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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:04 

Beiträge: 46
Geschrieben: 27.10.2006 14:02

"Hitler will Frieden" Trotzkie.

"dort Sprach ein Herr Professor Dornberg, selbst Roter Offizier an der Sowjetischen Front gewesen, Er berichtete unter anderen wie Plötzlich unerwartet Kommunisten abgeholt wurden, ohne das sie sich haben was zu schulden kommen lassen, auch seine Genossen die er kannte wurden abgeholt und verhört, er hat sie nie wieder gesehen"

"Hast Du Beweise dafür?" Weil der Herr dir erzählt, dass sie unschuldig waren, wird es auch so gewesen sein? Ein wenig naiv. Plötzlich und unerwartet abgeholt. Vielleicht vorwarnen und einen Vorsprung lassen. Ja, das wäre fair.

Wenn du dich außerdem im Forum umsiehst, wirst du schnell sehen, dass hier niemand Fehler leugnet.


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:05 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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Beiträge: 628
Geschrieben: 27.10.2006 14:21

Was die Sache der Zusammenarbeit mit den Faschisten angeht, so bin ich mir da selbst nicht ganz sicher wie viel da dran ist.
Das Problem mit Trotzki ist halt dass er einige schädliche Ansichten vertreten hat (Permanent...). Falsche Ansichten alleine sind natürlich noch kein Grund jemandem einen Eispickel in den Kopf zu hauen, schließlich richte ich ja auch kein Massaker im Willi Brandt Haus an, aber in diesem Fall war es wohl so dass es nicht nur um eine Meinungsverschiedenheit in einer Diskussion ging sondern um das Überleben der Sowietunion. Diese Gegensätze konnte man eine Zeit lang in den Hintergrund treten lassen, etwa weil Trotzki inkl. Anhänger Revolutions- und Bürgerkriegstechnisch nützlich waren, aber als diese Fragen dann aktuell wurden dann richtete der (ich nenne es jetzt einfach mal so) linke Übereifer Schaden an und musste bekämpft werden und dabei kamen natürlich auch Unschuldige unter die Räder. Das ist natürlich unschön, aber trotzdem notwendig - nicht weil wir besonders auf Erschießungen stehen o.ä. sondern eher weil die SU während der ganzen "Stalinära" in Ausnahmezustand (Bürgerkrieg, Kollektivierung, Anstehender Krieg, Krieg selbst) war. Wenn ein Trotzki dann dazu aufruft im Kriegsfall die KPdSU zu stürzen dann stellt er sich damit eben praktisch auf die Seite des Feindes. Was die direkte Kooperation mit den Faschisten angeht weiß ich selbst nicht was davon zu halten ist - mir kommt es fast zu extrem vor um wahr zu sein, ich will es aber auch nicht anzweifeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:05 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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Beiträge: 628
Geschrieben: 27.10.2006 14:42

Zitat:
Man fasst sich ob des Niveaus hier wirklich an den Kopf! Der Sache Stalins wird damit einmal mehr ein denkbar schlechter Dienst erwiesen, aber vielleicht geht es den Betreibern ja gar nicht um die Sache Stalins, sondern viel eher um eine ganz andere? Geht es vielleicht nicht eher um die Rehabilitierung des DDR-Revisionismus? Man gewinnt diesen Eindruck, wenn man nur die Seite liest, auf der die verschiedensten Revisionisten ihre Würdigung erfahren. Es sind die Namen der übelsten Verräter der Sache des Kommunismus darunter, an die hier salbungsvoll und in unerbitterlicher Regelmäßigkeit erinnert wird.


Kannst Du genauer sagen auf welche Würdigung revisionistischer Politik und welcher Revisionisten Du dich beziehst?

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:06 
Salonbolschewist
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Beiträge: 1077
Geschrieben: 27.10.2006 14:46

Ich würde an dieser Stelle noch "Die große Verschwörung" von Michael Sayers und Albert E. Kahn dringendst empfehlen, vor allem den dritten Teil: "Die 5. Kolonne in Rußland".

Gibts natürlich beim Ernst Thälmann Verlag

Lachender Stern

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:06 

Beiträge: 122
Geschrieben: 27.10.2006 14:51

Und hier: http://www.stalinwerke.de/verschw/verschw.html Zwinkender Stern


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:07 
Salonbolschewist
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Geschrieben: 27.10.2006 15:01

Wenn du das ja weißt warum müssen wir dir dann den Inhalt abtippen?

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:08 

Beiträge: 46
Geschrieben: 27.10.2006 15:04

Oh, entschuldige. Das nächste mal melde ich mich wohl besser an.
Gruß, Grünhorn.


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:08 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Geschrieben: 27.10.2006 19:13

hm da ich etwas in Zeitnot bin, kann ich im moment nicht viel mehr tun, als eine Reihe von Literaur empfehlen ...
die 'Große Verschwörung' haben wir ja schon

weiterhin kann ich empfehlen (internet-literatur, die sich mit dem Trotzkismus allgemein befasst):
Prof. Dr. W. I. Kluschin
"DIE STRAFENDE HAND DER REVOLUTION"
VOR DEM GERICHT DER ZEIT
(Über die Quellen der Metamorphose der “Geschichtsphilosophie” von L. D. Trotzki)
http://stalinwerke.de/Gegner/Kluschin.html

Ruth Fischer liefert Beweise für die antikommunistischen Verschwörungen in der Sowjetunion
http://red-channel.de/mlliteratur/sowje ... ischer.htm

W. B. Bland
'Der Mord an Kirow'
http://red-channel.de/mlliteratur/sowjetunion/kirow.htm

Stalin - Lüge und Wahrheit (Teil 6: Die Moskauer Prozesse)
http://www.nickscafe.de/randzone/art/art050806.htm

Lion Feuchtwanger: Klarheit und Geheimnis der Trotzkistenprozesse
http://www.nickscafe.de/randzone/rand/rand051002.htm

Lion Feuchtwanger: Stalin und Trotzki
http://www.nickscafe.de/randzone/rand/rand051002a.htm

Stalin - was die Massenmedien vertuschen
http://www.wikiwiki.de/newwiki/pmwiki.php/Wiki/Stalin

Bill Bland: STALIN - Mythos und Wirklichkeit
http://www.marxistische-bibliothek.de/bland.html

Bill Bland: Revisionismus in Russland: Trotzki gegen die Bolschewiki
http://www.bolschewiki.org/html/to-wzp/to-wzp8.htm

Trotskyism or Leninism:
http://www.oneparty.co.uk/index.html?ht ... s1105.html

WHAT IS TROTSKYISM?
http://www.oneparty.co.uk/index.html?ht ... itrot.html

TROTSKY'S ANALYSIS OF SOVIET BUREAUCRATISATION.
http://www.oneparty.co.uk/index.html?ht ... evw01.html

The class struggle during the thirties in the Soviet Union.
http://www.mariosousa.se/Theclassstrugg ... 50801.html

Marx and Engels and: "The Permanent Revolution", and, "Socialism In One Country"
http://www.allianceml.com/AllianceIssue ... UNTRY.html

STALIN AND TROTSKY ON THE BOLSHEVIK PARTY AT ITS FORMATION
http://www.allianceml.com/PAPER/NOVEMBE ... Stand.html

TROTSKY, STALIN AND THE RED ARMY - CIVIL WAR IN THE USSR
http://www.allianceml.com/PAPER/2004/REDARMY.html

Another view of Stalin by Ludo Martens
http://www.plp.org/books/Stalin/book.html

hier also nur einige Literaturquellen, die die negative Rolle des Trotzkismus bestätigen (es geht hierbei aber nicht nur um die Frage, ob Trotzki mit den Faschisten zusammenarbeitete)

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:09 

Beiträge: 122
Geschrieben: 27.10.2006 21:43

Zitat:
"Hitler will Frieden" Trotzkie.

