Forum.stalinwerke.de - stalinforum.de

Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
Aktuelle Zeit: Do 21. Sep 2017, 16:00

Alle Zeiten sind UTC




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 11 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Wie seid ihr Kommunisten geworden?
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2007, 20:21 
Möchtegernputschist
Benutzeravatar

Beiträge: 1624
es kann sein dass diese frage schon mal irgendwo anders im forum gestellt wurde, finde sie aber auf die schnelle nicht...interessieren würd mich schon....also schreibt schon.

bei mir ist es so verlaufen:
so mit 14, 15 war ich noch erzreaktionär.....man hätte mich sogar noch als "harmlosen" Nazi bezeichnen können, da ich einigen gruppen sehr vorurteilhaft gegenüberstand (va. moslems und homosexuellen). dies hatte aber auch mit meiner sehr ungewöhnlichen pubertät zu tun gehabt....bis ich gemerkt habe, dass dies falsche ansichten sind und so begann ich anders zu denken und zu fühlen..würde mich aber zu dieser zeit nicht als linkspolitisch bezeichnen.

in der 10. klasse (ich war 16) lasen wir dann ein buch von Brecht und ich begann mich mit dem theama kommunismus genauer auseinanderzusetzen (komisch irgendwie dass ich nicht vorher gewusst habe was das sei, obwohl ich ja aus solch einem lande kam), aber ich wollte das "gute am kommunismus" nicht wahrhaben, obwohl ich die idee an sich gut fand.aber nicht für realisierbar.

am 11. september 2001 (mein 17. gerburtstag), wo die anschläge auf das WTC und das pentagon waren, kann man als beginnenden wendepunkt ansehen.......ich begann mich mit der ungerechtigkeit des imperialsimus/kapitalismus auseinaderzusetzen und bekam leichte linke ansichten...dies war zumindest der wendepunkt. zur bundestagswahl 2002 wollte ich dann auch pds wählen, wurde aber "überredet" cdu zu wählen (für diese, wohl meine schlechteste entscheidung könnte ich mich erschießen!). also war ich auch zu dieser zeit noch nicht kommunistische. aber ab winter 2002 begann meine kommunistische sichtweise sehr schnell....ich nahm kontakt zu mehreren gruppierungen auf..war zunächst trotzkist, dann DKPler, also noch antistalinistisch geprägt. mit dem 50. todestag j.w.stalins begann ich ich mich für den "stalinismus" zu interessieren.

tja und heute so gegen ende des jahres 2004 bin ich das was ich jetzt bin........

_________________
Pole Pole Mzungu. Welcome to Tanzania, the land where dead cows are lying and dogs are flying. But be careful of the ju-wai-biems. Now let's search for some Schtonetools and after that let's go to Tohu-Wa-Bohu (also known as Mto-Wa-Mbu/Moskitotown)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Wie seid ihr Kommunisten geworden?
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2007, 20:22 
Träger des Agitprop-Stalinorden
Benutzeravatar

Beiträge: 628
Nun, wie bin ich Kommunist geworden?
"irgendwie links" war ich eigendlich schon immer (seit ich mich für Politik interessiere natürlich) und ich hab mich auch für die positiven Aspekte des Kommunismus interessiert. Der Satz ja zeigt bereits dass ich damals der Meinung war es gäbe Nachteile bzw. Alternativen ( was aufgrund meiner Westdeutschen Herkunft nicht verwunderlich ist, das Unrchtsregime in der ehem. DDR usw.......). Richtig Ernst wurde das ganze dann als ich in die 10te Klasse kam (so vor 3 Jahren) und erstens einen Gleichgesinnten fand mit dem ich heute immer noch rumhänge und mit dem ich damals während den Schulstunden immer diskutierte und zweitens begann die Klassiker zu lesen wie z.B. Kapital, Staat und Revolution, Der Imperialismus als... usw. Nach einiger Zeit nahm ich Stalin gegenüber eine immer neutralere Haltung ein, was mich zuerst schockierte, denn der war ja der Inbegriff des Bösen... Na ja, als ich dann "Über dialektischen und historischen Materialismus" von ihm gelesen hab, war ich volkommen überzeugt, weil da jemand eine weltanschauung erklärt an der ich mich, wenn auch unbewusst da ich micht nicht viel mit Philosophie im weitesten Sinne beschäftigt habe, schon immer orientiert habe.
Irgendwann war ich dann der eiskalte Kommunist der ich jetzt bin Trotzkis Freund

