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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: So 14. Okt 2007, 16:17 
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Liebe Genossen,

stellt euch bitte mal folgende Situation vor. Ihr bekommt diese Frage gestellt von einem jungen Menschen, bei dem ihr wisst, dass er durchaus für die Sache zu gewinnen wäre, dass er vielleicht irgendwann die Klassiker liest und vielleicht ein neuer Vorkämpfer unserer Sache werden könnte. Aber als erfahrener Ausbilder weißt du auch, dass du jetzt mit ein paar falschen Worten dafür sorgen kannst, dass der Junge sich rumdreht und so schnell nicht wiederkommt.

Ich denke, dass ich es nicht geschafft habe, sein Interesse wirklich zu wecken. Habs vermasselt. Deswegen habe ich die dringende Bitte an die in diesen Dingen erfahreneren Genossen: Wie argumentiert Ihr in so einer Situation, und welchen Erfolg habt ihr damit?

Mit revolutionären Grüßen

Marc

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"Das Wertvollste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur einmal gegeben, und er muss es so nutzen, dass ihn später sinnlos vertane Jahre nicht qualvoll gereuen, die Schande einer unwürdigen nichtigen Vergangenheit ihn nicht bedrückt und dass er sterbend sagen kann: Mein ganzes Leben, meine ganze Kraft habe ich dem Herrlichsten auf der Welt - dem Kampf für die Befreiung der Menschheit - geweiht."

Nikolai Ostrowski


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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: So 14. Okt 2007, 23:16 
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Hm, ich habe bei der Mehrzahl recht großen Erfolg bei der Agitation, solch eine Frage kommt jedoch nur selten auf, die meisten Menschen mit denen ich spreche sind um einiges älter als ich, 10 - 15 Jahre, an sich wissen sie was Kommunisten wollen und kennen zumindest bei uns im Osten worum es so in etwa geht. Gleichaltrige dagegen stellen solche Fragen gar nicht, sie sagen sie haben keine Ahnung von Politik "keinen Plan" "kein Bock" usw. Wenn mir allerdings solch eine Frage gestellt wird, (es hängt aber immer noch sehr stark von der speziellen Situation ab) würde ich ersteinmal ihn fragen was er sich denn so vorstellt. Damit merke ich gleich in wie weit er schon verseucht ist mit antikommunistischer Propaganda.
Je nachdem wie er antwortet würde ich dann versuchen ihn ersteinmal in kurzen Sätzen unsere Denkweise näher zu bringen, dann die Theorie und dann die sich daraus ergründenden Schlüsse für die Gesellschaft.

Aber ihm auch nicht gleich mit dem Kommunismus kommen oder so was, das finde ich übertrieben, das erinnert ohne zusätzliches Wissen zu sehr an Religiöse, zumindest habe ich diese Erfahrung anfänglich machen müssen. Auch würde ich ersteinmal nur von Marx und dann von Lenin sprechen nicht gleich von Stalin.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Mo 15. Okt 2007, 11:35 
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Jemand, der sich schon damit beschäftigt hat, wird vermutlich kaum mit der Frage kommen, was die Kommunisten eigentlich wollen. Aber man hat ja schon Pferde kotzen sehen...

Meine erste Antwort wäre: "Wir wollen eine bessere, eine gerechtere Welt, frei von Ausbeutung, Krieg und Armut."

Davon kann man dann ins Detail gehen, warum die Welt so ist wie sie ist. Dann reicht aber ein Gespräch zwischen Tür und Angel nicht mehr aus.

Man gedenke der Ärzte:

Es ist nicht Deine Schuld, das die Welt so ist wie sie ist.
Es ist nur Deine Schuld, wenn sie so bleibt.

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Mo 15. Okt 2007, 13:14 
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Beiträge: 104
Es war nicht so ganz meine Frage, was jemand in so einer Situation sagen würde, sondern was die von euch, die in dieser Situation schon waren, konkret gesagt haben und wie die Reaktion war.

