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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Nachfolger Honeckers
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 13:54 
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Beiträge: 688
Ich brauche von euch mal Hilfe, ihr kennt euch damit detailierter aus als ich.

Wer wäre der Nachfolger Honeckers geworden wenn es nicht zu den bekannten Problemen gekommen wäre?
War Krenz bereits Vorgesehen oder ein anderer wahrscheinlicher gewesen?

Und wenn das auch einer weis, wann wäre Honecker am wahrscheinlichsten von seinem Ämtern, bedingt durch seine Krankheit, zurück getreten?

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachfolger Honeckers
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 13:54 

Beiträge: 164
also ich bin mir rel. sicher das er am 29. Mai 1994 zurück getreten wäre...


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 Betreff des Beitrags: Re: Nachfolger Honeckers
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 13:54 
Literat

Beiträge: 2947
Nachfolger waren nicht "vorgesehen", weil Rücktritte nicht vorgesehen waren. Ein Erster Sekretär bleibt solange er die Macht dazu hat. Der geht nie freiwillig, und deswegen gibt es auch nie was wie einen vorgesehenen Nachfolger.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachfolger Honeckers
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 13:54 
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Beiträge: 688
Das verstehe ich schon, aber nebenbei Stalin selbst hatte 2 mal seinen Rücktritt angeboten gehabt.

Dann formuliere ich es so, welche Personen kamen in frage nach der Era Honecker die sozialistische Revolutioin fort zu führen?
Nach Lenin waren es ja auch verschiedene die um die Macht kämpften.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachfolger Honeckers
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 13:55 

Beiträge: 20
Ich vermute mal einfach das es auch dann Egon Krenz gewesen wäre,wenn die Konterrevolution nicht gekommen wäre


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 Betreff des Beitrags: Re: Nachfolger Honeckers
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 13:55 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Stalin selbst hatte 2 mal seinen Rücktritt angeboten gehabt.
Ja, aber nicht weil er der Meinung war, daß er jetzt alt genug sei, einen Nachfolger ranzulassen. Das erste Mal war es ohnenin ein Trick, der mit Sinowjew und Kamenew abgesprochen war, und das zweite Mal persönliche Erschütterung nach dem Selbstmord seiner Frau.

Zitat:
welche Personen kamen in frage nach der Era Honecker die sozialistische Revolutioin fort zu führen?
Meinst Du: Welche Person wäre, wenn nicht Krenz, in Frage gekommen, nach Honecker an die Macht zu kommen? Oder meinst Du: Welche Person wäre die beste Wahl gewesen, den sozialistischen Staat nach Honecker zu regieren?

Im ersten Fall: Krenz, vor allem durch sein jüngeres Alter; sonst selbstverständlich Stoph.

Im zweiten Fall: Alfred Neumann. Alternativen? Keine innerhalb des Politbüros.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachfolger Honeckers
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 13:55 
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Beiträge: 688
Ich dachte eigentlich Stalins Rücktrittsangebote, oder zumindest das Erste, tat er nur wegen Lenins Kritik an ihm. Nein, ich weis das er jene Angebote nicht machte wegen dem Alter oder vergleichbares.

Deine Information war genau die die ich auch benötigt habe!

Aber mich interessiert jetzt deine Ergänzung im Satz Keine innerhalb des Politbüros.

Bedeutet das du keine weiteren kennst oder das du noch weitere kennst, diese aber nicht im Politbüro waren, wenn du weitere weist sag sie mir bitte auch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachfolger Honeckers
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 13:55 
Literat

Beiträge: 2947
Stalin hat bei dieser Lenin-Geschichte seinen Rücktritt angeboten, aber offenkundig zuvor mit Sinowjew und Kamenew Absprache gehalten. Die haben ihn dann davor gerettet. Eingelassen haben sie sich auf das Bündnis, weil sie zu diesem Zeitpunkt Trotzki für den gefährlicheren Gegner hielten.


"Innerhalb des Politbüros" bedeutet, daß ich es nur für das Politbüro sagen kann. Es gab mit Sicherheit außerhalb des Politbüros Genossen, die weder Anhänger Honeckers waren noch Gorbatschows, (was in der zweiten Hälfte der Achtziger Jahre ja der Hauptwiderspruch war). Nur sind die sicher nicht mit einem Schild vor der Nase rumgerannt. Das Politbüro ist aber gut erforscht und prominent. Da weiß man in etwa, wer wofür stand.

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 Betreff des Beitrags: Re: Nachfolger Honeckers
BeitragVerfasst: Sa 5. Mär 2011, 14:07 

Beiträge: 132
NumaPompilius hat geschrieben:
Das Politbüro ist aber gut erforscht und prominent. Da weiß man in etwa, wer wofür stand.


Ich würde gerade diese Frage gerne aufgreifen, weil ich mich gerade damit eben nicht oder viel zu wenig auskenne (was ihr auch an den vielen Konjunktiven merken werdet^^). Genau das möchte ich jedoch ändern, daher ein paar Fragen:

Wofür etwa stand Willi Stoph? Von ihm weiß ich nur, dass er einer der heftigsten Gegner der Honecker-Politik war, und dass er in dieser "Funktion" quasi als Kopf der "Opposition" gegen Honecker galt. Klingt so weit recht sympathisch, sagt ja aber noch überhaupt nix aus.

Was kann man über Erich Mielke sagen? Nach einem Interview im "Spiegel" aus dem Jahre 1992 kommt er mir eigentlich recht vernünftig vor. Auch seine Haltung zu Stalin bzw. Chruschtschov scheint sehr gut zu sein. Aber das Interview ist natürlich seine Eigendarstellung, und wirklich kompetent scheint er mir iwie nicht.

Wofür stand Egon Krenz? Er soll zu dieser "Opposition" gehört haben und ein guter Freund von Margot Honecker gewesen sein, die mir ihrerseits sehr vernünftig vorkommt. Jedoch habe ich bei Krenz iwie nicht das Gefühl, dass er sonderlich vernünftig oder kompetent war.

Wie ist das mit Werner Lamberz? Er soll ein "Reformer" gewesen sein, aber in einem solchen Sinne, den Margot Honecker als positiv bewertet haben soll. Klingt also nach einem Mann, der vieles gegenüber Honecker verbessern wollte. Aber mehr als Mutmaßen kann ich da aus Mangel an Kenntnissen leider nicht.

Könnte man sagen, dass die DDR mit der (Bezeichnung des Fragestellers des "Spiegel") "Mielke/Stoph-Fraktion", zu der - so Mielke - "außer Stoph und mir der Verteidigungsminister Heinz Hoffmann sowie die Genossen Krolikowski, Werner Jarowinsky, Gerhard Schürer, Egon Krenz und andere" gehörten, besser dran gewesen wäre?


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