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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Fr 22. Aug 2008, 12:19 
Administrator
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Kevin hat geschrieben:
DF2K2, wenn du "noch DKPler" bist, warum bist du denn eigentlich eingetreten???


Kann es sein, dass Du das absichtlich machst, ständig die Namen zu verwechseln?

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Fr 22. Aug 2008, 12:48 
Meister des virtuellen Pinsels
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Zitat:
Da ich schon länger an keine Internas mehr gekommen bin, würde mich mal Deine Einschätzunmg interessieren wie sich der Block der Nochisten momentan so entwickelt und wie gut er in den Flügelkämpfen innerhalb der DKP positioniert ist?


Ich denke Kevin wird uns da eher eine Auskunft geben können, sag uns doch mal wie du nun zu den Nochisten stehst?
Ich weiß nur das die Noch-DKPler mit der Zeit immer mehr zugenommen haben, vorallem junge Genossen haben sich inzwischen dem Hermann angeschlossen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Fr 22. Aug 2008, 12:51 
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Achs so, Entschuldigung. Mein Fehler. Ich meine Sergej. Tut mir leid.

Habe ich die Namen schon öfter verwechselt? War nicht absichtlich!

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Fr 22. Aug 2008, 13:07 
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DF2K2 hat geschrieben:
Ich denke Kevin wird uns da eher eine Auskunft geben können, sag uns doch mal wie du nun zu den Nochisten stehst?
Ich weiß nur das die Noch-DKPler mit der Zeit immer mehr zugenommen haben, vorallem junge Genossen haben sich inzwischen dem Hermann angeschlossen.

Ich kann euch dazu leider keine "Auskunft" geben, weil ich nicht weiß, warum diese Leute ausgetreten sind. Bei uns hier im Landkreis gibt es auch welche, die aus der DKP ausgetreten sind.
Ich vermute mal, dass viele sich betrogen gefühlt haben, weil die DKP doch immer und alles vertreten hat, was die SED gemacht hat und plötzlich war von heute auf morgen alles überraschend zu Ende mit dem Aufbau des Sozialismus. Ich glaube, dass sie daran den Glauben an den Sozialismus/Kommunismus verloren haben. Ist meine Meinung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Fr 22. Aug 2008, 16:18 
Held der Arbeit

Beiträge: 113
Wie stehst du denn zu Hermann Noch?
Er scheint mit seinen neuen Denkansätzen zu Startegie und Taktik der Partei in den letzten Monaten im Aufwind zu sein.
Braut sich da was zusammen in der DKP?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Do 28. Aug 2008, 13:56 
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Beiträge: 16
Anstatt den armen Kevin weiter zu veralbern koenntet ihr ihm doch mal die drei von Woschod genannten Punkte etwas naeher erlaeutern, so dass er das auch versteht. Sonst wird der Thread hier sinnlos.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 30. Sep 2008, 18:46 

Beiträge: 29
Warum fragt keiner was dafür spricht?
-sie haben noch über 4.000 Mitglieder
-sie haben einge sehr aktive und auch erfahrene Leute und auch Theoretiker wie Holz
-sie sind bekannt
-vertreten den Sozialismus
.....


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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: So 11. Okt 2009, 11:01 

Beiträge: 132
Was gegen die DKP spricht? Mal so in Kurzfassung:

01) Ihre rechtsopportunistische Bündnisstrategie. Die verbrüdern sich mit jedem Gesindel, dass es so gibt - Trotzkisten, Reformisten usw. Der stellvertretende Vorsitzende Leo Mayer sagte sogar in der UZ, der Kampf um Bündnisse und Einheit wäre wichtiger als der Kampf gegen Reformismus und Opportunismus.

02) Ihr Geschichtsbild. Robert Steigerwald etwa feiert den XX. Parteitag der KPdSU als Befreiung vom Tyrannen Stalin. Für jemand mit einer gewissen kommunistischen Bildung muss aber klar sein, dass dieser Parteitag lediglich eine "Befreiung" von der marxistisch-leninistischen Linie war. Während also Stalin und auch Mao verteufelt werden, werden alle revisionistischen Herrscher (in der letzten Zeit, im Zuge des 60. Jahrestages der VRC vor allem Deng Xiaoping) kritiklos gelobt. Die heutige Volksrepublik China - längst ein kapitalistischer Staat mit einigen übrigen sozialistischen Strukturen - wird fast wie ein Vorbild angepriesen.

