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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 21:32 
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Sieht meiner Meinung recht normal aus.

http://www.militaryphotos.net/forums/sh ... hp?t=82755

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 21:32 
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Zitat:
Sieht meiner Meinung recht normal aus.


Meiner Meinung nach auch. Die Kommentare unter den Bildern zeugen aber eher von einem Unverständnis der Situation Nordkoreas. Wenn sich z. B. der Kerl ständig über die kleinen schäbigen Häuser, die von den Blockhäusern verdeckt werden "sollen" beschwert sollte er doch mal seine eigenen Kommentare lesen:

The whole Pyongyang is like this, when he asked the guide about the old houses the guide said that old people didn't want to move out in the new ones and like it that way

Also, noch ein Verbrechen der KDVR: Sie werfen keine alten Menschen aus ihren Häusern um ein schöneres, mehr kapitalistisches Stadtbild zu erreichen.

Zudem:

"One mystery remains, how com(m)e under capitalism the roads are good and under communism sh*tty.

Brauche ich wohl nicht weiter zu kommentieren...

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 21:32 

Beiträge: 462
Zitat:
The whole Pyongyang is like this, when he asked the guide about the old houses the guide said that old people didn't want to move out in the new ones and like it that way


Das der Staat bisher keine Kohle hatte um ein paar neue Plattenbauten hinzusetzen wäre die ehrlichere Antwort gewesen.
Aber auf etlichen Bildern sind ja ein paar Kräne zu erkennen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 21:33 
Salonbolschewist
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@sven

Das kann man jetzt wieder sehen wie man will, an genauere Info kommen wir wohl in Bezug auf den Wohnungsbau der KDVR nicht.

Eigentlich meinte ich lediglich dass die Kommentare unter den Bildern eher schlecht und voreingenommen wirken, die Kommentare stammen, wie auf der Seite zu lesen, vom Fotografen selber(dann aus dem Russischen überstezt).

Eine Kamera und einen Nachmittag in einer beliebigen Europäischen Großstadt und man findet viel mehr Elend.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 21:33 

Beiträge: 462
Zitat:
Eine Kamera und einen Nachmittag in einer beliebigen Europäischen Großstadt und man findet viel mehr Elend.


In Russland zum Beispiel?
Aber eine Kritik muss sich der real exisiterende Sozialismus gefallen lassen: Seine Lieblingsfarben waren alle in Grautönen gehalten.
Mal ne andere Frage: Welcher gesellschaftlichen Schicht wird der Fotograf in Russland angehören wenn er sich solche Weltreisen leisten kann?


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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 21:33 
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Auf dieser Seite finden sich noch etliche weitere Fotos.
http://www.nordkorea-info.de/index.htm?/kfa/kfa.htm

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Sa 7. Apr 2007, 21:33 
Salonbolschewist
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Ich habe neulich drei Links zu Fotos aus der KDVR zugeschickt bekommen die ich hier mal angebe:


http://bbs.yinsha.com/bbs.php?mode=show ... 2100163371

http://www.xici.net/b170946/d31915277.htm

http://pop.pcpop.com/040312/905085.html


Viel Spaß beim ankucken!

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Mo 27. Jul 2009, 14:31 

Beiträge: 132
Ich hätte hier mal ein paar Fragen an Genossen, die sich speziell mit Nordkorea auskennen:

Ich versuche seit einiger Zeit, herauszufinden, ob Nordkorea nun eine der letzten Festungen des Sozialismus ist, oder ein revisionistischer Staat wie China. Alles was ich bisher gefunden habe, ist platte Propaganda von der einen oder der anderen Seite.

Entweder heisst es, Kim Il-Sung bzw. Kim Jong-Il schwelgen im Luxus, während ihr Volk elendig am Hunger krepiert, die Unterdrückung ist schlimm und brutal, und überhaupt, die Kims fressen kleine Kinder und trinken deren Blut.

