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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Zwickmühle
BeitragVerfasst: Mo 28. Mär 2011, 22:00 
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Beiträge: 16
Dass hier keine revolutionäre Situation zu erwarten ist, ist klar.
Doch die Revolutionen in Arabien haben mir den Anlass geboten etwas über die Perspektiven der sozialistischen Revolution in unserer Zeit nachzudenken.
Ich habe die Entwicklung in Ägypten aufmerksam verfolgt und musste sehen, dass es trotz des massenhaften Aufstandes keine möglichkeit gibt, das dortige System zu ändern. Das Millitär ist finanziert von den USA und diesen komplett loyal ergeben. Es würde nie eine Antiimperialistische Regierung in Ägypten zulassen, sondern maximal einen Inhaltsleeren Regierungswechel, was sie ja auch getan haben und gegen das Millitär haben auch die Massen keine Chance. Die Situation konnte also noch so revolutionär sein, eine sozialistische Revolution konnte nicht geschehen, egal wie.
Doch nehmen wir mal an, die Verhältnisse in einem anderen revoluzzenden 3. Welt Land wären etwas angenehmer und eine Kommunistische Kraft käme an die Spitze. Selbst dann hätte dieser Sozialismus keine Chance, denn das Land wäre sofort international isoliert und ohne entsprechende Handelsverbindungen kann man kein Wirtschaftliches Wachstum haben. So ein Land würde enden wie diese Hungerrepublik in Korea und auch dies nur, falls kein millitärisches Eingreifen von außen dies vorher verhindern würde.
Mit anderen Worten: Selbst eine revolutionäre Situation nützt den Kommunisten nicht wirklich, da die 3. Welt viel zu Abhängig von den Imperialistischen mächten ist. Eine Zwickmühle aus Anpassung oder Untergang.
Was, so frage ich mich, ist eigentlich unsere Perspektive?

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"Und ich lernte, wieso und weswegen
Da ein Riß ist durch die Welt!
Und der bleibt zwischen uns, weil der Regen
Von oben nach unten fällt
."
- B.B.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle
BeitragVerfasst: Di 29. Mär 2011, 17:14 
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Beiträge: 19
Wieso soll es unmöglich sein z.B. in Afrika ein sozialistsches Land aufzubauen? Gibt doch bereits mehrere davon. In Venezuela und Bolivien läuft es doch bisher auch ganz gut. Als Handelspartner kommen halt zur Not China und Russland in Frage. Und Nordkorea ist doch keine Hungerrepublik. Als ob Kim Jong Il das eigene Volk einfach so aushungern lassen würde. Nicht alles muss stimmen, was in der Systempresse steht. Nordkorea hat trotz Isolation ein doppelt so hohes BIP, wie Georgien, welches vom Westen unterstützt wird. In Nordkorea liegt die Analphabetenrate bei 1% und in Pakistan, welches vom Westen unterstützt wird, liegt sie bei etwa 50%. Der Name Volksrepublik hat schon seinen Sinn.


"Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Il hat laut Reuters eine halbe Million US-Dollar für seine Landsleute in Japan gespendet, die von der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Mitleidenschaft gezogen wurden."
http://de.rian.ru/society/20110324/258660001.html

"Nordkorea gehört nicht zur Dritten, sondern zur Zweiten Welt
Artemy Lebedev im derStandard.at- Interview über seine Reise-Eindrücke und verbotene Fotos
Lebedev: Nordkorea gehört nicht zur Dritten, sondern zur Zweiten Welt – etwas, wovon die meisten Menschen noch nie etwas gehört haben. Ich habe keine Menschen mit offensichtlichen Gesundheitsproblemen auf der Straße gesehen. Nur einmal erspähte ich aus dem Auto einen Mann mit Krücken, der sich mit einem Polizisten unterhielt."
http://derstandard.at/2622786/Nachlese- ... eiten-Welt

"Die medizinische Versorgung an allen medizinischen Einrichtungen des Landes sowie Kuren sind kostenlos. Vom Arzt verschriebene Medikamente, Sehhilfen, Zahnersatz und orthopädische Hilfen sind ebenfalls kostenlos. Das sozialistische Gesundheitswesen Nordkoreas ist flächendeckend. In der Hauptstadt Pyongyang stehen moderne Krankenhauser und Kliniken, die internationalem Standard entsprechen."
http://www.kdvr.de/soziales/soziales.html

"Elf Jahre Schulausbildung sind kostenfrei und verbindlich. Hierzu gehören ein Jahr Vorschule, vier Jahre Grundschule und sechs Jahre weiterführende Schule. Der Besuch von Kinderkrippen und Kindergärten ist kostenlos. Plätze zur Kinderbetreuung stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung."
http://www.kdvr.de/soziales/soziales.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle
BeitragVerfasst: Mi 30. Mär 2011, 17:53 
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Beiträge: 16
Unabhängig davon, wie sich die KDVR über Wasser hält, kann keiner sagen, dass sie irgendeine Perspektive hätte, zu einer bedeutenden sozialistischen Macht zu werden, die der Westen nicht mehr ignorieren kann.

Und wiegesagt selbst die Erreichung eines solchen Status Quo ist im Moment irgendwie utopisch... :(

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 Betreff des Beitrags: Re: Zwickmühle
BeitragVerfasst: Mi 30. Mär 2011, 20:10 
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Beiträge: 19
Der Westen macht sich doch schon seit langem in die Hose vor Nordkorea. Und ich blicke ganz optimistisch in die Zukunft. Der Untergang des Kapitalismus ist eine Gesetzmäßigkeit. Und die lieben Genossen in Nordkorea halten sich trozt allen Schwierigkeiten ganz gut. Der Sozialismus funktioniert auch auf lokaler Ebene. Der Kapitalismus, wie wir ihn hier heute kennen, dagegen nicht. Das gute an den Revolten in Tunesien und Ägypten ist, dass man sehen konnte, dass durch soziale Benachteiligungen autoritäre Regierungen gestürtzt werden konnten. Früher oder später werden sich die USA und die EU genauso nicht retten können. Sollen die doch vesuchen ihren Polizeistaat aufzubauen, retten wird sie das auch nicht. Und linke Strukturen sind in den USA und der EU eher vorhanden als in Nordafrika. Also kann alles nur besser werden. Die Verschuldung der USA liegt bei 100% des BIP und die der EU bei 70%. In Großbritanien sind neulich 300.000-500.000 gegen das Sparpaket auf die Straße gegangen. In Griechenland waren es mal 100.000. In Wisconsin und Los Angeles neulich mehrere Zehntausend. Was wird wohl erst in 20 Jahren los sein? Genug Potential wird sicherlich vorhanden sein.


Ende des Kapitalismus:
http://rutube.ru/tracks/4360571.html?v= ... 9e764463d5

North Korea, A Powerful Socialist Country:
http://rutube.ru/tracks/4034959.html?v= ... 321ac09e69


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