Forum.stalinwerke.de - stalinforum.de

Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
Aktuelle Zeit: Di 28. Mär 2017, 00:31

Alle Zeiten sind UTC




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 12 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:11 
Administrator
Benutzeravatar

Beiträge: 4023
Was genau ist das? Wo liegen die Vor- und wo die Nachteile? Hätte man die schlechten Nachfolger von Stalin in einer Räterepublik verhindern könn

_________________
Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:11 

Beiträge: 46
Eine Räterepublik baut auf einzelnen Räten auf die von Betrieben, Stadtbezirken u. ä. gebildet werden, die ihre "Abgeordneten" auf allen Ebenen wählen. Diese sind ihnen Rechenschaftspflichtig, Weisungsgebunden und jederzeit absetzbar.

Die Vorteile sind ja offensichtlich, wenn man davon ausgeht, dass das Volk überhaupt die nötige Bildung besitzt zu beurteilen was wichtig und richtig für das Land ist und auch die Richtung klar ist (das heißt keine Reaktionäre Opposition, kein Abweichen vom Sozialismus).
Das nötige Wissen muss die Kommunistische Partei vermitteln.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:12 
Träger des Agitprop-Stalinorden
Benutzeravatar

Beiträge: 628
Zitat:
dass das Volk überhaupt die nötige Bildung besitzt zu beurteilen was wichtig und richtig für das Land ist



Also es ist Schwachsinn und funktioniert nicht? Zwinkender Stern

_________________
Die Andersdenkenden haben Rosa Luxemburg umgebracht - D.W.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:12 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Also es ist Schwachsinn und funktioniert nicht?

Ja. Genau deswegen haben Rästesysteme nie lange überlebt. Sie wurden von der Konterrevolution gefressen oder von der Revolution.

Jede erfolgreiche Revolution wird alle drei möglichen Verwaltungsformen durchlaufen müssen. Sie wird sich zunächst als demokratisch darstellen, weil aber auch nach der Revolution unterschiedliche Interessen verschiedener Parteien bestehen, ist das Rätesystem instabil, und aus ihm hervor geht die Oligarchie einer Partei, womit aber derselbe Kampf der unterschiedlichen Interessen nur in die Partei verlegt wird. Auch die Oligarchie dieser einen Partei ist also instabil, und es muß sich unvermeidlich eine Monarchie herausbilden. Allein in dieser Form hat die Revolution eine Chance zu überleben, und das ist der Grund, warum bisher jede Revolution in eine Monarchie mündete.

_________________
Der Hunsch wars!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:13 
Verdientes Mitglied des Forums

Beiträge: 198
Meiner Meinung nach haben wir das Problem wenn eine Person am Ende das sagen hat, dass wir von dieser Person extrem abhängig sind. Ist diese Person eine gute Führungperson und setzt sich für den konsequenten Weg zum Sozialismus/Kommunismus ein ist dies gut für uns aber wenn sie Revisionistisch ist oder sogar Sozialdemokratisch fährt der Karren vor den Baum und genau da liegt das Problem.

Demzufolge wären also mehrere Personen die als gleichberechtigt führen besser. Wenn diese sich einig sind und auf dem Richtigen Weg sind ist das ebenfalls gut für uns. Sind sie zerrstritten oder trotz das es mehrere sind auf dem falschen Weg, dann haben wir wieder ein Problem.

Ich hab keine Ahnung wie wir dieses Problem lösen können. Leider haben wir wohl auch nicht mehr so viele Versuche um den Richtigen Weg auszuprobieren am Ende muss uns wohl das Glück ein wenig nachhelfen helfen.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:13 

Beiträge: 462
Zitat:
Allein in dieser Form hat die Revolution eine Chance zu überleben, und das ist der Grund, warum bisher jede Revolution in eine Monarchie mündete.

Da hast du leider recht, jedenfalls zeigt das die Geschichte. Aber sollte man diesem Begriff "Monarchie" nicht einen populäreren Namen verpassen?
Aber spulen wir den Film kurz zurück: Wäre es nicht möglich das System so aufzubauen das die Interressen der die Oligarchie bildenden Personen so gelenkt werden das konterrevolutionäre Handlungen ihnen nicht hilfreich erscheinen?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:14 
Träger des Agitprop-Stalinorden
Benutzeravatar

Beiträge: 628
Zitat:
Aber sollte man diesem Begriff "Monarchie" nicht einen populäreren Namen verpassen?


