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 Betreff des Beitrags: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Mo 25. Feb 2008, 18:10 
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Hier zum Lesen.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Fr 22. Aug 2008, 21:46 
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Ob Schwule oder Lesben heiraten sollen - ich weiß nicht! ---
Aber im kommunistischen Manifest stellen Marx und Engels an irgendeiner Stelle ziemlich weit hinten die bürgerliche Ehe in Frage.
Die guten Traditionen sollten erhalten bleiben!
Oder ist man mit dieser Meinung auch meilenweit vom Menschen neuen Typs entfernt??

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"Was wäre die Folge, wenn es dem Kapital gelänge, die Republik der Sowjets zu zerschlagen? Eine Epoche der schwärzesten Reaktion würde über alle kapitalistischen und kolonialen Länder hereinbrechen, man würde die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker vollends knebeln, die Positionen des internationalen Kommunismus würden liquidiert." -Stalin, Werke Band 9, S. 29,


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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Fr 22. Aug 2008, 22:20 
Administrator
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Beiträge: 4023
oszi hat geschrieben:
Ob Schwule oder Lesben heiraten sollen - ich weiß nicht! ---
(...) Oder ist man mit dieser Meinung auch meilenweit vom Menschen neuen Typs entfernt??


Man bewegt sich zumindest auf sehr dünnen Eis!

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Fr 22. Aug 2008, 22:56 
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Beiträge: 688
Also heiraten sollten sie schon können, ich hätte nur etwas dagegen wenn sie Kinder erziehen, nicht das diese dadurch auch homosexuell würden, dass sicher nicht, aber dies ergäbe sicherlich einige Abnormalitäten in der Psyche und des Verhaltens der Kinder, ähnlich als wenn zB. ein Elternteil fehlt oder die Mutter diskriminierend behandelt wird durch den Mann.

Wenn ich recht informiert bin ist doch die "richtige" Ehe nichts großartig anderes als die individuelle Geschlechterehe wie sie Engels im „Ursprung der Familie...“ beschreibt, nur entflochten von den bürgerlichen Gehabe und der Polygamie des Mannes. Ich halte diese Modelle der Kommune und anderer Gruppenehen ähnlichen Gebilde für recht blödsinnig, sie haben nebenbei auch nie richtig funktioniert.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Fr 22. Aug 2008, 23:43 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Zitat:
nicht das diese dadurch auch homosexuell würden, dass sicher nicht, aber dies ergäbe sicherlich einige Abnormalitäten in der Psyche und des Verhaltens der Kinder, ähnlich als wenn zB. ein Elternteil fehlt oder die Mutter diskriminierend behandelt wird durch den Mann.


was du erst einmal nachweisen müsstest. Wenn du nämlich schreibst, dass es sicherlich dazu kommen würde, klingt es so, als ob es schon erwiesen ist. Außerdem: was konkret bedeutet Abnormalität? Verminderte geistige Auffassung, gestörtes Geschlechterverhältnis, der Drang zur Rebellion oder Missbrauch anderer? Und wo bitte sehr zeigen Kinder Alleinerziehender (meist Mütter) Verhaltensstörungen? Sicherlich gibt es diese (übrigens sind diese bei "normalen" Familienverhältnissen auch vorhanden), doch liegt es nicht unbedingt daran, dass die Mutter alleinerziehend ist, die Eltern beide Männer bzw. Frauen sind oder der Vater die Mutter schlägt.
Grund für soziales Fehlverhalten Jugendlicher ist viel mehr die Frage der richtigen Erziehung. Wer diese Erziehung übernimmt ist folglich egal (und meistens ist es sowieso die Mutter die die erziehende Rolle spielt). Der Grund weshalb Kinder Alleinerziehender oft verhaltensgestörter sein können (nicht unbedingt sind), liegt nicht daran dass es nur einen Elternteil gibt, sondern weil - z.B. durch berufliche Gründe - die Erziehung des Kindes leidet. Damit liegt die mangelnde Erziehung der Kinder auch Großteils an der kapitalistischen Gesellschaft. In den sozialistischen Staaten spielten Kinderkrippen, Schulen etc. eine besonders hohe erzieherische Rolle (man vergleiche doch mal die Jugend der Sowjetunion mit der heutigen Jugend Russlands).

Wenn du nun aber die Behauptung aufstellst, Kinder homosexueller Paare würden Verhaltensstörungen aufweisen und deshalb keine Kinder haben dürfen, müssen wir auch so weit gehen und sagen: überall dort wo es potentielle Verhaltensstörungen der Kinder geben kann, so auch - wie du ja selbst sagst - bei Alleinerziehenden oder zerütteten Familien, dürfen keine Kinder großgezogen werden. Solltest du recht haben, wird sich 1. die Zahl asozialer Jugendlicher deutlich verringern und 2. das Abtreibungegeschäft würde boomen.

