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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 20:15 
Administrator
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Beiträge: 4023
Für ein Flugblatt brauchen wir eine klare und prägnante Aussagen.

Was ist Anarchismus?
Wie ist er zu erreichen?
Ist er zu erreichen?
Was unterscheidet ihm vom Kommunismus?
Was haben Anarchisten und Sozialisten/Kommunisten gemeinsam?

Ich bitte dabei um vernünftige Antworten.

_________________
Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 20:16 
Literat

Beiträge: 2947
Von mir kommt nur die Wahrheit. Ob die flugblatttauglich ist, ist eine andere Frage:

1. Anarchismus ist eine nach hinten verlagerte Utopie der Kleinproduzenten (d.i. das Kleinbürgertum). Anarchismus möchte die Grausamkeit des Kapitalismus nicht nach vorne (und also: nach oben) auflösen, sondern sozusagen das Rad der Zeit zurückdrehen. Genau das bedeutet Freiwirtschaft, auf die die Anarchisten so schwören. Entscheidend ist hierbei zweierlei:
a) Die Vorstellung der Freiwirtschaft ist illusorisch. Die Anarchisten übergehen die Tatsache, daß man komplexe Produktionsprozesse nur komplex bewältigen kann.
b) Eine Freiwirtschaft führt ohne Umwege direkt in den Monopolkapitalismus.
Anarchisten, kurzum, wollen etwas, was nicht geht, womit die Fragen 2. und 3. auch gleich beantwortet wären.

2. siehe 1.

3. siehe 1.

4. Der Anarchismus ist gedacht als Herrschaftslosigkeit. Der Kommunismus hingegen als Abwesenheit von Klassenherrschaft. Im Kommunismus wird es zweierlei weiterhin geben müssen:
a) eine staatliche Verwaltung.
b) eine Großproduktion (bedeutet, auf den Punkt gebracht: Arbeitsteilung)
Beides lehnen die Anarchisten de facto ab. Das ergibt sich aus den Vorstellungen des Anarchismus zwangsläufig, auch wenn es gelegentlich Anarchisten gibt, die das umzudeuten versuchen. (Es gibt ja mitunter auch Kommunisten, die die Notwendigkeit von a) und b) ableugnen.)

5. Wenn man von allen weiteren Fragen absieht, kann man sagen: Kommunisten und Anarchisten sind sich in ihrer Ablehnung des Kapitalismus einig. Soweit, mehr nicht. Aber selbst dieser Punkt wackelt, wenn wir uns klar machen, daß die anarchistische Kapitalismuskritik (siehe 1.) eine Kritik ist, die dem Kapitalimus nicht weh tut. Sie ist eine träumerischer Gegenentwurf eines urzeitlich-gemütlichen Kapitalismus.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Fr 20. Apr 2007, 22:08 

Beiträge: 48
Also ich hab das anders verstanden und will das mal auf meine Art erklären.

Der Kommunismus ist ja klassen und staatenlos, also haben auch die Anarchisten dieses Ziel, die Befreiung des Proletariats. Die Anarchisten sind aber keine Marxisten/Leninisten. Sie wollen den Staat nicht übernehmen, um ihn dann zur Befreiung zweckentfremden, sondern ihn gleich beseitigen/meiden. Nach Ansicht der Anarchisten korrumpiert die Macht welche vom Staat ausgeht die Führung, und kann deshalb nicht zur Befreiung der Arbeiterklasse dienen. Und dies hat sich ja schon mehrmals bestätigt: z.B. SowjetUnion nach Stalins Tod, VR China, usw. Die Diktatur des Proletariats ist deshalb nur soweit möglich wie die Führung dies zulässt.

Mir fällt auch schwer daran zu glauben dass nach der Weltrevolution (Marxismus) sich die Staaten dann auflösen. Eher glaube ich dass sich die Staaten gegenseitig Verrät und Revisionismus vorwerfen werden und sich sogar angreifen könnten; hat doch die SU und VRChina auch gemacht? Es wäre dann also besser nur einen Staat zu haben.


