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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mo 11. Aug 2008, 16:44 
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Was spricht eigentlich gegen die DKP?

Mich würde mal interessieren was Stalin-Anhänger eigentlich gegen die DKP haben.
Ich würde mich sehr über Antworten freuen.

Ich persönlich weiß nicht was gegen die DKP spricht! :redstar160: :redstar161: :redstar171:


Danke für die Weiterbildung :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mo 11. Aug 2008, 17:11 
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Hier gibt es keine Stalinanhänger und mir ist auch nicht bekannt, dass die etwas gegen die DKP haben. Oder auch nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mo 11. Aug 2008, 17:22 
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Die DKP hat so bestimmte Standpunkte, die meiner Meinung nach nicht durch marxistisch - leninistische Betrachtung zustande kamen sondern durch moralische Bewertung und durch einen praktischen momentanen Vorteil im Kampf um Mitglieder.

Auch ist eine Debatte um Stalinswirken gar nicht möglich, vor ein paar Monaten diskutierten zB. Steigerwald und Hans Heinz Holz in der JW. Steigerwald der kategorisch Stalin ablehnt zog sich irgendwann recht überraschend zurück und meinte er würde dazu nichts mehr sagen. In der nächsten Ausgabe der UZ war dann von ihm ein ganz Seitiger Artikel über Bucharin und den stalinistischen Prozesswahnsinn in der UdSSR zu lesen... sowas nervt schon, soweit ich mich entsinne wurde nicht mal Bucharins Standpunkt zur NEP erwähnt der von Lenin abwich, im Gegenteil wurde er so zu sagen als treuster Anhänger hingestellt.

Aber in der Beziehung wissen andre hier mehr als ich, darum nur mal als grobes Beispiel.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mo 11. Aug 2008, 18:33 
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Woschod hat geschrieben:
Hier gibt es keine Stalinanhänger und mir ist auch nicht bekannt, dass die etwas gegen die DKP haben. Oder auch nicht.


Woschod, bist du kein Stalinanhänger?

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mo 11. Aug 2008, 18:55 
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Ich muss noch dazu sagen, dass ich nichts gegen Stalin habe, aber ich befürworte auch nicht alles!

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 07:35 

Beiträge: 2008
@Kevin: Das Forum nennt sich stalinwerke.de und nicht stalinfans.de oder stalinanhänger.de
Es wurde vor Jahren ins Leben gerufen, um über die Werke von Stalin und allen daraus ableitbaren Themen zu diskutieren. Aus der Befürwortung der konsequenten marxistisch, leninistischen Politik der KPdSU unter Stalins Führung leitet sich nicht automatisch, wie manche vermuten, herauslesen oder mißverstehen, ab, dass wir hier gnadenlose Stalinanhänger sind, die alles und aber auch alles zu Stalin für gut befinden und in dieser Art verteidigen.
Eine gute Kurz-Zusammenfassung findest Du in den Forenbedingungen.
Hier gibt es eine durchaus differenzierte Sicht auf die Person und das Wirken von Stalin. Allerdings verteufelt hier keiner grundlos Stalin und die negativen Wirkungen seiner Politik. Wir versuchen an hand von verfügbaren Dokumenten die konkreten historischen Umstände dieser Zeit zu verstehen. Das tun wir, um daraus zu lernen, was für die erfolgreiche Durchführung des sozialistischen Aufbaus erforderlich ist und was fehlerhaft war.
Es geht uns hier nicht um Agitation und Propaganda oder um Polemik, sondern um wissenschaftliche Betrachtung eines sehr wesentlichen Abschnittes der Geschichte der Arbeiterbewegung, die mit dem Sieg der Roten Armee eine ungeheuere Bewährungsprobe unter Stalins Führung bestanden hat.
Wir werden nicht den Zeitgeist bedienen, der in Volksverdummungsmanier alles grundsätzlich ablehnt, was mit Stalin in Zusammenhang gebracht werden kann. Das unterscheidet uns z.B. von Auffassungen der DKP-Führung. Das hindert oder verbietet es uns aber nicht, mit Genossen der DKP darüber zu diskutieren. Solange diese Diskussionen auf vernünftiger Basis geführt werden, werden wir sie nicht ablehnen. :redstar160:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 08:59 
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Ich bin nicht Mitglied der DKP.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 10:32 
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Kevin hat geschrieben:
Woschod hat geschrieben:
Hier gibt es keine Stalinanhänger und mir ist auch nicht bekannt, dass die etwas gegen die DKP haben. Oder auch nicht.


