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 Betreff des Beitrags: trotzkismus
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 02:39 

Beiträge: 131
was eigentlich ist die ideologie des trotzki?was ist der trotzkismus genau?
ich habe bisher nur kapitalistische medien über den trotzkismus gehört.

steht die theorie von trotzki ``die permanente revolution``im gegensatz zu marx?


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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 02:40 
Träger des Agitprop-Stalinorden
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Beiträge: 628
die "permanente revolution" ist keine erfindung von trotzki sondern wurde ( ) von ihm als phrase benutzt um echte marxistische positionen anzugreifen.

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Die Andersdenkenden haben Rosa Luxemburg umgebracht - D.W.


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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 02:40 
Literat

Beiträge: 2947
Über den Trotzkismus als politische und gesellschaftliche Theorie findest du vor allem in Band 6 der Stalin-Ausgabe einige interessante Analysen. Auf dieser Basis kann man seine eigenen Überlegungen ausweiten. Aber im Grunde erklärt das dann nur, worin sich Trotzki irrte und nicht, warum er sich irrte. Dazu muß man sich der Person Trotzkis und seinen Ambitionen widmen. Es ist hier nicht der Ort, eine Trotzki-Biographie zu schreiben. Nur so viel sei gesagt, daß Trotzkis politische Bedeutung sich in der Gegnerschaft zu Lenin und Stalin voll erschöpft. In dem Maße, in dem nun sein Einfluß in der Partei sich minderte, wurde er immer mehr zum Frondeur. Auf ihn trifft zu, was Schiller über Wallenstein schrieb: Er fiel nicht, weil er rebellierte; sondern er rebellierte, weil er fiel.
Noch ein Hinweis:
Ich habe mit meiner Antwort auf deine Frage, den Sachverhalt in einem Maße auf den Punkt, wie es nicht mehr besser geht. Wer die Materie genau kennt, wird sofort verstehen, was meine Aussage bedeutet. Es ist möglich, daß du nicht restlos verstehst, worum es dabei geht, weil für das Thema eine genaue Kenntnis und eine weite Übersicht erforderlich ist. Das Problem hat, wie ich oben schrieb, zwei Seiten: Trotzki und die Permantente Revolution. Also eine praktische und eine theoretische Seite.
Zum Verständis ersterer muß man die sowjetische Geschichte in ihren einzelnen Phasen sehr gut kennen. Man muß nämlich das Verhalten Trotzkis an den jeweiligen konkreten historischen Begebenheiten messen. Weiterhin sollte man Trotzkis Persönlichkeit und seine Denkart untersuchen.
Die zweite Seite, die Theorie, zu verstehen, ist eine andere Sache, weil man sie auch losgelöst von Trotzkis Persönlichkeit, seiner jeweiligen politischen Lage und seinen sonstigen Eigenheiten betrachten kann. Zum Verständis der Theorie sei dir also folgende Primärliteratur empfohlen: von Trotzki "Ergebnisse und Perspektiven" (1906) und "Die permanente Revolution" (1928); von Stalin das "Schlußwort" und das "Referat über die nächsten Aufgaben des Parteiaufbaus" auf der VIII. Konferenz der KPR(B) im Januar 1924, gewisse Stellen in den "Grundlagen des Leninismus" (1924), "Trotzkismus oder Leninismus?" (1924), sowie "Die Oktoberrevolution und die Taktik der russischen Kommunisten" (1924/25). Die Auseinandersetzung mit Trotzki setzt sich bei Stalin nach 1924 weiter fort, (und natürlich auch über 1927 hinaus), aber in den aufgezählten Schriften wird die Grundlage dafür gelegt.
Die Auseinandersetzung mit der Theorie Trotzkis ist sehr wichtig. Aber sie kann nicht, wie ich oben angedeutet habe, alles klären. Noch ein wichtige Bemerkung dazu: Je weiter wir uns in der geschichtlichen Betrachtung dem 2. Weltkrieg nähern, um so eine geringere Rolle spielt die theoretische Seite an diesem Themenkomplex. Es war einfach nicht zu übersehen, daß die Geschichte Stalin recht und Trotzki unrecht gegeben hatte. Der Dümmste konnte das nicht übersehen, aber Trotzki hat es übersehen, beziehungsweise, er hat seine ganze Gehirnaktivität darauf gerichtet zu erklären, warum er - obwohl jedes Kind sah, daß er nicht richtig lag - doch irgendwie recht hatte. Am Ende seines Lebens hat Trotzkis so ziemlich alles behauptet, was nur in irgendeiner Weise gegen die Sowjetunion und Stalin gerichtet war, und er war bereit, sich mit buchstäblich jedem zu verbünden, sofern der nur irgendwie ein Feind der Sowjetunion oder Stalins war. Um das zu erklären, muß man das Problem vor allem von jener oben von mir beschriebenen ersten Seite aus betrachten.

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Der Hunsch wars!


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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 02:41 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
hier gebe ich mal einige texte über den trotzkismus und die ursachen für seine wiederbelebung ein.
sie entstammen aus radio tirana aus dem jahr 1972.
zwar ist der text hier zwar alt-aber von seiner beduetung immer noch aktuell.

Radio Tirana


DIE WIEDERBELEBUNG DES TROTZKISMUS UND IHRE URSACHEN
(1972)

