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 Betreff des Beitrags: Machnotschina
BeitragVerfasst: Mi 11. Mär 2009, 02:10 

Beiträge: 8
Wisst ihr zufällig was genau der Grund war wieso die Machno-Bewegung in der Ukraine zerschlagen wurde?
Im I-Net findet man kaum etwas darüber.

In Wikipedia steht auch nicht viel:

"In der Ukraine kämpfte außerdem eine bis zu 30.000 Mann starke anarchistische Partisanenarmee, ein Arm der nach ihrem Anführer Nestor Machno benannten Machnotschina oder auch Machno-Bewegung. Die Machnotschina kämpfte zunächst gemeinsam mit den Kommunisten gegen die weiße Armee, wurde später jedoch von den Bolschewiki bekämpft und brutal niedergeschlagen."

Süß übrigenß das Wikipedia sich damit rühmt neutral zu sein und solche subjektiven Wörter wie "brutal" benutzt.

Wieso wurde also die Machnotschina niedergeschlagen? Was war genau der Grund?
Die Bolschewiki werden wohl irgendwelche Gründe gehabt haben? Sie haben die Machno-Bewegung sicher nicht vernichtet nur weil die Machnotschina anarchistisch ist.

Solch Konterrevolutionäre Parolen und Bestrebungen wie beim Kronstädter Aufstand kann man bei der Machno-Bewegung nicht finden. Zumindest weis ich nichts davon.
Also wisst ihr was darüber? Gibt es dazu irgendwelche Bücher? Würde mich auf eine Antwort freuen...


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 Betreff des Beitrags: Re: Machnotschina
BeitragVerfasst: Do 12. Mär 2009, 21:08 

Beiträge: 105
Dazu habe ich einfach mal einen Beitrag aus einem anderen Forum herauskopiert, den ich dort wohl Anfang oder Mitte 2007 reingestellt hatte. Ich denke, er gibt einige Hinweise.

Zitat:
In diesem Forum hat es ja schon eine sehr hitzige Debatte über den Anarchisten Nestor Machno und seine geschichtliche Bedeutung gegeben. Ist er nun ein Volksheld oder ein Verbrecher? Die Frage konnte bisher noch nicht geklärt werden. Ich bringe jetzt etliche Zitate aus dem Buch "Nestor Machno. Das Leben eines Anarchisten" von Victor Peters (Echo Books, Winnipeg, 1968) Um die Anarchisten zu beruhigen, muß gesagt werden, daß dieses Buch objektiver ist als manche anderen. Hier werden auch die sozio-ökonomischen und die politischen Rahmenbedingungen beleuchtet, unter denen die damaligen Ereignisse stattfanden. Es wird sich ja zeigen, ob die Ukrainer froh waren, ihn los zu sein, oder ob man Nestor Machno als historisches Beispiel folgen sollte.

Zitat:
Damit hatte Nestor Machno auch bewiesen, daß er die Bauernseele besser kannte als seine Gegner. Die Bauern der Ukraine, sowie die Russlands, hegten ein tiefes Mißtrauen gegenüber Regierungen und Regierungsformen. Angesichts der rapiden industriellen Entwicklung im letzten Jahrzehnt des zaristischen Russlands betrachtete die Landbevölkerung die schnell wachsenden Städte und deren Bewohner als weitere Ausbeuter, die vom Schweiße des Bauern leben wollten. Es zeugt von Machnos Verbundensein mit der großen agraren Dorfgemeinschaft, daß er dieses Mißtrauen teilte, aber es auch zu nutzen verstand. So schreibt er in seinen Erinnerungen:
?Die Massen der ukrainischen Ausgebeuteten, besonders die Bauern, betrachteten die neue sozialistisch-revolutionäre Regierung (& h. die Regierung Lenins) kaum anders als andere Regierungen auch, die die Bauern durch Steuern ausplünderten, die Dorfburschen zum Militär einzogen oder Gewaltakte verübten. Oft konnte man von den Bauern hören, wenn sie ihre Meinung über vorrevolutionäre und revolutionäre Regierungen aussprachen: Nachdem wir den .durak' (Narren) Nikolka Romanow herausgeworfen hatten, versuchte ein anderer ,durak', Kerenski, seinen Platz einzunehmen; er ging und jetzt ist es wohl der ,Pan' (Herr) Lenin. Andere meinten: Es geht wohl auch nicht gut ohne einen ,durak'. Sie schienen zu scherzen, es war aber ihr bitterer Ernst. Auch die Städte haben kein anderes Ziel. Städte sind schlecht. Sie begünstigen das System der ,duraki'. So sagten die Bauern." S.24f.

Zitat:
Aber selbst wenn sich die Gutsbesitzer und wohlhabenden Bauern auch nicht zur Wehr setzten, warf die Verteilung des Landes und Inventars unerwartete Probleme auf. Der Bauer oder Handwerker verstand oft nicht, mit den landwirtschaftlichen Maschinen umzugehen. Zudem waren sie für die Bearbeitung kleiner Landparzellen kaum geeignet. Der Bauer hatte auch wenig Interesse daran, seinen Acker gründlich zu bestellen, wenn später eine Produktionsverteilung kommen sollte. Außerdem war es für den armen Bauern gewinnbringender, sich an der Enteignung zu beteiligen als sein eigenes Feld zu bewirtschaften.
Angrenzend an der Guljai-Poler Wolost lag die deutsch-mennonitische Schönfelder Wolost. Sie umfaßte wohlhabende Dörfer und in Richtung auf Guljai-Pole, nur wenige Kilometer davon entfernt, auch mennonitische Gutsbesitzer: Jakob Neufeld, Gerhard Klassen, David Schröder, Wilhelm Janzen u. a. Eine Tochter des Jakob Neufeld, damals ein elfjähriges Kind, jetzt in Kanada wohnhaft, berichtet, wie die Verteilung auf ihrem Hofe vor sich ging: ?Anfangs 1918 fuhr er (Machno) mit seinen Anhängern von einem Gut zum andern und teilte es auf. So kam er auch zu uns. Alles tote und lebende Inventar wurde auf einen Haufen gebracht und verteilt. Dabei kamen kuriose Dinge vor: Ein armer Mann bekam unseren feinen Spazierwagen, einen Phäton mit Gummireifen und mit dunkelblauem Tuch ausgeschlagen. Er wurde nur selten gebraucht, weil er eben zu unpraktisch war. Dazu bekam derselbe Mann noch ein Kalb. Das legte er in den feinen Wagen, spannte seine mageren Pferdchen vor und fuhr nach Hause. Ein anderer bekam einen Selbstbinder (Mähmaschine), der bei ihm auf dem Hof stand, den das Gras überwucherte und womit die Kinder spielten. Die Russen sagten später: Solange es einem Wirt gehörte, der damit umzugehen verstand, hatte jedes Ding seinen Wert, wir wissen nichts damit anzufangen. Diese Verteilung nahm mehrere Tage in Anspruch. Machno hielt sich während dieser Zeit bei uns auf, aß bei uns am Tisch und schlief in unserem Gastschlafzimmer. Als Vater ihm den Schlüssel zur Türe geben wollte den er (Machno) gewöhnlich verlangte, wehrte er ab und sagte: ?Es ist nicht nötig, bei Ihnen schlafe ich bei unverschlossenen Türen." Obzwar wir Kinder ihm, wenn möglich, aus dem Wege gingen, kann ich mich doch seiner noch gut erinnern. Er war nur klein, hatte langes Haar, trug einen dunklen Mantel und eine schwarze Brille." Der Bericht fährt fort mit einer Beschreibung, wie Machno mit zwei seiner Brüder auf dem Gut des Gerhard Klassen eine Kommunewirtschaft eingerichtet hat.
Solange Requisition und Verteilung währten, wurde vom Gutsbesitzer und seiner Familie verlangt, daß sie die Gäste bewirteten und verköstigten. Die Requisition dauerte gewöhnlich, bis die Mehlkisten, die Hühner- und Kälberställe leer waren. Darauf zog man weiter zum nächsten Hof. Setzte sich der Wirt zur Wehr oder hielt er gewissen Besitz, wie Geld oder Schmuck, in einem Versteck, wurde er drangsaliert, geschlagen, und nicht selten wurden die männlichen Familienmitglieder erschossen. Frauen wurden wiederholt vergewaltigt. S.26f.

