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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:29 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 02.11.2006 07:52

Es gibt da keine Lösung. Das erste Problem ist, daß es viel Zeit und vor allem Geld kostet, in den Archiven etc. zu forschen. Die Russen verlangen viel Geld, so daß Privatpersonen sich das nicht leisten können. Dann kommt man auch nicht an alles ran. Was die Birthler-Behörde z.B. der Forschung zugänglich macht, sind allermeist zensierte Versionen der Akten. Das nächste Problem ist, daß auf der Ebene von Geheimdiensten verständlicherweise wenig dokumentiert wird. Deswegen muß man sich mit dem Gedanken anfreunden, daß es viele Fragen gibt, die selbst bei Öffnung der Akten unklar bleiben.

Daß Mao für den japanischen Geheimdienst gearbeitet haben soll, kann man nicht ausschließen, wenn man bedenkt, daß z.B. auch Lenin für den deutschen Geheimdienst gearbeitet hat. Das ist kein Vorwurf, gegen beide nicht. In der Politik muß man zuweilen die Möglichkeiten nutzen, die man hat. Dennoch halte ich es für äußerst unwahrscheinlich, daß Mao für die Japaner gerarbeitet hat, denn er hatte (anders als Lenin) bereits die Wahl. Er konnte sich von der SU unterstützen lassen. Es ist nicht billig, in dieser Frühzeit der Revolution schon Maos Kontakte zu den Amerikanern als Argument ins Feld zu führen, weil das Bündnis zwischen China und den USA ein Produkt der späten Phase Maos waren, die im Grunde ein linksradikaler Reflex auf Chruschtschows Politik war. Es ist meine alte Rede, daß man bei Mao zwischen früher und später Periode unterscheiden muß.

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:29 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 02.11.2006 07:57

Zitat:
Achja?Weil es es jetzt gegen Mao geht?


Nein, ich habe keine feste Meinung zu Mao. Insbesondere da ich, über das allgemein bekannte hinaus, relativ wenig über ihn weiß.

Ich halte es nur für eine relevantere Fragestellung, ob einer der wichtigsten Führer der kommunistischen Bewegung heimlich mit einem Kriegsgegner paktiert hat als ob ein DDR-Politiker, der soweit mir bekannt ist, keinen größeren Einfluss auf die Weltgeschichte hatte, Obstbäume anbauen wollte und bei einigen Mitarbeitern unbeliebt war.

Wenn ein neuer Teilnehmer die Aufmerksamkeit auf eine Frage lenkt, von der ich noch nie gehört habe und sich dann noch auf eine Quelle bezieht, die für Red Channel akzeptabel war, halte ich das schon für einen wertvollen Beitrag, mit dem man sich weiter befassen könnte/sollte, wenn einen das Thema interessiert.

Zitat:
Ich fand den Hinweis von Woschod schon mal sehr interesssant, auf Stalin bezogen, da wird ein Buch empfohlen, und schon glaubt man es was dort drin steht, blos nicht weiter nachforschen, irgendetwas bleibt schon hängen.


Natürlich ist der Hinweis von Woschod sehr berechtigt. Nur, wie mit der Problematik umgehen? Alle Bücher und Artikel zu einem Thema lesen, dann auszählen, wieviele Autoren welchen Standpunkt vertreten? Ich halte die Frage der Systematik bei der Herangehensweise an historische Fragestellungen für eine der wichtigsten in diesem Zusammenhang. Deshalb auch meine Frage an Numa, wobei mich natürlich auch Antworten von anderen Teilnehmern interessieren würden.


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:30 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 02.11.2006 08:05

Zitat:
Es gibt da keine Lösung. Das erste Problem ist, daß es viel Zeit und vor allem Geld kostet, in den Archiven etc. zu forschen. Die Russen verlangen viel Geld, so daß Privatpersonen sich das nicht leisten können. Dann kommt man auch nicht an alles ran. Was die Birthler-Behörde z.B. der Forschung zugänglich macht, sind allermeist zensierte Versionen der Akten. Das nächste Problem ist, daß auf der Ebene von Geheimdiensten verständlicherweise wenig dokumentiert wird. Deswegen muß man sich mit dem Gedanken anfreunden, daß es viele Fragen gibt, die selbst bei Öffnung der Akten unklar bleiben.