Nach dem XX. Parteitag und besonders nach dem XXII. Parteitag der KPdSU, wo der Renegat Chruscht-
schow die wilde Kampagne des Antistalinismus auslöste, hob der Trotzkismus, der schwere Schläge
hingenommen und jeden Einfluß in den Massen verloren hatte, wieder das Haupt. Er begann in ausgedehn-
tem Maß seine minierende Tätigkeit und streckte seine giftigen Wurzeln auch in andere Gegenden der Welt.
Wie Pilze nach einem Regenwetter schossen trotzkistische Gruppen und Organisationen in Europa, Ame-
rika und in anderen Teilen der Welt hervor. Gegenwärtig (seit den sechziger Jahren) scharen sich die
Trotzkisten um 4 Hauptzentralen: "das internationale Sekretariat", die so genannte "marxistisch-revolutionäre Tendenz der 4. Internationale", das "lateinamerikanische Sekretariat", das "Londoner internationale Komitee", das hauptsächlich die englischen, amerikanischen und kanadischen trotzkistischen Gruppen vereinigt.
Besonders zahlreich sind die trotzkistischen Gruppen in Westeuropa. In Frankreich zeigten sich und entwickelten ihre verseuchende Tätigkeit einige solche: wie die "Internationalistische Kommunistische Partei", die die französische Zweigstelle der 4. Internationale ist, die "Kommunistische internationalistische Organisation", eine Rivalenorganisation, die nicht zur 4. Internationale gehört das "Bündnis der Jugendlichen zum Sozialismus", die "marxistisch-revolutionäre Allianz" (ANR), der KBLC, die "Arbeiterkampfgruppe" (LO) und andere mehr. In Spanien wirkten und wirken ebenfalls mehrere trotzkistische Organisationen, so die "Internationale KP", die unter dem Namen "Unidad" bekannt ist, die "Arbeiterpartei der marxistischen Einigkeit" (POON), die "Organisation Kommunistische Aktion", die "revolutionäre Arbeiterpartei" (POR).
In England wirkt die trotzkistische Organisation mit dem Namen "sozialistischer labouristischer Verband".
Verschiedene trotzkistische Gruppierungen tauchten auch in mehreren anderen Ländern auf wie in West-
deutschland, in Schweden, in Belgien usw., in Ceylon und Japan in Asien.
Gehen wir nun kurz auf die Ursachen ein, die hauptsächlich zur Wiederbelebung des Trotzkismus in un-
serer Zeit führten:
Einerseits war es der Verrat der modernen Revisionisten, besonders der Chruschtschow-Revisionisten,
der große Verwirrung in der internationalen Bewegung verursachte. Eben dies erlaubte den Trotzkisten, mit angeblich linken Losungen zu spekulieren, um die revolutionäre Bewegung irrezuführen. Auch hängt die Wiederbelebung des Trotzkismus mit dem Heranziehen von kleinbürgerlichen Mittelschichten zur heutigen revolutionären Bewegung zusammen, darunter besonders der verschiedenen kleinbürgerlichen Schichten der Städte, wie Kleinhändler, untere und mittlere Angestellte, Intellektuelle und Studenten usw., die auch die typischen Schwankungen der Kleinbourgeoisie in die Bewegung mitbringen.
Eben diese Schwankungen, diese kleinbürgerliche Unbeständigkeit, die Tendenz, von einem Extrem
zum anderen überzugehen, vom Anarchismus und dem zügellosen Abenteurertum zum Rechtsopportunismus und Defaitismus, bilden jenen günstigen Boden, auf dem der Trotzkismus spekuliert und floriert für seine konterrevolutionären Ziele.
In der heutigen Zeitspanne, wo die Woge der revolutionären Bewegung schließlich in unaufhaltsamem
Anstieg begriffen ist, regt die Bourgeoisie mit allen Mitteln und auf jede Weise die Verbreitung des
Trotzkismus an. Dieser nützt die Protesterhebung der breiten Massen der Werktätigen, besonders der
Massen der Jugendlichen und Studenten, gegen die kapitalistische Ordnung und ihre aufrichtigen und spon-
tanen revolutionären Tendenzen aus, wobei der Trotzkismus sich bemüht, sie durch allerlei ultrarevolutionäre Phraseologie zu verwirren, vom wirklichen Wege der Revolution abzubringen und sie in Abenteuer und Enttäuschung zu ziehen, die für die Herrschaft der Bourgeoisie ungefährlich sind.
Das ist auch der Grund, weshalb die von der Bourgeoisie finanzierten Verlage in großer Menge die Werke von Trotzki und verschiedene trotzkistische Literatur herausgeben und verbreiten.

DIE WESENSZÜGE DES HEUTIGEN TROTZKISMUS

Auf der allgemeinen Basis der seinerzeit von Trotzki ausgearbeiteten antimarxistischen Ansichten, Ziel-
setzungen und Methoden stehend, besitzt der Trotzkismus unserer Tage unvermeidlich auch einige neue
Züge, welche von den aktuellen Umständen der Entwicklung der trotzkistischen Tätigkeit bedingt sind.
Wir werden hier nur auf die wichtigsten davon eingehen.
Vom philosophisch-methodologischen Standpunkt aus, ist der heutige wie der frühere Trotzkismus
unter anderem vom voluntaristischen Trotzkismus gekennzeichnet, der sich unter anderem in der Be-
rücksichtigung der objektiven Umstände ausdrückt, die die Entwicklung der revolutionären Bewegung im
nationalen und internationalen Maßstab, den Charakter und die Triebkraft der Revolution in ihren ver-
schiedenen Etappen bedingen. Für die trotzkistischen Konzeptionen sind auch der Relativismus, der Eklek-
tizismus und der Pragmatismus, ferner das Fehlen beständiger Prinzipien, die Stützung auf gänzlich
entgegengesetzte Konzeptionen, der Übergang von einem Extrem zum anderen, der Anschluß an die ver-
schiedensten Strömungen den momentanen Vorteilen zuliebe, kennzeichnend.
Vom politischen Standpunkt aus besitzt der heutige Trotzkismus eine weitere Reihe kennzeichnender
Besonderheiten. Vor allem sind ihm Feindseligkeit gegenüber dem Marxismus-Leninismus und die er-
setzung des Kampfes gegen den Revisionismus durch den Kampf gegen den so genannten "Stalinismus" eigen.
Die Trotzkisten schildern die revolutionäre, marxistisch-leninistische Linie Stalins in falschem Licht, diese als Rechtsopportunismus bezeichnend. Während sie den Kampf gegen den Revisionismus ganz mit Stillschweigen übergehen bzw. darüber nur einige Worte so im allgemeinen sagen, haben sie das ganze Feuer ihrer Batterien gegen Stalin und den "Stalinismus" gerichtet. Diesen als Verrat am Leninismus und an der Sache der Revolution und des Sozialismus bezeichnend, um in der weltweiten revolutionären Bewegung Verwirrung zu stiften, den revolutionär Schwung im Westen abzudämmen, die bürgerlichen Regimes in den volksdemokratischen Ländern und die Besetzung und Ausbeutung dieser Länder nach dem 2. Weltkrieg in Schutz zu nehmen usw. usf..
tungen betrifft. Zusammen mit den Revisionisten attackieren sie Stalin. Sie schließen sich an die Demagogie der Sowjetrevisionisten über die Einheitsfront aller sozialistischen Länder gegen den amerikanischen Im-
perialismus an; leugnen den Vorgang der Restauration in den von den Revisionisten beherrschten Ländern usw.
Für den heutigen Trotzkismus gilt auch heute vollkommen das, was einst Lenin über Trotzki sagte:
"Er tückt, spekuliert, spielt sich als Lenker auf, hilft den Rechten, wie er nur kann".
Ziel der Trotzkisten ist die Vereinigung aller Strömungen der Rechten und der sogenannten "Linken" gegen den revolutionären Marxismus-Leninismus, der von ihnen als "Stalinismus" bezeichnet wird. Die Spaltung der re-
volutionären Bewegung der Arbeiterklasse bildet eines der Hauptziele und kennzeichnenden Merkmale des heutigen Trotzkismus. Objektiverweise kann der Trotzkismus unserer Tage als eine besondere Agentur im Dienste der Bourgeoisie zur Spaltung der Arbeiterklasse definiert werden. Eine Spaltung, die
die Trotzkisten zum Prinzip erheben wollen, indem sie sich offen gegen die Einigkeit in ihren Reihen
äußern. Hier, was eine der Spitzen und Ideologen des heutigen Trotzkismus T. Frank schreibt: "Was
heute in der Arbeiterbewegung wirklich nicht normal ist, ist die Kompaktheit. Diese Einheit, welche je-
des selbständige politische Denken im Schoße der Organisationen, die sich marxistisch nennen, erdrosselt. Wer sich auf die Geschichte der Arbeiterbewegung beruft, sieht, daß diese meist und immer wieder von Strömungen und Tendenzen erfüllt war, die in theoretischem und politischem Gegensatz zueinander standen. Dies war normal, weil man den Fortschritt des revolutionären Denkens und Handelns außerhalb einer ununterbrochenen Konfrontation der Theorien, Haltungen und Orientierungen mit der Realität nicht verstehen kann. Darüber hinaus ereignete sich dies in einer Welt, die sich in fortwährendem Zusammenbruch befand, in der das Neue fortwährend jeden Tag entstand und entsteht. Also, es kann von einer Einheit der Arbeiterbewegung keine Rede sein. Ihr normaler Zustand ist ständige Spaltung. " Aus einer solchen Konzeption kann man klar sehen, daß die fortwährende Spaltung in den Reihen der trotzkistischen Bewegung, die fortwährende Zersplitterung derselben in eine große Zahl Splittergruppen und Fraktionen, die in ständigem Streit miteinander sind, nicht nur der Ausdruck ihrer Schwäche und kleinbürgerlichen Natur ist, sondern
zugleich eine Taktik, um in den Reihen der revolutionären Bewegung Spaltung und Unordnung zu stiften. Im Zusammenhang mit dieser kennzeichnenden Eigenschaft des Trotzkismus, nämlich dem Zerwürfnis, muss gesagt werden, daß es schwer ist, von einheitlichen Ansichten aller Trotzkisten über alle Fragen zu sprechen, weil es zwischen den verschiedenen trotzkistischen Gruppen und Fraktionen von heute ständig Zwist und Differenzen gibt. Sie sind sich aber einig in den Grundfragen des Kampfes gegen den Marxismus-Leninismus. Die prinzipienlosen Schwankungen nach rechts und links, das Zusammenwerken einmal mit den rechtesten Opportunisten, dann wieder mit extremistischen und abenteuerlichen sogenannten "Linkselementen", das ist ebenfalls ein kennzeichnendes Merkmal der Konzeptionen und Haltungen der Trotzkisten. So verfolgen sie bei-
spielsweise einerseits die sogenannte Politik des Zentrismus, d. h. der Verquickung der trotzkistischen Konzeptionen und Haltungen auch in rechte sozialdemokratische Parteien, während sie auf der anderen Seite wütend die Politik der antifaschistischen Volksfronten attackieren, diese als opportunistische Politik der Klassenzusammenarbeit bezeichnend. Einerseits haben die Trotzkisten die Gewaltanwendung, ob sie sein muss oder nicht, in den Himmel gehoben, unterstützen sie und regen sie die sogenannten "linken" und anarchistischen, aussichtslosen Bewegungen an, die kein klares revolutionäres Programm haben, die nur Verwirrung und
Enttäuschungen in die revolutionäre Bewegung bringen, wie die chaotischen Revolten von kleinen bewaffneten Gruppen oder den Guerillakampf ohne eine Stütze in der breiten politischen und organisierten Massenbewegung. Sie rühmen und predigen also das politische Abenteurertum und den Putschismus.
Andererseits empfehlen sie der Arbeiterbewegung eine Strategie und Taktik im Kampf um den Sozialismus, der das Ebenbild der reformistischen Linie der Rechtsrevisionisten ist. Diese Schwankungen, eklektischen
Verquickungen von rechten und linksextremistischen Konzeptionen sind nicht nur ein Ausdruck der zutiefst kleinbürgerlichen Natur der trotzkistischen Bewegung, sondern auch eine Art und Weise, um die revolutionäre Bewegung zu unterhöhlen. All das zeigt, daß das politische Hauptmerkmal, der Wesenszug des heutigen Trotzkismus, nach wie vor Revolutionismus mit Worten und Unterhöhlung und Sabotage der revolutionären Bewegung mit Taten ist. Eben die Kennzeichen und Merkmale, die unabhängig von den teilweisen Nuancen zwischen den verschiedenen Fraktionen und Gruppen in der heutigen Zeit die Konzeptionen, die Haltungen und
die Tätigkeiten der trotzkistischen Strömungen kennzeichnen, finden ihren konkreten Ausdruck in der Behandlung einer Reihe Probleme. Es ist erforderlich, kurz auf einige davon einzugehen, um zu sehen, in welche Richtung sie den Marxismus-Leninismus entstellen und womit die Trotzkisten versuchen, die Arbeiterklasse und die revolutionäre Bewegung in unserer Zeit zu verwirren.
beiterklasse in der heutigen Zeit sabotieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 02:42 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
WIE DIE TROTZKISTEN DIE REVOLUTIONÄRE BEWEGUNG DER
ARBEITERKLASSE IN UNSERER ZEIT SABOTIEREN

