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 Betreff des Beitrags: Der Faschismus als Stosstrupp der intern. Konterrevolution
BeitragVerfasst: Mi 5. Mär 2008, 11:07 
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Beiträge: 131
Der deutsche Faschismus wurde auch von ausländischen Kapitalisten aufgebaut um ihn als
Stosstrupp der internationalen Konterrevolution gegen die Sowjetunion zu benutzen.

Beweise:


Eine Untersuchung der Reichskanzlei unter Reichskanzler Heinrich Brüning über die
Finanzierung der NSDAP stellte fest, das die NSDAP zwischen April 1931 und April 1932
Zahlungen von ausländischen Geldgebern in Höhe von 40 bis 45 Millionen Reichsmark
erhalten hat, unter anderem vom „Comite des Forges“ dem Interessenverband der
französischen Schwerindustrie. Als Grund für die Auslandszahlungen an die NSDAP stellte
die Untersuchung fest:

Hitler „gilt in diesen und anderen Auslandskreisen vielfach als eine Art Landsknechtführer
von Mittel- und Westeuropa gegen Russland“



Quelle: Bundesarchiv, Akten der Reichskanzlei, Nachlass Pünder, Nr. 154, Bl. 48–49; Vgl.
Gerhard Schulz, Aufstieg des Nationalsozialismus, Krise und Revolution in Deutschland,
Frankfurt am Main 1975, S. 635 f
(Online unter: http://www.bundesarchiv.de/aktenreichsk ... &field=all)




Der Attache der amerikanischen Botschaft in Berlin George Gordon schrieb am 23.
September 1930 an den amerikanischen Außenminister Henry Stimson:

„Tatsächlich gewinnt man in den letzten Tagen den Eindruck, dass wichtige finanzielle Kreise
– wenn auch nicht in dem wie oben gekennzeichneten Umfang – auf den Kanzler und andere
Mitglieder der Regierung einen Druck ausgeübt haben und ausüben, um das Experiment zu
unternehmen, die Nazis an der Regierung zu beteiligen […] Gerade heute erreicht mich ein
Gerücht aus gewöhnlich sehr gut informierter Quelle, dass verschiedene amerikanische
Finanzkreise, die hier vertreten sind, in gleicher Richtung sehr aktiv sind.“



Quelle: Dietrich Eichholtz, Wolfgang Schumann (Hrsg.), Anatomie des Krieges,
Neue Dokumente über die Rolle des deutschen Monopolkapitals bei der
Vorbereitung und Durchführung des zweiten Weltkriegs, Berlin 1969, S. 88 f.



Der Ölmilliardär und Hauptaktionär des Shell-Konzerns Henri Deterding spendete 1937
dem deutschen Winterhilfswerk 40 Millionen Reichsmark.
Joseph Goebbels notierte am 12. Januar 1937 in seinem Tagebuch:
„Hilgenfeld berichtet W.H.W. Deterding hat 40 Millionen gestiftet.“


Quelle: Elke Fröhlich, Die Tagebücher von Joseph Goebbels, Sämtliche Fragmente,
München, New York, London, Paris 1987, Teil 1, Band 3, S. 8



Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Anglo-German-Fellowship

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"Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse." - Karl Marx, Kommunistisches Manifest


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Faschismus als Stosstrupp der intern. Konterrevolution
BeitragVerfasst: Mi 5. Mär 2008, 12:43 
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Beiträge: 2947
Ein weiteres Beispiel ist die Adolf-Hitler-Spende

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Der Hunsch wars!


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Faschismus als Stosstrupp der intern. Konterrevolution
BeitragVerfasst: Fr 7. Mär 2008, 13:23 
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Beiträge: 353
Zitat:
Der Ölmilliardär und Hauptaktionär des Shell-Konzerns Henri Deterding spendete 1937
dem deutschen Winterhilfswerk 40 Millionen Reichsmark.
Joseph Goebbels notierte am 12. Januar 1937 in seinem Tagebuch:
„Hilgenfeld berichtet W.H.W. Deterding hat 40 Millionen gestiftet.“


hmm hatte Trotzki nicht was mit Deterding zu schaffen? Ich meine, mich erinnern zu können, dass das etwas ausführlicher in "Die Große Verschwörung" thematisiert wurde.