"Die Anarcho-SyndikalistInnen lehnen die Organisation ihrer Interessen in zentralistisch aufgebauten Parteien und Organisationen ab. Gegen Stellvertreterpolitik und Parlamentarismus setzen sie die Selbstorganisation der Arbeitenden in autonomen, unabhängigen Gruppen, die miteinander auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene zusammengeschlossen sind. Zur Durchsetzung ihrer Ziele und Forderungen dienen ihnen die Mittel der Direkten Aktion. (z.B. Besetzungen, Boykotts, Streiks usw.) Sie lehnen im Gegensatz dazu "indirekte" Maßnahmen wie die parlamentarische Betätigung ab. Das Ziel des Anarcho-Syndikalismus ist die herrschaftsfreie, auf Selbstorganisation aufgebaute und auf Selbstverwaltung gegründete Gesellschaft."
Und das hat es ja in Katalonien (Spanien) gegeben.

www.anarchismus.at


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Mo 23. Apr 2007, 19:32 
Literat

Beiträge: 2947
Hallo Staatsfeind,

es wäre nicht schlecht, wenn du dir die Auffassungen von Godwin, Bakunin, Gesell usw. genauer ansähest. Es fällt schwer, diese mit denen von Marx zu verwechseln. Die Differenz besteht eben nicht nur im Weg, sondern auch im Ziel. Selbst wenn man in Rechnung stellt, daß Marx und Engels bezüglich des Absterben des Staates ziemlich naive Vorstellungen hatten, so bleibt doch immer noch, daß sie die Zukunft nicht im Rückfall in der Kleinproduktion sahen, sondern in der Kooperation von Produzenten und Produktionssphären. Der Staat soll nicht aufgehoben werden durch Tilgung, sondern durch Vervollkommnung. Das sind riesengroße Unterschiede in den Zielen, die in der politischen Praxis sogar direkt gegensätzlich sind.

Vielleicht braucht man die Anarchisten, um eine Revolution zu machen, aber danach sollen die alle nach Hause gehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2007, 02:01 
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Beiträge: 688
Ich nehme mir mal frei heraus unwissenschaftlich zu sprechen... das muss hier nicht der Wahrheit entsprechen und soll nur auf die Menschlein wirken. Da ja eine wissenschaftliche Erklärung auf einem Flugblatt gar nicht im Vordergrund zustehen hat, will man ja Menschen manipulieren und mit populistischen Floskeln auf seine Seite ziehen.

Vielleicht taugen sie ja was. Sind kurz gehalten da es ja für ein Plakat ist aber vielleicht bekommst du selbst ein paar Ideen

1. Freiheit von der Diktatur/Gewalt/Unterdrückung/Repression des Staates und Wirtschaft.
1. Leben in Frieden und Freiheit aber nur mit freien und friedliebenden Menschen.

2. Durch Kampf aller für die Freiheit Aller.
2. Mit Waffen der Solidarität und Brüderlichkeit für ein auch solches freies Leben.
2. Anarchistische Zukunft nur mit anarchistischen Mitteln!
2. Zerschlagung der Herrschaft zur Errichtung der nicht Herrschaft.
2. Ende des Staates heißt Ende der Gewalt!

(Das auf einen Flugblatt... halte ich für Unglück die Frage des "Ob" selbst zustellen,... nur wenn man eine wirklich gute Antwort hat sollte man das machen, oder man tut so als beantwortet man sie, ansonsten gleich lassen. Ich frage ja auch nicht, wenn ich jemand rumbekommen habe, ob alles in Ordnung ist, da fordere ich ihn ja auf zum Nachdenken.)

3. Anarchismus! nichts ist unmöglich!(Toyota nein...) wenn wir nur alle zusammenhalten!
3. Die Frage ob es geht gilt es nur durch den Versuch zu beantworten!
3. Diese Gesellschaft ist der Ausnahmezustand, der Anarchismus entgegen der Normalzustand! Also Tu etwas!

4. Erst den Kommunismus dann den Anarchismus! (naja irgendwie widerstrebt mir der)

5. Erst zusammen geknechtet worden, jetzt zusammen Kämpfen und schließlich zusammen Siegen werden!
5. Befreiung vom Kapitalismus nur mit Kommunisten und Anarchisten! Also gemeinsam statt im Alleingang!
5. Von den Kommunisten lernen heißt siegen lernen, gemeinsam für die Revolution wie einst 1917!
5. Diesmal sind wir dran! Und die Kommunisten helfen uns dabei!

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"Alle Menschen von Genie, alle jene, die sich in der Republik des Geistes einen Namen gemacht haben, sind Franzosen, ganz gleichgültig, in welchem Land auch immer sie geboren wurden."
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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2007, 05:45 
Literat

Beiträge: 2947
Da hast du was nicht richtig verstanden. 1. (aber dafür kannst du nichts) ist der Thread hier sehr alt, d.h. die Anfrage ist längst erledigt. 2. (und dafür kannst sehr wohl was) scheinst du zu glauben, Woschod wollte ein paar proanarchistische Slogans haben. Es geht um Aufklärung über den Anarchismus und nicht um Propaganda für denselben.