Daß Mao für den japanischen Geheimdienst gearbeitet haben soll, kann man nicht ausschließen, wenn man bedenkt, daß z.B. auch Lenin für den deutschen Geheimdienst gearbeitet hat. Das ist kein Vorwurf, gegen beide nicht. In der Politik muß man zuweilen die Möglichkeiten nutzen, die man hat. Dennoch halte ich es für äußerst unwahrscheinlich, daß Mao für die Japaner gerarbeitet hat, denn er hatte (anders als Lenin) bereits die Wahl. Er konnte sich von der SU unterstützen lassen. Es ist nicht billig, in dieser Frühzeit der Revolution schon Maos Kontakte zu den Amerikanern als Argument ins Feld zu führen, weil das Bündnis zwischen China und den USA ein Produkt der späten Phase Maos waren, die im Grunde ein linksradikaler Reflex auf Chruschtschows Politik war. Es ist meine alte Rede, daß man bei Mao zwischen früher und später Periode unterscheiden muß.


Danke für die Antwort. Deine Anmerkungen zu Mao halte ich für sehr schlüssig. Natürlich auch die Beschreibung der Probleme bei historischen Recherchen. Bleibt aber trotzdem die Frage, wie sich in Diskussionen verhalten, wenn die Beweisführung für die eigene Position nicht hundertprozentig gesichert ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:31 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 02.11.2006 08:41

Ja, gute Frage: Wie soll man sich verhalten, wenn Idioten, die es gibt wie Sand am Meer, sich auf alles, was ein Indiz ist oder was sie für ein solches halten, stürzen, nur weil es ihnen in den Kram paßt? Wie anders soll man sich da verhalten, als eben darauf hinzuweisen. Ich habe immer gesagt, daß diese Leute nicht ihr Weltbild nach ihren Urteilen einrichten, sondern umgekehrt ihr Urteil nach ihrem Weltbild.

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:31 
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Geschrieben: 02.11.2006 09:55

Und da wären wir bei dem gundsätzlichen Problem, lohnt es sich überhaupt hier zu diskutieren, lohnt sich dieser Faden? Was können wir damit erreichen?

Ich winke inzwischen bei "Stalinismus"-Diskussionen ab. Wenn mir jemand damit kommt, das Stalin 50 Millionen Russen umgebracht hat, dann kann ich den nicht von was anderem überzeugen.

Von der KPD(B) gibt es eine interne Broschüre zum Thema Stalin. Prima, verständlich und logisch geschrieben. Die habe ich einem aus meiner Klasse zum lesen gegeben. Der meinte danach kopfschüttelnd, er sieht das alles ein bisschen anders. Dem kann ich auch nicht mit Ludo Martens überzeugen, dabei steht er uns als Kommunisten näher als viele andere hier.

Ich halte diesen ganzen MLPD-Faden für vergebliche Liebesmüh. Wenn wir ein Thema halbwegs geklärt haben, wird etwas neues aus der Mottenkiste rausgekramt. Siehe Stoph. Arno Nym geht es nicht darum, etwas zu begreifen, der ist davon überzeugt, wie schlecht wir "Stalinisten" sind und er wird immer etwas finden, um uns (oder besser sich) das zu beweisen.

Was solls? Haben wir das nötig?

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:31 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 02.11.2006 14:35

Danke für das Stichwort. Der Faden ist verschoben.

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:32 

Beiträge: 2008
Geschrieben: 02.11.2006 18:23
Zitat:
Gibt es für dieses Problem einen praktikablen Lösungsvorschlag bei den Klassikern oder anderswo? Eigentlich müsste These-Antithese-Synthese weiterhelfen können, aber wie würde das praktisch aussehen, wenn man z.B. herausfinden will, ob Mao irgendwie mit den Japanern kooperiert hat?


Ich empfehle die Methode: Geduld und Ausdauer.