_________________
Die Andersdenkenden haben Rosa Luxemburg umgebracht - D.W.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Wie seid ihr Kommunisten geworden?
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2007, 20:23 
Literat

Beiträge: 2947
Ich bin von meinen Eltern im kommunistischen Sinne erzogen worden. Als ich elf war, kam die Konterrevolution. Ich hatte niemals Grund, meine politischen Ansichten zu überdenken, obwohl ich es oft - doch immer mit positivem Erfgebnis - getan habe. Ich bin also Kommunist, seit ich denken kann.
Es gibt einen Unterschied zwischen meiner politischen und meiner geistigen Entwicklung. Der Kommunismus hilft mir bei der Beantwortung einiger Fragen, aber erklärt mir nicht die ganze Welt. Mitunter pflege ich meinen eigenen Kopf zu benutzen. Das mache ich - mit anhaltendem Erfolg - seit etwa fünf Jahren.

_________________
Der Hunsch wars!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Wie seid ihr Kommunisten geworden?
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2007, 20:23 

Beiträge: 237
Durch Neugier. Ich habe das mal aufgeschrieben:

Zitat:
Nach der Konterrevolution 1989 ("Wende") wurde mir im Verlauf der Jahre immer klarer, daß mir das neue (bzw. uralte) "Werte"system nicht gefällt. Karriere, Eigentum und Spaß machen eben nicht zufrieden, sondern befriedigen nur kurzzeitig, bis nach kurzer Entspannung der Drang nach weiterer Karriere, noch mehr Eigentum und noch mehr Spaß einsetzt (was einem Suchtverhalten entspricht, wie die Begriffe Herrschsucht, Habsucht und Genußsucht richtig ausdrücken).

Manche finden ja ihre Befriedigung in selbstaufopfernder Tätigkeit für Andere. Die falsche Vorstellung, der Lohn der guten Tat würde schon irgendwann auf sie zurückfallen, macht sie zur leichten Beute eines Jeden, der sie ausnutzen will ("Mißbrauchte Nächstenliebe"). Auch das habe ich zur Genüge ausprobiert und machte folgerichtig die Erfahrung, daß der Gute immer der Dumme ist. Nicht umsonst der Begriff "gutdumm", der meist als "gut", "selbstlos" oder "altruistisch" beschönigt wird.

Obwohl atheistisch in der DDR erzogen, hatte mich der Marxismus-Leninismus nicht überzeugt. Das Ziel einer kommunistischen Gesellschaft, in der Jeder zum Nutzen Aller arbeitet, war ja ganz offensichtlich an den Menschen gescheitert (was immer diese verschwommene Aussage bedeutet). Genauso sah das mit der christlichen Religion aus, mit der ich mich ein paar Jahre beschäftigt hatte: Prima Idee, das mit den Geboten und der Nächstenliebe. Aber ebenfalls mit dem Menschen offensichtlich nicht umsetzbar. Außerdem ist ja wohl ein Gott, der Elend und Unglück duldet, nicht gerade einer der "Liebe und Gnade", wie immer behauptet wird.

Ich hatte das Gefühl, da müsse doch noch etwas Anderes, Höheres, Gutes sein, konnte aber beim besten Willen nicht sagen, was das ist. Also stopfte ich recht wahllos Informationen aus allen möglichen Gebieten in mich hinein und suchte nach Übereinstimmungen, auch mit eigenen Beobachtungen. Irgendwann mußte sich doch einmal ein Gesamtbild oder zumindest ein Ansatz ergeben! ...(Fortsetzung: Von Nostradamus über Jesus und Lenin... wohin?)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Wie seid ihr Kommunisten geworden?
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2007, 20:24 

Beiträge: 181
Alles fing in der Zeit der WTC-Inszenierung an. Da befand ich mich in der 7. Klasse. (Jetzt bin ich 17 Jahre alt). Dieses Erreignis weckte eine grosse Wissenslust in mir. So begann mich dann für politik und geschichte zu interessieren. Als wir dann im Geschichtsunterricht das Thema 2. Weltkrieg aufgriffen, so horchte ich genau den worten des Lehrers. Er gab sich zwar alle mühe gegen den Kommunismus zu lamentieren, das brachte bei mir allerdings nichts. Ich wusste ja, dass er nichts weiter als eine grosse Lüge verbreitete. Und woher konnte ich das wissen? Weil ich zwar in der Schweiz wohnhaft bin, meine Mutter jedoch aus Serbien stammt. Sie hat den Kommunismus erlebt und musste erst leiden, als er aus unserem Land verbannt wurde! UdSSR


