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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: So 28. Sep 2008, 19:49 
Meister des virtuellen Pinsels
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Beiträge: 688
Wer weiß was dahinter steckt, vom Prinzip ist es letztlich sowieso besser, wenn potenziell schädliche Elemente, sich bereits im Vorfeld, selbst liquidieren. Darüber hinaus ist es ja nicht das erste mal das A und K-Online derart deplatzierte Kritik über den Äther jagen.

Es gibt ja auch so etwas ähnliches aus Frankreich.
http://www.initiative-communiste.fr

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"Alle Menschen von Genie, alle jene, die sich in der Republik des Geistes einen Namen gemacht haben, sind Franzosen, ganz gleichgültig, in welchem Land auch immer sie geboren wurden."
- Napoleon -


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mo 29. Sep 2008, 02:04 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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Beiträge: 628
Gerade habe ich den Newsletter von Kommunisten-Online erhalten. Er ist unten als Screenshot angefügt, da mir sonst wohl niemand glauben wird was da drinsteht - ich glaube es ja selbst noch nicht.

Vor 12 Stunden hatte ich mehrere billige Hetzartikel von K-Online gegen die KI auf der ersten Seite dieses Fadens verlinkt. Diese Artikel ließen sich - auch wenn Herr Ackermann als Betreiber der Seite lustigerweise anderes behauptet (Siehe Screenshot) - auch ohne seinen Newsletter finden indem man auf die Rubrik "Für (sic!) den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands" klickt und dort die ersten 3 oder 4 Artikel liest. Lassen wir an dieser Stelle ganz einfach die chronische Unordnung auf K-Online beiseite, jetzt, wieder siehe Screenshot, lässt sich lesen:

Günther Ackermann hat geschrieben:
Zwar sind die Texte schon seit einigen Tagen online, wurden aber nicht verlinkt, waren also nicht einfach zugänglich.


Nicht "einfach zugänglich"? "Einfach zugänglich" ist bei K-Online nichts. Aber es geht weiter:

Günther Ackermann hat geschrieben:
Dennoch "verriet" ein OPC (Michael Opperskalski) in einem Forum, welches ihm nahe steht, den Link.


Zu meinem Usernamen kommen wir vielleicht später. Viel interessanter ist hierbei allerdings die Tatsache, daß K-Online anscheinend aufgrund der Buchstaben "O" und "P" in meinem Pseudonym in diesem Forum den genialen Schluss zog, bei mir müsse es sich um eine geheime Identität von Michael Opperskalski handeln. Was sagt man in so einer Situation, außer: Nö, stimmt nicht! Ich achte jedenfalls darauf, nicht jede aus einem politischen Reflex geborene Schnapsidee nachts per Newsletter in die ganze Welt zu verschicken um mir solche Peinlichkeiten zu ersparen - dieses Verhalten kann ich Ackermann nur empfehlen.

Aber Inspektor Günther schlußfolgert weiter:

Günther Ackermann hat geschrieben:
Wo der das wohl her hat? Wir haben niemand mitgeteilt, wo diese Texte sind.


Außer allen Internetnutzern, die in der Lage sind, sich durch das Menü von K-Online zu kämpfen, versteht sich.

Günther Ackermann hat geschrieben:
Um die Festplatte zu scannen und bestimmte Sachen zu finden, ist ein hoher technischer Aufwand erforderlich, den Opperskalski nicht haben kann.


Das steht da wirklich in diesem Newsletter! Ich denke, Opperskalski (der ich nicht bin!), benötigt nicht den "technischen Aufwand" eine "Festplatte zu scannen" (?) um an verwirrte Artikel heranzukommen - ein Internetbrowser reicht dazu völlig aus.

Günther Ackermann hat geschrieben:
Ob ihm da kleine Männchen mit Schlapphut etwas ins Ohr geflüstert haben? Bei ihm ist das zumindest eine Möglichkeit.


Die Moral von der Geschichte: Anstatt davon auszugehen, daß jemand seine Internetseite richtig bedienen und aus Vernunftgründen seine Polemik nicht teilen kann, hält G. Ackermann anscheinend ein hinterhältiges Geheimdienstkomplott gegen K-Online mit dem Ziel die Inhalte von K-Online zu verbreiten für realistischer.


Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mo 29. Sep 2008, 12:19 
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Beiträge: 40
Ich habe bisher von Ackermann und seiner Seite kommunisten-online.de recht viel gehalten. Das hat sicher auch damit zu tun, daß wir beide ursprünglich aus einem politischen Spektrum herkommen, das ich heute als Linksopportunistisch bezeichnen würde. Ich habe mir über die Jahre eine etwas differenziertere Sicht der Dinge angelesen und hatte in der letzten Zeit auch den Eindruck, bei kommunisten-online eine vergleichbare Entwicklung beobachten zu können. Leider mußte ich innerhalb von wenigen Stunden gleich mehrmals feststellen, daß ich mich in Ackermann getäuscht habe. Damit meine ich nicht nur die unsachliche Kritik an der Kommunistischen Initiative und die damit verbunden Unterstellungen die OPC oben dokumentiert hat, sondern auch den Blogeintrag von Woschod. Das darin zitierte Dokument beweist, daß Ackermann in den letzen Jahrzehnten nicht viel gelernt hat - oder nicht lernen durfte.


Zitat:
1967 15. März / 22 April

Parallel zum Auftreten des Initiativausschusses für die Wiederzulassung der KPD meldet die Presse einen “Aufruf” zur Gründung einer “chinesischen” Partei, die “konsequent marxistisch” sein, sich aber von der “kritiklosen Befolgung der Moskauer Befehle abheben” und an Peking orientieren will. Sie will sich “Freie Sozialistische Partei” nennen. Als einziger Unterzeichner des Aufrufs wird in der Presse der 27-jährige, in Erfurt geborene Günter Ackermann genannt, der 1959 “Notaufnahme” im Westen erhielt. Auf der Gründungsversammlung am 22. April in Frankfurt/M. übernehmen jedoch Gegner dieser Parteigründung und Sympathisanten der KPD, die im Saal in der Mehrzahl sind, per Geschäftsordnungsantrag die Versammlungsleitung und lösen die Zusammenkunft auf.


Quelle

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"Konkrete politische Aufgaben muß man in einer konkreten Situation stellen."

W. I. Lenin


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mo 29. Sep 2008, 20:31 

Beiträge: 132
Hallo, die G.A.-Diskussion finde ich insofern etwas komisch, weil nun plötzlich alle Sachen schreiben, wie sinngemäß, von ihm habe ich nichts anderes erwartet, seine Seite habe sich in den letzten Monaten so und so entwickelt, er pinkele jedem ans Bein... Nur komisch, das man hier im Forum zuvor sowas nicht gehört hat. Auch dass man nun gegen die politische Ecke aus der er kommt (KPD/ML... übrigends danach PDS (KPF), davon hört man komischer Weise jetzt nichts) polemisiert ist hier im Forum neu, schließlich ist seine politische Vorgeschichte doch lange bekannt. Gerade war er noch ein Freund und wo er kritisiert, da war eh schon klar, dass er eine falsche Linie hat etc...
Wenn man das alles angeblich schon vorher gesehen hat, warum hat man darüber nichts im Forum geschrieben? Vielmehr wurde doch eine enge Zusammenarbeit von offen-siv und Kommunisten-online angestebt...
Ich habe jedenfalls meine Kritik an falschen Polemiken von ihm offen gelegt.

------------------------------------------------------------------------
Siehe viewtopic.php?f=32&t=1670&p=14246&hilit=Steigerwald#p14246
dort schrieb ich zur Diskussion in der jungen Welt und G.A. Kritik an Steigerwald:

Hallo, ich muß Numa recht geben, was die billige Polemik von Ackermann zur Kybernetik soll verstehe ich auch nicht. Man kann ja nicht Erkenntnisse einfach wegwerfen als gäbe es sie nicht. Seine Erklärung was Kybernetik sein soll trifft nicht den Kern. Thesen wie das der Mensch dabei nicht vor kam sind nachweißlich grundfalsch. Es wäre ja ok gewesen wenn er sagt ich habe davon keine Ahnung, ich kenn mich damit auch kaum aus (aber was ich laß reicht erstmal um zu sehen, dass das nicht Blödsinn ist). Es sieht so aus als hätte A. krampfhaft nach Fehlern gesucht bei R.Steigerwald

Sergej hat damals jedenfalls G.A. verteidigt in dem er schrieb: wenn Ackermann verkrampft versucht hätter Fehler bei Steigerwald zu finden....

Ich muss aber sagen, die Diskussion über G.A. ist hier auch nicht gerade produktiv...
Nun wird sehr pauschsal geurteilet, also ich würde nicht sagen, das alles was G.A. auf seiner Seite geschrieben hat per se falsch ist, teilweise bekommt man in der Diskussion hier aber den Eindruck. Man kann G.A. , den offen-siv-Vertretern und den Diskutanten hier nur raten sachlich zu arumentieren.
Progress


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Di 30. Sep 2008, 06:48 

Beiträge: 2008
Nun @progress, ich kann Dir auch nur zu den Dingen antworten, die ich selbst erlebt habe bzw. was meine Meinung dazu ist. Das können andere anders sehen.

1. Das Thema GA ist keine Thema, was mit der KI hoch kam. Das geht seit Jahren, dass es immer wieder Auseinandersetzungen (nicht Diskussionen!) mit ihm gibt. Das hat bereits verschiedenste Leute getroffen. Das nicht immer alles an die große Glocke gehangen wurde, hatte unterschiedliche Gründe. Sicher gab es Bestrebungen das vernünftig unter Genossen zu regeln. Daher wurde auch nicht jedes Thema hier im Forum diskutiert. Aber an anderer Stelle schon ...

2. Von Seiten offen-siv wurde seit über einem Jahr (vielleicht noch länger) versucht, mit GA in einen vernünftigen Dialog zu kommen. Er hat vielfach Zusammenkünfte abgelehnt. In den letzten Wochen kam es wohl doch zu einem Treffen mit offen-siv (bitte mich korrigieren, wenn meine Informationen hier falsch sind). Hilfeangebote für Gestaltung und Betreibung seiner Website (3-Mann-Redaktion lt. GA) wurden nunmehr als Einmischung, Übernahmeversuche und was weiss ich noch ausgelegt.

3. offen-siv und GA haben keinen gemeinsamen Faden gefunden und daraufhin sich getrennt. Das ist nichts Ungewöhnliches und Verwerfliches, wenn es jetzt nicht das nachträgliche schmutzige Wäsche waschen gäbe. Da sind von GA-Seite etliche Aussagen gekommen, wo man nur den Kopf schütteln könnte. Damit hat GA potentielle Verbündete vor den Kopf gestoßen und das es einer Diskussion unter Kommunisten unwürdig ist, braucht wohl nicht mehr erwähnt werden.

4. Wenn sich GA nunmehr beklagt, dass es eine Kampagne gegen ihn und seine Website von offen-siv und von diesem Forum aus gibt, dann muß er sich auch Fragen, welchen Anteil er dazu beigetragen hat.
Ich betrachte das übrigens nicht als Kampagne, sondern als Meinungsäußerung von Mitmenschen, die von sich aus diese Position vertreten - und nicht von irgend jemanden dazu aufgefordert wurden. Da es bei der KI um ein öffentlicheres Thema geht, als bei anderen Themen, kommt offen-siv und kommen auch wir im Forum nicht darum herum, dass öffentlich zu diskutieren.

Würden tatsächlich derartige Kampagnen gegen Mitmenschen geführt, die sich kritisch zur KI äußern, dann wärst Du z.B. bereits seit einigen Tagen hier gesperrt. ;)

Selbstverständlich können wir nicht erwarten, dass alle an der KI Interessierten auch alle Positionen des Aufrufes unterstützen. Da wird es in der weiteren Zeit ausführlichere Diskussionen geben müssen und bis zu einer Parteigründung mit Programm und Statut wird erst recht viel Diskussion erforderlich sein (weil wir das ja so undemokratisch betreiben ;) ). Diesen Weg wird nicht jeder mitgehen (wollen).

Wer jetzt zum Ausdruck bringen möchte, dass er das auch nach Korrekturen nicht unterschreiben kann, der möge dies tun und wir betrachten das Gespräch als beendet (ohne das noch irgendwelcher Schmutz nachgekarrt werden muß).
Wir dürfen aber von dem Betreffenden auch erwarten, dass er unsere Positionen zumindest zur Kenntnis nimmt, wo wir gewisse Mindestvorausssetzungen als gemeinsame Basis für die weitere Zusammenarbeit formuliert haben. Hinter diese Linie gibt es kein zurück (s. a. Beitrag von polly).

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Di 30. Sep 2008, 15:28 
Administrator
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Beiträge: 4023
progress hat geschrieben:
Hallo, die G.A.-Diskussion finde ich insofern etwas komisch, weil nun plötzlich alle Sachen schreiben, wie sinngemäß, von ihm habe ich nichts anderes erwartet, seine Seite habe sich in den letzten Monaten so und so entwickelt, er pinkele jedem ans Bein... Nur komisch, das man hier im Forum zuvor sowas nicht gehört hat.


