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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mi 7. Nov 2007, 16:57 

Beiträge: 19
Große Sozialistische Oktoberrevolution
24. auf den 25. Oktober (7. bis 8. November) 1917

„Die Oktoberrevolution ist nicht bloß eine Revolution
im ,nationalen Rahmen’. Sie ist vor allem eine
Revolution von internationaler Weltbedeutung!“
J.W. Stalin

RotFront udet


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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Do 4. Sep 2008, 20:49 
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Beiträge: 82
1. Die Oktoberrevolution ist vor allem dadurch bedeutsam, dass sie die Front des Weltimperialismus durchbrochen, die imperialistische Bourgeoisie in einem der größten kapitalistischen Länder gestürzt und das sozialistische Proletariat an die Macht gebracht hat.

2. Die Oktoberrevolution hat den Imperialismus nicht allein in den Zentren seiner Herrschaft, nicht allein in den „Mutterländern“ erschüttert. Sie hat auch einen Schlag gegen das Hinterland des Imperialismus, gegen seine Peripherie geführt und die Herrschaft des Imperialismus in den kolonialen und abhängigen Ländern untergraben.

3. Die Oktoberrevolution, die die Saat der Revolution sowohl in den Zentren des Imperialismus als auch in seinem Hinterland ausstreute, die Macht des Imperialismus in den „Mutterländern“ schwächte und seine Herrschaft in den Kolonien erschütterte, hat dadurch die Existenz des Weltkapitalismus als ganzes in Frage gestellt.

4. Die Oktoberrevolution darf nicht nur als eine Revolution auf dem Gebiet der ökonomischen und gesellschaftlich-politischen Beziehungen betrachtet werden. Sie ist zugleich eine Revolution in den Köpfen, eine Revolution in der Ideologie der Arbeiterklasse. Die Oktoberrevolution wurde geboren und erstarkte unter dem Banner des Marxismus, unter dem Banner der Idee der Diktatur des Proletariats, unter dem Banner des Leninismus, der der Marxismus der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolutionen ist. Sie bedeutet daher den Sieg des Marxismus über den Reformismus, den Sieg des Leninismus über den Sozialdemokratismus, den Sieg der III. Internationale über die II. Internationale.


Das waren die Überschriften aus dem Buch "Zu den Fragen des Leninismus"
"Stalin"
Werke
Band 10
DER INTERNATIONALE CHARAKTER DER
OKTOBERREVOLUTION
Zum zehnten Jahrestag des Oktobers

_________________
"Was wäre die Folge, wenn es dem Kapital gelänge, die Republik der Sowjets zu zerschlagen? Eine Epoche der schwärzesten Reaktion würde über alle kapitalistischen und kolonialen Länder hereinbrechen, man würde die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker vollends knebeln, die Positionen des internationalen Kommunismus würden liquidiert." -Stalin, Werke Band 9, S. 29,


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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Fr 5. Sep 2008, 17:40 

Beiträge: 2008
Ja, sicher. Aber bitte, was willst Du uns damit sagen?
Sollen wir nochmal in Stalinwerke, Band 10 nachlesen?
Welchen konkreten, besonderen Anlaß gab es für Dich, gerade diese Überschriften in einem Beitrag im Forum zu schreiben?

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Fr 5. Sep 2008, 20:03 
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Beiträge: 82
gewe hat geschrieben:
Ja, sicher. Aber bitte, was willst Du uns damit sagen?
Sollen wir nochmal in Stalinwerke, Band 10 nachlesen?
Welchen konkreten, besonderen Anlaß gab es für Dich, gerade diese Überschriften in einem Beitrag im Forum zu schreiben?