Merkst du die Unlogik in deiner Aussage?

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 00:04 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Zitat:
Ich halte diese Modelle der Kommune und anderer Gruppenehen ähnlichen Gebilde für recht blödsinnig, sie haben nebenbei auch nie richtig funktioniert


das Problem ist grundsätzlich folgender: Welchen Charakter eine Ehe haben sollte und wie sie aussehen sollte - homo-oder heterosexuelle, polygam oder monogam, ist im Prinzip Jacke wie Hose. Wenn sich die gefundenen Partner als glückich erschätzen, was soll es uns kümmern? Was juckt mich bitte sehr wie viele Frauen mein Nachbar hat, so lange es auf freiwilliger Basis (sprich Liebe Sex und Zärtlichkeit) und nicht aus irgendwelchen ökonomischen Zwängen heraus entsteht und jeder Partner gleichberechtigt ist. Wenn dem so ist, kann ich halten davon was ich will - für mich wäre Polygamie in einer Beziehung auch nix - aber wenns die anderen glücklich macht. Sollen die es doch.

Das Problem der bürgerlichen Ehe ist jedoch, dass es eben nicht (nur) auf freiwilliger Bais geschieht. Ehe im eigentlichen Sinne hat es eventuell auch vorher gegeben, auch auf freiwilliger Basis. Aber mit der Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise, veränderte sich auch der Charakter der Beziehung. So ist es nun mal, dass es eine ökonomische Abhängigkeit der Frau vom Manne gibt. Daher sind die Frauen doppelt belastet.
Und es besteht hier auch folgendes Problem: Es wird ja eigentlich nur die bürgerliche Ehe, das bürgerliche Familienbild anerkannt. Alle anderen alternativen Lebensweisen sind in gewissem Grade ökonomisch benachteiligt (z. B. was Steuern angeht). Das betrifft nicht nur homosexuelle Paare, sondern auch Nichtverheiratete, Alleinstehende etc. Daher hat ja die Frauenbewegung, der Kampf um die Homo-Ehe etc. auch einen ökonomischen Charakter, weil es auch um ökonomische Gleichstellung geht.
Ob eine Homo-Ehe im Sozialismus von Nöten ist, darüber kann man streiten. So lange es - unabhängig von der Lebensweise - keine Benachteiligung oder Bevormundung der einen oder anderen Lebensgemeinschaft gibt, ist es auch nicht so wichtig. Ein Vorteil der Einführung solcher Lebensgemeinschaften ist aber auf jeden Fall: mehr Aufklärung innerhalb der Bevölkerung und der Schutz vor Diskrimminierungen und damit eine Akzeptanz in der Bevölkerung.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 00:13 
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Beiträge: 628
Also ich möchte als 8-Jähriger nicht in der Schule erzählen müssen, daß ich von meinen beiden Vätern ein Fahrrad geschenkt bekommen hab :)

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 00:26 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Zitat:
Also ich möchte als 8-Jähriger nicht in der Schule erzählen müssen, daß ich von meinen beiden Vätern ein Fahrrad geschenkt bekommen hab


was du möchtest oder nicht, ist irrelevant. Außerdem kannst du es verheimlichen, da sich wohl niemand für dein Fahrrad interessiert.
Nur möchte ich auch hier folgendes einwenden: Heute - und da kommen wir ja wieder auf die Erzhieung in diesem "wundervollen" Staat - wirst du schon verprügelt, weil du die falschen Hosen oder Schuhe trägst oder anders aussiehst (weil du dick bist - OPC du kennst sicher das Problem - eine chronische Krankheit hast, ein Gnom bist - der DF2K" kann davon sicher ganze Bücher schreiben - Ausländer bist, schüchtern bist etc.).

Folglich: alle, die sich für ihre Kinder keine Markenklamotten leisten können, und alle die zwergwüchsige, dicke, schüchterne, ausländische Kinder mit einer chronischen krankheit gebären, dürfen keine Kinder bekommen.

sollte die Verhaltensstörung Kinder homosexueller Paare darin liegen, dass sie gemobbt werden, ist es somit nicht die Schuld der Eltern, sondern eher die Schuld derjenigen die andere, die nicht in ihr primitives Weltbild passen, mobben. Und mobben - das tun noch nicht mal Tiere.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 05:17 

Beiträge: 2008
Ist immer wieder eine schwieriges Thema, wenn Menschen anders sind oder anderes tun, als es die anerzogenen "Normen" erlauben.

Dennoch, so wie man das Thema Abtreibung die Frauen und nicht die Pfaffen entscheiden lassen sollte, sollten Schwule über ihre Ehe und deren Umfang selbst entscheiden können.
Gleichgeschlechtlichkeit ist keine Krankheit und auch normale Ehen können krank machen.