Das Du nichts davon in diesem Forum gehört hast, liegt daran, dass der Vorfall, wo Ackermann mir und dem KJVD vor einigen Jahren ziemlich dämlich gekommen ist, inzwischen hier nicht mehr öffentlich einsehbar ist. Ackermann hat dem KJVD unterstellt, antideutsch zu sein, weil wir in Dresden uns an einer Antifademo gegen den Naziaufmarsch zum 13. Februar beteiligt hatten, an dem auch Antideutsche mit ihren Transparenten teilnahmen. GA hat damals ziemlichen Stuss geschrieben. Seitem halte ich es mit GA wie viele Genossen, die ich kenne: Man liest ihn, aber man hält ihn weitgehends fern von sich.

Das sich GA zwischenzeitlich bei offen-siv engagiert hat, hielt ich für ein gutes und richtiges Zeichen. Das er jetzt in dieser Art seinen Mist hinrotzt, das finde ich sehr komisch. Er hat offen-siv, Flegel und Opperskalski ja nicht erst seit 3 Monaten gekannt.

Und wenn GA mich indirekt als "rechtsopportunistischen Zentristen" bezeichnet, und einer seiner Autoren (Der vielleicht auch nur ein Alter Ego von GA ist) mir antideutsche Tendenzen unterstellt, das nehme ich das sehr persönlich. Mag sein, das ich bei vielen einen zweifelhaften Ruf habe, aber ich weiß genau, was ich nicht bin.

Übrigens habe ich GA in meinem Blog auch schonmal verteidigt.

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Di 30. Sep 2008, 18:42 

Beiträge: 29
Hallo Stalinwerke-Leser!
Nun bin ich hier angemeldet (mein 1.Beitrag) und will mich gern an Euren spannenden Diskussionen beteiligen!

Den Text zur Schaffung der kommunistischen Initiative in Deutschland habe ich bisher nur nirgends gelesen.
Prinzipiell bin ich, als Anhänger der DKP, auch der Meinung, dass es keine weitere K-Gruppe braucht. Gibt es nicht schon genügend Kleingruppen? Wie kann man zur Einheit der Marxisten-Leninisten aufrufen und dann sagen dass man Kräfte aus der DKP heraus spalten will? Und auch wenn ich Kritiken an Teilen der DKP-Führung habe, so ist sie derzeit DIE Kraft der Kommunisten. Wenn es einmal einer Neugründung bedarf, so denke ich auch, dass es nur aus der DKP und mit der Zeitschrift Rotfuchs geht, denn diese hat einen verhältnismäßig großen Einfluss.
Sehr wundert mich hier auch, dass die Kommunistische Initiative aus Wien hier so positiv gezeichnet wird. Deswegen hoffe ich, dass den Aufrufern bewusst ist, dass diese Gruppe gerade die Leninsche-Imperialismus-Theorie verwirft, in dem sie z.B. von einem EU-Imperialismus spricht! Wohl auch auf Grundlage dieser falschen „theoretischen Erkenntnis“, sucht sie sich ihre Bündnispartner aus.
Auf der Seite der KI http://www.kommunisten.at/ wurde zur Wahl der LINKEN aufgerufen. Die LINKE trat in Österreich in 5 Bundesländern bei der Nationalratswahl am 28.9. zur Wahl antreten. Zur Linken gehören Kräfte wie die Sozialistische Alternative (SOLA http://dielinke.at/) [diese ergriff die Initiative für diese Wahlpartei], die SOLA gehört zur trotzkistischen Imprekorr, zu der in Deutschland die isl (SoZ-Zeitung) sowie der RSB gehören , sie Sozialistische Linkspartei (SLP http://www.slp.at/) eine Brunderorganisation der SAV, die kürzlich in Deutschland auch in Berlin und Ostdeutschland in die Partei Die Linke eingetreten ist, dazu gehört auch die Liga der sozialistischen Revolution (LSR http://www.sozialistische-revolution.org/) diese Organisation, die z.B. 9 Kandidaten stellt, ist die Bruderorganisation der trotzkistischen Gruppe Arbeitermacht. Außerdem gehört neben der KI noch die Föderation der Arbeiter und Jugendlichen aus der Türkei in Österreich (ATIGF) dazu, die in Deutschland ATIK heißt und in der Sympathisanten der maoistischen TKP/ML sind (die wiederum Bruderpartei der MLPD ist).
Also die KI kandidierte in Österreich mit 3 trotzkistischen und 1 maoistischen Gruppe. Dies soll also das Vorbild der KI sein, die in Deutschland aufgebaut werden soll??? Na Prost Mahlzeit! Ist das die Verteidigung des Marxismus-Leninismus, den sich der Text auf die Fahne schreibt?
Nein, die KI blinkt mit dem Wahlbündnis „LINKE“ links und überholt dann rechts!
Die Verteidiger des Marxismus-Leninismus, wie die KPÖ-Steiermark (http://www.kpoe-steiermark.at/) rufen zur Wahl der KPÖ auf! Warum gerade in einer Situation in der die rechten Partei Zulauf gewinnen eine Kleinstkandidatur neben der KPÖ nötig sein sollte, erschließt sich mir jedenfalls nicht.
Das Ergebnis spricht Bände die LINKE kam auf sage und schreibe 1.898 Stimmen, das waren 0,0% ok, für die die es genau wissen wollen: 0,04%. Die KPÖ kam immerhin noch auf 36.139 Stimmen bzw. 0,77% wobei sie leider über 11.000 Stimmen verloren hat.

Die Debatte zur KKE kenn ich nicht groß bereichern. Ich kenne einige Texte der KKE, sie ist schließlich die Bruderpartei der DKP und somit wird sie sich sicher nicht vereinnahmen lassen, und auch DKP-Bruderpartei bleiben. Der Genosse Sergej, scheint sich ja gut mit der KKE auszukennen. Es wäre gut mal die Texte der KKE -die zeigen das sie stets auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus geblieben sind- ins Forum zu stellen. Sicher kannst Du auch griechisch, wenn Du die KKE so positiv einschätzt und kannst ggf. auch Passagen aus deren Programmatik übersetzen. Als Internationalisten sollten wir uns mit solchen Parteien beschäftigen!!!

Die Aussagen eines „Progress“ zum Sozialismus teile ich als ehemaliger Staatsbürger der DDR nicht. Im Gegensatz zu dieser Person, bedauere ich hingegen, das im Aufruf nicht die sozialistischen Länder: Korea, Cuba, Vietnam und vor allem auch China benannt werden. Eine Verteidigung des Marxismus-Leninismus muss nicht nur die SU und DDR verteidigen. Sehr gut am Aufruf finde ich aber das beispielsweise die DDR bedingungslos verteidigt wird, dass also die gesamte Zeit bis Krenz und Modrow verteidigt wird und nicht Teile als revisionistisch entartete oder dergleichen tituliert werden.

Auch zu Stalins Verdiensten wird nichts gesagt. Jemand wie Genosse Holz, hätte dies nicht verschwiegen. Und sicher werden sich Kräfte aus diesem Umfeld nicht dem Projekt anschließen, so dass es wohl nur einzelne Personen aus der DKP sein werden, die sich ernsthaft mit Eurem Text auseinandersetzen. Das Projekt ist ja nichts Neues. Die Leute von offen-siv, haben dergleichen ja schon vor längerer Zeit geplant, damals wollte man aber auch noch Leute aus der KPF und vom Rotfuchs dazugewinnen.

Für mich sieht es so aus, als ob die „Theoretiker“ der offen-siv nun ein paar Anhänger gefunden haben, die dann als offizielle Vertreter dieses Projekt vorantreiben sollen, und sie selbst werden (das sage ich schon mal voraus) im Hintergrund bleiben und Strippen ziehen. Es ist ja bekannt, das in diesem Forum eher Anhänger der KPD-Bolschewiki diskutieren, die diesen Text unterstützt. In der KPD gibt es dagegen durchaus berechtigte Vorbehalte (sie geht, wenn man deren Zentralorgan ließt, eher von einer Aktionseinheit aus, aus der etwas wachsen kann). Es ist nun wenig effektiv, wenn hier, nach der Kritik des „Progress“ nun die Anhänger der KPD-B alle ihr Projekt selbst beweihräuchern. Nun gibt es zwar viele Beiträge zur Thematik, aber wenig inhaltliche. Die Illusionen scheinen aber schon groß zu sein, wenn hier von der großen Chance nach Einheit in den letzten Jahren etc. geschrieben wird. Es wäre zu bedauern, wenn die jungen und die unerfahren Kräfte, die dieses Projekt ggf. unterstützen nun hierdurch verheizt werden, dass ihnen blühende „KI-Landschaften“ versprochen werden, aber die Realität dann anders wird und sie sich enttäuscht zurückziehen. Dies wäre sehr bedauerlich!
Einen wirklichen Einfluss in der Bewegung konnte sich hingegen der Rotfuchs in den letzten Jahren verschaffen, sie haben über 20.000 Leser! Und sie haben erfahrene Kader. Welche erfahrenen Kader kann das Projekt hingegen vorweißen? Einen Holz haben sie nicht.
Die Kräfte wie offen-siv, KPD und KPD-B sind hingegen Kräfte die sehr isoliert sind und im Gegensatz zur DKP nicht in den Klassenkämpfen wirklich eingreifen. Wie soll die Partei des Proletariats ohne das Proletariat aufgebaut werden?
Das Projekt ist auch sehr intransparent! Über die Geheimgespräche der Initiatoren wird gar nichts berichtet. Und dann wird gesagt alle Marxisten-Leninisten sollen sich beteiligen, an dem Prozess, den die selbsternannte Elite im stillen Kämmerlein plant? Bei der Neugründung der DKP lief es transparenter ab, und dies trotz der Tatsache das die KPD verboten war).

Wer hat den z.B. das Koordinierungsgremium gewählt? Welche Aufgaben hat es? Wer kontrolliert deren Arbeit? Wer hat den Text des Aufrufes bestimmt, warum wurde nicht schon zuvor dazu aufgerufen das sich die Marxisten-Leninisten versammeln und darüber abstimmen?
Aufrufe von „Marxisten-Leninisten“ zur Gründung einer neuen Organisation, neben der DKP, gab es bisher viele, davon können die Genossen aus Westdeutschland ein Lied singen, ob es nun die KPD/ML oder die MLPD war, sie führten zur Spaltung statt zur Einheit!

Natürlich interessiert mich auch was dann mit den einzelnen Organen der beteiligten Organisationen passiert. Also löst sich z.B. die offen-siv auf, oder fungiert sie als Fraktion in der KI? Bei ihrer Zeitung wird es so oder so erhebliche Veränderungen geben. Teile von denen die es gut fanden, das sie bisher zu keiner Partei gehören, werden sich ggf. abwenden.

Die Entwicklung der Kampfpartei geht heute durch die Stärkung der Linie Holz in der DKP und der Arbeit des Rotfuchses, anders kann ich es mir nicht vorstellen, kommt es nur zur Spaltung, zur Gründung von einer Kleinstgruppe ohne Klassenkampfbezug.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Di 30. Sep 2008, 19:42 
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Beiträge: 628
Zitat:
Sehr wundert mich hier auch, dass die Kommunistische Initiative aus Wien hier so positiv gezeichnet wird.

Das die Enwicklung der Österreicher nicht widerspruchsfrei und unproblematisch ist, ist sicher einigen hier bekannt und es wird ja auch nicht einfach eine Kopie dieser für Deutschland angestrebt. Für diese KI ist - denke ich - das Konzept mit dem die KI in Österreich angetreten ist entscheidend und nicht die konkreten Wahlbündnisse die Du ansprichst. Damit meine ich: Eine einheitliche kommunistische Organisation nicht über einen Zusammenschluß bestehender konkurrierender Parteien herzustellen, sondern indem zunächst gleichgesinnte Einzelpersonen unabhängig von diesen Organisationen zu sammeln. Wenn ich mich richtig erinnere ist Rotfuchs auch einst mit dieser Zielstellung angetreten und, sofern es ernst gemeint war, sollten die Genossen im Rotfuchs mit die ersten Unterstützer dieses Aufrufs sein.

Zitat:
Die Aussagen eines „Progress“ zum Sozialismus teile ich als ehemaliger Staatsbürger der DDR nicht. Im Gegensatz zu dieser Person, bedauere ich hingegen, das im Aufruf nicht die sozialistischen Länder: Korea, Cuba, Vietnam und vor allem auch China benannt werden. Eine Verteidigung des Marxismus-Leninismus muss nicht nur die SU und DDR verteidigen


Ich denke, SU und DDR wurden als einzige im Aufruf konkret angesprochen, da sich an der Haltung zu diesen beiden Staaten grob einige in der Linken verbreitete politische Linien festmachen lassen. Einer der sich durchgängig zur SU (also nicht von degenerierten Sozialismus unter Stalin o.ä. spricht) und zur DDR (welche ja der Todfeind der Linksradikalen ist) bekennt ist in der Regel politsch gut positioniert. Das läßt sich an der Haltung zu den anderen von Dir genannten Staaten nur schwierig bis gar nicht ableiten.