Sie bedingt, dass man nicht mit einer Meinungsäußerung, mit einer genannten Literaturstelle, mit einem Zitat gesellschaftliche Prozesse über einen langen Zeitraum erklären kann. Erst recht nicht ist es möglich, dass man daraus brauchbare Schlußfolgerungen ziehen kann.

Es gab auf alle Fragen niemals sofort eine Antwort und es wird auch zukünftig nicht auf jede Frage sofort eine Antwort geben. Um etwas wissenschaftlich zu untersuchen, brauche ich Untersuchungsmaterial. In unserem Fall historische Fakten. Diese zu sammeln kann dauern - auch bei den heutigen Möglichkeiten der Informationstechnik und Technologie. Alle wünschenswerten Informationen wird man letztendlich nicht erhalten.

Der nächste und genauso wichtige Schritt ist die Bewertung der Informationen. Dies setzt erneut Geduld voraus. Schließlich muss man sich das Wissen und die Fähigkeiten aneignen, die gesammelten Informationen auswerten zu können. Hinzukommt eine bestimmte (politische) Lebenserfahrung und ein mit der Zeit geformter Standpunkt. Beides ist nicht an einem Tag zu gewinnen.

Eine Auseinandersetzung mit dem Für und Wieder einer Frage kann von anfänglicher Ratlosigkeit und Verzweiflung dennoch zu zunehmener Erkenntnis und richtiger Einschätzung führen. Bis dahin wird man auf viele Fragen zunächst keine Antwort finden. Viele Fragen beantworten sich auch erst im Laufe eines längeren Lebens.

Also Kopf hoch, nicht durch diese Situation entmutigen lassen und auch nicht durch Fragesteller - besonders nicht durch Provokateure. Immer wieder ran an die ideologische Front. Mit der Zeit kannst Du nur besser werden. Stern mit Nelke

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:33 

Beiträge: 236
Geschrieben: 02.11.2006 21:10

Ich hab wie Woschod in der Beziehung auch schon kapituliert, ich versuch deswegen bei allem die grundsätzlichen Dinge, die theoretischen Aussagen rauszusuchen und zu beurteilen. Was meint die Kollektivierung, den Übergang zur sozialistischen Großproduktion. Unter welchen Umständen sind welche Zwangsmittel erlaubt/nötig?? So geh ich auch bei Trotzki ran, was unterscheidet ihn ideologisch von Stalin? Ist der Sozialismus tatsächlich nur auf der ganzen Welt durchsetzbar? Siehe dazu meinen Beitrag am Anfang des Fadens. Aber aufpassen man darf nicht zu abgehoben werden, gut hier im Forum ist das nicht so schlimm, die Leute sind ja prinzipiell an der Unterhaltung interessiert, wenn man zu abgehoben wird, wird das gesagt und man diskutiert weiter. Das ist bei den meisten Menschen anders.

Wenn jemand doch mal über konkrete Geschichte diskutieren wollen mach ich das gerne, aber wer tut das schon, dann nehme ich meist logische Argumente. Wenn Lenin tatsächlich so grausam und so brutal im Bürgerkrieg vorging, wie gelang es ihm eben diese Bauern und das Volk auf seine Seite zu ziehen. Ist es nicht viel eher möglich, dass er sah, was die Leute wirklich wollten, siehe Bodenreform, Frieden. Dann erklär ich denen dass die Armee des Zaren ja aus Bauern bestand, das streitet niemand ab, logisch das die nach Hause wollten, ging es den Höfen doch bei der geringen Mechanisierung schlecht ohne den Hauptarbeiter.
Damit erziel ich Erfolge, vor allem das erwähnte Lenin Beispiel leuchtet vielen vernünftigen Menschen ein.

Man kann auch von niemanden erwarten sein Weltbild an einem Tag zu ändern. Aber es is immer wieder bereichernd und schön.


