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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 6. Sep 2008, 20:20 

Beiträge: 132
Hallo, in der aktuellen Ausgabe der Roten Fahne heißt es, dass die KPD zusammen mit der Offensiv + anderen Parteien perspektivisch eine Kommunistische Initiative aufbauen wollen. Vielmehr ist bisher nicht veröffentlich worden
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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mi 17. Sep 2008, 12:49 
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Zitat:
Aufruf:
Schafft die Kommunistische Initiative
in Deutschland!

Der Imperialismus
Jugoslawien, Kongo, Irak, Tschetschenien, Libanon, Kolumbien, Georgien – die Liste der Kriege ließe sich verlängern; sie steht für die sich zuspitzenden imperialistischen Versuche, nach dem Sieg der Konterrevolution in Ost-Europa die Welt neu aufzuteilen. Dieser Aggression des Imperialismus nach außen entspricht eine wachsende Aggression nach innen: immer rasanter werdender Sozialabbau, Zerschlagung demokratischer und sozialer Rechte bis hin zu Faschisierungstendenzen, aggressiver Chauvinismus, Rassismus, die Vernichtung der ökologischen Grundlagen des Lebens.
Das alles ist nichts anderes als ordinärer Imperialismus, auch wenn er in die Worte „Neue Weltordnung“ oder „Globalisierung“ gehüllt wird. Seit dem zeitweiligen Sieg der Konterrevolution Ende der 80er/Beginn der 90er Jahre in Ost-Europa, besonders in der Sowjetunion und der DDR, belegen dies die imperialistischen Verteilungskämpfe als Ausdruck der sich immer rasanter entwickelnden Konkurrenz unter den imperialistischen Hauptmächten. Vor allem verschärfen sich die Widersprüche zwischen der imperialistischen (noch) Hegemonialmacht USA und einem systematisch stärker und aggressiver werdenden imperialistischen Europa unter deutsch/französischer Führung.
Wie wir es auch drehen und wenden mögen: die Leninsche Imperialismustheorie hat nichts an ihrer Aktualität und ihrem Wert verloren. Die alltägliche Barbarei des Imperialismus belegt sie immer wieder auf Neue!

Weltweiter Widerstand
Wir können allerdings gerade in den letzten Jahren beobachten, dass sich die Widerstandskräfte - wenn immer auch noch sehr widersprüchlich, spontan und unkoordiniert – immer erkennbarer zu formieren beginnen, besonders im Nahen Osten und Lateinamerika (Stichworte hierfür sind u.a. entsprechende Entwicklungen in Nikaragua, Bolivien oder Ecuador). In diesem Zusammenhang spielen jene Länder, die sich weiterhin einem sozialistischen Entwicklungsweg verpflichtet fühlen oder gar eine revolutionäre Etappe beschritten haben, eine ganz besondere, orientierende Rolle. Vor allem das sozialistische Cuba und das revolutionäre Venezuela seien hier stellvertretend genannt. Der Sieg des libanesischen Widerstandes unter Führung von Hizbollah gegen eine überlegene israelisch-zionistische Invasionsarmee 2006, der ungebrochene Widerstand des palästinensischen Volkes sowie der anhaltende, auch bewaffnete Widerstand des irakischen Volkes gegen die imperialistischen Yankee-Okkupanten sind im Nahen Osten heroische Beispiele dafür, dass auch unter den imperialistischen Bedingungen der so genannten „Neuen Weltordnung“ Widerstand möglich ist und sogar siegreich sein kann!