Zitat:
Auch zu Stalins Verdiensten wird nichts gesagt. Jemand wie Genosse Holz, hätte dies nicht verschwiegen. Und sicher werden sich Kräfte aus diesem Umfeld nicht dem Projekt anschließen, so dass es wohl nur einzelne Personen aus der DKP sein werden, die sich ernsthaft mit Eurem Text auseinandersetzen.

Ich glaube, wenn Genossen aus dem Umfeld von offen-siv, KPD, DKP und KPD(B) als Initiatoren genannt werde, sind in der Stalin-Frage keine bösen Überraschung zu befürchten, auch wenn seine Verdienste im Aufruf (der ja nur einen Aufruf und nicht schon ein Programm o.ä. darstellt) nicht erwähnt werden.

Zitat:
Die Debatte zur KKE kenn ich nicht groß bereichern. Ich kenne einige Texte der KKE, sie ist schließlich die Bruderpartei der DKP und somit wird sie sich sicher nicht vereinnahmen lassen, und auch DKP-Bruderpartei bleiben. Der Genosse Sergej, scheint sich ja gut mit der KKE auszukennen. Es wäre gut mal die Texte der KKE -die zeigen das sie stets auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus geblieben sind- ins Forum zu stellen. Sicher kannst Du auch griechisch, wenn Du die KKE so positiv einschätzt und kannst ggf. auch Passagen aus deren Programmatik übersetzen. Als Internationalisten sollten wir uns mit solchen Parteien beschäftigen!!!


Von der KKE gibt es z.B. einige gute Ananlysen zum aktuellen Imperialismus und zum 20.Parteitag der KPdSU die ich kenne. Genauers kann ich evtl. in den nächsten Wochen berichten, da ein guter Bekannter von mir demnächst in Griechenland auf Verteter der KKE treffen wird.

Zitat:
Welche erfahrenen Kader kann das Projekt hingegen vorweißen?


Das ist eine Interessante Frage. Mir wurde von den KI-Leuten mitgeteilt, daß in absehbarer Zeit eine Liste mit ausgewählten prominenten Unterstützern veröffentlicht wird.

Zitat:
Wer hat den z.B. das Koordinierungsgremium gewählt? Welche Aufgaben hat es? Wer kontrolliert deren Arbeit? Wer hat den Text des Aufrufes bestimmt, warum wurde nicht schon zuvor dazu aufgerufen das sich die Marxisten-Leninisten versammeln und darüber abstimmen?

Na ja, das sehe ich weinger dramatisch, denn irgendwie muss man ja auch anfangen und die Sammlung ist ja erstmal das Ziel des Aufrufs. Wenn man alle Marxisten-Leninisten hierzulande an einem Ort versammelt hätte und sie dann auch noch sachlich miteinander reden würden, dann wäre der Aufruf in der Tat ziemlich überflüssig.



Progress, was die Ackermann-Frage betrifft, so denke ich durchaus, daß ich mir nach diesem unsäglich peinlichen Manöver seinerseits gegen mich und den Genossen Opperskalski, doch einige kritische Worte erlauben kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Di 30. Sep 2008, 19:47 
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Beiträge: 688
Zitat:
Den Text zur Schaffung der kommunistischen Initiative in Deutschland habe ich bisher nur nirgends gelesen.
Prinzipiell bin ich, als Anhänger der DKP, auch der Meinung, dass es keine weitere K-Gruppe braucht. Gibt es nicht schon genügend Kleingruppen? Wie kann man zur Einheit der Marxisten-Leninisten aufrufen und dann sagen dass man Kräfte aus der DKP heraus spalten will? Und auch wenn ich Kritiken an Teilen der DKP-Führung habe, so ist sie derzeit DIE Kraft der Kommunisten.


Die Kraft der Kommunisten? Also zur letzten Bundestagswahl haben ich neben der MLPD keine Kommunisten auf dem Zettel finden können? Oder halt, ist in der Linken nicht auch irgendwie die DKP mit vertreten gewesen !?!? und nicht auch diese Kommunisten aus der KPF?
So lange die DKP nicht selber kandidieren kann ist sie keine Kraft von der du da sprichst.

Zitat:
Sehr wundert mich hier auch, dass die Kommunistische Initiative aus Wien hier so positiv gezeichnet wird. Deswegen hoffe ich, dass den Aufrufern bewusst ist, dass diese Gruppe gerade die Leninsche-Imperialismus-Theorie verwirft, in dem sie z.B. von einem EU-Imperialismus spricht!


Was ist daran so falsch von einem EU Imperialismus zu sprechen? Schließlich gibt es verschiedene imperialistische Blöcke die benannt werden sollten.

Zitat:
Das Ergebnis spricht Bände die LINKE kam auf sage und schreibe 1.898 Stimmen, das waren 0,0% ok, für die die es genau wissen wollen: 0,04%. Die KPÖ kam immerhin noch auf 36.139 Stimmen bzw. 0,77% wobei sie leider über 11.000 Stimmen verloren hat.


Die Alternativen zur PCF in Frankreich waren genauso wenig von Anfang an erfolgreich, bei diesem Abschnitt deiner Argumente geht es rein um Quantität nicht um Qualität.

Zitat:
Im Gegensatz zu dieser Person, bedauere ich hingegen, das im Aufruf nicht die sozialistischen Länder: Korea, Cuba, Vietnam und vor allem auch China benannt werden


China, Korea, Vietnam ? Was kritisierst du dann noch das die Maoisten auf der Liste der LINKEN in Österreich sind? Außerdem denke ich das gerade die DDR deswegen benannt wird weil sie im deutschen Raum entscheidender ist als Ost Timor, Moldawien oder Laos usw. Das man solidarisch, zB der kubanischen Revolution gegenüber steht braucht man ja nicht tausendfach zu erwähnen wenn man es sich denken kann und man den Aufruf nicht unnötig in die Länge ziehen will, da es erstmal nur ein Aufruf ist.

Zitat:
Die Entwicklung der Kampfpartei geht heute durch die Stärkung der Linie Holz in der DKP...


Schau doch nach Frankreich oder Italien, ich bezweifle das die nicht H³ Anhänger einfach so zusehen werden wie sich eine derartige Entwicklung fortsetzen würde, die zur Umgestaltung der DKP führt... gerade in diesen Wochen müssen sich die noch nicht abgespaltenen Marxisten in der PCF bemühen das ihre Partei nicht völlig ein Auswuchs der Sozialdemokratie wird... und ihre Chancen sind schlecht,... Spaltungen sind durchaus nötig... schau in die Geschichte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Di 30. Sep 2008, 21:02 
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Beiträge: 353
Erstmal willkommen im Forum.

In deinem ersten Beitrag gibt es, auch wenn ich manche deiner Bedenken verstehen kann, auch Aussagen, zu denen ich einige Bemerkungen habe.



Zitat:
Den Text zur Schaffung der kommunistischen Initiative in Deutschland habe ich bisher nur nirgends gelesen.


Nun, im Internet wurde er hier und da schon verlinkt. In der Jungen-Welt war eine Anzeige mit dem Aufruf (womit er schon mehrere 1000 Mal verbreitet wurde!). Die nächste offen-siv bringt ihn natürlich, die KPD(B) und KPD werden ihn ebenfalls bringen. Wahrscheinlich wird er auch von der KAZ, dem Rotfuchs und der FDJ verbreitet oder zumindest intern diskutiert.
Und dies ist dann auch schonmal kein schlechter Anfang und genau das, was hier in dem Faden gesagt wurde. Du schreibst später, dass wir (oder der Aufruf?) blühende KI-Landschaften versprechen. Das ist aber nun wirklich nicht das, was wir geschrieben haben. Ich zum Beispiel haben in diesem Faden ledliglich geschrieben, dass diese KI "nach langen Jahren der Stagnation wieder ein kleiner Hoffnungsschimmer ist". Das ist ja wohl eine sehr moderate Aussage. Und auch der Tenor von allen anderen, die ich kenne und die von der KI erfahren, ist dementsprechend.



Zitat:
Prinzipiell bin ich, als Anhänger der DKP, auch der Meinung, dass es keine weitere K-Gruppe braucht. Gibt es nicht schon genügend Kleingruppen?


Nun, es ist ja genau nicht das Prinzip dieser Initiative, schnell eine neue Kleingruppe aufzumachen, sondern eben einzelneAnhänger aus mehreren (möglichst vielen) der bestehenden Kleingruppen zu versammeln. Also genau das Gegenteil einer neuen Kleingruppe.
Wie die meisten hier, habe ich nicht die Einschätzung, dass DKP die Kraft der Kommunisten in Deutschland ist. Wahrscheinlich sind in ihr immer noch die meisten Kommunisten organisiert, aber ich denke, ihr momentaner Kurs, der immer weiter nach Rechts geht, ist nicht mehr aufzuhalten. Dazu aber später mehr.



Zitat:
Sehr wundert mich hier auch, dass die Kommunistische Initiative aus Wien hier so positiv gezeichnet wird. Deswegen hoffe ich, dass den Aufrufern bewusst ist, dass diese Gruppe gerade die Leninsche-Imperialismus-Theorie verwirft, in dem sie z.B. von einem EU-Imperialismus spricht!


Nun, wenn du den Aufruf nochmal liest, wirst du feststellen, dass die KI aus Wien gar nicht so positiv gezeichnet wird. In dem Absatz wird die KKE enorm gelobt und dann (sehr nüchtern) erwähnt, dass auch die KI in Wien ein ähnliches Konzept hat wie die jetzige in Deutschland. Ich kann darin wirklich keine Verherrlichung dieser Initiative feststellen. Und sie es ist eben auch keine Aussage darüber zu finden, dass man sich inhaltlich an dieser KI aus Wien orientiert.
Ich stimme dir zu, es mutet (zumindest wenn die Informationen über diese österreichische LINKE richtig sind) sehr komisch an, dass die KI aus Wien dort gemeinsam mit den Trotzkisten eine so komische Gruppierung unterstützen. Ich halte dies auch für einen Fehler.
Dass der Ausdruck EU-Imperialismus unleninistisch ist, würde ich aber nicht behaupten. Wir haben momentan eine Situation, in der es offensichtlich ist, dass die USA zunehmend stärkere (allmählich auch militärische) Konkurrenz aus Europa bekommt. Allerdings ist es innerhalb Europas noch nicht ausgemacht, wie die Frontstellungen verlaufen - wird Deutschland mit Frankreich gegen die USA sich stellen oder wird Deutschland einen Alleinversuch wagen können gegen USA, England unfd Frankreich, usw.).
Solange nicht ganz klar ist, wer da mit wem, halte ich es für vertretbar, erstmal (!) von einem EU-Imperialismus zu sprechen, solange man sich bewusst ist, dass Europa kein monolithischer Block ist. Aber der KI-Aufruf stellt dies ja auch klar, indem er von einer deutsch-französischen Führung Europas spricht.



Zitat:
Die Aussagen eines „Progress“ zum Sozialismus teile ich als ehemaliger Staatsbürger der DDR nicht. Im Gegensatz zu dieser Person, bedauere ich hingegen, das im Aufruf nicht die sozialistischen Länder: Korea, Cuba, Vietnam und vor allem auch China benannt werden. Eine Verteidigung des Marxismus-Leninismus muss nicht nur die SU und DDR verteidigen.


Deine Stellung hierzu freut mich. Die DDR muss in der Tat bis zum Schluß verteidigt werden.
Was das andere betrifft: du hast den Aufruf offenbar nicht gründlich gelesen - dort wird das sozialistische Cuba und das revolutionäre Venezuela (bei zweitem liegt die Betonung auf revolutionär, sozialistisch sind die noch nicht) ausdrücklich erwähnt. Ebenso, dass es andere Länder mit, die auch noch den Anspruch haben, sozialistisch zu sein, gibt und dass diese von uns Kommunisten unterstützt werden müssen.
Also deine Kritik trifft nur teilweise zu. Was die anderen Ländern angeht - Nordkorea, Vietnam, China - so wurden diese erstmal nicht ausdrücklich genannt, eben weil man die KI auf eine gemeinsame Grundlage stellen will und dabei unnötige Debatten vermeiden will.
Du scheinst in der kommunistische Szene dich ein wenig auszukennen, daher wird dir auch klar sein, dass es zum Beispiel einen riesigen Streit darüber gibt, ob China noch sozialistisch ist oder kapitalistisch oder sozialistisch mit kapitalistischen Elementen, usw. Das geht soweit, dass Gruppierungen als revisionistisch oder entartet beschimpft werden, nur weil sie China noch als sozialistisch ansehen (und anders herum gehen die Beschimpfungen auch).
Es ist dies einer der völlig unnötigen Punkte, die zu Spaltungen führen und die hauptsächlich daraus entstehen, weil jedes einzelne Grüppchen sich erst seinen Standpunkt zurecht kocht und dann damit an die Außenwelt tritt und alles andere zu dem Thema verdammt. Genau dass soll die KI verhindern und solche Standpunkte wie derjenige China gegenüber sollte innerhalb einer KI, nicht aber anhand bloßer "Meine-Gruppe-vertritt-das-halt-so"-Standpunkten erörtert werden.