Ich wollte anhand der aufgeführten Quellen die internationale Bedeutung der Oktoberrevolution unterstreichen. Es sind Zitate Stalins.
Man könnte ja darüber diskutieren zum Beispiel. :daumen:
Ich bin als Neuling in diesem Forum noch viel am Lesen - sicher ist an anderer Stelle das alles schon durchgekaut worden. ...
Auf jeden Fall wollte ich den ersten Beitrag zu diesem Faden nicht so allein stehen lassen, denn es ist ein Thema von ausgesprochener Wichtigkeit.
@ gewe : Es ist natürlich von Nutzen, ab und zu in der Fachliteratur nachzulesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Sa 6. Sep 2008, 00:27 
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Beiträge: 4023
Es ist zwar erst September, aber was solls.

oszi hat geschrieben:
"Stalin" Werke Band 10
DER INTERNATIONALE CHARAKTER DER OKTOBERREVOLUTION
Zum zehnten Jahrestag des Oktobers


Ein schöner Artikel, schon wenn man nur den Anfang liest.

Zitat:
Die Revolutionen der Vergangenheit endeten gewöhnlich damit, dass am Regierungsruder eine Ausbeutergruppe durch eine andere Ausbeutergruppe abgelöst wurde. Die Ausbeuter wechselten, die Ausbeutung blieb. So war es zur Zeit der Befreiungsbewegungen der Sklaven. So war es in der Periode der Aufstände der Leibeigenen. So war es in der Periode der bekannten „großen“ Revolutionen in England, in Frankreich, in Deutschland. Ich spreche nicht von der Pariser Kommune, die der erste, ruhmvolle, heroische, aber dennoch erfolglose Versuch des Proletariats war, die Geschichte gegen den Kapitalismus zu wenden.

Die Oktoberrevolution unterscheidet sich grundsätzlich von diesen Revolutionen. Sie setzt sich nicht das Ziel, eine Ausbeutungsform durch eine andere Ausbeutungsform, eine Ausbeutergruppe durch eine andere Ausbeutergruppe zu ersetzen, sondern jede Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu beseitigen, alle und jede Ausbeutergruppen zu vernichten, die Diktatur des Proletariats aufzurichten, die Macht jener Klasse aufzurichten, die von allen bisher dagewesenen unterdrückten Klassen die revolutionärste ist, eine neue, klassenlose, sozialistische Gesellschaft zu organisieren.


Darüber sollte man mal nachdenken, wenn man der Meinung ist, die "Wende" von 1989 als "revolution zu bezeichnen. Wir nennen diese Zeit nicht umsonst "Konterrevolution".

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“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Sa 6. Sep 2008, 06:40 

Beiträge: 2008
oszi hat geschrieben:
@ gewe : Es ist natürlich von Nutzen, ab und zu in der Fachliteratur nachzulesen.


Ahh, jaa? Na, da danke ich doch für diese Erkenntnis. Wieder ein Tag für mich, der es lohnte, gelebt zu haben. :o

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Sa 6. Sep 2008, 19:59 
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Beiträge: 82
Dann solltest du dich freuen. Lieber ein gewonnener Tag, als mit Lenin stöhnen zu müssen: Ich habe einen Tag verloren. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Sa 6. Sep 2008, 20:15 
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Beiträge: 82
Woschod hat geschrieben:
Es ist zwar erst September, aber was solls.

oszi hat geschrieben:
"Stalin" Werke Band 10
DER INTERNATIONALE CHARAKTER DER OKTOBERREVOLUTION
Zum zehnten Jahrestag des Oktobers


Ein schöner Artikel, schon wenn man nur den Anfang liest.

Zitat:
Die Revolutionen der Vergangenheit endeten gewöhnlich damit, dass am Regierungsruder eine Ausbeutergruppe durch eine andere Ausbeutergruppe abgelöst wurde. Die Ausbeuter wechselten, die Ausbeutung blieb. So war es zur Zeit der Befreiungsbewegungen der Sklaven. So war es in der Periode der Aufstände der Leibeigenen. So war es in der Periode der bekannten „großen“ Revolutionen in England, in Frankreich, in Deutschland. Ich spreche nicht von der Pariser Kommune, die der erste, ruhmvolle, heroische, aber dennoch erfolglose Versuch des Proletariats war, die Geschichte gegen den Kapitalismus zu wenden.