Folgen der Konterrevolution
Dieser Widerstand entwickelt sich wieder und auch schneller, obwohl die Ideologen der Bourgeoisie nach dem zeitweisen Sieg der Konterrevolution siegestrunken das „Ende der Geschichte“ verkündeten. Zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts schienen ihnen einige Entwicklungen, oberflächlich betrachtet, auch Recht zu geben. Nicht wenige nationale und revolutionäre Befreiungsbewegungen brachen entweder zusammen oder gingen existenzbedrohende Kompromisse mit dem imperialistischen Feind ein, die kommunistische Bewegung schien zu implodieren: einige Parteien lösten sich nahezu lautlos auf, andere verwandelten sich direkt in offene sozialdemokratische Formationen oder begaben sich ganz offiziell auf revisionistische Entwicklungswege. Nur eine kleine Minderheit verteidigte den Marxismus-Leninismus als Fundament und Programmatik. In Deutschland wurde in diesem Zusammenhang aus der SED über einige organisatorische Zwischenschritte die sozialdemokratisierte Partei „Die Linke“; die DKP hat sich auf einen immer abschüssiger werdenden revisionistischen Weg begeben.
Die Lage in Deutschland
Aber auch im imperialistischen Deutschland nimmt der Widerstand - ebenfalls sehr zäh und langsam, spontan und unkoordiniert - zu. Die objektiven Bedingungen für einen sich verschärfenden Widerstand, ein immer rasanter werdender Sozialabbau mit sich ausbreitender Armut sowie eine immer reaktionärer werden Formierung des bürgerlichen Staates, der sogar bürgerlich-demokratische Rechte zu ersticken sucht, wachsen an. Immer mehr Menschen, vor allem junge Arbeiter, Schüler und Studenten, suchen nach einer Alternative zum imperialistischen System. Dies ist unter anderem eine Erklärung für die anhaltende, deutliche Unterstützung für die sozialdemokratische Partei „Die Linke“, die aber mit ihrer antikommunistischen Politik und ihrem affirmativen Parlamentarismusverständnis objektiv systemintegrativ wirkt, die wachsende Wut der Menschen im Rahmen des bürgerlichen Systems kanalisierend. An dieser Tatsache ändert auch die so genannte „Kommunistische Plattform“ (KPF) in der Partei „Die Linke“ nichts; im Gegenteil, diese Formation dient als „linkes“ Feigenblatt einer insgesamt nicht-marxistischen, sozialdemokratischen Partei. Mit Marxismus-Leninismus, wissenschaftlichem Sozialismus, hat dies nichts mehr zu tun... Die formal stärkste unter den kommunistischen Formationen, die „Deutsche Kommunistische Partei (DKP)“ trabt objektiv der Entwicklung der PDS/Linkspartei/Die Linke seit dem Sieg der Konterrevolution in der DDR und der revisionistischen, schrittweisen Umwandlung der SED zur sozialdemokratisierten Partei „Die Linke“ hinterher. Sie hat sich mit dieser Bündnispolitik fast schon in eine babylonische Gefangenschaft zur Partei „Die Linke“ manövriert, die auch nicht wesentlich vom in der Partei „Die Linke“ anwachsenden Antikommunismus erschüttert wird – sogar, wenn es, wie mit Genossin Christel Wegner, eigene Mitglieder trifft. Erklärlich wird dies nur, wenn man die Entwicklung der DKP in den vergangenen Jahren betrachtet, die 2006 in die Annahme eines revisionistischen Parteiprogramms mündete und damit einer weiteren Entwicklung einer noch offener revisionistischen Politik und Programmatik eine Basis gab. Diese nun revisionistische DKP sucht u.a. danach, weiterhin kompatibel zur Partei „Die Linke“ zu bleiben...
Was aber trotzdem jeden Tag deutlicher wird: es fehlt eine revolutionäre Kraft mit klaren Positionen und einer Strategie, die in der Lage ist, den Widerstand zuzuspitzen, ihm Organisation, Ziel und Orientierung zu geben. Kurzum: es fehlt eine einheitliche Kommunistische Partei, die fest auf dem Boden des Marxismus-Leninismus steht.

Die Notwendigkeit der Kommunistischen Partei
Die Widersprüchlichkeit der Situation der kommunistischen Bewegung in Deutschland zeigt sich immer zugespitzter. Auf der einen Seite wird die Notwendigkeit einer einheitlichen, marxistisch-leninistischen Kommunistischen Partei immer deutlicher; auf der anderen Seite hält der Niedergang der kommunistischen Bewegung in Deutschland an. Sie ist zersplittert, in verschiedene Parteien, Organisationen, Projekte gespalten. Politisch in ihr dominant sind nach wie vor unterschiedlichste revisionistische Konzeptionen. Verschiedene Versuche, in den letzten Jahren zu mehr Einheitlichkeit unter den zersplitterten Kommunisten zu kommen, sind kläglich gescheitert, weil sie über keine klare, marxistisch-leninistische Basis und damit auch keinerlei strategische Konzeption verfügten. Tatsache ist: verantwortlich für die anhaltende Zersplitterung, Schwäche sowie den schleichenden Niedergang der kommunistischen Bewegung (nicht nur) in Deutschland ist der Revisionismus, d.h. die Erosion der politisch-ideologischen wie auch organisatorischen Grundlagen des wissenschaftlichen Sozialismus und damit der Kommunistischen Partei. Gleichzeitig wird jedoch der Wunsch nach Einheit unter den Kommunisten stärker. Die Erfahrungen wie auch die vorhin kurz skizzierte Lage der kommunistischen Bewegung in Deutschland macht es jedoch unrealistisch, darauf zu hoffen, dass eine solche Einheit von den Organisationen herbeigeführt, getragen und umgesetzt wird.

Alternative Beispiele aus dem Ausland
Es geht jedoch auch anders, auch im imperialistischen Europa. Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) verbindet alle Elemente, die das Wesen einer lebendigen, revolutionären Kommunistischen Partei ausmachen: das prinzipielle Festhalten an allen wissenschaftlichen Grundlagen des Marxismus-Leninismus, die Orientierung auf die revolutionäre Führung der Arbeiterklasse und deshalb die organische Verbindung mit ihr, die fundamentale Klarheit zur Schaffung aller notwendigen Voraussetzungen für einen revolutionären Sturz des imperialistischen Systems, die Errichtung der Diktatur des Proletariats, des Aufbaus des Sozialismus und Kommunismus. Diese Klarheit und Prinzipienfestigkeit hat die KKE zu einer Partei geschmiedet, die lebendig und den Massen zugewandt ist, deren Einfluss ständig wächst! In Österreich haben Genossinnen und Genossen die „Kommunistische Initiative“ gegründet, um KommunistenInnen gegen die völlig im revisionistischen Sumpf entartete Bundes-KPÖ („Kommunistische Partei Österreichs“) zu sammeln und erfolgreich zu organisieren. Ihr langfristiges Ziel ist es dabei, eine einheitliche Kommunistische Partei in Österreich aufzubauen, die sich vom Marxismus-Leninismus leiten lässt.

