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 Betreff des Beitrags: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 02:34 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Quelle: http://www.bolschewiki.org/html/to-wzp/to-wzp11.htm

Die Rolle Trotzkis in der Oktoberrevolution


Stalin weist darauf hin, dass Trotzki als Vorsitzender des Petrograder Sowjets und seines Revolutionären Militärkomitees eine wichtige Rolle in der Oktoberrevolution gespielt hat:

"Mir liegt es fern, Trotzkis zweifellos wichtige Rolle beim Aufstand in Abrede zu stellen. ... Es kann nicht bestritten werden, dass Trotzki während des Oktobers gut gekämpft hat. ... Aber er war nicht der einzige, der im Oktober gut gekämpft hat. Sogar Leute wie die linken Sozialrevolutionäre, die in dieser Zeit an der Seite der Bolschewiki standen, kämpften gut." (Ebenda, S. 342f).

In seiner Legendenbildung über die Oktoberrevolution war Trotzki jedoch daran gelegen, die führende Rolle der Partei in der Revolution herunterzuspielen, die Rolle Lenins (dessen Taktik des Aufstands, wie er behauptet, unrichtig gewesen sei) zu schmälern und andererseits die Rolle des Revolutionären Militärkomitees des Petrograder Sowjets und sich selbst als Vorsitzenden dieses Komitees über Gebühr herauszustellen.

Deshalb zitiert Trotzki mit offensichtlicher Genugtuung die Anmerkung der Herausgeber einer früheren Leninausgabe der 'Gesammelten Werke', in der es hieß:

"Nachdem der Petrograder Sowjet bolschewistisch geworden war, wurde er zu seinem Vorsitzenden gewählt und in dieser Eigenschaft organisierte und führte er die Erhebung des 7. November." (Zitiert durch L. Trotzki in: 'Geschichte der Russischen Revolution', Band 3, London 1967, S. 344).

Die Weglassung dieser Anmerkung war Trotzki zufolge auf die 'Tatsache' zurückzuführen, dass

"die bürokratische Revision der Parteigeschichte und der Revolution jetzt unter Stalins direkter Aufsicht stattfindet." (L. Trotzki, ebenda: S. 343).

Stalin verneint eindeutig die 'besondere Rolle', die Trotzki in der Oktoberrevolution, die von Trotzki und seinen Anhängern eingefordert wird, gespielt hat:

"Die Trotzkisten verbreiten so gut sie es können Gerüchte dergestalt, dass Trotzki den Oktoberaufstand inspiriert hat und sein einziger Führer war. ...

Trotzki trägt selbst bewusst oder unbewusst dazu bei, Gerüchte über die besondere Rolle, die er angeblich während des Aufstands gespielt hat, zu verbreiten, wenn er die Partei, das Zentralkomitee und das Petrograder Parteikomitee konsequent verschweigt, wenn er nichts über die führende Rolle dieser Organisationen während des Oktoberaufstands zu sagen weiß und wenn er sich selbst als die zentrale Figur der Oktobererhebung in den Vordergrund rückt. ...
Ich muss jedoch sagen, dass Trotzki keine besondere Rolle beim Oktoberaufstand gespielt hat, was er auch gar nicht konnte: Als Vorsitzender des Petrograder Sowjets führte er bloß den Willen der jeweiligen Parteiorgane aus, die jeden Schritt, den Trotzki tat, lenkten.

Am 29. Oktober (auf einer Sitzung des Zentralkomitees der Partei - Verf.) wurde ein Aktionszentrum für die organisatorische Leitung der Erhebung gewählt. Wer wurde in dieses Zentrum hineingewählt? Es waren die folgenden fünf:

Swerdlow, Stalin, Dserschinski, Bubnow und Uritzki.

Zu den Aufgaben dieses Aktionszentrums gehörte: alle Aktionsorgane des Aufstands in Übereinstimmung mit den Direktiven des Zentralkomitees anzuleiten.

