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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: Mi 28. Mär 2007, 13:23 
Salonbolschewist
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Beiträge: 1077
Ich erlaube mir, da es neulich andernorts Diskussionsgrundlage war, an dieser Stelle die Frage nach der absehbaren/warscheinlichen Entwicklung in der BRD der kommenden 10-15 Jahre zu stellen. Abgesehen davon, dass wir alle keine Glaskugel daheim haben, lässt sich bestimmt einiges in Ansätzen erkennen. Ich freue mich auf Antworten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: Mi 28. Mär 2007, 13:23 

Beiträge: 21
Ich habe wenig Hoffnung für die westlich "zivilisierte" Welt. Wenns wo passiert, dann meiner Meinung nach im Osten. Die Leute in Mitteleuropa nörgeln zwar,aber für ne Revolution gehts ihnen immer noch zu gut. Die müssen schon extremst Hunger leiden, bevor sie was unternehmen. Und selbst dann hätten sie noch Angst vor dem Sozialismus. Die bürgerliche Propaganda war ja fleißig. Die Leute,teilweise von selbsterannten Pseudoarbeiterparteien enttäuscht, fallen dann reihenweise (Rechts-)Populisten in die Hände, im Glauben, die würden ne Alternative darstellen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: Mi 28. Mär 2007, 13:23 

Beiträge: 2008
Die Gegenwart ist die Grundlage für die Zukunft und die wird in Ostdeutschland eher tiefbraun, wenn man heutiger yahoo-Nachricht glauben will:

Wachsende Zukunftsangst im Osten Deutschlands
Dienstag 16. Januar 2007, 18:49 Uhr

http://de.news.yahoo.com/16012007/3/wac ... lands.html

"Berlin (dpa) - Die Lebenszufriedenheit der Ostdeutschen hat nach dem aktuellen Sozialreport der Volkssolidarität im Jahr 2006 einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nur noch 39 Prozent der rund 900 Befragten waren demnach mit ihrem Leben zufrieden. Im Jahr 2000 waren es noch 59 Prozent.

Insgesamt erreiche das Unzufriedenheits-Potenzial in den neuen Bundesländern seit der Wende einen historischen Höchststand, sagte Gunnar Winkler, Präsident des Sozialverbandes Volkssolidarität, am Dienstag in Berlin. Diese Stimmungslage könne die Stabilität im Osten langfristig gefährden. Der Verband halte die Entwicklungen im Bereich Rechtsextremismus bereits jetzt für bedrohlich. ...

... Die Zukunftsängste haben nach Angaben der Sozialforscher im Vergleich zu den Reports der vergangenen 15 Jahre drastisch zugenommen. Zeigten sich im Jahr 2000 noch 42 Prozent der Befragten mit ihren Zukunftsaussichten zufrieden, waren es im Juni 2006 weniger als 20 Prozent, heißt es in der Studie, die vom Sozialwissenschaftlichem Forschungszentrum Berlin-Brandenburg erstellt wurde.

Insbesondere ältere Bürger zwischen 50 und 60 Jahren blickten eher mit Sorge auf ihren Lebensabend, sagte Winkler. Ursachen für die Ängste sieht er in der hohen Arbeitslosigkeit, gebrochenen Arbeitsbiografien und Reformdebatten der Bundesregierung. «Der Umbau des Sozialstaats wird in Ostdeutschland als Angriff auf den Lebensstandard gewertet», betonte Winkler.

Die Sozialdebatten haben nach Ansicht der Volkssolidarität dazu beigetragen, das subjektive Vertrauen in wichtige gesellschaftliche Institutionen bei den Ostdeutschen weiter zu untergraben. 92 Prozent der Interviewten gaben an, entweder kein oder nur wenig Vertrauen in den Bundestag zu haben. Auch für die Bundesregierung liegen die Misstrauens-Werte bei rund 90 Prozent. ...

... Auf die Aussage «Ich möchte am liebsten die DDR wiederhaben» antworteten 15 Prozent der Befragten mit «Ja». "