Die Bevorzugung der bürgerlichen Ehe hat nunmal auch ökönomische Interessen. Woher sollen neue Arbeitskräfte, neue Soldaten, neue Konsumenten kommen, wenn nicht aus der Beziehung von Mann und Frau. Auch wenn man zukünftig weniger Soldaten, weniger Arbeitskräfte braucht - ohne Konsumenten geht jeder Kapitalismus zwangsläufig ein.
Daher bekämpft der Kapitalismus die Abtreibung und Homoehe - zumindest bis es künstliche Reproduktionsmechanismen für den Menschen gibt und die Frau und der Mann in ihrer ursprünglichen biologischen Fortpflanzungsfunktion überflüssig werden.

Brrrrrrr, da möchte ich dann nicht mehr leben ... ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 09:08 
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Beiträge: 4023
gewe hat geschrieben:
... sollten Schwule über ihre Ehe und deren Umfang selbst entscheiden können.


Mehr braucht man dazu eigentlich gar nicht mehr sagen.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 09:57 
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@ Sergej
Beruhig dich mal, ich habe lediglich Gedanken geäußert und die haben keinen Anspruch auf absoluten Wahrheitsgehalt, außerdem habe ich dich persönlich nicht angegriffen was du ja bei mir und OPC gemacht hast.

Sicher kommt es auf die Erziehung an wie sich ein Mensch entwickelt, diese kann durch aus auch von einer alleinerziehenden Mutter besser bewerkstelligt werden als mit ihrem Mann der unter Umständen vielleicht nur säuft oder ähnliches treibt.
Das habe ich gar nicht abgestritten.

Trotzdem hat das Umfeld* innerhalb die Erziehung geschieht ein Einfluss auf das Kind, deswegen sagte ich doch "sicherlich" und wollte lediglich meinen das man das vorher durchdenken sollte bevor man Homosexuellen Pärchen Kinder zum Erziehen gibt, wie sich dies dann überhaupt entwickelt. Es gab schließlich schon in der Vergangenheit die Versuche Homosexuellen eine "normale" Sexualität aufzuzwingen, dies hatte unter anderem auch Folgen für diese Menschen das sie ihre Sexualität später nur noch gehemmt ausleben konnten.
Habe ich nun ein Kind welches zB. von zwei Männern erzogen wird sind diese beiden Männer die Orientierung des Kindes und diese prägen die Entwicklung des Kindes auch entscheidend. Dies könnte doch bewirken, wenn diese Männer ihr Vorbild sind das das Kind selber dann auch später mal einen Mann heiraten will. Hierbei kann es doch zum Konflikt mit der Sexualität des Kindes und dem anerzogenen partnerschaftlichen Vorbild kommen. Das war meine einzige Sorge die man vorher aufklären sollte und deswegen wäre ich da im Moment nicht dafür.

Sicher sollte man auch die Gründe für andere Verhaltensauffälligkeiten bekämpfen, dass forderst du ja auch selbst mit deinem Beispiel der Jugend der SU und des heutigen Russlands und das dies eben auch an der gesellschaftlichen Verfasstheit liegt wissen wir doch.

Und zur Ehe werde ich mich hier nicht streiten, ich habe meine Meinung dazu gesagt, wenn jemand halt mit 3 Frauen leben will soll er doch, ich habe nie etwas anderes behauptet.

*Umfeld natürlich hier im Sinne von nicht in der Erziehung geplant.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 13:06 
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Ich will ja keinen beleidigen, aber könnte es nicht sein das "Schwul und Lesbisch sein" eine psychische Störung ist???
Ich glaube, dass die Genossen aus Kuba sich über sinnvollere Probleme sorgen machen sollten.
Auf Kuba gibt es noch genug zulösen...

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 13:13 
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Kevin hat geschrieben:
Ich will ja keinen beleidigen, aber könnte es nicht sein das "Schwul und Lesbisch sein" eine psychische Störung ist???


Kann es sein, dass Du sofort aus dem Forum rausfliegen willst? Es gibt hier Grenzen, dazu gehören solche Aussagen. Auch wenn sie scheinheilig als Fragen formuliert sind.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 13:18 
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Entschuldigung, ich wollte keinen beleidigen. Das war nur mal so ein Gedanke gewesen. Keine Behauptung!!!!!!!!!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 13:30 
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Beiträge: 4023
Kevin hat geschrieben:
Entschuldigung, ich wollte keinen beleidigen. Das war nur mal so ein Gedanke gewesen. Keine Behauptung!!!!!!!!!!!


