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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: So 1. Apr 2007, 12:05 
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(Hervorhebungen von mir)

Aber die Partei wusste, dass das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande damit nicht erschöpft ist. Die Errichtung des Sozialismus in der Sowjetunion stellt die gewaltigste Wendung in der Geschichte der Menschheit und einen welthistorischen Sieg der Arbeiterklasse und der Bauernschaft der Sowjetunion dar. Aber sie ist dennoch eine innere Angelegenheit der Sowjetunion und bildet lediglich einen Teil des Problems des Sieges des Sozialismus. Den anderen Teil des Problems bildet die internationale Seite der Frage. Bei Begründung des Leitsatzes vom Siege des Sozialismus in einem Lande wies Genosse Stalin wiederholt darauf hin, dass man die beiden Seiten dieser Frage, die innere und die internationale, voneinander unterscheiden muss. Was die innere Seite der Frage, das heißt die Wechselbeziehungen der Klassen innerhalb des Landes betrifft, so können die Arbeiterklasse und die Bauernschaft der Sowjetunion ihre eigene Bourgeoisie ökonomisch völlig überwinden und die vollendete sozialistische Gesellschaft errichten. Die Frage hat aber noch ihre internationale Seite, das heißt das Gebiet der auswärtigen Beziehungen, das Gebiet der Beziehungen zwischen dem Sowjetland und den kapitalistischen Ländern, zwischen dem Sowjetvolk und der internationalen Bourgeoisie, die die Sowjetordnung hasst und nach einer Gelegenheit sucht, eine neue bewaffnete Intervention gegen das Sowjetland ins Werk zu setzen, neue Versuche zur Wiederherstellung des Kapitalismus in der Sowjetunion zu unternehmen. Und da die Sowjetunion vorläufig das einzige Land des Sozialismus ist, die übrigen Länder aber noch kapitalistisch geblieben sind, so besteht die kapitalistische Umkreisung der Sowjetunion weiter, was die Gefahr einer kapitalistischen Intervention heraufbeschwört. Es ist klar, dass, solange die kapitalistische Umkreisung der Sowjetunion besteht, die Gefahr einer kapitalistischen Intervention bestehen bleibt. Kann das Sowjetvolk allein, aus eigener Kraft, diese äußere Gefahr, die Gefahr der kapitalistischen Intervention gegen die Sowjetunion beseitigen? Nein, das kann es nicht. Das kann es nicht, da es zur Beseitigung der Gefahr einer kapitalistischen Intervention notwendig ist, die kapitalistische Umkreisung zu beseitigen, die kapitalistische Umkreisung zu beseitigen ist aber nur möglich im Ergebnis einer siegreichen proletarischen Revolution mindestens in einigen Ländern. Daraus folgt aber, dass der Sieg des Sozialismus in der Sowjetunion, der seinen Ausdruck findet in der Beseitigung des kapitalistischen Wirtschaftssystems und in der Errichtung des sozialistischen Wirtschaftssystems, dennoch nicht als endgültiger Sieg betrachtet werden kann, insofern die Gefahr einer bewaffneten ausländischen Intervention, die Gefahr von Versuchen zur Restauration des Kapitalismus, noch nicht beseitigt ist, insofern das Land des Sozialismus gegen eine solche Gefahr auch weiterhin noch nicht gesichert ist. Um die Gefahr einer ausländischen kapitalistischen Intervention zu beseitigen, muss die kapitalistische Umkreisung beseitigt werden.

Quelle: "Geschichte der KPdSU(B) - Kurzer Lehrgang"