Kurz zu der erwähnten Frage. Wir hatten eine Diskussion über Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Nazis. Der junge Mann hat meines Erachtens sehr klug und engagiert argumentiert, daher die Vermutung, er wäre für unsere Sache zu gewinnen. Da er so ein Shirt mit dem Che drauf anhatte habe ich ihn gefragt, ob er eigentlich wüsste, dass Che Kommunist war. Ja, das wüsste er, er hätte auch schon viel über Kommunismus und Kommunisten gehört, aber das wäre alles sehr widersprüchlich, und einem Kommunisten wäre er noch nie begegnet. Da hätte er schon ein paar Fragen. Na gut, habe ich gesagt, hier steht einer. Frage.

Woschod hat geschrieben:
Jemand, der sich schon damit beschäftigt hat, wird vermutlich kaum mit der Frage kommen, was die Kommunisten eigentlich wollen.


Vielleicht gerade dann, wenn er erst auf die DKP und die vielen KPD gestoßen ist, die sich, so scheint es jedenfalls auf den ersten Blick, untereinander mehr bekämpfen als den Feind. Aber wie gesagt, diese Erfahrung hatte er noch nicht gemacht.

Was deinen Vorschlag betrifft:
Woschod hat geschrieben:
"Wir wollen eine bessere, eine gerechtere Welt, frei von Ausbeutung, Krieg und Armut."
genau so hatte ich versucht es zu erklären. Und als Antwort habe ich so sinngemäß bekommen dass dies ein tolles Statemant wäre, aber so oder so ähnlich würden dass auch viele andere sagen. Unter anderem hätte er das erst kürzlich von einem Christen gehört. Und so ist es doch auch. Ich gehe mal davon aus, dass sich niemand hinstellt und sagt, dass er Krieg, Ausbeutung und Armut will, von den Extrem Rechten vielleicht mal abgesehen.

Eine mögliche bessere Antwort hat mir gestern mein Sohn aufgezeigt, er hatte das irgendwo im Internet gelesen und konnte mir die Quelle natürlich nicht mehr sagen. Ist aber wohl auch nicht so wichtig. Sinngemäß hieß es da so: "Wer den Armen zu essen gibt ist ein guter Mensch und guter Christ. Wer fragt, warum die Armen arm sind und dafür kämpft, diese Ursachen zu beseitigen, der ist ein Kommunist". Wie gesagt, das ist meiner Meinung nach ein guter Ansatzpunkt. Wie denkt ihr darüber?

Mit proletarischen Grüßen

Marc

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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Mo 15. Okt 2007, 13:45 
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Wie ich bereits zu Anfang gesagt hatte sind derart kurze Sätze wie der von Woschod und der Letztere von dir kaum von nutzen, wenn man jemanden wirklich überzeugen oder gewinnen möchte. Woschod erwähnte es bereits um eine Person wirklich zu gewinnen bedarf es mehr Zeit als nur ein kurzes Gespräch, du solltest natürlich unsere Ziele nennen, jedoch nicht vergessen wie wir überhaupt darauf kommen, hier kannst du natürlich einige Argumente heraus suchen, was Marx und Engels betrifft, zb welche Voraussagen sie gemacht haben und in wie weit diese eingetreten sind usw. . Ich selber war in dieser Situation noch nie, ich muss aber sagen das gerade viele junge Menschen von Politik keine Ahnung haben und auch nicht haben wollen, natürlich gibt es auch andere, und nur weil jemand ein Che Shirt an hat heißt das noch lange nicht das er Sozialist ist.