"dort Sprach ein Herr Professor Dornberg, selbst Roter Offizier an der Sowjetischen Front gewesen, Er berichtete unter anderen wie Plötzlich unerwartet Kommunisten abgeholt wurden, ohne das sie sich haben was zu schulden kommen lassen, auch seine Genossen die er kannte wurden abgeholt und verhört, er hat sie nie wieder gesehen"

"Hast Du Beweise dafür?" Weil der Herr dir erzählt, dass sie unschuldig waren, wird es auch so gewesen sein? Ein wenig naiv. Plötzlich und unerwartet abgeholt. Vielleicht vorwarnen und einen Vorsprung lassen. Ja, das wäre fair.

Wenn du dich außerdem im Forum umsiehst, wirst du schnell sehen, dass hier niemand Fehler leugnet.


Wie kann man nur so arrogant sein? Frage Kennst Du den Professor Dornberg? Meinst Du nicht, das er auch er mal Recht heben könnte? immerhin war Stefan Dornberg Kommunist und hat die Zeit miterlebt! Und das da nun mal unschuldige zum Opfer fielen ist bekannt! Also Mine Frage ist wie wollen Wir in Zukunft, wenn der Sozialismus in kommen ist verhindern, das so etwas nicht wieder vorkommt? Das unschuldige die für eine Gerechte Welt kämpfen nicht wieder verhaftet werden! Und nochmal vielen Dank an den der Mir die Verschwörung empfohlen hat! Mal sehen wie die SAV darauf reagiert? Gruß Komischer Stern Moritz Jubelnder Stern


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:10 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Geschrieben: 27.10.2006 22:16


Zitat:
Wie kann man nur so arrogant sein? Frage Kennst Du den Professor Dornberg? Meinst Du nicht, das er auch er mal Recht heben könnte? immerhin war Stefan Dornberg Kommunist und hat die Zeit miterlebt! Und das da nun mal unschuldige zum Opfer fielen ist bekannt! Also Mine Frage ist wie wollen Wir in Zukunft, wenn der Sozialismus in kommen ist verhindern, das so etwas nicht wieder vorkommt? Das unschuldige die für eine Gerechte Welt kämpfen nicht wieder verhaftet werden!



das Problem ist einfach, dass im Zuge des Klassenkampfes es nun mal unweigerlich zu unschuldigen Opfern kommt ... das ist nun mal der Lauf der Dinge und wenn man sich anschaut, was für ne Situation damals in der SU herrschte, so ist das auch nicht verwunderlich.
Zum anderen was die unschuldigen Opfer angeht. Wenn man der bürgerlichen Propaganda (die auch zum Teil von den Trotzkisten gerne mitgetragen wird), ist jeder Trabbifahrer, der bei einem Autounfall ums Leben kam, ein Opfer des Stalinismus. (zwar ein etwas krasses Beispiel, aber ich hoffe mal, dass der Sinn schon klar rüber gekommen ist).
Aber aler Übertreibungen zum Trotz, gab es natürlich eine ganze Reihe an unschuldigen Opfern, vor allem während der Säuberungen. Die Frage ist nur, wer steckt dahinter, was führte dazu, dass es unschuldige Opfer gab?
Oben hatte ich ja erwähnt, man müsse die innere und äußere Situation der damailigen Sowjetunion ansehen. Es ging damals wirklich um Leben und Tod: das imperialistische Ausland, dass die Erfolge der Sowjetunion in der Ökonomie und der sozialistischen Demokratie alles andere als gerne sah, bedrohte das Land - sei es durch offene Faschistische Propaganda, oder durch Spionage-dienst.
Schaut man sich dann noch die Innere Situation des Landes an: Der erste Weltkrieg und der darauffolgende Bürgerkrieg, der die Menschen sehr prägte, die ökonomische und soziale sowie kulturelle Rückständigkeit des Landes - die Dank der Führung unter Lenin und Stalin überwunden wurde, wenn auch noch viele andere Probleme bevorstanden - etc., das alles macht es geradezu unmöglich eine 'Politik der ruhigen Hand' zu führen. Und wenn man sich betrachtet, was für Leistungen die Sowjetunion gebracht hat, waren die 'Repressionen' die es damals gab, geradezu winzig.
Zum anderen muss man auch von ausgehen, dass jedes kapitalistische Land, das solch eine Entwicklung durchmachte, nicht nur viel länger brauchte, sondern wesentlich härtere Repressionen durchführte!
Nun, wie kam es aber zu den unschuldigen Opfern? Dazu zwei Ansätze (es wird wohl natürlich mehr geben):
1. wie oben erwähnt: soziale und kulturelle Rückständigkeit sowie der letze Weltkrie sowie die geradezu realistische Angst vor einem nächsten Krieg, haben die Menschen in der SU geprägt - dazu noch die Oktoberrevolution sowie die Kollektivierung der Landwirtschaft, die Industrialisierung sowie der Verbot dekadenter Sichtweisen wie Rassismus, Sexismus etc. - das kann unter psychologischen Aspekten dazu führen, dass man 'entmenschlicht' und über Fragen wie Schuldig oder unschuldig gar nicht mehr nachdenkt, weil man in einer Zeit aufwuchs, in der Barbarei (also der Krieg) an der Tagesordnung war - aber von heute auf morgen kamen dann die sozialen Umbrüche - das verwirrt einen Menschen umsomehr - heute durfte man Menschen wegen ihrer Nationalität verachten oder gar töten, man hungerte, war ohne Arbeit, konnte nicht lesen und schreiben usw. und morgen waren alle Menschen gleich, jeder hatte arbeit, man konnte lesen und schreiben ....
der 2. und der eigentliche Hauptgrund für die Verfolgung unschuldiger war - und das ist nun mal Fakt - die terroristisch-trotzkistisch-bucharinistische Opposition. sie sorgte dafür ua., dass hohe Leute wie Kirow oder Groki ermordet wurden, sie sorgte für die Liquidierung und Verfolgung vieler Kommunisten und Antifaschisten aus Deutschland, Polen, Ungarn etc., weil die Sicherheitsdienste vomn Trotzkistischen Saboteuren verseucht waren usw.

Zitat:
Und nochmal vielen Dank an den der Mir die Verschwörung empfohlen hat! Mal sehen wie die SAV darauf reagiert?


ich will zwar nicht überheblich wirken, aber wenn die SAV dieses Buch tatsächlich sich mal anschauen sollte, dann wird sie - und das wohl ohne das Buch erstmal gelesen zu haben - als stalinistische Propaganda denunzieren, weil es gegen ihren Säulenheiligen Trotzki poltert.

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:10 

Beiträge: 46
Geschrieben: 27.10.2006 22:43

Entschuldige, wenn es auf dich arrogant wirkte. Das war nicht beabsichtigt. Ich wollte mich nur kurz fassen. Zwinkender Stern
Ich gebe zu, dass ich Professor Dornberg nicht kenne und nicht weiss, wo man denn mehr über ihn erfahren könnte. Ich habe auch nicht behauptet, dass es eine Lüge war, aber ich glaube nicht alles, was mir irgendjemand erzählt. Dass er sich als Kommunisten bezeichnet und er die Zeit miterlebte, sagt erstmal gar nichts.

