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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: KPD/ML in der DDR
BeitragVerfasst: Mi 25. Jun 2008, 14:16 
Troll

Beiträge: 41
hab mal pünktlich zum 1/2 Finale das Deutschlandlied bei youtube reingestellt.
http://de.youtube.com/watch?v=w4h9l_8Lw5U


:huepf: :redstar161: :huepf: :redstar161: :huepf: :redstar161: :huepf:



btw: NUR DER HSV!

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Mi 25. Jun 2008, 20:57 
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Mir kommt es hoch... meine Nachbarn... wo dieses dreckige Spiel zuende war setzen die sich da echt ins Auto mit ihren elenden Deutschlandfahnwürsten dran montiert und verjukeln hupend und blinkend ihren Sprit... ja wieso auch nicht, ist ja ne gute Sache, nämlich für Deutschland... Wie kann man nur so dumm sein... eine Beleidigung für das zu was der Menschen befähigt ist.

:ts-kotzen: :ts-kotzen: :ts-kotzen: :ts-kotzen: :ts-kotzen: :ts-kotzen:

EDIT: @Hamburger, SozialFaschistisch war die DDR nun nicht wie im Lied gesungen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Mi 25. Jun 2008, 21:55 
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Beiträge: 146
HamburgerJung hat geschrieben:
hab mal pünktlich zum 1/2 Finale das Deutschlandlied bei youtube reingestellt.
http://de.youtube.com/watch?v=w4h9l_8Lw5U


:huepf: :redstar161: :huepf: :redstar161: :huepf: :redstar161: :huepf:



btw: NUR DER HSV!


So ein Video und darunter DDR-Smileys ?
oder ist das nur ein Scherz den ich nicht verstehe ?

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"Die Revisionisten korrigieren den Marxismus-Leninismus. Sie sagen, sie seien bessere Marxisten-Leninisten als Marx oder Lenin. Es gibt einzelne Länder mit solcher Tendenz.[...] Auch die Menschen großer Länder können Fehler begehen. Wir dürfen die Menschen großer Länder nicht unkritisch loben oder ihnen blindlings nachfolgen."
- Kim Il Sung im Jahre 1960


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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Mi 25. Jun 2008, 22:25 
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Da wird wohl dein DDR Patriotismus stark beleidigt ?

Psst, Hamburger, vorsicht, er ist ein Nationalist ;-) :baeh:

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Mi 25. Jun 2008, 23:57 
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Tja was soll ich jetzt dazu sagen ?
:redstar161: :redstar161: :redstar161:

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2008, 00:14 
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die Russen werden euch - mal wieder - aus der Patsche helfen :-P

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2008, 05:52 
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Beiträge: 2947
HamburgerJung hat geschrieben:
hab mal pünktlich zum 1/2 Finale das Deutschlandlied bei youtube reingestellt.
http://de.youtube.com/watch?v=w4h9l_8Lw5U


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btw: NUR DER HSV!


Ich habe mir gewöhnlich immer viel Mühe gemacht, den Leuten zu erklären, was an der DDR erhaltenswert ist und warum sie das bessere Deutschland war. Jetzt weiß ich, daß man alle Vorzüge der DDR auf eine einfache Formel bringen kann, die jedem Menschen umgehend als unschlagbares Argument für diesen Staat einleuchtet:

Es gab in der DDR keine KPD/ML.

Hätte die DDR keine Vorzüge gehabt als diesen, sie wäre immer noch das wählenswerteste Land der Erde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2008, 10:22 

Beiträge: 79
Sergej hat geschrieben:
die Russen werden euch - mal wieder - aus der Patsche helfen :-P


hoffentlich. 65 jahre nach der niederlage von stalingrad ist mal wieder eine niederlage fällig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2008, 13:29 
Troll

Beiträge: 41
NumaPompilius hat geschrieben:
HamburgerJung hat geschrieben:
hab mal pünktlich zum 1/2 Finale das Deutschlandlied bei youtube reingestellt.
http://de.youtube.com/watch?v=w4h9l_8Lw5U


:huepf: :redstar161: :huepf: :redstar161: :huepf: :redstar161: :huepf:



btw: NUR DER HSV!