Zitat:
Mitunter wurde auch Gericht gehalten, wurden Gefangene verhört und Hinrichtungen vorgenommen. Obwohl sich selbst die ärmere Bauernschaft abseits und abwartend verhielt, schloß sich die Jugend dem Treiben bereitwillig an. Die Opfer, der Erschießungen waren meist frühere Polizeibeamte, Offiziere, Gutsbesitzer, gutsituierte Bauern und Geschäftsleute, nach Meinung der Machnowzy also Ausbeuter, die ihr Schicksal reichlich verdient hatten. Man wollte mit den Bedrückern reinen Tisch machen und ein neues Leben der Freiheit verwirklichen. Dies sollte das Morgenrot einer gerechten Zukunft sein. Machno hatte um sich eine Kerngruppe gebildet, die nicht nur aus Guljai-Polern bestand. Man wußte eigentlich nicht, woher viele der Leute kamen. Dem kleinen Bauern und Arbeiter ging es um diese Zeit jedenfalls nicht schlecht, wenn er auch hin und wieder seinen Kopf mißbilligend schüttelte.
Dann erfuhr das Treiben ein jähes und unerwartetes Ende: Die neue ukrainische Regierung unterzeichnete einen Sonderfrieden mit iden Mittelmächten. Um die Ukraine vor einer bolschewistischen Okkupation zu schützen, lud sie deutsche und österreichisch-ungarische Besatzungstruppen ins Land ein. Die Machno-Bewegung zerstreute sich schlagartig. Machno floh nach Moskau. S.28

Zitat:
Obwohl die Gefahr von außen für die junge ukrainische Republik beseitigt war, gärte es im Innern des Landes. Nächtliche Überfälle, Banditentum, Umtriebe revolutionärer Elemente erzeugten eine Unruhe, deren die Regierung mit ihren schwachen Polizeikräften nicht Herr werden konnte. Der Versuch, die Landfrage zu lösen und dem Bauern einen Höchstbesitz von vierzig Desjatinen zu erlauben, brachte der Regierung die Feindseligkeit des bäuerlichen Mittelstandes ein, ohne dabei die Unterstützung der armen Bauern zu gewinnen. Letztere hatten oft weder die landwirtschaftlichen Maschinen noch die Pferdekraft, noch das Saatgetreide, um das ihnen zugewiesene Land zu bestellen.
Das wirtschaftliche Interesse der Mittelmächte an der Ukraine beruhte auf deren eigenem Bedarf an Getreide und Rohstoffen. Die unklare Agrarpolitik der Regierung und die Verstaatlichung der Erz- und Kohlengruben gefährdeten die Produktion auf allen Wirtschaftsgebieten. Daher erließ General Eichhorn am 6. April einen Befehl, der, wie er hoffte, die Getreidelieferung sicherstellen sollte. Jedem Bauern, der sein Feld bestellte, wurde die Ernte zugesichert, während jenen Bauern,, die sich mehr Land aneigneten, als sie zu bearbeiten in der Lage waren, eine Strafe angekündigt wurde. Sie durften das ihnen zugeteilte Land wohl behalten, waren aber verpflichtet, es einem Großbauern zur Bewirtschaftung zu überlassen und die Ernte mit ihm zur Hälfte zu teilen. S.31

Zitat:
Während der deutschen und Österreichischen Besatzungszeit bestand die Skoropadski-Regierung darauf, daß alles konfiszierte Eigentum zurückerstattet werden müsse. Oft brachten die Nutznießer der Enteignung unaufgefordert von sich aus gestohlenes Eigentum und
Wertsachen zurück, besonders, wenn der ?Enteigner? das Empfinden hatte, daß der eigentliche frühere Besitzer darum wußte. Es gab aber auch genug Fälle, in denen die ?Enteigner" hartnäckig leugneten, den Besitz unrechtmäßig erworben zu haben. So wurden dann von der Regierung Strafabteilungen eingesetzt, die bei der Rückerstattung gestohlenen Gutes mitwirken sollten, woran sich in den deutschen Kolonien besonders auch die Besatzungstruppen beteiligten. Wenn auch die große Mehrzahl der Ukrainer an den ungesetzlichen Enteignungen nicht teilgenommen hatte, löste das Auftreten der Strafabteilungen dennoch Entrüstung aus. Hier und da bildeten sich Partisanenverbände, die scharfe Gegenmaßnahmen der Regierung zu befürchten hatten. S.32f.

Zitat:
Machno organisierte eine Bewegung, die aus zwei Gliederungen bestand: einer Agitationsgruppe, die propagandistisch den Gegner aufweichen und gleichzeitig die Bauern zur Aktion sammeln sollte, und einer Freischärlertruppe, die das Ziel verfolgte, jeden Gutsbesitzer, jeden Milizionär der ukrainischen Landeswehr, jeden Offizier der russischen oder deutschen Armee ?ohne weiteres umzubringen". ?Außerdem", schreibt Arschinoff, ?wurde nach dem Grundsatz der Freischärler jeder umgebracht, der an der Bedrückung der armen Bauern und Arbeiter, an ihrer Entrechtung oder an der Beraubung ihres Besitzes oder ihrer Arbeit teilgenommen hatte." Durch diese Zielsetzung wurde ein Großteil der ukrainischen Bevölkerung als Feind abgestempelt und zur Vernichtung verurteilt. S.33f.