Woschod, bist du kein Stalinanhänger?


Noe, bin ich nicht. Ehrlich nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 11:18 
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Was bist du denn?
:popcorn: Ist die KPD(B) keine stalinistische Partei??

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 12:19 
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Kevin hat geschrieben:
Was bist du denn?


Kommunist.

Zitat:
Ist die KPD(B) keine stalinistische Partei??


Das Wort "stalinistisch" stammt aus dem Wortschatz des Klassenfeindes. Nutzt man in der DKP den Wortschatz des Klassenfeindes?

Die KPD(B) ist eine kommunistische, eine marxistisch-leninistische Partei.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 13:15 
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Kevin hat geschrieben:
Nutzt man in der DKP den Wortschatz des Klassenfeindes?

Nein, wird es nicht.
Ein Genosse der DKP hat mir schon erklärt, dass es vom Klassenfeind kommt. Tut mir auch leid das ich es so ausgedrückt habe. Eigentlich nehme ich das Wort auch nicht in den Mund. Ich wollte wissen, ob die KPD(B) auf Stalin spezialisiert ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 14:19 
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Kevin hat geschrieben:
Ich wollte wissen, ob die KPD(B) auf Stalin spezialisiert ist.


Es gibt in der KPD(B) sicher einige Leute, die ziemlich viel Spezialwissen zum Thema Stalin haben, die Partei selber ist aber auf den Marxismus-Leninismus spezialisiert, so wie sich das fuer eine kommunistische Arbeiterpartei gehoert. Personenkult lehnt die KPD(B) ab. Sie achtet die die Theorie und Praxis, die von Marx, Engels, Lenin, Stalin, Thaelmann, Ulbricht und anderen aufrechten kommunisten aus geht, genauso wuerdigt sie selbstverstaendlich den Kampf der gesamten Arbeiterklasseklasse und ihrer natuelichen Verbuendeten fuer eine bessere Welt. Dazu gehoert auch die Anerkenntnis des Sozialismus in der der DDR und in der Sowjetunion.

Wie sieht das in der DKP aus?

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 18:56 

Beiträge: 22
Woschod hat geschrieben:
Dazu gehoert auch die Anerkenntnis des Sozialismus in der der DDR und in der Sowjetunion.

Die Anerkennung des Sozialismus in der DDR, der UdSSR und im gesamten Ostblock ist selbstverständlich richtig, doch umso erstaunlicher ist das sowohl der KPD als auch der KPD(B) Gespräche über die Einheit der Kommunisten in Deutschland sowohl mit der KPD(Roter Morgen) als auch mit der KPD(Roter Stern) geführt haben. Anfänglich wurde auch die MLPD als Teilnehmer dieser Gespräche in Erwägung gezogen wozu es dann doch nicht kam. Doch auch bei diesen Gesprächen wurde die DKP als revisionistisch abgelehnt. Zwar ist am Ende sowohl von der KPD als auch von der KPD(B) eingesehen wurden das mit den anderen KPDs keine Einheit möglich sein kann, doch diese Erkenntnis hätte früher kommen können. Die KPD(Roter Morgen) und die KPD(Roter Stern) sind revesionistischer als die DKP, denn diese erkennt den Sozialismus der DDR immerhin an.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 19:18 
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Markus hat geschrieben:
... die DKP, denn diese erkennt den Sozialismus der DDR immerhin an.


Bis dahin war es aber ein weiter Weg.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 20:06 
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Woschod hat geschrieben:
Wie sieht das in der DKP aus?

Wie schon gesagt, ich bin nicht Mitglied der DKP. Noch nicht.

Das sieht die DKP genauso, aber die DKP hat mit Stalin nicht soviel am Hut.
Für die DKP steht zur Zeit auch nur die Zukunft an erster Stelle. Die DKP will was verändern. Heute! Ich weiß, dass die DKP von einigen Kommunisten für ihre Solidarität mit der Linkspartei kritisiert wird. Ich verstehe das nicht. Die Linkspartei ist doch für die Bürgerlichen Parteien ein Dorn im Auge. Ist doch gut, oder? Zu der Zeit war die Linkspartei auch noch für viele Menschen eine neue Hoffnung. Leider ist die Linkspartei auch nicht mehr das, was sie mal war und ist vielleicht so langsam auch nicht mehr Wählbar. Die hohen Herren in dieser Partei sehen auch nur noch ihre Vorteile. Das ist natürlich nicht im linken Sinne!
Auch die DKP hat erkannt, dass die Linkspartei langsam Rechts abbiegt. Mit der Verteuflung der Kommunisten hat es schon angefangen.
Bei der Bundestagswahl 2009 wird die DKP selber antreten (wenn sie die nötigen Unterschriften bekommt)

Ich hoffe, dass die DKP eure Unterschrift und euer Kreuz haben wird :redstar160:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 20:15 
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Kevin hat geschrieben:
Die Linkspartei ist doch für die Bürgerlichen Parteien ein Dorn im Auge. Ist doch gut, oder?