Wie gesagt, Fehler werden nicht geleugnet, dazu muss man sich hier nur umsehen, aber sie haben ihre Ursachen, wie Sergej sie hier schön aufgezählt hat.
Natürlich gilt es sie zu verhindern, aber 100 %ige Sicherheit kann es nicht geben. Da kann man gleich Sozialdemokrat werden und auf das in den Sozialismus "Reinreformieren" warten.

Gruß,
Grünhorn


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:11 

Beiträge: 122
Geschrieben: 28.10.2006 07:10

Sergej hat geschrieben:
Zitat:
Wie kann man nur so arrogant sein? Frage Kennst Du den Professor Dornberg? Meinst Du nicht, das er auch er mal Recht heben könnte? immerhin war Stefan Dornberg Kommunist und hat die Zeit miterlebt! Und das da nun mal unschuldige zum Opfer fielen ist bekannt! Also Mine Frage ist wie wollen Wir in Zukunft, wenn der Sozialismus in kommen ist verhindern, das so etwas nicht wieder vorkommt? Das unschuldige die für eine Gerechte Welt kämpfen nicht wieder verhaftet werden!


das Problem ist einfach, dass im Zuge des Klassenkampfes es nun mal unweigerlich zu unschuldigen Opfern kommt ... das ist nun mal der Lauf der Dinge und wenn man sich anschaut, was für ne Situation damals in der SU herrschte, so ist das auch nicht verwunderlich.
Zum anderen was die unschuldigen Opfer angeht. Wenn man der bürgerlichen Propaganda (die auch zum Teil von den Trotzkisten gerne mitgetragen wird), ist jeder Trabbifahrer, der bei einem Autounfall ums Leben kam, ein Opfer des Stalinismus. (zwar ein etwas krasses Beispiel, aber ich hoffe mal, da ss der Sinn schon klar rüber gekommen ist).
Aber aler Übertreibungen zum Trotz, gab es natürlich eine ganze Reihe an unschuldigen Opfern, vor allem während der Säuberungen. Die Frage ist nur, wer steckt dahinter, was führte dazu, dass es unschuldige Opfer gab?
Oben hatte ich ja erwähnt, man müsse die innere und äußere Situation der damailigen Sowjetunion ansehen. Es ging damals wirklich um Leben und Tod: das imperialistische Ausland, dass die Erfolge der Sowjetunion in der Ökonomie und der sozialistischen Demokratie alles andere als gerne sah, bedrohte das Land - sei es durch offene Faschistische Propaganda, oder durch Spionage-dienst.
Schaut man sich dann noch die Innere Situation des Landes an: Der erste Weltkrieg und der darauffolgende Bürgerkrieg, der die Menschen sehr prägte, die ökonomische und soziale sowie kulturelle Rückständigkeit des Landes - die Dank der Führung unter Lenin und Stalin überwunden wurde, wenn auch noch viele andere Probleme bevorstanden - etc., das alles macht es geradezu unmöglich eine 'Politik der ruhigen Hand' zu führen. Und wenn man sich betrachtet, was für Leistungen die Sowjetunion gebracht hat, waren die 'Repressionen' die es damals gab, geradezu winzig.
Zum anderen muss man auch von ausgehen, dass jedes kapitalistische Land, das solch eine Entwicklung durchmachte, nicht nur viel länger brauchte, sondern wesentlich härtere Repressionen durchführte!
Nun, wie kam es aber zu den unschuldigen Opfern? Dazu zwei Ansätze (es wird wohl natürlich mehr geben):
1. wie oben erwähnt: soziale und kulturelle Rückständigkeit sowie der letze Weltkrie sowie die geradezu realistische Angst vor einem nächsten Krieg, haben die Menschen in der SU geprägt - dazu noch die Oktoberrevolution sowie die Kollektivierung der Landwirtschaft, die Industrialisierung sowie der Verbot dekadenter Sichtweisen wie Rassismus, Sexismus etc. - das kann unter psychologischen Aspekten dazu führen, dass man 'entmenschlicht' und über Fragen wie Schuldig oder unschuldig gar nicht mehr nachdenkt, weil man in einer Zeit aufwuchs, in der Barbarei (also der Krieg) an der Tagesordnung war - aber von heute auf morgen kamen dann die sozialen Umbrüche - das verwirrt einen Menschen umsomehr - heute durfte man Menschen wegen ihrer Nationalität verachten oder gar töten, man hungerte, war ohne Arbeit, konnte nicht lesen und schreiben usw. und morgen waren alle Menschen gleich, jeder hatte arbeit, man konnte lesen und schreiben ....
der 2. und der eigentliche Hauptgrund für die Verfolgung unschuldiger war - und das ist nun mal Fakt - die terroristisch-trotzkistisch-bucharinistische Opposition. sie sorgte dafür ua., dass hohe Leute wie Kirow oder Groki ermordet wurden, sie sorgte für die Liquidierung und Verfolgung vieler Kommunisten und Antifaschisten aus Deutschland, Polen, Ungarn etc., weil die Sicherheitsdienste vomn Trotzkistischen Saboteuren verseucht waren usw.
Zitat:
Und nochmal vielen Dank an den der Mir die Verschwörung empfohlen hat! Mal sehen wie die SAV darauf reagiert?

ich will zwar nicht überheblich wirken, aber wenn die SAV dieses Buch tatsächlich sich mal anschauen sollte, dann wird sie - und das wohl ohne das Buch erstmal gelesen zu haben - als stalinistische Propaganda denunzieren, weil es gegen ihren Säulenheiligen Trotzki poltert.


Erstmal Danke für Deine kurze Darstellung! Das ergibt natürlich ein ganz anderes Bild über die damaligen Ereignisse. Ich werde Aufjedenfall das Buch " Die Verschwörung" kaufen. Übrigens habe ich mal eine Broschüre gelesen von Trotzki, wo Er Ernst Thälmann als Großmaul bezeichnete, das fand ich doch schon sehr verwerflich, da ich Ernst Thälmann sehr verehre als Antifaschist und Kommunist zugleich.


@Grünhorn.: Zur Information, Stefan Dornberg zählte schon zu DDR-Zeiten zur geistigen Elite. Mein Vater erzählte mir das in der DDR jeden Samstg eine Fernsehsendung lief "Das Professorenkolligium tagt". Wie schon gesagt war er auch Offizier der Roten Armee. Heute ist er Mitglied in DRAFD (Verband Deutscher in der Resitance, in den Streitkräften der Antihitlerkoalition und der Bewegung "Freies Deutschland" Sie Arbeiten auch mit den VVN zusammen. Er ist auch heute noch Kommunist. Ich würde ihn auch nicht so sehr als einen absoluten Gegner von Stalin einschätzen. Achja wie gesagt in dieser von mir genannten Sendung hat er immer mitbewirkt. Vielleicht gibt es hier Ältere unter Euch die die Sendung sicherlich auch kennen? Jubelnder Stern Gruß Moritz


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:12 

Beiträge: 122
Geschrieben: 28.10.2006 12:31

'Die Repressionen waren geradezu winzig'

In der Sowjetunion hatten nach dem Hitlerputsch weit über 3000 deutsche Kommunisten und Antifaschisten Zuflucht gefunden. Der größte Teil von ihn wurde Opfer der sog. Repressionen.
Darunter so tragende Säulen der ehemaligen KPD wie Heinz Neumann, Hermann Schubert (ein enger Freund von Ernst Thälmann und von ihm zu seinem Nachfolger bestimmt), Hans Kippenberger, der Leiter des M-Apparats der KPD oder Fritz Schulte, der die revolutionäre Gewerkschaftsarbeit der KPD leitete. All diese Leute und viele andere, z. B. die etwa 500 KPD-Leute, die 1939/1940 der Gestapo an der polnischen Grenze übergeben wurden und die größtenteils direkt im KZ landeten, darunter auch die Frau von Heinz Neumann, der nach dem letzten offiziellen Parteitag ins Politbüro der KPD gewählt worden war.