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:33 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Geschrieben: 02.11.2006 21:22

vielleicht mal an dieser Stelle, was die Frage angeht, ob Mao mit dem japanischen Geheimdienst arbeitete oder nicht.
Der anonyme User hat dann auf einen Vermerk von Wladimirow verwiesen. Von einigen anderen Teilnehmern des Forum kam sofort ne ablehnende Haltung und Woschod hat dies mit einem Vorwurf gleichgesetzt, dass in einem Buch behauptet wird, dass Stalin ein Agent des Zaren war.
Letzeres kann ich nicht bestätigen, weil ich das Buch nicht kenne und da ist es wichtig heruaszufinden, worauf sich der Autor des Buches stützt, welc he Quellenangabe er benutzt.
Bei Wladimirow sieht es da ein bisschen anders aus. Seine Schilderungen habe ich großteils gelesen und er wirkt durchaus glaubwürdig. zum anderen: Pjotr P. Wladimirow war von 1938 bis 1942 Korrespondent der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS in Asien. Später arbeitete er als Verbindungsoffizier der Komintern im Hauptquartier des Zentralkomitees der KP China in Jenan und blieb gleichzeitig TASS-Korrespondent für militärische Angelegenheiten. Im November 1945 kehrte er in seine Heimat zurück. Also durchaus kein Amntikommunist, also auch einer der keinen Grund sah einfach was gegen Mao auszusagen um selbst Profit daraus zu schlagen. Aber das nur nebenbei. (wobei auch ein Antikommunist nicht gleich unrecht haben muss, nur weil er Antikommunist ist)
Ob tatsächlich Wladimirows Aussagen stimmen oder ob er sich irrte, kann natürlich keiner sagen, aber es ist auch ein Indiz dem nachzugehen.
Zumindest war die Rede davon, dass er ein Dokument diesbezüglich erhalten hat. Wenn man dieses Dokument finden würde (wenn schon nicht gefunden), dann ist die These durchaus richtig, dass Mao mit den Japaner ne gemeinsame Sache durchführte. Wie dies politisch und taktisch zu beurteilen ist, ist eine andere Sache.

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:34 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 03.11.2006 17:40

Zitat:
Gibt es für dieses Problem einen praktikablen Lösungsvorschlag bei den Klassikern oder anderswo? Eigentlich müsste These-Antithese-Synthese weiterhelfen können, aber wie würde das praktisch aussehen, wenn man z.B. herausfinden will, ob Mao irgendwie mit den Japanern kooperiert hat?

Ich empfehle die Methode: Geduld und Ausdauer.

Sie bedingt, dass man nicht mit einer Meinungsäußerung, mit einer genannten Literaturstelle, mit einem Zitat gesellschaftliche Prozesse über einen langen Zeitraum erklären kann. Erst recht nicht ist es möglich, dass man daraus brauchbare Schlußfolgerungen ziehen kann.

Es gab auf alle Fragen niemals sofort eine Antwort und es wird auch zukünftig nicht auf jede Frage sofort eine Antwort geben. Um etwas wissenschaftlich zu untersuchen, brauche ich Untersuchungsmaterial. In unserem Fall historische Fakten. Diese zu sammeln kann dauern - auch bei den heutigen Möglichkeiten der Informationstechnik und Technologie. Alle wünschenswerten Informationen wird man letztendlich nicht erhalten.

Der nächste und genauso wichtige Schritt ist die Bewertung der Informationen. Dies setzt erneut Geduld voraus. Schließlich muss man sich das Wissen und die Fähigkeiten aneignen, die gesammelten Informationen auswerten zu können. Hinzukommt eine bestimmte (politische) Lebenserfahrung und ein mit der Zeit geformter Standpunkt. Beides ist nicht an einem Tag zu gewinnen.

Eine Auseinandersetzung mit dem Für und Wieder einer Frage kann von anfänglicher Ratlosigkeit und Verzweiflung dennoch zu zunehmener Erkenntnis und richtiger Einschätzung führen. Bis dahin wird man auf viele Fragen zunächst keine Antwort finden. Viele Fragen beantworten sich auch erst im Laufe eines längeren Lebens.

Also Kopf hoch, nicht durch diese Situation entmutigen lassen und auch nicht durch Fragesteller - besonders nicht durch Provokateure. Immer wieder ran an die ideologische Front. Mit der Zeit kannst Du nur besser werden. Stern mit Nelke



Das ist sicher eine gute Herangehensweise. Vielen Dank!