So habe ich vor einigen Monaten eine gleichaltrige Person kennen gelernt, dieser läuft stets und ständig mit Che T-Shirts durch unsere Stadt, natürlich wollte ich mit ihm ins Gespräch kommen, es stellte sich heraus das er sogar diverse Schriften von Che und Castro ließt, sowie deren Biographien und eine Revolution sehr spanend findet. Als ich ihn dann fragte wo er denn organisiert sei meinte er er sei so Mitte bis leicht Links.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Mo 15. Okt 2007, 16:36 
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Beiträge: 104
Lieber Genosse DF2K2,

wir müssen ja nun garnicht darüber diskutieren, wer heutzutage alles mit einem Che Shirt herumrennt, das ist eine derart widerliche Mode geworden dass Che sicher im Grab rotiert. Immerhin ist es ein Einstiegspunkt. Und im konkreten Fall war schon klar, dass der Junge keiner von denen war, die Che nur aus reinen Modegründen getragen haben.

Natürlich kann man mit einem einzigen Satz niemand wirklich von irgendetwas überzeugen. Aber das will ja auch keiner. Vielleicht können wir in diesem Fall aber wirklich mal was vom Klassenfeind lernen, denn der hat unheimlich viel Aufwand betrieben um herauszubekommen, wie man Menschen am besten überzeugt. Klar will der keinen von einer Ideologie überzeugen. Der will Menschen überzeugen, sein Produkt und zwar nur seines zu kaufen. Muss ich ja nicht groß erläutern.

Und die sagen übereinstimmend (und trainieren ihre Vertreter ganz intensiv darauf), dass der erste Satz entscheidet. Klar muss der Autovertreter einen Autofahrer nicht lange überzeugen, dass Autos bequemer sind als die Bahn. Er muss ihn überzeugen, dass seine Marke besser ist als die der anderen. Bringt er es beim ersten Satz nicht rüber, ist die Tür zu. Ist er erstmal drin, hat er schon halb gewonnen.

Deshalb glaube ich, dass zwischen "Wir sind gegen Armut" und "Wir sind gegen Armut wie die anderen auch, aber wir wollen die Ursachen bekämpfen!" ein ganz gewaltiger Unterschied ist.

Übrigens bin ich mit dir völlig einer Meinung: Mit den Klassikern muss man da nicht gleich kommen, und auf Stalin kommen die dann von ganz allein.

Mit revolutionärem Gruß

Marc

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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Mo 15. Okt 2007, 20:07 

Beiträge: 2008
Meine Erfahrungen?

Hängt stark davon ab, wie lange und wie gut ich einen Menschen kenne und dessen Fähigkeiten und Wollen, meine Worte zu verstehen.

Bei mir weniger bekannten Menschen bin ich sehr zurückhaltend und lieber geduldig. Nicht immer der erste Satz ist entscheident. Das Vertrauen eines Menschen zu mir ist für mich da viel wichtiger. Lieber Jahre Geduld haben, als nie erfolgreich sein.

Ich versuche zunächst keine Statements etc. abzugeben. Das ist für mich eher ein Thema, wenn ich eine Diskussion mit wenigen Worten zusammenfassen will. Wichtiger ist, zu verstehen, was für ein Problem der Mitmensch hat und vor allen, warum er das Problem hat. Also erst mal Fragen stellen. Man sagt über mich, dass ich dies übermäßig belastend gut kann. ;)

Wenn das gelingt, finde ich Zugang zu diesem Menschen. Das weitere Gespräch versuche ich vorsichtig und Schritt für Schritt aufzubauen. Auch da lieber wieder Fragen und weniger Antworten. Damit erreiche ich, dass ich den anderen "mitnehme", das er versteht, worüber man spricht und vor allen, dass er nicht nur zustimmt, sondern mitdenkt und seine Sicht darstellt.

@Marc: Ob Strategien und Verfahren kap. Marketings geeignet sind, konnte ich noch nicht klären. Ich gebe Dir aber gern recht: Nicht nur unsere Söhne können von uns lernen. Nein, wir können auch wunderbar von Ihnen lernen. :)

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Mo 15. Okt 2007, 22:24 
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Beiträge: 104
Lieber Genosse Gewe,

hinter allem was ich frage steht die eine große Frage: Wir Kommunisten stehen zweifellos für die beste Sache der Welt. Trotzem sind wir nichts weiter als ein kleiner zerstrittener Haufen. Warum ist das so?