All diese Leute waren Opfer der 'Repression' wie es hier so schön heißt, was nichts anderes bedeutete, als dass ein Großteil der alten, kämpferischen Kader der KPD, die nicht nach 1933 von den Nazis verhaftet wurde, sondern in die Sowjetunion entkommen konnte, liquidiert wurde. Fast niemand spricht mehr von ihnen heute.

Allerdings überlebten bestimmte Leute: Nämlich diejenigen, die die Säuberungen mittrugen. Sie hatten wenig oder gar nichts auszustehen, weil sie die Säuberer auf ihrer Seite wussten.

Kurz bevor Neumann z. B. 1937 aus seinem Hotelzimmer im 'Lux' in Moskau von NKWD-Beamten abgeholt wurde und sie seine zahlreichen Bücher beschlagnahmten, beobachtete er, wie ein hoher KPD-Funktionär, nämlich der deutsche Vertreter beim EKKI, also in der Komintern, sich seelenruhig in der dem Hotel angeschlossenen Möbelwerkstatt neue Möbel für seine Wohnung zusammenstellte. Dieser Herr hatte nichts zu befürchten.

Es ist bedauerlich, dass hier über die 'Repressionen' einfach so hinweg gegangen wird, als sei es alles nicht so schlimm gewesen. Die Schicksale, die hinter den Zahlen stehen und die heute zu einem Teil bekannt und aufgearbeitet worden sind, sprechen eine andere Sprache.
Es handelte sich um Leute wie einen Erich Schmidt zum Beispiel, der sein Leben lang für die KPD in Deutschland - ich glaube als Kassierer - gearbeitet hatte und der einfach nicht verstehen konnte, weshalb man ihn, der in einem sowjetischen Betrieb arbeitete, plötzlich verhaftete, der dies für einen Irrtum hielt und immer wieder Briefe an Stalin und die Behörden schrieb, die jedoch unbeantwortet blieben. Als er aus dem Gulag Mitte der fünfziger Jahre in die DDR kam, wurde er dort erneut wie ein Aussätziger behandelt, bis er schließlich resignierte und sich aus dem politischen Leben zurückzog, weil er die Welt nicht mehr verstand. Er zog sich ein Magenleiden zu und starb bald darauf an Magenkrebs.

Für brauchen hier mehr Konkretheit und weniger Abstraktheit, was diese Dinge angeht.
Es ist so leicht, über all dies, das viele Unrecht, mit einem Achselzucken hinwegzugehen.
Jeder einzelne Fall eines zu Unrecht Verhafteten sollte uns interessieren! Jeder einzelne! Wir sind Kommunisten und kämpfen für das Menschenrecht und gehen über die unschuldig verfolgten Kommunisten - und dies geschah auch und gerade damals zur Zeit der 'Repressionen' - hinweg so als ob uns das gar nicht interessieren würde, so als seien diese hervorragenden Menschen Späne gewesen, die nun einmal beim Hobeln abfällt.

Ich fordere als Kommunist hier mehr Respekt vor dem Lebenswerk unschuldig verfolgter Kommunisten. Der Kommunismus ist nicht von selbst zugrunde gerichtet worden. Es waren bestimmte Leute, die ihn zugrunde gerichtet haben. Deren Namen muss genannt werden. Es gab Verantwortliche für den Terror, genauso wie es Verantwortliche für den Naziterror gegeben hat. Die Namen der Täter dürfen nicht länger verschwiegen werden, die Namen der Opfer müssen uns, die wir an einer kommunistischen Traditionspflege interessiert sein müssen, ehrvoll in Erinnerung bleiben.


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:12 

Beiträge: 2008
Geschrieben: 28.10.2006 13:26


Zitat:
Vielleicht gibt es hier Ältere unter Euch die die Sendung sicherlich auch kennen?
Gruß Moritz


Ja, Moritz die gibt es. Ich kenne den Prof. Dornberg genauso wie ihn Dein Vater kennt. Also aus dem Fernsehen und Zeitungsbeträgen. Persönlich habe ich ihn nie getroffen oder kennengelernt. Ich würde auch denken, dass er durchaus die Wahrheit sagt.
Gewisse Zweifel sind einfach deshalb angesagt, weil wir alle nicht jünger werden. :-)
Auch ein Gen. Dornberg kann sich bestimmt nicht an jedes Detail mehr erinnern. Doch im wesentlichen hat er die Wahrheit schon gesagt.

Das ist aber in den letzten Beiträgen in diesem Faden auch nicht bestritten worden (siehe Sergejs Anmerkungen). Wenn Du weiter hier im Forum suchst, wirst Du noch etliche Beiträge zu diesem Thema finden. Ich denke, Du hast erst mal einiges an Stoff, was Du lesen möchtest. Wir sollten danach dieses Thema weiter diskutieren.

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:13 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Geschrieben: 28.10.2006 13:38

Zitat:
Es ist bedauerlich, dass hier über die 'Repressionen' einfach so hinweg gegangen wird, als sei es alles nicht so schlimm gewesen. ....
Zitat:
Ich fordere als Kommunist hier mehr Respekt vor dem Lebenswerk unschuldig verfolgter Kommunisten. ...


Hier möchte ich mal eines klarstellen: wir sind hier die letzen im Forum, die einfach so über Repressionen hinwegsehen, und wir sind die letzen, die das Verfolgen von unschuldigen Gutheißen und auch die letzen, die die Namen der Täter verschweigen. Wenn du dich mal wenigsten hier und da im Forum durchgelesen hättest und dir erst dann solch ein Urteil gebildet hättest, anstatt dein Urteil über das Forum hier an nur einem Satz festzumachen!
Hier hat es genügend Artikel meinerseits gegebn, wo die Säuberung in der KPD durch die Jagode-Jeschow-Klique sowie durch die Kominternführung angesprochen wurde - also urteile hier nicht über andere, die du nicht kennst und deren Positionen dazu du nur erahnen kannst!
Und lies dir vielleicht meinen vorherigen Beitrag nochmal genauer durch: es war nichts weiter als eine Erklärung dafür, weshalb es zu solchen Repressionen kam (und wenn man bedenkt, dass dieser Aertikel nach einem langen stressigen und nervigen Tag so gegen 22 Uhr geschrieben wurde, dann war er sogar dementsprechend gut!

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:13 

Beiträge: 2008
Geschrieben: 28.10.2006 13:52

Zitat:
Ich fordere als Kommunist hier mehr Respekt vor dem Lebenswerk unschuldig verfolgter Kommunisten. Der Kommunismus ist nicht von selbst zugrunde gerichtet worden. Es waren bestimmte Leute, die ihn zugrunde gerichtet haben. Deren Namen muss genannt werden. Es gab Verantwortliche für den Terror, genauso wie es Verantwortliche für den Naziterror gegeben hat. Die Namen der Täter dürfen nicht länger verschwiegen werden, die Namen der Opfer müssen uns, die wir an einer kommunistischen Traditionspflege interessiert sein müssen, ehrvoll in Erinnerung bleiben.


Vergehrter Gen. ??? Ich möchte Deine Darstellungen keinesfalls in Zweifel ziehen und Du wirst wohl auch von nahezu jedem hier Zustimmung zu obigen Satz erhalten.