Zitat:
?Schnell wie der Sturm brausten sie daher, ohne Furcht und ohne Erbarmen für ihre Feinde; sie überfielen die Güter, machten alle Feinde der Bauern nieder und verschwanden sofort wieder spurlos. Am nächsten Tage aber unternahm Machno bereits einen anderen Überfall auf irgendein Gut, das vielleicht 100 km ab lag, oder auf irgend ein größeres Dorf. Die ganze Landeswehr, die sogenannte ?Warta?, wurde dort niedergemetzelt, desgleichen die Offiziere und Gutsbesitzer. Wieder verschwand er eiligst, so daß die deutschen Truppen, die in nächster Nähe standen, gar nicht zur Besinnung kommen konnten und es gar nicht erfaßten, was sich in ihrer Nachbarschaft abgespielt hatte. Am nächsten Tage war er wieder hundert oder mehr Kilometer weiter, machte sich dann wohl über irgendeine ungarische Strafabteilung her, die gegen die Bauern ausgezogen waren, oder er ließ Landeswehrleute, wo er ihrer habhaft werden konnte, hängen. S.34

Zitat:
Die anfänglichen Erfolge, die Machno erzielte, verdankte er der Verwegenheit, die seine Unternehmen kennzeichnete. Zugleich war seine durch Bauernschläue und Draufgängertum hervorstechende Persönlichkeit ein Anziehungspunkt, der ihm ständigen Zulauf sicherte. Auch andere ?Batjkos", Führer von Partisanen- und Bandentrupps traten auf und terrorisierten die Umgebung ihrer Heimatdörfer. Da sie aber oft zahlenmäßig klein und fortwährend der Gefahr, aufgerieben zu werden, ausgesetzt waren, schlössen sie sich nicht selten der stärkeren Machnobande an. Wenn sie überhaupt eine politisch-ideologische Einstellung hatten, unterschied sich diese nicht wesentlich von Machnos primitivem Anarchismus. Die ganze ?Ideologie" bestand eigentlich darin, den Besitzenden zu ermorden und sein Hab und Gut zu verteilen.
Diese Partisanen betrachteten als ihre Feinde nicht nur Gutsbesitzer und wohlhabende Bauern, sondern auch Geschäftsleute, Ladeninhaber, den gesamten städtischen Mittelstand und die intellektuellen. Das starke Vorurteil gegenüber der Intelligenz in der Ukraine; wie auch in Rußland war charakteristisch für die Einstellung vielen Anarchisten, weil ihnen die Gebildeten als die ?Besitzer geistiger Güter" galten. S.37

Zitat:
Machno fiel es demnach nicht schwer, eine Gefolgschaft für sich zu gewinnen: revolutionäre Gleichmacher, Deserteure, Gegner der Besatzungsmächte sowie der ukrainischen Nationalisten, örtliche Bandenführer usw. Diese und andere sammelten sich um Machno. Der verlorene Krieg und die Revolution hatten den ganzen politischen und sozialen Aufbau des Landes zerrüttet und zerstört. ?Volksführer" wurden nach oben geschwemmt, die unter anderen Umständen nie zum Zuge gekommen wären. S.37

Zitat:
?Als ich nach Hause kam, kaufte der Vater mir eine Wirtschaft (als Erbgut: ?Dedowtschtschina") am Flusse Orel. In den Gebieten Poltawa und Jekaterinoslaw wechselten oft die Machthaber. Ende 1918 mobilisierte Petljura; ich floh. Im Sommer mobilisierten die Weißen; ich desertierte. Später kamen die Bolschewisten und mobilisierten wieder. Jetzt wurde es schwieriger. Ich wurde als böswilliger Deserteur angesehen, mein Hab und Gut wurde verschleppt, sogar der Ofen im Haus wurde zerstört. Ich aber hielt mich versteckt in der Steppe oder sogar im Samarer Wald. Auf diese Weise geriet ich in die Einheit des Matwijenko, von dem zu Feodosij, dann zu Semerka, Litschko und zum Anarchisten Brow. Wenn ich zu solchen Einheiten stieß, drohte mir nicht als Deserteur der Tod, und nachts floh ich von ihnen. Als ich aber in die Einheit des ?Batjko" Machno geriet, konnte ich mich von ihm nicht sofort trennen, weil hinter ihm drei rote Divisionen kamen. Von Machno haate ich schon vorher gehört, nämlich auf dem Rückzug aus der Gefangenschaft, als ich von Losowaja die Reise zu meinem Heimatdorf W. Butschki teils mit der Bahn und teils zu Fuß zurücklegte. Unterwegs begegnete ich einem Harmonikaspieler, der den Partisanen Machnos, die in einem Sumpfgebiet bei der Station Jurjewka lagerten, bei ihren Saufgelagen aufspielen mußte. Es wurde viel geraubt, und der Harmonikaspieler erzählte von entsetzlichen Trinkgelagen der Machnowzy mit viel geschlachtetem Fleisch, entführten jungen Mädchen und Unmengen Samogan (Branntwein)." S.38f.

Zitat:
Machno hat in Topoljes Heimatdorf, wie dieser berichtet, viermal ein ?furchterregendes Gemetzel" angerichtet, an dem Topolje aber nicht beteiligt war. Ferner schreibt er, daß später Soldaten der ukrainischen und sogar der weißen Armee sich Machnos Partisa* nen anschlössen, um den Roten zu entgehen. Oft wurde Machno von den Bauern eines von ihm besetzten Dorfes gefragt, welcher Regierung sie anhangen sollten, worauf Machno nach Topoljes Bericht geantwortet habe, sie sollten sich selbst eine wählen.
Aus Topoljes Darlegungen ergibt sich, wie schwer es zu jener Zeit für einen Dorfbauern war, sich unbeteiligt zu verhalten. S.39f.

Zitat:
Die drei Häftlinge wurden von Batjko Prawda und Batjko Naumenko, der als Gebieter über den Nachbarwolost galt, verhört und sollten zu Naumenkos Stab abgeführt werden. Wiens gelang es aber, Prawda zu überreden, ihn erst am folgenden Tage fahren zu lassen, während die anderen unter Bewachung abgeschoben wurden. Der Lehrersohn, der im Laden seines Onkels als Verkäufer tätig war, wurde beschuldigt, die Kunden ungerecht behandelt zu haben. Beim Verhör wurde er geschlagen, dann zu einem Strohhaufen gebracht und mit Säbeln zerhackt. Der Wolostschreiber Duck wurde ebenfalls schwer geschlagen, dann entlassen und brach unterwegs bewußtlos zusammen. S.43f.