03) Schliesslich das Bild der DKP zur DDR. Ich bin bei Gott solidarisch mit der Deutschen Demokratischen Republik - was die DKP aber macht, ist unkritisches Verklären. Ein treuer Freund müsste auch mal konstruktiv kritisieren können, die DKP aber lobt nur in den Himmel.

Ein Beispiel hierfür: In der UZ vom 02.10. erschien ein Artikel über die Geschichte der Teilung Deutschlands. Die Absätze, die nur historisch sind, in denen erklärt wird, wie, warum und von wem Deutschland gespalten wurde, sind völlig korrekt und sehr interessant. Auch das düstere Bild, dass von der BRD gemalt wird, entspricht historischen Fakten.

Beim Lob der DDR wird aber meiner Meinung nach etwas zu dick aufgetragen - auch hier ist alles korrekt, aber es wird jede Kritik unter den Teppich gekehrt. Der Leser fragt sich, warum dieser Staat eigentlich untergehen musste. Ein paar Absätze später wird das ganz kurz abgehandelt: "Entscheidend waren der wirtschafliche Rückstand und mangelnde Produktivität der DDR-Volkswirtschaft (...) Wesentlich waren Demokratiedefizite, auch mangelnde Reisefreiheit und manches mehr."

Das passt wiederum nicht mehr so richtig zu den vorherigen Lobeshymnen. Da wird auch kein Zusammenhang hergestellt, so in etwa: "Die DDR war ein prima Staat, weil (die Gründe kennen wir ja alle). Doch nachdem Mitte der Siebziger Jahre eine revisionistische Linie die Oberhand gewann, kam es zu Fehlentwicklungen, die schliesslich zum Zerfall der DDR führten."

Erst wird nur gelobt, dann kommt diese Kritik ohne jeden historischen Zusammenhang - und trotz dieser Kritik, die fast wie ein Lippenbekenntnis anmutet, kommt die DKP zu dem Fazit: "Die DDR zeigte 40 Jahre lang: Sozialismus ist möglich." Ob man diese Aussage nun für wahr oder für falsch hält - widersprüchlich ist der Text allemal.

Indem die DKP die wahren Kommunisten der Weltgeschichte entweder totschweigt oder kritisiert, von der revisionistischen Perversion in den sozialistischen Staaten nicht reden will und sich mit allen Opportunisten verbrüdern will, nimmt sie selbst einen revisionistischen und unmarxistischen Standpunkt ein - ich überlasse es dem Einzelnen, zu werten, ob das nun ein Versehen ist oder nicht.

Edit, @Ben1:

"sie haben noch über 4.000 Mitglieder"

Alleine dieses "noch" dürfte Dir selbst verraten, warum dieses Argument nie zur Sprache kommt. Wenn man dann noch einen Altersdurchschnitt von knapp 60 Jahren sieht ...^^

"sie haben einge sehr aktive und auch erfahrene Leute und auch Theoretiker wie Holz"

"Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen." (Kurt Tucholsky)

"sie sind bekannt"

Und haben das schlechteste Wahlergebnis aller Parteien erzielt - obwohl die Leute sie also kennen, scheinen sie sie nicht zu mögen ...

"vertreten den Sozialismus"

Daran zweifle ich - siehe oben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: So 11. Okt 2009, 14:33 

Beiträge: 46
Jetzt bleibt nur noch die Frage, wenn die DKP so ist wie Ralph sie beschrieben hat und die MLPD meinen sie wären die einzigen die den "wahren Sozialismus" vertreten und soweit ich gehört habe auch nicht besser sein sollen, wer bleibt dann noch übrig ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: So 11. Okt 2009, 14:59 
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Das Stalinforum.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: So 11. Okt 2009, 15:40 

Beiträge: 132
Nun ja, die DKP disqualifiziert sich eigentlich selbst. Die MLPD ist ein Stück weit Geschmackssache, da sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden. Ansonsten gibt es noch so viele andere Parteien: KPD, KPD(B), KPD/ML in mehreren Variationen, dann noch irgendeine explizit hoxhaistische Partei ...