Also da muss ich zustimmen. Am besten was dass mit "- Demokratie" endet, man will damit ja auch Leute beeindrucken können...

_________________
Die Andersdenkenden haben Rosa Luxemburg umgebracht - D.W.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:14 
Moderator

Beiträge: 876
Das Thema Räterepublik ist sicher eines der wichtigsten und interessantesten des gesamten Themenkomplexes Sozialismus/Kommunismus.

Bevor die Staatsform Räterepublik bewertet werden kann, müssten zunächst mal einige Fragen geklärt sein:

1) Was ist die theoretische Grundlage der Staatsform Räterepublik? Wer hat diese Grundlage geschaffen? Lenin? Haben sich Marx und Engels zu diesem Thema geäußert?

2) Ist die Räterepublik die (einzig mögliche) Staatsform des Kommunismus?

2) Sowjetrepubliken sind Räterepubliken. Was war die verfassungsmäßige Grundlage der Russischen Sowjetrepublik bzw. der späteren UdSSR?

3) Wie kam es zur relativen Entmachtung der Räte/Sowjets in der UdSSR?

Weiterhin sollten die Rahmenbedingungen bei der Gründung einer Räterepublik berücksichtigt werden. Erfolgt die Gründung in der Nachbarschaft feindlicher Staaten und bei ablehnender Haltung von Teilen der Bevölkerung oder ist sie das Ergebnis eines langen zivilisatorischen Prozesses?

Bloß weil etwas beim ersten Versuch nicht funktioniert hat, heißt es ja nicht, daß es generell schlecht ist.

Problematisch finde ich den Ansatz mit den "unwissenden Massen". Natürlich sind die Massen in vielen Fällen unwissend, was aber eine direkte Folge der jeweiligen Herrschaftsverhältnisse ist und nicht per se den Massen vorgeworfen werden kann und sie nicht grundsätzlich dafür disqualifiziert, ihre eigenen Interessen zu vertreten.

Nach meinem Verständnis sind die Kommunisten die Avantgarde, die den Massen vorangeht, sie auf ihren Erkenntnisstand bringt und dann mit ihnen eine Einheit bildet, nicht eine Elite, die sie dauerhaft beherrschen will.

Bei den bisher vorherrschenden weltpolitischen Gegebenheiten hätte eine Räterepublik ohne starke Führungspersönlichkeiten mit ausreichenden Machtbefugnissen wahrscheinlich große Probleme, zu überleben.

Daß es aber in Übergangszeiten praktikable Modelle gibt, zeigt z.B. Venezuela.

"Die neue »Sozialistische Einheitspartei Venezuelas« werde die »demokratischste aller Parteien« sein, hatte der gerade wiedergewählte Staatschef Hugo Chávez am Freitag in Caracas gesagt, »weil in ihr alles diskutiert wird und weil in ihr die wahren Anführer von der Basis gewählt werden«. Er jedenfalls wolle nicht mehr per Fingerzeig Kandidaten bestimmen, sagte er auf einem Treffen mit Vertretern der 24 Parteien, die ihn bei der Wahl am 3.Dezember unterstützt haben." jW vom 20.12.2006

Darüber hinaus gibt es ein Modell, mit dem sich hier bisher trotz mehrerer Anläufe meinerseits leider noch niemand befassen wollte, nämlich die "Dritte Universaltheorie" von Muammar al-Gadhafi.

Soweit ich diese richtig verstehe, handelt es sich bei der darauf basierenden Staatsform, der Volksdschamahirija, um eine interessante Synthese aus traditionellen Stammessystemen und einer Art Rätesystem. Mir ist nicht bekannt, wie in Libyen die Theorie der Volksdschamahirija tatsächlich gelebt wird, aber einige Gedanken sind hochinteressant.

Im "Grünen Buch" sagt Gadhafi beispielsweise sinngemäß:

- Parteien spalten die Gesellschaft
- Repräsentation ist die Verweigerung von Partizipation
- Repräsentation ist die Verfälschung der Demokratie
- Plebiszite sind ein Verrat an der Demokratie
- Keine Demokratie ohne Volkskongresse

Wenn ich das richtig verstehe, meint Gadhafi, daß in einem (Mehr-)Parteiensystem die Mehrheit diktatorisch über die Minderheit herrscht. Bei Plebisziten würden die Menschen abstimmen, ohne genau zu wissen, worum es geht. Ersteres würde ja zum Gedanken einer Einheitspartei passen. Der kritische Punkt scheint mir zu sein, daß das Volk so gut informiert sein müsste, daß es seine Angelegenheiten selbst regeln könnte und auch entsprechend motiviert sein müsste, das zu wollen.