Klarheit vor Einheit
Die Analyse der Rolle des Revisionismus als Basis für die Konterrevolution sowie der Spaltung, Zersplitterung und dem Niedergang der kommunistischen Bewegung wie aber auch die unterschiedlichen positiven aktuellen Erfahrungen u.a. der griechischen wie auch der österreichischen Genossen halten uns deutlich vor Augen, dass Klarheit das Fundament jeder kommunistischer Politik und Organisation sein muss, will sie nicht ihren Charakter verlieren. Diese Klarheit muss im Wesentlichen aus drei Elementen bestehen, die durch den wissenschaftlichen Sozialismus deutlich formuliert werden:
1) das Anerkennen ALLER wissenschaftlichen Grundlagen des Marxismus-Leninismus, so besonders der Gültigkeit der Leninschen Imperialismus-, Staats-, Revolutions- und Parteitheorie, des proletarischen Internationalismus sowie auch der heroischen Geschichte der kommunistischen Bewegung als notwendige Antwort auf die reformistische Versumpfung und den Klassenverrat der Sozialdemokratie;
2) das Anerkennen der Rolle der sozialistischen Länder, insbesondere der Sowjetunion und der DDR als größter Errungenschaft der deutschen Arbeiterbewegung. Der Sozialismus, für den wir im imperialistischen Deutschland kämpfen, wird vom revolutionären Erbe der DDR, des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden, geprägt sein. Damit wird das klare und eindeutige Verhältnis zur DDR zum Prüfstein für jeden deutschen Kommunisten, gerade und insbesondere auch heute!
3) Das Anerkennen der Notwendigkeit des Kampfes der Kommunistischen Partei gegen jede Form des Revisionismus und Reformismus, denn der Revisionismus war und ist die Hauptbasis für den zeitweiligen Sieg der Konterrevolution in Europa, die Spaltung, Zersplitterung und Schwächung der kommunistischen Bewegung!
Nach Lenin steht Klarheit hinsichtlich dieser politisch-ideologischen Basis vor Einheit. Für diese Klarheit soll auch die „Kommunistische Initiative“ in Deutschland stehen.

Die Möglichkeiten einer „Kommunistischen Initiative“ in Deutschland
Sie eröffnet die Perspektive für eine von uns angestrebte Sammlung und Organisierung von Genossinnen und Genossen. Zunächst wollen wir deshalb mit diesem Aufruf alle ansprechen, die für die Einheit der Kommunisten auf marxistisch-leninistischer Grundlage in Deutschland eintreten. Wir wollen damit die Unterstützerinnen und Unterstützer dieses Aufrufs zunächst einmal sammeln. Dafür haben wir ein Koordinierungsgremium ins Leben gerufen, dessen Aufgabe es ist, in engem Kontakt mit den Unterstützerinnen und Unterstützern die nächsten organisatorischen Schritte für die Gründung der „Kommunistischen Initiative“ in Deutschland als eines organisierten Sammelbeckens aller marxistisch-leninistischen Kräfte vorzubereiten. Damit öffnet die „Kommunistische Initiative“ in Deutschland zugleich den Horizont für eine langfristig anzustrebende Formierung einer einheitlichen, marxistisch-leninistischen Kommunistischen Partei.
Wir wendet uns daher an alle in Deutschland, die sich als Kommunisten verstehen - ob organisiert, unorganisiert oder nicht mehr organisiert sowie an alle - besonders junge Arbeiter, Schüler und Studenten -, die nach einem revolutionären Bruch mit dem imperialistischen System streben: diskutiert die Lage! Nehmt Kontakt zum Koordinierungsgremium der „Kommunistischen Initiative“ auf! Propagiert und schafft gemeinsam mit uns eine „Kommunistische Initiative“, die willens und in der Lage ist, in einem längerfristigen Prozess die Bedingungen für die Formierung einer einheitlichen, marxistisch-leninistischen Partei in Deutschland zu schaffen!
Diese Partei wird uns nicht geschenkt werden, WIR müssen die Formierung der Kommunistischen Partei in unsere Hände legen! Ohne eine lebendige, einheitliche, marxistisch-leninistische Kommunistische Partei wird es keinen revolutionären Bruch mit diesem imperialistischen System, kein Ende der Barbarei, keinen Sozialismus und Kommunismus geben!

Gehen wir deshalb mit klaren Positionen und revolutionären Visionen einen Schritt vorwärts: Schaffen wir DESHALB die „Kommunistische Initiative“!


Sozialismus oder Barbarei!


Kontakt: Michael Kubi, Mühlheimer Str. 6, 60386 FRANKFURT/M. Tel.: 0176-28809067, Mail: info@kommunistische-initiative.de

Spendenkonto: Konto André Vogt bei der Norisbank (Dresden), Konto-Nummer: 800696700, BLZ: 760 260 00
(Verwendungszweck: „Kommunistische Initiative“)

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"Konkrete politische Aufgaben muß man in einer konkreten Situation stellen."