Man lässt also solche strittigen und unnötigen Diskussionen weg, um dann zu versuchen, innerhalb der KI sich dazu etwas zu erarbeiten. Allerdings erst, wenn die KI eine gewisse Größe, eine Diskussionsplattform und gefestigt ist.



Zitat:
Auch zu Stalins Verdiensten wird nichts gesagt. Jemand wie Genosse Holz, hätte dies nicht verschwiegen.


Bei allem Respekt, hat Holz bei der DKP-Programmdiskussion 2006 Stalins Verdienste angemahnt? Mir ist da nämlich nichts bekannt. Er setzt sich in vielen Publikationen dafür ein, dass Stalins Politik nüchtern betrachtet wird und betrachtet Stalin als Theoretiker des Leninismus - aber mir ist nicht bekannt, dass er versucht, die DKP dazu zu bringen, Stalins Verdienste hervorzuheben.
Und dabei verstehe ich auch nicht, wie du hierin die KI kritisieren kannst, dass sie Stalin nicht ausdrücklich erwähnt (dafür aber deutlich den Revisionismus!), wenn du dagegen hältst, dass die DKP die Kraft der Kommunisten ist. Bei der DKP findet er ja überhaupt keine Erwähnung mehr, bzw. nur noch negative!



Zitat:
Die Leute von offen-siv, haben dergleichen ja schon vor längerer Zeit geplant, damals wollte man aber auch noch Leute aus der KPF und vom Rotfuchs dazugewinnen.


Es gab früher eine Zusammenarbeit mit Rotfuchs, was u.a. zu einer gemeinsamen Konferen geführt hat. Aber Rotfuchs scheint dies nicht mehr gewollt zu haben, jedenfalls hat Rotfuchs sich wieder von offen-siv entfernt, ohne Begründungen dafür gegeben zu haben (was sehr schade ist, denn Rotfuchs hat in der Tat eine große Anhängerschaft im Osten). Ich weiß aber nicht, was da konkret gelaufen ist.



Zitat:
Für mich sieht es so aus, als ob die „Theoretiker“ der offen-siv nun ein paar Anhänger gefunden haben, die dann als offizielle Vertreter dieses Projekt vorantreiben sollen, und sie selbst werden (das sage ich schon mal voraus) im Hintergrund bleiben und Strippen ziehen. Es ist ja bekannt, das in diesem Forum eher Anhänger der KPD-Bolschewiki diskutieren, die diesen Text unterstützt. In der KPD gibt es dagegen durchaus berechtigte Vorbehalte (sie geht, wenn man deren Zentralorgan ließt, eher von einer Aktionseinheit aus, aus der etwas wachsen kann). Es ist nun wenig effektiv, wenn hier, nach der Kritik des „Progress“ nun die Anhänger der KPD-B alle ihr Projekt selbst beweihräuchern. Nun gibt es zwar viele Beiträge zur Thematik, aber wenig inhaltliche.


Nun, hier solltest du etwas vorsichtiger sein. So hintertrieben ist offen-siv nicht. Das Projekt ist gerademal einen halben Monat alt und schon wird offen-siv vorgeworfen, hier Strippen ziehen zu wollen und sich im Hintergrund zu halten. Entschuldige, aber das finde ich ein bisschen lächerlich.
Irgendwer muss nun mal anfangen damit und offen-siv hat schließlich auch einen Trägerverein und einen Herausgeberkreis, der deutlich größer ist als Flegel, Opperskalski & Co. Darin wird das sicherlich diskutiert worden sein (ich bin leider nur im Freundschaftskreis).
Außerdem: warte doch erstmal die nächste Ausgabe der offen-siv ab. Dort wird bestimmt geklärt, wie offen-siv da drin hängt und wer sich dort engagiert. Verdächtigungen helfen niemanden weiter.

Es ist nicht zu leugnen, die meisten der Forumsmitglieder stehen auch der KPD(B) mit einigem Wohlwohllen gegenüber. Und die Initiative wird von uns allen begrüßt. Aber deshalb zu vermuten, dass offen-siv einige Leute vorschickt, um die KI zu organisieren, während wir das voreingenommen "beweihräuchern", halte ich für gewagt.
In der Tat ist es so, dass die meisten von uns mit offen-siv sehr bekannt sind, soll heißen, die meisten waren beim Fernstudium dabei, lesen die offen-siv regelmäßig, usw. Wir kennen daher ihre Haltungen sehr gut und wissen, warum in dem Aufruf steht, was derzeit drinsteht. Dass zum Beispiel China nicht genannt wird, führen wir alle darauf zurück, dass man deswegen Streit vermeiden will.
Allein darum sind wir zumeist ohne viel Kritik für den Aufruf. Manchem, der offen-siv nicht kennt und auch die Streits innerhalb der kommunistischen Szene nicht kennt, wird an dem Aufruf natürlich mehr falsch finden als wir. Daraus kann man nicht folgern, dass wir den Aufruf perfekt finden. Ich selbst habe 3-4 Verbesserungsvorschläge, die ich ausformulieren muss und wohl in den nächsten Tag in den Faden stellen werde.

Apropos Fernstudium: ich kann mich erinnern, dass beim letzten Fernstudium (vor bisschen weniger als 2 Jahren) von den Fernstudenten (nicht von den Organisatoren!) eine Initiative ausging, die darauf abzielte, wie man nach dem Fernstudium als Multiplikator für den Marxismus tätig werden kann. Daraus entstand die Idee, irgendwie ein Diskussionsforum zu schaffen. Es gab dazu einige Vorlagen und Diskussionen auf den Fernstudiumstreffen. Leider verlor sich der Faden zu viele Genossen wieder, nachdem das Fernstudium vorbei war. Schuld war, dass ein Anlaufpunkt gefehlt hat.

-> Ich erzähle dies aus zwei Gründen: erstens zeigt dies, dass die Idee eines Koordinierungskreises oder einer sonstigen Initiative schon früher in breiterem Rahmen (und nicht von offen-siv beeinflusst) diskutiert wurde. Und zweitens, dass ein Anlaufpunkt gefehlt hat, wo man sich organistorisch vernetzt. Und dass irgendwer den Anfang machen muss und diesen Anlaufpunkt schaffen muss. Dies war die Lektion, die offen-siv aus ihrem Fernstudium gezogen hat und ich vermute, dass deswegen gerade jetzt diese Initiative gestartet wird.
(Manche werden das jetzt vielleicht so interpretieren, dass offen-siv das seit Jahren minutiös plant und alles in ihrem Sinne beeinflusst, aber sollen die Verschwörungstheortiker ruhig schreien, das interessiert hier niemanden).



Zitat:
Das Projekt ist auch sehr intransparent! Über die Geheimgespräche der Initiatoren wird gar nichts berichtet.


Ich habe oben bereits beschrieben - warte erstmal die nächste offen-siv ab. Etwas Geduld bitte! Der Aufruf existiert erst seit einem halben Monat. Außerdem sind die Strukturen dort nicht so fest, wie du es vermutest. Schau dir die Homepage der KI an. Das ist doch alles andere als ein fertiges Projekt. In den ersten Tagen kamen Aufrufe mit einem Haufen Rechtschreibfehlern darin über Emails.
Das Problem besteht gerade darin, dass die Strukturen der KI noch nicht so fest sind, wie du behauptest. Darum ist vieles noch unkoordiniert und voreilig. Aber das wird sich ändern, wenn sich die KI entwickelt.



Zitat:
Natürlich interessiert mich auch was dann mit den einzelnen Organen der beteiligten Organisationen passiert. Also löst sich z.B. die offen-siv auf, oder fungiert sie als Fraktion in der KI?


Auch hier frage ich mich, warum du so vorschnell bist? Glaubst du, auf einmal wurde innerhalb eines halben Monats eine neue Gruppe aufgezogen und jetzt löst sich alles darin auf, was mitmachen will? Was mit den Organen der einzelnen Organisationen passiert, wird in den nächsten 2 Jahren entschieden. Das ist denke ich der Zeitrahmen, in dem sich die KI zu festigen hat. Wie man dann damit umgeht, muss sich aus der Situation heraus entscheiden.



Zitat:
Einen wirklichen Einfluss in der Bewegung konnte sich hingegen der Rotfuchs in den letzten Jahren verschaffen, sie haben über 20.000 Leser! Und sie haben erfahrene Kader. Welche erfahrenen Kader kann das Projekt hingegen vorweißen? Einen Holz haben sie nicht.


Zu guter Letzt möchte ich das kommentieren:
Der Rotfuchs verlässt meine Meinung nach Stück für Stück die Linie, die sie mal hatten und passen sich an die DKP an. Vielleicht begrüßt du das, aber da du auch Stalins Verdienste hervorgehoben sehen willst, vermute ich, dass du eher anti-revisionistisch eingestellt bist und den Marxismus-Leninismus auch lieber auf einer vernünftigen Basis wiederbelebt sehen willst.
Dann würde mich mal interessieren, wie du die DKP seit 2006 einschätzts? Hast du denn keine Probleme mit deiner Partei? Meinst du nicht, dass sie besonders seit 1990 immer weiter nach rechts abdriftet. Und die DKP arbeitet im großen Umfang mit der deutschen LINKEN zusammen, Arm ind Arm mit trotzkistischen Organisationen. In meinem Umfeld gibt es gemeinsame Abendveranstaltungen von DKP und Trotzkisten! Und da wird nicht über Differenzen diskutiert, sondern über einen gemeinsamen diffusen Sozialismus.
Ich verstehe nicht, wie du einerseits die KI aus Wien dafür (zu Recht) kritisierst, dass sie diese LINKE unterstützt, während du gleichzeitig die DKP hier lobst, die ja dasselbe macht?

Zu den Kadern:
Ich weiß nicht, was du unter Kadern verstehst, aber ich bezweifle, dass der Rotfuchs so einen Haufen Kader hat. Es ist immer noch und in erster Linie eine Zeitschrift, in der viele Professoren aus der DDR schreiben. Nur wer Artikel für eine Zeitschrift schreibt, ist doch noch kein Kader!
Du hebst Holz immer hervor. Bei allem Respekt, der ihm in diesem Forum auch erwiesen wird (siehe die entsprechenden Holz-Fäden), Holz ist zunehmend auch kein Kader mehr. Meines Wissens hat er vor 2 Monaten angekündigt, vermehrt in dem Rotfuchs schreiben zu wollen, weil er sich aus der aktiven DKP-Parteiarbeit zurückzieht (aus Altersgründen). Das klingt mir nicht danach, als ob die "Linie Holz", wie du es schreibst, die Linie innerhalb der DKP ist, die gerade in der Offensive ist.
Rotfuchs ist mit dieser Nachricht dann im übrigen sehr hausieren gegangen, meiner Meinung nach. Große Professoren-Namen gefallen dem Rotfuchs sehr. Ich sage nicht, dass das grundsätzlich schlecht ist, aber ich habe das Gefühl, Rotfuchs schmückt sich mit Berühmtheiten, ohne dahinter eine organisatorische Basis aufzubauen. Sie sind und werdes es glaub ich weiter bleiben, in erster Linie eine Zeitschrift, in der eine große Anzahl von Leuten ihre Artikel veröffentlichen kann. Wenn die eine klarere Linie ergreifen würden, dann würden auch viele abspringen.

Die offen-siv, das nur mal so, hat meiner Rechnung nach auch mindestens 10 000 Leser, ist also auch nicht ohne Einfluß.

_________________
Eine gut geleitete Staatsregierung muß ein ebenso festgefügtes System haben wie ein philosophisches Lehrgebäude. Alle Maßnahmen müssen gut durchdacht sein, Finanzen, Politik und Heerwesen auf ein gemeinsames Ziel steuern.
Ein System kann aber nur aus einem Kopfe entspringen; also muß es aus dem des Herrschers hervorgehen.


Friedrich der Große


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mi 1. Okt 2008, 07:24 

Beiträge: 2008
ben1 hat geschrieben:
Den Text zur Schaffung der kommunistischen Initiative in Deutschland habe ich bisher nur nirgends gelesen.


Hmmm? Du äußerst Dich jedoch inhaltlich dazu? Machst Du das auf der Grundlage dessen, was Du hier im Forum gelesen hast oder auf welchem Weg hast Du die KI erhalten und gelesen?
Ich frage nicht, weil ich Deine Geheimkanäle ausfindig machen möchte, sondern weil mich die Auflösung des obigen Wiederspruchs einfach interessiert. ;)
Solltest Du also noch eine Adresse brauchen, wo Du die KI lesen kannst, dann sage uns das bitte. Solch schwierigen Probleme lösen wir meist sofort.