Ich habe mir gewöhnlich immer viel Mühe gemacht, den Leuten zu erklären, was an der DDR erhaltenswert ist und warum sie das bessere Deutschland war. Jetzt weiß ich, daß man alle Vorzüge der DDR auf eine einfache Formel bringen kann, die jedem Menschen umgehend als unschlagbares Argument für diesen Staat einleuchtet:

Es gab in der DDR keine KPD/ML.

Hätte die DDR keine Vorzüge gehabt als diesen, sie wäre immer noch das wählenswerteste Land der Erde.


Gab es nicht eine KPD/ML (Sektion DDR)? Ich glaubte sowas mal gelesen zu haben und dass diese von der Stasi unterwandert wurde und die Genossen für Jahre weggeknastet wurden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2008, 13:38 
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Beiträge: 2947
HamburgerJung hat geschrieben:
NumaPompilius hat geschrieben:
HamburgerJung hat geschrieben:
hab mal pünktlich zum 1/2 Finale das Deutschlandlied bei youtube reingestellt.
http://de.youtube.com/watch?v=w4h9l_8Lw5U


:huepf: :redstar161: :huepf: :redstar161: :huepf: :redstar161: :huepf:



btw: NUR DER HSV!


Ich habe mir gewöhnlich immer viel Mühe gemacht, den Leuten zu erklären, was an der DDR erhaltenswert ist und warum sie das bessere Deutschland war. Jetzt weiß ich, daß man alle Vorzüge der DDR auf eine einfache Formel bringen kann, die jedem Menschen umgehend als unschlagbares Argument für diesen Staat einleuchtet:

Es gab in der DDR keine KPD/ML.

Hätte die DDR keine Vorzüge gehabt als diesen, sie wäre immer noch das wählenswerteste Land der Erde.


Gab es nicht eine KPD/ML (Sektion DDR)? Ich glaubte sowas mal gelesen zu haben und dass diese von der Stasi unterwandert wurde und die Genossen für Jahre weggeknastet wurden.


Ja, und das war auch gut so.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2008, 14:20 
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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2008, 15:01 
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HamburgerJung hat geschrieben:
Gab es nicht eine KPD/ML (Sektion DDR)? Ich glaubte sowas mal gelesen zu haben und dass diese von der Stasi unterwandert wurde und die Genossen für Jahre weggeknastet wurden.


Ja, frage mal den "Genossen" Herbert Polifka aus Magdeburg. ICh hab mal ne ganze CD mit Materialien zu dem Thema von ihm bekommen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2008, 15:44 
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naja zumindest ist die Musik der KPD/ML etwas besser als die der MLPD und der Rotfüchse :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2008, 15:54 
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Agitprop sollte auf die Liste der Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesetzt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2008, 21:19 
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OPC hat geschrieben:

Am besten war die Stelle "ja glauben sie denn, das sie uns damit klein kriegen"...

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Do 26. Jun 2008, 22:04 
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Beiträge: 688
So ganz teile ich eure Meinung nicht.
Das die DDR es schaffte Leute die der "KPD/ML Sektion DDR" angehörten weg zu sperren finde ich schade. Das waren keine Faschisten, nichtmal Antikommunisten. Wenn man denn meinte den Marxismus Leninismus tatsächlich korrekt und fehlerlos verstehen zu können, wieso hat man dann nicht den Dialog gesucht oder überhaupt ein Auseinandersetzen damit. In wie weit hätte das denn eine Zersetzende Wirkung gehabt, auf die Bevölkerung wohl kaum.
Die Problematik der somit entstehenden Opposition teile ich, aber nun diesen harten Umgang mit den Leute halte ich für unverhältnismäßig.

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 Betreff des Beitrags: Re: Der offizielle EM2008-Faden
BeitragVerfasst: Fr 27. Jun 2008, 06:12 
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DF2K2 hat geschrieben:
So ganz teile ich eure Meinung nicht.
Das die DDR es schaffte Leute die der "KPD/ML Sektion DDR" angehörten weg zu sperren finde ich schade. Das waren keine Faschisten, nichtmal Antikommunisten. Wenn man denn meinte den Marxismus Leninismus tatsächlich korrekt und fehlerlos verstehen zu können, wieso hat man dann nicht den Dialog gesucht oder überhaupt ein Auseinandersetzen damit. In wie weit hätte das denn eine Zersetzende Wirkung gehabt, auf die Bevölkerung wohl kaum.
Die Problematik der somit entstehenden Opposition teile ich, aber nun diesen harten Umgang mit den Leute halte ich für unverhältnismäßig.