Oder aber es wird so dargestellt, als ob Gott (im übertragenen Sinne) die Erde genau einmal geküsst hat, und da ist jetzt Nordkorea - mal überspitzt formuliert.

Meine Frage: Kann mir jemand, der sich auskennt, vielleicht mal zuverlässige Informationen oder Links oder sowas geben? Das wäre prima!


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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Mo 27. Jul 2009, 15:42 
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Ich würde sagen, die Antwort liegt irgendwo in der Mitte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Di 28. Jul 2009, 06:43 

Beiträge: 2008
Welche Antwort würde Dir am besten gefallen?
Genau, die nimmste und dann versuchste Fakten in der großen weiten Welt zu finden, die Dir die Meinung bestätigen bzw. Fakten die dagegen sprechen. Im laufe der Zeit kommt da ein Bild zu stande.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Di 28. Jul 2009, 10:37 

Beiträge: 9
Wenn man solche Links liest, bekommt man ein etwas mulmiges Gefühl:

Zitat:
Die Friedrich-Naumann-Stiftung führt seit 2004 regelmässig Seminare und Workshops zur Vermittlung marktwirtschaftlicher Kenntnisse in Nordkorea durch. Im September führte sie eine Delegation nordkoreanischer Finanzexperten zu einer Informationsreise nach Deutschland.


Quelle: http://www.liberale.de/webcom/show_arti ... -51/i.html


Zitat:
In Berlin konnten die Nordkoreaner verschiedene politische Gesprächstermine wahrnehmen, u.a. mit Hartmut Koschyk MdB. Dieser gab einen Überblick zum aktuellen Stand der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und beiden koreanischen Staaten. Dabei legte Koschyk das starke Interesse Deutschlands an einem positiven Ergebnis der Sechs-Parteien-Gespräche zur Lösung der Nuklearfrage auf der koreanischen Halbinsel dar. Eine besonders intensive Aussprache ergab sich zwischen Koschyk und dem Leiter des Deutschlandreferats der Internationalen Abteilung der Partei der Arbeit Nordkoreas, Herrn Tong Kyong Chol, der gegenüber Koschyk das Interesse der Partei der Arbeit Nordkoreas an einer Intensivierung der Kontakte sowohl zur CDU und CSU als auch zu den beiden C-Parteien nahen Stiftungen, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Hanns-Seidel-Stiftung, bekundete.


Quelle: http://korea-dkg.de/node/115


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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Mi 19. Aug 2009, 19:16 

Beiträge: 132
Um meine Frage mal wieder aufzugreifen:

Ich habe mich nun ein wenig über Nordkorea informiert, und zwar sowohl aus kommunistischen Quellen (speziell von der KPD) als auch aus bürgerlichen Quellen - ich habe da eine Doku gesehen, die eigentlich erfrischend sachlich war (für bürgerliche Verhältnisse) und in der klar zu erkennen war, dass von einem elendig armen, hungernden Land nicht die Rede sein kann.

Mein Bild sieht aktuell so aus: Nordkorea war seit seiner Gründung ein Land, in dem der Sozialismus planmäßig aufgebaut wurde, und in dem dementsprechend auch viel für die Bevölkerung getan wurde. Es wurden Wohnungen gebaut, es gibt ein Recht auf Arbeit und Wohnung, jeder hat ein Dach über dem Kopf und muss dafür nicht mal Miete zahlen. Das Gesundheits- und Bildungssystem ist vorbildlich und kostenlos oder zumindest sehr günstig.

Nach dem Wegfall der UdSSR und schweren Unwettern kam es in der KDVR Mitte der Neunziger Jahre zu Versorgungsschwierigkeiten und Hunger, diese Schwierigkeiten sind aber längst abgewendet, und nun geht es wieder aufwärts. Die Atompolitik des Landes ist wichtig für sein Bestehen und dient der Abschreckung des Feindes und somit dem Schutz der Bevölkerung (mal so knapp und vereinfacht dargestellt).

