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 Betreff des Beitrags: Che Guevara, ein romantischer Revolutionär ?
BeitragVerfasst: Mi 15. Jul 2009, 19:00 

Beiträge: 46
:redstar170: Ernesto "Che" Guevara :redstar170:

Von vielen als romatischer Revolutionär gefeiert und verehrt.
Doch nun kommen die Antikommunisten mit ihrer Kritik auch bei Che an.

Er soll ein skrupelloser Verbrecher gewesen sein der während der Revolution willkürlich "Verräter" ermorden ließ und nach der Revolution willkürlich "Systemfeinde" hinrichtete.
Und bei einem Interview mit dem "Daily Worker" hat er selber gesagt dass wenn die Sowjetunion ihn erlaubt hätten die Raketen zu benutzen auf die USA geschossen hätte.

Außerdem habe er sich für Stalin begeistert, auch noch nach Stalin´s Tod hin wo viele seiner Verbrechen schon aufgedeckt wurde und sah danach in Mao sein Vorbild.

Doch ist diese, oder überhaupt solche Kritik (es gibt ne ganze Liste an dingen die ihm vorgeworfen werden) angemessen ?
War er wirklich der Mörder den die Antikommunisten behaupten zu sein, der Held den die 68´ziger Jugend so feierte oder einfach nur ein Mensch der eine bessere Welt haben wollte ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Che Guevara, ein romantischer Revolutionär ?
BeitragVerfasst: Mi 15. Jul 2009, 19:24 
Administrator
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Beiträge: 4023
Graffik hat geschrieben:
Er soll ein skrupelloser Verbrecher gewesen sein der während der Revolution willkürlich "Verräter" ermorden ließ und nach der Revolution willkürlich "Systemfeinde" hinrichtete.


Klingt sympatisch.

Zitat:
Und bei einem Interview mit dem "Daily Worker" hat er selber gesagt dass wenn die Sowjetunion ihn erlaubt hätten die Raketen zu benutzen auf die USA geschossen hätte.


So dumm kann er nicht gewesen sein.

Zitat:
Außerdem habe er sich für Stalin begeistert,


Klingt sympatisch.

Zitat:
sah danach in Mao sein Vorbild.


Niemand ist ohne Fehler.

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 Betreff des Beitrags: Re: Che Guevara, ein romantischer Revolutionär ?
BeitragVerfasst: Do 16. Jul 2009, 06:35 
Literat

Beiträge: 2947
Die wirtschaftspolitische Konzeption von Che Guevara war derjenigen Maos ähnlich, das stimmt. Aber mit Fidel Castro hatte Kuba glücklicherweise einen realistisch denkenden Kopf an der Spitze. Das Glück hatte China nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Che Guevara, ein romantischer Revolutionär ?
BeitragVerfasst: Do 16. Jul 2009, 13:27 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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Beiträge: 628
Also Benicio Del Toro hätte nach eigener Aussage ja mehr Leute als Che erschiessen lassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Che Guevara, ein romantischer Revolutionär ?
BeitragVerfasst: Do 16. Jul 2009, 18:41 

Beiträge: 2008
Graffik hat geschrieben:
... ein skrupelloser Verbrecher
... während der Revolution willkürlich "Verräter" ermorden ließ
... willkürlich "Systemfeinde" hinrichtete.
... die Raketen zu benutzen auf die USA geschossen hätte.
... für Stalin begeistert, auch noch nach Stalin´s Tod hin


Na da haben wir doch schon fast die ganze Palette an Ehrungen, die die Ideologen des Kapitals für Kommunisten übrig haben.
Wenn er wirklich so ein schlimmer Verbrecher war, warum dürfen dann in dieser superdemokratischen Bunzelrepublik Firmen mit ihm Werbung machen? Noch keinem dieser Oberideologen aufgefallen, wie abscheulich diese Werbung ist?

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 Betreff des Beitrags: Re: Che Guevara, ein romantischer Revolutionär ?
BeitragVerfasst: So 19. Jul 2009, 12:39 

Beiträge: 46
Naja, in der Werbung ist auch Mao drinne und der hat auch nicht wenige auf dem Gewissen.
;)

Was ich an dieser Werbung nicht verstehe ist wieso die Mao, Ho Chi Minh und Martin-Luther King zeigen ich mein was haben die gemeinsam ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Che Guevara, ein romantischer Revolutionär ?
BeitragVerfasst: Mo 20. Jul 2009, 18:02 

Beiträge: 2008
Graffik hat geschrieben:
Was ich an dieser Werbung nicht verstehe ist wieso die Mao, Ho Chi Minh und Martin-Luther King zeigen ich mein was haben die gemeinsam ?