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:35 

Beiträge: 45
Geschrieben: 03.11.2006 23:06

Zitat:
vielleicht mal an dieser Stelle, was die Frafge angeht, ob Mao mit dem japanischen Geheimdienst arbeitete oder nicht.
Der anonyme User hat dann auf einen Vermerk von Wladimirow verwiesen. Von einigen anderen Teilnehmern des Forum kam sofort ne ablehnende Haltung und Woschod hat dies mit einem Vorwurf gleichgesetzt, dass in einem Buch behauptet wird, dass Stalin ein Agent des Zaren war.
Letzeres kann ich nicht bestätigen, weil ich das Buch nicht kenne und da ist es wichtig heruaszufinden, worauf sich der Autor des Buches stützt, welc he Quellenangabe er benutzt.
Bei Wladimirow sieht es da ein bisschen anders aus. Seine Schilderungen habe ich großteils gelesen und er wirkt durchaus glaubwürdig. zum anderen: Pjotr P. Wladimirow war von 1938 bis 1942 Korrespondent der sowjetischen Nachrichtenagentur TASS in Asien. Später arbeitete er als Verbindungsoffizier der Komintern im Hauptquartier des Zentralkomitees der KP China in Jenan und blieb gleichzeitig TASS-Korrespondent für militärische Angelegenheiten. Im November 1945 kehrte er in seine Heimat zurück. Also durchaus kein Amntikommunist, also auch einer der keinen Grund sah einfach was gegen Mao auszusagen um selbst Profit daraus zu schlagen. Aber das nur nebenbei. (wobei auch ein Antikommunist nicht gleich unrecht haben muss, nur weil er Antikommunist ist)
Ob tatsächlich Wladimirows Aussagen stimmen oder ob er sich irrte, kann natürlich keiner sagen, aber es ist auch ein Indiz dem nachzugehen.
Zumindest war die Rede davon, dass er ein Dokument diesbezüglich erhalten hat. Wenn man dieses Dokument finden würde (wenn schon nicht gefunden), dann ist die These durchaus richtig, dass Mao mit den Japaner ne gemeinsame Sache durchführte. Wie dies politisch und taktisch zu beurteilen ist, ist eine andere Sache.


Naja, so wie Du es wieder sagst? Sieht es wieder anders aus.Wo würde ich das Buch herbekommen? Wenn man aber nun nicht dieses Dokument gefundet hat? Muss es in Frage gestellt werden? heißt es nicht immer in Zweifel des Angeklagten?:) Und hier ist es nun mal Mao.Ich will aber nicht leugnen, da ich kein beweis habe, dass Mao für den Geheimdienst gearbeitet hat? Aber es wäre trotzdem angebracht weiterhin Forschungen an- zustellen.Numa sprach hier von der Birthler-BND-Zentrale (Meine bezeichnung) Wo Unschuldige zu Schuldige verurteilt wurden. An dieser stelle muss ich aber hinzusagen bzw, fragen ?Seit wann sind IM oder Mitarbeiter des MFS als Schuldig zu bezeichnen? Wenn sie in Absicht für eine Sache gekämpft haben, für den Sozialismus. Und mit vor und Verurteilung bin schon deshalb ein bisschen vorsichtig geworden, seit den Fall mit E. Honnecker,- wo man ihn verrat vorgeworfen hat an eine andere Antifaschistin-und Kommunistin. Und sehe da es meldete sich eine Zeugin die das gegenteil beweisen konnte.Aber nicht so trotz bin ich gerne weiterhin bereit in diesen Forum zu sein und mein Maosenf dazu zu geben. KDVR UdSSR


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:35 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 04.11.2006 08:44


Zitat:
Numa sprach hier von der Birthler-BND-Zentrale (Meine bezeichnung) Wo Unschuldige zu Schuldige verurteilt wurden. An dieser stelle muss ich aber hinzusagen bzw, fragen ?Seit wann sind IM oder Mitarbeiter des MFS als Schuldig zu bezeichnen?

