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August Bebel
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Autor:  zagard [ Di 27. Mär 2007, 16:24 ]
Betreff des Beitrags:  August Bebel

Neben Wilhelm Liebknecht war August Bebel der führende Mitbegründer der Deutschen Sozialdemokratie. Deshalb auch über ihn eine Kurzbiographie.

Am 22.2.1840 wurde August Bebel als Sohn eines preußischen Unteroffiziers in Deutz (in der Nähe von Köln) geboren. 1846 starb sein Vater. Von 1847 bis 1854 besuchte er die Armen- und Bürgerschule in Wetzlar. Er muss wegen der Armut der Familie, muss August noch durch Heimarbeit zum Familienunterhalt beitragen. 1854 stirbt auch seine Mutter. Von 1854 bis 1857 macht er eine Drechslehrlehre in Wetzlar. Die Zeit von 1858 bis 1860 verbringt er mit Wanderjahren
als Handwerksgesell in Süddeutschland und Österreich. 1860 lässt sich August in Leipzig nieder. 1861 wird er Mitglied des Gewerblichen Bildungsvereins. In der Folgezeit betreibt er Selbststudium und Geistige Auseinandersetzung mit den Schriften von Ferdinand Lassalle. 1863 nimmt er am ersten Vereinstag des Deutschen Arbeitervereins teil. 1864 wird er Selbstständiger Drechslermeister in Leipzig. 1865 wird August Vorsitzender des Arbeiterbildungsvereins. Im gleichen Jahr lernt er Wilhelm Liebknecht kennen. Unter dessen Einfluss er sich mit dem Marxismus beschäftigt. 1866 Gründet August zusammen mit Wilhelm die Sächsische Volkspartei, als deren Abgeordneter er wie Wilhelm in den Norddeutschen Reichstag einzieht. Im selben Jahr heiratet er in Leipzig die Tochter eines Eisenbahnarbeiters. 1867 wirkt Bebel, als Vorsitzender des Verbandes Deutscher Arbeitsvereine, der Mitglied der IAA ( Internationalen Arbeiterassoziation) wird,auf politische, ideologische und organisatorische Trennung von der liberalen Bourgeoisie hin. 1869 gründet Wilhelm zusammen mit August die SDAP (sozialdemokratische Arbeiterpartei), deren Programm von August auf marxistischer Grundlage entworfen wurde. Ab 1971 gehörte August ohne Unterbrechung bis zu seinem Tod (1913) dem Deutschen Reichstag an. 1872 wurde er wegen ?Vorbereitung zu Hochverrat? gemeinsam mit Wilhelm zu 2 Jahren Festungshaft verurteilt sowie weitere 9 Monate wegen Majestätsbeleidigung. In der Haft studierte er die Werke von Marx und Engels. Während der Haft verfasste er zudem eigene Schriften zur Strategie und Taktik der Sozialdemokratie. 1875 erscheint das erste umfangreiche politisch-historische Werk von August, ?Der deutsche Bauernkrieg?. Unmittelbar nach seiner Entlassung aus der Haft nimmt er an dem Vereinigungsparteitag der beiden großen Organisationen der deutschen Arbeiterbewegung - der SDAP und des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins zur SAP (Sozialistischen Arbeiterpartei) teil. Das stark von den Ideen Lassalles geprägte Gothaer Programm der Partei stößt bei ihm auf Kritik, die er jedoch nur zurückhaltend äußert, um die Einheit der Arbeiterbewegung nicht zu gefährden. Während des ?Sozialistengesetzes? 1878 bis 1890 wird Bebel im Reichstag zum schärfsten Kritiker der politischen Zustände im Reich. Die SAP kann trotz der scharfen Repressionen ihre Stimmzahl bei Reichstagswahlen verdreifachen. 1879 erscheint, in Deutschland illegal, Augusts wichtigstes publizistisches Werk, ?Die Frau und der Sozialismus?. Mehrfach ergänzt und umgearbeitet, wird es bis zur Jahrhundertwende zur meistgelesenen marxistischen Schrift. 1880 begegnet August zum ersten Mal persönlich Marx und Engels. 1881 wird er wegen seiner politischen Betätigung aus Leipzig ausgewiesen und siedelt nach Dresden über. Von 1883 bis 1907 erscheinen von August rund 100 Beiträge im theoretischen Organ der Sozialdemokratie ?Die Neue Zeit?. 1891 ist August maßgeblich an der Ausarbeitung des ?Erfurter Programms? der SPD
beteiligt. (Die Partei hat sich ein Jahr zuvor so umbenannt.) 1892 wird Bebel zum Parteivorsitzenden gewählt. Unter seiner Führung entwickelt sich die SPD zur Massenpartei. 1900 wendet er sich im Reichstag gegen die Intervention des deutschen Imperialismus in China.
Auf dem Dresdner Parteitag der SPD 1903 bekennt sich Bebel zum revolutionären Marxismus. ?Ich will der Todfeind dieser bürgerlichen Gesellschaft und Staatsordnung bleiben, um sie in ihren Existenzbedingungen zu untergraben, und sie, wenn ich kann, beseitigen." Von 1909 bis 1913 hält sich August nach dem Tod seiner Frau überwiegend in der Schweiz auf. Dort arbeitet er an seiner Biographie ?Aus meinem Leben?. 1912 hält August eine viel beachtete Rede über Frieden und Völkerverständigung auf dem Sozialistenkongress in Basel während des Balkankriegs. Am 13.8.1913 stirbt August im Schweizer Kurort Passugg an einem Herzleiden. An der Trauerfeier in Zürich nehmen Zehntausende von Menschen teil, darunter führende Vertreter sozialistischer Parteien aus zahlreichen Ländern.

Autor:  Woschod [ Di 27. Mär 2007, 16:25 ]
Betreff des Beitrags:  Re: August Bebel

http://www.stalinwerke.de/band02/b02-030.html

Autor:  progress [ Do 11. Dez 2008, 14:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: August Bebel

hier würde mich auch Deine Einschätzung im Hinblick auf Gotha interessieren

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