W. I. Lenin


Zuletzt geändert von Marinus am Do 18. Sep 2008, 00:59, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mi 17. Sep 2008, 21:46 

Beiträge: 132
Hallo, ich geh aber recht in der Annahme, das die kleine Gruppe, sie sich beriets jetzt Kommunistische Initiative nennt nichts mit dem Aufruf zu tun hat oder?
Deren Seite heißt www.hebel.tk
Warum wird in dem Aufruf z.B. die KKE angesprochen? Ist die Einschätzung zur KKE so wichtig, dass sich Unterstützer damit einverstanden erklären, ebenso ist es mit der Positionierung zur KPÖ. Inhaltlich hab ich schon Kritiken aber das spielt hier keine Rolle, denn es ist ja die Sache der Initiative, was sie in ihren Aufruf schreiben
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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Mi 17. Sep 2008, 22:18 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Zitat:
Deren Seite heißt www.hebel.tk

nein hat mit der Abspaltung der Bolschewistischen Initiative (deren Zeitung sich Trotz alle dem nennt - hat auch nix mit der KPD(B) zu tun), nix zu tun.

Zitat:
Warum wird in dem Aufruf z.B. die KKE angesprochen?

das erklärt sich doch im Aufruf selbst. Die KKE ist die Partei, die es geschafft hat - als eine der wenigen in Europa - auf dem Boden des marxismus-Leninismus zu bleiben. Und sie hat dementsprechend Erfolg (auch während der Zeit nach der Konterrevolution litt die Partei stark am Revisionismus und ihr Einfluss in der Bevölkerung war gering). Sicher sind Deutschland und Griechenland nicht zu vergleichen, aber dennoch ist es wichtig von den Erfahrungen der KKE zu lernen - denn wenn die es geschafft haben, warum sollen wir es nicht?
Das selbe trifft auch auf die KI in Österreich zu.

Zitat:
Warum wird in dem Aufruf z.B. die KKE angesprochen?

spielt in so fern kaum eine Rolle, weil der Aufruf so beschlossen und publik gemacht wurde. Dennoch kannst du ja deine kritiken hier einbringen, was der Entwicklung der KI durchaus von Nutzen sein kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 18. Sep 2008, 00:56 
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Beiträge: 40
Das hier ist die Internetpräsenz des Projekts, aber viel mehr als der Aufruf ist dort noch nicht zu sehen. Ich hoffe daß es bald mehr Informationen gibt, denn ich halte das für eine äußerst interessante Sache.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 18. Sep 2008, 11:32 
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Beiträge: 5
Hallo, ich bin neu hier. Mein Freund hat mir gesagt, das hier das mit der Initiative steht. Weil der findet das gut. Ich finde das auch gut. Die Seite ist gut. Ob da was drauß wird? Ich lese ja die offensiv manchmal im Internet. Wenn die das machen, wird das bestimmt gut. Mein Freund ist der Marinus.

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Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr
Der Mond funkelte sanft in Deinem Haar
Und es tut auch kaum mehr weh
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als ob es letzte Nacht gewesen, sternenklar


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 20. Sep 2008, 10:42 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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Beiträge: 628
Nach einigem Überlegen bin ich zum dem Entschluß gekommen, daß diese "Kommunistische Initiative" ein vielversprechender Ansatz ist, das Chaos in der kommunistischen Bewegung hierzulande zu ordnen. Erstens scheint die politische Orientierung richtig zu sein wie sich an dem - noch knapp gehaltenen - 3-Punkte Programm zeigt:

Zitat:
1. das Anerkennen ALLER wissenschaftlichen Grundlagen des Marxismus-Leninismus, so besonders der Gültigkeit der Leninschen Imperialismus-, Staats-, Revolutions- und Parteitheorie, des proletarischen Internationalismus sowie auch der heroischen Geschichte der kommunistischen Bewegung als notwendige Antwort auf die reformistische Versumpfung und den Klassenverrat der Sozialdemokratie;

2. das Anerkennen der Rolle der sozialistischen Länder, insbesondere der Sowjetunion und der DDR als größter Errungenschaft der deutschen Arbeiterbewegung. Der Sozialismus, für den wir im imperialistischen Deutschland kämpfen, wird vom revolutionären Erbe der DDR, des ersten Arbeiter- und Bauernstaates auf deutschem Boden, geprägt sein. Damit wird das klare und eindeutige Verhältnis zur DDR zum Prüfstein für jeden deutschen Kommunisten, gerade und insbesondere auch heute!

3. Das Anerkennen der Notwendigkeit des Kampfes der Kommunistischen Partei gegen jede Form des Revisionismus und Reformismus, denn der Revisionismus war und ist die Hauptbasis für den zeitweiligen Sieg der Konterrevolution in Europa und die Spaltung, Zersplitterung und Schwächung der kommunistischen Bewegung!


Zweitens ist der Ansatz richtig, Organisationsunabhängig Einzelpersonen mit richtigen Ansichten zu vernetzen, da es momentan in jeder Partei/Organisation vernünfige Genossen gibt, die jedoch fast nirgendwo die Mehrheit stellen. Die Gruppen die auf richtigen Positionen stehen, wie z.B. die KPD(B), sind zu wenig Einflussreich um eine tatsächlich wirkende politische Kraft und attraktiv für Leute der DKP-Linken zu sein.

Interessant ist auch, daß mit dem Aufruf gezielt unorganisierte Kommunisten angesprochen werden. Diese Gruppe ist momentan vielleicht sogar die zahlenmäßig größte und konnten sich bisher aus o.g. Gründen für keines der existierenden Projekte begeistern.
Wenn man diese Umstände berücksichtigt, könnte die Kommunistische Initiative innerhalb einiger Monate (eine Organisation zu bilden dauert sicher etwas) zu einem mitgliederstarken und erfolgversprechenden Akteur werden, der unsere politischen Ansichten teilt. Ich habe mich schon als Interessent angemeldet...