Die Trotzkisten spekulieren viel mit der Losung der Revolution. Insbesondere machen sie mit der
sogenannten Theorie der permanenten Revolution eine große Reklame und versuchen sie als eine
schöpferische Entwicklung des Marxismus-Leninismus an den Mann zu bringen. Aber was ist der
Kern ihrer ultrarevolutionären Predigten und wem dienen diese in der Tat?
Die Theorie der permanenten Revolution ist die Verneinung der revolutionären Etappen unter dem Vorwand der pausenlosen Entwicklung der Revolution. Dies war die Ansicht Trotzkis und ist auch die Ansicht der heu-
tigen Trotzkisten. Dieser Auffassung nach kann die Revolution nur eine pure proletarische Revolution ohne Zwischenphasen sein, in welchem Land auch immer sie entwickelt wird, ob in den kapitalistischen Metropolen oder in den kolonialen und halbkolonialen Ländern. Die gesamte revolutionäre Erfahrung des heutigen Vietnams, so schreiben die heutigen Trotzkisten, bestätigt die Unerlässlichkeit der Kombinierung des antiimperialistischer Kampfes mit dem antikapitalistischen, antibürgerlichen Kampf und die Notwendigkeit für die Revolutionäre der kolonialen Länder, den Vorgang einer proletarischen Revolution in die Wege zu lei-
ten, falls sie die Mittel sichern wollen, um die sogenannten nationalen Aufgaben zu erfüllen .
Und weiter: die Revolution mit Etappen hat endgültigen Schiffbruch erlitten In der heutigen Zeit gibt es keine Zwischenwege zwischen der Herrschaft des Kapitals und der Diktatur des Proletariats. Aber das Problem in dieser Weise aufzuwerfen, bedeutet, die objektiven Faktoren zu verneinen, die den Charakter der Revolution in den verschiedenen Phasen ihrer Entwicklung bedingen, wie auch die soziale Grundlage der Revolution in diesen Ländern einzuengen und Spaltung unter den sozialen Kräften zu säen, die in der revolutionären Bewegung vereint werden müssen, und bedeutet letzten Endes, die Revolution zu sabotieren.
Diesen abenteuerlichen Predigten der Trotzkisten stellen die Marxisten-Leninisten die Unerlässlichkeit
der konkreten Analyse der Entwicklung der Revolution in jedem Land gegenüber, ohne in versteinerte
und absolutierende Formeln zu geraten. Und dort, wo es die objektiven Bedingungen unter Umständen
gebieten, stellen sie den Trotzkisten die Kombinierung der etappenweise Revolution mit der pausen-
losen Revolution unter der Führung der Arbeiterklasse und ihrer marxistisch-leninistischen Partei als unerlässliche Voraussetzung für die Vorantreibung der antiimperialistischen bzw. der demokratischen Revolution entgegen, um zu der sozialistischen Revolution überzugehen. Die trotzkistische Theorie der permanenten Revo-
lution ist gleichfalls eine Theorie der Verneinung des nationalen Augenblicks in der Entwicklung der
revolutionären Bewegung, eine Theorie der Überschätzung des äußeren Faktors und der Ableugnung
des inneren Faktors als ausschlaggebender Faktor in der Revolution; und in letzter Analyse eine Theorie der Exportierung der Revolution.
Die Idee, daß die revolutionären Bewegungen auf nationaler Ebene bzw. in regionaler Isolation aufgebaut werden können, heißt es in einem der programmatischen Dokumente der IV. Internationale, verbietet die aktuelle Dialektik der Weltrevolution, war niemals so verkehrt wie in der Epoche der ferngelenkten interkon-
tinentalen Raketen und der Weltraumflüge.
Eine derartige Aufwerfung der Frage führt in der Tat zum Verzicht auf die Revolution in den verschiedenen Ländern, zum vergeblichen Erwarten der Schaffung von Bedingungen für die Entwicklung der kettenartigen Weltrevolution, was unmöglich ist wegen der ungleichmäßigen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung im Kapitalismus. Mit ihren Predigten und Haltungen verwirren und spalten die Trotzkisten die Triebkräfte der heutigen revolutionären Vorgangs. In den kolonialen und halbkolonialen Ländern bildet die Arbeiterklasse noch immer eine relativ begrenzte Klasse, während die Bauernschaft die Mehrzahl der Bevölkerung ausmacht, also
auch die zahlenmäßig größere Kraft der Revolution bildet. Das aber verneinen die Trotzkisten, indem
sie die etappenweise Revolution leugnen, in der Tat die revolutionären Fähigkeiten der Bauernschaft an-
zweifeln und die anderen Mittelschichten von der Arbeiterklasse mit ultralinken Parolen distanzieren.
Und in den entwickelten kapitalistischen Ländern, wo die Arbeiterklasse die entscheidende Kraft jeder
wirklich revolutionären Bewegung bildet, verbreiten die heutigen Trotzkisten immer nachdrücklicher
die Ansicht, daß in diesen Ländern die Schlagkraft der Revolution und die wirklichen Führer der revo-
lutionären Bewegung angeblich die intellektuellen Jugendlichen, die Studenten und die Schüler sind.
In dieser Frage also nähern sich die Trotzkisten den Positionen der bürgerlichen Ideologen wie Marcuse
oder der rechten Revisionisten wie Fischer u. a.