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Wie seid ihr Kommunisten geworden?
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2007, 20:24 
Benutzeravatar

Beiträge: 24
In der BRD aufgewachsen unter den Einfluss der Gehirnwäsche von bürgerlichen Medien war auch ich zunächst von der Richtigkeit dieser "bürgerlichen Demokratie" überzeugt.
Bis ich dann aber feststellen musste, dass es in diesem Staat eigentlich keine Wahl gibt bei den Wahlen. Denn wer auch immer die Regierung stellte es änderte sich nichts! Die soziale Lage im Land dagegen verschlechterte sich aber immer mehr.

Die Suche nach Alternativen ist bei der Dominanz der massenverblödenen Medien nicht gerade einfach.
Und obwohl diejenigen, die sich Kommunisten nennen größtenteils sich nicht einig sind, habe ich erkannt, dass die politische Alternative nur Sozialismus-Kommunismus heißen kann. Dabei war es nicht einfach, sich von den Propaganda-Lügen der Massenmedien zu trennen.
Je mehr ich mich mit den Fragen des Sozialismus-Kommunismus beschäftigt hatte und je mehr ich darüber gelesen hatte, umso stärker wuchs in mir die Sehnsucht nach einer sozialistischen Lebensweise.
ROTFRONT Max

_________________
Sehnsucht nach Sozialismus!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Wie seid ihr Kommunisten geworden?
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2007, 20:25 

Beiträge: 236
Ich war schon immer Geschichts interessiert, ja sogar schon inder Grundschule. Mit den verblödenden Massenmedien setzte ich mich nur wenig auseinander. Ich las daher Zeitungen wie den Spiegel oder Geschichtszeitschriften. Diese unterschiedn sich aber von den anderen Medien im Bezug auf dem Kommunismus und vor allem Stalin nur dahingehend, dass sie nicht so leicht zu duchschauen waren. Ich war angeblich linken Kräften wie der SPD immer sehr kritisch eingestellt, von den wahren Linken mal ganz zu schweigen. Den Höhepunkt meines Antikommunismus erreichte ich in dem Zeitpunkt als sich Stalins Todestag zum 50 mal jährte. Geschichtsbegeistert wie ich war sah mir fast alle Doku`s zum thema im Fernsehen an, vor allem die auf ARD und ZDF.
Wie wurde ich dann Kommunist??
Nun das ging in der 10. Klasse los. Im Geschichtsunterricht wurde uns die Eiserne Regel beigebracht, vor dem Urteil über einen historischen Sachverhalt immer mehrere Quellen auszuwerten und vor allem sich mit beiden Seiten auseinander zu setzen. Dies übertrug ich dann auf alle Urteile die ich in meinem Leben fällte, wenn auch nicht immer richtig. Ich begann dann Marx zu lesen, wobei mir die Büchersammlung meiner Großeltern sehr half. Als ich dann einen Internet Zugang bekam, fand ich schnell diese Seite und las unter anderem Ludo Martens Buch "Stalin anders betrachtet". Seitdem bin ich auch kein Antistalinist mehr. Jubelnder Stern UdSSR


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Wie seid ihr Kommunisten geworden?
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2007, 20:25 
Administrator
Benutzeravatar

Beiträge: 4023
Zitat:
. und las unter anderem Ludo Martens Buch "Stalin anders betrachtet". Seitdem bin ich auch kein Antistalinist mehr.



Na dann hat meine Seite ja etwas erreicht. Smile

_________________
Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Wie seid ihr Kommunisten geworden?
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2007, 20:25 

Beiträge: 20
Hallo

Ich bin neu in diesem Forum und dachte mir dieser Thread sei eine gute Gelegenheit mich selbst und die Entwicklung in meinem politischen Denken, welche mich letztlich hierher führte einmal vorzustellen.