Es ist schon schlimm, dass man überhaupt auf solche dämlichen Gedanken kommt.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 16:16 

Beiträge: 2008
@Kevin: Mich würde mal interessieren, wie Du auf so eine Frage kommst?
Im Fernsehen gesehen/gehört oder hat Dir das ein Kumpel auf der Straße geflüstert.

Vielleicht kurz zur Erinnerung. Während Nazizeiten galten Schwule und Lesben als entartet. Das war Naziideologie, die auf ähnlich abwegige Argumente zurückgriff. Die Folgen waren katastrophal für die Betroffenen
In der DDR wurden bis ende der 60-ziger Schwule eingesperrt. Ich kenne einen Fall persönlich.
Das wurde korrigiert, nachdem die Mediziner und Psychologen festgestellt hatten, dass das weder entartet noch irgendwie krankhaft ist. Die betreffende Person wurde rehabilitiert.
Ich habe im Sommer 1976 den Versuch eines von mir sehr geschätzten Psychologen erlebt, einen schwulen Patienten "zu bekehren". Erkenntnis: Geht nicht.

Die schwulen Mitmenschen, die ich persönlich kenne, haben keine schwulen Eltern und keine schwulen Geschwister. Kinder aus Beziehungen schwuler Mitmenschen kenne ich nicht. Ich hatte niemals Probleme im normalen täglichen Umgang mit diesen Menschen.
Mein Wisssensstand ist, dass schwules Sexualverhalten eines Menschen eher genetisch bedingt, als durch Erziehung oder anderen Unfug zu erklären ist.

Das reaktionäre Systeme, wie die katholische Kirche, das konservative Amerika u.a. das nicht so sehen, ist leider Tatsache. Daher müssen Schwule nach wie vor um ihre Rechte weltweit kämpfen.

Wir vertreten hier Ansichten zum Leben und Verhalten nach einer kapitalistischen Gesellschaft. Da sollten derartige Fragen also geklärt sein und auch wenn Du vielleicht persönlich ein Problem mit schwulen Mitmenschen hast, solltest Du Dich dennoch zu diesen und ihren Problemen verständnisvoll und fair verhalten. Wir werden hier keine andere Haltung erlauben und daher war auch der heutige Warnschuß berechtigt.

Also erwachsen werden! :opa:

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 17:32 
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Beiträge: 68
Ich habe auch keine Probleme mit solchen Menschen und ich habe auch nichts gegen denen. Ich lehne auch ab, dass die Menschen eingesperrt oder noch schlimmer...

Das war von mir mal so ein Gedanke gewesen, eigentlich wollen ja Lebewesen, Menschen und Tiere, sich vermehren und dies ist bei Schwulen und Lesben nicht der Fall. Das kann man ja alles ausdiskutieren, aber solche Drohung fand ich ein bisschen übertrieben.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 22:16 
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Beiträge: 1624
Zitat:
@ Sergej
Beruhig dich mal, ich habe lediglich Gedanken geäußert und die haben keinen Anspruch auf absoluten Wahrheitsgehalt, außerdem habe ich dich persönlich nicht angegriffen was du ja bei mir und OPC gemacht hast.


pass mal,
Wie kommst du bitte drauf, dass ich irgendwie gereizt reagiert habe? Und wie kommst du darauf, dass ich mich von dir persönlich angegriffen fühle? Nur weil ich vielleicht selbst dieser Minderheit angehöre und du jetzt automatisch meinst, dass ich auf jede Meinung zu diesem Thema gereizt reagiere? (irgendwie war mir klar dass du da gleich so drauf reagierst). Die "Beleidigung" gegenüber OPC und dir waren zum ersten nicht Inhalt des Beitrages der auf dich bezogen war und 2. ist OPC's Spruch ein Insider, auf den ich dementsprechend auch so reagierte. Sprich ein Satz, dessen Ernsthaftigkeit gegen Null läuft, ich diesen jedoch nur logisch weitergedacht habe.
Du hast nunmal eine Behauptung aufgestellt, die ich für falsch halte, bzw. die mich nicht überzeugt hat. Ich habe lediglich darauf verwiesen, dass du - wenn du diese Behauptung vertrittst - diese auch mal bitte begründest. Außerdem habe ich demensprechend den Fehler den ich in deiner Behauptung heraus gelesen habe verdeutlich. Auch hier erhebe ich keinen Anspruch auf Richtigkeit und absoluten Wahrheitsgehalt. Wenn du so etwas behauptest, musst du damit rechnen, dass dementsprechend reagiert wird.

Zitat:
Trotzdem hat das Umfeld* innerhalb die Erziehung geschieht ein Einfluss auf das Kind, deswegen sagte ich doch "sicherlich" und wollte lediglich meinen das man das vorher durchdenken sollte bevor man Homosexuellen Pärchen Kinder zum Erziehen gibt, wie sich dies dann überhaupt entwickelt.


du kannst dir sicher sein, dass jene, die die Möglichkeit erstreben wollen, dass Homosexuelle Kinder haben können, sich den möglichen Problemen und Konsequenzen bewusst sind.