Ich verstehe den Sinn deiner Frage nicht ganz, vor allem in Bezug auf meine Aussage. Über die Birthler-Behörde habe ich lediglich gesagt, daß sie nur rausgibt, was eine bestimmte politische Tendenz untermauert. Was politische verfänglich und ihren Interessen nicht dienlich ist, wird geschwärzt oder gleich einbehalten. Als "schuldig" habe ich MfS-Mitarbeiter nicht bezeichnet. Das würde ich auch nie tun. Denn erstens braucht man für einen Schuldspruch eine Rechtsgrundlage, die hier nicht vorhanden ist. Und zweitens kommt in einem solchen eine allgemeine Mißbilligung einer Person zum Ausdruck. Ich mißbillige aber keine Mitarbeiter des MfS.

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:36 

Beiträge: 45
Geschrieben: 04.11.2006 12:17

Zitat:
Numa sprach hier von der Birthler-BND-Zentrale (Meine bezeichnung) Wo Unschuldige zu Schuldige verurteilt wurden. An dieser stelle muss ich aber hinzusagen bzw, fragen ?Seit wann sind IM oder Mitarbeiter des MFS als Schuldig zu bezeichnen?

Zitat:
Ich verstehe den Sinn deiner Frage nicht ganz, vor allem in Bezug auf meine Aussage. Über die Birthler-Behörde habe ich lediglich gesagt, daß sie nur rausgibt, was eine bestimmte politische Tendenz untermauert. Was politische verfänglich und ihren Interessen nicht dienlich ist, wird geschwärzt oder gleich einbehalten. Als "schuldig" habe ich MfS-Mitarbeiter nicht bezeichnet. Das würde ich auch nie tun. Denn erstens braucht man für einen Schuldspruch eine Rechtsgrundlage, die hier nicht vorhanden ist. Und zweitens kommt in einem solchen eine allgemeine Mißbilligung einer Person zum Ausdruck. Ich mißbillige aber keine Mitarbeiter des MfS.



Man, Ich mache mal hinter "Numa sprach" einen fetten Punkt, alles danach ist eine Einschätzung von mir! Was die Birthler-Kanabe-Behörde angeht. Um zu Mao nochmal zu kommen, ich bin schon Interessiert was spricht für und was spricht gegen ihn? Was also nicht heißen soll das ich unkritisch gegen Mao bin. Deshalb wollte ich ja auch wissen wo man was zu lesen bekommt über den Wladimirow.


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 21:36 

Beiträge: 50
Geschrieben: 06.12.2006 15:57

Zitat:
Und da wären wir bei dem gundsätzlichen Problem, lohnt es sich überhaupt hier zu diskutieren, lohnt sich dieser Faden? Was können wir damit erreichen?

Ich winke inzwischen bei "Stalinismus"-Diskussionen ab. Wenn mir jemand damit kommt, das Stalin 50 Millionen Russen umgebracht hat, dann kann ich den nicht von was anderem überzeugen.



Tja, das ist wohl ein Problem, was viele von uns haben, wenn die Frage "Stalin" aufgeworfen wird. Ich für meinen Teil denke, dass eine Aufarbeitung der "Stalin-Frage" unumgänglich ist, vor allem für den Teil der Menschen, die sich als Kommunisten ansehen.

Das ist zunächst eine Behauptung. Nun kommt die Begründung: In der Vergangenheit und Gegenwart gibt es wohl einige Menschen, die sich als Kommunisten verstehen. Es gibt unzählige Gruppen, die sich hier und da spalten. Wir sind uns einig, dass wir in Hinblick auf die Organisierung des Proletariats eine starke Partei brauchen. Nun, ein entscheidender Punkt, warum es nicht klappt, liegt vor allem an unserer "Stalin-Frage".

Auch im Hinblick auf die zunehmende Faschisierung der bürgerlichen "Demokratie", gewinnt die Notwendigkeit einer starken Partei und damit einhergehend die Notwendigkeit der Antwort auf unsere Frage immer mehr an Bedeutung.