Aber es ist bekannt, daß - möge die heutige Studentenbewegung noch so entwickelt sein- sie nur dann eine wirkungsvolle positive Rolle im Kampf für den Sturz des Kapitalismus spielen kann, wenn sie sich mit der revolutionären Bewegung der Arbeiterklasse vereinigt und sich unter die Führung des Proletariates und der proletarischen marxistisch-leninistischen Partei stellt.

Während sie einen großen Lärm mit allgemeinen ultrarevolutionären Parolen schlagen, treten die heutigen Trotzkisten, wenn es sich darum handelt, konkrete Probleme der Entwicklung der revolutionären Bewegung der Arbeiterklasse zu behandeln, mit Predigten auf, die im Kern vollständig mit denen der modernen Revisionisten über die Strukturreformen, die Beteiligung der Arbeiter an der Leitung der kapitalistischen Betriebe und anderes mehr im Einklang stehen. Der Trotzkist Mandel behauptet z. B., daß der Kampf für die Arbeiterkontrolle in den kapitalistischen Ländern eine Lage der Dualität der Macht schafft, daß die Forderung nach Arbeiterkontrollen auf die Entstehung der Arbeitermacht, anfangs im Werk und dann im ganzen Lande hinzielt.
Mandel zufolge wären die Arbeiter im Mai/Juni 68 zum Sieg gelangt, hätten sie nach folgenden Empfeh-
lungen gehandelt: hätten sie sich in den vorhergehenden Jahren und Monaten mit dem Geist der Arbeiter
kontrolle erzogen, so hätten sie gewusst, was zu tun war, nämlich, in jedem Betrieb ein Komitee zu bil-
den, daß die Bücher der Herren überprüfen sollte. Sie sollten selbst die Kosten und die Einkünfte berechnen und die Steuern über die Einkünfte der Führung. Sie sollten das Recht der Abstimmung über die Beschäftigung und die Entlassung der Arbeiter und über jede Änderung der Arbeitsorganisation einführen. Sie sollten die Vorarbeiter und die Meister, die von den Herren bestimmt waren durch ausgewählte Arbeitergenossen ersetzen. Die Arbeiter müssten rasch von der Arbeiterkontrolle zu der Arbeiterverwaltung übergehen. Dieses Intervall sollte aber dazu verwendet werden, um vor der ganzen Nation die Willkür, die Ungerechtigkeit, die Konfu-
sion und die Auspowerung von Seiten der Herren zu demaskieren und um lokale, regionale und nationale
Kongresse der Streikkomitees und der Komitees der Arbeiterkontrolle zu veranstalten, die den kämpfenden Arbeitern die Mittel der Organisierung und der Selbstverteidigung sichern würden, und das sei nötig, um dem bürgerlichen Staat und der Klasse der Kapitalisten überhaupt die Stirn zu bieten. Und all dies kann - nach den Predigten der Trotzkisten - unter den Bedingungen der Herrschaft der Bourgeoisie erfolgen, die bis an die Zähne bewaffnet ist. Ohne sie zunächst von der Macht zu stürzen, ohne die bürgerliche Staatsmaschine zu zerstören, ohne die Diktatur des Proletariats zu errichten. Dies ist eine opportunistische, äußerst flagrante Verneinung
der Revolution.

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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 02:42 
Möchtegernputschist
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DIE HEUTIGEN TROTZKISTEN UND DAS PROBLEM DER PROLETARISCHEN VORHUTPARTEI

Die Feindseligkeit der Trotzkisten in der Vergangenheit und in der Gegenwart zur revolutionären
Bewegung der Arbeiterklasse kommt hinsichtlich des Problems der proletarischen Partei klar zum Vor-
schein. Der trotzkistische Standpunkt in bezug auf diese Frage kann so zusammengefasst werden:

1. ist nach den Trotzkisten die Existenz und Führung der marxistisch-leninistischen proletarischen Partei im
Kampf für den Sturz der Bourgeoisie und für den Triumph des Sozialismus nicht unbedingt notwendig.
Wie der Trotzkist P. Frank in seinem Buch "Die IV. Internationale" schreibt, hat Trotzki in seinen Schriften vorausgesehen, - wenn auch als eine seltene Möglichkeit unter außergewöhnlichen Umständen - daß die Revolution auch unter einer Führung, die nicht revolutionär und marxistisch ist, siegen könnte, und daß nach dem 2.Weltkrieg angeblich solche Fälle auch vorgekommen sind. Es ist völlig klar, daß in dieser Frage kein wesentlicher Unterschied zwischen dem trotzkistischen Standpunkt und dem besteht, der von den modernen jugoslawischen, italienischen und anderen Revisionisten vertreten wird. Bekanntlich haben solche Predigten das Ziel, die Arbeiterklasse ohne eine wirklich revolutionäre Führung zu lassen. Und sie dienen einzig und allein dazu, die Revolution zu sabotieren und die Arbeiterklasse unter der kapitalistischen Sklaverei weiter
leiden zu lassen.