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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Sa 26. Mai 2007, 22:42 
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Beiträge: 16
Der Aufbau des Sozialismus in einem Land wurde von Lenin in Texten zu verschiedenen Themen schon vor 1917 gelegentlich mal so, mal so erwähnt. Aktuell wurde die Problematik allerdings, als nach dem Oktober 1917 und nach dem siegreichen Ende des Bürgerkrieges und der Intervention die dringend erwartete Entlastung durch die Weltrevolution ausblieb. Man war nun auf sich allein gestellt, die Stellung zu halten, die sozialistische Gesellschaft aufzubauen mit einer kapitalistischen Umkreisung im ausländischen Umland. Das war eine schwere Aufgabe, um die ich die Bolschewiki um Stalin, der inzwischen die Nachfolge Lenins angetreten hatte, nicht beneide. Die Sowjetunion wurde eines Tages sogar Weltmacht und Vorreiter in der Wissenschaft. Das wurde unter ungeheueren Opfern des Sowjetvolkes vollbracht.
So weit, so gut.
Die Sowjetunion gibt es nun nicht mehr. Sie ist im Großen Vaterländischen Krieg zur Weltmacht aufgestiegen und hat den Sozialismus in andere Länder gebracht, die eigentlich die Revolution selbst hätten durchführen sollen. Wäre es so gekommen, welche Reihe von sozialistischen Ländern gäbe es heute?! Kein Wunder, wenn Stalin misstrauisch auf die Genossen der Bruderparteien schaute, die doch in seinen Augen eigentlich in der wichtigsten Sache versagten, in der Weltrevolution.
Wie gesagt, die Sowjetunion gibt es nicht mehr, und das schlimmste ist, die öffentliche Meinung tut in der Mehrzahl so, als würde sie sie auch nicht vermissen.
Wo bleibt der Ausweg? Sollte man noch eine Revolution vorbereiten und durchziehen? Ich bin der Ansicht, man muss auf den historischen Materialismus unter den Gegebenheiten der fortschreitenden Globalisierung bauen. Bei dem gegenwärtigen Chaos in der sogenannten freien Marktwirtschaft ist zur Zeit die revolutionäre Lage noch unzureichend geklärt (ich schreibe meine persönliche Überzeugung, kann sein, dass ich falsch liege). Aber es bilden sich Gegensätze heraus zwischen arm und reich, die sich verschärfen. Manch einer, der heute auf Grund seiner ökonomischen Lage sich keine Gedanken um die Mechanik des dialektischen und historischen Materialismus machen muss, wird sich eines Tages entweder auf der Seite der ausbeutenden Klasse wiederfinden und sich dem Druck von unten ausgesetzt fühlen. Oder er wird, wie die meisten wahrscheinlich am unteren Ende vegetieren. Die Gegensätze spitzen sich zu, kämpfen miteinander und ein neue Qualität entsteht, hoffentlich!
Da jetzt aber die Globalisierung fortgeschritten ist, fällt die Frage nach Sozialismus in einem Lande fort, aber ich denke mir, dass die Umwälzung vom Kapitalismus zum Kommunismus auch ungleich schwerer und noch verlustreicher vonstatten geht.


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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: So 27. Mai 2007, 11:22 

Beiträge: 2008
otschen hat geschrieben:
Da jetzt aber die Globalisierung fortgeschritten ist, fällt die Frage nach Sozialismus in einem Lande fort, ...

Wie bewertest Du die Vorgänge in Kuba und in den lateinamerikanischen Länder, wie Venezuela?
Absolut chancenlos in einer globalisierten Welt?

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Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: So 27. Mai 2007, 17:55 
Troll

Beiträge: 16
gewe hat geschrieben:
otschen hat geschrieben:
Da jetzt aber die Globalisierung fortgeschritten ist, fällt die Frage nach Sozialismus in einem Lande fort, ...

Wie bewertest Du die Vorgänge in Kuba und in den lateinamerikanischen Länder, wie Venezuela?
Absolut chancenlos in einer globalisierten Welt?

Du hast Nordkorea und Vietnam vergessen. Und China! Entweder ist China der neue Pol oder es ist besser man geht einen Schritt zurück, um neuen Anlauf zu nehmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: So 27. Mai 2007, 18:02 
Literat

Beiträge: 2947
China ist nicht mehr sozialistisch. (siehe)

Daß seine gegenwärtige Politik nur ein Anlaufnehmen ist, wage ich zu bezweifeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: So 27. Mai 2007, 22:52 
Troll

Beiträge: 16
NumaPompilius hat geschrieben:
China ist nicht mehr sozialistisch. (siehe)

Daß ihre gegenwärtige Politik nur ein Anlaufnehmen ist, wage ich zu bezweifeln.