Die Frage ist: Haben diese Leute den Dialog gesucht? - Das haben sie nicht. Sie haben gegen Staat konspiriert. Da ist, wie ich meine, irgendwie der Punkt überschritten, an dem noch sagen, diese Leute haben doch nur disktuieren wollen. Es ist nicht unverhältnismäßig, wenn ein Staat diejenigen, die aktiv an seinem Untergang arbeiten, unterdrückt.

Und was heißt eigentlich "harter Umgang"? Zur Stalin-Zeit wurden mitunter Leute für ein paar falsche Bemerkungen eingesperrt oder erschossen. Sie wurden wirklich verfolgt. In der DDR ist so etwas nie passiert. Da kam man für keine Bemerkungen in den Knast. Wer da im Knast war, mußte schon wirklich aktiv geworden sein: als Fluchthelfer, als Saboteur, er muß wirklich gegen den Staat gearbeitet und Kontakt mit ausländischen Diensten gehabt haben. Und erschossen wurde niemand von diesen Leuten.

Aber natürlich geht es in der Hauptsache nicht um die Frage der Verhältnismäßigkeit. Worum es doch zunächst und vor allem gegen sollte, das ist die Frage: Hat ein Staat das Recht, sich zu verteidigen gegen solche, die ihm abschaffen wollen? Und in unserem Fall: gegen solche, die ihn abschaffen wollen, sich aber selbst Kommunisten nennen. Bitte, was soll der Mist. In den seltensten Fällen tritt die Konterrevolution doch offen feindlich auf. Meist tut sie es im Mantel bester Absichten. Wolf Biermann hat sich der Öffentlichkeit jahrzehntelang als der beste und vollkommenste Kommunist verkauft. In seine Kategorie gehören alle diese Idioten von Sorte Polifka. Biermann unterscheidet sich von ihnen dadurch, daß er genug Grips im Kopf hatte, im Alter zu durchschauen, was seine eigentliche Funktion in dem Spiel war. Der Witz besteht doch darin, daß diese überlinken Kritiker der DDR subjektiv an ihren eigenen Quatsch glauben mußte, um ihre objektiv gegenteilige Funktion auszuüben. Sie mußten sich für Kommunisten halten, um wie Antikommunisten handeln zu können. Und natürlich mußten sie der DDR den sozialistischen Charakter absprechen, um als Antikommunisten handeln zu können.

Mit einem Wort: Alle Welt redet von den Systemfehlern des Sozialismus. Warum redet keiner von den Charakterfehlern der Mitglieder ihrer Opposition?

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD/ML in der DDR
BeitragVerfasst: Fr 27. Jun 2008, 08:32 
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Beiträge: 688
Was ich gerne wissen würde ist was haben die eigentlich gemacht?
Ich habe mir gestern eines der Dokumente der KPD ML angeschaut, in der es um die Gründung der DDR Sektion geht, nun dort heraus lesen was die in der DDR treiben konnte ich nicht. http://www.kpd-ml.net/doc/aust/1976.pdf
Dann erinnere ich mich an eine Internetseite, in der man auch schrieb, Honecker ließ Kommunisten einsperren, etc. aber für was wurde dort auch nicht gesagt. Die Seite existiert wohl nicht mehr.

Das diese Partei mit ihren Standpunkten offen Konterrevolutionäre Züge hat kann man schon in dem genannten Dokument erkennen, stimmt ja auch. Und den Dialog haben sie tatsächlich nicht gesucht.