2. erheben sich die Trotzkisten gegen die ungeteilte Führung der marxistisch-leninistischen proletarischen Partei nach der Machtergreifung durch die Arbeiterklasse, und predigen ebenfalls wie die verschiedenen bürgerlichen Ideologen und die rechten Revisionisten das Mehrparteiensystem im Sozialis
mus.
In diesem Zusammenhang schreibt der Trotzkist P. Frank: In der Übergangsgesellschaft, im Sozialismus wird die Arbeiterklasse in einer ganzen Zeitspanne noch in dem Ausmaß differenziert bleiben , wie die verschiedenen Schichten unterschiedliche Ansichten in bezug auf das Verhältnis zwischen den täglichen Bedürfnissen und ihren Interessen auf einer weiteren Stufe haben werden. Also muß verschiedenen Parteien in der
Übergangsgesellschaft (von reformistischem und anderem revisionistischem Charakter) ein bestimmter Platz eingeräumt werden. Aber unter solchen Umständen ist die Existenz einer wahren proletarischen Diktatur unmöglich und das geht auf Rechnung der Trotzkisten. Allein die Tatsache, daß sie gegen das stalinistische Sowjetsystem, das die Grundzüge der proletarischen Diktatur verkörperte, eine wilde Kampagne entfaltet hatten, und diese auch heute fortsetzen, bildet einen klaren Beweis ihrer maßlosen Feindschaft gegenüber dem Staat der Diktatur des Proletariats.

3. Indem die Trotzkisten aber die Rolle des inneren nationalen Faktors in der Entwicklung der revolutionären Bewegung unterschätzen, predigen sie von einer sogenannten "weltweiten Revolution", und unterschätzen folglich auch die Rolle der proletarischen Partei im nationalen Maßstab und faseln von der Notwendigkeit einer "Weltpartei". Da es weder einen Sozialismus in einem einzelnen Land noch einen nationalen Weg gäbe, sagen sie, kann das Instrument der Weltrevolution nur eine "Weltpartei" sein. Das bedeutet im wesentlichen, die
wahre Rolle der proletarischen Partei auszuschließen, denn der weltweite revolutionäre Vorgang unter den heutigen Bedingungen kann nicht anders verstanden werden, als Entwicklung und Triumph der Revolution in den verschiedenen Ländern, also im nationalen Maßstab; unter der unerlässlichen und völligen verantwortungsvollen Führung der proletarischen Partei in jedem einzelnen Land.

4. Obwohl die Trotzkisten sich in Worten als die konsequentesten, sogar einzigen Nachfolger Lenins ausgeben, erheben sie sich faktisch mit Nachdruck gegen die leninistischen Prinzipien des inneren Lebens der
proletarischen Partei. Unter dem Vorwand der Demokratie und der Gedankenfreiheit, erheben sie sich besonders gegen das Prinzip des Zentralismus und der Meinungs- und Aktionseinheit, gegen die eiserne proletarische Disziplin in der Partei, ohne die aber letztere eine formlose und unorganisierte, ein Club endloser Diskussionen, unfähig zu irgendwelcher wirkungsvollen revolutionären Handlung bleibt. Während sich die innere Demokratie in ein Mittel verwandelt, um die Partei zu entarten und zu liquidieren.

Die Partei des leninschen Typs hatte Trotzki zu seiner Zeit als Kasernenregime und die leninschen Normen als bürokratisch und diktatorisch bezeichnet. Nach ihm soll die Partei eine prinzipienlose Vereinigung aller Fraktionen und Strömungen sein, die als sozialistischen bzw. als kommunistisch angepriesen werden. Die heutigen Trotzkisten predigen ebenfalls den Fraktionismus und äußern sich für die Diskussionsfreiheit und das Recht zur Bildung von Strömungen, ohne die angeblich der Basis ein wirklich politisches Leben abgeleugnet wird. Auch in dieser Frage ist der Standpunkt der Trotzkisten mit den der rechten Revisionisten vom Typ Garaudy und Fischer oder der linksradikalistischen Manifesto-Gruppen identisch, die nicht wie die Trotzkisten, sondern ganz offen gegen die leninschen Lehren über die Partei auftreten.
Der heutige Trotzkismus ist eine gefährliche Waffe im Dienste der Bourgeoisie, um Verwirrung zu stiften, um zu spalten und zu unterhöhlen. Daher bildet der Kampf zur Entlarvung und Zerschlagung der trotzkistischen
Strömung unter den gegenwärtigen Bedingungen eine unbedingte Notwendigkeit für die erfolgreiche Ent-
wicklung der revolutionären Bewegung der Arbeiterklasse und eine aktuelle Aufgabe für alle Marxisten-
Leninisten. Dies wird ein langer und komplexer ideologischer und politischer Kampf werden, um die Falschheit und den wahren konterrevolutionären Charakter der trotzkistischen Lehren und Standpunkte hinsichtlich der verschiedenen Probleme der heutigen revolutionären Bewegung zu entlarven. Aber nur ein solcher Kampf allein wäre nicht ausreichend. Die Zerschlagung der trotzkistischen Strömungen ist mit dem Kampf der marxistisch-
leninistischen Parteien gegen den modernen Revisionismus in erster Linie gegen den sowjetische
Revisionismus untrennbar verbunden.
Es ist notwendig, der von den modernen Revisionisten in der heutigen revolutionären Bewegung verursachten Verbürgerung und Konfusion, die auch für die Widerbelebung des Trotzkismus die Voraussetzungen schufen, ein Ende zu setzen, um den Werktätigen und den Völkern den tiefen Abgrund klar zu machen, der die Revisionisten vom wahren Marxismus-Leninismus und Sozialismus trennt, um so den Trotzkismus die Möglichkeiten zum Spekulieren zu entziehen.
Die entscheidende Bedingung aber für einen erfolgreichen Kampf gegen den Trotzkismus besteht in der weiteren Entwicklung der marxistisch-leninistischen Bewegung selbst. In der Ausarbeitung eines wirklichen revolutionären Kampfprogrammes durch sie in jedem Lande; in der Ausdehnung und Verwurzelung der marxistisch-leninistischen Parteien in den Massen, um ihnen eine klare Orientierung zu geben, um die vom Trotzkismus desorientierten, aufrichtigen, revolutionären Elemente von den trotzkistischen Einflüssen zu befreien.