Es ist nicht leicht, da die richtige Partei zu finden. Am Besten informierst Du Dich einfach über jede dieser Parteien und bildest Dir dann eine eigene Meinung - wenn Du denn überhaupt einer Partei beitreten willst. Ist ja keine Notwendigkeit, um sich kommunistisch zu engagieren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: So 11. Okt 2009, 16:12 

Beiträge: 46
Mal eine Frage, wie viele KPD´s hat Deutschland eigendlich ?
(Da wird man ja irre von)

An Parteien denk ich, aufgrund meines jungen Alters von 14 Jahren, noch wenig.
Wollte, mehr aus der langeweile heraus, der FDJ oder SDAJ beitreten doch die scheinen auch nicht gerade meine favouriten zu sein, zumal ich hier im Forum gelesen habe das die FDJ Antideutsch sein soll und ich Antideutsche garnicht abkann.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: So 11. Okt 2009, 17:48 

Beiträge: 105
Aber wie es überall so ist, hängt es meistens von den Leuten vorort ab, was eine Partei oder eine Jugendorganisation macht. Selbst DIE LINKE betreibt an einigen Orten gute Politik. Genauso ist es auch mit der DKP oder der SDAJ. Die DKP hat nur das Problem der Überalterung und den damit verbundenen Traditionalismus. Diskutiert und gestritten wird wenig und wenn dann nur in kleiner Runde, deswegen gibt es auch sowenig offizielle Opposition gegen die Politik des PV.
Auch wenn der PV sich gern anderen Parteien anbiedert und wenig auf ein kommunistisches Profil achtet, muß man ihm doch zugute halten, daß jetzt bessere Öffentlichkeitsarbeit geleistet wird. Die Kritiker des PV scheuen es aber sehr oft, sich innerhalb der DKP-Strukturen zu engagieren, diese mitauszubauen und dadurch Schlüsselpositionen zu besetzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mo 12. Okt 2009, 14:41 
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Graffik hat geschrieben:
Mal eine Frage, wie viele KPD´s hat Deutschland eigendlich ?


Umd die Frage leichter beantworten zu können, solltest Du fragen: Wieviele bedeutende KPDs gibt es in Deutschland eigentlich.

Antwort: Über der Wahrnehmungsschwelle in der Öffentlichkeit gerade mal zwei. DKP&MLPD.

Aber es gibt beispielsweise den VVN/BdA als große, antifaschistische Organisation. Die haben auch gerne Jugendliche dabei. Da kann man sich als Antifaschist z.B. organisieren.

Zitat:
Wollte, mehr aus der langeweile heraus, der FDJ oder SDAJ beitreten


Denkst Du, das Langeweile der richtige Antrieb für sowas ist?

Zitat:
das die FDJ Antideutsch sein soll


Das kann man mit einem klaren Jain beantworten. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mo 12. Okt 2009, 20:12 

Beiträge: 46
Zitat:
Aber es gibt beispielsweise den VVN/BdA als große, antifaschistische Organisation. Die haben auch gerne Jugendliche dabei. Da kann man sich als Antifaschist z.B. organisieren.


VVN/BdA ?
Sorry aber ich habs nicht so mit Abkürzungen.

Zitat:
Denkst Du, das Langeweile der richtige Antrieb für sowas ist?


Nein, aber so kann man seine Zeit in der einem langweilig ist besser gestalten.

Zitat:
Das kann man mit einem klaren Jain beantworten. ;)


Das nicht alle Antideutsch sind ist mir schon klar. ^^


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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Di 13. Okt 2009, 13:35 
Administrator
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Beiträge: 4023
Graffik hat geschrieben:
VVN/BdA ?


Vereinigung der Verfolgten des Naziregiemes / Bund der Antifaschisten.

http://www.vvn-bda.de/

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Sa 15. Mai 2010, 01:01 

Beiträge: 1
Kevin hat geschrieben:
Woschod hat geschrieben:
Wie sieht das in der DKP aus?