Für die bürgerlichen Parteien ist auch die NPD oder der ehemalige KDS ein Dorn im Auge... das kann nicht Kriterium sein, die Frage muss sein ist die Linke eine Partei die durch Reformen oder durch Revolution den Sozialismus aufbauen will, und der Witz sie will ja nicht mal den Sozialismus aufbauen sondern nur den "demokratischen Sozialismus" was auch immer das sein soll.

Kevin hat geschrieben:
Auch die DKP hat erkannt, dass die Linkspartei langsam Rechts abbiegt.


Praktisch biegt sie wohl wirklich rechts ab, aber ideologisch wohl eher links.

Würde die DKP mal auf dem Wahlzettel stehen würd ich ja sogar mal Wählen gehen, aber so...

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 12. Aug 2008, 21:30 
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Beiträge: 16
Ja also ich sehe das aber auch so ähnlich wie Kevin. Die KPD(B) beschäftigt sich nach meiner Einschätzung zu viel mit historischen Bewertungen etc. und hat kein wirkliches Mobilisierungspotential. die DKP ist einfach realistischer in der hinsicht, schon allein weil sie ein breiteres Spektrum innerhalb der Partei zulässt. anders geht es nicht. nicht im Kapitalismus und auch nicht im Sozialismus. Aber darüber hab ich mit DF2K2 schon oft genug diskutiert...

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mi 13. Aug 2008, 05:15 

Beiträge: 2008
Markus hat geschrieben:
Zwar ist am Ende sowohl von der KPD als auch von der KPD(B) eingesehen wurden das mit den anderen KPDs keine Einheit möglich sein kann, doch diese Erkenntnis hätte früher kommen können.


Kannst Du uns begründen, wodurch diese Einsicht früher hätte kommen können?

Hätte die KPD(B) keine Gespräche mit der KPD(Roter Morgen) und der KPD(Roter Stern) geführt bzw. diese in Erwägung gezogen, hätte sich bestimmt ein anderer Neunmalkluger gefunden, der der KPD(B) sektiererisches Verhalten o.ä. vorwirft.

Für mich ist es richtig, dass man zumindest versucht, abzuklären, ob es Gemeinsamkeiten gibt, auf denen man aufbauen kann. Wenn man nach ordentlicher Prüfung der Gegebenheiten feststellt, dass es das nicht gibt und daraus die richtigen Schlußfolgerungen zieht, ist das völlig in Ordnung. Das diese Prüfung bedingt durch unterschiedlichste Gründe ihre Zeit braucht, ist doch nichts überraschendes. Ein Vorabverurteilung ohne sich die Zeit für eine Prüfung zunehmen, ist da sicher die schlechtere Variante.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mi 13. Aug 2008, 05:47 

Beiträge: 2008
Kevin hat geschrieben:
Für die DKP steht zur Zeit auch nur die Zukunft an erster Stelle. Die DKP will was verändern. Heute! Ich weiß, dass die DKP von einigen Kommunisten für ihre Solidarität mit der Linkspartei kritisiert wird. Ich verstehe das nicht. Die Linkspartei ist doch für die Bürgerlichen Parteien ein Dorn im Auge. Ist doch gut, oder? Zu der Zeit war die Linkspartei auch noch für viele Menschen eine neue Hoffnung. Leider ist die Linkspartei auch nicht mehr das, was sie mal war und ist vielleicht so langsam auch nicht mehr Wählbar. Die hohen Herren in dieser Partei sehen auch nur noch ihre Vorteile. Das ist natürlich nicht im linken Sinne!
Auch die DKP hat erkannt, dass die Linkspartei langsam Rechts abbiegt. Mit der Verteuflung der Kommunisten hat es schon angefangen.


Die letzte Ausgabe von offen-siv (Juli-August) enthält zum Thema "Die LINKE und die DKP" zumindest auszugsweise einen interessanten Beitrag von Volker Bräutigam. Vielleicht kennst Du diese Ausführungen bereits. Ansonsten wird es sicher bald diese offen-siv-Ausgabe auch als PDF-File geben.