Sie füllen alle den Werbeauftraggebern die Kassen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Che Guevara, ein romantischer Revolutionär ?
BeitragVerfasst: So 23. Aug 2009, 14:45 
Administrator
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Beiträge: 4023
Also ich habe mal meinen Che-Experten zu der Ausgangsfrage kontaktiert, und er schreibt dazu Folgendes:

Zitat:
in der einschlägigen che-literatur (von ihm undüber ihn) habe ich keine hinweise auf stalin gefunden.
die einizgen sind von fidel castro.

"frage von ramonet:
man sagt, dass che eher trotzkistische tendenzen hatte. teilten sie in jenem moment (gefangsniszeit in mexiko, anmerkun jonas) dieses gefühl?
fidel:
... er (der che, anmerkung jonas) war marxist. ich habe ihn nie über trotzki sprechen hören. er erteidigte marx, er erteidigte lenin, und er kritisierte stalin. sagen wir mal, er kritisierte damals den personenkult und die fehler stalins; aber über trotzki habe ich ihn nie sprechen hören. er war leninist, und in gewisser weise erkannte er auch einige verdienste stanlins an. die industrialisierung und andere dinge zum beispiel."

che war revolutionär und guerillero. somit hat er 100% auch gegner im kampf ermordet.
gleichzeitig rechtfertigte er die hinrichtung von verrätern (während der zeit der kubanischen guerilla). gefangene und erwundete gegner wurden jedoch auf seine anweisung ärztlich versorgt und betreut.
nach dem sieg der kubanischen revolution wurden schergen der diktatur or tribunale gestellt - sofern sie nicht bereits gefohlen waren. zahlreiche dieser schergen und mörder wurden zum tode verurteilt und standrechtlich erschossen.

so, ist bissl kurz, der letzte teil nicht einzeln durch mich quellen belegt, da ich keine zeit zum suchen habe. allgemein ist es in che-biografien zu finden. zu empfehlen: paco ignacio taibo II: che, edidtion nautilus

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 Betreff des Beitrags: Re: Che Guevara, ein romantischer Revolutionär ?
BeitragVerfasst: So 23. Aug 2009, 21:12 
Meister des virtuellen Pinsels
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Beiträge: 688
Das ist inkorrekt, ich habe in der Anderson Biographie (von denen, die ich gelesen habe, die beste) eine Stelle entdeckt gehabt, in der nimmt Che positiven Bezug zu Stalin. Später negativ auf Chruschtschow - vielmehr auch auf dem geheuchelten Proletarismus "Bei uns essen die Proletarier nicht von teurem Porzellan", wiederum positiv zu Mao. Ich finde es ohnehin recht seltsam, einerseits soll er Stalin nicht gemocht haben, Mao dann aber doch?
Bei Gelegenheit suche ich die Stelle heraus, aber die ist nur kurz, später im Buch wird das nicht nochmal angesprochen.

http://forum.politik.de/forum/showthread.php?t=186115
Hier gibt´s auch ein Zitat, nun ja, von einem Liberalo, und dazu ohne Quelle
(die hab ich aber hier gefunden http://www.welt.de/wams_print/article1241679/Das_Erbe_des_falschen_Heiligen.html )
hm, er soll ja auch Blumen an Stalin´s Grab niedergelegt haben.
Das könnte er auch nur deswegen getan haben - im Falle er tat es wirklich, denn irgendwie hört sich das wie eine billige Lüge an - um die SU Regierung ein wenig zu ärgern, von denen hielt er ja bekanntlich nur recht wenig.

Aber Wolf Biermann hat ihn besungen, und Wolf Biermann, der besingt nur echte Sozialisten, dem kann man vertrauen.

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"Alle Menschen von Genie, alle jene, die sich in der Republik des Geistes einen Namen gemacht haben, sind Franzosen, ganz gleichgültig, in welchem Land auch immer sie geboren wurden."
- Napoleon -


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