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Eine gut geleitete Staatsregierung muß ein ebenso festgefügtes System haben wie ein philosophisches Lehrgebäude. Alle Maßnahmen müssen gut durchdacht sein, Finanzen, Politik und Heerwesen auf ein gemeinsames Ziel steuern.
Ein System kann aber nur aus einem Kopfe entspringen; also muß es aus dem des Herrschers hervorgehen.


Friedrich der Große


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Faschismus als Stosstrupp der intern. Konterrevolution
BeitragVerfasst: Fr 7. Mär 2008, 15:44 
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Beiträge: 131
Der Pakt des deutschen und französischen Monopolkapitals gegen die Sowjetunion

Der Pakt wurde schon in der Weimarer Republik geschmiedet. So hielt der Reichskanzler
Franz von Papen, am 10. Juni 1932 im Deutschen Herrenklub, dem unter anderem 100
führende Industrielle und Bankiers, 62 Großgrundbesitzer und 94 ehemalige Minister
angehörten, im Beisein der Naziführer Göring, Röhm und Goebbels, eine Rede, in der
er sein Projekt einer gegen die Sowjetunion gerichteten deutsch-französischen Koalition
vorstellte und er rief dazu auf, dass sich alle Staaten unter der Parole
„Tod dem Bolschewismus“ zusammen tun sollten.

Quelle: Günter Rosenfeld, Sowjetunion und Deutschland 1922-1933, Berlin 1984, S. 450


Da aber Frankreich von der Volksfront regiert wurde, und das französische Volk niemals gemeinsam
mit Deutschland gegen die Sowjetunion marschiert wäre, lies sich Frankreich absichtlich von Deutschland
besiegen!

Bekanntlich siegte Deutschland 1940 über Frankreich indem die deutsche Armee durch die
Ardennen zur Kanalküste vorstieß und so die englischen und französischen Truppen in
Holland und Belgien einkesselte.

  • Die französische Armee war über den deutschen Aufmarsch in den Ardennen genau
    unterrichtet, so stellte sie 7 der 10 deutschen Panzerdivisionen in diesem Gebiet fest.
    Trotzdem blieb die 2. Armee die vor den Ardennen bei Sedan lag die schwächste aller
    französischen Armeen. Der Oberkommandierende der 2. Armee General Huntzinger schrieb:
    „Ich glaube dass keine dringlichen Maßnahmen für die Verstärkung des Sedan-Abschnittes zu
    ergreifen sind“.

  • Wie in einem Prozess nach dem Krieg raus kam ließ der General Huntzinger sogar am 3.
    Mai 1940, 7 Tage vor dem deutschen Angriff, die starken Panzersperren auf den beiden
    Strassen, die von den Ardennen nach Sedan führten, zerstören! Genau auf diesen Weg kamen
    1 Woche später die deutschen Panzer.
    Auch wurde später kein einziger größerer Angriff auf die deutsche Panzerzange geführt!

Quelle: William Shirer, Der Zusammenbruch Frankreichs, Band 2, München/Zürich 1978, S. 699 und S. 710


Wie ist dieses Verhalten zu erklären? Weil die französische Bourgeoisie lieber Hitler als die
Volksfront wollte und weil sie Deutschland die Ressourcen für die Vernichtung der
Sowjetunion bereitstellen wollte!

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"Die herrschenden Ideen einer Zeit waren stets nur die Ideen der herrschenden Klasse." - Karl Marx, Kommunistisches Manifest


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Faschismus als Stosstrupp der intern. Konterrevolution
BeitragVerfasst: Fr 7. Mär 2008, 22:44 

Beiträge: 134
Jens hat geschrieben:
Bekanntlich siegte Deutschland 1940 über Frankreich indem die deutsche Armee durch die
Ardennen zur Kanalküste vorstieß und so die englischen und französischen Truppen in
Holland und Belgien einkesselte.

  • Die französische Armee war über den deutschen Aufmarsch in den Ardennen genau
    unterrichtet, so stellte sie 7 der 10 deutschen Panzerdivisionen in diesem Gebiet fest.
    Trotzdem blieb die 2. Armee die vor den Ardennen bei Sedan lag die schwächste aller
    französischen Armeen. Der Oberkommandierende der 2. Armee General Huntzinger schrieb:
    „Ich glaube dass keine dringlichen Maßnahmen für die Verstärkung des Sedan-Abschnittes zu
    ergreifen sind“.