Hier finden sich etliche Aussagen, die sich mit Einschätzungen in diesem Forum decken. Das betrifft sowohl die Möglichkeiten der DKP als auch die Einschätzung der LINKEN.
Die LINKS-Partei ist kein wirklicher Dorn im Auge der bürgerlichen Parteien. Das ist alles nur Teil der üblichen Volksverdummung. Die wirkliche Aufgabe und Funktion der LINKEN muß verschleiert bleiben. Das ist man den rechten Wählern schuldig, aber das braucht auch das "linke Gewissen" in der LINKEN als Beruhigung.

Die wirklichen Ziele der Parteiführung der LINKEN und vieler ihrer Mitglieder sind in obigen offen-siv-Beitrag sehr schön dargestellt.
Nicht nur ich weise seit Jahren darauf hin, wohin sich die PDS/Die LINKE entwickeln. Der SPD laufen die Mitglieder weg bzw. sterben weg. Will die SPD aus dieser Sicht bei Wahlen gegenüber der CDU noch geringe Chancen haben, bleibt ihr auf Dauer gar nichts anderes übrig, als mit der LINKEN zusammen zu gehen - bis auf Bundesebene. Die LINKE steht diesem doch nahezu völlständig nicht entgegen.
Klar, man ziert sich noch wie die Jungfrau vorm ... aber die Informationen zur Wahl von Ypsilanti als hessische Ministerpräsidentin allein von dieser Woche sprechen doch eine klare Sprache.

Das hat aber keinesfalls zur Folge, dass die SPD einen Linksruck erlebt oder der Kapitalismus in diesem Land in Gefahr gerät. Im Gegenteil, die LINKE wird gemeinsam mit der SPD für den Erhalt der kapitalistischen Ordnung eintreten. Na gut, mit einigen kleineren Reparaturen - aber die stehen ohnehin an.

Der abschliessende Satz von Volker Bräutigam im offen-siv-Artikel ist allein schon recht interessant: " Kommunisten müssen sich wohl oder übel in Geduld üben und ertragen, dass ihre Partei in Deutschland nur en miniature existiert. Der DKP kann es auf lange Zeit nur um Qualität gegen, nicht um Quantität. Ums Mitdenken, nicht ums Mitwirken. Es mag sie trösten, dass die radikale Veränderung der Welt ohnehin nicht von Deutschland aus möglich ist und hier nicht beginnen wird. Deutsche werden bei einem zweiten Anlauf wohl unter den Letzten sein. Das macht ihr Ringen um eine bessere Zukunft aber nicht bedeutungslos."

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mi 13. Aug 2008, 07:25 
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Buran hat geschrieben:
Die KPD(B) beschäftigt sich nach meiner Einschätzung zu viel mit historischen Bewertungen etc.


Aus der Geschichte kann man viel lernen.

Zitat:
Die DKP ist einfach realistischer in der hinsicht, schon allein weil sie ein breiteres Spektrum innerhalb der Partei zulässt.


Ach? Da kenne ich andere Faelle. Wisst ihr, wie der Rotfuchs und der dazugehoerige Verein entstanden ist? ICh zitiere mal aus Wikipedia, weil es dort richtig dargestellt wird: "Der RF wurde im Februar 1998 von der DKP-Gruppe Berlin-Nordost gegründet. Auseinandersetzungen mit dem Parteivorstand in Essen führten dazu, dass im Juli 2001 ein eigener Verein zur parteiunabhängigen Herausgabe gegründet wurde."

Jede Partei wird nur soviel Pluralismus und Freiheit und Spektrum in ihren Reihen zulassen, wie es der Partei selber nicht schadet. Das ist in der DKP so, in der Linkspartei und sollte auch in jeder anderen Partei sein. Denn wenn ich innrerhalb der Partei eine Opposition aufbauen will, dann bin ich in der Partei fehl am Platz. Und wer sich als "Stalinist" innerhalb der DKP outet, der wird dort auch gemobbt.

Eine Partei, die sich als pluralistisch bezeichnet, ist Wischiwaschi, sie hat kein einheitliches Profil sondern ist nur ein Sammelbecken von Leuten, die jeder in eine andere Richtung zerren. Da ist mir eine Partei lieber, die sich konsequent von Stoerenfrieden trennt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mi 13. Aug 2008, 09:25 
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Ach was ich noch vergessen habe, bei der Europawahl macht die DKP auch mit. Die Unterschriften haben die Genossen schon zusammen.