Aber wo ist denn die konkrete Gefahr, da ist meiner Meinung ein Wolf Biermann gefährlicher als die ganze Truppe von Hampelmännern.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD/ML in der DDR
BeitragVerfasst: Fr 27. Jun 2008, 10:01 
Literat

Beiträge: 2947
Nun, was die Tatbestände betrifft, so müßte man freilich in die Archive gehen. Die Prozesse müssen ja dokumentiert sein. Man müßte einmal darüber nachdenken, ob nicht möglich ist, die Leute könnten, wessen sie angeklagt wurden, tatsächlich auch getan haben. Daß diese Leute selbst heute nicht gerade großzügig über das reden, was sie damals genau gemacht haben, versteht sich ja von selbst. Es klänge ja auch etwas merkwürdig, wenn einer von denen, die als die Vertreter des echten Kommunismus gerierten, heute zugäbe, daß er, um die DDR zu stürzen, mit dem BND zusammengearbeitet hat. Aber es reicht ja bei denen meist nicht einmal hin zuzugeben, daß sie überhaupt etwas getan haben. Es gehört zu diesem Geschäft, vehement abzustreiten, daß man das, was man in Schriften gefordert und theoretisch begründet hat, auch in die Tat umsetzen wollte. Der Grund liegt allein darin, daß man natürlich nicht darauf verzichten will, die Urteile als Unrechtsurteile darzustellen. Das kann man aber nur, wenn man verleugnet, daß man versucht hat, die DDR abzuschaffen. Und deswegen müssen wir ihnen jetzt glauben, daß sie die Schriften, in denen sie ABschaffung der DDR fordern, erstens nur zum Selbstverständnis geschrieben haben und auf keinen Fall damit andere zu solchen Maßnahmen anstiften wollten, und zweiten bloß hypothetisch gemeint haben, da ja aus ihnen keineswegs eine ihnen entsprechende Praxis abgeleitet werden sollte. Wer ihnen diesen Schwachsinn abkauft ist entweder naiv oder wird lebt davon, naiv zu sein. Das, wie gesagt, betrifft die, die abstreiten, an der Abschaffung der DDR gearbeitet zu haben. Die anderen wiederum - die, die es nicht abstreiten - sind noch irrer. Denn sie setzen tatsächlich, daß der Sozialismus deswegen kein Sozialismus war, weil er nicht seelenruhig dabei zu sah, wie jemand an seiner Abschaffung arbeitete.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD/ML in der DDR
BeitragVerfasst: So 29. Jun 2008, 18:54 

Beiträge: 79
intressanterweise schreibt die KPD(B):
Zitat:
Die KPD Roter Stern hat in den Gesprächen zuletzt andere, aus unserer Sicht richtigere Positionen, z.B. zur Geschichte der DDR formuliert, als sie derzeit noch in ihren Publikationen zu lesen sind.


ob die partei aber eine kehrtwende von Contra-DDR zu Pro-DDR machen kann wage ich zu bezweifeln.
höchstens zwischen KPD und KPD(B) ist die einheit (wieder) möglich.

und im anderen lager der pro-stalin/contra-DDR gruppen wäre die einheit möglich. RM, ML(RS), RO, AZ, GDS?, TA usw. wobei dann natürlich noch eine gemeinsamer standpunkt zu mao hermüsste.

allerdings gehe ich stark davon aus, dass es zu keiner einheit kommen wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD/ML in der DDR
BeitragVerfasst: Mi 2. Jul 2008, 01:15 
Troll

Beiträge: 41
schon merkwürdig sprüche zu hören wie: unter stalin wurden leute wegen irgendwelchen aussagen erschossen.
und dann die doch sehr aggresive verbohrtheit gegenüber der kommunistischen opposition in der ddr. da kann man nur hoffen, dass solche leute wie numa niemals in der kp oder gar in einem sozialistischen staat etwas zu sagen bekommen. aber da bin ich guter hoffnung aufgrund des konsequent-rein-theoretischen arbeitens.


zu der contra-ddr gruppe kann man auch noch die ein oder andere migrantische organisation dazustellen.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD/ML in der DDR
BeitragVerfasst: Mi 2. Jul 2008, 05:52 

Beiträge: 2008
Welchen Posten Numa in der nächsten Sozialistischen Deutschen Republik bekommen wird, ist noch nicht entschieden. Aber wir werden auch weiterhin sehr gute Theoretiker und Wissenschaftler benötigen.

Allerdings ist bereits klar, dass die Verantwortung auf erwachsene Genossen übertragen wird. Also nicht auf noch in der Entwicklung befindliche Revoluzzer. Ich denke, diese Entscheidung ist verständlich, da historisch mit und aus den Erfahrungen der sozialistischen DDR begründbar.