Meine Frage bezog sich auf diese eine ganz konkrete Situation, in der ich versagt habe. Die Antworten waren, wenn ich von DF2K2 mal absehe (vielen Dank, Genosse) immer in der Art: Ich würde vielleicht wenn und dann vielleicht auch ganz anders. Bitte bitte Antworten, die auf diese von mir konkret genannte Fragestellung passen!

Die Akademiker können sich ja zur Not vorstellen dass dies ein Versuch mit konkreten Ausgangsdaten und flexiblen Regelgrößen ist. Wie auch immer.

"Wenn die Lokführer streiken steht alles still.
Wenn die Müllmänner streiken fängt in Kürze alles an furchtbar zu stinken.
Wenn die Akademiker streiken wird man irgendwann ihre verwesten Leichen finden."

Mir proletarischen Grüßen

Marc

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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Di 16. Okt 2007, 17:55 
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Hm vom Klassenfeind lernen, das ist zwar an sich ein interessanter Ansatzpunkt, aber ich rate zur Vorsicht.

Ich selber musste in meiner Ausbildung 3 Jahre lang das Fach Werbelehre absolvieren, unter dem Schlusstrich kann ich nur sagen das es eine Beleidigung an jeden ehrlichen Menschen ist, diese abartige Methodik wie man Menschen dahin gehend manipulieren soll (nicht Überzeugen, nur manipulieren) ein Produkt zu kaufen ist wirklich nur widerlich.

Ich jedenfalls würde davon abraten auf diese Weise zu versuchen Menschen für unsere Sache zu gewinnen, weil es schlicht weg unehrlich ist, zumindest was die Methodik anbelangt.

Persönlich finde ich das wir die Attraktivität der Bewegung mehr durch ein moderneres Bild verbessern sollten, natürlich nicht uns selbst verraten.
Aber das schweift schon vom eigentlichen Thema des Threads ab.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Di 16. Okt 2007, 18:37 
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Genosse DF2K2, du sprichst mit aus der Seele, was diese widerliche Konsum - Manipulation betrifft. Ich hatte dieses Unterrichtsfach zumindest verwandt bei meiner IT Umschulung auch. Weißt schon, Webseitengestaltung und so Kram. Ich persönlich bin da völlig untalentiert.

Du hast da doch nun bestimmt auch gelernt, wie man z.B. einen Flyer entwirft. Überschrift, Fotos, "Eycatcher", ach mein Gott ich hab mehr als die Hälfte vergessen. Wie gesagt, für die Werbung ist das eher widerlich. Andererseits hat das Kapitalistenpack unglaublich viel Geld ausgegeben, um an die entsprechenden Erkenntnisse zu kommen. Warum solltest du deine Kenntnisse nicht nutzen, um ein brauchbares Flugblatt zu entwerfen? Das ist dann doch keine Manipulation, die Leute sollen doch nur interessiert werden für mehr Informationen. Ansonsten bist du ja nun auch Profi für die Werbung in Wort und Schrift. Da hast du doch bestimmt auch gelernt, dass, wenn du "Diktatur" verkaufen willst, aber die Mehrheit der Menschen bei dem Wort "Diktatur" gleich alle Klüsen dicht macht, du besser einen anderen Begriff verwendest. Ob es eine abartige Sache ist entscheidet meines Erachtens, wofür du es einsetzt. Dass man viele Menschen manipulieren kann ist leider eine traurige Tatsache. Aber wenn man mit diesen Techniken Menschen für die Sache interessieren kann, dann sollte man das auch nutzen, denke ich. Ich habe hier ganz konkret ein Flugblatt das mir garnicht gefällt und bei dem ich dringend die Hilfe von einem Profi wie dir bräuchte. Überleg es dir bitte mal.

Mit revolutionären Grüßen

Marc

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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Di 16. Okt 2007, 19:14 
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Hm, wovon du da sprichst ist nicht ein und die selbe Sache. Wenn ich ein Kunstwerk (als Sammelbegriff) erschaffe, stand am Anfang der Gedanke (die pure und reine Inspiration) oder ein Wille. Danach folgt die Umsetzung(Instrumente und Mittel) und dann kommen die Rezipienten dran.

