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 Betreff des Beitrags: Re: Mathematik der Krise
BeitragVerfasst: So 18. Jan 2009, 15:23 

Beiträge: 2008
Nun haben wir (wieder mal) eine schöne, massive, handfeste Krise. Keiner hatte vorher ein Modell zur Berechnungs des Krisenstarttermins. So trifft es (wie immer) alle Politiker, Manager und sonstige Geldmenschen unvorbereitet, wie in jedem Winter der Wintereinbruch die Kraftfahrer (obwohl hier Herrscharen von Supercomputern und Wettermachern das zumindest androhen).
Ist das nicht ein enormes Problem in unserer achso hochwissenschaftlichen und hochtechnologischen Gesellschaft? Warum kann das keiner exakt vorhersagen? Haben wir keine Fachleute dafür oder sind Fachleute das, was ich als interessante Definition auf der Homepage eines Professors der Mittweidaer Hochschule fand:
"Fachleute zeichnen sich dadurch aus, dass sie überzeugend erklären können,
warum ein Ereignis nicht so eingetreten ist, wie sie es vorhergesagt hatten.
Ihre Qualifikation steigt mit der Zahl der erlittenen Irrtümer; ein guter
Fachmann hat sich bereits so oft geirrt, dass man ihm nicht mehr vertrauen sollte.
Studenten müssen erst lernen, ihre Irrtümer in Erkenntnisse umzuwandeln;
meistens übernehmen sie nur die ihrer Lehrer.
Im Zweifelsfall die richtige Lösung wählen, kennzeichnet den Theoretiker.
Keine Lösung haben und sie technisch umsetzen, das macht den Praktiker."
Ist doch mal ein Ansatz, oder? :D

_________________
»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Mathematik der Krise
BeitragVerfasst: So 18. Jan 2009, 16:30 
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Beiträge: 4023
gewe hat geschrieben:
Nun haben wir (wieder mal) eine schöne, massive, handfeste Krise. Keiner hatte vorher ein Modell zur Berechnungs des Krisenstarttermins. So trifft es (wie immer) alle Politiker, Manager und sonstige Geldmenschen unvorbereitet, wie in jedem Winter der Wintereinbruch die Kraftfahrer (obwohl hier Herrscharen von Supercomputern und Wettermachern das zumindest androhen).


Dabei war es schon seit mehr als einem Jahr absehbar, dass das passieren wird.

_________________
Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mathematik der Krise
BeitragVerfasst: Di 25. Mai 2010, 20:44 

Beiträge: 14
gewe hat geschrieben:
Ist das nicht ein enormes Problem in unserer achso hochwissenschaftlichen und hochtechnologischen Gesellschaft? Warum kann das keiner exakt vorhersagen?


Das ist wie beim Wetter - kleine Fehleinschätzungen in der Prognose haben große Einflüsse - eine chaotische Fortpflanzung.
Ich fand es durchaus amüsant auf Seite 1, ein Revolutionsklima anhand der Abweichung des Wohlstands von einer Gaußchen Glockenkurve zu erklären, weil schlichtweg falsch.

Auch wenn 99,9% eines Systems schon fast an Hunger krepieren, 0,1% in Luxus schwelgt, so könnte diese Oligarchie trotzdem (stabil) funktionieren.
Gab es in der Geschichte nicht oft, wäre heutzutage möglich, weil die moderne Bourgeoisie über viel mehr teuflisches Wissen verfügt als in vergangengen Epochen.

1. Lasse auch den verlumptesten Proleten meinen, er gehöre zum sogenannten "Mittelstand". Natürlich könnte er sich auch den Traum vom Tellerwäscher zum Millionär erfüllen. In einer Zeit, in der "Opfer" sein das schlimmste ist, gibt keiner gerne zu, arm zu sein.

2. Lass die Leute denken, sie seien in einer Demokratie, in der immer mehr Steuergeschenke für die obersten Zehntausend natürlich eine Mehrheitsentscheidung sind.

3. Setze die Widersprüche anders an. Spiele Gruppen gegeneinander aus. Deutsche gegen Ausländer (Koch), Arbeiter gegen Arbeitslose (Westerwelle) etc. Zusammengefasst unter dem Prinzip "Teile und Herrsche".

4. Sollte es doch zu Unruhen kommen, so sind allein aufgrund des technologischen Fortschritts relativ wenige Streitkräfte vonnöten, um Revolten theoretisch blutig niederzuschlagen. Die ethischen Schranken für derartiges zerfallen immer mehr.

Eine Warnung an alle, die denken eine immer weiter driftende Wohlstandsschere würde uns zum Kommunismus durch eine resultierende Revolution verhelfen. :zwecklos:


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