Also, wie Ihr merkt, passierte etwas 'Furchtbares' auf der Sitzung des Zentralkomitees, nämlich dass 'seltsamerweise' der 'Inspirator', die 'Hauptfigur', der 'einzige Führer' des Aufstands, Trotzki, nicht in das Aktionszentrum gewählt wurde, das gebildet wurde, um den Aufstand zu leiten. ... Und, genau genommen, ist daran nichts Merwürdiges, denn weder in der Partei noch während des Oktoberaufstands spielte Trotzki irgendeine besondere Rolle und konnte dies auch gar nicht, weil er ein relativ neuer Mann in unserer Partei in der Zeit des Oktober war. ... Er, wie die anderen verantwortlichen Arbeiter, führte nur den Willen des Zentralkomitees und seiner Organe aus. ...

Dieses Gerede über Trotzkis besondere Rolle ist eine Legende, die von willfährigen 'Partei'-Klatschbasen verbreitet wird. Das heißt nicht, dass die Oktobererhebung keinen Inspirator gehabt hat. Sie hatte ihren Inspirator und Führer, aber das war Lenin und kein anderer als Lenin; das war der gleiche Lenin, dessen Resolutionen das Zentralkomitee verabschiedete, als es die Frage des Aufstands entschied; das war der gleiche Lenin, der im Unterschied zu dem, was Trotzki sagt, trotz seiner Arbeit im Untergrund nicht davon abgehalten wurde, der eigentliche Kopf des Aufstands zu sein. ...

Was für eine 'Geschichte' des Oktobers ist das, die damit anfängt und damit aufhört zu versuchen, den Hauptführer des Oktoberaufstands zu diskreditieren, die Partei zu diskreditieren, die den Aufstand organisierte und durchführte? Durch seine literarischen Einlassungen unternimmt er einen weiteren (noch einen weiteren !) Versuch, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, den Leninismus durch den Trotzkismus zu ersetzen." (J. W. Stalin: 'Trotzkismus oder Leninismus?' In: 'Werke', Band 6, Moskau 1953, SS. 341ff, 363f).

Trotzki bestätigt in seiner Antwort Stalins Vorwurf, dass er die führende Rolle der Partei beim Aufstand unterschätzte. Er muss zugeben, dass 'das Aktionszentrum' des Zentralkomitees

"auf Lenins Rat hin" (L. Trotzki: 'Geschichte der Russischen Revolution', Band 3, London 1967, S. 339).

gebildet wurde.

Er streitet jedoch ab, dass es oder irgendeine andere Parteiorganisation den Aufstand geführt hat. Der Aufstand, so erklärt er, wurde vom Revolutionären Komitee des Petrograder Sowjets allein, mit Trotzki als Vorsitzenden, geleitet:

"Das Revolutionäre Militärkomitee besaß vom Beginn seiner Gründung an die direkte Führung, nicht nur der Garnison, sondern auch der Roten Garden. ... Es gab keinen Platz für irgendein anderes Leitungszentrum. ...

Es gab nur ein einziges revolutionäres Zentrum, das mit den Sowjets verbunden war das war das Revolutionäre Militärkomitee." (L. Trotzki: Ebenda, S. 340f).

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mo 2. Jul 2007, 09:34 
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Beiträge: 16
Eine interessante Sache wäre allerdings auch, die Aktivitäten Stalins beim Oktoberumsturz zu erfahren. Ich habe hier nur eine Quelle, 21 Jahre danach geschrieben, Geschichte der KPdSU:
Kerenski begann seine Aktion am frühen Morgen des 24. Oktober (6. November) damit, dass er durch einen Erlass das Verbot des Zentralorgans der Partei der Bolschewiki „Rabotschi Putj“ (Weg des Arbeiters) anordnete und Panzerautos zum Gebäude der Redaktion des „Rabotschi Putj“ und der Druckerei der Bolschewiki entsandte. Aber um 10 Uhr morgens zwangen Rotgardisten und revolutionäre Soldaten, auf Anweisung des Genossen Stalin, die Panzerautos zum Rückzug und stellten vor der Druckerei und der Redaktion des „Rabotschi Putj“ eine verstärkte Wache auf. Um 11 Uhr früh erschien „Rabotschi Putj“ mit der Aufforderung zum Sturz der Provisorischen Regierung. Gleichzeitig wurden auf Anweisung des Parteizentrums des Aufstands schleunigst Abteilungen revolutionärer Soldaten und Rotgardisten zum Smolny herangezogen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mo 2. Jul 2007, 17:44 
Troll

Beiträge: 16
otschen hat geschrieben:
Eine interessante Sache wäre allerdings auch, die Aktivitäten Stalins beim Oktoberumsturz zu erfahren. [/i]

Entschuldigt, wenn ich mich selbst zitiere, aber meine Frage ist, vereinfacht ausgedrückt, war das alles, was Stalin zum Oktoberumsturz beigetragen hat?