Die Oktoberrevolution unterscheidet sich grundsätzlich von diesen Revolutionen. Sie setzt sich nicht das Ziel, eine Ausbeutungsform durch eine andere Ausbeutungsform, eine Ausbeutergruppe durch eine andere Ausbeutergruppe zu ersetzen, sondern jede Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu beseitigen, alle und jede Ausbeutergruppen zu vernichten, die Diktatur des Proletariats aufzurichten, die Macht jener Klasse aufzurichten, die von allen bisher dagewesenen unterdrückten Klassen die revolutionärste ist, eine neue, klassenlose, sozialistische Gesellschaft zu organisieren.


Darüber sollte man mal nachdenken, wenn man der Meinung ist, die "Wende" von 1989 als "revolution zu bezeichnen. Wir nennen diese Zeit nicht umsonst "Konterrevolution".

Ja, weil es doch auch Meinungen gibt, die die Oktoberrevolution als nationalen russischen Unfall hinstellen wollen.
Die Ereignisse um 1989 waren keine Revolution, nein, es wurden die Fähnchen um eine Etappe zurückgesetzt. Das einzige rrrevolutionäre war die erworbene Reise"freiheit". In Gänsefüsschen deshalb, weil der Geldbeutel jetzt die Grenzen fixierte.
...aber das nur nebenher....
Ich möchte es auch nicht als Konterrevolution bezeichnen. Die Konterrevolution war bereits im Gange, mehrmals mit Milliardenkrediten von Strauß finanziert.
Die Ereignisse 1989 waren eine Korrektur des Irrwegs, der, wenn er erst viel später abgebrochen würde, uns noch tiefer in das Jauchefass getaucht hätte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Sa 6. Sep 2008, 20:50 

Beiträge: 2008
Als was Du es bezeichnen willst, ist Deine Sache. Doch vom marxistischen Standpunkt ausgesehen, war es eine Konterrevolution. Wir können nun überlegen, wann diese begann. Ob mit den Straußkrediten, mit Gorbatschows Amtsübernahme oder mit der Chruschtschowrede in den 50-zigern. Letztendlich hat alles zur Restauration der kapitalistischen Gesellschaft geführt. Das ist ein eindeutiger Rückschritt der Gesellschaft.

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: So 7. Sep 2008, 08:57 
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Beiträge: 4023
oszi hat geschrieben:
Ich möchte es auch nicht als Konterrevolution bezeichnen. Die Konterrevolution war bereits im Gange, mehrmals mit Milliardenkrediten von Strauß finanziert.


ICh stelle ja nicht nur den Teil zwischen dem 7.10.1989 und dem 3.7.1990 als Konterevolution dar sondern dazu gehören natürlich auch politische Fehlentscheidungen, die bis auf den Tode Stalins zurückgehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mo 8. Sep 2008, 20:29 
Moderator

Beiträge: 876
oszi hat geschrieben:
Die Ereignisse 1989 waren eine Korrektur des Irrwegs, der, wenn er erst viel später abgebrochen würde, uns noch tiefer in das Jauchefass getaucht hätte.


@ oszi

Auch hierzu zwei Fragen:

- Was war Deiner Ansicht nach der "Irrweg" und wann hat er begonnen?

- Verstehe ich das richtig, daß Du es begrüßt, daß die DDR aufgrund der "Korrektur" heute nicht mehr existiert?


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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Di 9. Sep 2008, 07:39 
Literat

Beiträge: 2947
Die deutsche Teilung war kein Irrweg. Sie wurde im wesentlichen durch Adenauer und die Westmächte forciert, und die UdSSR hatte die Wahl, die SBZ dem Westen bedingungslos in den Rachen zu werfen oder eben dort den Sozialismus aufzubauen. Also entschied sie sich für das, was in dieser Lage das einzig richtige war.