In diesem Sinne: :redstar172:


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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Di 1. Sep 2009, 09:42 

Beiträge: 132
Hi Ralph, würdest Du unter "planmäßigem Aufbau des Sozislismus" deine folgenden Sätze als Erklärung verstehen?: "Es wurden Wohnungen gebaut, es gibt ein Recht auf Arbeit und Wohnung, jeder hat ein Dach über dem Kopf und muss dafür nicht mal Miete zahlen. Das Gesundheits- und Bildungssystem ist vorbildlich und kostenlos oder zumindest sehr günstig."


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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Di 1. Sep 2009, 15:30 

Beiträge: 132
Nun ja, die aufgezählten Dinge sind für mich keine Kriterien, aber doch Merkmale eines sozialistischen Staates. Schliesslich gab es etwa ein Recht auf Arbeit und Wohnung meines Wissens nach bisher nur im Sozialismus.

Was allerdings Nordkorea betrifft, iwie habe ich in der letzten Zeit wieder Infos gefunden, hauptsächlich von Red Channel, die mich am sozialistischen Charakter dieses Staates zweifeln lassen ... Ich weiss auch nicht, ich bin da hin- und hergerissen ... Wahrscheinlich bin ich einfach noch zu jung und unerfahren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Di 1. Sep 2009, 15:58 
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Ralph hat geschrieben:
Nun ja, die aufgezählten Dinge sind für mich keine Kriterien, aber doch Merkmale eines sozialistischen Staates.


Stimmt. Denn ein entscheidendes Kriterium für den Sozialismus ist das gesellschaftliche Eigentum an (entscheidenden) Produktionsmitteln. Und meines Wissens ist das in der KDVR recht weit verbreitet.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Di 1. Sep 2009, 18:37 

Beiträge: 132
Was mich halt in Sachen Nordkorea etwas verunsichert: Ich habe auf red-channel.de einen Artikel gelesen, in dem der nordkoreanischen Ideologie im Grunde vorgeworfen wird, a) zu glauben, dass man mit der Bourgeoisie ohne Diktatur des Proletariats, sondern ebenso mit Erziehung und "netten Worten" fertig werden kann - festgehalten in Zitaten; b) dass Kim Jong Il in seinen Werken geschrieben haben soll (inkl. Zitat), der Marxismus-Leninismus sei "veraltet", während die Juche-Ideologie "ewig währe", was ja quasi einer direkten (diese Ironie sei mir verziehen) Gotteslästerung gleichkäme.

Das macht mich iwie unsicher, weil ich einfach nicht weiss ... Kann man einen solchen Staat als sozialistisch betrachten? Stimmt das denn überhaupt so? Über Mao habe ich (bezüglich Punkt a) Ähnliches gelesen, konnte aber in seinen Werken nichts finden (zumindest nicht in den ersten zwei Bänden).

Könnte mir da vielleicht irgendjemand beim Finden der "richtigen" Antwort helfen (Anführungszeichen, weil iwie ja relativ)? Ich bin noch recht unerfahren und nicht zuletzt auch hier, um zu lernen ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Di 1. Sep 2009, 21:10 

Beiträge: 132
Hi Woschod, wenn das gesellschaftliche Eigentum für Dich das Kriterium ist,war das Kambotscha auch sozialistisch für Dich?
Eine wichtige Frage wäre doch wie es mit dem gesellschaftlichen Fortschritt aussieht.
Wenn wir uns z.B. die Produktivkraftentwicklung ansehen und wissen das der Sozialismus eine hörere Gesellschaftsformation als der Kapitalismus ist, (aber bisher alle neue Gesellschaftssyteme eine neue Qualität in der Produktion hervorbrachten, die Produktivkräfte waren so entwickelt das sie nach neuen Produktionsverhältnissen riefen), so müßte ein sozialistisches land doch produktiver sein als ein imperialistisches oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Mi 2. Sep 2009, 12:04 

Beiträge: 2008
Hi progress, wie schätzt Du die Produktivitätsentwicklung z.Zeit Stalins in der SU ein?