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 20. Sep 2008, 11:16 
Administrator
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Beiträge: 4023
ICh halte das auch für einen guten Ansatz, der VS wird sicher schon aufmerksam sein. :) Natürlich gibt es auch Querulanten, die gleich mal wieder nur meckern und gegenreden (GA), aber diese KI bietet die Möglichkeit, viele zu vernetzen. Und das kann und muss der Anfang sein. An der Resonanz auf diesen Aufruf wird sich zeigen, wer auf der richtigen Seiten steht und wer nur ein verblendeter Schaumschläger ist. Die KI bietet die Chance für jeden Kommunisten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 20. Sep 2008, 17:21 
Salonbolschewist
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Beiträge: 1077
Ich halte das Vorgehen der Organisatoren der KI ebenfalls für mehr als vorteilhaft. Es ist ja nun mal leider Fakt, daß selbst gut positionierte Organisationen aus den verschiedensten Gründen nicht wirklich weit (und ich meine damit die "Szene", nicht die große Öffentlichkeit) wirken können. Viele Versuche, diese Schwäche zu überbrücken sind teils aus falscher Herangehensweise teils an weniger klaren Defiziten gescheitert.

Das ist der Punkt: Man vernetzt erst einmal die politisch geradlinig und "klassisch" Orientierten, wo auch immer diese Mitglied sind und schafft damit eine Plattform aus der tatsächlich eine anständige Partei mit Einfluss und Außenwirkung entstehen kann. Das ist viel Arbeit und wird einige Widerworte von Verwirrten und Gegnern hervorrufen, aber irgendwer muss eben die Arbeit machen. Ich zumindest kenne genug Leute die keinerlei Lust verspüren weiterhin zersplittert und begrenzt agieren zu müssen. Aus diesem Dunst müssen wir irgendwann heraustreten wenn nicht alles umsonst gewesen sein soll.

Sprich: Ich unterstütze diesen Aufruf.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 20. Sep 2008, 17:27 
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Cool, wenn die Unterstützung aus dem Forum so weitergeht können wir in einiger Zeit an den Parteitagen immer gleich ein Forumstreffen veranstalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 20. Sep 2008, 18:37 
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Beiträge: 40
Auch die KPD(B) scheint die Kommunistische Initiative offiziell als Partei zu unterstützen. Zumindest ist der Aufruf auf deren Homepage.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 20. Sep 2008, 19:20 
Literat

Beiträge: 2947
OPC hat geschrieben:
Cool, wenn die Unterstützung aus dem Forum so weitergeht können wir in einiger Zeit an den Parteitagen immer gleich ein Forumstreffen veranstalten.


Es war ja nur eine Frage der Zeit, daß aus dem IK eine KI wächst.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 25. Sep 2008, 12:49 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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In der Zeitung die den Beleidigungen gegen Thiele beiliegt ist Heute eine Anzeige für die Kommunistische Initiative enthalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Do 25. Sep 2008, 19:00 
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Beiträge: 353
Hmmm, das ist doch mal ein Ansatz. Mir gefällt, dass es wesentlich konkreter ist und die Begriffe exakter sind als bei den anderen Aufrufen, die momentan kursieren (KPD/ML, KPD-Aktionseinheit).

Dazu zeichnet sich jetzt schon ab, dass diese Initiative breitere Kreise erreichen kann als die mittlerweile wieder eingeschlafenen Aktionskonferenzen und Einheitsdiskussionsrunden anderer Gruppen. Dafür sprechen die Anzeige in der jungen Welt und die schon vielfach im Internet anzutreffende Verlinkung des Aufrufes. Wenn das so weitergeht, ist das nach langen Jahren der völligen Stagnation wieder ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Also, meine Unterstützung hat diese Initiative auch.




Zitat:
An der Resonanz auf diesen Aufruf wird sich zeigen, wer auf der richtigen Seiten steht und wer nur ein verblendeter Schaumschläger ist.


Sehe ich genauso.

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Eine gut geleitete Staatsregierung muß ein ebenso festgefügtes System haben wie ein philosophisches Lehrgebäude. Alle Maßnahmen müssen gut durchdacht sein, Finanzen, Politik und Heerwesen auf ein gemeinsames Ziel steuern.
Ein System kann aber nur aus einem Kopfe entspringen; also muß es aus dem des Herrschers hervorgehen.