Wie schon gesagt, ich bin nicht Mitglied der DKP. Noch nicht.

Das sieht die DKP genauso, aber die DKP hat mit Stalin nicht soviel am Hut.
Für die DKP steht zur Zeit auch nur die Zukunft an erster Stelle. Die DKP will was verändern. Heute! Ich weiß, dass die DKP von einigen Kommunisten für ihre Solidarität mit der Linkspartei kritisiert wird. Ich verstehe das nicht. Die Linkspartei ist doch für die Bürgerlichen Parteien ein Dorn im Auge. Ist doch gut, oder? Zu der Zeit war die Linkspartei auch noch für viele Menschen eine neue Hoffnung. Leider ist die Linkspartei auch nicht mehr das, was sie mal war und ist vielleicht so langsam auch nicht mehr Wählbar. Die hohen Herren in dieser Partei sehen auch nur noch ihre Vorteile. Das ist natürlich nicht im linken Sinne!
Auch die DKP hat erkannt, dass die Linkspartei langsam Rechts abbiegt. Mit der Verteuflung der Kommunisten hat es schon angefangen.
Bei der Bundestagswahl 2009 wird die DKP selber antreten (wenn sie die nötigen Unterschriften bekommt)

Ich bin Mitglied der DKP in Berlin und bin vor kurzen auf eure Seite gestoßen, leider hattest Du nicht recht, daß die DKP eigenständig zur Bundestagswahl antritt, denn nur die Landesorganisation Berlin trat eigenständig zur Wahl an. Dein Beitrag stammt nun aus dem Jahre 2008 und ausgerechnet an meinem Geburtstag. In diesem Jahr werde ich 55 Jahre, war also, als 1989 die Konterrevolution siegte gerade 34 Jahre alt oder auch jung. Damals war mein Leben noch in Ordnung, ich war Jugendbrigadier in der FDJ Initiative Berlin auf einer Baustelle in Pankow, war Mitglied der SED, FDJ, FDGB und der DSF und war ganz bestimmt kein angepasster Genosse. Ich wußte um die Mängel in der DDR und habe anders als die "Bürgerrechtler" um eine Bessere DDR in meinem Umfeld als Genosse gekämpft, den Kampf haben viele mit mir leider verloren und das lag nicht nur an den Mängeln in dem ersten sozialistischen deutschen Staat der DDR.
Aber nun zum Heute und der DKP, die DKP ist sicher nicht in allen Fragen der Zeit auf der Höhe der Zeit, aber nenne mir eine sich kommunistische nennende Partei in dieser BRD. Ich selbst habe keine Berührungsängste mit Mitgliedern der KPD, MLPD, der Partei Die Linken in bestimmten Dingen gemeinsam auf die Straße zu gehen oder in gemeinsamen Veranstaltungen für unsere gemeinsame Sache zu streiten und zu kämpfen. Doch ich stelle mir sehr oft die Frage worüber streiten wir uns eigentlich, denn alle wissen wir, daß wir eine starke kommunistische Partei brauchen, aber wir streiten und streiten uns, gibt es nicht Dinge, die uns einigen müßten? Wieviel Foren gibt es im Internet? Ich kann sie schon gar nicht mehr zählen. Wieviel Mitglieder hat die KPD, KPD (B), MLPD oder die DKP in Berlin? Alle zusammen wären wir sicher nicht genug um den Klassenkampf gemeinsam mit den Gewerkschaften ( Bevor nun ein großer Aufschrei kommt, ich weis, daß die Gewerkschaftführung ein opportunistischer Haufen ist und wir eigentlich wie in Griechenland eine kommunistische Gewerkschaft, wie die PAME in der BRD brauchen, aber ohne eine stake kommunistische Partei bekommen wir das nicht hin) zu organisieren, aber wir wären gemeinsam stärker. Nun muß ich ja auch sagen, daß es in der DKP sicher grundlegende Fragen nicht beantwortet sind, aber wenn Du und Ihr euch die Mühe macht, werdet ihr feststellen wir kämpfen um eine Marxistische - Leninistische Partei. Wenn ihr den Streit der Thesen vom PV der DKP verfolgt, könnt ihr nicht verleugnen, daß ein großteil der Parteimitglieder nicht den Kurs des Parteivorstandes in Essen folgt. Ich hoffe unserer Parteitag im Oktober wird mehr Klarheit bringen. Eins müßte uns aber auch klar sein, noch eine Spaltung oder eine Neugründung einer weiteren Partei bringt uns nicht voran. Kommunisten organisieren sich in einer Partei und wenn es sein muß, muß man sich dann auch dort für die gemeinsame Sache streiten und wenn nötig dann auch mal von einigen trennen oder unserer gemeinsamer Klassenfeind wird sich weiter ins Fäustchen lachen.
Gruß der Wahlberliner