Aber beachte bitte eins, die meisten in diesem Forum sind nicht viel älter als 20 Jahre.
Sie versuchen sich ehrlich ein Bild über die Zeit und Person Stalins zu machen. Ein Unterfangen, dass selbst älteren Genossen, die es persönlich erlebt haben (ich habe davon zwei in meiner Verwandschaft, die ende der 20ziger Jahre einige Zeit in der Sowjetunion waren) es nicht leicht fällt, die Dinge zu verstehen und einzuordnen und das möglichst noch sehr objektiv.

Selbst mit meinen Jahrzehnten kann ich aus persönlichen Erfahrungen nur soviel beitragen, dass ich als Kind von 3 Jahren (man beachte mein phänomenales Gedächtsnis :-) ) mitbekommen habe, dass der Gen. Stalin gleich nach dem "Lieben Gott" kommt. Bitte, das soll und ist kein Verspotten des Gen. Stalin und aller anderer Genossen.

Ich bin zur Schule gekommen, als Chruschtow bereits voll gegen Stalin und seine Zeit gearbeitet hat. Den Beginn politisch bewußten Arbeitens würde ich bei mir erst gut 10 Jahre später ansetzen. Da war Stalin bereits geächtet und es kam nur sehr, sehr selten die Rede auf Stalin. Selbst das Buch vom "Großen Vaterländischen Krieg", was ich bei meiner Oma fand konnte da nicht viel ändern. Während des Studiums hatte ich einen ML-Dozenten, der das Thema Stalin in einer Seminarstunde abgehandelt hat. Klang alles sehr einleuchtend und war für uns sehr interessant. Aber das war viel zu wenig, um diese Zeit zu verstehen.

Ich bin u.a. auch deshalb in diesem Forum, weil mich diese Entwicklungsperiode der Sowjetunion sehr interessiert und weil ich zu verstehen versuche, was die Ursachen für den Niedergang des Sozialismus in Europa waren. Das letzte was ich und die meisten in diesem Forum wollen, ist die Geschichte zu verfälschen.

Ich bin für eine konsequente und ehrliche Aufarbeitung der Geschichte der letzten 100 Jahre. Sehr viele Beiträge in verschiedensten Fäden dieses Forums beschäftigen sich mit den Themen. Ich kann da nur schwer eine Mißachtung hingemordeter Kommunisten erkennen. Warum sollte z.B. der Betreiber dieses Forums sonst eine eigene Webseite zum Thema Deutsche Kommunisten erstellen?

Warum wollen die meisten hier im Forum sich mit der Geschichte beschäftigen? Zu dieser Frage gibt es nur die allseits bekannte Binsenwahrheit, dass wir alle aus der Geschichte lernen wollen, ja müssen. Woher sollen die jungen Genossen bei der nächtsten proletarischen Revolution sonst wissen, wie diese zu organisieren ist, worauf zu achten ist und wie man Freund und wie man Feind erkennt?

Ich kann Dir versichern, dass mir dieses Forum in den letzten beiden Jahren in vielerlei Hinsicht Erkenntnisgewinn gebracht hat und mir die Augen für Prozesse geöffnet hat, die ich einige Jahre zuvor nicht einmal für möglich gehalten hätte.

Also bitte ich Dich um Nachsicht mit uns und um Einsicht, dass wir sicher das richtige wollen und in diesem Sinne Verbündete sind. Aber bitte denke auch daran, dass man mit Genossen sicher ehrlich sprechen muß, doch bitte ohne Drohungen. Stern mit Nelke

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:14 

Beiträge: 2008
Geschrieben: 28.10.2006 14:03

Zitat:
Selten so viel Unsinn gelesen, selten wurde so wenig nachgedacht.
Die wohl übelste Anschuldigung ist jedoch die, daß Trotzki mit den deutschen Faschisten paktierte, dafür gibt es auch nicht den geringsten Beweis. Es paßt einfach nicht zu dessen Ideologie ...


Wieso habe ich in etwa so diese Antwort erwartet?

Gut, es ist allein Deine Entscheidung, einiges von dem zu lesen, was allein in diesem Faden genannt wurde. Wenn Du länger in diesem Forum in anderen Fäden liest, wirst Du sicher auch viele andere Dinge finden, die mich zu der angeblich unsinnigen Meinung gebracht haben, dass Trotzki ein Verräter war.

Der überwiegende Teil Deiner Fragen findet im Forum auch seine (oder besser unsere) Antworten. Also mache Dir bitte die Mühe, die Beiträge zu suchen und zu lesen. Aber vielleicht hast Du auch Glück und es finden sich einige geduldige Mitglieder, die Dir einiges nochmals grundsätzlich erläutern.

Solltest Du in einigen Jahren weiterhin bei der jetzigen Meinung geblieben sein, dann werden wir damit leben können - Du mußt es ja auch.

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Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:15 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Geschrieben: 28.10.2006 14:31

Zitat:
Selten so viel Unsinn gelesen, selten wurde so wenig nachgedacht.


Peterle, Peterle, Peterle, was sollen wir blos mit dir machen (und uich gehe mal stark von aus, dass du der Peter bist).
Hast du in der Zeit, wo du im Forum warst, in der Zeit unseres persönlichen Gespräches, was nun schon fast ein Jahr her ist wirklich nichts dazugelernt? Ich erinner mich nur an deine alten Beiträge und der Unsinn der dort stand - da kann man dir auch sagen: selten soviel Unsinn gelesen, selten so wenig nachgedacht - und bei dir scheint es doch tatsächlich ne Bekräftigung zu sein - und dein jetziger Beitrag macht da überhaupt keine Ausnahme. Wir werden sehen warum:

Zitat:
Die wohl übelste Anschuldigung ist jedoch die, daß Trotzki mit den deutschen Faschisten paktierte, dafür gibt es auch nicht den geringsten Beweis. Es paßt einfach nicht zu dessen Ideologie
des T., die vom Internationalismus sowie revolutionärem Impetus getragen ist.
Wie Trotzki zum Faschismus stand, kann man z.B. in seinen Artikeln zum 28.12.1931, 23.11.1933,
sowie einem Schreiben vom 4.12.1939 nachlesen. Dann wird ersichtlich, daß er Hitler als großen Kriegstreiber darstellte und vor ihm warnte.
Außer eindeutiger Beweise für solch massive Vorwürfe, ist schließlich die Frage zu stellen, warum eine solche arge Verleumdung?