Ich bin 18 Jahre jung und stamme aus dem politisch erzkonservativen Münsterland in Westfalen.
Im Moment besuche ich die 11. Klasse eines Gymnasiums in meiner Heimatstadt.
Schon seit langem suche ich nach gesellschaftlichen Alternativen zur heutigen Staats- und Gesellschaftsform, da ich der Überzeugung bin, dass der bewusst handelnde Mensch dem was unsere Erde im Moment ist wenn sein Wille und seine Solidarität mit Gleichgesinnten nur groß genug ist mit Leichtigkeit Abhilfe schaffen kann.
Allerdings kann ich dabei nicht sagen immer schon irgendwo links gewesen zu sein.
Ich habe überall gesucht ... so um die 13 herum war ich sehr an der christlichen Kirche und ihren Gedanken zur Gleichheit und Brüderlichkeit der Menschen interessiert ... bis ich dann feststellte was für einen reaktionären den Menschen dogmatisch lähmenden Weg diese Organisation eigentlich beschreitet.
Aus meiner heutigen Sicht kann ich die christlichen Standpunkte in ihrer ideengeschichtlichen Überlebtheit kaum noch ernst nehmen.
Später dann mit etwa 15 scheint es bei mir ähnlich gewesen zu sein wie beim Benutzer "Sergej" in diesem Forum - ich dachte zeitweise eher national-reaktionär, wobei ich bald erkannte was für Betonköpfe man in diesem Spektrum meist vorfindet und wie wenig sinnvoll national-separatistisches Gehabe in einer Welt die zwangsläufig immer "kleiner" wird ist.
Heute bin ich aus tiefster Überzeugung (welche mich letztlich auch vom reaktionären Spektrum löste) antirassistisch und antinationalistisch eingestellt: für mich ist der Nationalstaat ein überkommenes Staatsmodell, welches durch den weltweiten sozialistischen Einheitsstaat überwunden werden muss.
Gleichzeitig bin ich aber der Auffassung, dass die Menschheit sich durch ihre verschiedenen kulturellen Strömungen unter einer einigenden Leitkultur bereichern sollte anstatt ihre vielfältigen Wurzeln einfach zu verdrängen.
In einer Welt wie ich sie mir wünschen würde, würde ein durchaus heimatverbundener deutscher Mensch Tür an Tür mit einem Schwarzafrikaner, einem jüdisch-stämmigen Menschen oder einem Asiaten leben und jeder würde den anderen in Solidarität und Gemeinschaft mit seinen kulturellen Erfahrungen und Wurzeln bereichern.
Antideusch zu sein hieße vor diesem Hintergrund nur das prä-sozialistischen Erbe eines Teiles der Weltgesellschaft in den Fängen des menschenverachtenden Faschismus zu Grabe zu tragen - diesem so einen letzten Triumph zu gönnen, indem man ihm seine Beute belässt.
Einheit in Vielfalt sollte hingegen die Devise lauten - ein starkes Kollektiv gerade durch die vielfältige Beschaffenheit seiner Mitglieder, sowohl individuell als auch kulturell - daraus wird sich früher oder später ohnehin eine homogene Weltkultur formen.

In meinem persönlichen Umfeld sah ich ebenfalls schon früh die Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung der menschlichen Gesellschaft ... schon als halbes Kind verstand ich z.B. nicht warum mein Vater die Arbeitsbedingungen die ihn teilweise sogar krank machten als alternativlos ansah.

Alles in allem führte mich meine Suche nach Alternativen auf jeden Fall immer mehr in eine Art selbst erstelltes Gesellschafts und Staatsmodell, welches ich "Unionismus" taufte ... letztlich wurde mir aber klar, dass es auf dieser Welt schon ein Gesellschaftsmodell gab in welchem ich die überwiegende Mehrheit meiner Ideen und Forderungen wiederfinden konnte: den Kommunismus!