Was ich bisher nicht verstanden habe, ist, wie das mit den Volkskongressen praktisch funktioniert/funktionieren soll. Wie lange dauert es, bis da eine Entscheidung getroffen werden kann?

Derzeit scheint der Revolutionsführer Gadhafi, der übrigens kein offizielles Staatsamt in Libyen innehat, durch seine Person sicherzustellen, daß alles läuft.

Könnte man daraus die These ableiten "Räterepublik funktioniert unter realen Bedingungen nur im Zusammenspiel mit einer übergeordneten Führung"? Was aber eigentlich ein Widerspruch in sich selbst wäre.


Hier gibt es das "Grüne Buch" online:
http://www.geocities.com/Athens/8744/readgb.htm


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:15 
Literat

Beiträge: 2947
@zagard
Du stellst die Probleme richtig dar, allerdings ist die Gewichtung genau anders. Die Monarchie ist immer so gut wie der Monarch. Es besteht daher in ihr eine gewisse Chance, daß gut regiert wird. In der Oligarchie besteht dagegen die Garantie, daß schlecht regiert wird, weil sich gleichmächtige Politiker unvermeidlich bekämpfen werden, und dabei kann nichts gutes rauskommen, außer natürlich in dem Sinne, daß einer von ihnen siegt. Aber das ist keine gute Politik, sondern die Voraussetzung zu einer solchen.

Und völlig richtig: Lösen kann man diese Probleme gar nicht. Nur mit ihnen fertig werden, wenn sie auftreten. Aber auftreten werden sie immer wieder.

@Neo
Natürlich ist das Thema Räte sehr viel vielschichtiger, als es bei mir dargestellt ist. Ich habe es ja auch gar nicht dargestellt, sondern es nur zusammengefaßt, und zwar hinsichtlich des unvermeidlichen Resultat dieser und ähnlicher Organisationsformen.

Deine Ausführungen sind interessant. Allerdings halte ich die Frage, wie die politische Struktur des Kommunismus aussehen wird, für eine Hand breit over the top.

_________________
Der Hunsch wars!


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:15 
Held der Arbeit

Beiträge: 113
Eine Räterepublik funktioniert so lange sie lokal begrenzt bleibt und da liegt leider das Problem der Überlebensfähigkeit jenes Regierungssystems.
In meiner Region gibt es eine industriell geprägte Kleinstadt, die nach dem ersten Weltkrieg von ihren Bürgern in Verwaltung und Wirtschaft rätedemokratisch geführt wurde.
Das funktionierte, weil man die Bürger zeitnah und direkt in alle Entscheidungen einbinden konnte und Auswirkungen des Handelns sofort sichtbar wurden. Leute die versuchten auf ihrem Posten ihr eigenes Süppchen zu kochen, konnten schnell entlarvt und entfernt werden.
Was in einer Kleinstadt im Inneren funktioniert, funktioniert im übertragenen Sinn nicht auf die SU,weil man diese Masse an Ansichten in Stadt und Land, die sich in Form der Räte ausdrücken nicht synchronisieren kann.
Im Äußeren war die kleine Räterepublik sowieso nicht überlebensfähig, denn nach einem Jahr wurden die Revolutionäre von Bauern aus dem Umland erschlagen oder verhaftet.

Und bitte passt auf, was Ihr über die so genannte "ungebildete Masse" schreibt und denkt, die liest evtl. mit und Arroganz ist keine gute Basis für einen Schulterschluß.
Herablassend können sie auch von den Kapitalisten behandelt werden.


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:16 
Moderator

Beiträge: 876
Zitat:
Und bitte passt auf, was Ihr über die so genannte "ungebildete Masse" schreibt und denkt, die liest evtl. mit und Arroganz ist keine gute Basis für einen Schulterschluß.
Herablassend können sie auch von den Kapitalisten behandelt werden.




Ich hoffe, Du hast damit nicht mich gemeint, denn das wäre ein ganz großes Mißverständnis. Schließlich hatte ich in diesem Zusammenhang genau die gleichen Bedenken wie Du. Den Begriff "unwissende Massen", nicht "ungebildete Massen" übrigens, hatte ich extra in Anführungszeichen gesetzt, um zum Ausdruck zu bringen, daß ich mich von der mit der Verwendung des Begriffes möglicherweise verbundenen diskriminierenden Wirkung distanzieren möchte und den Ansatz für problematisch halte.