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD/ML in der DDR
BeitragVerfasst: Mi 2. Jul 2008, 07:54 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
schon merkwürdig sprüche zu hören wie: unter stalin wurden leute wegen irgendwelchen aussagen erschossen.


Ja, aber das sind die Tatsachen. Die Säuberungen hatten erhebliche Ausmaße angenommen, und da traf es weißgott nicht nur Schuldige. Man muß schon einer außerordentlichen ideologischen Verblendung erlegen sein, um das nicht zur Kenntnis zu nehmen. Es sagt doch niemand, daß diese Erscheinungen aus dem Nichts kamen; natürlich muß man die besonderen Umstände der Sowjetgeschichte berücksichtigen. Aber auf die Idee, die Verhältnisse der UdSSR für makellos zu erklären und dagegen der DDR ihren (sehr viel sanfteren) Umgang mit ihrer Opposition vorzuwerfen, muß man erst einmal kommen.

Zitat:
und dann die doch sehr aggresive verbohrtheit gegenüber der kommunistischen opposition in der ddr.


Ich habe zwei Stunden lang diesen Satz angeschaut; ich konnte kein Argument daran entdecken. Komisch, denn ich habe argumentiert, und ich denke in meiner Naivität immer, daß man auf Argumente am besten mit Argumenten entgegnet.

Zitat:
da kann man nur hoffen, dass solche leute wie numa niemals in der kp oder gar in einem sozialistischen staat etwas zu sagen bekommen.


Ich kann dich beruhigen. Meine Talente liegen anderswo als in der Politik. Von mir selbst wirst du verschont bleiben. Doch was Menschen angeht, die für meine Richtung stehen, die wirst du nicht loswerden. Ganz einfach, weil es überall vernünftige Menschen gibt, die in der Lage sind, zwischen Utopie und Wirklichkeit in richtiger Weise zu vermitteln. Warum glaubt ihr Romantiker eigentlich, der Kommunismus gehöre euch allein?

Und warten wir doch erst einmal ab, wo du in ein paar Jahren stehst. Ich bin alt genug, sagen zu können, ich habe schon Leute wie dich kommen und gehen sehen. Und es ist immer dasselbe: Sie kommen mit dreizehn oder vierzehn Jahren an, schwätzen ihren linksradikalen Käse (Gleichmacherei, Antirevisionismus, Antibürokratismus etc. etc.) und natürlich stehen sie weiter links als jeder andere. Unsereins hört sich das - es ist ja nicht das erste Mal - gelangweilt an. Der ganze Spaß dauert dann vier oder fünf Jahre, und man hat von den "Genossen" nichts mehr gehört. Warten wir also erst einmal ab, wo du in ein paar Jahren stehst.

Zitat:
aber da bin ich guter hoffnung aufgrund des konsequent-rein-theoretischen arbeitens.


Wir lernen: Wenn einer Gedanken, die dir in den Kram passen, folgerichtig zuende denkt, dann ist er ein Vertreter des "konsequent-rein-theoretischen arbeitens". Wenn einer dasselbe mit Gedanken macht, die dir nicht passen, dann leidet er an "aggresiver verbohrtheit".

Zur theoretischen Arbeit bedarf es eben nicht nur der Konsequenz, wie ihr 150%-Antirevisionisten immer glaubt, sondern auch eines gewissen Niveaus. Und das fehlt in eurem Lager vollkommen. Wir zwei beiden hatten ja kürzlich eine Begegung, da gings um das Thema Sozialismusdefinition. Ich warte bis heute auf eine Antwort von dir. Ich möchte überhaupt einmal wissen, was du und deinesgleichen immer wollt. Ihr taucht hier auf, klopft große Sprüche, laßt euch auf Argumentationen ein und verliert dann natürlich. Aber anstatt ihr Lehren aus euren Niederlagen zieht, kommt ihr beim nächsten Mal wieder mit demselben Mist an. Es mag sein, daß ihr das anders seht, aber es gibt Leute, die langweilt solches Verhalten.