Friedrich der Große


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 27. Sep 2008, 13:44 

Beiträge: 132
Liebe Genossen, ich wurde ja nach meiner Kritik an dem Aufruf gefragt. Dieser Bitte möchte ich (zumindest grob) hiermit nachkommen.
Er ist von seinen Formulierungen viel zu allgemein gehalten, so dass er nahezu keine Substanz hat.
Im Punkt „Der Imperialismus“ werden schlicht einzelne Erscheinungen genannt und wird gesagt, das Lenins Imperialismus Theorie richtig ist. Das Wesen des Imperialismus wird nicht angesprochen, wenn man es für nötig hält diese Erscheinungen in einem Aufruf für eine KI zu schreiben (warum gerade diese und nicht andere wäre eine spanende Frage), so hätte man die Überschrift auch entsprechend formulieren müssen. Der Leser einer solchen Überschrift wird enttäuscht. Überhaupt erschließt sich dem Leser nicht warum er die gewählten Überschriften als die Entscheidenden für einen Aufruf findet.
Der Text ist voller Thesen, die Einschätzungen von Kämpfen, Organisationen etc. sind, ohne jeglichen Beleg. Soll der Aufbau einer KI auf der Grundlage von Einschätzungen der Situation in Deutschland bzw. des Widerstands in der Welt erfolgen?
Im Punkt „Die Lage in Deutschland“ wird kaum etwas zur Lage gesagt, auch hier werden nur einzelnen Erscheinungen genannt und dann geht es eigentlich nur um eine oberflächige Abgrenzung von der Partei die Linken (+KPF) und der DKP. Andere politische Kräfte werden nicht mal benannt, wie Existenzberechtigung der KI wird nur mit der These begründet, dass es keine KP gibt und diese eben notwendig ist.
Warum nun gerade das Programm der DKP von 2006 erwähnt wird, ist vollkommen unklar, Theorien, wie der einer antimonopolistischen Demokratie, waren schon im Programm von 1978 enthalten.
Die These, das die eine KP auf ml-Grundlage fehlt steht schon in „Der Lage in Deutschland“, nun müsste der Leser denken, dass man im Punkt „Die Notwendigkeit der KP“ näher betrachtet wird, auch hier gibt es nur eine Wiederholung dieser These.
Wie schon gesagt, erklärt sich mir nicht warum gerade die zwei genannten Organisationen angeführt werden.
Warum bei der Anerkennung der ML Grundlagen da bestimmte Punkte als besonders wichtig herausgestellt werden ist mir nicht klar, warum ist hier z.B. nicht wichtiger Erkenntnisse aus der politischen Ökonomie bzw. philosophische Gesetze zu besonders anzuerkennen…(als Beispiel gesehen)?
Den ML anerkennen, tun viele Organisation, zumindest formell, warum ist eine KI nötig? Dazu hätte ich mehr in einem Aufruf erwartet. Überhaupt wird zum ML-Verständnis kaum etwas gesagt, so das der Aufruf auf einer theoretische sehr schwammigen Grundlage bleibt.
Beim Punkt 2) zur Sowjetunion und DDR etc. habe ich andere Einschätzungen, was die Frage betrifft, ob es sich um sozialistische Systeme gehandelt hat (das wurde ja mal im Forum an anderer Stelle andiskutiert, würde sicher aber den Rahmen der Diskussion des Aufrufes sprengen). Wenn ich mich nun als ein Befürworter des ML verstehe, so wäre ich nach „Die Möglichkeiten einer KI in Deutschland“ dazu eingeladen, aber Punkte, wie die Bekenntnis zu einem Sozialismus, grenzen mich beispielsweise aus.
Ich denke sollte die Initiative konkretere Ausmaße anehemen, wie z.B. ein erstelltes Programm, kann man mehr sagen, jetzt ist alles sehr vage und ich sehe keinen qualitativen Unterschied zu anderen „Einheitsbestrebungen“ in den letzten Jahrzehnten.

Soz. Grüße
Progress


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 27. Sep 2008, 17:01 

Beiträge: 49
Progress, es ist gut, daß Du Dich mit dem Aufruf auseinandersetzt, Deine Position bestimmst. Auf folgendes möchte ich aufmerksam machen.
So ein Aufruf hat wesentlich Symbolcharakter. Er kann aufgrund der geforderten Übersichtlichkeit und der gebotenen Kürze nur thesenhaft und skizzenhaft sein, Wesentliches umreißen, ohne jedoch vollständig zu sein. Das heißt nicht, daß er nicht besser sein könnte.
Weiterhin ist der Zeitpunkt wichtig, zu dem der Aufruf erscheint. Die Gespräche der KPD(B) mit anderen "K"- oder "ML"-Gruppen wurden richtigerweise beendet. KPD und KPD(B) sind nach Jahren des Alleine-Wurstelns zu Gesprächen über gemeinsame Schritte zusammengekommen oder wollen das tun. Die DKP kommt aus ihrer selbstverschuldeten Defensive nicht heraus. Kommunisten darin suchen nach Auswegen. Die offensiv hat in den letzten Jahren konsequent das Feld der aufgehäuften Probleme beackert. Zu nennen sind Themen wie Revisionismus, Stalin, Politische Ökonomie, Niederlagenanalyse, Imperialismusanalyse, Internationalismus.
Das Entscheidende an dem Aufruf ist meiner Ansicht nach, daß sich Genossen aus diesen vier Gruppierungen und Parteilose zusammengefunden haben und die Initiative gemeinsam starten. Das ist nicht mit bisherigen Aktivitäten anderer Gruppen vergleichbar, das ist eine neue Qualität.

progress hat geschrieben:
Beim Punkt 2) zur Sowjetunion und DDR etc. habe ich andere Einschätzungen, was die Frage betrifft, ob es sich um sozialistische Systeme gehandelt hat (das wurde ja mal im Forum an anderer Stelle andiskutiert, würde sicher aber den Rahmen der Diskussion des Aufrufes sprengen). Wenn ich mich nun als ein Befürworter des ML verstehe, so wäre ich nach „Die Möglichkeiten einer KI in Deutschland“ dazu eingeladen, aber Punkte, wie die Bekenntnis zu einem Sozialismus, grenzen mich beispielsweise aus.
Und das ist wohl auch so gedacht. Wer die drei Punkte nicht unterschreiben kann, bleibt draußen mitsamt seinem M/L (Befürworten ist definitiv zu wenig). Hat ja jeder auch die Möglichkeit, dazuzulernen.