Ich hoffe, dass die DKP eure Unterschrift und euer Kreuz haben wird :redstar160:
Zu den Senatswahlen im nächsten Jahr wird die DKP Berlin ganz sicher antreten, da brauchen wir Eure Unterschrift und Euer Kreuz!


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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Sa 15. Mai 2010, 11:43 

Beiträge: 132
Spätestens seit gestern (eigentlich schon davor, aber seit gestern eben total) hat es sich die DKP bei mir vollständig verschissen. Ich zitiere aus dem Artikel "Nato auf dem Roten Platz" von Willi Gerns aus der UZ von gestern:

"Diese Einschätzung [dass es legitim ist, Stalin im Zusammenhang mit dem Sieg im Großen Vaterländischen Krieg als Generalissimus zu feiern - R.] ändert nichts daran, dass die DKP in ihrem Parteiprogramm und anderen Aussagen zu Recht die in der Zeit der Herrschaft Stalins begangenen Verbrechen und Repressionen entschieden verurteilt, die dem Ansehen der kommunistischen Bewegung schweren Schaden zugefügt haben." *

Man könnte natürlich einwenden: Naja gut, Willi Gerns eben. Aber wenn er sowas im Zentralorgan der DKP veröffentlichen kann und Ähnliches offenbar im Parteiprogramm steht, darf man davon ausgehen, dass es sich hier nicht um eine Einzelmeinung, sondern um die Generallinie der Partei handelt.

Die DKP ist im Grunde eine Partei, die einfach dogmatisch ihre Uhren nach Moskau stellte - was dadurch nicht geändert wurde, dass die Uhren jetzt "stehengeblieben" sind. Da ging es nie darum, was in Moskau für eine Politik gemacht wurde, um die Prinzipien also - nein, es ging nur darum, wer es macht. Was aus Moskau oder Ostberlin kommt, ist prinzipiell richtig, und wenn die gesagt hätten, Gras ist blau.

Das hat sich bis heute nicht geändert: Die DDR wird völlig unkritisch verklärt (ich finde die DDR auch generell gut, aber in der DKP wird eben nicht mal Honecker und dessen Nachfolge kritisiert), Moskau hatte eben immer Recht (bis auf Gorbachov, weil der die DDR unbestreitbar im Stich gelassen hat), und ansonsten wird eben der Revisionismus der Chruschchov-Breschnev-Clique nachgeplappert - Stalin ist der Verbrecher mit den Massenrepressionen, die Politik der UdSSR von 1956 bis 1985 war generell richtig, Mao Tsetung war ein antisowjetischer Verleumder und ein "Kriegstreiber", weil er die "friedliche Koexistenz" abgelehnt hatte usw. Dabei kann man über Mao vielleicht streiten, aber die "Polemik über die Generallinie" ist imo einfach brilliant.

Wie sollte ein aufrechter Kommunist sich in einer solchen Partei engagieren?

* Übrigens, wen es interessiert, ich habe der UZ daraufhin einen Leserbrief geschrieben:

"Ich bin mit der Art und Weise, wie Willi Gerns über den Genossen Stalin schreibt, überhaupt nicht einverstanden. Die Sowjetunion hat unter Stalin gigantische Erfolge errungen - den Aufbau einer sozialistischen Volkswirtschaft, den wachsenden Wohlstand der Volksmassen, den Aufbau eines (echten) Sozialstaates, Industrialisierung und Kollektivierung, und eben nicht zuletzt den Sieg über den deutschen Faschismus, von dem der Artikel ja handelt. Ohne "Repressionen" gegen Klassenfeinde und Subversive, ohne konkrete Anwendung der Diktatur des Proletariats also, wäre nichts von alledem möglich gewesen. Stalin deswegen aber "entschieden zu verurteilen", hiesse, die Diktatur des Proletariats und alle auf ihr basierenden Erfolge zu verurteilen. Denn dass Stalin keineswegs sein ganzes Volk terrorisiert und unterdrückt hat, geht (neben logischen Erwägungen - so etwas hat nur nötig, wer gegen sein Volk regiert) unter anderem aus Stalins Reden vor der Partei, in denen er sich vielfach etwa für Massenkritik von unten und gegen Übereifer bei der Verfolgung aussprach, sowie aus vielen Berichten von Zeitzeugen (hier seien nur Lion Feuchtwanger, Enver Hoxha, Georgi Schukov oder Stalins Tochter Svetlana genannt) hervor. Ich möchte Willi Gerns raten, mehr in den Stalin-Werken zu lesen als in Chruschtschows Geheimbericht."


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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mi 19. Mai 2010, 17:18 

Beiträge: 105
Was die UZ schreibt, ist nicht unbedingt die Linie der DKP. Und ob Willi Gerns wieder in die DKP eingetreten ist, weiß ich auch nicht. Die UZ scheint in weiten Teilen selbstständig zu agieren, ohne Rechenschaft schuldig zu sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mi 19. Mai 2010, 18:51 

Beiträge: 132
Ich wusste nicht, dass die UZ so unabhängig von der DKP agiert. Aber das finde ich dann ehrlich gesagt auch ganz schön blöd von der Partei, wenn denen ihr Zentralorgan (steht auf jedem Exemplar - "Zeitung der DKP") dann im Grunde beinahe schreiben kann, was es will, letztlich aber eben doch im Namen der Partei.

Was Willi Gerns betrifft: Nach meinen Informationen ist er in der DKP, aber dafür würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen. Allerdings spricht auch er im Namen der Partei, bzw. er spricht ja konkret das Programm an. Ich denke, hier darf man schon davon ausgehen, dass das die Parteilinie ist (sofern es eine solche überhaupt gibt - ich habe mal gehört, dass es in der DKP eine relativ krasse ideologische "Grüppchenbildung" geben soll).


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 Betreff des Beitrags: Re: Was spricht eigentlich gegen die DKP?
BeitragVerfasst: Mo 28. Jun 2010, 10:55 

Beiträge: 105
Sorry, ich glaube, ich habe was Falsches geschrieben. Es handelte sich um die Marxistischen Blätter und die Marx-Engels-Stiftung.
R.Steigerwald hatte mir das hier geschrieben:
Zitat:
Dennoch: Die "Marxistischen Blätter" sind kein Theorie-Organ der DKP. Ihre Nähe zur Partei ergibt sich aus der Zusammensetzung der Redaktion und des Herausgeber-Kreises. Oder die Marx-Engels-Stiftung ist keine solche der Partei, ihre Nähe ergibt sich aus der Nähe der DKP-Genossen in ihrer Führung. Das sind Absicherungen, aber da muss man in den Führungsorganen der Partei einfach Vertrauen in die entsprechenden Genossen legen können.

Die UZ ist die Zeitschrift der DKP, wie lange noch, ist fraglich. Laut Verfassungsschutzbericht kann die Zeitung die Redakteure nicht mehr ordentlich bezahlen. Auf der anderen Seite ist es auch so, daß fertig zugeschickte Artikel nicht gebracht werden, weil darin die PdL leicht kritisiert wird. Z.B. ist ein Artikel nicht gebracht worden, in dem eine offizielle Meldung von Umweltschutzgruppen verarbeitet wurde, daß der PdL-Wirtschaftsminister in Brandenburg eine Arbeitsgruppe einrichten will, die sich mit der Zerschlagung von Protestbewegungen gegen Projekte von Großkonzernen befassen soll. Kann man auch hier nachlesen: http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/265430/ 
Bei der Person handelte es sich auch nicht um Willi Gerns sondern um Werner Seppmann. http://www.dkp-lsa.de/html/seppmann.html

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