Dass Trotzki Hitler als Kriegstreiber beschuldigte, heißt aber noch lange nicht, dass er mit Hitler nicht zusammenarbeitete. Natürlich wird Trotzki nicht so blöd sein und offen zugeben, dass er mit Hitler paktierte - das würde letztendlich doch seine Pläne zunichte machen.
Was spricht denn dafür, dass Trotzki mit Hitler paktierte? Wir wissen, dass Trotzki die Sowjetunion und Stalin mehr als hasste - er verachtete sie, deswegen würde er sich nichts sinnlicher wünschen, als diese zu zerstören. Nicht umsonst schrieb Trotzki, dass die bolschewistische Partei den Krieg nicht überleben wird - dass er sich gewaltig geirrt hat, zeigte nicht nur der geschichtlieche Verlauf, sondern alleine seine Analyse über die Sowjetgesellschaft konnte nicht stimmen - denn Trotzkis ansicht, dass die Sowjetunion den Krieg nicht überleben wird, ist quasi das Ergebnis seiner 'Analysen'.
Mit sicherheit kann man sagen, dass Trotzki Hitler persönlich nicht mochte - aber beide verband eins: der Hass gegen die Sowjetunion. Und bei beiden war dieser Hass so tief verwurzelt, dass man durchaus bereit war, sich untereinander zu verbünden! Das ist nichts weiter als eine logische Schlussfolgerung.
Aber was machst du daraus, lieber Peter? Du wirfst uns vor, wir denken nur Unsinn - selber bringst du aber nichts gescheites heraus (erinnert sei hier nur an die Diskussion über die Moskauer Prozesse). Du kommst daher, verlangst Beweise für unsere Theorien - wir nennen sie - seien es die genauen Auszüge aus den Moskauer Prozessen, die Berichte von jenen, die die Prozesse mitverolgt haben, die Entwicklung der innerparteilichen Kämpfe, der Mord an Sergej Kirow, der inzwischen weitestgehend aufgeklärt sit, die Zeugenaussagen über die Sabotageakte von Littlepage John Scott ua. - du schenkst aber dieser Fülle von Informationen keine beachtung, laberst was von irgendwelcher Unlogik und versuchst dein Unwissen durch eine Aufzählung von geschichtlichen Ereignissen, von denen du genauso wenig weißt, sondern irgendwo aufgeschnappt hast, als großes Wissen darzustellen. Aber ich frage dich: wo sind denn deine Beweise, die eindeutig beweisen, dass die trotzkistische Opposition nicht mit den Nazis kollaborierte? Wo???? Nenne sie doch mal bitte!!! Das Gelaber von Trotzki kann da nicht viel zählen, denn 1. wird er bestimmt nicht so doof sein, zuzugeben, dass er mit Hitler paktiert (und das in öffentlichen Reden) und zweitens wissen wir von trotzki, dass er seine Meinung häufiger wechselte als eseine Unterhosen.

Zitat:
Also ist die Antwort nur durch eine materialistische Herangehensweise zu ermitteln.

hierr hast du unzweifelbar recht, nur buist du der einzige hier, der diesen Versuch umgehen will

Zitat:
Dies kommt dann ausgerechnet von einer Staatsführung, die einen Hitler-Stalin Pakt abschloß.

ich möchte hier weniger auf die geschichtlichen Tatsachen eingehen, die zum Nichtangriffspakt führten, denn für die scheinst du eh wenig Beachtung gefunden zu haben.
Dior scheint es nicht in den Sinn zu kommen, weshalb die Stalinfürhung der 'Opposition' die Zusammenarbeit mit den Nazis vorwarf, aber selbst mit diesen paktierte (also zusammenarbeitete).
Hier sei nur gesagt: wäre Stalin tatsächlich ein Verbündeter Hitlers, so wäre er sichlich nicht so blöd, die offen zu machen. Warum? Nun die offizielle Meinung war: Nazi-Deutschland und UdSSR waren verfeindete Staaten - deswegen hatten die Werktätigen großes Ansehen für die Sowjetunion. Hätte Stalin also wirklich mit Hitler zusammengearbeitet, würde dieser ziemlich tief in der Sch**** stecken, weil er damit die Unterstützung breitester Bevölkerungsschichten nicht mehr hätte. Wenn mit Hitler zusammenarbeiten, dann im geheimen, damit die Öffentlichkeit nichts von merkt und somit das offizielle Bild unangetatstet bleibt. Und hier kommen wir nun zur 'Opposition' in der KpdSU. Die Stalinsche Fürhung, die nun mal auf dem Boden des M-L stand, behielt recht, der sozilaistische Aufbau war erfolgreich. Die Kritiken der Opposition, die sich meistens auf negative Einzelerscheinungn anknüpften - die aber auch von den 'Stalinisten' gesehen wurde und so gut es ging bekämpft wurde - und daraus ganze Polemiken und Angriffe gemacht wurden, ohne was gescheites herauszubrimngen, hatten keine Basis, keinen Halt mehr. Wenn die Oppositioon sich irgendwie erkenntlich zeigen wollte, dann über Terror, Sabotage etc. (hier heißt es aber nicht gleich, dass sie sofort mit den Nazis paktierten ... ehrlich gesagt war dies nur ein kleiner Teil der Opposition die das machte - es wird im übrigen von den Stalinisten nicht gesagt, dass jeder Oppositionelle mit den Nazis paktierte - allerhöchstens, dass alle OBJEKTIV den Nazis Hilfe leisteten). - aber halt auch durch Verbindungen mit dem Ausland!

Zitat:
weil man beim überhasteten Wirtschaftsaufbau allerlei technische Mängel verzapfte. Dies konnte man nicht eingestehen, ergo waren Saboteure am Werk. Fragt sich nur, wie dies im Beisein der Werktätigen möglich sein soll(te). Der "Witz" auch das Trotzki vom Ausland alles steuerte, wo doch viele Interna garnicht kennen konnte und zudem die SU hermetisch nach Außen abgeschottet war.

1. wurden technische Mängel durchaus anerkannt und nicht gleich sofort mit sabnotage in Verbinung gebracht. Oder hast du etwas sämtliche Reden von Stalin, Kirow, Kuibischew, Kallinin etc. gelesen, die das sagen? die aus jedem technischen und bürokratischen Fehler gleich ne Verschwörung sahen? Wie naiv du doch bist und wie wenig du über die Geschichte der Sowjetunion und ihre Probleme weist! (ich weiß es hört sich überheblich an, aber das ist nichts weiter als eine Einschätzung vobn mir - weil du immer den selben Müll laberst ohne in zu beweisen oder selbst mal drüber nachzudenken)
2. warum sollte Trotzki nicht alles vom Ausland gesteuert haben? So abgeschottet war die Sowjetunion nicht und zum anderen hatte man seine Informanten. Sicherlich konnte Trotzki nicht alles wissen, aber einen großen Teil mit sicherheit .... so hast du etwa keine Ahnung wie Geheimdienste arbeitemn?

Zitat:
Der Trotzkismus ist gewiß ähnlich autoritär wie der Stalinismus, schließlich ließ Trotzki die Kronstädter Aufständigen (z.B. auch Matrosen und Arbeiter) wie Rebhühner abknallen, um mal seinen Ausdruck zu gebrauchen. Daher ist auch seine Vorliebe für Räteherrschaft mit Vorsicht zu genießen, denn die Kronstädter Kurzherrschaft war schließlich die Inkarnation einer Räteherrschaft.

die Niederschlagung des Kronstädter Aufstands ist eine der Wenigen Sachen, wo ich trotzki recht geben muss.
Zum anderen war der Aufstand keine Inkarnation der Räteherrschaft, denn erstens wurde dieser Aufstand zum Teil von Weißgardisten provoziert, zum anderen war die Forderung 'Räteherrschaft ohne Bolschewiki' das Schlagwort. Hierzu sei gesagt: a) wenn man eine wirkliche 'liberale' Räteherrschaft will, ist es unliberal, die Bolschewiki auszuschließen, und b) waren die Bolschewiki die einzigen, die sich für die Räterepublik einsetzen.

Zitat:
So viele Berichte (links)
so viele Fragen
Bekanntlich steckt "der Teufel im Detail", also ist Punkt für Punkt zu überprüfen, inwieweit nun in den Einzelbereichen entweder Stalin oder Trotzki Recht hat.

aber selbst scheinst du zu diesen Berichten und Fragen nichts herausfinden zu können. Wie gesagt laberst du irgendwas daher, stellst 6 geschichtliche Ereigniosse so einfach in den Raum, die 1. gar nicht in den Themenkomplex passen und 2. du selber nicht auf diese Punkte eingehst, was wohl dazu führt, dass du selbst nicht weißt was du da laberst.
aber bitte, erkläre mir doch DU warum Stalin angeblich Tschankai Tschek unterstütze? Bitte eine umgehende fundierte Analyse!