_________________
"Die Geschichte der organischen Materie verzeichnet drei Sprünge aus dem Reich der Notwendigkeit in das Reich der Freiheit. Der erste Sprung ist der vom Unbelebten zum Leben. Der zweite ist der vom Tier zum Menschen. Der dritte, (den wir im Begriff sind zu tun), ist der vom Ideologen zum Marxisten." P.H.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: Sa 27. Sep 2008, 19:51 
Administrator
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Beiträge: 4023
progress hat geschrieben:
(...) Er ist von seinen Formulierungen viel zu allgemein gehalten, so dass er nahezu keine Substanz hat. (...)


Der Aufruf soll erstmal viele Kommunisten, egal ob organisiert oder nicht, ansprechen.

Zitat:
Der Text ist voller Thesen, die Einschätzungen von Kämpfen, Organisationen etc. sind, ohne jeglichen Beleg. Soll der Aufbau einer KI auf der Grundlage von Einschätzungen der Situation in Deutschland bzw. des Widerstands in der Welt erfolgen?


Auf welcher Grundlage würdest Du denn die KI gründen?

Zitat:
Wie schon gesagt, erklärt sich mir nicht warum gerade die zwei genannten Organisationen angeführt werden.


Vermutlich weil sie die zwei größten linken und damit wichtigsten (unabhängig, ob richtigen) Organisationen in D. sind.

Zitat:
Beim Punkt 2) zur Sowjetunion und DDR etc. habe ich andere Einschätzungen, was die Frage betrifft,


Hier wir der Aufruf also konkret, und wie Du siehst, bist Du schon einer der Ersten, der sich gleich wieder distanziert. Das ist natürlich Dein gutes Recht, aber ich sage Dir, mit jemanden, der den Sozialismus in der DDR oder Sowjetunion nicht anerkennt, mit dem werde ich keine gemeinsame Partei aufbauen können.

Und hey, da wurde das Wort "Stalin" noch nichtmal erwähnt. ;)

Zitat:
Ich denke sollte die Initiative konkretere Ausmaße anehemen, wie z.B. ein erstelltes Programm, kann man mehr sagen,


Ja, aber das ist Zukunftsmusik. Erstmal geht es darum, zusammenzukommen und zu diskutieren. Dazu bist Du selbstverständlich herzlichst eingeladen.

Zitat:
jetzt ist alles sehr vage und ich sehe keinen qualitativen Unterschied zu anderen „Einheitsbestrebungen“ in den letzten Jahrzehnten.


Welche Einheitsbestrebungen? Außer jeder Menge weiterer Spaltungen ist mir in der Vergangenheit nichts Konkretes aufgefallen.

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“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: So 28. Sep 2008, 11:10 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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Beiträge: 628
Kommunisten-Online polemisiert gegen die KI:

Teil 1
Teil 2

Und macht dabei - wie ich finde - keinen allzu guten Eindruck: Viele Unterstellungen und abgesehen von ein wenig KPDML-Unfug wenig inhaltliches. Anscheinend liest die Redaktion von K-Online aber hier im Forum mit.

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Die Andersdenkenden haben Rosa Luxemburg umgebracht - D.W.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: So 28. Sep 2008, 12:26 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Kommunisten-Online polemisiert gegen die KI


Das war zu erwarten, nachdem Ackermann, der ja eigentlich mit an Bord sollte, seinen Rauswurf noch vor seinem Eintritt nötig gemacht hat.

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Der Hunsch wars!


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: So 28. Sep 2008, 12:41 
Administrator
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Beiträge: 4023
Acki ist ausgetreten, bevor er rausgeworfen wurde.

Na egal, er ist bekannt dafür, jeden ans Bein zu pinkeln und sich von allen abzugrenzen. Ackermann ist der Prototyp des Sektierers. Immer alles als Einziger richtig wissen und mit schönen Zitaten um sich werfen, wenn sie irgendwie passen.

Aber mal ehrlich, muss man so ein geschreibsel noch zur Kenntnis nehmen?

Zitat:
Ein verbalradikal sich gebendes pseudokommunistisch angerichtetes Pamphlet wird nicht besser, wenn unsereins hier versucht, es mit marxistisch-leninistischer Kritik zu versehen. Da die Verfasser um Flegel, Opperskalski und Konsorten in ihrem Dunstkreis von ca. 20 Leuten (sicherlich zu hoch gegriffen!) (...) ihren ekletkizistischen Brei verteidigen, erübrigt sich eigentlich die Zeitvergeudung, sich mit einer sehr detaillierten Kritik gegenüber diesen revoluzzernden Phrasen zu befassen.


Hm, sagt mal, kann ich das bloggen oder sollte ich es mit Rücksicht auf die KI lieber lassen? GA ist mir dabei wurscht.

Dateianhang:
jaja.jpg


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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: So 28. Sep 2008, 13:28 
Meister des virtuellen Pinsels
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Beiträge: 688
Ich fänd es nicht schlecht, der A spinnt ja auch ein wenig... immer ja nicht festlegen und immer irgendwo dazwischen und letztlich nur für sich... irgendwie ein richtiger Trotzk(i)opf.