DIE LINKSGERICHTETE STRÖMUNG, IM KERN EINE VARIANTE DES TROTZKISMUS

Die linksgerichtete Strömung als Ideologie ist wissenschaftsfeindlich und als Praxis ist sie fremd und unversöhnlich mit den radikalen Interessen der Arbeiterklasse. Sie ist ein Ausdruck der Unreife und Unbeständigkeit der nichtproletarischen kleinbürgerlichen Schichten, die durch die Entwicklung des Kapitalismus zutiefst erschüttert und in ihrer Existenz direkt gefährdet werden. Das veranlasst sie zu verzweifelten, abenteuerlichen Handlungen überzugehen, um dann sehr rasch in Entmutigung und Apathie zu verfallen.
Der Marxismus-Leninismus und die revolutionäre Bewegung der Arbeiterklasse sind unter anderem in einem unversöhnlichen Kampf mit dieser Strömung entwickelt worden. Dieser unversöhnliche Kampf gegen die linksgerichtete Strömung bleibt auch in unserer Zeit eines der unerlässlichen Bedingungen der erfolgreichen Entwicklung der revolutionären Theorie und der revolutionären Bewegung der Arbeiterklasse.
Neben ihren allgemeinen Zügen besitzt die linksradikale Strömung auch ihre besonderen Züge für jede Epoche und für jedes einzelne Land. Es ist eine Tatsache, daß wir die linksradikale Bewegung heute sowohl in den westeuropäischen, als auch in den lateinamerikanischen und anderen Ländern finden. Aber sie erscheint nicht überall gleich, sie nimmt verschiedene Formen an, je nach den verschiedenen Bedingungen eines jeden Landes. Sogar in den Ländern Westeuropas erscheint sie nicht überall gleich. In Frankreich und in Italien z. B. ist die linksradikale Bewegung breiter und ihre Handlungen nehmen des öfteren scharfe Formen an. In Deutschland ist die anarchistische Strömung in der linksradikalen Bewegung größer als in Frankreich und die Strömung, die sich die proletarische "Linke" oder die außerparlamentarische nennt, ist stärker in Frankreich und Italien als in Deutschland, während die trotzkistische Strömung stärker in Frankreich und in Deutschland und Italien schwächer erscheint.

Was vertritt die linksradikale Strömung in der heutigen kapitalistischen Welt und welches sind die sozialen Ursachen ihrer Verbreitung, welche Gruppen müssen mit diesem Namen genannt werden?
Diese Fragen werden wir jetzt beantworten?
Vor allem müssen wir klarmachen, daß nicht alle, die sich so nennen, Linke sind, und auch sind nicht
Linke diejenigen, die von anderen so genannt werden. So nennt man z. B. die Revisionisten "Linke" und
man wirft die revolutionären marxistisch-leninistischen Gruppen in einen Korb mit den "Linken".
Unserer Meinung nach gehören in die "Linke"-Bewegung Frankreichs hauptsächlich die Gruppen bzw.
die Organisationen der Anarchisten, der Trotzkisten und derjenigen, die sich die proletarische Linke
nennen, auf diese Gruppen werden wir hauptsächlich eingehen.
Was betrifft die "Linke" Strömung in Frankreich in Hinsicht ihrer klassenmäßigen Zusammensetzung?
In Frankreich, aber nicht nur in Frankreich, sondern auch in Italien und in anderen Ländern Westeuropas
tritt das linksradikale Phänomen hauptsächlich bei der Universitätsjugend, bei den Schülern der höheren
Klassen der Mittelschulen, einem Teil von Professoren, Schriftsteller und Publizisten auf. Ein weiteres
interessantes Problem in Bezug auf die "Linke" Strömung ist die Festlegung der Zeit, wann sie in
der heute bekannten Form erschienen ist und im Zusammenhang damit, die Festlegung der tiefen
gesellschaftlichen Ursachen, die sie ins Leben gerufen haben.
Das erste Phänomen oder das erste soziale Beispiel der linken Richtung sind die Änderungen, die der
heutige Kapitalismus erfahren hat. Nach dem Wiederaufbau der Wirtschaft der kapitalistischen Länder
Europas, die vom Krieg beschädigt waren, nach der Verstärkung der bürgerlichen Herrschaft in diesen
Ländern, traten eine Reihe Vorgänge in Erscheinung, die zu einer noch größeren kapitalistischen Konzen-
tration, zur Bildung der mächtigen Monopole führten, was als natürliche Folge die Deklassierung und die
massenhafte Proletarisierung der Bauernschaft und der Kleinbourgeoisie der Städte, ja sogar einiger
mittlerer Schichten der Bourgeoisie mit sich brachte.
Dieser Vorgang wurde auch von der Erscheinung eines neuen wichtigen Phänomens unserer Zeit, der
wissenschaftlich-technischen Revolution begleitet, die in natürlicher Weise die Zahl der Studenten und
der Intelligenz erhöhte. Unter den Bedingungen des Kapitalismus entwickelt, konnte die wissenschaftlich
technische Revolution nicht umhin, die Wunden des Kapitalismus zu vertiefen und neue Unsicherheit unter
den verschiedenen Bevölkerungsschichten der Kleinbürger, der Intelligenz und anderer zu verursachen.
Das zweite Phänomen oder die zweite Ursache des Florierens der "Linken" Linie war der XX. Kongress
der "kommunistischen" Partei der Sowjetunion. Die Verbreitung und Einwurzelung des Revisionis-
mus nicht nur im Hauptland des Sozialismus, sondern auch unter den kommunistischen Parteien der West-
länder, was Verwirrung und eine Bewusstseinskrise unter der Arbeiterklasse und der Intelligenz sowohl
in, als auch außerhalb der Parteien mit sich brachte. Die betonten, opportunistischen Haltungen der „K“P-
Frankreichs, die im Interesse des französischen Kolonialismus lagen, führten zu einer Bewusstseinskrise
und erschütterten sogar die Reihen der Intelligenz und besonders der Universitätsjugend.
Die Bewusstseinskrise und die Diskussionen im Zusammenhang mit der Gestalt und der Rolle Stalins,
die von den Revisionisten verfälscht wurde, die Bewusstseinskrise und die Aktionen gegen den Krieg in
Algerien waren das Terrain und die Arena der Bildung der Gruppen der verschiedenen Tendenzen der
linksradikalen Richtung, die eine noch bestimmtere Physiognomie und eine noch größere Entwicklung
in den kommenden Jahren erfahren werden.
Diese zwei sozialen Hauptursachen der heutigen "Linken" Strömung wirken gemeinsam, obwohl sie nicht immer bemerkbar, nicht immer fassbar sind.
So ist die Wechselbeziehung der kapitalistischen Entartung der Sowjetunion und dem Verrat der revisionistischen Parteien einerseits und der "Linken" Strömung andrerseits klarer erkennbar, während
die zwischen den neuen Vorgängen in der Produktion und der kapitalistischen Wirtschaft und der "Linken"
Strömung weniger ersichtlich ist.
Der äußere Grund dafür ist, daß die großen Bataillone der "Linken" Bewegung mit Studenten gefüllt werden, die auf den ersten Blick den Eindruck erwecken, als ob sie sich außerhalb der neuen Produktions-Widersprüche in der Welt des Kapitals befinden. Aber würden wir die Sache etwas eingehender betrachten, ist diese Wechselbeziehung sofort ersichtlich: es ist eine Tatsache z.B., daß die Großzahl der Studenten der französischen Universitäten heute von den Söhnen der Bauern, der Händler und der Handwerker, die sich sehr rasch proletarisieren, gebildet wird; es genügt, wenn wir erwähnen, daß die französische Bauernschaft, die
noch vor 15 Jahren 35 % der Bevölkerung des Landes bildete, heute nur 15 % davon ausmacht, mit der Tendenz, daß sie in den nächsten 10 bis 15 Jahren auf 6 % reduziert wird.