Zitat:
Es ist ein Marxismus zu entwickeln, der diesen hohen Produktivkräften Rechnung trägt!

hier sei mal erwähnt: nur grade mal ein dutzend Staaten haben diese hohen Produktivkräfte entwickelt - viele andere Staaten sind noch unter dem Verhältnis von nRussland vor 1917! Somit ist der 'Stalinismus' nicht überholt!
Zum anderen glaube ich, dass kein 'Stalinist' dieses System 1 zu 1 auf beispielsweise Deutschland kopieren will, aber grundsätzliches stimmt auch heute noch überein!

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Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:16 

Beiträge: 122
Geschrieben: 30.10.2006 18:17

Ich würde dir raten, die Texte zu diesem Thema bei 'Red Channel' nicht nur zu lesen,
sondern richtig durchzuarbeiten, besonders die von William B. Bland verfassten,
z. B. zum Mord an Kirow, aber auch viele andere.

Wir müssen heute, wie ich meine, ganz nüchtern die Fakten betrachten; ideologische Grabenkriege zwischen 'Trotzkisten' und 'Stalinisten' bringen uns überhaupt nicht weiter.
Ich finde es auch erbärmlich, wie Anhänger der SAV, also Anhänger Trotzkis hier gleich, nur weil sie Trotzki gegen Stalin verteidigen und nicht umgekehrt, heruntergemacht werden.
Besonders die Überheblichkeit, mit der dies geschieht, finde ich schlimm. Aber ich habe auch das andere Extrem kennengelernt:

Ich war selbst einmal in einer trotzkistischen Gruppe, einer britischen (International Socialists), wo Stalin nur unter der Überschrift 'Verbrecher', 'Mörder' usw. abgehandelt wurde. Ich traf dann zufällig ein altes kommunistisches Ehepaar in Nordengland, das die Zeit damals bewusst miterlebte und die mich dazu bewegen konnten, aus dieser Gruppe auszutreten. Sie hatten große Achtung vor Stalin und vermittelten mir ein ganz anderes Bild.

Aber in der DKP erlebte ich dann genau das andere Extrem: Trotzkismus galt als Schimpfwort und Trotzkisten als Verräter oder 'Sektierer', 'Chaoten' usw.

Die Schimpfwörter und Abqualifizierungen dienen nur dem Zweck, sich vor einer wirklich unbefangenen, nüchternen Auseinandersetzung zu drücken, weil man befürchtet, dass die eigene Position unter der Last der Fakten zusammenbrechen könnte, dass sich erweisen könnte, dass das ideologische Fundament der Gruppe, zu der man sich voreilig bekannt hat, den Test der Zeit und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung nicht bestehen könnte. Aber Marxismus ist Wissenschaft, nicht eine Zweckideologie, sie keine Ersatzreligion oder ein Mythos!

Was wir brauchen, ist also eine nüchterne, an Fakten orientierte Bestandsaufnahme dessen, was tatsächlich passiert ist. Wir wollen die Wahrheit wissen. Sich darüber ein Bild zu verschaffen, ist - und so ist es mir ergangen - sehr mühsam und zeitaufwendig. Wir dürfen nicht Meinungen übernehmen (eine typisch deutsche Angewohnheit wie der Philosoph und Mathematiker Georg. Ch. Lichtenberg schon wusste), sondern müssen uns selbstständig die Fakten anhand guter Quellen und Dokumente erarbeiten und uns ein eigenes Bild machen. Wir dürfen nicht auf irgendwelche politischen Gruppen vertrauen, die sich bei ihrer Gründung auf eine Ideologie festlegen, die sie dann nicht mehr ändern und wie einen Schrein rein halten wollen.

Haben wir dies getan, könnte man die Ergebnis hier oder woanders vorstellen, unter Angabe verlässlicher Quellen, die kritisch geprüft und auf ihre Stichhaltigkeit abgeklopft wurden, unter Angabe der Gründe, weshalb man zu diesen und nicht zu anderen Ergebnissen gekommen ist. Das hätte Sinn und das würde auch Spaß machen! Man kommt dann nicht zu schnellen Ergebnissen, aber das ist nicht schlimm - Hauptsache, die Ergebnisse halten einer Überprüfung stand und entsprechen den tatsächlichen Geschehnissen! Das sind dann auch Ergebnisse, die den Test der Zeit überdauern und eine echte Orientierung vermitteln. Aber man braucht verlässliche Informationen, und an die heranzukommen, ist mit das größte Problem. Das ist ein ganz großes Problem. Wie an diese Informationen herankommen? Darüber könnte man sich hier oder woanders ebenfalls austauschen. Aber ich sagte schon, die Bland-Texte bieten gute Informationen. Bland war ein echter kommunistischer Wissenschaftler.

Ich glaube, dass es hier an diesem Ort schwierig ist, all dies zu leisten, weil dieses Forum eine bestimmte Richtung vertritt, die nicht angetastet werden darf. Die Verantwortlichen, auf deutscher Seite, für die Große Säuberung innerhalb der KPD in der UdSSR z.B. dürfen hier nicht genannt werden, Einzelschicksale abzuhandeln von ehemaligen KPD-Mitgliedern, die unschuldig im Gulag landeten oder sogar vom NKWD nach Geheimprozessen durch Troikas erschossen wurden, ist hier, wie man an den neuen Regeln, die uns hier genannt wurden, ablesen kann, nicht erwünscht. Man will die Große Säuberung weiterhin mit einem Tabu belegen, man erlegt Denkverbote auf, auch wenn man dies nicht offen zugibt und andere Dinge vorschiebt, aber es ist tatsächlich so.

Also kann es nur eine Lösung geben:

Sich einen neuen Ort zu suchen oder zu schaffen, wo eine solche freimütige Auseinandersetzung wirklich ohne Zensur möglich ist, wo es nicht gleich heißt, man wolle mit irgendeinem Beitrag nur 'provozieren'. Dies dürfte nicht schwierig sein, es ist ein rein organisatorisches Problem.

Da 'Red Channel' einen sehr guten Ansatz hat und der Betreiber sehr offen und auch sehr qualifiziert ist für die Moderation einer wirklich freien Diskussion, würde ich vorschlagen, dass er ein solches Diskussionsforum einrichtet.


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:16 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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Beiträge: 628
Geschrieben: 30.10.2006 18:56

Es ist nicht so dass wir hier Denkverbote auferlegen, wenn dann Einzelschicksalverbote.
Die Verantwortlich wussten dass es zu unnschuldigen Opfern und Übertreibungen kommen wird und mussten es aber in Kauf nehmen - aus dem einfachen Grund weil es KEINE ALTERNATIVE dazu gab.Deswegen bingt es nichts wenn man sich gegenseitig Einzelfälle an den Kopf wirft. Es gibt auch Personen die gesäubert gehört hätten und davongekommen sind - trotzdem ist hier denke ich niemand der Meinung dass man noch strenger hätte vorgehen sollen.
Deshalb haben wir die neuen Regeln weil so einfach niemand weiterkommt. Natürlich ist das bedauerlich wenn es Unschuldige erwischt, aber es ist tausendmal besser als eine SU die den zweiten Weltkrieg verloren hätte. Wenn du diese politische Beurteilung nicht teilst, dann kann man darüber diskutieren (melde dich doch an, der Chef von Red-Channel ist übrigens auch hier), das macht im Gegensatz zu Einzelfällen Sinn. Wenn man den Kapitalismus kritisiert zählt man ja auch nicht alle auf die wegen Bremsenversagen in nem Mercedes sterben...