Meine Begründung für die Relevanz der Stalin-Frage enthält auch eine Behauptung. Nämlich die, dass die Stalin - Frage eine besonders herausragende Rolle für die Formierung einer starken Kommunistischen Partei spielt.

Nun gut, auch diese Frage möchte ich beantworten, aber in einer uns aus der Praxis bekannten Art und Weise.

-> Der Sozialismus hat in Russland nicht funktioniert.
-> Ja, es hat funktioniert, aber es wurden so viele Menschen umgebracht.
-> Ja, es hat funktioniert, aber nur aufgrund einer ZWANGSkollektivierung.
-> Hitler-Stalin Pakt wird angeführt mit der Konsequenz-> Hitler = Stalin!
-> nun die Liste ließe sich fortlaufend ergänzen.


Ganz nach dem Motto "Spalten und regieren" werden wir Kommunisten, egal ob Trotzkisten oder Stalinsten werden wir auseinandergetrieben.

Die Stalin - Frage muss gelöst werden. Daran geht kein Weg vorbei. Auch in Anbetracht der Mediengesellschaft ist es um dringender, die Kräfte zu bündeln, um dem System überhaupt etwas entgegen zu setzen.

Abschließend möchte ich natürlich auch anregen, die Frage zu lösen. Das Forum bietet eine Möglichkeit einzelnen Fragen mit allen zusammen zu diskutieren. Die Lösung für unsere Frage muss jedoch anders gelöst werden.

Man müsste alle Quellen, alle bereits geschriebenen Werke, alle verleumderischen Werke heranziehen und abschließend zusammentragen.


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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Fr 15. Aug 2008, 21:08 
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Ich diskutiere schon seit längerer Zeit mit einem Funktionär der MLPD.
Unser Hauptthema: DDR und Sowjetunion.
Der ist doch tatsächlich der Meinung, dass der Ostblock Kapitalistisch war. :spinner:
Wir diskutieren und diskutieren... und der will von seiner Meinung einfach nicht los lassen.
Wünscht mir viel glück, dass ich`s schaffe. :redstar160: :redstar161:

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Fr 15. Aug 2008, 22:16 
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Das schaffst Du nicht. Nicht bei einem Funktionaer der MLPD. Da reibst Du Dich nur sinnlos auf. Die sind so, bei der MLPD.

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 16. Aug 2008, 07:03 

Beiträge: 2008
@Kevin: Kann ich nur bestätigen. Diese Diskussion mit der MLPD oder KPD/RF kannst Dir sparen. O.k., wenn Du viel Zeit zum verschenken hast, kannste Dir den Spaß gern machen. Nur Du mußt immer wissen, dass da nichts in den Köpfen zu verändern ist.
Also, warum die Zeit verschwenden. Es gibt doch noch soviel interessante und schöne Dinge im Leben, die es lohnen zu investieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 16. Aug 2008, 09:22 
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Beiträge: 68
gewe hat geschrieben:
@Kevin: Kann ich nur bestätigen. Diese Diskussion mit der MLPD oder KPD/RF kannst Dir sparen. O.k.,

KPD/RF? Meinst du damit die KPD(Die Rote Fahne)?? www.k-p-d-online.de
Die erkennen den Ostblock doch im Gegenteil von der MLPD an!

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 16. Aug 2008, 13:00 
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Beiträge: 4023
Kevin hat geschrieben:
KPD/RF? Meinst du damit die KPD(Die Rote Fahne)?? http://www.k-p-d-online.de
Die erkennen den Ostblock doch im Gegenteil von der MLPD an!


Eine kommunistische Partei sollte schon mehr drauf haben, als die DDR anzuerkennen.

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 16. Aug 2008, 14:03 
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Beiträge: 68
Haben die nicht mehr drauf?

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 Betreff des Beitrags: Re: MLPD
BeitragVerfasst: Sa 16. Aug 2008, 14:17 
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Beiträge: 4023
Kevin hat geschrieben:
Haben die nicht mehr drauf?


Keine Ahnung, ich habe mit denen nichts zu tun. Schau Dir ihr Programm und ihre Zeitung an und entscheide selber.

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