Zitat:
Der ausführliche Wiens-Bericht schließt mit dem Hinweis auf die gänzliche Auflösung der Kolonie Schönfeld. Ähnlich erging es auch vielen anderen deutschen Kolonien. Hunderte von Menschen wurden in der Sagradowka-Siedlung umgebracht. In der Nikolaipoler Wolost hatte ein Dorf namens Eichenfeld allein achtzig Tote zu beklagen, d. h. die ganze männliche Bevölkerung vom 16. Lebensjahr an. Auch ukrainische Dörfer litten schwer unter dem Terrorregime. Machno verfuhr in solchen Fällen oft grausamer als seine Unterführer.
Der in Paris lebende jüdische Schriftsteller Josef Kessel gibt den Bericht eines Augenzeugen wieder, der Machnos Einzug in eine größere Stadt und die völlige Sinnlosigkeit seines Treibens schildert. Eine Vorhut Machnos besetzte um 4 Uhr nachmittags die Stadt. Der Pöbel schloß sich den Machnowzy sofort an. Machno selbst erschien einen Tag später und begann ohne weiteres mit dem Aufräumen der ?Burschujs". Unter den ersten Opfern waren ein Richter, ein Fabrikbesitzer, ein Gutsbesitzer, ein Ingenieur und ein Priester, der aus dem vierten Stockwerk eines Gebäudes auf die Straße gestürzt wurde. Machno befaßte sich persönlich mit dem Plündern der Banken und Läden. Eines Tages erschien er in der Wohnung des Berichterstatters. ?Kennen sie mich?" fragte er. ?Ich bin Machno", und streckte ihm die Hand entgegen. Eine ganze Gesellschaft stellte sich ein, die bei Tee, Wodka, Käse, Schinken und Wurst es sich wohl sein ließ. Als alle betrunken waren, kam einer auf die Idee, daß der ?Gastgeber" (der Berichterstatter) ein Akrobat sei. Zum Ergötzen der Bande mußte er auf den Händen gehen und sollte mit seinen Füßen den Boden nicht berühren.
In einem Keller waren viele Tonnen voll Sonnenblumenöl entdeckt worden, berichtet Kessel. Machno erlaubte allen Frauen und Kindern, das Öl eimerweise wegzuschaffen. Als sich aber eine Abordnung der Postboten über niedrige Lohne beschwerte, erklärte Machno, das Briefschreiben sei sowieso unnötig. Einer Vertretung der; Bahnarbeiter erging es ähnlich. Ihr wurde bedeutet, sie sollten lieber Pferde und Wagen halten, denn die Eisenbahnen verseuchten doch nur die Luft. Beim Besuch in einem Krankenhaus hingegen verteilte Machno großzügig Geschenke an die Patienten. Als er dann zu seinem Wagen kam und der Fahrer ihn nicht schnell genug anspringen lassen konnte, erschoß Machno den Mann. S.44f.

Zitat:
?Einmal warteten wir beim Stabe Machnos auf einen Wagen", schreibt er, ?mit dem wir zu einem Gut fahren sollten, um dort Bücher für die geplante Bibliothek zu holen. Da erschien Machno in einem neuen Zivilanzug aus einer Popenwohnung kommend; denn Machno liebte es, jeden Tag in einem anderen Anzug aufzutreten. Unter einem Arm trug er seine kostbare Dokumentenmappe und in der anderen Hand eine Reitpeitsche. Er fragte uns, warum wir hier stehen. Wir antworteten ihm, und er ging weiter. Man merkte ihm an, daß er gut gelaunt war. Bald darauf fiel ein Schuß. Ein Machnowez kam zum Stab gelaufen und brachte die Neuigkeit. Batjko Machno habe die Verwundeten besucht und einer von ihnen habe sich beklagt, daß der Feldscher (Wundarzt) ihn schlecht behandle. Ohne ein Wort zu sagen, habe Machno den Feldscher erschossen. Den Schuß hatten wir gehört. So hatte Machno seinen Verwundeten geholfen: es gab hier nur einen Feldscher, und den hatte er getötet Kurz darauf kam Machno zurück und lächelte, als ob nichts geschehen sei." S.45f.

Zitat:
Machnos Erfolge auf dem Gebiete der Requisitionen waren wohl der Hauptgrund, weshalb sich Tausende von beutegierigen Abenteurern seiner Bewegung anschlössen. Zugleich versprach die große Zahl seiner Anhänger Schutz nicht nur vor anderen Partisanengruppen, sondern auch vor dem von Bauern und Großbauern organisierten Selbstschutz, vor der Regierungsmiliz und später vor der Weißen und Roten Armee. Machnos nachträgliche Beteuerungen, daß seine ganzes Streben der Befreiung des Menschen von institutionellen Gewalten und traditionellen Hemmungen gegolten und er mithin als überzeugter Anarchist gehandelt habe, muten unglaubhaft an. Selbst seine engsten Mitarbeiter hatten oft unter ihm und seinem Terror zu leiden. Obwohl es Machno gelang, aus seiner bunt zusammengewürfelten Anhängerschaft eine Armee der Aufständischen zu bilden, ist es nicht verwunderlich, daß viele Anarchisten ihm nur begrenzte Bewunderung zollen. So schreibt ein W. Tschu-dolje im Anarchistenblatt ?Wolna" (Die Welle), er denke nicht daran, für die von Machno ermordeten Besitzenden auch nur eine Trane zu vergießen, aber schließlich sei es doch nicht die Hauptfunktion der Anarchie, nur Henker auszubilden. Er hält Machno für einen großen Partisanenkämpfer, der den ?ersten Stein zum Fundament" einer anarchistischen Lebensform gelegt habe. Die gesellschaftliche Struktur der Machnowstschina lehnt er aber als einen nicht ehrlichen und nicht lebensfähigen Versuch ab. S.46f.

Zitat:
?Wenn Machno eine Stadt besetzte, wurde alles geraubt, was auf Bauernwagen fortgeschafft werden konnte; er selbst behält das Wertvollste für sich. Nach solchem Raubzug hielten die Bauernregimenter ihre Aufgabe für erledigt und gingen, wenn der Feind sie nicht daran hinderte, nach Hause. S.51

Zitat:
Die Gliederung der Armee in stehenden und zeitweiligen Verbänden machte sich auch im Aussehen der Truppenteile bemerkbar. Ständige Erscheinungsmerkmale waren wüste Ausschreitungen, Raub, Trinkgelage, in den ?Tatschankas" Maschinengewehre unter Teppichen, daneben ein Faß Wein oder Samogon. Einem Machnowez zu begegnen, bedeutete nicht selten das Ende. Ganze Armeegruppen verließen eigenmächtig ihre Stellungen, fuhren in die Nächstliegende Stadt, veranstalteten ein Saufgelage, luden alle dazu ein und ermordeten diejenigen, die nicht mitmachen wollten. Darum fürchtete und haßte man sie in den Städten. Zudem waren diese Kämpfer Machnos immer betrunken und verlaust, verbreiteten überall Haut- und Geschlechtskrankheiten. Wenn sie selbst massenhaft umkamen, gesellten sich immer wieder neue aus jenen Schichten hinzu, die ein ausschweifendes Leben für ihr Ideal hielten." S.51f.