Und hier wusste ich, musste ich also ansetzen um Menschen zu finden, welche gemeinsam mit mir dem weltweiten Elend ein Ende setzen würden.
Die meisten Menschen hier sind es schon gewohnt, dass minütlich Menschen auf dieser Welt den Hungertod sterben und mögen fast schon genervt die Augen verdrehen wenn man es erwähnt.
"Die armen Kinder in Afrika usw. usf." - das hat schon fast den Charakter einer Klischee-Floskel in dieser Gesellschaft, dabei macht sich hier wohlweißlich kaum jemand bewusst was es eigentlich heißt wenn ein Mensch den Hungertod sterben muss.
Das ist kein Klischee zum Augenverdrehen, sondern seine minütliche Katastrophe da die Ressourcen da wären es gänzlich anders zu gestalten.
Ob unsereins nun am Monatsende noch etwas übrig hat oder nicht ... es gibt Menschen auf der Welt die nicht nur keine Schule besuchen dürfen und ihr Leben in Armut fristen müssen, sondern die einfach an Hunger und Krankheit verenden, während es hier Firmen gibt die auf ihren Patenten an Antibiotika bestehen und Menschen die, die Mittel hätten zumindest einige ihrer Mitmenschen zu retten und sich statt dessen nur um ihr eigenes Wohlbefinden sorgen.
Der europäische Arbeiter wird mehr und mehr ausgebeutet, während der afrikanische Mensch im Stacheldraht der EU-Außengrenze oder in nicht seetüchtigen Booten auf dem Mittelmeer verendet.
Mit mir ist eine solche Welt nicht zu machen.
Für mich ist es kein Klischee zum Augen verdrehen wenn Menschen den Hungertod sterben (man stelle sich das bitte mal ausführlich vor was das wirklich bedeutet - nicht nur obligatorisch als Fakt hinnehmen und abnicken, sondern versuchen sich klar zu machen was minütlich und sekündlich in diesen sterbenden Menschen vorgeht) und für mich ist es nicht alternativlos wenn skrupellose Egozentriker Menschen psychisch, gesundheitlich und finanziell zu Grunde richten, nur um sich parasitär an ihrer Arbeit bereichern zu können.
Für mich ist es ebenfalls ein Unding wie der konsumfixierte Spross der Wegwerf-Gesellschaft hier bisweilen mit seinen Mitmenschen umgeht.
Und ich kann es nur noch einmal wiederholen: all das ist mit mir nicht zu machen.
Zusammenfassend zitiere ich hier Rosa Luxemburg: "Sozialismus oder Barbarei!"

So führte mein Weg mich wohl zwangsläufig zum Kommunismus, da ich ich die Barbarei von Anfang an nicht dulden wollte.
Es wäre den Werktätigen dieser Welt ein leichtes diesem Spuk ein Ende zu machen, wenn sie nur sehenden Auges durch diese Welt gingen.

Der jetzige Lebensgefährte meiner Mutter wuchs in der DDR auf und wusste aus dieser Zeit einiges zu berichten und manche propagandistische Fehlinformation aus dem Westblock zu zerstreuen.
Nach dem was ich heute weiß lief dort durchaus manches falsch - insbesondere nachdem mit Leonid Breschnew in der SU und gleichsam mit Erich Honecker in der DDR der Revisionismus die Macht übernahm und in Folge dessen in vielen Bereichen eine durchweg verfehlte Politik betrieben wurde.
Dennoch war selbst dort vieles besser als in der heutigen Gesellschaft - besagter Lebensgefährte meiner Mutter bereut es heute zumindest im Nachhinein sich niemals in der SED engagiert zu haben.

Alles in allem bin ich in gewisser Hinsicht sicherlich ein Utopist der sehr detailreiche wunderbare Ideen für die Zukunft ausgearbeitet hat ohne dem erforderlichen Praxisanteil Rechnung zu tragen.
Ich bin jedoch gewillt meine Ideen und Ziele auf das wissenschaftliche Fundament des Marxismus-Leninismus zu stellen um ihnen endlich wahrhaftes Profil zu verleihen und meinen Beitrag zu leisten diese Welt zum Guten zu verändern.

Ich lese schon seit einiger Zeit auf dieser Seite mit und so fiel mir auch das Angebot auf über die Zeitschrift "offensiv" an einem Marxistisch-Leninistischen Fernstudium teilzunehmen - dies täte mir sicherlich gut, wenn ich auch erst einmal sehen muss, dass ich die entsprechenden Bahnfahrten zu den Seminaren bezahlen kann bevor ich mich entscheide mich dort anzumelden.
Ich würde nur sehr ungern auf Leistungen eines Unterstützungsfonds zurück greifen müssen - man weiß nie was privat noch alles passieren kann um das Weiterlernen im entsprechenden Zeitrahmen letztlich unmöglich zu machen und ich möchte sicherlich nicht das Geld anderer Menschen verschwenden.