  • Wie in einem Prozess nach dem Krieg raus kam ließ der General Huntzinger sogar am 3.
    Mai 1940, 7 Tage vor dem deutschen Angriff, die starken Panzersperren auf den beiden
    Strassen, die von den Ardennen nach Sedan führten, zerstören! Genau auf diesen Weg kamen
    1 Woche später die deutschen Panzer.
    Auch wurde später kein einziger größerer Angriff auf die deutsche Panzerzange geführt!

Quelle: William Shirer, Der Zusammenbruch Frankreichs, Band 2, München/Zürich 1978, S. 699 und S. 710


Wie ist dieses Verhalten zu erklären? Weil die französische Bourgeoisie lieber Hitler als die
Volksfront wollte und weil sie Deutschland die Ressourcen für die Vernichtung der
Sowjetunion bereitstellen wollte!

@Jens, mal 'ne Frage: Bist du Tschuikow aus dem Politik-Forum?
Naja, die Beiträge sind jedenfalls identisch! :|


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Faschismus als Stosstrupp der intern. Konterrevolution
BeitragVerfasst: Fr 7. Mär 2008, 23:03 
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Beiträge: 131
Freddie hat geschrieben:
@Jens, mal 'ne Frage: Bist du Tschuikow aus dem Politik-Forum?
Naja, die Beiträge sind jedenfalls identisch! :|


Ja bin ich, wer bist du dort?

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 Betreff des Beitrags: Re: Der Faschismus als Stosstrupp der intern. Konterrevolution
BeitragVerfasst: Fr 7. Mär 2008, 23:15 

Beiträge: 134
Ich bin dort Niemand! ;) Ich bin nur Gast in anderen Foren, da ich mich schon für Politik und Geschichte interessiere. Wenn ich irgendwo angemeldet bin, dann immer mit meinem Namen. Gut Freddie Bild ist zwar der Spitzname, aber man kann unmissverständlich meinen richtigen Namen erkennen. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Der Faschismus als Stosstrupp der intern. Konterrevolution
BeitragVerfasst: Mi 25. Feb 2009, 16:20 
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Beiträge: 131
Der stellvertretende amerikanische Außenminister Sumner Welles, schrieb 1944 in seinem
Buch „The Time for Decision“:

„In diesen Vorkriegsjahren waren die Finanz- und Handelskreise der westlichen Demokratien
einschließlich der Vereinigten Staaten absolut davon überzeugt, daß ein Krieg zwischen
Hitlerdeutschland und der Sowjetunion nur ihren eigenen Interessen dienen würde. Sie
glaubten, daß Rußland bestimmt besiegt und damit der Kommunismus vernichtet werden
würde. Deutschland aber würde dann so geschwächt sein, daß es auf viele Jahre hinaus die
übrige Welt nicht mehr ernsthaft werden bedrohen können.“

Quelle: Sumner Welles, Jetzt oder nie!, Stockholm 1944, S. 294 f.



In der Aufzeichnung des deutschen Diplomaten im Auswärtigen Amt Hans Dieckhoff über
ein Gespräch mit dem britischen Ex-Premierminister David Lloyd George vom 11. September
1933 heißt es:

Lloyd sprach über sein „Lieblingsthema, die Boykottierung und Abdrosselung von
Sowjetrussland“. Er „bietet uns Russland für die deutsche wirtschaftliche und völkische
Expansion an. Jede andere Expansion, insbesondere nach Kolonialgebieten in Afrika, werde
Deutschland in ernste Schwierigkeiten bringen.“

Quelle: Gottfried Niedhart, Grossbritannien und die Sowjetunion 1934–1939, München 1972, S. 93



Das Mitglied der Anglo-German Fellowship und Beherrscher des englischen Kohlebergbaus
Lord Londonderry schrieb am 25. Februar 1936 an Hermann Göring:

Großbritannien müsse gemeinsam mit Deutschland dem Bolschewismus entgegentreten, denn
diese Lehre werde, „wenn sie Erfolg hat, eine weltweite Katastrophe von einem Ausmaß
herbeiführen […] das sich keiner vorstellen kann“

Quelle: Ian Kershaw, Hitlers Freunde in England, München 2005, S. 181 (leider gibt der
bürgerliche Historiker Kershaw dieses interessante Dokument, so zerstückelt wieder)

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