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Mi 2. Sep 2009, 13:09 
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progress hat geschrieben:
Hi Woschod, wenn das gesellschaftliche Eigentum für Dich das Kriterium ist,war das Kambotscha auch sozialistisch für Dich?


Ich schrieb nicht "das Kritierium" sondern "ein entscheidendes Kritierium".

Zu Kambodscha will ich lieber nichts sagen, denn damit habe ich mich zu wenig beschäftigt. Ich finde aber, das ein Viertel der Bevölkerung umzubringen eher gegen einen sozialistischen Staat spricht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Mi 2. Sep 2009, 20:04 

Beiträge: 132
Du hast recht, du hast ein entscheidendes Kriterium gesagt, welche gibt es Deiner Ansicht nach noch? Auch ich gehe dort nicht von einem Sozialismus aus, gerade deshalb nutzte ich dieses wohl leicht zu erkennende Beispiel zur Veranschaulichung.

Aber auch wenn Du mehrere entscheidende Kriterien summierst, habe ich damit ein philosophisches Problem, da das Ganze (der sozialismus) mehr als die Summe seiner Teile (darunter würden auch entscheindende Kriterien fallen) ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Do 3. Sep 2009, 06:20 

Beiträge: 2008
@progress: Das Thema, welche Kriterien maßgebend für den Sozialismus sind, haben wir vor einigen Monaten im Forum ausgiebig zitiert. Warum machst Du Dir nicht die Mühe und suchst mal nach den Beiträgen, vor allen die von Numa? Warum müssen hier Fragen erneut beantwortet werden, die beantwortet sind? Denk doch mal bitte dran, dass wohl die meisten hier, auch noch andere Aufgaben im Leben zu erfüllen haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Do 3. Sep 2009, 07:17 
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Beiträge: 4023
progress hat geschrieben:
Aber auch wenn Du mehrere entscheidende Kriterien summierst, habe ich damit ein philosophisches Problem, da das Ganze (der sozialismus) mehr als die Summe seiner Teile (darunter würden auch entscheindende Kriterien fallen) ist.


Da stimme ich Dir zu, deshalb sehe ich die Frage nach "was gibt es noch" eher als Fangfrage. Aber seis drum.

Auch wenn das jetzt vom Thema abkommt, will ich trotzdem mal wieder darauf eingehen. Die Frage, Sozialismus oder nicht Sozialismus, kommt besonders oft in der Diskussion zum Thema MLPD auf, die alles nach 1956 als nicht sozialistisch bezeichnet. Was die Frage aufwirft, wenn es nicht sozialistisch (bürokratischer Kapitalismus ) ist, was ist es dann? Oder konkret zur KDVR, wenn sie nicht sozialistisch wäre, was wäre sie dann? Kapitalistisch? Oder irgendein Zwischending?

Irgendein Zwischending gibt es aber nicht. Wie verweisen da gerne auf Kurt Gossweiler: "Zu den Positionen der MLPD"

Man kann Sozialismus schlecht an Hand eine Strichliste absegnen. Zumal Sozialismus eine in immerwährender (auf, und leider auch ab) Entwicklung befindliche Gesellschaftsform ist. Aber es es gibt bestimmte Punkte, die dafür sprechen. Hier im Forum wurde oft darüber diskutiert. Ob man das dann für sich persönlich als sozialistisch empfindet oder nicht... Nun, das sei jedem selbst überlassen. Das ändert aber nichts an den Tatsachen.

Zur Jucheideologie: Mir wurde von Genossen der KPD erklärt, das es dabei nicht darum geht, den Marxismus-Leninismus zu verwerfen sondern diesen speziell auf die asiatischen bzw. koreanischen Verhältnisse und kulturellen Umstände zu interpretieren und anzupassen. Und das hat Kim il Sung wohl mit Erfolg getan.

