es nur noch Staatskapitalismus und Sozialimperialismus, sehen die anderen in der Sowjetunion und in der DDR bis zum Ende konsequent sozialistische Staaten und interpretieren jede diesbezügliche Skepsis als Verleumdung sozialistischer Staaten (etwas überspitzt formuliert).

Dabei dürften doch gerade derartige Differenzen leicht beizulegen sein. Es dürfte Einigkeit bestehen, dass sich mit dem XX. Parteitag der KPdSU der Revisionismus durchgesetzt hat, und dass die Chrushchov-Clique der Anfang einer Fehlentwicklung war, die letztlich zum Ende des Sozialismus führte. Es wäre jedoch zu einfach, anzunehmen, dass die Sowjetunion und der sogenannte Ostblock mit der Machtergreifung der Revisionisten sofort in kapitalistische und imperialistische Staaten verwandelt wurden.

Richtig ist vielmehr, dass die Revisionisten an die Macht kamen und den Sozialismus Schritt für Schritt durch Privilegienwirtschaft und kleinbürgerliches Denken zersetzten. Dennoch waren die aufrichtigen Kommunisten deutlich in der Mehrzahl. Die Sowjetunion und die DDR waren also auf Grund der Revisionisten nicht mehr konsequent sozialistisch, aber dank der kommunistischen Basis in der Partei auch noch nicht kapitalistisch. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo in der Mitte. Daher sollten wir uns nicht weiter streiten.

Ziehen wir an einem Strang, gründen wir eine große kommunistische Partei! Wir brauchen eine solche Partei, die alle revolutionären kommunistischen Kräfte bündelt, statt sie weiter zu zersplittern. Daher sollten wir unsere minimalen Differenzen vergessen und uns auf unsere große Gemeinsamkeit, unsere marxistisch-leninistische Ideologie besinnen!

Ist jetzt ziemlich lang geworden, aber das ist so meine Meinung dazu. Falls ich iwo fundamental falsch liege, bitte ich um Korrektur.

:redstar161: Es lebe der Sozialismus! :redstar160:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mo 27. Jul 2009, 13:35 

Beiträge: 2008
Hallo Ralph und herzlich willkommen bei uns.

Deine Darstellung und Dein Anliegen lassen erkennen, dass wir uns wohl gut verstehen werden. Ich bin auch der Meinung, dass eine große und einheitliche kommunistische Partei diesem Land und auch der ganzen Welt die Chance gibt, die jetzige unmenschliche Gesellschaftsordnung zu überwinden und die wirkliche Freiheit der Menschen zu erkämpfen.

Warum gelingt das seit 20 Jahren nicht? Sind es nur kleinliche, menschliche Probleme, die uns nicht zusammenfinden lassen?
Steckt vielleicht aber mehr dahinter, als es so auf den ersten Blick erscheint?
Inwieweit kennst Du die Geschichte der einzelnen K-Parteien und Gruppen?
Was ist Dir bekannt über die Ursachen für deren Gründung?
Was ist Dir bekannt über die Motivationen für deren Gründung?
Stehen wirklich alle diese K's hinter den grundsätzlichen, elementaren Forderungen der KI für eine Einigung auf diesem minimalen, gemeinsamen Nenner?

Es verlangt keiner von Dir, dass Du alle diese Fragen beantworten kannst. Aber vielleicht kannst Du es für einen Teil der Fragen tun. Alles weitere sei hier einfach in die Diskussion geworfen. Vielleicht können wir hier dann einen kleinen Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte der Komm. Parteien tun. (Etliche Antworten findest Du auch mit etwas Suchaufwand in den Beiträgen des Forums).

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mo 27. Jul 2009, 14:07 

Beiträge: 132
Vielen Dank! Ich glaube auch, dass ich mich hier sehr wohlfühlen werde. :redstar162:

Von diesen K-Gruppen weiss ich nicht wirklich viel, nur, dass sie sich im Zuge der 68er-Studentenbewegung gründeten, dass sie nach eigener Aussage eine Reaktion auf den revisionistischen Verrat am Kommunismus im Osten waren, und dass das K glaube ich für "Kader" steht. Sie sind in der Regel an Mao Tsetung orientiert, und haben, wenn ich das richtig sehe, einen starken Hang zum Zirkelwesen. Daher glaube ich nicht, dass sie alle (oder auch nur ein nennenswerter Prozentsatz) hinter der KI stehen, höchstens nach dem Motto: "KI? Klar, nach unseren Bedingungen und unter unserer Führung ..."

Das ist jetzt eine ziemlich kritische Darstellung der K-Gruppen. Ich muss jedoch sagen, dass ich die MLPD dennoch gut finde, weil sie für mich die einzige Partei ist, die sich aktiv mit dem Scheitern des realen Sozialismus auseinandersetzt und eine logische, wenn auch ziemlich hochstilisierte Erklärung abgibt (die DKP ist ja schon ganz schön ins revisionistische Fahrwasser geraten, und durch die vielen anderen Kleingruppen habe ich mich noch nicht durchgearbeitet).


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