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mo 2. Jul 2007, 20:11 
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Nun ja, Stalin war immerhin zusammen mit 4 anderen Genossen (Swerdlow, Dserschinski, Bubnow und Uritzki) vom ZK mit der unmittelbaren Leitung des Aufstandes betraut, wie bereits aus dem obigen Beitrag von Sergej hervorgeht.
Hier findest du einige weitere Anmerkungen zu Stalins Rolle:
http://www.stalinwerke.de/lebensbeschre ... ng-05.html

Hier ist auch der Abschnitt enthalten, den du zitiert hast. Stalins Rolle ging aber darüber hinaus.

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Eine gut geleitete Staatsregierung muß ein ebenso festgefügtes System haben wie ein philosophisches Lehrgebäude. Alle Maßnahmen müssen gut durchdacht sein, Finanzen, Politik und Heerwesen auf ein gemeinsames Ziel steuern.
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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mo 2. Jul 2007, 21:41 
Troll

Beiträge: 16
@Pawel
Danke für das Material habe es schon verschlungen. Hast du nicht einen link, wo man das gesamte Ereignis, vor allem den Oktober nachlesen kann. Es ist doch eigentlich interessant, wenn man sich mit dem Werkzeug der Organisierung und Durchführung einer Revolution vertraut macht.
Gruß otschen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mo 2. Jul 2007, 21:45 
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Über die Oktoberrevolution:
http://www.marxistische-bibliothek.de/reed.html

Hab es aber noch nicht gelesen, keine Ahnung, wieiviel da über die Rolle Stalins drin steht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mo 2. Jul 2007, 22:49 
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Es gibt da so ein Buch: "10 Tage, die die welt erschütterten" Ist auch als Film sehr sehenswert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mo 2. Jul 2007, 23:25 
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Beiträge: 353
Zitat:
Es gibt da so ein Buch: "10 Tage, die die welt erschütterten"....


....das ich oben bereits verlinkt hab.

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Eine gut geleitete Staatsregierung muß ein ebenso festgefügtes System haben wie ein philosophisches Lehrgebäude. Alle Maßnahmen müssen gut durchdacht sein, Finanzen, Politik und Heerwesen auf ein gemeinsames Ziel steuern.
Ein System kann aber nur aus einem Kopfe entspringen; also muß es aus dem des Herrschers hervorgehen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mo 2. Jul 2007, 23:41 
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Ach ja. Nun gut, das Buch habe ich auch noch nicht gelesen, aber den Film gesehen. Der war sehr rot. Soweit ich mich aber erinnere, kommt Stalin da nicht groß vor. Was aber daran liegen kann, das der Film von 1982 ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Di 3. Jul 2007, 17:21 

Beiträge: 79
über stalins rolle während der revolution ist folgendes auch sehr intressant:

http://www.stalinwerke.de/stalin-eine-n ... index.html

kapitel 2, beide teile.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Di 3. Jul 2007, 20:15 
Troll

Beiträge: 16
Woschod hat geschrieben:
Ach ja. Nun gut, das Buch habe ich auch noch nicht gelesen, aber den Film gesehen. Der war sehr rot. Soweit ich mich aber erinnere, kommt Stalin da nicht groß vor. Was aber daran liegen kann, das der Film von 1982 ist.