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: Sa 3. Nov 2007, 16:11 

Beiträge: 22
Um die zukünftige Entwicklung im allgemeinen beschreiben zu können reicht es aus das Manifest der Kommunistischen Partei gelesen zu haben, ob gründlich oder nicht spielt hierbei keine große Rolle, denn der Sieg des Sozialismus, begründet sich auf die Entwicklung des Imperialismus selbst, der diese Gesellschaft geschaffen hat, in der sich der Weg zum Sozialismus, durch die Notwendigkeit des gewaltsamen Umsturz, als logische Schlussfolgerung dessen erweißt, was sich in den heutigen Klassengegensätzen erkennen lässt. Um einen genaueren Zeitraum nach der zukünftigen Entwicklung zu untersuchen, ist es notwendig neben den aktuellen gesellschaftlichen und damit verbundenen politischen sowie wirtschaftlichen Verhältnissen auch die geschichtlichen Verhältnisse zu betrachten wie es Marx und Engels in ihren Schriften getan haben. Die historische Existenz der sozialistischen Staaten wurde durch den zeitweiligen Sieg der Konterrevolution nicht beendet sondern nur über einen nicht mehr lange andauernden Zeitraum aufgehoben. Die sozialen Gegensätze können nicht durch wisssenschaftliche Fortschritte in der Produktion der lebensnotwendigen Waren gebremst werden oder gar aufgehoben werden sondern bleiben weiter bestehen. Durch durch industrielle und maschinelle Fortschritte wird die Notwendigkeit der Arbeit geringer, wodurch der Wert der Ware Arbeitszeit abnimmt, dessen Konsequenz nur Massenarbeitlosigkeit und Lohnsenkungen sein können. Wir befinden uns, besonders im ehemaligen und zukünftigen Ostblock, in unaufhaltbaren sozialen Gegensätzen welche nicht durch Reformen sondern nur durch die Revolution beendet werden können. Die durch die kapitalistischen Verhältnisse bedingte ökologische Krise, die Angriffskriege der mächtigen Staaten aus wirtschaftlichen Gründen und zur Verbreitung ihrer wahrheitsverfälschenden Ideologie und die Ausbeutung der Menschen weltweit auch außenpolitisch gesehen werden, wenn sie nicht rechtzeitig beendet werden, zu einem Dritten Weltkrieg führen, der durch seine zahlreichen Opfer und durch andauernde Hüngersnöte zum Sieg des Sozialismus in Osteuropa, Lateinamerika, Asien und Afrika und ungefähr ein halbes Jahrhundert später zum Sozialismus in den USA und damit zur Weltrevolution führen werden. Zeitgleich mit dem Sozialismus in den USA werden die ersten Staaten den Kommunismus, also die entgültige Beseitigung der Klassen, entwickeln.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: So 4. Nov 2007, 12:34 
Held der Arbeit
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Beiträge: 286
juhu!
dann bin ich ja frohen mutes.
abwarten und bier trinken.
es dauert nicht mehr lang zum sozialismus! :redstar164:

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Bild ich liebe die liebe, die liebe liebt mich. und die, die ich liebe, die liebt auch mich! Bild


Otto Grotewohl, Ministerpräsident der DDR, zum 17. Juni 1953:
"Viele klassenbewußte Arbeiter, die Zeugen der Ereignisse des 17. Juni waren, erklärten: Wir haben manchen Streik erlebt, aber wo Arbeiterheime zerstört, volkseigene Geschäfte geplündert und rote Fahnen heruntergerissen und verbrannt werden, dort kann von einem Kampf um Arbeiterinteressen nicht mehr die Rede sein, dort ist der Klassenfeind am Werk."
("Otto Grotewohl - Im Kampf und die einige Deutsche Demokratische Republik - Reden und Aufsätze, Auswahl aus den Jahren 1945-1953", Dietz Verlag Berlin, 1954, Band III, S. 436/437)


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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: So 4. Nov 2007, 13:17 
Literat

Beiträge: 2947
Wenn das alles schon so genau feststeht, dann läßt sich ja vielleicht auch ein genaues Datum erfahren. Das wäre sehr praktisch, denn ich könnte dann in der Woche vor der Revolution noch mal Bananen kaufen. Die werden danach bestimmt wieder teuer sein.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: So 4. Nov 2007, 13:32 

Beiträge: 2008
Na dann ... in diesem Sinne auf ein Bier, 9 Uhr nach der Revolution im Kelch. :redstar153:

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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: So 4. Nov 2007, 13:53 
Literat

Beiträge: 2947
Eigentlich wollte ich gerade aus gegebenen Anlaß den "Mathematik der Krise"-Faden verlinken, aber irgendein Genie hat den gelöscht bzw. nicht ins neue Forum übertragen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: So 4. Nov 2007, 19:18 
Administrator
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Beiträge: 4023
NumaPompilius hat geschrieben:
Eigentlich wollte ich gerade aus gegebenen Anlaß den "Mathematik der Krise"-Faden verlinken, aber irgendein Genie hat den gelöscht bzw. nicht ins neue Forum übertragen.


An dem hab ich auch gedacht. :) Ist er im alten Forum noch da?