Zitat:
Eine andere Seite des Partisanenlebens darf nicht unerwähnt bleiben. Das Lagerleben, die unregelmäßige Lebensweise, der Mangel an Seife und sanitären Einrichtungen trugen dazu bei, daß sich ansteckende Krankheiten seuchenartig verbreiteten. Besonders Typhus und Durchfall wirkten verheerend. Da die Armee keine Lazarette hatte, blieben die kranken Machnowzy in den Häusern, in denen sie einquartiert waren, und übertrugen ihre Krankheiten auch auf die Dorfbewohner. So hatte die Wolost Chortitza nicht nur Tausende schwerkranker Machnowzy in den Dörfern, sondern fast die ganze einheimische Bevölkerung lag krank danieder.
Gerhard Fast, der damals im Dorf Chortitza zu Hause war, erinnert sich, wie nicht nur das Krankenhaus und die Privatwohnungen mit an Typhus leidenden Machnowzy überfüllt waren, sondern wie auch die Schulen und andere öffentliche Gebäude mit Kranken belegt waren. Junge Dorfburschen wie Fast meldeten sich freiwillig zur Krankenpflege. Ihm wurde ein Klassenzimmer der Mächen-schule, worin 40 Machnowzy lagen, zur Betreuung zugewiesen. Etwa ebensoviele Kranke waren in den anderen Klassenzimmern untergebracht. Da es nicht genug Betten und Bettwäsche gab, wurden die Patienten auf den Fußboden auf Stroh gelagert. Oft waren die Kranken zu schwach, um zum Ab*rt zu gehen, und nicht genügend Pfleger vorhanden, um ihnen beizustehen. So wurde nicht selten die Notdurft im Stroh verrichtet. Da die Schultoiletten für so viele nicht ausreichten, wurden in den Gängen Noteimer aufgestellt, deren Inhalt überlief, wenn die wenigen Pfleger sie wegen Zeitmangels nicht rechtzeitig entleeren konnten, und den Fußboden knöcheltief mit Schmutz bedeckte. Im Korridor wurden auch die Leichen aufgeschichtet, bis sie weggefahren wurden.
Alle Kranken waren stark verlaust. Jeden Tag mußte, wie eine Dorfbewohnerin berichtet, gewaschen und entlaust werden. ?Wenn man so einem Machnowzy das Hemd auszog, wimmelte es an den Säumen entlang geradezu von Läusen. Zudem trugen die Leute mit Vorliebe langes Haupthaar. Wenn sie gesunder wurden, mußten sie sich um einen Tisch setzen, während wir ihnen dei Haare kämmten. Nach vorne gebückt saß der Mann am Tisch, auf den bei jeden Kammstrich die Läuse fielen, die er dann frohgemut mit seinen Fingern zerdrückte." Viele Machnowzy wurden gesund gepflegt und erwiesen sich dafür sehr dankbar.
Johann Rempel, Lehrer und Vorsitzender des Dorfrates in Nieder-Chortitza, schreibt, daß ungefähr der vierte Teil der typhuskranken Machnowzy der Chortitza Wolost starb, daß ferner etwa siebzig Prozent der Wolostbewohner an Typhus erkrankte und etwa elf bis fünfzehn Prozent der einheimischen Bevölkerung daran starb. Meist waren es Erwachsene. In seinem Heimatdorf mit einer Einwohnerzahl von 894 erkrankten 637 an Typhus, wovon 94 starben. Die vorhergegangenen Raubzüge und die vielen Einquartierungen trugen dazu bei, das Ernährungsproblem kritisch zu gestalten: sämtliche Vorräte waren verbraucht. Die Dorfbewohner litten an Unterernährung, so daß die Männer zu schwach waren, die Toten zu begraben. Die Ernährungskrise wurde später zu einer Hungersnot, die wiederum viele Todesopfer forderte.
Obwohl Machno durch die Seuchen große Verluste erlitt (Machno selbst erkrankte an Typhus), füllten sich ihre Reihen durch neu hinzukommende Rekruten immer wieder auf. Machno bezeichnete jetzt sein Heer als die ?Revolutionäre Aufständische Armee der Ukraine Machnowzy)". Ihr Banner blieb die schwarze Fahne der Anarchisten. Auch behielt sie ihre alte Beweglichkeit, die Machno durch fortwährende Übungen immer mehr zu fördern und noch zielbewußter zu gestalten verstand. Seine Hauptziele blieben Überfälle auf Gutshöfe, Dörfer und Städte. S.52f.

Zitat:
Mittlerweile hatte der Erfolg der Weißen oder Freiwilligen-Armee, wie wir im nächsten Kapitel erfahren werden, dazu geführt, daß sich Machno gezwungen sah, sich der Roten Armee anzuschließen. Seine Verbände bildeten deren 45. Division, die dem Befehl Machnos als ihres ?Komandarm" (Armeekommandeur) unterstand. Ähnlich erging es dem Partisanenführer Nikifor Grigorjew, dessen Heerhaufen die 44. Division der Roten Armee wurde. Eigentlich hatte Machno gehofft, Kommandeur des gesamten ukrainischen Flügels der Roten Armee zu werden. Als Moskau aber die Führung Dibenko übertrug, sann Machno darauf, wie er sich so unabhängig wie möglich von der Roten Armee halten könne. Die Persönlichkeit Dibenkos trug nicht wenig dazu bei, Machnos Entschluß zu festigen. Eines Tages befahl Dibenko, wie Gerassimenko berichtet, Machno zu sich, ließ ihn lange Zeit im Vorzimmer warten, erhob sich nicht einmal zum Gruß und teilte Machno kurz angebunden mit: ?Ich habe ihnen, Genosse, schon Fachleute gesandt. Auf Wiedersehen!"
Machno kehrte zu seinem Standort irgendwo bei Zarewodarowka zurück und erfuhr, daß seine braven Machnowzy die von Dibenko geschickten Fachleute bereits verhaftet und in einem Schuppen festgehalten hatten. Er befahl, den Rangältesten zu ihm zu bringen. Der war ein ehemaliger ?Sotnik" des Generalstabs, Wasiljew, der nunmehr zum Stabschef der 45. Division (Machno) ernannt war. Er kam und bat, seine Kameraden vorstellen zu dürfen, nämlich die Chefs der Operations-, Abwehr-, Artillerie-, Verwaltungs- und Pionier-Abteilungen. Machno erlaubte es, war aber nur von Wasiljew beeindruckt; die anderen ?entließ" er. Zugleich erwog er Pläne, wie er seinen Rivalen, den Ataman Grigoriew, unschädlich machen könne, um dessen Armee mit der seinigen zu verschmelzen. S.54