Zitat:
Habe ich nun ein Kind welches zB. von zwei Männern erzogen wird sind diese beiden Männer die Orientierung des Kindes und diese prägen die Entwicklung des Kindes auch entscheidend. Dies könnte doch bewirken, wenn diese Männer ihr Vorbild sind das das Kind selber dann auch später mal einen Mann heiraten will.


mal ganz unabhängig, dass es halb so wild ist, wenn das Kind, dass von zwei Männern groß gezogen wird selbst schwul wird, drehen wir doch mal das Blatt um: Heterosexuelle Paare üben auf die Kinder auch eine Vorbildfunktion aus. Nicht zu vergessen ist, dass so gut wie immer die sog. Heteronormativität erzogen wird. Heißt es automatisch, dass die Kinder eine heterosexuelle Beziehung eingehen werden? Sicherlich hat die Vorbildfunktion der Eltern eine gewisse Rolle, ich würde aber sagen sie ist ziemlich untergeordnet.
Es ist ja z. B. Fakt, dass Jugendliche selber ihre sexuellen Erfahrungen sammeln, unabhängig davon was für ein Sexualleben die Eltern führen. Und da passiert es auch, dass oft zuerst gleichgeschlechtliche Erfahrungen gesammelt werden und man später dorch zur Heterosexualität ankommt. Es kann auch anders rum sein, oder man ist bisexuell oder merkt erst sehr spät im Erwachsenenalter, dass man sich dem gleichen/anderen Geschlecht zugehörig fühlt.
Zu Konflikten mit der eigenen Sexualität kommt es unter Jugendlichen oft, was aber mehr mit dem "Erwachsenwerden" zu tun hat, also einer Phase wo man sich selbst entwickelt und gewisse Sensibilitäten und Rebellionen aufbaut.

@Kevin

Zitat:
Ich will ja keinen beleidigen, aber könnte es nicht sein das "Schwul und Lesbisch sein" eine psychische Störung ist???


eine psychische Störung zeigt sich unter anderem dadurch, dass man gewissen Zwängen unterlegen ist und diese immer wieder ausführen muss und dagegen nichts tun kann und das eigene Leben oft dadurch selbst eingeschränkt ist. Sag mir mal bitte wie das mit Homosexualität zusammenhängt?

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: Sa 23. Aug 2008, 23:43 
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Beiträge: 1624
Kevin hat geschrieben:
Das war von mir mal so ein Gedanke gewesen, eigentlich wollen ja Lebewesen, Menschen und Tiere, sich vermehren und dies ist bei Schwulen und Lesben nicht der Fall. Das kann man ja alles ausdiskutieren, aber solche Drohung fand ich ein bisschen übertrieben.


