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 Betreff des Beitrags: Wilhelm Liebknecht
BeitragVerfasst: Di 27. Mär 2007, 16:26 
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Beiträge: 198
Da diese Rubrik so vernachläsigt aussieht hab ich mal eine Kurzbiografie, über Wilhelm Liebknecht zusammen gestellt. Wäre ganz nett wenn mir auch jemand verraten könnte ob alles stimmt was dadrin steht (ihr wisst ja diese Kapitalistischen Geschichtsfälschern kann man ja meist nicht alles glauben).

Am 29.3.1826 wurde Wilhelm Liebknecht als Sohn des hessischen Regierungsbeamten Ludwig Christian Liebknecht und dessen Ehefrau Katharina (geb. Hirsch) in Gießen geboren. Nach dem Tod seiner Eltern 1832 wächst Wilhelm bei Verwandten auf. Von 1832-1842 besucht er die Schule die er mit Abitur abschließt. Von 1842-1847 studierte er Philologie, Theologie und Philosophie in Gießen, Berlin und Marburg. Dort kam er intensiver mit dem Sozialistischen u. Kommunistischen Gedankengut zusammen. Im Februar 1848 nahm er an den revolutionären Kämpen in Paris teil. Im September des gleichen Jahres beteiligte er sich als Freischärler an der republikanischen Erhebung von Gustav von Struve. In Baden und geriet dabei in U-Haft. Nach seiner Freilassung im Mai 1849 tritt Wilhelm in die Badische Volkswehr ein und nimmt als Adjutant Struves an den Reichsverfassungskämpfen teil Die Niederlage der Revolution zwingt ihn zur Flucht in die Schweiz, wo er dem Genfer Arbeiterverein beitritt. Dort lernt er Friedrich Engels kennen. 1850 wird er wegen Initiativen zur Vereinigung der deutschen Arbeitervereine in der Schweiz verhaftet und des Landes verwiesen. Über Frankreich gelangt er mach London, wo er dem Bund der Kommunisten beitritt. Im Londoner Exil (1850-1862) hat er regelmäßig persöhnlichen Kontakt mit Karl Marx und Friedrich Engels. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er zu dieser Zeit durch Privatunterricht, Vorträgen und als Zeitungskorrespondent. 1862 kehrt Wilhelm nach einer Amnestie für die Teilnehmer an der Revolution 1848/49 zurück nach Deutschland. 1863 Tritt er in den ADAV (Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein) ein. 1864/65 arbeitet er an der Zeitung ?Der Social-Demokrat? mit. Wegen der pro preußischen Ausrichtung des Blattes verlässt er dies und wird daraufhin auf Betreiben von Schweitzer aus der ADAV ausgeschlossen. Er wird aus Berlin ausgewiesen. Daraufhin läßt er sich in Leipzig nieder wo er August Bebel kennen lernt. Am 19.8.1866 gründet Wilhelm Liebknecht zusammen mit August Bebel die Sächsische Volkspartei, als deren Abgeordnete sie in den Norddeutschen Reichstag einziehen. 1869 gründen beide die SDAP (Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschlands) in Eisenach. Liebknecht wird einer der Führer der Partei und leitet die Herausgabe des Parteiorgans "Der Volksstaat". Wilhelm begrüßt 1871 die Ausrufung der Pariser Kommune und stimmt im Norddeutschen Reichstag gegen einen neuen Kredit für den Krieg gegen Frankreich. 1872 wird er im ?Leipziger Hochverratsprozess? zu zwei Jahren Festungshaft verurteilt. 1874 wird Wilhelm in den Deutschen Reichstag gewählt. 1875 ist er maßgeblich am Zusammenschluss von SDAP und ADAV zur SAP (Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands) in Gotha beteiligt. 1876 wird Liebknecht Redakteur des neu gegründeten Parteiorgans "Vorwärts" und tritt in seinen Beiträgen für die Durchsetzung der marxistischen Theorie in der SAP ein. Von 1878 bis 1890 nutzt er seine Position im Reichstag zu heftiger Kritik an den politischen Verhältnissen. Er nimmt an zahlreichen internationalen Sozialistenkongressen in Frankreich, England, der Schweiz und den USA teil. 1891 wird Wilhelm Chefredakteur der Zeitschrift ?Vorwärts?. Auf dem Erfurter Parteiprogramm der SPD begründet er das neue Parteiprogramm, das von marxistischen Grundsätzen geprägt ist. Von 1891 bis 1900 tritt Wilhelm noch als gern gesehener Gast auf Partei- und Volksversammlungen in ganz Deutschland auf. 1896 wird er wegen ?Majestätsbeleidigung? zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Am 28.7.1900 hat Wilhelm seinen letzten öffentlichen Auftritt, der in Dresden statt findet, wo er die Kolonialpolitik des Deutschen Reiches scharf kritisiert. Am 7.8.1900 stirbt er in Charlottenburg (damals noch nicht zu Berlin gehörend). Über 150.000 Menschen gaben ihm das letzte Geleit, wodurch man seine Beliebtheit sieht, (die Presse jubelt ja heute schon über 15.000 Trauergäste bei Rudolph Moshammer).


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 Betreff des Beitrags: Re: Wilhelm Liebknecht
BeitragVerfasst: Do 11. Dez 2008, 14:00 

Beiträge: 132
wie schätzt Du den W.Liebknechts Rolle bei den Verandlungen der Gothaer-Konferenz ein? Marx hatte ja am Programmentwurf erhebliche Kritiken


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