Zitat:
Die romantischen Gerüchte um ihn, die sich schon vor seinem Tode fast zu einer Legende verdichtet hatten, übertrafen wohl seine kühnsten Träume. Vielen Ukrainern und Russen galten Machnos Ideen und seine Machnowstschina als ein Befreiungsfanal, eine Rückkehr zum unbelasteten freien Leben wie einst unter den Saporozher Kosaken, als jeder lebte, wie es ihm gefiel, wobei der kategorische Imperativ in ihm selbst und vielleicht noch die Zugehörigkeit zur Kosakengemeinschaft an die Stelle der üblichen Autorität traten und ihn zu einer gewissen Disziplin verpflichteten. Seit alldem ist eine gewisse Zeitspanne verflossen, so daß eine Bewertung des Menschen Machno und des Mythos um ihn wohl erlaubt ist.
Den Menschen Machno beurteilen wohl am einsiehst vollsten zwei seiner Mitarbeiter: Arschinoff und Wollin. Arschinoff behauptet, drei Machnos gekannt zu haben: den Machno im Butyrki-Gefängnis, den Anführer kleiner Partisanenbanden und den Oberbefehlshaber der Aufständischen. Wohl kannte Arschinoff auch den Machno im Exil, jedoch übergeht er diese Phase seines Lebens, da Machno um diese Zeit nur noch ein Schatten seines früheren Selbst war. Jener Machno, der mit Arschinoff jahrelang im Gefängnis saß, war erregbar, ungemein stolz auf seine anarchistische Einstellung, ein ?Einzelgänger", der den größten Teil seiner Zeit mit dem Verfassen von Proklamationen und Versen verbrachte. Als angehender Partisanenführer entwickelte Machno nach Arschinoffs Darstellung ein beachtliches Maß an Selbstvertrauen, das ihm zu seinem selbstsicheren Auftreten verhalf. Nach einer Besprechung mit seinen Mitarbeitern, bei der gemeinsam gewisse Pläne und Verfahrensweisen festgelegt wurden, konnte es vorkommen, daß Machno sich zurückzog, um dann sehr schnell eine ganz andere Entscheidung zu treffen, bei der es manchmal für alle um Leben und Tod ging. Zudem hatte er an Volkstümlichkeit immer mehr gewonnen und war nach Arschinoffs Aussage ?bei den Bauern ungeheuer beliebt". Eine große Umwandlung vollzog sich in Machno im Frühjahr 1919. Er hatte sich, merkwürdig verändert, schien ein anderer Mensch geworden zu; sein, der ungewöhnlich listig und willensstark war und ?kolossale Energiereserven" besaß. Ganze Stunden verbrachte er im Sattel,! oder wenn er gerade verwundet war, in einem Federwagen. Bis ein' Uhr nachts arbeitete er, um morgens zwischen 5 und 6 Uhr auf einen Hundgang seinen Stab zu wecken, indem er an die Fenster klopfte. Dazwischen fand er noch immer Zeit zur Teilnahme an einer Bauernhochzeit oder an anderen Festlichkeiten.
Hindernisse, die sich, ihm in den Weg stellten, spornten ihn zu verstärkter Anstrengung an. Als einige seiner Freunde um ihn im Gefecht fielen, blieb er merkwürdig ruhig, als ob ihn das nicht be-^ träfe. Diese ungewöhnliche Ruhe, so vermutet Arschinoff, hätte ein: mehr unbeteiligter Beobachter für eine Art von Geistesstörung halten können, doch für den Eingeweihten spiegelte diese Beherrschtheit Machnos seinen starken Siegeswillen wider. Durch seine Bauernschläue, seine Begabung als Partisanenführer und seine Geistesgegenwart wurde er in den Augen, seiner Anhänger zum Helden. Er war für sie ihr ?Batjko", der sich nicht für zu gut hielt, mit ihnen einen Schnaps zu trinken, der ihre Phantasie durch eine begeisterte Rede in erdgebundener, derber Sprache anfeuern konnte und der e zum Angriff führte. Machno als Persönlichkeit war das Bindemittel der Bewegung. Aber seine Anhänger wie auch seine Unterführer bekamen manchmal auch seine starke Hand zu fühlen. Nicht selten wurde er seit 1920 von seinen Anhängern scherzhaft ?Maly" (Der Kleine) genannt.
Arschinoff beurteilte Machno wohlwollend und meist unkritisch. Jedoch konnte er gewisse Fehler Machnos nicht verhehlen. Sein Mangel an Einsicht und einer grundlegenden Allgemeinbildung habe sich bei ihm fühlbar gemacht. Seine Bewegung hätte einer eigenständigen Sozialrevolutionären ideologischer Struktur bedurft, die ihr .Machno aber nicht habe vermitteln können. Ferner sei er in Zeiten ernster Krisen oft mit einer Leichtfertigkeit und Sorglosigkeit vorgegangen, die dem Ernst der Lage nicht entsprachen.
In mancher Hinsicht teilt Wollin Arschinoffs Meinungen, doch urteilt er kritischer. Daß Machno Führertalent besaß und sich mehr als jeder andere für die Rolle des Partisanenkommandeurs eignete, gibt er zu, weil er ?einfacher, kühner, mehr kameradschaftlich und mehr bäuerisch" als andere war. Doch verweist er auch auf jene Verhaltensmaßnahmen Machnos, die ihn zum Schrecken der Ukraine und zuweilen auch seiner Anhänger werden ließen. ?Seine größte Schwäche", so schreibt Wollin, ?ist sein Mißbrauch des Alkohols." Unter Alkoholeinfluß wurde er ?übererregt, mutwillig, ungerecht, widerspenstig und gewalttätig." Weiterhin spricht Wollin von der Zeit, als er zu Machnos Stab gehörte: ?Oft verließ ich ihn voller Verzweiflung, wenn sein Zustand es unmöglich machte, mit ihm über wichtige Angelegenheiten vernünftig zu verhandeln. Zu gewissen Zeiten wäre dieser Zustand fast als .normal' zu bezeichnen gewesen." S.84ff.

Zitat:
Eine weitere Schwäche Machnos, die er nach Wollins Darstellung mit vielen seiner Mitkämpfer teilte, beruhte in der Art seines ?Benehmens den Frauen gegenüber." Ihre Ausschweifungen bezeichnet Wollin als ?schändlich und ekelhaft". Er spricht von ?Orgien", die auch auf die Mannschaft ihren Einfluß nicht verfehlten. Ein kleiner Kreis um Machno habe die Entscheidungen getroffen und den gewählten Rat einfach ignoriert. Einmal sei er betrunken und mit gezogenem Revolver auf die Anwesenden gerichtet, in einer Ratssitzung erschienen. Allerdings fügte Wollin beschönigend hinzu, andere wesentliche Eigenschaften Machnos hätten seinem derartigen Benehmen und Auftreten die Waage gehalten. Tatsache bleibt, daß zehntausende von Menschen das unverantwortlich heftige und gewalttätige Wesen Machnos erleben und erleiden mußten. S.86f.

Zitat:
Wie Frau Mett über den Mann, den sie in Paris kennenlernte, schreibt, ?konnte man an Machno vorübergehen, ohne ihn zu bemerken, wenn man ihn nicht schon vorher gekannt hätte." Doch war er äußerst eitel. Der aus Moskau zurückgekehrte junge Anarchist trug anfänglich sein dunkles Haar so lang, daß es bis auf die Schultern fiel. Er und auch seine Freunde ließen sich gerne beim Friseur das Haar richten und locken. Ferner gössen sie. nach einer Aussage Gerassimenkos flaschenweise Parfüm auf ihre sogenannten Frenchröcke. Wenn auch Machno nicht ganz so den Geck spielte wie sein Freund Stschuss, kleidete er sich doch mit Vorliebe recht modisch. Als Meleschko ihn in Guljai-Pole besuchte, trug er einen Studentenrock mit Abzeichen der juristischen Fakultät, wie er bei Studenten russischer Universitäten früher üblich war.
Als die Machnowzy Jekaterinoslaw besetzt hatten und die Stadt plünderten, verschonten sie weder Museen noch Universitätslaboratorien, denen sie den Methylalkohol austranken und die Mineralsammlungen stahlen, letzeres in der Annahme, es könnten darin Edelsteine enthalten sein. S.87