Diese Proletarisierung in großem Vormarsch verursacht die heftigen Proteste der Bauern in verschiedenen Gegenden Frankreichs und in allen Ländern Westeuropas, die außerhalb der Kontrolle der revisionistischen Parteien stattfinden. Mit einem Wort, obwohl in indirekter Weise, obwohl in indirekter Weise, ist die
Empörung und der Zorn dieser Schichten in der Protestbewegung der Studenten - Jugend fühlbar.
Aber dies ist nur ein Aspekt der untergründigen Ursache der Revolte dieser Jugend, weil sie auch ihre eigenen Probleme hat, die sich direkt mit der Schule, mit ihrer Zukunft, mit der Stelle, die die heutige kapitalistische Gesellschaft der Intelligenz einräumt, verbindet.
Im Ergebnis der wissenschaftlich-technischen Revolution benötigt die Bourgeoisie dringender als in der Vergangenheit geschulte Menschen. Die neuen Industriezweige, die hohe Intensivierung der Land-
wirtschaft, die modernen Transportmittel können weder mit Analphabeten noch mit Menschen, die
nur eine Grundschule besucht haben, funktionieren.
Von den 150 000 Studenten, die die französischen Universitäten bis in die fünfziger Jahre gehabt haben, ist diese Zahl auf fast eine Million angestiegen. Aber dieser Anstieg schafft eine Reihe von Widersprüchen, die das kapitalistische System in keiner Weise lösen kann. Hierbei handelt es sich um Fragen, die direkt die Lebensinteressen der Studenten, ihre Zukunft berühren. Es ist bekannt, daß die amerikanische Schule zur
Tradition hatte, die Schüler und Studenten für das landwirtschaftliche, industrielle Leben des kapitalistischen Systems vorzubereiten, wahrend in der Tradition mehrerer Länder Europas die Betonung auf die humanitären Disziplinen, auf die Vorbereitung zu Professoren, Juristen, Philosophen, Lateinfachkundigen gesetzt wurde. Heute, wo die kapitalistische Gesellschaft dieser Länder dringend Ingenieure, Techniker, Agronomen und hochqualifizierte Arbeiter benötigt, bildet die Universität weiterhin wie in der Vergangenheit Juristen, Lehrer
und andere aus. Im Vorjahr gab es in den französischen Mittelschulen 8000 freie Lehrerstellen für 38000 Kandidaten, so sieht mehr oder weniger die Lage in allen westlichen Ländern aus. In Neapel gibt es 6000 Rechtsanwälte, von welchen nur 1000 beschäftigt sind. Da auf den Universitäten diese Lage besteht, wird ein kleiner Funke ein Ereignis im Leben des Landes, ein Problem des Schulwesens, ja sogar ein banaler
Konflikt mit einem Professor sehr rasch in einen Zusammenstoß umgewandelt.
Diesen Faktoren auf dem klassenmäßigen, ideologischen und schulischen Gebiet muß auch ein weiterer wichtiger sozialer Faktor hinzugefügt werden:
die Länder Westeuropas, besonders Frankreich und Italien, befinden sich in einem Vorgang einer tie-
fen Transformation. Der heutige Kapitalismus mit seinen großen Konzentrationen der Truste und Mono-
pole, die die Ideologen der Bourgeoisie "Konsumgesellschaft" nennen, ist auch in die traditionellsten
Ecken der Dorfgegenden und des Kleinbürgertums eingedrungen und hat unvermeidlich die Lebensweise
und die Gebräuche beeinflusst. Die Großstädte mit ihren Industrieblocks, mit ihren Satellitenstädten, mit den Schwierigkeiten des Verkehrs, haben das Leben des Menschen erschwert. Die "Konsumgesellschaft", mit ihren durch die Reklame auf gezwungenen Artikeln, mit dem Verkauf mit Hilfe von Krediten, veranlasst den Bürger über seine Möglichkeiten hinaus Geld auszugeben; und so lebt er unter der Furcht der Schulden, die er
periodisch zurückbezahlen muß. Das Gewinnstreben und die unnötige mechanisierte Konsumtion, die große Konzentration der Bevölkerung auf beengten Flächen, wo die alten Verbindungen mit der Nachbarschaft, die Freundschaft und die Solidarität verloren gehen: Die Presse, der Rundfunk, das Fernsehen, das Kino, die Bücher, haben zu großen Ausschweifungen in der Moral der Jugendlichen geführt, die absolute Freiheit in ihren
Beziehungen fordert. Unter diesen Bedingungen wird der Konflikt zwischen den Generationen, zwischen
den Eltern und Kindern immer zugespitzter. Und von einer Auflehnung in die andere gehend, gerät die
Jugend zu anarchistischen Bekenntnissen gegen die Eltern, die Familie, die Professoren, die Normen,
die Moral, die Lebensregeln.
Selbstverständlich steckt in der heutigen Protestbewegung gegen die kapitalistische Ordnung beträchtlich auch die Romantik der Jugend, ihre Gefühle, ihre Wünsche, etwas Heroisches zu machen, wie es die Jugendlichen Vietnams, Chinas, Albaniens machen, wie ihre Eltern zur Zeit der faschistischen Okkupation es gemacht haben. Es ist kein Zufall, daß die Bücher über den zweiten Weltkrieg oder über das, was sich in China oder in Albanien ereignet, eine große Verbreitung in allen westlichen Ländern findet. Das alte Bekenntnis der
Universitätsjugend, das einst auf dem Gebiet der Philosophie, in der modernen Literatur oder der Malerei zum Ausdruck kam, wird heute auf dem politischen Bereich ausgedrückt, aber auch hier in konfusen Formen.
Mit einem Wort: Wenn wir jetzt im konkreten Fall einerseits eine mächtige Erhebung der Jugendmassen,
eine breite politische Bewegung haben, befindet sich andererseits diese Bewegung in völliger Konfusion.
Die Hauptursache dieser Konfusion und Benebelung st der Verrat des modernen Revisionismus und die
Waffe, die der XX. Kongress der KPdSU an anarchistischen, antimarxistischen und trotzkistischen und
bürgerlichen Strömungen lieferte, um den revisionistischen Verrat als Schiffbruch des Sozialismus und des Marxismus-Leninismus hinzustellen.
Die Konfusion, die in der "Linken" Bewegung existiert, die umfangreiche Verbreitung der trotzkistischen Gruppen, die vor 15 bis 20 Jahren in kleineren Gruppen vegetierten, wurden von der Tatsache genährt, daß diese breiten Schichten, die sich zum politischen Kampf erhoben haben, in der Sowjetunion und in den "Kommunistischen" Parteien dieser Staaten nicht mehr jene Kräfte sehen, die die Revolution und das revolutionäre Ideal vertreten.
"Unter diesen Bedingungen", so wie Genosse ENVER HOXHA im Bericht auf dem 6. Kongress der
PAA feststellt, " sind, wie noch nie zuvor, die verschiedenen antimarxistischen Strömungen der Trotzkisten und Anarchisten belebt worden, die, indem sie in die verschiedenen Massenbewegungen, insbesondere in die der Jugend und der Intellektuellen eindringen, sich bemühen im Trüben zu fischen, in der Absicht, die Massen vom richtigen Weg abzubringen und sie in gefährliche Abenteuer zu stürzen, die dann zu schweren Niederlagen und Enttäuschungen führen. "

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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 02:43 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
ein weiterer link in dem sich eine gruppe von marxisten-leninisten mit dem trotzkismus beschäftigt findest du hier:

http://kpd-online.info/rmvoll_212.html

hier beschäftigt sich die gruppe roter morgen mit dem programm der trotzkistischen "s"av, die am 1. november letzten jahres auf der großdemo in berlin zur bildung einer neuen arbeiterpartei aufgerufen hat.