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 Betreff des Beitrags: Re: KPD/ML in der DDR
BeitragVerfasst: Mi 2. Jul 2008, 11:02 

Beiträge: 79
NumaPompilius hat geschrieben:
Nun, was die Tatbestände betrifft, so müßte man freilich in die Archive gehen. Die Prozesse müssen ja dokumentiert sein. Man müßte einmal darüber nachdenken, ob nicht möglich ist, die Leute könnten, wessen sie angeklagt wurden, tatsächlich auch getan haben. Daß diese Leute selbst heute nicht gerade großzügig über das reden, was sie damals genau gemacht haben, versteht sich ja von selbst. Es klänge ja auch etwas merkwürdig, wenn einer von denen, die als die Vertreter des echten Kommunismus gerierten, heute zugäbe, daß er, um die DDR zu stürzen, mit dem BND zusammengearbeitet hat. Aber es reicht ja bei denen meist nicht einmal hin zuzugeben, daß sie überhaupt etwas getan haben. Es gehört zu diesem Geschäft, vehement abzustreiten, daß man das, was man in Schriften gefordert und theoretisch begründet hat, auch in die Tat umsetzen wollte. Der Grund liegt allein darin, daß man natürlich nicht darauf verzichten will, die Urteile als Unrechtsurteile darzustellen. Das kann man aber nur, wenn man verleugnet, daß man versucht hat, die DDR abzuschaffen. Und deswegen müssen wir ihnen jetzt glauben, daß sie die Schriften, in denen sie ABschaffung der DDR fordern, erstens nur zum Selbstverständnis geschrieben haben und auf keinen Fall damit andere zu solchen Maßnahmen anstiften wollten, und zweiten bloß hypothetisch gemeint haben, da ja aus ihnen keineswegs eine ihnen entsprechende Praxis abgeleitet werden sollte. Wer ihnen diesen Schwachsinn abkauft ist entweder naiv oder wird lebt davon, naiv zu sein. Das, wie gesagt, betrifft die, die abstreiten, an der Abschaffung der DDR gearbeitet zu haben. Die anderen wiederum - die, die es nicht abstreiten - sind noch irrer. Denn sie setzen tatsächlich, daß der Sozialismus deswegen kein Sozialismus war, weil er nicht seelenruhig dabei zu sah, wie jemand an seiner Abschaffung arbeitete.


So einfach ist das Ganze ja doch nicht. Schlussendlich hat das Zulassen von Kritik auch eine gewisse Funktion. Das sieht man doch gerade im Umgang mit uns Kommunisten innerhalb des Kapitalismus. Kritik ist erlaubt, solange sie nichts bewirkt. Und dass sie nichts bewirkt, wird durch die enormen Ideologieschwemmen bewirkt, welche davon leben, dass es auch noch Gegenstimmen gibt, um nur als eine Position unter vielen zu erscheinen, für die sich die Leute freiwillig entscheiden können.

Das Unterdrücken der Opposition hat weder die DDR noch die Sowjetunion gerettet, sondern gab auch einen ideologischen Nährboden für die Konterrevolution, welcher sich noch bis heute auswirkt.

Schlussendlich ist das Ausmass an Repression immer eine Gratwanderung. Sowohl für kapitalistische als auch für sozialistische Staaten. Ein richtig/falsch lässt sich nie exakt bestimmen.

Die Bevormundung des Volkes durch irgendeine Elite, welche über das Richtig/Falsch entscheidet, führt immer zu Problemen und es ist ein verdammt heikler Prozess, die Massen nicht in eine weitgehende Gleichgültigkeit gegenüber den gesellschaftlichen Zuständen zu bringen, indem man sie zu wenig in die Gestaltung dieser einbezieht.

Dies fängt ja schon auf Organisationsebene an...


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 Betreff des Beitrags: Re: KPD/ML in der DDR
BeitragVerfasst: Mi 2. Jul 2008, 13:35 
Troll

Beiträge: 41
jo argument ewollte ich gar nich bringen
ich denke nich das da argumente notwendig sind
es geht nicht um die verfolgung von irgendwe in der su

mit konsequent-rein-theoretischer arbeit meinte ich die hier vorherschende praxislosigkeit. also nix positiv.

das du alt bist merkt man leider viel zu häufig.

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