Deine Slogans, auch wenn man in Rechnung stellt, daß sie Slogans (also naturgemäß nicht wissenschaftlich) sind, lassen tief blicken. Vielleicht denkst du mal über das, was ich oben geschrieben habe, etwas nach. Oder du besorgst dir irgendso ein politisches Wörterbuch aus der DDR oder der SU und schlägst mal unter Anarchismus nach.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2007, 12:03 
Meister des virtuellen Pinsels
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Beiträge: 688
Hm ahso, nagut, Ich dachte das wäre irgendwie neu und sollte tatsächlich pro sein.
Ich dachte für irgend eine Aktion mit Anarchisten zusammen... gut mein Fehler.

Der Anarchismus ist ja nicht so meins, dachte aber vielleicht könnte es ein paar Ideen bringen wenn ich das Poste wie es mir einmal veranschaulicht worden war, ich bin wie gesagt von den Unterhaltungen ausgegangen die ich mit Anarchisten hatte.

Ich werde mir mal deine Tips zu Gemüte führen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Mi 25. Apr 2007, 19:35 
Literat

Beiträge: 2947
Es war ja auch nicht böse gemeint. Es ist nur eben eine weit verbreitete Fehleinschätzung, daß Kommunisten und Anarchisten dieselben Ziele haben. Dabei kann man ganz leicht einsehen, daß dem nicht so ist. Man muß sich nur mal etwas genauer mit den Auffassungen von Godwin und seinen Nachgeborenen beschäftigen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 19:36 

Beiträge: 48
"Der Kommunismus ist aber unser Ideal. Wir sind Kommunisten, weil der Kommunismus uns die beste Form gesellschaftlichen Zusammenlebens zu sein scheint, in der sich die Liebe zwischen den Menschen am vollständigsten verwirklichen kann und gleichzeitig die menschliche Anstrengung in der Erringung der Güter der Natur am produktivsten gestaltet werden kann. Und daher müssen wir ihn propagieren und ihn überall und in allen Tätigkeitsbereichen als Vorbild und Experiment praktizieren, sobald die Umstände es uns erlauben. Im übrigen müssen wir Vertrauen in die Freiheit setzen, die stets Zweck und Mittel jedes menschlichen Fortschritts bleibt."
(Errico Malatesta - Individualismus und Kommunismus im Anarchismus)

"Wir [kommunistischen Anarchisten] verstehen unter Kommunismus, die auf Gütergemeinschaft beruhende Gesellschaftsbeziehung, die jedem nach seinen Fähigkeiten zu arbeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen zu verbrauchen erlaubt."
(Bakunin - Staatlichkeit und Anarchie)

"Während Karl Marx und Friedrich Engels die Übernahme des bourgeoisen Staates durch das Proletariat fordern und darin den Übergang zu einem von selbst absterbenden Staat sahen - dem proletarischen, erklärt Bakunin die Aufrechterhaltung des Staates für einen Fehler. Der Staat ist für ihn ein hierarchisches Konstrukt, das der Machterhaltung einer Klasse dient. Welche Klasse dabei die Macht im Staate innehat, macht für ihn keinen Unterschied. An anderer Stelle sagt er über das Prinzip des Staates: "Jede konsequente und ehrliche Staatstheorie gründet sich im wesentlichen auf das Prinzip der Autorität, das heißt, jene im höchsten Maße theologische, metaphysische, politische Idee, dass die Massen immer unfähig sein werden, sich selbst zu regieren, und deshalb auf ewig das wohltätige Joch einer Weisheit und einer Gerechtigkeit werden tragen müssen, das ihnen auf die eine oder andere Weise von oben auferlegt wird." Aus dieser Ansicht folgert er: "Innerhalb eines Staates [ist] keine Befreiung des Proletariates möglich (...) die erste Bedingung für eine Befreiung [ist] die Zerstörung des Staates.""

"Und solange der Staat existiert und mit der Steuer ausgerüstet ist, kann die Befreiung des Proletariates auf keine Weise vollbracht werden - weder auf dem Weg der Reformen noch auf dem Weg der Revolution. Denn wenn die Revolution dieses Ungeheuer nicht umbringt, wenn sie ihm nicht seine Köpfe abschlägt und nicht seine Arme und Rüssel abschneidet-, wo wird sie von der Bestie erdrosselt werden. Dann wird auch die Revolution dem Monopol dienstbar gemacht werden, wie es mit der Revolution von 1793 geschah."
(Kropotkin)

"Wenn der Staat das Produkt eines zwischen den Menschen freiwillig abgeschlossenen Vertrages und das Gute das Produkt des Staates ist, müsste daraus folgen, dass er das Produkt der Freiheit ist! Diese Schlussfolgerung wäre gänzlich verfehlt. Der Staat ist selbst in dieser Theorie nicht das Produkt von Freiheit, sondern im Gegenteil das Produkt des freiwilligen Opfers und der Negation der Freiheit."
(Bakunin)