(ich weiß, dass alles ist sehr viel zu lesen, aber durchaus wichtig und interessant. und natürlich auch ein hinweis darauf, wie gefährlich der trotzkismus doch ist!)

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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: Mo 9. Apr 2007, 23:41 

Beiträge: 164
ich gebe zu, ich habe die bisherigen antworten nur überflogen aber als kurzzusammenfassung muß ich sagen, das Trotzki seine Ideen mit der Meeresluft eingeatmet hat, seine Ideologie ist praktisch inhaltslos, stützt sich auf ultrarevolutionär klingende phrasen und sobald etwas inhaltliches kam, war es von Lenin der "auf Trotzkis Ideologie umrüstete" (komisch ist nur das Lenin mit den umrüsten immer schneller war als trotzki mit den formulieren) - allerdings war auch dann die Umsetzung der Inhalte immer falsch, da sie nicht von trotzki selbst durchgeführt wurde, d.h. Lenin hat auf "Trotzkis Ideologie umgerüstet" aber konnte sie nicht umsetzen, da Lenin nicht Trotzki war. - verständlich?


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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: Mo 9. Apr 2007, 23:41 
Literat

Beiträge: 2947
Ich habe es nicht ganz verstanden.

Lenin hat nie auf Trotzkis Ideologie umgerüstet. Die Crux an Trotzkis Vorstellungen ist, daß sie sich zu einem gewissen Teil überhaupt nicht abstreiten lassen und also auch von keinem Marxisten bestritten werden. Was Trotzki von der Revolution als grundsätzliches Ziel fordert, fordert auch Lenin von ihr: Die Diktatur des Proletariats. Rapplig wurde es dagegen, als Trotzki sich zu akzeptieren weigerte, daß die Weltgeschichte auch auf Umwege sich entwickeln kann. Damit hat er auf viel schlimmere Weise gefehlt, als nur gegen den Leninismus, und zwar gegen die Realität.
Wo Lenin draufstand, war auch immer Lenin drin! Aber vielleicht kannst du mal erklären, was du genau meinst.

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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: Mo 9. Apr 2007, 23:41 

Beiträge: 164
Zitat:
Lenin hat nie auf Trotzkis Ideologie umgerüstet.


das hat Trotzki aber anders gesehen ;-)

nein, mein Beitrag sollte lediglich die vielen widersprüche, die trotzki selbst von sich gab verdeutlichen - wurde nicht deutlich, das lenin gar nicht auf trotzki "umrüsten" konnte?


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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: Mo 9. Apr 2007, 23:41 
Literat

Beiträge: 2947
Mich hat der Satz "komisch ist nur das Lenin mit den umrüsten immer schneller war als trotzki mit den formulieren" sehr amüsiert. Ich hatte auch bereits geahnt, worauf du hinaus wolltest.
Was Trotzki bis zum Ende nicht begriffen hat, ist, daß man in der Politik nicht morgen recht haben kann, sondern nur hier und heute. Selbst wenn wir die unglaubliche hohe Zahl trotzkischer Fehldiagnosen vernachlässigen und uns auf die paar mal beschränken, wo er recht hatte, so ist es doch auffällig, daß er nie gegen Lenin recht behalten hat, aber Lenin dafür nie nur am Ende recht hatte, sondern auch das jeweills in der Situation Erforderliche erkannt und bewirkt hat. Ich hoffe, ich habe mich jetzt verständlich ausgedrückt.

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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: Mo 9. Apr 2007, 23:42 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
im übrigen ist es schon komisch wie die trotzkisten die geschichte der arbeiterentwicklung interpretieren:
die sagen ja in der udssr, der ddr und sonst wo sei nicht der sozialismus gescheitert, sondern der stalinismus-diese parloe ist noch leerer als die ansicht der mlpd die ddr sei kapitalistisch gewesen. va. wenn man folgendes bemerkt: wenn die trotzkisten sagen es sei kein sozialismus sondern stalinismus (= antikommunismus für trotzkisten) gewesen, dann können die das ruhig, sollten aber auf dieser aussage beruhe. tun sie aber nicht! denn sie sprechen gleichzeitig von einem deformierten arbeiterstaat. also einem sozialismus mit macken-unabhängig ob stalin an der macht war oder eines seiner revisionistischen nachfolger.
die grundhaltung des trotzkismus ist ohnehin dem revolutionären M-L feindlich, unabhängig davon ob es sich um den alten oder den modernen trotzkismus handelt. sie griffen zuerst lenin an-nach seinem tode beschworen sie, sie seien die wahren leninisten. si griffen stalin an und alles was mit ihm zu tun hatte, sie scheuten sogar nicht mit den faschisten zu kollabroieren und bolschewismus mit faschismus gleichzustezten, und den bolschwismus dennoch gleichzietig zu loben!
heute findet ihr kampf nicht gegen den modernen revisionismus statt, sondern nutzen gerade die revisionistischen parolen gegen stalin aus. dennoch sind auch für sie die revisionistischen staaten stalinistisch. sie greifen auch mao und seine ideen, die kpchina, die chinesischen volksdemokratische revolution und die kulturrevolution an.
anderseits stimmen die trotzkisten in grundlegenen fragen mit den modernen revisionisten überein und unterstützen alle revisionistischen strömungen und varianten.
1948 unterstützte die 4. trotzkistische internationale jugoslawien und den tito-revisionismus.
sie ergriffen auch für die konterrevolution in ungarn 1956 partei (die hauptsächlich von faschistischen studenten/kleinbürgern geführt wurde!)
1968 unterstützten sie die dubcek-revisionisten in der cssr
sie schließen eine kapitalistische restauration in einem sozialistischen land aus
usw. usf
(übernommen aus Agim Popa-professor für marxistische philiosophie beim ZK der PAAlbanien, die heutige revolutionäre bewegung und der trotzkismus in "albanien heute" 1972)

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 Betreff des Beitrags: Re: trotzkismus
BeitragVerfasst: Mo 9. Apr 2007, 23:42 

Beiträge: 79
@ P. Frank:

Hilfreich ist es, bei Trotzki selber nachzulesen. Du findest online sehr viele Werke Trotzkis u.a. bei http://www.sozialistische-klassiker.org, dort findest Du auch Arbeiten von Ernest Mandel online. Aktuelles gibt es von Trotzkisten u.a. bei der SAV (http://www.sozialismus.info), dem Funken (http://www.derfunke.de), Linksruck und auf meiner WebSite ;-)

[Jörg Fischer]


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