Warum eine Verabschiedung von der Leninschen Imperialismustheorie erfolgen soll, nur weil man die aktuelle Situation des Imperialismus - speziell in Europa - mit Begrifflichkeiten benennt, die Lenin noch nicht so kennen konnte, würde mich auch konkreter interessieren.

Wir erleben es inzwischen mehrfach, dass die DKP gern eine gewissen Massenverliebtheit propagiert. Natürlich wird keine Revolution zustande kommen, wenn wir die Massen nicht dafür begeistern können und diese auch mitziehen. Nur die Revolution wird auch nicht zustande kommen, wenn es keine revolutionäre Führung auf solider marxistischer Grundlage gibt.

Diese immer wiederkehrenden Annahmen, dass die rev. Führung sich von selbst findet, wenn die Massen in Bewegung geraten, ist für mich Unfug. Umgedreht hat es bei Lenin funktioniert und wird es auch in Zukunft nur funktionieren. Der Weg dahin kann über eine KI gehen. Eine Diskussion unter Kommunisten und Sympathisanten auf der Grundlage eines (wie in der KI dargestellten) Mindestkonsenz.

Zu diesem Weg tragen aber auch ein offensiv-Fernstudium, offensiv-Beiträge, die Zeitungen DRF und TrotzAlledem und das Wirken der Genossenen in KPD und KPD(B) bei. Zum Wirken anderer K-Parteien und Zeitungen kann ich nichts sagen, da mir wenig bekannt.

Mit der KI wird nunmehr versucht, das alles auf eine breitere Basis zu stellen. Allerdings wird das nicht erfolgreich mit Sozialdemokraten aus der DKP/LINKEN/... funktionieren. Sollte es in diesen Parteien mutige und ehrliche Kommunisten geben, die nach wie vor eine neue Gesellschaft und keinen reformierten Kapitalismus aufbauen wollen, dann wäre die KI ein guter Beginn für Sammlung dieser Kräfte.

Warum jetzt und nicht früher? Nun es ist durchaus nicht so, dass die Idee der KI erst jetzt so aus heiterem Himmel gekommen ist. Die Beobachtung der Entwicklungen in der KKE und der KI in Österreich laufen bereits längere Zeit. Das nicht nur durch Lesen von deren Artikeln. Nein da gibt es auch einige persönliche Kontakte zu Führungskräften in diesen Organisationen. Im Falle von KKE sprechen diese Genossen ein sehr gutes deutsch bzw. stellen uns Dokumente in deutscher Übersetzung zur Verfügung. :-)

Beobachten einer Entwicklung allein bringt noch keine Organisation einer KI. Da sind im Vorfeld das offen-siv-Fernstudium richtig genannt, da sind aber auch die Gespräche zwischen KPD(B) und KPD zu nennen und auch die Gespräche mit anderen K-Gruppen. Dazu findest Du in DRF und vor allen in der TrotzAlledem durchaus Informationen. Dort findest Du auch Informationen, warum Gespräche abgebrochen worden.

Was die Kader anbetrifft, empfehle ich mal die Liste der Gründer von offen-siv zu lesen. Also, wenn das so wichtig wäre, da kann nicht nur RotFuchs mit Professoren aufwarten. :-)

Ansonsten nochmals mein Hinweis: Bitte etwas revolutionäre Geduld. Viele Deiner berechtigen Fragen werden in den nächsten Wochen beantwortet werden. Eine KI ist hoffentlich so etwas wie ein Urknall für die weitere gesellschaftliche Entwicklung, doch im Gegensatz zum Urknall läuft das nicht in Mikrosekunden ab. :redstar164:

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mi 8. Okt 2008, 20:32 

Beiträge: 29
Danke erst mal für die vielen Reaktionen auf meinen Text, es freut mich das hier versucht wird lebhaft zu diskutieren, auch wenn ich offensichtlich nicht in allen Punkten Eurer Meinung bin.



Zunächst zum Text von OPC:
Wenn es das Konzept der KI-Österreich gewesen ist, was man quasi kopieren will, warum hat man das dann nicht auch so geschriebene? Bisher hatte ich den Aufruf durch die Erörterungen hier aber auch anders verstanden, nämlich das es durchaus auch um eine Vereinigung von Parteien und Gruppen ginge: Nämlich von Offen-siv, KPD-Bolschewiki und KPD + Mitglieder der DKP. Nun soll es aber darum gegen Einzelpersonen unabhängig von diesen Organisationen zu sammeln. (Übrigends sind mir in Österreich keine wirklichen Erfolge der KI bekannt, wenn haben sie denn außerhalb der bisherigen Leute organisiert, nicht mal die progressiven Kräfte in der KPÖ konnten organisiert werden). Hmmm aber dann wundert es mich, dass die Organisationen sich auch als Organisationen dazu äußern.
Du meinst die Genossen von Rotfuchs sollten die ersten Unterzeichner sein. Dies sehe ich nicht so. Zum einen glaube ich nicht, dass die Genossen es so sehen wie Ihr, das jetzt eine neue Partei bzw. eine Vororganisation einer zu schaffenden Partei neben der bestehenden DKP gegründet werden soll. Desweiteren würde ich Dich gern fragen ob die Genossen vom Rotfuchs in die Gestaltung des Aufrufes einbezogen waren, oder warum sollten sie dann einen Text unterschreiben an dem sie nicht mitgewirkt haben?
Ja in der Tat sagt es etwas aus, wie man sich zur SU und DDR positioniert. Deshalb sage ich es auch offen, mag ich es gar nicht wenn heute von „Linken“ über Genossen wie Krenz oder Modrow hergezogen wird, sie haben doch für die Sache gekämpft!
Aber warum soll dies bei den anderen von mir genannten Ländern nicht der Fall sein? Warum soll es also legitim sein über Vietnam, China oder Nordkorea herzuziehen? Sind dies denn keine sozialistischen Länder???
Auf Deine Berichte von der KKE bin ich schon gespannt. In der UZ vom 3. Oktober wurde ja eindrucksvoll von deren 90-Jahr-Feier berichtet (s. Seite 12).
Auf die Liste der prominenten Unterstützer der KI bin ich gespannt, insbesondere ob namhafte Kader der DKP dabei sind.


An DF2K2: Du schreibst: „Die Kraft der Kommunisten? Also zur letzten Bundestagswahl haben ich neben der MLPD keine Kommunisten auf dem Zettel finden können? Oder halt, ist in der Linken nicht auch irgendwie die DKP mit vertreten gewesen !?!? und nicht auch diese Kommunisten aus der KPF?
So lange die DKP nicht selber kandidieren kann ist sie keine Kraft von der du da sprichst.“
Also ich messe die Kraft einer KP NICHT daran ob sie an den Wahlen teilnimmt. Lenin hat zu den Wahlen ja einiges geschrieben, hier gibt es sehr unterschiedliche taktische Möglichkeiten die von den gegebenen Situationen abhängt. Es kann übrigens durchaus sein, das die DKP zur Europawahl 2009 eigenständig kandidiert und bei der Bundestagswahl soll es ggf. eine Kandidatur mit einem Schwerpunkt auf eine Landesliste in Berlin geben (siehe aktuelle UZ Seite 1). Die KI wird sicher nicht kandidieren, deshalb frage ich mich, warum dies nun gegen mich argumentiert werden soll, dass die DKP nicht alleinig kandidierte. Wen hast Du denn gewählt, bei der letzten Bundestagswahl, doch sicher nicht die MLPD, oder?
Du bestreitest, dass es falsch sei, von einem EU-Imperialismus zu sprechen und begründest dies mit der Existenz verschiedener imperialistischer Blöcke. Die EU ist ein imperialistisches Zweckbündnis auf Zeit, es ist gerade so, dass kein neuer Staat (ein EU-Staat) entstehen würde, sondern dass es ein Zweckbündnis ist, in dem es auch Wiedersprüche gibt - die derzeit aber nicht primärer Natur sind. Zunächst will man es schaffen den Einfluss des US-Imperialismus zu senken und den eigenen zu erhöhen um größere Mehrwertmasse für sich erzielen zu können. Laut der leninschen Imperialismustheorie wird es aber tendenziell auch zu einer Verschärfung der zwischenimperialistischen Widersprüche kommen. Eine Bezeichnung wie EU-Imperialismus geht in die Richtung des Trotzkismus, der gern von der Entstehung eines „neuen“ Imperialismus spricht und somit auch die Bedeutung der Staaten künstlich bestreitet (wenn es einen EU-Imperialismus gibt, ist dann überhaupt ein Sozialismus nur in Deutschland möglich oder muss dann in der ganzen EU die Revolution gleichzeitig siegen?). Dies wiederrum geht in Richtung der Superimperialismustheorie von Kautsky. Kein Wunder also, dass die KI-Österreich zu Ergebnissen kommt, wie das zunächst eine „antimonopolitische Demokratie“ erreicht werden müsse; dies wäre aber nicht die Übergangsperiode, sondern noch einmal etwas davor. Und kein Wunder das die KI auf Grundlage ihrer Fehleinschätzung auch in Trotzkisten Bündnispartner sieht.
Es stimmt nicht, dass ich bei der Kandidatur der KI über die LINKE nur mit Quantitäten und nicht mit Qualitäten argumentieren würde. So habe ich die mangelnde Qualität durch ein Bündnis mit Trotzkismus und Maoismus kritisiert. Die mangelnde Qualität lässt sich auch gut an dem Wahlprogramm dieses Bündnisses nachzeigen, das selbst von einer der trotzkistischen Gruppen als zu weich etc. beschrieben wurde.
Du fragst ob ich nicht einen Widerspruch daran sehe, einerseits zu fragen warum Korea, Vietnam und China nicht benannt wurden (im Aufruf der KI )und wunderst dich, dass ich auf der anderen Seite den Maoismus kritisiere.
Da Du ja die SU verteidigst, wird Dir ja das nicht ganz Widerspruchsfreie – Verhältnis der KPdSU(B) (später dann noch unter Stalin in KPdSU umbenannt) und der KP Chinas bekannt sein. Dennoch hat die KPdSU nie bestritten, dass es sich um ein sozialistisches Land handele. Kritik heißt nicht, dass man den Charakter als solches angreift, oder würdest Du bestreiten das China sozialistisch ist? Außerdem würde ich nicht sagen, das China heute maoistisch wäre. Zu alledem kann ich die Marxistischen Blätter Nr. 4/ 2008 „China im Aufbruch wohin?“ empfehlen. Auch würde ich bestreiten, das Vietnam oder Nordkorea maoistisch seinen.
Ich habe auch nicht gesagt, das man Cuba „tausendfach“ erwähnen sollte, sondern überhaupt (wie ich hier aufgeklärt wurde ist dies aber geschehen, also meine Kritik gegenstandslos). Der Aufruf wäre kaum länger gewesen, wenn man nach DDR und SU noch 4 andere Länder benannt hätte (nicht mal ein eigner Satz wäre nötig gewesen: Aber ich vermute mal, das es eben kein Zufall war, sondern das es sich schon um eine gewisse Distanzierung handelt. Die Zukunft wird zeigen ob ich Recht habe. Dass die offen-siv China stark kritisiert ist ja bekannt. Zu empfehlen sind auch die Texte von Genosse Bertold, die er im Rotfuchs veröffentlicht. Dieser Genosse kann eben als ehemaliger Botschafter chinesich und kann somit die Originaldokumente lesen.
Auch habe ich nie bestritten das Spaltungen prinzipiell nie gerechtfertigt sind. Aber in der aktuellen Situation sehe ich keine Berechtigung. Mir kommt es auch manchmal so vor, als ob, wenn die Genossen, die heute Spaltungen provozieren, früher einen Thälmann wohl als Sozialdemokraten beschimpft hätten, weil dieser zunächst noch in der USPD blieb. Oft wird übersehen, dass ohne die Vereinigung der USPD mit der KPD zur VKPD damals die KPD nie so stark geworden wäre!!!