"Kein Staat, wie demokratisch auch immer seine Form sein mögen, und sei es die röteste politische Republik - was mit Volksrepublik ja nur im Sinne jener unter dem Namen Volksvertretung bekannten Lüge bezeichnet werden kann – kein Staat also kann dem Volk das geben, was es braucht, nämlich die freie Organisation der eigenen Interessen von unten nach oben, weil jeglicher Staat, selbst der republikanischte und demokratischte, und sogar der Pseudo-Volksstaat, wie ihn Marx geplant hat, letzten Endes nichts anderes darstellt als die Beherrschung der Massen von oben nach unten durch eine intellektuelle und eben dadurch privilegierte Minderheit, die angeblich die wahren Interessen des Volkes besser erkennt als das Volk selber. So ist also für die besitzenden und herrschenden Klassen entschieden unmöglich, den Leidenschaften und Bestrebungen des Volkes gerecht zu werden; deshalb bleibt nur ein Mittel - staatlicher Zwang, mit einem Wort, der Staat, weil Staat gleichbedeutend ist mit Zwang, Herrschaft durch Zwang, wenn möglich getarnt, notfalls aber auch ohne Umschweife und offen."
(Bakunin)

www.anarchismus.at/txt1/bakunin5.htm


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Sa 28. Apr 2007, 20:45 
Literat

Beiträge: 2947
Ich sehe schon: Ich muß hier wohl mal wieder einen längeren Text schreiben ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Fr 25. Mai 2007, 18:55 

Beiträge: 48
hier noch eine coole Gewerkschaft:
http://www.fau.org
"Die FAU ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation von lokalen Syndikaten und Gruppen."



Und hier ein Forum:
http://www.chefduzen.de


ein Blog:
http://www.anarchosyndikat.de
"Ein Blog mit Berichten von der globalen Klassenfront"

viel Spaß!


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Fr 25. Mai 2007, 19:41 
Literat

Beiträge: 2947
Schwarzer Rabe hat geschrieben:
hier noch eine coole Gewerkschaft:
http://www.fau.org
"Die FAU ist eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation von lokalen Syndikaten und Gruppen."



Und hier ein Forum:
http://www.chefduzen.de


ein Blog:
http://www.anarchosyndikat.de
"Ein Blog mit Berichten von der globalen Klassenfront"

viel Spaß!

:schild_deppenalarm:

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Fr 25. Mai 2007, 20:28 

Beiträge: 48
hier haben wir doch ein klassisches Beispiel wie es ist wenn ein Kommi den Anarchismus "kritisiert", nähmlich garnicht!

Also dann versuche ich es auch auf die gleiche Art: Stalin = Massenmörder

oder: Kommunismus = Utopie - siehe Wikipedia (hehe)


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Fr 25. Mai 2007, 20:47 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
hier haben wir doch ein klassisches Beispiel wie es ist wenn ein Kommi den Anarchismus "kritisiert", nähmlich garnicht!

Schwachsinn. Was hast du denn geschrieben, worauf man eingehen könnte? Du hast ja noch nicht einmal eine anarchistische Position hier vertreten. Du hast behauptet, was nicht einmal die Anarchisten behaupten: Daß nämlich Kommunismus und Anarchismus die gleichen Ziele hätten. Anstatt auf meine dagegen vorgebrachten Einwände inhaltlich einzugehen, hast du ein paar Zitate von Bakunin e.a. gepostet. Und dann diese dümmlichen Verlinkungen hier. Und dazu soll ich was sagen? Ich soll also, obgleich du nicht im geringsten auf meine Äußerungen eingangen bist, auf Beiträge von dir eingehen, auf die man überhaupt nicht eingehen kann?

Daß du hier sehr alt wirst bei uns, wage ich zu bezweifeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Fr 25. Mai 2007, 21:50 

Beiträge: 176
@Schwarzer Rabe
Welche Erfolge der Anarchisten sind dir bekannt? Gibt es Gruppen von Anarchisten, die das Problem des Hungers, des Analphabetentums, der Arbeitslosigkeit, der vermeidbaren und behandelbaren Krankheiten usw. für große Teile der Bevölkerung eines Landes geschafft haben zu lösen?
Konjunktive zählen natürlich nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Sa 26. Mai 2007, 04:30 

Beiträge: 2008
NumaPompilius hat geschrieben:
Daß du hier sehr alt wirst bei uns, wage ich zu bezweifeln.