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Di 9. Sep 2008, 20:39 
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Beiträge: 82
@ Numa P
Die Teilung Deutschlands war nach dem verlorenen Krieg unvermeidlich. Ich erinnere mich an den (nicht belegten) Spruch Adenauers: "Lieber ein halbes Deutschland ganz, als ein ganzes Deutschland halb.
Ich erinnere aber auch, dass Österreich nach Stalin freigegeben wurde. Bei Deutschland hätte es allerdings für die Siegermacht SU einen Gesichtsverlust gegeben.
So nahm man die geteilte Nation in Kauf, obwohl man die Besonderheiten dieses Status hätte abschätzen können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Di 9. Sep 2008, 21:16 
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Beiträge: 82
Neo hat geschrieben:
oszi hat geschrieben:
Die Ereignisse 1989 waren eine Korrektur des Irrwegs, der, wenn er erst viel später abgebrochen würde, uns noch tiefer in das Jauchefass getaucht hätte.


@ oszi

Auch hierzu zwei Fragen:

- Was war Deiner Ansicht nach der "Irrweg" und wann hat er begonnen?

- Verstehe ich das richtig, daß Du es begrüßt, daß die DDR aufgrund der "Korrektur" heute nicht mehr existiert?

Ich habe bereits in einem anderen Faden darauf Stellung bezogen. Die sozialen Verhältnisse in der DDR waren ausgezeichnet. Ich selbst erinnere mich an meine Studentenzeit an der TH Karl-Marx Stadt. Da erkrankte meine 6 Monate alte Tochter und musste mit einer Medizin behandelt werden, wo eine Packung damals über 600,- Mark kostete. Das erhielt man in der DDR damals auf Rezept kostenlos! Wo sollte man mit Stipendium auch so viel Geld hernehmen.
Solche Sachen hätten der Bevölkerung nähergebracht werden müssen.
Die Vorzüge des Sozialismus wurden als selbstverständlich hingenommen.
Dafür kostete ein Farbfernseher auch mehr, als er Wert war. Ohne mich nochmals ins Detail zu verlieren, die DDR hätte auch bei den Subventionen etwas flexibler sein sollen. Gab es eine Mißernte, dann wäre eine Preiserhöhung um ein paar Pfennige bei Grundnahrungsmittel ganz vernünftig gewesen. Im nächsten Jahr, bei besserer Ernte geht der Preis wieder runter. Ich möchte nicht wissen, wieviel Schweine und Gänse mit Brot gemästet wurden, weil das billiger gehandelt wurde, als das Getreide, das dafür verwendet wurde.
Ich könnte noch mehr Beispiele bringen.
Warum man so fest an stabilen Preisen festhielt, ist nicht ganz einzusehen. Hier den ökonomischen Hebel anzusetzen, wäre angesagter gewesen. Hier wäre sicher in vielen Köpfen die Erkenntnis gereift, dass sich Einsatz lohnt. Es wäre effektiver gewesen als dieses Ritual des soz. Wettbewerbes mit Verpflichtung und Wimpel.
Das war ein Teil des Irrwegs. Da geht jedes System bankrott.
Warum dieser Irrweg durch die Straußkredite verlängert wurde ist mir allerdings bis heute ein Rätsel.
Ich glaube damit klargestellt zu habe, dass ich den Untergang der DDR nicht begrüße.

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Di 9. Sep 2008, 21:25 
Moderator

Beiträge: 876
@ oszi

Danke für Deine Antworten!


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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mi 10. Sep 2008, 17:18 

Beiträge: 2008
Strauß wußte (oder hatte entsprechende Berater), dass das, was 1989/90 geschah, nicht für einen Appel und ein Ei zu bekommen war. Die Einheit (mit allen Segnungen für das Kapital) war nicht für 3 Euro Fuffzig zu bekommen. Also hat er dafür gesorgt, dass sich dieser Prozeß etwas länger noch hinzog, bevor das Kapital zuschlug und sich die DDR einverleibte. Sicher eins der profitabelsten Geschäfte der Imperialisten in den letzten Jahrzehnten.

@oszi: Dir ist bekannt, dass die Preisbildung im Sozialismus anders erfolgt, als im Kapitalismus?

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mi 10. Sep 2008, 19:28 
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Beiträge: 82
gewe hat geschrieben:
.......

@oszi: Dir ist bekannt, dass die Preisbildung im Sozialismus anders erfolgt, als im Kapitalismus?