Danke für den Hinweis, dass China nicht mehr sozialistisch ist. Ich weiß nicht, war ich gemeint mit dem Hinweis auf den neuen Anlauf, oder China. Aber das ist eigentlich egal. Was ich zum Ausdruck bringen will, ist folgendes. Der dialektische und historische Materialismus ist nach wie vor aktuell und anzuwenden! Aber man muss die Lehren des Marxismus- Leninismus nicht dogmatisch hersagen können, sondern man muss mit dem Werkzeug, dass uns mit der Theorie des historischen Materialismus in die Hand gegeben wurde, fachlich gut und meisterhaft umgehen. Marx hat gesagt, die bisherigen Philosophen haben die Welt nur interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern. Also muss man sich von dem alten Zopf trennen und eingestehen, dass die zurückliegende Revolution gescheitert ist! Auch wenn es vielen Teilnehmern in diesem Forum provokant und ketzerisch erscheint, bitte ich das zur Kenntnis zu nehmen. Es muss möglich sein, seine Gedanken in anständiger Weise vortragen zu können. Die Fakten sind nun mal so, dass ein neuer Anlauf genommen werden muss, es muss erst wieder reifen. Es hat keinen Sinn, im Rest der „noch sozialistischen Staaten“, wo die wirtschaftlich erfolgreichen als nicht mehr sozialistisch eingestuft werden, noch Kaffeesatzleserei zu betreiben.
Historischer Materialismus erfordert, dass nach neuen Möglichkeiten gesucht wird, das große Ziel zu erreichen. Er erfordert Kampf der Gegensätze bis zum Umschlagen in eine neue Qualität, aber wem sage ich das. Die Gegensätze, die zum roten Oktober 1917 geführt haben waren, wie sich nun erwiesen hat, doch noch nicht reif. Der Kommunismus wurde nicht erreicht, wenn der beschrittene Weg auch zu sehr vielen Verbesserungen im sozialen Leben beigetragen hat, die nun vom verbliebenen Imperialismus radikal zurück gefahren werden. Doch der Auftrag, die historische Mission der Arbeiterklasse bleibt: Aufbau der klassenlosen Gesellschaft. Kennzeichnend für die heutige Zeit ist die Globalisierung. Sie ist vor allem auch ein Ergebnis der Erfindung des Computers und der Schaffung des Internets, dass mit ebenso epochalen Erfindungen wie Buchdruck, Dampfmaschine und Eisenbahn gleichzusetzen ist. Lange Zeit habe ich gegrübelt und kam zu dem Schluss, dass durch die Globalisierung die kommunistische Idee wohl nun gestorben ist. Aber historischer Materialismus hat mir dann doch die Augen geöffnet.
Wie kam es in Russland zum sozialistischen Umsturz und in Deutschland nicht? Stalin selbst schrieb, die Kette des Kapitalismus reißt dort zuerst, wo sie am schwächsten ist. Das war damals Russland. In Deutschland war der Kapitalismus noch zu stark. Wie aber, wenn die Globalisierung fortgeschritten ist? Globalisierung heißt nicht, dass der Lebensstandard der afrikanischen und asiatischen Völker an den der europäischen Industrienationen angepasst wird, sondern umgedreht. Wobei natürlich der Bourgeois immer besser lebt. Der weltweite Abbau des Lebensstandards führt aber zu einer globalen Verelendung der Völker. Die Lebensbedingungen in den einzelnen Gegenden der Erde gleichen sich an, dem kapitalistischen Gesetz entsprechend immer katastrophaler für den Menschen. Für den Kommunisten heißt das:
· Mit allen Mitteln den Frieden zu erhalten, damit möglichst viel von unserer Erde übrig bleibt.
· Die Gegensätze der ausbeutenden und ausgebeuteten Klassen genau herauszuarbeiten und zu fördern, bzw. sie auch zu provozieren. Dabei darf keine Übereilung entstehen, sondern sie müssen heranreifen. Ebenso darf aber der Reifezeitpunkt nicht verpasst werden. Die Gegensätze müssen auf dem größten Teil der Erde gut ausgeprägt sein.
· Und wenn dann die sozialistische Umgestaltung in einer Gegend, wo die Ausbeutung am schlimmsten ist, losbricht, dann folgt der Überrest nach. Dann hat die Revolution gesiegt. Denn dann ist die Kette überall gleich schwach oder stark, wie auch immer. Dann steht zu mindestens die Frage des Aufbaus des Sozialismus in einem Lande nicht mehr. Dann ist die Gefahr von außen gebannt und es muss nur noch der innere Feind, der Ausbeuter, der Kapitalist usw. usf. bekämpft und eliminiert werden. Diese Praxis ist ja bekannt.

Bis hierhin sollte eigentlich mein Beitrag gehen. Aber mir schwirren schon die Aufgaben danach im Kopf herum. Wie wird die Wirtschaft organisiert, dass die Menschen sich wohl fühlen und nicht darben müssen, wenn es wieder erreicht ist?
Wie schafft man den neuen Menschen, der für diese neue Epoche der Menschheit gebraucht wird? Ein Mensch, der für die Gemeinschaft lebt und seine Bedürfnisse danach einteilt. ...