Nun zu Pavel: Du hast ja verschiedene Veröffentlichungen des Aufrufes angekündigt. Nun bekomm ich nicht alle Zeitungen selber, aber durch Genossen hab ich oft Einblick. Also in der neuen Die Roten Fahne ist davon kein Wort zu lesen (Oktober-Ausgabe), nicht mal zum Prozess wird etwas gesagt. Hier geht es primär um die Austritte von Opitz, Andrä etc. Auch in der Fanfare der „FDJ“ (September) kein Wort. Ebenso wenig im Rotfuchs (Oktober). Aber mich wundert schon etwas, das man sich an die „FDJ“ wendet, die mit der DDR-FDJ nichts mehr zu tun hat. Dies ist eine antideutsche Truppe, somit versteh ich nicht, was man mit diesem Haufen will. Auch in der KAZ gibt es eine antideutsche Fraktion! Will man solche Kräfte für die Einheit gewinnen???
Zu den blühenden Landschaften: Wenn hier von der besten Chance zur Vereinigung der Marxisten-Leninisten seit der Annexion der DDR gesprochen wird, so halte ich dies für an den Haaren herbeigezogen. Wären nach dem Verrat der SED/PDS die Kräfte in die DKP gegangen, so wäre dies die beste Chance gewesen. Stattdessen bildeten sich Spaltparteien wie die KPD. Und auch die offen-siv war zunächst ja nur eine Minifraktion innerhalb der kommunistischen Plattform.
Du schreibst: „Nun, es ist ja genau nicht das Prinzip dieser Initiative, schnell eine neue Kleingruppe aufzumachen, sondern eben einzelne Anhänger aus mehreren (möglichst vielen) der bestehenden Kleingruppen zu versammeln. Also genau das Gegenteil einer neuen Kleingruppe.“
Was ist aber dieser Aufruf anderes als der Aufruf zu einer Kleingruppe. Selbst wenn die ganze KPD und KPD-B + die offen-siv + ein paar DKPler oder auch ein paar Nichtorganisierte zusammenkommen, wäre dies nichts anderes als eine Kleingruppe. Von außen betrachtet sieht es von der KPD-Seite aber nicht so aus, als wollten die da gleich geschossen rein. Und selbst wenn, was wäre daran so bewegendes neues? Die KPD und KPD-B waren schon mal eins. Nach der Logik der Aufrufer müßte das dann doch eine bessere Situation für die Einheit gewesen sein als jetzt. Warum haben sich z.B. die offen-siv nicht schon damals angeschossen bzw. eine neue Partei zusammen gebildet? Damals war die KPD auch noch stärker als die heutige KPD und KPD-B zusammen, oder? Das Produkt das da rauskommt, ist eine Kleingruppe im Vergleich zu Rotfuchs oder DKP das muss man doch eingestehen.
Du selbst gibst zu, das in der DKP noch die meisten Kommunisten sind, aber dennoch willst Du da eine Spaltung in der nur ein kleiner Anteil von diesen mitgehen wird; und der Anteil der fortschrittlichsten Kräfte in der DKP dann etwas gesenkt wird? Ich verstehe diese Logik nicht.
Zum Kurs der DKP: Die DKP-Gründung fand unter sehr konkreten Umständen statt. Es ist ja bekannt, dass z.B. in der Programmatik auf bestimmte Formulierungen bewusst verzichtet wurde, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, trotz KPD-Verbot von August 1956, eine legale KP zu schaffen. Dieser Schritt war auch mit der SED diskutiert worden und von dieser auch für taktisch richtig bewertet. Oder wurdest du sagen, das die Gründung falsch war? Dem Wesen nach sehe ich keine wirklichen Veränderung der Linie der DKP über die Jahre. Es gibt Schwächen und leider z.T. auch falsche Auffassungen, die aber dem Wesen nach bereits bestanden haben. Sicher gibt es mal Schwankungen. Die Größten kamen natürlich in der Zeit der sog. DKP-Erneuer (wie mir von den West-Genossen berichtet wurde). Doch dies hat man erstaunlich gut überlebt. Was ist jetzt die Veränderung die für Dich so neu ist? Und warum kann man den Kurs nicht mehr korrigieren? Hast Du dies versucht, hat es die KPD, die KPD-B oder offen-siv versucht? In der DKP gilt doch noch der demokratische Zentralismus; also entscheiden die Mitgliedermassen! Aber wenn Kommunisten dazu aufrufen die DKP zu verlassen, so ist es in der Tat schwer neue Mehrheitsverhältnisse zu schaffen. Ich kann dieses Vorhaben nicht aufhalten, aber Ihr habt eine Verantwortung und das Proletariat wird später mal entscheiden welche Position richtig war und ob Ihr der Einheit geschadet habt.
Zur KI: die Frage ist warum Ihr das überhaupt benennt, wenn es angeblich kein positiver Bezug ist. Jedenfalls gibt es kein kritisches Wort zu deren Einheit mit dem Revisionismus!
Mich wundert Deine Klammer („zumindest wenn die Informationen über diese österreichische LINKE richtig sind“), denn wen man etwas in einem Aufruf über eine Organisation schreibt, sollte man (noch dazu als Internationalist) ja zumindest über diese groben Kenntnisse verfügen. Du kannst gerne alles nachprüfen, es stimmt!
Zum EU-Imperialismus: Es ist doch nicht entscheidend ob Deutschland mit oder anderen imperialistischen Mächten zusammen seine Profitmaximierung gegen den US-Imperialismus durchsetzen will. Auch wenn der deutsche Imperialismus Bündnisse eingeht wird daraus doch nicht eine gemeinsame imperialistische Macht in der es somit auch keine eigenständigen Interessen (des jeweiligen Staates) mehr gibt.
Die Kritik mit Cuba und Venezuela stimmt, das habe ich falsch geschrieben, umso mehr wundert mich aber das dann Vietnam, Nord-Korea und China nicht erwähnt werden. Ich denke die Bedeutung von China ist z.B. DEUTLICH GRÖSSER als von Bolivien oder Ecuador, die genannt werden.
Ich würde es auch nicht als „unnötige Debatt“ begreifen, wenn es bei der Erwähnung Chinas Debatten gäbe, die gibt es Übrigends auch insbesondere zu Venezuela (hier geht man ihnen dann aber interessanter Weise nicht aus dem Weg). Eine Debatte über China ist nötig, wenn es Unklarheiten gibt, erst brauch man Klarheit vor der Einigkeit.
Zu Holz: Also Dein Vergleich hinkt, es gibt einen Unterschied zwischen einer Organisation die neu gegründet werden soll und einer die schon besteht und in der es vorhandene Mehrheiten und Minderheiten gibt. Die DKP ist in bestimmten Situationen entstanden. Es wäre unrealistisch gewesen, hätte Holz einen Antrag mit Stalin zur Wahl gestellt. Es war klar, dass dieser nicht durchgekommen wäre, warum ihn dann stellen? Wir sind noch an einem Punkt zuvor. Aber wie Du selbst sagst, verheimlicht Holz seine Position zu J.W. Stalin nicht und auch in der Zeit der Programmdiskussion hat er entsprechende Texte verfasst. Wohl jedem in der DKP ist klar, welche Position Holz zu Stalin hat. Und spätestens nach der Diskussion zwischen Steigerwald und Holz in der jungen Welt, ist seine Meinung auch in Kreisen über den Parteirahmen hinaus bekannt. Position bezogen hat er auch z.B. in seiner Videobotschaft zur Rotfuchs-Veranstaltung in Karl-Marx-Stadt (zum Marxgeburtstag).
Ist es kein Fortschritt, dass es heute auch Zeitungen wie T&P gibt, in den Holz und Co schreiben?
Naja, so wie ich das mit Rotfuchs beobachtet habe, ging ja eine Kritik von offen-siv dem Prozess voran. Offen-siv hat ja ganz schön auf den Putz gehauen, leider habe ich das entsprechende Heft nicht mehr, hätte jetzt gern daraus zitiert. Vielleicht hat es einer meiner Genossen noch, so das ich das dann nachlifere, ich slebt beziehe offen-siv nicht.
Zu Offen-siv: wenn ich schreibe, etwas kommt mir so vor, so schreibe ich nicht, dass dies so ist, sein muss, Du kannst mich gern eines Besseren belehren, ich denke die Zeit wird es zeigen.
Zu dem Vorschicken von Leuten: für mich kommt es schon komisch vor, wenn Namen, die mir aus Aufrufen des Freundeskreises bekannt sind 8siehe offen-siv-Homepage) nun plötzlich KPD-Gruppen gründen (siehe Oktoberausgabe von Die Rote Fahne, letzte Seite). Nun mag ich Verfolgungswahn haben, aber das sieht für mich so aus, als wolle man eine Fraktion in den Gruppen schaffen um den KI-Prozess voranzutreiben. Das ist ja das gute Recht von offen-siv oder den Aufrufern, ob es der Sache dient wird sich zeigen.
Also ich kenne das Fernstudium nicht, und zugegeben, kenn ich offen-siv auch nicht so gut, aber ich versteh nicht was die Diskussion über „Multiplitatoren des Marxismus“ mit einem KI-Aufruf zu tun hat, das sind doch zwei verschiedene Sachen. Aber wie gesagt, die Leute kenn ich nicht, und kann nicht sagen ob sie unter Multipliatoren auch die Schaffung einer KI verstehen und deshalb nun diesen Prozess unterstützen.
Dass die offen-siv offensichtlich der treibende Kern ist, scheint aber nun keine Vermutung zu sein, Du selbst verweist ja immer wieder auf die nächste Ausgabe von ihnen.
Ja aber irgendwer, muss ja auch, wenn alles noch so ungefestigt und lose ist, Entscheidungen treffen, wie das abläuft ist sehr intransparent. Wenn dies Deiner Ansicht nach aus den von Dir genannten Gründen nicht anders möglich ist, so kann man das dann doch offenlegen, aber das ist Eure Sache.
Wodurch verlässt der Rotfuchs, Deiner Meinung nach die Linie???
Ich habe nie gesagt, dass ich keine Probleme mit der DKP habe. Ich habe auch gravierende Kritiken, aber ein Kommunist verlässt deshalb nicht die Partei. Ein Gossweiler hat ja auch nicht die SED zu DDR Zeiten verlassen oder? Auch wenn er viele Jahre später offenlegt, das er einige Kritiken hatte.
Es stimmt, dass es auch Veranstaltungen mit Trotzkisten gibt (bzw. Konferenzen, wie die Leverkusener Konferenz), ein Wahlbündnis hat es aber bisher nicht gegeben, diesbezüglich hat die KI-Österreich die DKP rechts überholt. Ich kritisiere auch die Zusammenarbeit, die es z.T. mit Trotzkisten gibt. Aber in der Partei, so denke ich, gibt es in der Masse, schon eine Klarheit über den Charakter der Trotzkisten.
Du fragst, was ich unter Kadern verstehe. Nun hierzu gibt es doch eindeutige Definitionen aus der Lenin-Stalin-Zeit, die ich auch begrüße.
Du scheinst Holz nicht viel zu kennen, es stimmt, das Holz gesagt hat, das er weniger in der aktiven Arbeit der DKP eingreifen möchte, er will vermehrt auch schreiben, aber er wird weiter auch zu sehen sein, keine Sorge. Er wäre ja auich z.B. zur großen Rotfuchsveranstaltung in Karl-Marx –Stadt dagewesen, wenn er nicht gesundheitlich verhindert worden war. Und gerade diese theoretische Klarheit ist ja gerade wichtig. Ich glaub das wird offen-siv auch nicht anders sehen, jedenfalls ist mir keiner von deren Akteuren als Aktivist in Klassenkämpfen ein Begriff. Ich habe auch nicht gesagt, das Holz-Linie auf den Vormarsch wäre, wobei es derzeit etwas besser aussieht als vor 2-3 Jahren. Dies ist aber doch nicht allein an der Person Holz zu messen. Sondern u.a. an dem T&P-Kreis usw.
Der Vorwurf an den Rotfuchs, sich mit Prof. zu schmücken ohne eine organisatorische Basis aufzubauen, ist haltlos.Hier sollte man doch erstmal sich mit der Sache beschäftigen, ich glaube es wirkt nicht sehr solidarisch, wenn die Genossen vom Rotfuchs so etwas falsches lesen. Les mal den Rotfuchs, nie gab es soviele aktive Rotfuchs-Gruppen in X-Orten, soviel Veranstaltungen usw.
Das offen-siv 10.000 Leser haben soll ist mir neu, ich dachte sie hätten eine Auflage von ein paar Hundert vielleicht Tausend, aber mag sein, das ich den Einfluss unterschätzt habe bzw. die einmal veröffentlichten Daten im Zuge eines Finanzberichts falsch in Erinnerung habe.


Zu Gewe: ja ich äußere mich zur KI-Deutschland nur auf der Grundlage von dem was ich hier lese. Lenin hat sich zu Europa bekanntlich durchaus geäußert. Das Vorhaben eines Zweckbündnisses sind sehr alt, und er ging davon aus, dass es ein Zweckbündnis auf Zeit wird, sollte es dergleichen geben.
Ich habe keine prinzipielle Kritik an einem Aufbau, wie ihn die KI vorsieht, jedoch ist meine These, dass ein Aufbau in Deutschland unter den jetzigen Umständen falsch, da spalterisch, ist.
Wenn der Kontakt zur KKE schon länger steht und die Genossen Texte auf deutsch aushändigen, so könntet Ihr etwas Gutes tun in dem Ihr diese Text auch hier den Genossen zur Verfügung stellen würdet, ich würde sie gern lesen und hatte ja schonmal einen Diskutanten gefragt doch mehr über sie zu schreiben, da er sich auszukennen schien. Leider ist dies bislang nicht erfolgt.
Du empfiehlst die Gründer-Liste der offen-siv zu lesen. Ich dachte die offen-siv war einst eine Zeitung der KPF der PDS, meinst Du da die Gründer? Wo finde ich diese Liste?
Was die Geduld anbelangt, werde ich mich bemühen. Aber es hat doch auch einen Vorteil, nun wisst Ihr was ein DKP-Anhänger so zu Fragen hat.
Nun verstehe ich das Bild des Urknalls nicht, wenn dieses nicht sehr schnell geht, warum dann dieses Bild. In der Arbeiterbewegung gab es bei der KP-Gründung oft das Bild eine Pflanze, ich glaub das passt besser, von Keimform, zu kleinem Pflänzen, bis hin zu einer wetterfesten Pflanze mit weit verzweigen Wurzeln.
Ben1


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 9. Okt 2008, 02:08 
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@Ben1: ich begrüße es ebenfalls, dass du so ausführlich auf die Beiträge hier eingehst - nur wenige neue User machen sich diese Mühe und werfen uns oft nur 1-2 Sätze hin. Ich würde meinerseits auch wieder darauf ordentlich und Punkt für Punkt eingehen, wenn mir nicht ernste Bedenken gekommen wären.