nun man sollte die Sache der Fortpflanzung erstmal in der Evolutionsgeschichte betrachten.
Eigentlich braucht man keinen Sex um sich fortzuplanzen. Das Leben auf der Erde ist ca. 3 Mrd Jahre alt, jedoch nur 600 - 800 Mio. Jahre davon existiert Sex. Auch heute noch pflanzen sich eine Reihe von Organismen asexuell fort: dazu zählen: Bakterien, Archaebakterien, Protozoa, Algen. Bei vielen Organismen herrscht oft sowohl vegetative Fortpflanzung als auch sexuelle Fortpflanzung, so auch bei einigen Algen, bei vielen Pflanzen, Quallen, einigen primitiven Würmern und sogar bei einer Eidechsenart. Jedoch hat sich aber die sexuelle Fortpflanzung durchgesetzt und dass obwoghl sie energetisch kostspielig ist und eines verursacht, was uns gar nicht gefällt: den Tod. Dennoch setzte sich die sexuelle Fortpflanzung durch, weil sie einen entscheidenden Vorteil hatte: sie brachte höhere genetische Variablität und damit eine bessere Anpassung an die (sich oft ändernden) Umweltbedingungen. Zusammen mit der Nutzbarmachung von Sauerstoff (womit auch augenommene Nährstoffe enegertisch hochwertiger "verbrannt" werden konnten) und der Entwicklung der sexuellen Fortpflanzung konnten Lebewesen sich jenseits von einzelligen Organismen oder primitiven Zellhaufen mit mangelnder Differenzierung in ihrer heutigen Artenfülle weiter entwickeln. Auch ist die Geschlechtsverteilung ein zufälliges Produkt der Evolution, die nicht auf männlich-weiblich abgestimmt ist, sondern in der Natur sehr weit differenziert ist (die meisten Pflanzen sind Zwitter, Embryonen von Tieren werden erst nach einiger Zeit männlich, manche Tiere können ihr Geschlecht wechseln oder pflanzen sich gar nur eingeschlechtlich fort, bei manchen übernimmt das Männchen die Brutpflege und gar das Austragen der befruchteten Eier usw.).
Aber ganz gleich welchen Weg der sexuellen Fortpflanzung man geht, sex ist immer kostspielig und energetisch teuer. Damit sich Sex durchsetzen konnte musste es zu Tricks greifen, damit es sich überhaupt lohnt.
Bei Pflanzen ist diese Sache ganz einfach: sie verfügen weder über ein Bewusstsein, noch haben sie Instinkte. Deren Reiz-Reaktionsmechanismen beruhen auf ganz primitive Bewegungsmuster, die Interaktionen mit der Umwelt darstellen, die man im allgemeinen als Taxis, Tropismus oder Nastie bezeichnet. Zumindest ist dies kein bewusster oder instinktiver Vorgang. Dennoch haben Pflanzen die selben Vorteile von Sex, wie Tiere. Damit es zum Erfolg kommt, verbreiten sie ihre Pollen und Samen entweder mithilfe der Naturgewalten (z. B. Wind) oder mit Hilfe von Tieren.
Bei Tieren sieht es da anders aus. Da spielen Instinkte eine Rolle, die ein Tier dazu treiben sich sexuell Fortzuplanzen - anders kann es nicht reagieren. Bei höher entwickelten Tieren - vor allem Säugetieren, also auch uns Menschen - spielt neben Instinkten noch eine weitere Verhaltensweise eine Rolle, die wir als Lust bezeichnen. Sex soll Spaß machen. Und dieser Spaßfaktor hat beim Menschen eine wesentliche Bedeutung. Sex dient bei uns in erster Linie gar nicht mehr der Fortpflanzung - dies ist nur ein günstiger Nebeneffekt. Sex hat hier vor allem soziale, emotionale Gründe. Es stärkt zwischenmenschliche Beziehungen, es beseitigt Stress und baut Aggressionen ab. Begriffe wie Liebe und Zuneigung kommen evenfalls noch ins Spiel und dürften gar nur rein menschliche Verhaltensmuster sein. Da wir Menschen ein sehr komplexes Sozialverhalten haben hat Sex für uns einen viel bedeutenderen Wert als Nachkommen zu zeugen.
Da fällt einem natürlich die Frage ein, was die denn mit Homosexualität zu tun hat? Da Sex bei uns nicht mehr die primäre Rolle der Fortpflanzung spielt, ist eine Liebe zwischen Mann und Frau nicht mehr die einzig mögliche, gar nötige Verhaltensform. Die wesentliche Frage ist jedoch, warum sich Homosexualität überhaupt in der Evolution durchsetzen konnte? Es sollte hier erwähnt werden, dass diese Verhaltensform nicht rein menschlich ist, sondern auch im Tierreich vorkommt, auch wenn die Beweggründe bei Tieren völlig anders sind, als beim Menschen. Daher gehe ich hier nicht drauf ein, verweise aber auf folgenden link: http://www.welt.de/print-welt/article92 ... teile.html
Der link zeigt, dass Homosex. keine Erfindung des Menschen ist, sondern sich in der Evolution in unterschiedlichen Ausrichtungen als Vorteilhaft zur Fortpflanzung erwiesen hat. Natürlich kann man hier einwenden, dass es auch hier Instinkthandlungen sind und warum Homosexualität bei einem fast instinktfreien Lebewesen wie dem Menschen noch vorhanden ist, bzw. ob nicht Homosexualität dann doch ein überbleibsel unserer Evolution ist, sprich eine Instinkthandlung ist, die nichts mit einer freien Persönlichkeit zu tun hat.
Es wurde hier erwähnt, dass Homosexualität genetisch veranlagt ist und nicht durch Erziehung stammt. Dass ist sicherlich richtig. Zumindest ist eine genetische Veranlagung viel richtiger als eine Adaption durch Erziehung.