Es gibt also für einen Sozialisten und Revolutionär im Augenblick viel Stoff zum Nachdenken. Und bitte – eins - , tun Sie diese meine persönliche Meinung, die ich selbst in langen Stunden formuliert und nirgends abgeschrieben habe, bitte nicht lächelnd in den Papierkorb! Es kann nicht so falsch sein, aufbauend aus den bisherigen Erfahrungen den weiteren Weg zu suchen. Ich bitte Sie, diskutieren Sie sachlich und konstruktiv. Oder zerreißen Sie den Beitrag, aber begründen Sie es wohlwollend. Oder lesen Sie noch mal ...


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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Mo 28. Mai 2007, 07:29 

Beiträge: 2008
Es gibt keinen Grund, Deinen Beitrag in den Papierkorb zu werfen. Es sind letztendlich etliche Punkte angesprochen, worüber hier im Forum seit längerem diskutiert wird.

Vietnam und Korea habe ich bewußt nicht genannt. Beide stehen für mich unter dem Einfluß von China (was auch bei Kuba nicht auszuschließen ist).
Zu China hat Numa bereits alles gesagt. Das ist eine Realität, die wir so akzeptieren müssen. China ist auf bestem Weg der Restauration des Kapitalismus. Daran ändert auch eine angeblich kommunistische Partei nichts.

Wir verschließen die Augen also nicht vor der Realität. Wir haben seit Start dieses Forums nie geleugnet, dass die soz. Revolution in der Sowjetunion und den europäischen Staaten verraten wurde und damit "in die Hose ging".

Wir wehren uns aber gegen Behauptungen, das wäre nie ein Sozialismus gewesen. Den reaktionären Charakter dieser Behauptung hat Numa vor kurzem erläutert.

Wir wehren uns nach wie vor gegen trotzkistische Auffassungen, dass die Revolution nur siegen kann, wenn sie innerhalb kurzer Zeit den gesamten Globus umfaßt.

Genau aus diesem Grund habe ich nach Kuba und Venezuela gefragt. :redstar173:

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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Mo 28. Mai 2007, 10:09 
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Beiträge: 4023
otschen hat geschrieben:
Wo bleibt der Ausweg? Sollte man noch eine Revolution vorbereiten und durchziehen? Ich bin der Ansicht, man muss auf den historischen Materialismus unter den Gegebenheiten der fortschreitenden Globalisierung bauen.


Da Du es extra betonst, mal ein Zitat aus dem besten kommunistischen Programm, welches die Welt je gesehen hat:

Die große Industrie hat den Weltmarkt hergestellt, den die Entdeckung Amerikas vorbereitete. Der Weltmarkt hat dem Handel, der Schiffahrt, den Landkommunikationen eine unermeßliche Entwicklung gegeben. Diese hat wieder auf die Ausdehnung der Industrie zurückgewirkt, und in demselben Maße, worin Industrie, Handel, Schiffahrt, Eisenbahnen sich ausdehnten, in demselben Maße entwickelte sich die Bourgeoisie, vermehrte sie ihre Kapitalien, drängte sie alle vom Mittelalter her überlieferten Klassen in den Hintergrund.

(...)

Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumption aller Länder kosmopolitisch gestaltet. Sie hat zum großen Bedauern der Reaktionäre den nationalen Boden der Industrie unter den Füßen weggezogen. Die uralten nationalen Industrien sind vernichtet worden und werden noch täglich vernichtet. Sie werden verdrängt durch neue Industrien, deren Einführung eine Lebensfrage für alle zivilisierten Nationen wird, durch Industrien, die nicht mehr einheimische Rohstoffe, sondern den entlegensten Zonen angehörige Rohstoffe verarbeiten und deren Fabrikate nicht nur im Lande selbst, sondern in allen Weltteilen zugleich verbraucht werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Mo 28. Mai 2007, 17:43 
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Beiträge: 16
gewe hat geschrieben:

Genau aus diesem Grund habe ich nach Kuba und Venezuela gefragt. :redstar173:

Da dieser Hinweis auf Venezuela und Lateinamerika nun wiederholt gekommen ist, obwohl wir hier doch das Thema Sowjetunion und Sozialismus in einem Lande behandeln, bin ich gerade dabei mich erst einmal kundig zu lesen. Danke für den interressanten Hinweis, denn diese "Gegend" war für mich bisher ein Thema ohne Belang. Hochinterresant, dass vor den Toren der USA ausser Kuba ein Sozialismus entsteht. Ein Sozialismus des 21. Jahrhunderts, etwa eine Weiterentwicklung? Aber bevor ich mich dazu weiter äussere, gestattet mir eine Pause des Studiums darüber. Man muss sich erst informieren, bevor man den Mund öffnet. :oops:


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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Mo 28. Mai 2007, 18:30 
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Beiträge: 4023
gewe hat geschrieben:
Genau aus diesem Grund habe ich nach Kuba und Venezuela gefragt. :redstar173:


Weil es mir gerade auffällt: Das ist übrigens keine Kubafahne!