Diese Kenntnisse von denen du sprichst, sind die Mittel und Instrumente des Künstlers um seine Idee, seinen Willen, sein gewolltes Gefühl herüber zu bringen oder zu verstärken, dies empfinde ich nicht als schlecht oder schädlich, da diese Mittel ja immer auf das allgemein Gültige eingehen, zb der Goldene Schnitt, er entstammt der Natur, die Farbe Blau wirkt kalt und entfernt usw. Dies sind Instrumente die benutzt werden um eine gewollte Wirkung zu verstärken. In der Werbung dagegen kritisiere ich nicht die Anwendung dieser Mittel ich kritisiere die Argumentation mit ihnen, da es eine Lüge ist.

Ich selber bin immer dafür eine Sache schöner und ansprechender zu gestalten des wegen sprechen wir auch noch mal wegen dem Flyer, das dumme ist aber nur das leider die Mehrzahl nicht nach den Inhalten geht, sondern immer nur nach dem Aussehen. In der Werbung wird das schamlos ausgenutzt und mir kam es so vor als würdest du dies ebenso ausnutzen wollen.

Beispiel, wenn ich für die Diktatur des Proletariats streiten möchte dann werde ich es aber nicht leugnen in dem ich etwas anderes für das Wort Diktatur einsetze, es wäre schlicht eine Halbwahrheit. Wie wäre der Rezipient dann enttäuscht, wenn er tatsächlich in den Werken Marx statt des ausgewählten Wortes Diktatur ließt, es wird ihn schnell verärgern, egal ob er die Sache gut oder schlecht findet, er wird sich aber von der Gruppe die es schrieb distanzieren wollen da sie nicht das ist was sie vorgibt zu sein.

Stattdessen wäre ich dafür Erklärungen anzubieten wie so es denn gerade dieses Wort sein muss, es hat sonst diesen Charakter als wenn ich in Heften von augenscheinlichen Jugendzeitungen Scientology Broschüren verstecken würde, oder anstatt Hammer und Sichel neu zu Designern gleich ein ganz anderes Zeichen entwickeln würde.

Jedenfalls bin ich nicht dagegen die Instrumente zu verwenden aber eben auf welche Art und Weise dies geschieht ist ausschlaggebend.

Ergänzung: bei dieser erwähnten Umschulung wurde dir bestimmt auch nicht gesagt wie die Verhältnisse von Äußerer Form und Innerer Haltung zu beachten sind, das was gerade die Kunst ausmacht, nun lässt sich streiten ob solch ein einfacher Flyer Kunst ist, jedenfalls unterliegt er aber den selben Gesetzmäßigkeiten wie die höhere Kunst selbst, bedarf es einem kommunistischen Literarischen Werkes tatsächlich des Wortes "Kommunismus" "Sozialismus" oder "Revolution" um diese Ideen davon zu vermitteln, ich denke nicht und das gerade macht ein solches Verhältnis aus.

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Zuletzt geändert von DF2K2 am Di 16. Okt 2007, 19:19, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Di 16. Okt 2007, 19:18 

Beiträge: 2008
Marc hat geschrieben:
"Wenn die Akademiker streiken wird man irgendwann ihre verwesten Leichen finden."


In Polen nach dem 1.September 1939 haben die Akademiker nicht mal die Zeit zum streiken gefunden. So schnell war der überwiegende Teil der polnischen Intelligenz von den Faschisten in den Zustand der Verwesung überführt worden. Nur die Nazis haben das nicht gemacht, weil sie der Meinung waren, dass die Intelligenz überflüssig ist, speziell die in Polen keine Intelligenz brauchen. Nein, die wußten, dass sie es in Polen weitaus schwieriger haben würden, wenn die Intelligenz so zahlreich überleben würde. Für die Organisation und Führung des Widerstandes braucht es nun mal kluger Köpfe und nicht nur schießwütiger Revoluzzer.