Prinzipiell schon, aber real eher nicht.
Mir wurde in einer Erwachsenenqualifizierung einmal erklärt, dass eine Bohrmaschine mehr kostet als sie wert ist, um andere Sachen zu stützen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Do 11. Sep 2008, 19:06 

Beiträge: 2008
Nun gut, damit wären wir wieder beim Wertgesetz. Das ausführliche Referrat würde ich jedoch Numa überlassen. Er wollte ohnehin sich mal dazu etwas ausführlicher äußern. ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Fr 12. Sep 2008, 17:37 
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Beiträge: 82
gewe hat geschrieben:
Strauß wußte (oder hatte entsprechende Berater), dass das, was 1989/90 geschah, nicht für einen Appel und ein Ei zu bekommen war. Die Einheit (mit allen Segnungen für das Kapital) war nicht für 3 Euro Fuffzig zu bekommen. Also hat er dafür gesorgt, dass sich dieser Prozeß etwas länger noch hinzog, bevor das Kapital zuschlug und sich die DDR einverleibte. Sicher eins der profitabelsten Geschäfte der Imperialisten in den letzten Jahrzehnten.



Danke gewe für diesen Beitrag.
Aber aus Deinen Worten geht ja die Tatsache hervor, dass es wirtschaftlich mit der DDR doch den Bach runterging. Strauß, clever wie er war, hatte es gecheckt. Er goss also sozusagen den Apfel bis zur Reife mit seinen vermittelten Krediten um ihn als Fallobst billig zu kriegen ...

Wie weit ein Berufspolitiker doch vordenken kann!

Haben unsere Politiker denn nicht daraus gelernt, wie z. B. Gierek in Polen durch u.a. durch die Aufnahme von Westkrediten unterging?
Haben sie den Hintergedanken von Strauß nicht bemerkt? Seltsam - oder durfte die SU nichts davon wissen?
Strauß' Begräbnis wurde im zweiten Programm des DDR Fernsehens live übertragen. Da dachte einer wie ich: "Jetzt wird der Bock zum Gärtner gemacht!" Und das Schlimmste war, man durfte nur unter vorgehaltener Hand darüber reden.
Sicher, so etwas wäre unter Stalin nicht passiert.
Vielleicht begannen die Fehler im sozialistischen Lager doch bereits nach Stalins Tod.

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Übrigens erfahre ich gerade - Chavez haut die Amis raus! :redstar169:

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Fr 12. Sep 2008, 18:05 

Beiträge: 2008
oszi hat geschrieben:
Aber aus Deinen Worten geht ja die Tatsache hervor, dass es wirtschaftlich mit der DDR doch den Bach runterging. ...
Wie weit ein Berufspolitiker doch vordenken kann! ...

Vielleicht begannen die Fehler im sozialistischen Lager doch bereits nach Stalins Tod.


Ja, es ging wirtschaftlich spätestens seit Anfang der 80ziger Jahre den Bach hinunter. Aber nicht nur in der DDR. In allen anderen europäischen Ländern traten derartige Probleme auf.

Nicht nur Berufspolitiker können vordenken. Vergessen wir nicht, dass das keine straußsche Alleindenkleistung war. Er hatte eine Vielzahl von Beratern und Politwissenschaftlern zur Verfügung. Aber man hatte den Weg gefunden, wie der Sozialismus zeitweilig zurückgedrängt werden kann. Außerdem sollten wir nie vergessen, dass wir es mit Profis beim Gegner zu tun haben. Diese Leute nicht ernst zu nehmen - auch wenn sie es da einem nicht immer einfach machen - kann tötlich sein.

Die Frage ist, warum geschah das und warum nach dem Tod Stalins?
Warum geschah ähnliches nicht mit der Sowjetunion zu Zeiten von Stalin?
Wie konnte die Sowjetunion die Bürgerkriege, die Wirtschaftssabotagen und einen mörderischen 2.Weltkrieg als Sieger bestehen?
Warum wurde dieser Kurs nach 1953 nicht konsequent fortgesetzt?
Die Antworten auf alle diese Fragen führen zum Wesen des gesellschaftlichen Prozesses von 1917 bis 1989. Die Antworten findest Du (nicht geschlossen) in verschiedenen Beiträgen des Forums und auch hier wieder verweise ich gern auf die Schriften von Kurt Gossweiler.