Auf www.kdvr.de gibt es einige Texte von Kim Il Sung und Kim Jong Il dazu. Die kann man sich mal zu Gemüte führen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Do 3. Sep 2009, 21:34 

Beiträge: 132
Woschod: Erst einmal vielen Dank für Deine Antwort bezüglich Nordkorea. :-)

Den MLPD-Text von Gossweiler habe ich schon gelesen, ich finde ihn sehr vernünftig, auch wenn ich die MLPD eigentlich gar nicht so übel finde. Aber die KPD(B) gefällt mir mittlerweile fast besser. Das jedoch nur so am Rande.

Naja, ein kapitalistisches Land ist die DVRK sicher nicht. Nur macht mich dieser Artikel iwie stutzig:

http://www.red-channel.de/mlliteratur/I ... orea.htm#4

Ich weiss nun leider auch nicht, wie viel auf den Autor zu halten ist. Insgesamt halte ich Nordkorea immer noch für einen sozialistischen Staat, auch wenn mich der in dem Artikel beschriebene sanfte Umgang mit der Bourgeoisie doch etwas verunsichert - wenn es denn stimmt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Do 3. Sep 2009, 22:27 
Administrator
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Beiträge: 4023
Also ich bekomme schon bei dem Wort "Kimilsungismus" das Grausen. Wenn wir die nächste Revolution gewonnen haben, dann werden wir am zweiten Tag alle Ismen verbieten!

Ansonsten, was der Kim da in den Zitaten so von sich gibt, das klingt für mich nicht dumm. Das klingt eher, als wäre er kein Dogmatiker, der sich sklavisch an jedes einzelne Wort von MEL klammert. Wenn er meint, dass es dem Land gut tut, die nationalen Kapitalisten zu er halten, ok, dann bliebt nur die Frage, in welchem Rahmen. Wenn mich nicht alles täuscht, lies Stalin zur NÖP auch Kapitalisten im gewissen Rahmen zu. Es darf nur nicht soweit kommen, dass die die Macht an sich reissen und die Arbeiter ausbeuten. Es ist für mich aus dem Artikel beim Überfliegen nicht hervorgegangen, was der Autor alles zu Kapitalisten zählt. Sind das vor allem die Großkapitalisten, die riesige Werke besitzen und 10tausende Arbeiter knechten, oder geht es eher um die Kleinkapitalisten wie Bäcker, Handwerker oder auch Bauern und kleine Familienbetriebe.

Eines der weiteren Argumente für den Sozialismus ist die Frage, wer hat die Macht. Haben Kapitalisten in der KDVR das Sagen oder werden sie von der Arbeiter- und Bauernmacht in Zaum gehalten?

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 Betreff des Beitrags: Re: Bilder aus der KDVR
BeitragVerfasst: Sa 5. Sep 2009, 10:58 

Beiträge: 132
Woschod: Vielen Dank für die Antwort! Ich glaube, von Dir kann ich viel lernen!

Ja, das habe ich mir auch gedacht. Diese ganzen Begriffe von "xy-ismus" nerven iwie.^^

Ich habe mittlerweile herausgefunden, dass dieser Bill Bland bekennender Hoxhaist ist. Bei denen habe ich eh oft das Gefühl, das Motto lautet: Alles Revisionisten ausser uns!^^

Ich habe mir den Artikel und die Zitate nochmal unter den von Dir genannten Gesichtspunkten durchgelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Zitate eigentlich gar nicht so revisionistisch sind, wie dieser Bland sie darstellt.

Eine Frage allerdings noch: Klar, zwischen Kapitalismus und Sozialismus kann es eigentlich nichts geben, entweder oder. Aber was ist dann China für ein Staat? Aus meiner Sicht bestenfalls ein sozialistischer Staat in seiner Agonie.

Edit: Ach ja, eine Kleinigkeit noch, wenn auch off-topic: Du bist doch in der KPD(B), oder nicht? Falls ja, tritt die Partei eigentlich zur Bundestagswahl an?


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