Polen ist da auch kein Einzelbeispiel. Fiel mir nur als erstes ein.

Nun darf geraten werden, wie ich zu dieser Assoziation gekommen bin?

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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2007, 15:23 
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Lieber Genosse gewe, ich fand das mit den "verwesten" Leichen auch nicht so toll, aber ich wollte das auch nicht ändern. Ich habe den Spruch genau so vor einer Weile auf einem Bahnhof gehört. Du weist aber auch so, wie das gemeint war: Die sind längst verhungert, bevor einer gemerkt hat das sie streiken.

Ich kann zu den Vorgängen in Polen nichts sagen, aber ich bin mir sicher die Nazis hätten auch alle polnischen Eisenbahner umgebracht, weil natürlich jeder Eisenbahner, siehe Partisanenkampf in der SU, ein potentielles Risiko für die Sicherheit ist. Aber auf die Eisenbahner konnten sie beim besten Willen nicht verzichten. Daraus schlussfolgere ich doch aber keineswegs, dass Eisenbahner in irgendeiner Weise wichtiger sind als andere Berufsgruppen! Sind sie nicht! Sie sind genauso wichtig und notwendig wie Müllmänner und Akademiker. Jeder an seinem Platz.

Wenn aber nun Eisenbahner oder Müllmänner oder wer auch immer pausenlos gedemütigt und belacht werden, dann fangen die an so zu argumentieren. Das ist auch nicht richtig, ich weiß.

Irgendwie hatte ich doch nur eine einfache Frage gestellt.

Nachdenklich

Marc

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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2007, 16:40 
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Lieber Genosse DF2K2, das mit Hammer und Sichel gibt mir jetzt natürlich zu denken. Da hast du recht, das ist natürlich ein Symbol, auf das wir auf gar keinen Fall verzichten können. Nun sind aber Hammer und Sichel auch keine Symbole, die von Haus aus negativ besetzt sind. Selbst im österreichischen Staatswappen gibt es Hammer und Sichel.

Zur Diktatur des Proletariats mal folgendes wikipedia - Zitat:

Zitat:
Während in der Soziologie heute von "dem neuen Proletariat" gesprochen wird, kommt im alltäglichen Sprachgebrauch der Begriff Proletariat selbst kaum mehr vor. Allerdings sind in der einfachen Umgangssprache die davon abgeleiteten Begriffe „Proll“ und „Prolet“ als Schimpfworte bzw. diskriminierende Bezeichnungen gebräuchlich.


Ist alles reine Spekulation, aber wenn das zu Marxens Zeiten so gewesen wäre, meinst du der hätte dann den Begriff so überhaupt verwendet? Wäre es zum Beispiel eine prinzipielle Verfälschung, wenn man "Herrschaft der Unterdrückten" schreiben würde? Wie gesagt, nur ein Beispiel.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es Verwirrung geben könnte, wenn jemand dann bei Marx den richtigen Begriff liest. Vielleicht sollte man es ihm erklären, bevor man ihm Marx in die Hand drückt. Du schreibst ja weiter oben selbst, dass du nicht gleich mit Stalin anfangen würdest. Und dass schreibst du ja nicht, weil du gegen Stalin bist.

Gruß Marc

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BeitragVerfasst: Mi 17. Okt 2007, 22:47 
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Das ich nicht mit Stalin beginnen ist Taktik jedoch keine Strategie, wäre es Strategie würde ich ihn komplett weg lassen.

Die Sache ist die, diese kleinen Sachen haben auch ihre Bedeutung, nicht umsonst wurde der DKP verboten Diktatur des Proletariats zu schreiben... usw. Hakenkreuze sind verboten und in Litauen sind es Hammer und Sichel, mag sein das solche Details auf den ersten Blick unwichtig erscheinen doch sind sie es nie. Dein Argument mit Proletariat greift nicht, in dem Moment als Marx dies schrieb war es eben nicht so negativ besetzt, genauso wie das Wort Neger. Nunja was käme aber dabei raus, wenn wir alles immer an die Zeit anpassen, ich schätze sehr schnell eine Verfälschung des Sinns und eine Orientierungslosigkeit.