Zitat:
Machnos ausgeprägte Eigenschaft war sein leidenschaftliches Un-beherschtsein. Arschinoff berichtet, wie Machno einmal in Werchnii-Tokmak aus seinem Eisenbahnwagen stieg, um Lew Kamenew zu treffen, und dabei ein Plakat mit der Aufschrift erblickte: ?Schlagt die Juden tot! Rettet die Revolution! Es lebe Batjko Machno!" Der für das Plakat verantwortliche junge Bursche, ein Freischärler, den Machno persönlich kannte, wurde an Ort und Stelle erschossen. S.90

Zitat:
Es handelt sich dabei nicht um Einzelfälle. Seine Erregbarkeit übertrug sich auch nicht selten auf seine Kampfführung. Wiederholt traf er überstürzte Entscheidungen, die das Leben seiner Leute aufs Spiel setzten. Ihr einziger Trost war, daß Machno die Gefahr mit ihnen zu teilen bereit war. Er war kein Feigling, jedoch seine Leute lebten in ständiger Angst vor ihm und seinen Willkürakten. Zwei seiner Kommandeure, Bogdanow und Laschkowitz, wurden in Alexandrowsk wegen Beteiligung an einem Raub und wegen Unterschlagung hingerichtet. Im Namen der Aufständischen hatten sie Gelder requiriert und diese für sich selbst verwendet, ein Vergehen, wie es unter den Machnowzy doch recht allgemein üblich war.
Über Machnos Geisteszustand liegen keine eingehenden Berichte vor. Doch Meleschko, der ihn längere Zeit zu beobachten Gelegenheit hatte, vermutet, daß er an einer Art Geistesstörung litt, aus der seine blitzschnellen Entschlüsse und damit auch seine ?Wunder" als Partisanenkämpfer zu erklären seien, die ihm aber nur kurzfristige Erfolge eintrugen. Ferner stellte Meleschko fest, daß Machno keinen neben sich duldete, der mit ihm auf gleiche Stufe sich zu stellen suchte. Er glaubte, niemand Rechenschaft über sein Handeln geben zu müssen. Jeden, der auch nur im entferntesten seine Autorität anzuzweifeln schien, liquidierte er. Niemals hatte er nahestehende Freunde. Er hatte Gefährten, die mit ihm kämpften und tranken, und seine ?Theoretiker", die er öffentlich beleidigte, wahrscheinlich aus einem versteckten Minderwertigkeitsgefühl heraus.
Die ganze Machnobewegung wurde angeblich von einem aus zwölf Mann bestehenden Revolutionären Rat geleitet, manchmal von den Dorfbewohnern als ?Mönch Nestors zwölf Apostel" bezeichnet. Anfänglich setzte sich dieser ganze Rat aus rauf- und kampflustigen Männern zusammen, die sich bei einem Überfall auf ein Gut oder Dorf am besten bewährten. Wenn das Wetter es erlaubte, trafen sie sich auf der Dorfwiese oder auf dem Kirchplatz, jedoch in einer Schule oder in größeren Wohnhäusern, wenn es regnete oder zu kalt war. Es wurde beraten und geplant. Die so gewonnenen Anweisungen des Revolutionären Rates anerkannte Machno nur rein theoretisch, selbst wenn er in deren Ausführung eigene Wege ging. Wer die von ihm erteilten Befehle angezweifelt oder in Frage gestellt hätte, wäre einfach erschossen worden, wie ein Ratsmitglied namens Karpo einmal Meleschko anvertraute. Durch die Hinzuziehung von; Wollin, Arschinoff, Baron und anderen, wodurch der Rat an Ansehen gewinnen sollte, änderte sich zwar dessen Mitgliederschaft, während aber seine Funktionen unverändert blieben. S.90f.

Zitat:
Obwohl ihm das eigentliche Redetalent fehlte, suchte er, da er sehr gefühlvoll werden konnte, an die Volksstimmung zu appellieren, um seine Zuhörer zu beeindrucken. In kurzen und oft abgehackten Sätzen erläuterte er seine Ideen, die darauf hinausliefen, daß der Mensch von Natur aus Anarchist sei, daß Städte ein Naturgesetz geradezu vergewaltigen, daß der Mensch vielmehr als geselliges und gesellschaftliches Wesen in Dörfern auf der Steppe oder in Wäldern leben solle, daß Denikin und die Bolschewisten Gegenrevolutionäre seien, die den Bauern ihre Ordnung aufzwingen wollen usw. S.91

Zitat:
Offenbar fand Machno eine gewisse Befriedigung im Verkehr mit Intellektuellen wie Wollin und Arschinoff, die seiner Bewegung einen Schein von Achtbarkeit verliehen. Erst später in Paris kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Machno und Wollin. In einem Brief der Frau Mett an mich verteidigt sie Machnos Einstellung, untermauert aber, ohne es zu wollen, die Beweise dafür, daß Machno in Guljai-Pole als unbeschränkter Diktator auftrat. Sie schreibt, Wollin habe Machno im Exil kritisch beurteilt, während er in der Ukraine es nicht gewagt hätte, eine gegenteilige Meinung zu äußern, falls er überhaupt eine solche gehabt habe. S.92

Zitat:
Wollin zählte zu jenen jüdischen Anarchisten, meist Intellektuellen, die sich hinter Machno stellten. Die Mehrheit der Machnowzy setzte sich, wie zu erwarten, aus Ukrainern zusammen. Doch gab es unter seinen Anhängern auch Polen, Griechen, zahlreiche Russen und Deutsche, welch letztere aber nur als wenige Einzelgänger in Frage kamen. Machno selbst trug in sich wohl keine chauvinistischen Neigungen und kaum eine Spur von ukrainischem Nationalismus. Weil Tausende von Juden umgebracht wurden, fiel auf Machno der Verdacht, daß er Pogrome fördere, was an sich jedoch als haltlose Vermutung zu gelten hat. Wohl gab es in der Ukraine viele arme aber auch wohlhabende oder sogar reiche Juden, die besonders in den Gouvernements Jekaterinoslaw, Cherson und Taurien einen Großteil des städtischen Mittelstandes bildeten. Wenn die Machnowzy eine Stadt besetzten, boten die jüdischen Läden und die Häuser jüdischer Ärzte, Zahnärzte und Photographen meist reiche Beute. Bei diesen Plünderungen wurden oft jüdische Geschäftsleute und Hausbesitzer ebenso liquidiert wie andere.
Ein ähnlicher Verdacht gegen Machno wurde von deutscher Seite laut, weil man annahm, daß er unter dem Einfluß der kriegsbedingten deutschfeindlichen Propaganda darauf ausging, die Dörfer und Gutshöfe in deutschen Siedlungen auszurauben, auszubrennen und deren Bewohner abzuschlachten. Es liegen Beweise dafür vor, daß, soweit es sich um Machnos persönliche Einstellung handelte, die furchtbaren Überfälle auf deutsche Kolonien der Ukraine nicht , deswegen unternommen wurden., weil es gerade deutsche waren. S92f.