Über das Alter der Kinderkrankheiten des Kommunismus, also des Linksradikalismus dürften wohl alle im Forum hier hinaus sein.
Wir sind somit weder ein Podium, noch ein Forum oder eine anders geartete organisatorische Plattform für "Schwarze Raben".
Wenn @Schwarzer Rabe meint, er könne hier mit dummen Sprüchen eine neue Generation der RAF ausrufen, ist er auf einem rabenschwarzen Holzweg. Dann wird es vom Scharfrichter ehrenhalber nur ein Zeichen geben - Daumen nach unten.
Also @Schwarzer Rabe, wenn Du uns mit ehrlichen Absichten, Fleiß und gutem theoretischen Wissen beeindrucken willst, dann bist Du hier bei allen Diskussionen gern gesehen.
Wenn Deine Beiträge sich auf dumme Sprüche, noch dümmere Links und provokatorische Latrinenparolen beschränken, dann sehe ich für Dich hier leider schwarz. :redstar160:

_________________
»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Sa 26. Mai 2007, 05:53 
Moderator

Beiträge: 876
Was Schwarzer Rabe mit seinem hier kritisierten Beitrag zum Ausdruck bringen wollte, weiss ich nicht. Davon aber ganz unabhängig:

"chefduzen.de" ist eines der größten und wirkungsvollsten Foren, das sich mit Themen der Arbeitswelt beschäftigt.

Dieses Forum hat über 3.800 Mitglieder, über 67.000 Beiträge und heute morgen waren bereits 67 Besucher online.

Es ist ein Forum, in dem diejenigen, für die u.a. Kommunisten sich einsetzen wollen, über ihre Erfahrungen berichten und ihre Interessen formulieren.

"chefduzen.de" hat bereits bis in die Mainstream-Medien, einschließlich Fernsehen, Aufmerksamkeit bekommen.

Das Forum sieht sich aufgrund seiner Wirkung ständiger Repression ausgesetzt, was auch schon zu Solidaritätserklärungen geführt hat, z.B. von Labournet: http://www.labournet.de/solidaritaet/chefduzen.html

Auch wenn es dort "anarchistische" Beiträge gibt, primär ist dieses Forum ein Ort, wo Interessierte etwas darüber erfahren können, was in der Arbeitswelt los ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Sa 26. Mai 2007, 06:22 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Auch wenn es dort "anarchistische" Beiträge gibt, primär ist dieses Forum ein Ort, wo Interessierte etwas darüber erfahren können, was in der Arbeitswelt los ist.

Und ein Ort, der anarchistische Symbolik verwendet. Es gibt dort nicht auch anarchistische Beiträge, sondern das ganze Forum steht im anarchistischen Geist. Es ist immer wieder derselbe Schwachsinn: die armen Arbeiter, die bösen Chefs, Ordnung abschaffen, alle dürfen alles bestimmen und was dergleichen mehr ist. Kommunisten, wenn ich mich recht entsinne, unterscheiden zwischen den Kategorien Ausbeutung und Ordnung. (look) Es ist mir nicht darum zu tun, mich auf Namen zu berufen, anstatt zu diskutieren, aber man muß auch deutlich machen, wer was vertreten hat, gerade wenn z.B. wohlmeinende Anarchisten wohl meinen, sie können den Unterschied zwischen Marxismus und Anarchismus wegwischen.

Mein Kommentar war übrigens mehr auf die anderen beiden Links und auf anarchismus.at bezogen. Denn 1. kennt hier jeder die einschlägigen Anarchismuslinks, weswegen Schwarzer Rabe/Staatsfeind sie uns nicht zur Kenntnis zu bringen braucht. Und 2. sind diese Links sicher nicht das, was dieses Forum braucht. Weder kann man von Anarchisten auch nur irgendwas lernen, noch hat die Auseinandersetzung mit ihnen eine Bedeutung. Ihre Theorie ist der blanke Schwachsinn, aber v.a. vollkommen unrealisierbar, weswegen sie politisch eine geringe Konkurrenz darstellen. Was allenfalls können, ist Verwirrung stiften und die Bewegung bremsen. Nur in diesem letzteren Sinne muß man sie politisch ernst nehmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Sa 26. Mai 2007, 18:45 

Beiträge: 48
ich möchte hier mal einiges dazu sagen:

als ich anfing mich mit der Politik zu beschäftigen wurde ich immer Linker und irgenwann Kommunist (ML).
Ich habe viele Texte über die SU und den Kommunismus gelesen, habe überall versucht Stalin zu rehabilitieren und habe propaganda für den Kommunismus betrieben, und tue ich auch heute noch.

Ich laß auch später die Texte: "Anarchismus oder Sozialismus" von Stalin und "Anarchismus" von B. Bland (http://www.red-channel.de/mlliteratur/t ... narcho.htm)
Das waren meine ersten Texte über den Anarchismus!