Ich meine das jetzt gar nicht beleidigend oder provokant, ich frage mich das ernsthaft:

Willst du uns verarschen?


Du wirfst der österreichischen KI (und wirfst offen-siv damit gleich mal in einen Topf, als ob das so leicht ginge) vor, dass sie von EU-Imperialismus spricht, eine "antimonopolistische Demokratie" will, in einem LINKEN-Wahlbündnis gemeinsam mit Trotzkisten antritt usw.
Dies nimmst du tatsächlich als Begründung dafür, dass man diese KI nicht unterstützen darf.


Ich stehe fassungslos vor der Tatsache, dass du das Programm der Partei, in der du Mitglied bist, nicht im mindesten zu kennen scheinst. Oder anders: in dem Programm der DKP (ich wiederhole: in der du Mitglied bist und die du in hohem Maße verteidigst) wird erstens von EU-Imperialismus gesprochen. Zweitens wird groß und breit eine wie auch immer geartete "antimonopolistische Demokratie" zum erstrebenswerten Ziel erklärt. Drittens macht die DKP genau das, was auch die KI macht: gemeinsam mit den Trotzkis auf einer LINKEN-Wahlliste zu Wahlen antreten.
Viertens hat die DKP mittlerweile auch ein außenpolitisches Pendant zu dem Mist mit der "antimonopolistischen Demokratie" - nämlich den Wunschtraum einer "multipolaren Welt", die sie sich immer herbeiwünschen. Ein Beweis, dass man dort von Lenins Imperialismus-Theorie nichts verstanden hat.
Ich kann gerne einige Passagen aus dem DKP-Programm zitieren, um das alles zu belegen.


Du hast die KI in die Nähe von Kautsky und den Trotzkisten gerückt. Würdest du dein Parteiprogramm kennen, hättest du anstatt KI auch einfach DKP schreiben können. Die machen nämlich einen auf Kautsky und Trotzki.


Auf ein weiteres kann ich dir also noch antworten - ja, ich halte es für einen unglaublichen Fehler, dass die DKP 1968 gegründet worden ist. Denn schon damals hat sie die Theorie der "antimonopolistischen Demokratie" vertreten. Und da sie den Mist immer noch vertritt, war dies offenbar mehr als nur ein taktisches Zugeständnis an SPD/Union. Es war ein grundsätzliches Eingeständnis ihres Revisionismus.
Abgesehen davon, dass die SED-Führung es nachweislich bevorzugt hat, den illegalen KPD-Apparat beizubehalten, hat die DKP-Gründung den Zweck gehabt, diesen Apparat überzuführen in die DKP und damit den Revisionisten unterzuordnen.
Ich will an dieser Stelle nur Ulbricht zitieren, der anlässlich der DKP-Gründung dieses Kommentar abgelassen hat:

"Brandt hat erklärt, er sei zwar nicht gegen die Legalität der KPD, aber die KPD müsse bestimmte Bedingungen erfüllen; nicht nur das Grundgesetz anerkennen, sondern auch ihre Treue zu diesem Staat erklären, d.h. zuerst wird die KPD zerschlagen und dann wird sie als revisionistisch umgebildete Sekte anerkannt."

(zitiert nach: Müller, Hans-Peter: Gründung und Frühgeschichte der DKP im Lichte der SED-Akten. In: Klaus Schröder: Geschichte und Transformation des SED-Staates. S. 257)

Wir haben uns in diesem Faden bereits darüber unterhalten: viewtopic.php?f=35&t=834&p=12817&hilit=reimann+ulbricht#p12817






EDIT: Ich habe nach meinem letzten Beitrag extra diesen Faden aufgemacht zu Ehren der griechischen Genossen. Darauf will ich nur hinweisen, weil dies wieder als Vorwurf kam, dass wir uns damit nicht beschäftigen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 9. Okt 2008, 18:14 
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Beiträge: 688
Zitat:
Also ich messe die Kraft einer KP NICHT daran ob sie an den Wahlen teilnimmt. Lenin hat zu den Wahlen ja einiges geschrieben, hier gibt es sehr unterschiedliche taktische Möglichkeiten die von den gegebenen Situationen abhängt. Es kann übrigens durchaus sein, das die DKP zur Europawahl 2009 eigenständig kandidiert und bei der Bundestagswahl soll es ggf. eine Kandidatur mit einem Schwerpunkt auf eine Landesliste in Berlin geben (siehe aktuelle UZ Seite 1).


Hast du nicht gemerkt worauf ich hinaus wollte? Wie kann sich "Die Kraft der Kommunisten" bei Wahlkämpfen der Linken engagieren? Wie können die denen helfen im Westen Fuß zu fassen? Die DKP hat doch Jahrelang nur Wahlkampf für die Sozialdemokratie gemacht, wie kann sie dann eine kommunistische Kraft sein, wenn nicht sogar "Die" ? Nur weil sie die meisten Mitglieder haben?... eine Massenbasis hat auch sie nicht.
Und darum auch die Erwähnung der KPF, denkst du die ist auch eine kommunistische Kraft solange sie in der Linken rum lungert? Etwas anderes haben die Kommunisten der DKP auch nicht gemacht. Und deswegen bezieht sich das "kandidieren" in meinem Text, weniger auf eine Wahl, als vielmehr auf das Auftreten überhaupt... die DKP trat doch in der Vergangenheit nicht als kommunistische Kraft auf. Und da brauchst du mir doch nicht mit Lenin kommen, komm deinen Genossen aus der DKP eher mit ihm, denn von dem leninistischen Standpunkt, zur demokratischen Wahl, haben sich die DKPler doch schon lange abgewandt.

Zitat:
Die KI wird sicher nicht kandidieren, deshalb frage ich mich, warum dies nun gegen mich argumentiert werden soll, dass die DKP nicht alleinig kandidierte. Wen hast Du denn gewählt, bei der letzten Bundestagswahl, doch sicher nicht die MLPD, oder?


Das verwende ich nicht gegen dich, es ging mir nur um den Begriff, „Die Kraft der Kommunisten“ und, um auf deine letzte Frage zu antworten, ich wähle Ungültig zur Wahl. Könnte ich da die DKP wählen, kann man ja mal drüber nachdenken, aber solange die nur hinter der Linken steht,... da lasse ich meine kommunistische Einstellung nicht für die Sozialdemokratie vereinnahmen.

Zitat:
Du bestreitest, dass es falsch sei, von einem EU-Imperialismus zu sprechen und begründest dies mit der Existenz verschiedener imperialistischer Blöcke. Die EU ist ein imperialistisches Zweckbündnis auf Zeit, es ist gerade so, dass kein neuer Staat (ein EU-Staat) entstehen würde, sondern dass es ein Zweckbündnis ist, in dem es auch Wiedersprüche gibt - die derzeit aber nicht primärer Natur sind.


Erstens, setzt du einfache Ansätze, die ich mit EU Imperialismus gebracht habe, schlicht fort, was du da aber beschreibst ist lediglich deine Einschätzung dazu. So stellt sich dies aber nicht dar, denn wer bestreitet die inneren Gegensätze der EU Politik? Überhaupt, einen Streit darüber ob es diese gibt, gab es doch nie... und darum geht es auch nicht, es geht darum das die EU, sicher auch mit inneren Widersprüchen, uns gegenüber als Macht in Erscheinung tritt, die „gemeinschaftlich“ und zielgerichtet agiert... Das diese Arbeitsweise irgendwann ein Ende finden kann, bestreitet niemand, ändert aber nichts an dem derzeitigen Auftreten, und da ist es doch nicht falsch, dieses Auftreten EU Imperialismus zu nennen. Und ich sage es noch einmal, dieser Text ist als Aufruf, nicht als sonst was für eine wissenschaftliche Abhandlung, konzipiert.

Zitat:
Es stimmt nicht, dass ich bei der Kandidatur der KI über die LINKE nur mit Quantitäten und nicht mit Qualitäten argumentieren würde. S


An dieser Stelle schon:

Zitat:
Das Ergebnis spricht Bände die LINKE kam auf sage und schreibe 1.898 Stimmen, das waren 0,0% ok, für die die es genau wissen wollen: 0,04%. Die KPÖ kam immerhin noch auf 36.139 Stimmen bzw. 0,77% wobei sie leider über 11.000 Stimmen verloren hat.


Und deswegen schrieb ich ja auch:

Die Alternativen zur PCF in Frankreich waren genauso wenig von Anfang an erfolgreich, bei diesem Abschnitt deiner Argumente geht es rein um Quantität nicht um Qualität.

Zitat:
Du fragst ob ich nicht einen Widerspruch daran sehe, einerseits zu fragen warum Korea, Vietnam und China nicht benannt wurden (im Aufruf der KI )und wunderst dich, dass ich auf der anderen Seite den Maoismus kritisiere.
[...], oder würdest Du bestreiten das China sozialistisch ist? Außerdem würde ich nicht sagen, das China heute maoistisch wäre. [...].


Wie ich China bezeichne werde ich hier nicht ausführen... naja, jedenfalls nicht faschistisch ;-)

Wenn ich das richtig sehe verteidigen doch viele Maoisten gerade China, dass soll aber nicht bedeuten das China maoistisch ist.

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BeitragVerfasst: Do 9. Okt 2008, 19:09 

Beiträge: 49
ben1 hat geschrieben:
Aber wenn Kommunisten dazu aufrufen die DKP zu verlassen, so ist es in der Tat schwer neue Mehrheitsverhältnisse zu schaffen.
Der Aufruf zur Gründung einer KI in D ist kein Aufruf an die Genossen, ihre derzeitigen Parteien / Organisationen zu verlassen. Dann wäre die KI in der Tat eine neue Kleingruppe. Nein, jeder Marxist / Leninist, den die Notwendigkeit der zu erreichendenden Einheit der Kommunisten zu aktiven positiven Handlungen befähigt, ist aufgerufen, sich an der Gründung der KI zu beteiligen, unabhängig von seiner sonstigen Organisiertheit. Jeder kann in dem Verein, in dem er gerade ist, bleiben und trotzdem die KI mit gründen.

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"Die Geschichte der organischen Materie verzeichnet drei Sprünge aus dem Reich der Notwendigkeit in das Reich der Freiheit. Der erste Sprung ist der vom Unbelebten zum Leben. Der zweite ist der vom Tier zum Menschen. Der dritte, (den wir im Begriff sind zu tun), ist der vom Ideologen zum Marxisten." P.H.


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BeitragVerfasst: Do 9. Okt 2008, 19:40 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
was generell China angeht:
ich es ziemlich gut dass China gerade nicht im Aufruf erwähnt wird. Das liegt schlicht weg einfach daran, dass die Behautpung China wäre ein Paradebeispiel für den Sozialismus (also so wie die DDR, Cuba oder die SU) geradezu absurd wäre. Sicherlich ist China nicht so negativ wie die bürgerlichen Medien behaupten und im Zuge der anti-Da-lai-Trampeltier/anti-free-Tibet-scheiße, sind mir die Chinesen jetzt durchaus sympathischer. Aber gerade China (oder auch Vietnam) jetzt als sozialistisch bezeichnen zu wollen halte ich für ziemlich vage und gar gefährlich, da sämtliche Negativerscheinungen des Kapitalismus in China zu finden sind. Immerhin gab es unter Lenin's NEP z. B. oder dem veränderten Kurs Castros in den 90ern immerhin Maßnahmen diese Negativerscheinungen (Korruption, Arbeitslosigkeit waren doch verhältnismäßig gerin, Gesundheits-und Bildungssystem waren gut entwickelt und jedem zugänglich und ein typischer Kapitalist konnte nicht so frei schalten und walten, wie er es in China kann) einzudämmen. In China sehe ich das nicht.