Zitat:
Machnos Raubzüge in die deutschen Kolonien erfolgten nicht aus blindem Haß gegen die deutschen Siedler als solche, sondern nur, weil deren Dörfer reicher waren als die ukrainischen, die später an die Reihe kamen. In den deutschen Dörfern waren mehr Pferde, Schweine und Kälber in den Ställen, mehr Schinken und Schmalz auf den Dachböden, mehr Weizenmehl und Sonnenblumenöl in den Vorratskammern, mehr Pelze und Teppiche in den Wohnungen zu finden und zu rauben. Weil die Machnowzy jeden Besitz an sich als Symbol der Ausbeutung betrachteten und daher in ihren Augen jeder Besitzende ein Verbrecher war, wurden schließlich auch die Eigentümer gequält und umgebracht. S.93

Zitat:
Zu Beginn seiner anarchistischen Laufbahn schien Machno den Geistlichen nicht sonderlich feindlich gesinnt zu sein. Meleschko berichtet beispielsweise, er habe sich in den Häusern der Popen, wie die orthodoxen Pfarrer allgemein hießen, gerne einquartieren lassen. Später reihte er den Klerus unter die gegenrevolutionären Elemente ein und ließ die Geistlichen, ebenso wie die Offiziere und Kulaken, auf die Abschußliste setzen. Anfänglich brachten Dorfpriester ähnlich den Lehrern, den sozialen Zielsetzungen der Machnowstschina ein gewisses Verständnis entgegen, bis sie sich jedoch durch die blutrünstigen Methoden der Partisanen nur zu bald abgestoßen fühlten. Ein typisches Verfahren gegen einen gefangenen Priester der beschuldigt war, dem Feind geheime Auskünfte übermittelt zu haben, schildert Wollin ohne die leiseste Mißbilligung:
?Nach dem Verhör wurde er geprügelt. Der Pfaffe sagte nichts mehr. ,Sind hier Bauern zugegen, die diesen Mann verteidigen?' fragte der Machnowez. ?Zweifelt jemand an seiner Schuld?? Niemand regte sich auf. Der Machnowez packte den Pfaffen und riß ihm brutal den Priesterrock vom Leibe. .Welch feiner Stoff, bemerkte er. .Daraus können wir uns eine schöne schwarze Fahne machen, die unsrige ist schon ganz verbraucht.' Dann befahl er ihm: .Jetzt falle auf die Knie und verrichte deine Gebete, ohne dich umzudrehen.' Der Verurteilte befolgte den Befehl, kniete nieder und begann mit gefalteten Händen zu murmeln: .Unser Vater, der du bist im Himmel...' Zwei Machnowzy hinter ihm zogen ihre Revolver, zielten und gaben einige Genickschüsse ab. Der Körper fiel nach vorne. Die Menge zerstreute sich langsam, noch immer das Geschehene besprechend."
Obwohl Anarchist, dachte Machno wenig über den Aufbau einer anarchistischen Gesellschaft nach. Er hatte sich wohl mit Bakunins Ideen beschäftigt, der die Großstädte und die technische Industrie für naturwidrig hielt, weil sie die menschlichen Werte zerstörten. S.93 f.

Zitat:
Es ist durchaus möglich, daß Machno sich dessen nicht bewußt war, welches Entsetzen sein Name in weitesten Kreisen der Ukraine auslöste. Er ähnelte vielleicht dem Pancho Villa, dessen Witwe die Greueltaten ihres verstorbenen Gatten mit den Worten beschönigte: Grausamkeiten hat er nie verübt. Wenn er jemand nicht mochte, zog er nur seine Pistole und erschoß ihn."
In seinem Wahn wurde Machno kaum gewahr, daß er Verwüstung, Tod und Elend um sich her verbreitete, während er eine neue Welt aufzubauen gedachte.
Das Auftreten des Partisanenführers Nestor Machno erregte von Anfang an so außergewöhnliches Aufsehen, daß er und seine Taten sogar zu dichterischer Bearbeitung anregten. Ursprünglich war Machno, wie schon erwähnt, am beliebtesten bei den Bauern in weitabgelegenen Dörfern, während sich seine Volkstümlichkeit im gleichen Verhältnis verringerte, je näher man an seinen Heimatort Guljai-Pole kam. Es überrascht daher nicht, daß der erste poetische Erguß zu Ehren der Machnowstschina nicht von einem Ukrainer aus Saporozhe oder Jekaterinoslaw stammte, sondern von einem aus Galizien. Bei Ausbruch der Revolution schien es, als werde sich Galizien einer freien Ukraine anschließen können. Als Soldaten galizischer Truppenteile zum erstenmal den Ostukrainern begegneten, glaubten sie in jedem Saporozhier geradezu einen ?Blutsverwandten" erblicken zu dürfen. Im September 1919 besuchte M. Irtschan; Pressereferent einer galizischen Brigade, die Machnowzy bei Umanj, die nach einem langen Rückzug niedergeschlagen und mürbe geworden waren, aber dennoch neue Kampfhandlungen planten. Irtschan war von den Machnowzy begeistert und geriet ganz in ihren Bann. Jedoch das Bild, das er von ihnen entwirft, erinnert mehr an ein Kosakenlager des sechzehnten Jahrhunderts als an das der Partisanen. S.94ff.


Wer will jetzt noch den geisteskranken Machno zum Vorbild nehmen und eine blutige Schreckensherrschaft errichten?

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Lesen, lesen und nochmal lesen!
Es gibt noch einen kommunistischen Verlag und Versand, den zu besuchen sich lohnt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Machnotschina
BeitragVerfasst: Do 12. Mär 2009, 23:31 

Beiträge: 8
Tja, dann kann man sagen, Lenin sei Dank wurde diese mieße Räuberbande vernichtet!


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 Betreff des Beitrags: Re: Machnotschina
BeitragVerfasst: Sa 14. Mär 2009, 11:34 

Beiträge: 132
Lenin machte es also allein?


Bertolt Brecht: Fragen eines lesenden Arbeiters


Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon –
Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war
Die Maurer? Das große Rom
Ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete sie? Über wen
Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz
Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
Brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang,
Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.


Der junge Alexander eroberte Indien.
Er allein?
Cäsar schlug die Gallier.
Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
Phillip von Spanien weinte, als seine Flotte
Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer
Siegte außer ihm?


Jede Seite ein Sieg.
Wer kochte den Siegesschmaus?
Alle zehn Jahre ein großer Mann.
Wer bezahlte die Spesen?


So viele Berichte.
So viele Fragen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Machnotschina
BeitragVerfasst: Mo 16. Mär 2009, 21:37 

Beiträge: 8
progress hat geschrieben:
Lenin machte es also allein?



Nein, natürlich nicht.
War nur eine Redewendung....ich wollte nicht sagen Gott sei dank ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Machnotschina
BeitragVerfasst: Fr 20. Mär 2009, 18:29 
Literat

Beiträge: 2947
Es ist doch immer wieder interessant zu sehen, daß es gerade die dümmsten Texte Brechts sind, die sich der größten Beliebtheit erfreuen.

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Der Hunsch wars!


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