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 Betreff des Beitrags: Preis der Arbeitskraft? Wodurch bestimmt?
BeitragVerfasst: Mo 9. Nov 2009, 22:49 

Beiträge: 50
Es ist Allgemeinwissen unter Kommunisten, dass der Preis der Arbeitskraft bestimmt wird durch die Reproduktionskosten. Diese sog. Reproduktionskosten haben zwei Aspekte.

1. Die physisch notwendigen Reproduktionskosten zur Erhaltung der Körperfunktionen i.w.S.
2. Neben der physischen Komponente der Aufrechterhaltung der Körperkraft geht auch ein historisch-kulturelles Element ein: Der traditionelle Lebensstandard.

Die marxistische Theorie, nach der der Preis der Arbeitskraft durch das Quantum Reproduktionskosten bestimmt wird, ist ein Grundpfeiller der Mehrwerttheorie - aus der der Ursprung des Profits abgeleitet wird. Die Vertreter der kapitalistischen Ökonomie hingegen behaupten, dass der Preis der Ware bestimmt sei durch "Angebot und Nachfrage" nach Arbeitskraft.

Soweit so gut.

In der letzten Woche habe ich eine Vorlesung an meiner Uni besucht. In dieser Veranstaltung ging es um die marxsche Mehrwerttheorie, die den Hörern in Grundzügen richtig erklärt wurde. Das Schlusswort der Dozentin war dann umso besser: Die Marxsche Theorie der Profitbildung könne so nicht mehr stimmen, weil der Preis der Arbeitskraft ja nicht mehr durch das Quantum Reproduktionskosten bestimmt werde, sondern durch "Angebot und Nachfrage". Nicht weniger ließe sich darum erklären, warum es Professoren oder Manager gäbe, die heute mehr verdienen, als sie zur Wiederherstellung ihrer "Arbeitskraft" brauchen würden.

Ich hätte ja nicht gedacht, dass die "Dozentin" gerade an diesem Punkt versucht die marxsche Mehrtwerttheorie zu revidieren. Spontan konnte ich zunächst nur entgegenbringen, dass natürlich nicht jeder "Arbeiter" oder "Angestellte" ein Professor oder Manager ist. Im Mittelpunkt unserer Mehrwerttheorie rückte ich jene Einkommenschicht in den Mittelpunkt der marxschen Mehrwerttheorie, die vor allem auch in der heutigen Zeit einen Löwenanteil der Einkommen (Nach der Anzahl) ausmacht. Hier stellte ich dann weiter fest, dass es doch augenscheinlich sei, dass der Mittelwert der Einkommen (Einkommen des Proletariats) jenem Wert entsprechen müsse, die nach der marxschen Mehrwerttheorie den genannten Reproduktionskosten entspricht.
Ferner konstatierte ich, dass die behauptete Preisbildung nach "Angebot und Nachfrage" um den Punkt den herumschwirre, den ich als Zirkulationsmittelpunkt - also den Wert der Arbeitskraft - bezeichnet habe.

Jetzt eine Bitte an euch:
- Ich hab zwar schon einiges zu dieser Diskussion zusammengetragen. Vielleicht habt ihr noch andere Quellen.
- Wie erklären sich die Schwankungen des Preises der Arbeitskraft?
(Entwicklung der Produktivkräfte?, Senkung des Lebensstandards?...)


Karl Marx Das Kapital - Bd. I VI. Der Arbeitslohn - Siebzehntes Kapitel
Verwandlung von Wert resp. Preis der Arbeitskraft in Arbeitslohn
http://www.textlog.de/kapital-verwandlung-wert.html

Karl Marx Das Kapital - Bd. I V. Die Produktion des absoluten und relativen Mehrwerts - Fünfzehntes Kapitel
Größenwechsel von Preis der Arbeitskraft und Mehrwert
http://www.textlog.de/kapital-preis-arbeitskraft.html


Update:
Hier quasi eine direkte Antwort auf die Frage wodurch der Preis der Arbeitskraft bestimmt wird.
http://www.textlog.de/marx-angebot-nachfrage.html


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