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: So 7. Nov 2010, 09:35 

Beiträge: 2008
Bevor es ganz in Vergessenheit gerät ...

Heute ist der 93. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution.
:redstar164: :redstar160: :redstar164: :redstar160: :redstar164:

Ein Ereignis, welches die Geschichte des 20.Jahrhunderts bedeutend mitbestimmt hat und auch weiterhin die Geschichte der Menschheit beeinflussen wird. Auch wenn es heute in diesem Landstrich wohl erneut verschwiegen wird - aus der Geschichte ist es nicht zu löschen. Weder die erfolgreiche Revolution bis 1953 noch der Verrat an ihr bis 1990.

Ruhm und Ehre alle Zeit den mutigen Kämpfern für eine bessere Gesellschaft.
Ewige Schande den Verrätern an der größten geschichtlichen Tat der Menschheit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Große Sozialistische Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mo 8. Nov 2010, 15:49 

Beiträge: 132
Und um das der Vollständigkeit halber zu ergänzen: Die unmittelbaren Ereignisse der Oktoberrevolution erstrecken sich noch auf heute und sogar auf morgen.

Man kann das meines Wissens nach nicht ganz genau rekonstruieren, ich bin dabei immer auf Schwankungen bei den exakten Zahlen gestossen. Im Grunde dürfte es aber so abgelaufen sein:

25.10. (07.11.): Lenin gibt das Signal zum Aufstand.

1:00 Uhr: Besetzung des Postamts Petrograd
2:00 Uhr: Besetzung des Bahnhofs und der E-Werke Petrograds
6:00 Uhr: Besetzung der Staatsbank Petrograds
7:00 Uhr: Besetzung des Telefonamtes
7:00 Uhr: Ministerpräsident Kerenski flieht
10:00 Uhr: Lenin verkündet den Sturz der Regierung ("An die Bürger Russlands!")
14:35 Uhr: Sitzung des Petrograder Sowjets
21:45 Uhr: Signal zum Sturm des Winterpalais (Sitz der provisorischen Regierung)
22:45 Uhr: Eröffnung des Allrussischen Sowjetkongress

26.10. (08.11.): Menschewiki und Sozialrevolutionäre haben den Kongress unter Protest verlassen, übrig sind noch ein paar Vertreter der linken Flügel dieser Parteien.

2:00 Uhr: Einnahme des Winterpalais, Verhaftung der Minister der provisorischen Regierung
2:30 Uhr: Lenin ruft die Sowjetrepublik aus (RSFSR)
21:00 Uhr: Bildung einer provisorischen Arbeiter- und Bauernregierung: Rat der Volkskommissar; Vorsitz: Lenin; Volkskommissar für Äußeres: Trotzki; Volkskommissar für Nationalitätsfragen: Stalin (um nur die wichtigeren Personen zu nennen)

27.10. (09.11.): Um etwa fünf Uhr morgens endet der Zweite Allrussische Sowjetkongress. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits das "Dekret über den Frieden" und das "Dekret über Grund und Boden" angenommen worden.

Dieses historische Ereignis ist für uns alle ein Grund zu großer Freude. Wirklichen Wert hat dieser Jahrestag jedoch im Grunde nur dann, wenn wir ihn als Anlass nehmen, jede Minute unseres Lebens am Versuch zu arbeiten, diese erste sozialistische Revolution zu wiederholen und den Faden wieder aufzunehmen, den uns die Revisionisten einst durchschnitten haben.

Die Oktoberrevolution wirkt weiterhin auf alle Marxisten-Leninisten der Welt - alleine schon als Vorbild und als Ansporn, erneut reinen Tisch mit den Bedrängern zu machen und den Sozialismus zu erkämpfen.

In diesem Sinne: Herzliche Grüße an alle zur Großen Sozialistischen Oktoberrevolution!


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