Wäre doch nicht schlecht, Kommunisten im Europaparlament, oder? :redstar160:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mi 13. Aug 2008, 11:30 
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gewe hat geschrieben:
Die LINKS-Partei ist kein wirklicher Dorn im Auge der bürgerlichen Parteien. Das ist alles nur Teil der üblichen Volksverdummung. Die wirkliche Aufgabe und Funktion der LINKEN muß verschleiert bleiben. Das ist man den rechten Wählern schuldig, aber das braucht auch das "linke Gewissen" in der LINKEN als Beruhigung.


Für Kevin aber auch vielleicht noch für Buran sollten wir doch noch einmal genauer ran gehen weil es vielleicht nicht verstanden wird.
Für diese Parteien wie CDU oder SPD ist die Linke ein Dorn im Auge, dass sollte man nicht vergessen, diese Parteien bekämpfen sie, dass ist deren spezielle Sichtweise, für das Kapital dagegen ist diese Partei aber kein Dorn im Auge weil sie eben nicht die Systemfrage stellt und dem Kapital gleich ist welche Partei wie regiert solange der kapitalistische Verwertungsprozess unangetastet bleibt.

Daher meine ich doch das Gewe es falsch ausgedrückt hat, sicher weil er das für selbstverständlich hält.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mi 13. Aug 2008, 12:44 
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DF2K2 hat geschrieben:
Für Kevin aber auch vielleicht noch für Buran sollten wir doch noch einmal genauer ran gehen weil es vielleicht nicht verstanden wird.

:opa: Danke, aber so blöd bin ich denn auch noch nicht. :opa:

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BeitragVerfasst: Mi 13. Aug 2008, 14:37 
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Kevin hat geschrieben:
Für die DKP steht zur Zeit auch nur die Zukunft an erster Stelle. Die DKP will was verändern. Heute! Ich weiß, dass die DKP von einigen Kommunisten für ihre Solidarität mit der Linkspartei kritisiert wird. Ich verstehe das nicht. Die Linkspartei ist doch für die Bürgerlichen Parteien ein Dorn im Auge. Ist doch gut, oder? Zu der Zeit war die Linkspartei auch noch für viele Menschen eine neue Hoffnung. Leider ist die Linkspartei auch nicht mehr das, was sie mal war und ist vielleicht so langsam auch nicht mehr Wählbar. Die hohen Herren in dieser Partei sehen auch nur noch ihre Vorteile. Das ist natürlich nicht im linken Sinne!
Auch die DKP hat erkannt, dass die Linkspartei langsam Rechts abbiegt. Mit der Verteuflung der Kommunisten hat es schon angefangen.
Bei der Bundestagswahl 2009 wird die DKP selber antreten (wenn sie die nötigen Unterschriften bekommt)


Als ich mir den Beitrag durchgelesen habe schien es mir nur so als würdest du einiges von der bürgerlich demokratischen Wahl halten, naja ich sag erstmal nix mehr dazu.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mi 13. Aug 2008, 17:43 
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DF2K2 hat geschrieben:
Als ich mir den Beitrag durchgelesen habe schien es mir nur so als würdest du einiges von der bürgerlich demokratischen Wahl halten, naja ich sag erstmal nix mehr dazu.

WENN die DKP in den Bundestag kommen würde, gäbe es endlich mal eine Partei, die wirklich das Volk vertritt.
1. Die Mehrheit des Volkes wüsste wieder das Kommunisten in Deutschland noch aktiv sind.
2. Die DKP könnte im Bundestag dem Volk beweisen, dass Kommunisten die einzigsten sind, die es mit ihnen wirklich ernst meinen.
So könnte die Kommunistische Idee in Deutschland wieder mehr Anhänger bekommen.
Die Menschen würden wieder Hoffnung für eine Alternative haben. Und wenn das Volk dann immer noch die Schnauze Voll vom Kapitalistischen Alltag hat, werden sie die Revolution schon haben wollen.
Sie wird vom Volke aus gehen. Das ist im Kommunistischen Sinne!

Die DKP ist bis jetzt die einzigste Partei, die mich wirklich davon überzeugen konnte, dass sie wirklich was verändern wollen. Andere Parteien und Gruppen die gehen ab und zu Demonstrieren und verteilen ihre Flugblätter, aber das war auch alles. Sonst warten sie bis von heute auf morgen plötzlich alles anders ist. Ist mein Eindruck! Ich will ja keinen was unterstellen. Wenn es nicht so ist, beweise es mir.

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