Die Feststellung, daß aufgrund der herrschenden Verhältnisse bei den "Massen" ein sehr unterschiedlicher Informations- und Erkenntnisstand vorliegt, insbesondere was die Beurteilung politischer und gesellschaftlicher Vorgänge angeht, hat nach meinem Verständnis nichts mit Herablassung zu tun, sondern beschreibt nur ein gesellschaftliches Phänomen.

Wie würdest Du denn den gegenwärtigen Zustand charakterisieren, bzw. was würdest Du denn für eine Wortwahl vorschlagen?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Räterepublik
BeitragVerfasst: Mo 2. Apr 2007, 04:17 

Beiträge: 46
Zitat:
Problematisch finde ich den Ansatz mit den "unwissenden Massen". Natürlich sind die Massen in vielen Fällen unwissend, was aber eine direkte Folge der jeweiligen Herrschaftsverhältnisse ist und nicht per se den Massen vorgeworfen werden kann und sie nicht grundsätzlich dafür disqualifiziert, ihre eigenen Interessen zu vertreten.

Nach meinem Verständnis sind die Kommunisten die Avantgarde, die den Massen vorangeht, sie auf ihren Erkenntnisstand bringt und dann mit ihnen eine Einheit bildet, nicht eine Elite, die sie dauerhaft beherrschen will.



Ich behaupte einfach, dass eine vorrübergehende "Diktatur" durch die Partei direkt nach der Revolution unvermeidlich ist um die Weichen in Richtung Sozialismus zu stellen, sie sich allerdings später mehr auf das "Erziehen", "Weiterbilden" und Entlarven der Feinde des Volkes konzentrieren sollte, was heißt, dass eine Räterepublik erst später durchgesetzt werden kann, wenn nicht sogar muss.

Zu der "ungebildeten Masse"... ich glaube daran bin mehr oder weniger auch ich Schuld ("wenn man davon ausgeht, dass das Volk überhaupt die nötige Bildung besitzt").
Das sollte nur ausdrücken, dass die "Masse" nicht sofort begreifen wird wie ein Staat selbst zu führen ist. Ich denke das ist verständlich.

Zur "Diktatur" aus "Stalin - Eine neue Welt":

Zitat:
Er verurteilt mit Heftigkeit jeden, der "Mangel an Vertrauen in die schöpferischen Fähigkeiten der Massen" zeigt (und sich dabei auf ihre "ungenügende Eingeweihtheit" beruft). Man kläre sie auf, dann führen sie sich und darin führen sie uns! Fort mit jenem "Aristokratismus der Führer gegenüber den Massen", denn sie, die Massen, sind berufen das Alte zu zerbrechen und das Neue aufzubauen. Nicht als Kindermädchen oder Gouvernante handeln; denn es sind letzten Endes weniger unsere Bücher, die die Massen belehren, als wir, die bei den Massen lernen. Nur die Mitarbeit der Massen erlaubt wirklich zu regieren:
"Am Steuerruder stehen und in die Luft blicken, ohne etwas zu sehen bis das Unglück da ist, das heißt nicht regieren. Die Bolschewiki verstehen die Kunst des Regierens anders. Um zu regieren, muss man in die Zukunft blicken ... Isoliert, selbst zusammen mit ein paar anderen leitenden Genossen, kannst du nicht alles sehen; das kannst du nur dann, wenn zu gleicher Zeit Hunderttausende und Millionen von Arbeitern die Schwächen untersuchen, die Irrtümer aufdecken und sich in die Verwirklichung des gemeinsamen Werkes einspannen" ... Das bedeutet das Haus ununterbrochen reinigen, indem man, wie der Herkules der griechischen Sage, einen Strom hindurchgehen lässt.
Den Massen gegenüber ist Überzeugung, nicht Gewalt anzuwenden. Als Sinowjew im Jahre 1927 die Theorie der Diktatur der Partei vertrat, wandte sich Stalin gegen "diese Engstirnigkeit" und erklärte, dass zwischen der Partei und den Massen Harmonie bestehen müsse, und dass das gegenseitige Vertrauen zwischen ihnen nicht durch abstrakte und unbeschränkte Rechte, die die Partei sich anmaße, zerstört werden dürfe. Einmal, weil auch die Partei sich irren kann, und dann, weil die Massen höchstens mit Verspätung einsehen können, dass die Partei recht hat.


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 12 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen

Gehe zu:  
cron
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group

Deutsche Übersetzung durch phpBB.de