Man sollte hieraus aber nicht den Fehlschluss herleiten, dass es sowas ähnliches wie ein Schwulen-Gen gibt. Wer das behauptet, hat das Wesen der Gene nicht verstanden. Unsere Gene sind kein Bauplan, sprich eine Blaupause unseres Körpers. Richard Dawkins erklärt im letzen Kapitel seines hervorragenden Evolutionsbuches "Der blinde Uhrmacher", dass unsere Gene mehr einem Rezept für einem Kuchen entsprechen. Die einzelnen Zutaten (Mehl, Zucker Backpulver etc.) entsprechen den Genen und in der Zusammenmischung (sprich der Interaktion untereinander und mit der Umgebung) ergeben sie einen Kuchen (sprich Organismus). Der Kuchen schmeckt jedoch überall gleich und nicht an einer Stele nach Mehl an anderer Stelle nach Zucker etc. So ist es auch beim Menschen. Es gibt keine Gene für jeden Quadratmillimeter. In keiner Weise kann ein Körper abgetatset werden und seine Beschreibung in die Gene abgegeben werden. Das Selbe trifft auch auf Verhaltensmuster zu und das ist die Begrüdnung für das Fehlen eines Schwulengens. Die Genetik verhält sich da etwas komplexer
Bei Mutationen oder Erbkrankheiten verfährt es sich übrigens so, dass quasi gesehen am Rezept etwas verändert wurde (z. B. statt Backpulver Hefe, so dass am Ende der Kuchen anders schmeckt). Doch auch diese Gendefekte können nicht am menschlichen Körper abgetastet werden und die Koordinaten im genetischen Register nachgeschlagen werden und verändert werden.
Wenn diese Grundlage der Funktion der Gene verstanden ist, kann man auch die genetisch-evolutionsbiologischen Aspekte der Homosexualität auch beim Menschen verstehen. Und die Forschung ist auf einige Erkentnisse gekommen:
In der Wissenschaft gibt es inzwischen Vorstellungen, dass Homosexualität der Arterhaltung dient, also auch im Sinn der Evolutionstheorie einen Nutzen hat, da sie dafür sorgt, dass sich eine größere Anzahl von Menschen um ein neugeborenes Kind kümmern kann. Unterstellt wird hierbei, dass homosexuell Veranlagte keine eigenen Kinder zeugen, jedoch ihre genetisch nah verwandten Neffen und Nichten mitversorgen, wodurch letztlich auch ihre Gene eine Chance auf Fortbestand haben (Siehe auch: Das egoistische Gen).
Forschungsergebnisse der Universität Padua haben herausgefunden, dass die Veranlagung für Homosexualität bei Männern über die mütterliche Linie vererbt wird und sich während der Evolution deshalb durchsetzen konnte, weil dieselben genetischen Faktoren die Fruchtbarkeit der weiblichen Verwandten erhöhen. Über ihrer Ergebnisse berichten Claudio Capiluppi von der Universität Padua und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society: Biological Sciences (2004). Da ich über diese Fachzeitschrift nicht beziehe und den Artikel darüber nicht gelesen habe, kann ich dazu nichts sagen.
Ein anderer Zugang zur Sexualitätsthematik ist die Frage, warum es überhaupt die Norm der Heterosexualität gibt und alles andere als Abweichung gesehen wird. In bestimmten Gender Studies wird analysiert, dass der Heterosexismus und Heteronormativität Grundpfeiler unserer Gesellschaft sind und die Homosexualität eine soziokulturelle Konstruktion darstellt.
In neueren Studien von Homophobie wurde festgehalten, dass die Unterdrückung von Homosexuellen und eine Ächtung der Homosexualität vor allem in Gesellschaften stattfindet, die eine strikte Trennung der Geschlechter zur Norm erheben, meistens mit dem Ziel, die Herrschaft der Männer über die Frauen zu sichern. Man könnte daraus den Schluss ziehen, dass Homosexuelle durch ihre Persönlichkeit eine Art Brückenfunktion zwischen den Geschlechtern einnehmen. Ihre biologische Aufgabe wäre es dann, zum gegenseitigen Verständnis und zur gegenseitigen Akzeptanz von Mann und Frau beizutragen.
Diese Theorie unterstellt aber wieder von vornherein homosexuellen Menschen eine bestimmte Persönlichkeit (die "anders" als die von heterosexuellen Menschen ist) und ein Stehen zwischen den Geschlechtern, also keine bestimmte männliche oder weibliche Geschlechtsidentität.
hinzuzufügen ist wie ich schon weiter oben erwähnt habe, dass Sexualität weit mehr ist als nur die Befähigung zur Fortpflanzung. Sie spielt auch in der Strukturierung unserer Beziehungen zur Umwelt und vorallem zu anderen Menschen eine wichtige Rolle, und für diese Beziehungen ist es evolutionaer nicht so wichtig, ob sie von homosexuellen oder von heterosexuellen Neigungen geprägt ist. Wenn Eltern und Kinder sich liebkosen, werden genau die gleichen Hormone und Hirnareale aktiv wie beim Geschlechtsverkehr, obwohl eine Zeugung in dieser Konstellation evolutionär nicht günstig und in den meisten Gesellschaften deswegen tabuisiert ist.
Wenn man die Zahl der Geschlechtsakte, die ein Mensch im Laufe seines Lebens erlebt, mit der Anzahl der Kinder vergleicht, die er zeugt bzw. gebiert, kann man schnell sehen, dass die Orientierung auf Fortpflanzung in der Ausprägung unserer Sexualitaet eine recht geringe Rolle spielt.