Erst seit kurzem lese ich auch Texte von Anarchisten; einige sind Klasse andere sind wiederum scheiße (anti-leninistische/stalinistische Hetze)

Nein, der Anarchsimus ist mit dem Marxismus nicht vereinbar! Das hat auch nie einer behauptet!
Ja, der Anarchismus spalltet die Bewegung (oder umgekehrt); man kann aber nicht einfach die Augen verschließen, er ist nicht wegzudenken; der Anarchismus ist da!
Das ist hier das Stalinwerke.de-forum und mit Stalin kenne ich mich aus! Ich bin hier im Forum also völlig richtig! Wir befinden uns hier bei "Was ist Anarchismus?" und ich habe meine Beiträge dazu geschrieben und Links zu anarchistischen Seiten gestellt. Wovor hast Du Angst?
Du versuchst den Anarchismus als Schwachsinn und Spinerei hinzustellen, dazu bedarf es aber besserer Kritik! Du kritisierst nur so wie wenn Kapitalisten den Kommunismus kritisieren würden!
Du reagierst bloß gereizt, weil Du nicht fähig bist den Anarchismus zu kritisieren!
Du versuchst hier eine Zensur durchzubringen; (pro-anarchistisch schreiben verboten!) Hiermit wirst Du nur eine ähnlichkeit mit Seiten wie Wikipedia erreichen!
Es gibt da auch die allgemeine Gerücht, die Kommunisten seien Spießer, ob da was dran ist? Jedenfalls darf man sich hier nicht einfach so Staatsfeind nennen! Ihr solltet nicht die Kontrolle über jede Kleinigkeit vorbehalten! (Ich hoffe das mit meinem Avaterbild ist nur eine technische Sache.)
Ich habe auch garnicht mit dem Kommunismus gebrochen, obwohl die auseinadersetzung mit einigen hier sehr dazu verleitet! Es wird der Anschein erweckt mich verbannen zu wollen! Blöde Sprüche habe ich nie gemacht!
Es stimmt, ich Fehler gemacht habe; der Endzustand des Anarchismus ist anders als der des Kommunismus. Ich habe irgendwo gelesen - Stalin schrieb - dass der Staat absterben wird, deshalb dachte ich der Endzustand wäre "anarchisch". (Stammes-kommunismus ist staatenlos).
Die Anarchisten haben auch die gleichen Ziele: Die Befreiung der Ausgebeuteten/Proletariats!

Ich wollte hier nie eine RAF bilden (schlimme Unterstellung); Individueller Terror ist nicht notwendig! (Spanien 1936)

Nein, der Anarchismus hat noch lange nicht solche positiven Ergebnisse gebracht wie der Sozialismus; ist er deshalb falsch?
Ja, es gibt viel mehr Kommunisten als Anarchisten, vieleicht haben wir auch deshalb noch den Kapitalismus?!

Ich habe schon meine Kritik zum Leninismus geschrieben - ich glaube das sie nicht wiederlegbar ist!
Wir haben alle schon dutzende sozialistische Staaten gehabt, die gescheitert sind!


Der Anarchismus scheint eine Gefahr für die Kapitalsitenklasse zu sein; sie meiden ihn wie die Pest! Darum sollte er inerresant sein! Man sollte darin eine Möglichkeit sehen seine Taktik zu überdenken. Es wäre auch gut möglich dass das mit dem Anarchismus alles nur Schwachsinn ist, ich weiß es nicht, klärt mich hier bitte genauer auf wenn Ihr was wisst! (suche verzweifelt Texte)

Der Anarchismus hat seine eigenen Schwierigkeiten z. B. bei imperialistischer Umkreisung, ich werde mich jedenfalls weiterhin damit beschäftigen - jedem das Seine!


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Sa 26. Mai 2007, 19:36 

Beiträge: 79
Schwarzer Rabe hat geschrieben:
Ja, der Anarchismus spalltet die Bewegung (oder umgekehrt)


wie, die bewegung spaltet den anarchismus???

Schwarzer Rabe hat geschrieben:
Nein, der Anarchismus hat noch lange nicht solche positiven Ergebnisse gebracht wie der Sozialismus; ist er deshalb falsch?


deswegen ist er nicht falsch.

Schwarzer Rabe hat geschrieben:
Ja, es gibt viel mehr Kommunisten als Anarchisten, vieleicht haben wir auch deshalb noch den Kapitalismus?!


:boese: :x so ein quatsch.

Schwarzer Rabe hat geschrieben:
Der Anarchismus scheint eine Gefahr für die Kapitalsitenklasse zu sein; sie meiden ihn wie die Pest!


so ein quatsch. eine gefahr für die kapitalistenklasse??? der anarchismus??? über die antiautoritären unorganisierten anarchisten lachen die sich doch schrott und freuen sich, dass sie von denen absolut nichts zu befürchten haben.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: Sa 26. Mai 2007, 20:09 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Wovor hast Du Angst?