Ich trinke übrigens kein Bier, ich würde dann eine Brause vom VEB CocaCola köpfen.

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: So 4. Nov 2007, 19:29 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Ist er im alten Forum noch da?

Ist das alte Forum noch da? Ich dachte, es sei gelöscht.

EDIT: Ich habs gefunden. Dieser Thread ist es. Hat wer Lust, den zu übertragen? Eine Perle des alten Forums! 10,0 in der B-Note.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: Mo 5. Nov 2007, 19:20 

Beiträge: 2008
Woschod hat geschrieben:
[Ich trinke übrigens kein Bier, ich würde dann eine Brause vom VEB CocaCola köpfen.


Wie oft muß ich Dir noch sagen, dass Du von Cola schwarze Füße bekommst ... :opa:
Ich stehe mehr auf Nordhäuser Doppel. Klare und kalte Verhältnisse - wie in Sibirien ... und die Leber hat auch was davon. :baeh:

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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: So 27. Jan 2008, 18:07 

Beiträge: 134
Es ist durchaus möglich, das hierzulande noch mal eine Revolution statt findet. Ob friedlich oder nicht, mag ich nicht beurteilen. Dabei denke ich aber, das sie eher wieder auf ostdeutschen Boden stattfindet: denn...

Slavia hat geschrieben:
Die Leute in Mitteleuropa nörgeln zwar,aber für ne Revolution gehts ihnen immer noch zu gut. Die müssen schon extremst Hunger leiden, bevor sie was unternehmen. Und selbst dann hätten sie noch Angst vor dem Sozialismus. Die bürgerliche Propaganda war ja fleißig. Die Leute,teilweise von selbsterannten Pseudoarbeiterparteien enttäuscht, fallen dann reihenweise (Rechts-)Populisten in die Hände, im Glauben, die würden ne Alternative darstellen.
sie hat es sehr trefflich formuliert. :daumen:

Das die Richtung im Osten eher ins tiefbraune übergeht, sehe ich zwar als große Gefahr. Aber für die meisten ist es auch eine Trotzreaktion auf die politische Situation (z.B. Wahlen zum sächsische Landtag), da sie keine vernünftige Alternanitve sehen.
Es gibt nur eins, KÄMPFEN! :redstar164:


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 Betreff des Beitrags: Re: Zukünftige Entwicklung hierzulande?
BeitragVerfasst: Do 4. Sep 2008, 20:13 
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Beiträge: 82
Freddie hat geschrieben:
.....
Es gibt nur eins, KÄMPFEN! :redstar164:

Irgendwie erinnert mich dieser Satz an Phrasendrescherei vergangener Zeiten. :huepf:
@ Freddie Das ist nicht gegen dich persönlich gemeint.
Aber solche Parolen bringen doch heutzutage absolut nichts. Wen sollen sie denn ansprechen? Wie soll man kämpfen, was tun?
Lenin lesen und nicht nur "Was tun?" :opa:
Lenin setzt eine Partei neuen Typs voraus. Haben wir eine solche? Wir haben sie nicht!
Lenin setzt eine Elitetruppe von Berufsrevolutionären voraus. Haben wir sowas? Ich meine eher nicht.
.....
Wenn es aber an den grundlegenden Vorraussetzungen mangelt, frage ich: "Wie soll man kämpfen? Was soll man tun?
Spontane Aufstände kann der kapitalistische Staat leicht abwehren. Ist aber eine berufsmäßige Organisation, die den übergreifenden Kampf koordinieren kann, vorhanden, dann sieht das alles schon anders aus.
Ich bin leider der Ansicht, dass aufbauend auf die bisherige kämpferische Erfahrung der Klassengegensätze alles noch einmal neu und unter dem Zeichen des Globalismus aufbereitet werden muss.
Dann muss der Zeitpunkt kommen,wo der Boden für eine größere Erhebung der Massen reif ist und das Volk in der Lage und bereit ist den großen Teil des Kampfes aus innerem Antrieb zu leisten und die entsprechenden Opfer zu bringen ...
Aber wer schätzt dann so was realistisch ein? Selbst Lenin hatte diesen Zeitpunkt in der Schweiz verpasst(Februarrevolution).

_________________
"Was wäre die Folge, wenn es dem Kapital gelänge, die Republik der Sowjets zu zerschlagen? Eine Epoche der schwärzesten Reaktion würde über alle kapitalistischen und kolonialen Länder hereinbrechen, man würde die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker vollends knebeln, die Positionen des internationalen Kommunismus würden liquidiert." -Stalin, Werke Band 9, S. 29,


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