Es ist aber schon recht scheiße wenn derartiges, von Seiten A, beim Start geschrieben wird... so wenig lesen den ja nicht.

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"Alle Menschen von Genie, alle jene, die sich in der Republik des Geistes einen Namen gemacht haben, sind Franzosen, ganz gleichgültig, in welchem Land auch immer sie geboren wurden."
- Napoleon -


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: So 28. Sep 2008, 14:01 

Beiträge: 49
Woschod hat geschrieben:
Hm, sagt mal, kann ich das bloggen oder sollte ich es mit Rücksicht auf die KI lieber lassen?
Da er Dich nun direkt erwähnt hat, kannst Du es auch bloggen.
Ansonsten sollte man um derlei Gekeif nicht allzuviel Aufhebens machen. Die Leute blamieren sich damit eh schon genug. Es ist einfach nur peinlich.

DF2K2 hat geschrieben:
Es ist aber schon recht scheiße wenn derartiges, von Seiten A, beim Start geschrieben wird... so wenig lesen den ja nicht.
Das ist nun mal so. An solchen Aktivitäten wie beispielsweise dem Aufruf zur Gründung der KI trennt sich bereits einige Spreu vom Weizen. Muß man aushalten und zusehen, daß am Ende nicht nur Spreu übrigbleibt.

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"Die Geschichte der organischen Materie verzeichnet drei Sprünge aus dem Reich der Notwendigkeit in das Reich der Freiheit. Der erste Sprung ist der vom Unbelebten zum Leben. Der zweite ist der vom Tier zum Menschen. Der dritte, (den wir im Begriff sind zu tun), ist der vom Ideologen zum Marxisten." P.H.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: So 28. Sep 2008, 14:14 
Administrator
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Beiträge: 4023
polly hat geschrieben:
Da er Dich nun direkt erwähnt hat, kannst Du es auch bloggen.


Ha, siehste, hatte ich bisher sogar glatt übersehen. :)

Zitat:
An solchen Aktivitäten wie beispielsweise dem Aufruf zur Gründung der KI trennt sich bereits einige Spreu vom Weizen.


Meine Rede.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: So 28. Sep 2008, 16:05 

Beiträge: 2008
OPC hat geschrieben:
Kommunisten-Online polemisiert gegen die KI: ...


Es ist nicht unüblich in der Wissenschaft, das Beweise über Antithesen geführt werden. Betrachtet man die Polemik aus diesem Blickwinkel, dann kann man den KI-Verfassern nur Glückwünsche für ihre erfolgreiche Arbeit aussprechen. Sie haben offenbar die Leute an der richtigen Stelle getroffen, die man auch in zehntausend Jahren nicht unter kommunistischer Flagge fahren lassen sollte.
Das die Getroffenen in ihrer blinden Wut dies auch noch öffentlich kund tun - was kann uns Besseres wiederfahren?

Man muß sich sicher nicht all diese konfusen Auslassungen antun, um zu erkennen, wessen Wäsche da zum Thema KI gewaschen wird. Laßt sie einfach weiter in ihrer Ecke sitzen, zetern, schmollen und grollen. Sollen sie ruhig weiter geifern und kläffen, die Karawane zieht weiter.

Die weitere Entwicklung wird zeigen, wessen Absichten ehrlich im Sinne der kommunistischen Sache sind und zur Stärkung aller wirklichen Kommunisten dieses Landes führen wird und wessen Absichten denen dienen, die der kommunistischen Sache gern mit tausenden Messern an die Kehle wollen. Rufen wir solchen Leuten einfach nur zu: Trotz Alledem! :redstar161: :redstar164: :redstar160:

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Kommunistische Initiative (Deutschland)
BeitragVerfasst: So 28. Sep 2008, 19:32 
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Beiträge: 353
Meine Güte, dass Ackermann so ausfällig wird gegen die Initiative, und dann auch noch so plötzlich, erstaunt mich doch. Er hat offen-siv doch eigentlich immer gelobt, und jetzt diese radikale Wendung und Beleidigungen.

Seine Vorwürfe an den Entwurf der KI sind lächerlich. Nur weil nicht in jedem Aufruf gleich Stalin drinsteht und sämtliche Jahreszahlen bestimmt werden, an denen der Revisionismus sich durchgesetzt hat. Es ist eben der Versuch, eine gemeinsame Basis hinzubekommen und das funktioniert eben nicht dadurch, dass man alles bis ins kleinste Detail festlegt. dass finden manche, die es immer Besser wissen, natürlich scheiße. Sollen sie ruhig.


Das ganze wird kommunisten-online mehr schaden als offen-siv. Bei ersterem lese ich sowieso schon seit einem Jahr nicht mehr, weil das meistens wirklich belanglos ist. Es gibt andere Leute, deren Urteil (zumal, wenn es nicht so gehässig vorgetragen wird) mehr Geltung hat.

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Eine gut geleitete Staatsregierung muß ein ebenso festgefügtes System haben wie ein philosophisches Lehrgebäude. Alle Maßnahmen müssen gut durchdacht sein, Finanzen, Politik und Heerwesen auf ein gemeinsames Ziel steuern.
Ein System kann aber nur aus einem Kopfe entspringen; also muß es aus dem des Herrschers hervorgehen.


Friedrich der Große


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