dementsprechend dürfte eigentlich alles geklärt sein. Homosexualität ist keine Krankheit oder psychische Störung, hat nichts mit richtiger oder falscher Erziehung zu tun und den gesellschaftlichen Nutzen eines Menschen sollte man nicht auf seine Fähigkeit der Fortpflanzung reduzieren. Diese Ansichtsweise ist reaktionär, weil biologistisch. Und Biologismus sollte jeder, der nach seinem Verstand handelt, ablehnen.

Es ist sicherlich eine Abweichung von der Mehrheit, aber sowas ist nicht widernatürlich. Die Natur ist voller Abweichungen und alles was in der Natur und der Gesellschaft existiert hat seine Funktion und seinen Platz. Ob wir diese Funtkion erkennen können ist eine andere Frage.
Fakt ist: dass in der Biologie (und überhaupt in den Naturwissenschaften) alles keinen Sinn macht, ohne Evolution.
Basta!

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: So 24. Aug 2008, 10:46 
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Ich fand das du übertrieben schroff reagiert hast, vorallem mit dem Spruch hier:
Zitat:
ein Gnom bist - der DF2K(2)" kann davon sicher ganze Bücher schreiben


Wie ich darauf gekommen bin hatte ich im zweiten Beitrag nach getragen, darum ging dein Einwand auch in Ordnung sowie der deines letzten Beitrages, deine Argumente sind ja auch einleuchtend, aber das andere hat mich schon genervt.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: So 24. Aug 2008, 10:47 
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Zum Thema Sex allgemein: ICh hab mal irgendwo gelesen, dass wir deshalb soviel Spaß am Sex haben, weil wir es als Männer quasie nicht mehr riechen können, wann die Frau bereit zur Befruchtung ist. (Und das ist sie ja nur an bestimmten Tagen im Monat) Also wird lapidar gesagt immer fleißig gepoppt, damit irgendwann auch mal ein Treffer dabei ist.

Bei manchen Tieren ist es ja so, dass die nur einen bestimmten Zeitraum lang bereit sind, und den Rest des Jahres wird da nicht gesext.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: So 24. Aug 2008, 11:03 
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Beiträge: 1624
Zitat:
Wie ich darauf gekommen bin hatte ich im zweiten Beitrag nach getragen, darum ging dein Einwand auch in Ordnung sowie der deines letzten Beitrages, deine Argumente sind ja auch einleuchtend, aber das andere hat mich schon genervt.


man sind manche empfindlich heutzutage. Ausgerechnet von einem der mal gerne - wenn auch aus Spaß - kreuz.net verlinkt ;)

Zitat:
ICh hab mal irgendwo gelesen, dass wir deshalb soviel Spaß am Sex haben, weil wir es als Männer quasie nicht mehr riechen können, wann die Frau bereit zur Befruchtung ist. (Und das ist sie ja nur an bestimmten Tagen im Monat) Also wird lapidar gesagt immer fleißig gepoppt, damit irgendwann auch mal ein Treffer dabei ist.


kann durchaus sein

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: So 24. Aug 2008, 11:07 
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:popcorn: Ich glaube, ich weiß jetzt genug darüber.
Wenn ich nicht rausgeschmissen werde, lerne ich noch mehr.. :) :) :)

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: So 24. Aug 2008, 11:16 
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Abgesehen davon bin ich eh der Meinung, jeder soll poppen können, mit wem er will. Egal ob Mann&Frau, Mann&Mann, Frau&Frau (Das finden die meisten Männer dann doch wieder toll, obwohl es auch homosexuell ist), Alt&Jung, Jung&Alt (Davon kann ich ein Lied singen). Ist doch völlig egal. Solange es beide wollen und Spaß daran haben, kann die bürgerliche und kirchliche Moral gestohlen bleiben.

Augeschlossen sind natürlich Dinge wie Sex mit Kindern oder Tieren. Bei Kindern ist da hoffentlich keine Diskussion nötig. ICh kenne genügend Frauen, die einen Knacks haben, weil sie als Kinder oder sehr junge Frauen sexuell belästigt worden. (Gilt auch für Jungs) Das ist dann auch für deren spätere Partner kein Spaß mehr. Und Tiere können ihren Willen gegenüber einem Menschen sowieso nicht artikulieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Kuba übernimmt die KP die Rolle der Schwulenbewegung
BeitragVerfasst: So 24. Aug 2008, 11:21 
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Beiträge: 68
Denkt hier vielleicht auch mal jemand an Sozialistischer-Moral???
Was die Kirche sagt ist mir auch scheißegal..

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