Außerdem sehe ich keinen Grund gleich jedes noch erdenkliche sozialistische Land zu erwähnen, dann dürften neben den "eigentlichen" sozialistischen Ländern auch solche benannt werden, die immerhin einige sozialistische Aspekte hatten bzw. haben, wie Libyen, Mosambik, Ghana, Kongo-Brazaville usw usf.
Ich denke es ist schon genug die drei zu erwähnen, die im Aufruf standen: die SU, als "Mutterland" der sozialistischen Revolution und dessen Aufbaus, der DDR als größte Errungenschaft der deutschen Arbeiterbewegung und Kuba als heute bestes und effektivstes sozilaistische Land, dass eben nicht die negativen Wege Chinas ging, oder sich zu einer sehr komisch riechenden Ideologie a la Juche entartete. (Ich möchte hier sagen, dass ich nichts gegen Nordkorea habe und im Falle der Amerikanischen Aggression haben sie meine vollste Unterstützung, aber die Juche-Ideologie hat sich ja selbst freiwillig vom Marxismus-Leninismus getrennt und bezüglich der Punkte 1 und 3 - Anerkennung ALLER Prinzipien des M-L, sowie Revisionismus als Ursache für den Untergang des Sozialismus ist eine Propagierung für Nordkorea erstens nicht sinnvoll und zweitens würde es in unserem kulturellen Raum auf wenig Unterstützung hoffen, da die Juche-Ideologie sehr spezifisch koreanisch ist.)
Es ist im Grunde genommen ziemlich sinnlos, dagegen "herzuziehen", dass die KI nicht alle sozialistischen Staaten aufgezählt hat, nicht zuletzt weil ja im Aufruf steht, dass wir alle sozialistischen Staaten in ihrer Leistung und Geschichte anerkennen - SU, DDR und Cuba aber eine besondere Rolle spielen.

zur KKE kann ich leider nicht viel sagen, ich bin da kein Experte. Aber das was ich über sie weiß, ich habe einige Texte von denen gelesen und weiß über ihre Erfolge bescheid, stimmt mich im wesentlichen positiv über die Partei.

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Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


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BeitragVerfasst: Do 9. Okt 2008, 19:42 
Administrator
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Und man sollte auch den Mut haben, wenn man die KI richtig findet, dort mitzuarbeiten, auch wenn die Partei im Rücken das ablehnt.

Womit ich jetzt gegen keine Partei spreche!

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 9. Okt 2008, 23:35 
Salonbolschewist
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Guten Abend. Ich melde mich in diesem Faden ja eigentlich nur, um zu verdeutlichen, daß die User Ben und ben1 nicht dieselben sind. Ich hatte meine Haltung zur KI schon in diesem Faden niedergeschrieben und mehr wollte ich auch nicht dazutun, die Dinge aufmerksam zu beobachten, zu unterstützen und dann an konkreten Fragen die Diskusson aufzunehmen liegt mir eindeutig näher als 125 Fragen zu stellen nur weil ich den Verdacht habe, jemand wird sich die Zeit nehmen sie zu beantworten um mir das Nachdenken zu ersparen.

Jetzt muß ich allerdings doch noch was zum Thema beisteuern, also:

ben1 hat geschrieben:
Ich denke die Bedeutung von China ist z.B. DEUTLICH GRÖSSER als von Bolivien oder Ecuador, die genannt werden.


Entschuldige bitte, aber das wirkt doch sehr konstruiert. Wer den Aufruf mal in einem Zug durchgelesen hat, bekommt doch zwangsläufig einen Blick für die Gliederung desselben. Bolivien und Ecuador werden hier unter der Überschift "Weltweiter Widerstand" angeführt, womit sie als Beispiel dafür dienen sollen, daß es nun mal international gesehen für unsere Sache ganz gut laufen kann, wenn die Rahmenbedingungen günstig sind. Ich gehe also jede Wette ein, daß der Verfasser des Aufrufes an dieser Stelle des Textes auf alles gefasst war, nur nicht auf die Gegenfrage: "Und was ist mit China?"...

Zu China, dem Zusammenhang mit dem Aufruf und der Endlosdiskussion die um China geführt wird, hat Sergej alles nötige gesagt. Daß solche auführlicheren Betrachtungen in einem Aufruf zuviel des Guten wären hatten bisher alle ganz einfach vorausgesetzt.

ben1 hat geschrieben:
Ich habe nie gesagt, dass ich keine Probleme mit der DKP habe. Ich habe auch gravierende Kritiken, aber ein Kommunist verlässt deshalb nicht die Partei. Ein Gossweiler hat ja auch nicht die SED zu DDR Zeiten verlassen oder? Auch wenn er viele Jahre später offenlegt, das er einige Kritiken hatte.


Es ist glasklar ein Unterschied, ob man aus der SED austritt, und damit (auch bei gerechtfertigten Kritiken an ihr) auch der Gesellschaftsformation, die die SED nunmal leitete, symbolisch Ablehnung entgegenbringt, oder ob man aus der DKP, einer wenn auch großen, aber nicht an der Spitze des Staates befindlichen Partei austritt. Diese Art der Argumentation ist grenzwertig bis unzulässig. Überhaupt diese Vergleiche mit der Geschichte, immer fein die konkreten Umstände ignorieren und verallgemeinern:

ben1 hat geschrieben:
Auch habe ich nie bestritten das Spaltungen prinzipiell nie gerechtfertigt sind. Aber in der aktuellen Situation sehe ich keine Berechtigung. Mir kommt es auch manchmal so vor, als ob, wenn die Genossen, die heute Spaltungen provozieren, früher einen Thälmann wohl als Sozialdemokraten beschimpft hätten, weil dieser zunächst noch in der USPD blieb. Oft wird übersehen, dass ohne die Vereinigung der USPD mit der KPD zur VKPD damals die KPD nie so stark geworden wäre!!!


Wir haben hier einige gute Genossen in der DKP, die sich auch stark an der Schaffung der KI beteiligen, und Leute, die DKPler per se und ohne Überprüfung der einzelnen Haltungen als Sozialdemokraten bezeichnen, hätten es doch recht schwer mit uns. So einfach ist unsere Welt nicht strukturiert, also warum erzählst du uns sowas? Warum diese unterschwelligen Vorwürfe, warum hier und warum in diesem weinerlichen Tonfall? Zitier doch bitte nur uns oder uns Nahestehende, dann können wir mit solchen Sätzen eventuell mal was anfangen.

Ach ja, die Sache hier:

ben1 hat geschrieben:
Du meinst die Genossen von Rotfuchs sollten die ersten Unterzeichner sein. Dies sehe ich nicht so. Zum einen glaube ich nicht, dass die Genossen es so sehen wie Ihr, das jetzt eine neue Partei bzw. eine Vororganisation einer zu schaffenden Partei neben der bestehenden DKP gegründet werden soll. Desweiteren würde ich Dich gern fragen ob die Genossen vom Rotfuchs in die Gestaltung des Aufrufes einbezogen waren, oder warum sollten sie dann einen Text unterschreiben an dem sie nicht mitgewirkt haben?


...kann ich auch aufklären, ohne OPC zu sein. (Er wird, das muß ich kurz erwähnen, in letzter Zeit oft verwechselt ich selber hielt ihn jahrelang für einen dänischen Schauspieler namens Harald.) OPC sprach einfach nur aus, daß die KI und der Rotfuchs zeitversetzt mit derselben Zielstellung an den Start gegangen sind:

OPC hat geschrieben:
Eine einheitliche kommunistische Organisation nicht über einen Zusammenschluß bestehender konkurrierender Parteien herzustellen, sondern indem zunächst gleichgesinnte Einzelpersonen unabhängig von diesen Organisationen zu sammeln.


Daraus leitete OPC ganz einfach ab, daß der Rotfuchs nun, würde er bis zum Äußersten konsequent sein, freudig die KI als Antrieb für seine ürsprünglichen Zwecke begrüßen sollte. Damit ist natürlich nicht gesagt daß die Genossen vom Rotfuchs das tatsächlich tun werden oder im Vorfeld beteiligt waren. OPC machte da einen so genannten Witz.

So könnte man seitenlang weitermachen aber ich glaube, ich schließe mich bis auf Weiteres dem Pavel an, auf sein Urteil kann man sich in der Regel verlassen:

Pavel hat geschrieben:
Ich meine das jetzt gar nicht beleidigend oder provokant, ich frage mich das ernsthaft: Willst du uns verarschen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Di 14. Okt 2008, 00:53 
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Beiträge: 353
Tja, jetzt kam von ben1 leider keine Reaktion mehr. Ich habe mich dennoch darum bemüht, gesondert auf die Hoffnungen, die in die DKP gesetzt werden, einzugehen. Diesen Faden habe ich für eine eventuelle DKP-Diskussion aufgemacht: HIER

In diesen Faden bitte nur noch Diskussionsbeiträge zur Kommunistischen Initiative selbst.





Eins habe ich noch zur KI nachzutragen und hoffe, dies ein für alle mal klar zu stellen: Die KI ist keine Vereinigung der Organisationen KPD, KPD(B), offen-siv und Teile der DKP. Diese Behauptungen tauchen recht oft auf, auch in diesem Faden hört es sich in manchen Beiträgen so an, als wäre dies eine Vereinigung dieser Gruppen.

Bevor man die KI verwirft, sollte man den Aufruf lesen. Dort steht drin, dass einzelne Genossen aus den genannten Organisationen sich dazu entschlossen haben, für die Gründung einer solchen KI aufzurufen. Keiner der genannten Organisationen wird sich kurzfristig auflösen. Alle haben weiterhin ihre eigenen Anschauungen und keine dieser Gruppen ist völlig homogen. Innerhalb dieser Organisationen kann und wird es zu Streitigkeiten darüber kommen, ob und inwieweit man diese KI unterstützen darf. Sollten daraus verstärkte Fraktionskämpfe oder sonstiges bis hin zu Spaltungen erfolgen, kann man dies nicht der KI anlasten, sondern dem Teil innerhalb der Organisationen, die eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunisten strikt ausschließen und daher die KI behindern wollen.
Die KI schürt keine Fraktionskämpfe oder sonstiges, sie bietet nur an, Genossen zu versammeln, damit eine gemeinsame Grundlage geschaffen werden kann, auf der zukünftig eine einheitliche kommunistische Partei entstehen kann.

Hier im Forum gibt es Mitglieder der DKP, KPD(B), FDJ, aus dem offen-siv Umfeld und Unabhängige. Mit dem Umfeld einer ganzen Reihe anderer Gruppen und Organisationen sind wir vertraut. Dieses Forum ist selbst also kein monolithischer Block. Aber obwohl wir jedem das Recht lassen, sich das seiner Meinung nach beste Umfeld auszusuchen, um sich dort zu engagieren und organisieren, sind wir uns in theoretischen Fragen zu großen Teilen einig. Ich möchte meinen, wenn solch ein Forum lange Zeit erfolgreich bestehen kann, dann gibt es auch eine Chance, dass das Konzept der KI zu einem langfristigen Erfolg führt.

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Friedrich der Große


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Fr 17. Okt 2008, 17:35 

Beiträge: 29
ok hab ein paar Zeilen schon mal im neunen Faden geantwortet


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Fr 24. Okt 2008, 20:35 
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Beiträge: 353
Wie zu erwarten war: in der jetzt erschienenen offen-siv-Ausgabe (September-Oktober 2008) wird nicht nur Werbung für die KI gemacht, sondern sie enthält auch einen Artikel von Frank Flegel ("Bedingungen und Möglichkeiten einer Kommunistischen Initiative in Deutschland").

Darin wird ausführlich erläutert, welche Ziele die KI kurz-, mittel- und langfristig hat und wie es zur Gründung der KI kam und welche Organisationsstruktur sie momentan und in Zukunft hat und haben wird.
Damit sollten einige der Fragen, die hier u.a. ben1 vorgebracht hat, beantwortet sein. Alle Interessierten seien auf diesen Artikel verwiesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 25. Okt 2008, 19:07 

Beiträge: 49
Pavel hat geschrieben:
... und wie es zur Gründung der KI kam ...
Lieber Pavel, dort sind wir noch nicht.
Aber der Artikel von F.F. ist wirklich großartig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 25. Okt 2008, 21:37 
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Beiträge: 353
Hmm, stimmt natürlich. Da hab ich den falschen Ausdruck erwischt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mi 19. Nov 2008, 10:09 
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Beiträge: 5
Huhu.

Die Homepage www.kommunistische-initiative.de. Die sieht toll aus. Wer macht die? Ich finde die gut. Die hat eine schöne Farbe. Was sagt ihr?

_________________
Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr
Der Mond funkelte sanft in Deinem Haar
Und es tut auch kaum mehr weh
wenn ich alles vor mir seh
als ob es letzte Nacht gewesen, sternenklar


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mi 19. Nov 2008, 12:18 

Beiträge: 2008
JuliaDenzsch hat geschrieben:
Huhu.

Die Homepage http://www.kommunistische-initiative.de. Die sieht toll aus. Wer macht die? Ich finde die gut. Die hat eine schöne Farbe. Was sagt ihr?


Solche wichtigen Aufgaben dürfen nur kampferprobte und bewährte Kräfte erfüllen. ;)

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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