Das hat sicher nichts damit zu tun, dass der Film von 1982 ist. 1982 ist L. Breshnew gestorben und wurde von Andropow abgelöst. Kurze Zeit später musste dieser durch Tschernenkow ersetzt werden. Diese Parade der Greisenliga hat der SU mehr geschadet und war keinesfalls eine Art Opposition zu Stalin. Der Film ist also keine Verfilmung im Zeichen der Perestroika. Das Buch "10 Tage, die die Welt veränderten" habt ihr mir empfohlen. Ich bin noch nicht fertig mit lesen. Aber Stalin kommt darin eigentlich fast gar nicht vor. Ich empfinde es als Augenzeugenbericht. Lenin schreibt im Vorwort:
VORWORT ZUR AMERIKANISCHEN AUSGABE:
Mit größtem Interesse und nicht erlahmender Aufmerksamkeit las ich John Reeds Buch "Zehn Tage, die die Welt erschütterten", und ich möchte es den Arbeitern in aller Welt von ganzem Herzen empfehlen. Dies ist ein Buch, das ich in Millionen von Exemplaren verbreitet und in alle Sprachen übersetzt wissen möchte. Es gibt eine wahrheitsgetreue und äußerst lebendige Darstellung der Ereignisse, die für das Verständnis der proletarischen Revolution und der Diktatur des Proletariats von größter Bedeutung sind. Diese Probleme werden gegenwärtig weit und breit diskutiert, aber bevor man diese Ideen annimmt oder verwirft, muß man die ganze Bedeutung einer solchen Entscheidung begriffen haben. Ohne Zweifel wird John Reeds` Buch zur Klärung dieser Frage beitragen, die das Grundproblem der internationalen Arbeiterbewegung ist.
Geschrieben 1919. Lenin


Nun frage ich mich, wieso man in einem prostalinistischen Forum gerade dieses Buch empfiehlt. Zeitgenössische Berichte über revolutionäre konkrete Aktivitäten Stalins während der Oktoberrevolution habe ich bisher nicht finden können. Meiner Meinung nach hat er eine eher passive Rolle gespielt. Ich kann mir denken, dass ich den eingessenen Mitgliedern dieses Forums als Ketzer erscheine. Und ich lästere weiter, aber nicht um zu provozieren, sondern um der Sache auf den Grund zu kommen.
In Reeds Buch "10 Tage..." habe ich einmal durch eine Suchfunktion des Computers nachgeforscht, wie oft der Name verschiedener Revolutionäre, die mir bekannt sind, erwähnt wird. Dabei ist völlig egal, in welchem Zusammenhang. Es folgt folgende Hitparade:

1. Platz Lenin, 79 mal
2. Platz Trotzki 72 mal
3. Platz Kamenew 32 mal
4. Platz Sinowjew 12 mal
5. Platz Nogin 9 mal
6. Platz Rykow 7 mal
7. Platz Stalin nur 2 mal erwähnt.

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit der vorkommenden Personen, aber sie würden Stalins Platz auch nicht gerade verbessern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Di 3. Jul 2007, 20:59 
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Beiträge: 4023
otschen hat geschrieben:
Das hat sicher nichts damit zu tun, dass der Film von 1982 ist. 1982 ist L. Breshnew gestorben und wurde von Andropow abgelöst. Kurze Zeit später musste dieser durch Tschernenkow ersetzt werden. Diese Parade der Greisenliga hat der SU mehr geschadet und war keinesfalls eine Art Opposition zu Stalin.


Stalin war seit '56 No Go Area. Egal welche Greisen das Sagen hatten oder nicht.

Zitat:
Nun frage ich mich, wieso man in einem prostalinistischen Forum gerade dieses Buch empfiehlt.


Ich bin der Meinung, das es eines der besten Bücher über den Oktober ist, habe es aber selber nicht gelesen. Sollte meine Meinung von dem Buch falsch sein, lasse ich mich gerne eines besseren belehren.

Zitat:
Zeitgenössische Berichte über revolutionäre konkrete Aktivitäten Stalins während der Oktoberrevolution habe ich bisher nicht finden können.


Da sind mir auch keine weiter bekannt. Ludo Martens, Henrii Barbusse, Lion Feuchtwanger, Michael Sayers, Albert E. Kahn, Max Seydewitz gehen meines Wissens nach auf oft vermehrt auf die Zeit nach 1917, insbesondere die Zeit des Bürgerkrieges ein.

Zitat:
Meiner Meinung nach hat er eine eher passive Rolle gespielt.