Auf jeden Fall suche ich nun nach Kontakt zu anderen Genossen um mich im Kampf für eine sozialistische Weltordnung einbringen zu können und würde mich freuen, wenn ihr Benutzer dieses Forums mir ein wenig unter die Arme greifen würdet, in dem Sinne, dass ich mich hier auch mit meinen wissenschaftlich wohl noch nicht optimal ausgerichteten Positionen einbringen kann, um Kritiken zu bekommen die mich wirklich weiter bringen und natürlich auch um Kontakte zu anderen Kommunisten zu knüpfen.
In Deutschland ist die gesamte wirkliche Linke ja ein Konvolut diverser Splitterparteien - bei der letzten Bundestagswahl habe ich meine Stimme der Linkspartei-PDS gegeben im vollem Bewusstsein eine reformistisch-sozialdemokratische Kraft zu wählen, da ich meine Stimme nicht der MLPD geben wollte, die mir teilweise auf fatale Weise maoistisch angehaucht und innerlich völlig zerstritten erscheint.
Dieses Forum fällt mir positiv auf, durch seine differenzierte Auseinandersetzung mit der Geschichte der kommunistischen Bewegung, so ich auch die Zukunftsaufgaben der globalen Linken nicht davon abhängig machen möchte was eine historische Persönlichkeit nun getan oder nicht getan hat ... eben mit dieser Vorgehensweise überlassen die revolutionären Kräfte in Deutschland die soziale Frage ja den Sozialdemokraten der PDS.

Wie gesagt - ich wäre auf jeden Fall froh hier Kontakte zu Gleichgesinnten finden. Smile


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Wie seid ihr Kommunisten geworden?
BeitragVerfasst: Di 3. Apr 2007, 20:26 

Beiträge: 2008
Hallo Carsten,

herzlich willkommen bei uns im Forum und im Bunde Gleichgesinnter. Nach gründlichem Lesen Deines ersten Beitrages freue ich mich auf weitere Beiträge von Dir. Ich gehöre hier wohl zu schon etwas Angegrauten, aber bitte mich dennoch nicht als Parteiveteran zu bezeichnen. Ich freue mich vor allen, wenn junge Menschen wie Du zu uns finden.
Für mich war das Forum auch immer eine Plattform für alle Menschen dieses Landes und auch gern aus anderen Ländern.
Viele Deiner Träume sind auch die Träume vieler im Forum. Ich denke, wir kämpfen für eine gemeinsame, gute und richtige Sache.

_________________
»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Wie seid ihr Kommunisten geworden?
BeitragVerfasst: So 6. Sep 2009, 12:37 

Beiträge: 46
Zwar ziemlich veraltet, aber ich versuche es mal wiederzubeleben ;)

Also bis zu meinem 13 Lebensjahr war ich noch sehr Religionsinteressiert und habe mich auch gerne mit den Griechen (Kultur, Religion, Militär usw.) beschäftigt bis mir dieses Wort ins Auge sprang-> REPUBLIK.
Das war der Startschuss, ich suchte was Republik eigendlich war und es hörte sich ganz gut an im gegensatz zur Monarchie und Diktatur.
Und irgendwie, ich weiss jetzt nicht genau wie, bin ich auch zur heutigen Demokratie gekommen und habe mich mit dem Thema auseinandergesetzt.
Anfangs war das Wort Kommunismus noch ein Fremdwort da ich mich erstmal über den Liberalismus informierte und war auch wirklich angetan davon.
Danach über den Konservatismus, doch dann (obwohl ich immernoch sehr wenig wusste) habe ich angefangen darüber zu zweifeln indem ich gelesen habe das der Konservatismus die Ständegesellschaft begrüßt und habe begriffen das es das gleiche mit meinem geliebten Liberalismus ist.
Das die Schere zwischen Arm und Reich extrem hoch ist, nun habe ich auch das erste mal vom Kommunismus gehört.
Erstmal fragte ich meinen Vater, er erzählte mir etwas von der Arbeiterbewegung und dem Frühkapitalismus.
Und ich fand alles was er gesagt hat von Anfang an richtig.
Ich habe noch NIE irgendetwas zuvor vom Kommunismus gehört und vom ersten Satz "Enteignung der Kapitalisten" bis zur Diktatur des Proletariats war ich vollkommen davon angetan.

Ich überlegte und meinte, warum denn Kommunismus ?
Zum Glück fand ich Menschen die mir mal nen bissl Linke Theorie geschickt haben und so las ich.
Wieder vom ersten bis zum letzten Buchstaben angetan habe ich mich einfach schlicht weiterinformiert und nun bin ich hier mit 14 Jahren.

Wird vllt nochmal überarbeitet, bin nämlich total fertig.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 11 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen

Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group

Deutsche Übersetzung durch phpBB.de