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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Mo 28. Mai 2007, 19:00 

Beiträge: 2008
Woschod hat geschrieben:
gewe hat geschrieben:
Genau aus diesem Grund habe ich nach Kuba und Venezuela gefragt. :redstar173:


Weil es mir gerade auffällt: Das ist übrigens keine Kubafahne!


Nuu, aber eene, die der Kubafahne am ähnlichsten aussieht, oder? ;)

@otschen: Selbstverständlich ist Dir die Pause gewährt. Das ist ja schließlich genau das, was wir uns wünschen. Erst informieren, dann diskutieren, dann .... :redstar164:

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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2007, 06:41 
Literat

Beiträge: 2947
@otschen
Dein Text ist nicht überflüssig. Er gibt eine Menge Gelegenheiten zu interessanten Betrachtungen. Wenn ich wieder Zeit habe, schließe ich hier mal was an.

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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Mo 4. Jun 2007, 08:13 
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Beiträge: 16
Ich bin noch am überlegen wegen eines Themas "Sozialismus in Lateinamerika" zu schreiben. Aber an dieser Stelle - Sozialismus in einem Land - ergibt sich die Frage: Was wäre, wenn jetzt Venezuela nach internationaler Revolution ruft, oder nach Hilfe überhaupt. Haben wir denn hier eine Partei, die darauf vorbereitet ist und das organisieren könnte? Und wie könnte Hilfe aussehen?


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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Mo 4. Jun 2007, 17:51 
Administrator
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Beiträge: 4023
otschen hat geschrieben:
Was wäre, wenn jetzt Venezuela nach internationaler Revolution ruft, oder nach Hilfe überhaupt. Haben wir denn hier eine Partei, die darauf vorbereitet ist und das organisieren könnte?


Na klar, die SAV und linksruck, die Trotzkisten schlechthin.

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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Mo 4. Jun 2007, 19:56 
Troll

Beiträge: 16
@woschod
Deiner Antwort nach war meine Frage für dich eine Provokation. Das tut mir leid, es war nicht so gemeint. Es war als Frage und Diskussionsgrundlage gedacht. Mitunter kommt durch Rede und Gegenrede viel Neues und Verwertbares ans Tageslicht. Vielleicht ist ein öffentliches Forum nicht der richtige Ort, aktuelle Themen aus zu diskutieren, weil es vielleicht strategische und geheime Dinge berührt.
Mitunter ist es Manchem auch leid, Neulingen gegenüber immer wieder ein und dasselbe vorzukauen. Ich habe deine Antwort genutzt und mich mit den Begriffen linksruck und SAV befasst. Danke, ich habe wieder etwas dazugelernt.
Allerdings ist mir eine höfliche Antwort auf wenn auch vielleicht dumme Frage im ganzen Satz verbindlicher als ein dahingeworfener Brocken. Man muss doch die Massen gewinnen. :oops:


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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Mo 4. Jun 2007, 21:12 
Administrator
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Beiträge: 4023
otschen hat geschrieben:
@woschod
Deiner Antwort nach war meine Frage für dich eine Provokation.


Nein, war es nicht. Keine Sorge. :) Ich wollt nur mal bei einem Witz auf die Smilies verzichten, damit er nicht zu offensichtlich ist. :redstar164:

Allerdings wird Venezuela nicht nach internationaler Revolution rufen, warum sollte es auch. Chavez versucht erstmal die Probleme auf nationaler Ebene in griff zu kriegen und das ist auch richtig so. Für mich macht er nicht den Eindruck eines Wirrkopfes.

Die internationale "Revolution" kommt teilweise von alleine. Siehe Bolivien und andere südamerikanische Länder.

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 Betreff des Beitrags: Re: ... das Problem des Sieges des Sozialismus in einem Lande ..
BeitragVerfasst: Di 5. Jun 2007, 19:19 

Beiträge: 2008
So ganz alleine macht das Chaves nun doch nicht. Er ist ja kein Dummkopf. Er sucht sich Bündnispartner. Das da Kuba an erster Stelle mit steht - wen wundert es.
Dennoch verstehe ich schon, was Du meinst. Die Hauptlast liegt auf Chaves und dem venezolanischem Volk. Andererseits ist diese Entwicklung in Venezuela eine Hilfe für Kuba; und das nicht nur, weil nun Kuba wieder Öl ins Land bekommt. :redstar172:

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