Nur vor mir selbst, mein Freund, nur vor mir selbst.

Zitat:
Nein, der Anarchismus hat noch lange nicht solche positiven Ergebnisse gebracht wie der Sozialismus; ist er deshalb falsch?

Nein, aber ich würde mal sagen, daß die Tatsache, daß der Anarchismus die Menschheit noch nicht mit der Umsetzung seiner Ideen beglücken konnte, in einem engen Zusammenhang mit der Beschaffenheit dieser Ideen steht.

Zitat:
Die Anarchisten haben auch die gleichen Ziele: Die Befreiung der Ausgebeuteten/Proletariats!

Ja, das sagen sie. Aber was sie sagen, das ist etwas anderes als das, was durch die Methoden, die sie anempfehlen, impliziert ist. Bakunin wirft Marx die Mißachtung des Bauernstandes vor. Warum?

Weil das Ideal der Anarchisten eben keine vergesellschaftete Produktion ist, sondern die Verteilung der Mittel zu Leben und Arbeit auf einzelne Privatproduzenten. Also der Zustand, in dem sich die freien Bauern des 19. Jahrhunderts bereits befanden. Die Vorstellung von der Befreiung der Ausgebeuteten besteht bei den Anarchisten in dem Zustand einer Existenz unzähliger kleiner Warenproduzenten, während für Marx die Vergesellschaftung der Produktionsmittel nur über die Verstaatlichung derselben läuft. Das ist ein denkbar scharfer Gegensatz. Der Anarchisten Ziel, das ist ganz einfach, an den Beginn der Entwicklung zum Kapitalismus (zur einfachen Warenproduktion also) zurückzukehren. Es ist das romantisches Wunschbild einer nichtkapitalistischen Produktion ohne Banken, ohne Monopole, aber auch ohne Kooperation und Arbeitsteilung großen Stils, das aus einem verklärten Bild der Vergangenheit heraus in die Zukunft projizert wird. Sie wollen Privateigentum ohne die Konsequenzen desselben. Wie sie dann ohne Staat und ohne Gewalt verhindern wollen, daß dieselbe Entwicklung hin zum Kapitalismus/Imperialismus noch einmal passiert, bleibt ihr ewiges Rätsel. Und wie bei einem solchen Zustand (ohne Kooperation und ohne Großproduktion) eine höhere Produktivität gewährleistet sein soll, ist für sie wohl auch eher eine Art Nebenfrage.

Was wiederum Marx angeht, so ist zwar richtig, daß er die Verstaatlichung als die Voraussetzung der Vergesellschaftung der Produktionsmittel angesehen, also zwischen beiden Begriffen differenziert hat und von einem Absterben des Staates ausgegangen ist. Aber man muß natürlich auch verstehen, was er unter diesem Vorgang verstanden hat. In seinem Konspekt von Bakunins "Staatlichkeit und Anarchie" zitiert er diesen mit den folgenden Worten: "Dann wird es keine Regierung geben, keinen Staat, aber wenn Staat sein wird, wird es auch Regierende und Sklaven geben". Und hält wie folgt dagegen: "D.h. bloß: wenn die Klassenherrschaft verschwunden, und es keinen Staat im jetzigen politischen Sinne geben [wird]" (MEW 18, 634 - Hervorhebung von mir). Wenn Marx vom Absterben des Staates spricht, dann meint er damit präzise, daß der Staat, solange es Klassen gibt, seine Organisationfunktion des menschlichen Zusammenlebens politisch ausübt. Wenn es keine Klassen mehr gibt, verschwindet damit nicht die Organisation des menschlichen Lebens, d.h. weder die Arbeitsteilung in den Betrieben noch der Widerspruch zwischen leitender und ausführender Arbeit noch die Polizeigewalt noch alles andere, was einfach dadurch notwendig ist, daß große Menschengruppen zusammenleben und organisiert werden müssen. Was verschwindet, das ist der politische Charakter des Staates, d.h.: der Zwang, zwischen unterschiedlich im Produktionsprozeß gestellten Menschengruppen und ihren damit verbundenen Sonderinteressen vermitteln zu müssen. In diesem Sinn, und nur in diesem Sinne, spricht Marx vom Absterben des Staates.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: So 27. Mai 2007, 11:45 

Beiträge: 2008
Schwarzer Rabe hat geschrieben:
Ich wollte hier nie eine RAF bilden (schlimme Unterstellung); Individueller Terror ist nicht notwendig! (Spanien 1936)
...
Nein, der Anarchismus hat noch lange nicht solche positiven Ergebnisse gebracht wie der Sozialismus; ist er deshalb falsch?
...
Wir haben alle schon dutzende sozialistische Staaten gehabt, die gescheitert sind!
...
Der Anarchismus ... ich werde mich jedenfalls weiterhin damit beschäftigen - jedem das Seine!