Ludo Martens schreibt in "Stalin anders betrachtet":

Erst nach der Februarrevolution von 1917 konnte Stalin nach Sankt Petersburg zurückkehren, wo er in den Vorstand des Russischen Büros gewählt wurde. Er übernahm auch wieder die Leitung der Prawda. Auf der Parteikonferenz im April 1917 erzielte er bei der Wahl für das Zentralkomitee stimmenmäßig den 3. Platz. Als im Juli die Prawda von der provisorischen Regierung geschlossen und mehrere bolschewistische Parteiführer verhaftet wurden, musste Lenin sich in Finnland verbergen. Stalin übernahm die Führung der Partei.

Im August legte er im Namen des Zentralkomitees dem 6. Parteitag seinen Rechenschaftsbericht vor. (...)

Zum Zeitpunkt des Oktoberaufstandes von 1917 gehörte Stalin mit weiteren vier ZK-Mitgliedern dem revolutionären Militärkomitee an. Kamenew und Sinowjew widersetzten sich öffentlich der Machtübernahme durch die Bolschewistische Partei, unterstützt von Rykow, Nogin, Lunatscharski und Idiljutin. Stalin jedoch bewirkte dass der Vorschlag Lenins, Kamenew und Sinowjew aus der Partei auszuschließen, abgewiesen wurde. (...)

Stalin wurde als erster Volkskommissar für Nationalitätenfragen ernannt. (...)

Wir können also schlussfolgern, dass Stalin in den Jahren 1901-1917 von den Anfängen der Bolschewistischen Partei an bis zum Sieg der Oktoberrevolution ein konsequenter Verfechter der von Lenin ausgearbeiteten Linie war. Kein anderer bolschewistischer Parteiführer konnte sich einer solchen beständigen und vielfältigen Tätigkeit rühmen. Von Anfang an ist Stalin Lenin gefolgt, zu einer Zeit, da es unter den sozialistischen Intellektuellen nur eine begrenzte Anzahl von Leninanhängern gab. Im Gegensatz zu den meisten anderen bolschewistischen Parteiführern ist Stalin ständig mit der russischen Realität und den im Lande tätigen Mitgliedern in Kontakt geblieben. Er kannte diese aktiven Parteimitglieder genau, war er doch mit ihnen zusammen im offenen Kampf, in der Illegalität, in Gefängnissen und in Sibirien gewesen. Stalin verfügte über sehr weitgehende Kompetenzen: Er hatte den bewaffneten Kampf im Kaukasus geleitet sowie Kämpfe im Untergrund; er hatte Gewerkschaftsaktionen organisiert, illegale und legale Zeitungen herausgegeben, legale und parlamentarische Arbeit geleistet, und er kannte sowohl die nationalen Minderheiten als auch das russische Volk.


Auch Martens geht in seinem Buch recht knapp auf die Oktoberrevolution ein, was aber auch daran liegen kann, das er sich schwerpunktmäßig den späteren Zeiten widmet.

Zitat:
Ich kann mir denken, dass ich den eingessenen Mitgliedern dieses Forums als Ketzer erscheine.


Da mach dir mal nicht zuviele Sorgen. :redstar160:

Zitat:
1. Platz Lenin, 79 mal
2. Platz Trotzki 72 mal
3. Platz Kamenew 32 mal
4. Platz Sinowjew 12 mal
5. Platz Nogin 9 mal
6. Platz Rykow 7 mal
7. Platz Stalin nur 2 mal erwähnt.


Was in der Tat wenig ist. Aber noch nichts über das Buch oder Stalins Rolle aussagt. Es bekräftigt eher die Aussage Stalins wie sie als Erstes in diesem Faden zitiert wurde.