Für mich ist Diktatur des Proletariats genauso wichtig wie Hammer und Sichel, man könnte sagen das wären Spitzfindigkeiten aber so ist es nicht weil es Zentrale und ausschlaggebende Dinge sind. Mir fällt auch auf das diese Forderung recht "Kapitalistisch" ist, dieses Ändern des Namens und des Logos, weil es negativ belastet ist, wird ja nur gemacht um der selben Sache eine ganz andere Form zu verleihen damit es ja nur viele Kaufen, wie bei Mercedes als man während der Zeit des Hitlerfaschismus lauter Hakenkreuze in die Werbung eingearbeitet hatte und dann 45 ganz schnell versucht hat es zu vertuschen.

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 Betreff des Beitrags: Re: "Was wollt Ihr Kommunisten eigentlich?" - Frage zum Tageskam
BeitragVerfasst: Do 18. Okt 2007, 12:37 
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DF2K2 hat geschrieben:
Das ich nicht mit Stalin beginnen ist Taktik jedoch keine Strategie


DF2K2 hat geschrieben:
Mir fällt auch auf das diese Forderung recht "Kapitalistisch" ist,


Bei diesen Zitaten fällt mir folgendes auf: Zum ersten Zitat; ich habe diesen Thread genau so begonnen, mit einer Frage nach der Taktik, und zwar konkret mit der Frage nach dem Einstieg in ein Gespräch. Du sagst, es wäre keine gute Taktik gleich mit Stalin zu beginnen, dem stimme ich zu.

Zum zweiten Zitat: Ich meine, es wäre vielleicht auch nicht klug, gleich mit dem Begriff "Diktatur des Proletariats" zu beginnen, weil das zu Irritationen führen könnte.

Meine Frage: Wo bitte ist da der prinzipielle Unterschied, und wo stelle ich die Forderung, diesen Begriff ganz aus dem Sprachgebrauch zu streichen? Ich habe das nirgendwo gesagt, wie also kommst du zu der Annahme bzw. dem Vorwurf?

Eine ehrliche Antwort wäre für mich von sehr großer Bedeutung

Marc

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BeitragVerfasst: Do 18. Okt 2007, 13:26 
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Zitat:
Meine Frage: Wo bitte ist da der prinzipielle Unterschied, und wo stelle ich die Forderung, diesen Begriff ganz aus dem Sprachgebrauch zu streichen? Ich habe das nirgendwo gesagt, wie also kommst du zu der Annahme bzw. dem Vorwurf?


Folgendes erschien mir so, als ob du ihn entfernen wolltest, da war ich natürlich dagegen.

Zitat:
Ist alles reine Spekulation, aber wenn das zu Marxens Zeiten so gewesen wäre, meinst du der hätte dann den Begriff so überhaupt verwendet? Wäre es zum Beispiel eine prinzipielle Verfälschung, wenn man "Herrschaft der Unterdrückten" schreiben würde? Wie gesagt, nur ein Beispiel


Zitat:
ich habe diesen Thread genau so begonnen, mit einer Frage nach der Taktik

Ja wir drehen uns bereits im Kreis, insofern das "Streichen" ein Missverständnis war gäbe es da nix weiter zu klären.

Um auf das Thema zurück zu kommen, vielleicht wäre es gut als erstes ganz einfach zu sagen das wir gesellschaftlichen Fortschritt wollen, ! ? Dann fragt er wie und in welcher Form usw. Ist mir Gestern noch nachträglich eingefallen, zumindest würde ich jetzt sagen das ich bei solch einer Frage so anfangen würde.

Wegen dem Flyer solltest du mir noch eine PN schicken, meine Email Funktionen laufen zur Zeit nicht.

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