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Die Andersdenkenden haben Rosa Luxemburg umgebracht - D.W.


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:17 

Beiträge: 122
Geschrieben: 30.10.2006 20:51

Nun ich möchte mal was zu den vorherigen Beitrag was sagen.
1. Bin ich SAV-Mitglied, ich fühlte mich aber in keinerweise angegriffen oder runtergemacht worden zu sein.
2. Ich habe heute zwi meiner Genossen gesagt das ich mir das Buch "Die Verschwörung kaufen werde, darauf sagte mir einer "Glaube aber nicht alles was steht" ich sagte nur darauf das ich nicht gläubig bin , aber das ich mir gerne auch anderswertig mir meine eigene Meinung bilden will, wenn es euch nicht passt, ist es eure sache, nicht mein Problem.
3. somit habe ich auch den Gen. Grünhorn schon seine Frage beantwortet, das ich es nicht als Angriff seinerseits ansehe, ich war aber auch gleich Hitzig gewesen und habe ihn gleich arrogant vorgeworfen, auch das ist nicht richtig gewesen!
So und nun noch eine andere Frage wenn ich mich hier anmelde, kostet es was, ich kenne mich da nicht so aus. Das frage ich deshalb weil ich Hartz IV-Empfänger bin und muss schon die Kostenfrage stellen.
Jubelnder Stern Gruß Moritz


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:17 
Administrator
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Beiträge: 4023
Geschrieben: 30.10.2006 21:21

Zitat:
1. Bin ich SAV-Mitglied, ich fühlte mich aber in keinerweise angegriffen oder runtergemacht worden zu sein.


Das kommt vor. Ich kenne auch ein paar SAVler, nette Leute. Smile

Zitat:
2. Ich habe heute zwi meiner Genossen gesagt das ich mir das Buch "Die Verschwörung kaufen werde, darauf sagte mir einer "Glaube aber nicht alles was steht" ich sagte nur darauf das ich nicht gläubig bin , aber das ich mir gerne auch anderswertig mir meine eigene Meinung bilden will, wenn es euch nicht passt, ist es eure sache, nicht mein Problem.


http://www.stalinwerke.de/verschw/verschw.html

Zitat:
So und nun noch eine andere Frage wenn ich mich hier anmelde, kostet es was, ich kenne mich da nicht so aus. Das frage ich deshalb weil ich Hartz IV-Empfänger bin und muss schon die Kostenfrage stellen.


Ja, es kostet Dich Zeit. Smile Ansonsten nichts.

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:18 

Beiträge: 122
Geschrieben: 31.10.2006 17:25

'Wenn man den Kapitalismus kritisiert, dann zählt man ja auch nicht all diejenigen auf, die wegen Bremsenversagen im Mercedes sterben'

Diese Bemerkung kann ich nur zynisch nennen!

Was unterstellt sie?

Sie unterstellt, dass all diejenigen, die unschuldig im Gulag landeten oder von NKWD-Troikas oder Militärgerichten durch die Jeschow- oder Malenkow-Leute kurzerhand erschossen wurden, darunter drei Viertel derjenigen KPD-Kader in der sowjetischen Emigration, die nicht von den Nazis in Deutschland verhaftet, in KZs zu Tode gequält oder 'auf der Flucht erschossen' wurden, Konterrevolutionäre waren! Denn nichts anderes kann mit 'Mercedesfahrern' gemeint sein.

Dann frage ich konkret, denn die Wahrheit ist es immer: War Fritz Schulte, der auf dem letzten ordentlichen KPD-Parteitag in Berlin-Wedding noch ins ZK gewählt wurde und Anhänger Ernst Thälmanns war und der 1938 von konterrevolutionären NKWD-Leuten erschossen wurde, ein 'Mercedesfahrer', also ein Kapitalist?

Dann frage ich, ob Hermann Schubert, der Thälmann-Freund, den Teddy für den Fall seiner Verhaftung zu seinem Nachfolger bestimmt hatte und der ebenfalls 1938 nach einem Geheimprozess wegen 'Trotzkismus' erschossen wurde, ebenfalls ein 'Mercedesfahrer', also ein Kapitalist oder 'Konterrevolutionär' war? Er Arbeiter und kam aus Hamburg.

Dann frage ich, ob Werner Hirsch, der Sekretär Ernst Thälmanns, der in den Gulag geschickt wurde, weil er angeblich 'Kontakt zu einer trotzkistischen Gruppe' (Wollenberg) gehabt haben soll und der 1940 entlassen wurde, aber schon durch die vielen Hungerstreiks, die er im Lager durchmachte, so entkräftet war, dass er an Herzschwäche im Moskauer Butirki-Gefängnis starb (der übrigens viele von Teddys Reden geschrieben hatte und im Cuxhavener Arbeiter- und Soldatenrat während der Novemberreovlution tätig war), ebenfalls ein 'Mercedesfahrer' war, der dieses Schicksal nicht anders verdient hat?

Dann frage ich, ob die 500 KPD-Leute und Antifaschisten, die 1940 an die Nazis ausgeliefert wurden und die dann teilweise in Deutschland ins KZ kamen oder im Gefängnis landeten, ebenfalls nichts anderes als dieses Schicksal verdient haben?

Warum darf von diesen Einzelschicksalen hier nicht die Rede sein? Wem soll es nützen, dies hier zu verschweigen? Wovor hat man konkret Angst, wenn dies hier Erwähnung findet?

'OPC' - nenn mir dein Motiv!


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:18 

Beiträge: 2008
Geschrieben: 31.10.2006 21:24


Zitat:
'Wenn man den Kapitalismus kritisiert, dann zählt man ja auch nicht all diejenigen auf, die wegen Bremsenversagen im Mercedes sterben'

Diese Bemerkung kann ich nur zynisch nennen!

Was unterstellt sie?

'OPC' - nenn mir dein Motiv!


Nein, hier wird nichts von OPC unterstellt. Dazu kenne ich ihn lang genug.
Ich vermute, Du hast OPC hier falsch verstanden. Auf keinen Fall ist er ein Zyniker.

Aber vielleicht möchtest Du es so verstanden wissen. Denn darauf baut sich erneut Deine ganze lange Anklageliste auf.

Ich habe Dir bereits letztens gesagt, dass keiner hier diese Opfer unter den deutschen Kommunisten anzweifelt und keiner wird deren Ermordung gut heißen. Es gibt hier keinen, der diese Opfer verhöhnt oder dergleichen will. Es will auch keiner, dass diese Menschen der Vergessenheit anheim geraten.

Doch, dann sollte dies in anderer Form erfolgen. Es hilft keinen von uns allen, auch Dir nicht, wenn Du ständig diese Anklageliste wiederholst und uns zu den Angeklagten machen willst.

Es gehört leider zu den Wahrheiten der Geschichte, dass derartiges geschah und keiner kann heute sagen, ob derartiges in Zukunft vermeidbar ist.

Ich wiederhole mich nochmals, wir wollen versuchen, zu verstehen, was damals geschah und ob es vermeidbar war oder auch nicht. So wie wir auch verstehen wollen, wie es zur Konterrevolution von 1989 kommen konnte.

Ein anderes Motiv hat sicher auch OPC nicht.

Aber vielleicht läßt Du uns mehr von Deinen Motiven wissen ...

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Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 17:19 

Beiträge: 462
Geschrieben: 31.10.2006 21:53

Die Gretchenfrage die unser lieber Arno Nyhm hier stellen möchte ist doch eine ganz andere, als die an der er sich hier entlang hangelt.


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