Wie ist denn eine RAF entstanden? Wer hat sie gebildet, organisiert und geführt?
Für mich waren das Anarchisten - auch wenn dabei linke Absichten waren, die dummerweise (kurzzeitig) Sympathien bei Kommunisten erzeugten.

Ob es nun Sympathie für ehemalige RAF-Mitglieder war oder polit. Absicht, diese Leute aus der Schußlinie zunehmen, als man dem einen oder anderen "Quartier" in der DDR gab, das wird wohl noch zu klären sein. Vielleicht wollte die DDR den Schaden, den solche Leute anrichten können, mindern?

Erneuter Anarchismus wird erneut zur Bildung RAF-ähnlicher Vereine führen. Das Kapital und seine polit. Handlanger freuen sich darauf. Das schafft ihnen viele brauchbare Gründe für das Anziehen der Daumenschrauben gegen Linke und ehrliche Demokraten. Schäuble, Beckstein und Co. können gar nicht genug Terroristen bekommen. Ja, auch eine Form von "Jedem das sein".

Also Schwarzer Rabe, gehe weiter Deinen Weg, den Du für richtig hältst. Vielleicht kommst Du dabei zu Einsichten, die verhindern, dass Du wirklich eines Tages Schaden nimmst.

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: So 27. Mai 2007, 18:47 
Literat

Beiträge: 2947
Es gab bezüglich der RAF in der DDR so einen Spruch: Also wir sind gegen Terrorismus, aber treffen sollen sie doch wenigstens.

Zum Ernst der Sache: Die Wurzeln des Terrorismus liegen so ziemlich darin, worin du, gewe, sie vermutest.

Aber umgekehrt funktioniert die Sache nicht eindeutig. Der Anarchismus hat eigentlich zwei Ausprägungen: Entweder - nämlich wenn er konsequent zu Ende gedacht und betrieben wird - führt er in den Terrorismus. Oder - und das gilt für die meisten seiner Vertreter, da die Mehrheit nie die Konsequenz aufbringt, was zuende zu führen - er führt in die blöde Gammelei, die private Verneinung der Welt, aus der nichts folgt.

Das ist ja das ganze Elend der anarchistischen Bewegung: Sie führt, wo sie zu was führt, in sinnlosen Mord und Totschlag. Und wo sie nicht dahin führt, führt sie zu nichts.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: So 3. Jun 2007, 06:08 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Es gibt da auch die allgemeine Gerücht, die Kommunisten seien Spießer, ob da was dran ist?

Natürlich. Ich z.B. bin ein ganz verstockter Spießer und auch noch stolz drauf.

Aber wenigstens bin ich in der Lage, eine Diskussion zu führen.

Wie also siehts aus, Freund Blase, kann ich noch mit einer Antwort von dir rechnen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Was ist Anarchismus?
BeitragVerfasst: So 3. Jun 2007, 06:19 

Beiträge: 2008
NumaPompilius hat geschrieben:
Zitat:
Wie also siehts aus, Freund Blase, kann ich noch mit einer Antwort von dir rechnen?


@Numa: Du wirst noch Geduld haben müssen. Ich vermute mal, Schwarzer Rabe ist gerade beim Rostocker Anarchotreffen. Die sind da mit Umgestaltung der Pflasterung so sehr beschäftigt, dass er vorerst keine Zeit für eine qualifizierte Antwort haben wird. Ob er danach die Zeit hat ... na vielleicht hat man ihn auch schon in so ein "Denk mal nach" Lager eingewiesen.

Schäuble und Co. dürften sich über "Rostocker-Ausnahmezustände" riesig freuen. Warte schon gespannt, wann die Bunzelwehr den Marschbefehl gegen Norden bekommt. Schließlich kann man die Ami-Jungs in ihren tollen Schrubb-Schraubern nicht auch noch diese Aufgabe übertragen. Doppel-Kuh zu bewachen - damit er nicht über den Superzaun klettert - kostet schon genug Kraft und Steuergelder.

Nun gibt es wenigstens eine glückliche Berufsgruppe zum Thema G8. Die Medienvertreter haben hinreichend Material, um sich über diese Chaoten so richtig toll und umfassend das Maul zu zerreisen.

Man kann nur mal wieder sagen: Oh Herr, lasse es Hirn regnen - wenigstens erst mal in Rostock und Umgebung.

Oder Schwarzer Rabe - hast Du mit Deinem Kumpels schon den Anarcholismus aufgerufen? :boese:

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