Ich habe mich selber relativ wenig mit der Thematik auseinander gesetzt, deshalb bin ich auch erst spät in diesen Faden eingestiegen. Aber ich finde es durchaus interessant, das Thema zu vertiefen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Di 3. Jul 2007, 22:48 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
naja okay ... Trotzki wurde etwas 35 mal öfter erwähnt als Stalin. Das muss aber nichts heißen. Klar hatte Trotzki "viel gemacht", nur das was er gemacht hat war viel Käse und zwar ein ziemlich stinkender (Ich gebe zu das Buch 10 Tage selbst nicht gelesen zu haben und kenne als Film eine italienisch-sowjetische Koproduktion, wo Stalin tatsächlich kaum vorkam, Trotzki aber nicht wesentlich öfter und nicht gerade heldenhaft. In diesem Film hatte Stalin nur wenige Sätze gesprochen, fragt mich bitte nicht was, da müsste ich nochmal den Film anschauen und er war ein aufmerksamer Zuhörer. Das zeichnet einen aktiven Politiker übrigens mehr aus als alles machen zu wollen und am ende dumm darzustehen. Gemerkt habe ich mir aber folgendes: das was er sagte war klug und richtig ... wenn ich die szene finden sollte, werde ich die mal bei youtube hochladen). Was den Verlauf bis zur Oktoberrevolution angeht so empfiele ich hier ein Werk von Bill Bland: "Trotzki gegen die Bolsheviki". Es ist sehr ausführlich und extrem trocken geschrieben, zeigt aber das wirkliche Wesen von Trotzki und seinen wirklichen Nutzen für die Oktoberrevolution:
hier ist es einzulesen (ich meine auch den obigen Abschnitt aus diesem Buche zu haben: http://www.kpaufbau.de/html/to-wzp/to-wzp8.htm).
Eine weitere sehr gute Ausgabe wurde von der KPD(B) ausgegeben (ohne jetzt Werbung für die Partei machen zu wollen :D ) Heft Nr. 98: wesentlich flüssiger geschrieben und in den allermeisten Punkten auch zutreffend. Da es keine online Version gibt, kann ich hier aber nix einbringen im Moment^^

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mi 4. Jul 2007, 17:39 
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Beiträge: 16
@Danke an Sergej für den ausgezeichneten Link

Weiter oben schrieb ich, dass Stalin im Oktober 1917 wohl eher eine passive Rolle gespielt hat. Ich möchte diese Bemerkung hiermit relativieren. Kann es nicht sein, dass Stalin in dieser Zeit eher der persönliche Sekretär Lenins war? Er war der Verbindungsmann Lenins zu revolutionären Aktivgruppen und der Presse, war also durchweg in der Organisation und Leitung hinter den Kulissen beschäftigt? Und stand somit im Schatten der revolutionären Person Lenins? Ein undankbarer aber wichtiger Job! Jedenfalls würde es die spätere innige Beziehung Stalins zum erkrankten Lenin und der der Treue zur Leninschen Linie belegen.
Natürlich ist dies nur ein Gedankenspiel von mir. Mitunter kommt man zu solchen Schlussfolgerungen, wenn man sich nur etwas in die damalige Lage verdenkt. Besser wären natürlich zeitgenössische Quellen. Aber diese findet man bei Jesus auch nicht und trotzdem wird daran geglaubt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mi 4. Jul 2007, 17:53 
Möchtegernputschist
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möglich wäre es ....

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mi 4. Jul 2007, 17:57 
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Beiträge: 4023
otschen hat geschrieben:
Kann es nicht sein, dass Stalin in dieser Zeit eher der persönliche Sekretär Lenins war?


Ihm oblag die Führung der Partei und er war Mitglied des revolutionären Militärkomitee. Das ist wohl ein bisschen mehr als "nur" Sekretär.

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mi 4. Jul 2007, 18:14 
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Beiträge: 16
Woschod hat geschrieben:
otschen hat geschrieben:
Kann es nicht sein, dass Stalin in dieser Zeit eher der persönliche Sekretär Lenins war?


Ihm oblag die Führung der Partei und er war Mitglied des revolutionären Militärkomitee. Das ist wohl ein bisschen mehr als "nur" Sekretär.

Es war ein Gedankenspiel! "Führung der Partei" ohne größere zeitgenössische Erwähnung in selbst im kurzen Lehrgang der Geschichte der KPdSU während des Oktoberaufstandes? Nach Deiner Definition kämpfte er am Schreibtisch. Nach meiner Meinung kämpfte er aktiv. Ich werde mich nicht weiter darüber streiten. Ich wollte nur eine Brücke schlagen......


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Mi 4. Jul 2007, 18:17 
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Beiträge: 4023
"Kämpfen" ist mehr, als nur mit dem Gewehr an der Front stehen. Sonst könnte man ihm ja auch vorwerfen, dass er im 2. WK niemals wirklich gegen die Deutschen Agressoren gekämpft hätte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Do 5. Jul 2007, 19:09 

Beiträge: 2008
Woschod hat geschrieben:
"Kämpfen" ist mehr, als nur mit dem Gewehr an der Front stehen. Sonst könnte man ihm ja auch vorwerfen, dass er im 2. WK niemals wirklich gegen die Deutschen Agressoren gekämpft hätte.


Kurz, knapp und voll ins "Schwarze" getroffen. :redstar160:
Noch zweifel @otschen? ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Sa 7. Jul 2007, 09:32 
Troll

Beiträge: 16
gewe hat geschrieben:
Woschod hat geschrieben:
"Kämpfen" ist mehr, als nur mit dem Gewehr an der Front stehen. Sonst könnte man ihm ja auch vorwerfen, dass er im 2. WK niemals wirklich gegen die Deutschen Agressoren gekämpft hätte.


Kurz, knapp und voll ins "Schwarze" getroffen. :redstar160:
Noch zweifel @otschen? ;)


Woran sollte ich zweifeln? Wenn Ihr sagt, dass Stalin in den Oktobertagen aktiv gekämpft hat so musste man dass glauben. Auch wenn’s keiner gesehen hat und keiner bezeugt und niemandem aufgefallen ist. Wer weiß denn, was er getan hat, wenn die wirklich Aktiven dieser Tage, deren mutiger Kampf allgemein bemerkt wurde, die etwas von Stalins Kampf berichten könnten, von ihm später reihenweise ausgeschaltet wurden. Und nachdem sie ausgeschaltet waren lässt Stalin den kurzen Lehrgang der Geschichte der KPdSU (B) schreiben. Habt Ihr ihn gelesen? Wollt Ihr die Hitparade 1938 der erwähnten Bolschewiki sehen? Hier ist sie: :musik_laut:
1.Platz Lenin, 777 mal
2.Platz Stalin, immerhin 188 mal
3.Platz Trotzki, trotz allem 183 mal
4.Platz Bucharin, 68 mal
5.Platz Sinowjew, 65 mal
6.Platz Kamenew, 46 mal
7.Platz Nogin, 2 mal namentlich erwähnt.
Dieser Lehrgang wurde 21 Jahre nach der Oktoberrevolution geschrieben. An Trotzki und den weniger gut platzierten Revolutionären wurde kein gutes Haar gelassen. Lenin steht außer jeder Kritik und Stalin ist wie Phönix aus dem Arsch entstanden. Der kurze Lehrgang ist wie vieles andere von Stalin eine Fälschung der Realität. Zitat Stalin: „Vor Erfolgen von Schwindel befallen“ :denknach: .....
Zum 17. Parteitag der KPdSU (B) wurden zu Gunsten Stalins Wahlergebnisse gefälscht, sonst hätte Kirow besser ausgesehen als er. Im Dezember 1934 wurde ebendieser Kirow ermordet. Das war der Auftakt zu Säuberungen. Das stinkt nach Reichstagsbrand und –prozess. .....
Wir zweifeln nicht und fragen nicht. ... :denknach:
Ich wollte mit meinem Gedankenspiel, Stalin als persönlicher Sekretär Lenins, eine Möglichkeit diskutieren mit der man Stalins Unscheinbarkeit während der Oktobertage erklären kann. Irgendwo irgendwie Mitglied zu sein heißt noch lange nicht Kämpfer zu sein.
Dieses Forum ist nicht neutral – es ist parteilich. Es trieft vor Lobhudelei. Ich werde froh sein können, wenn man meinen Artikel hier nicht löscht.
Die Periode der Oktoberrevolution ist 1989 zu Ende gegangen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Sa 7. Jul 2007, 09:52 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
Der kurze Lehrgang ist wie vieles andere von Stalin eine Fälschung der Realität.


Natürlich ist er das. Es geht ja um Politik. Auch Trotzkis Geschichte der Revolution ist voller Lügen und Verzerrungen.

Politiker lügen, sobald sie den Mund öffnen. Die Frage ist hingegen, was sie im Schilde führen, wenn sie lügen. Nur in letzterem unterscheiden sie sich.

_________________
Der Hunsch wars!


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Sa 7. Jul 2007, 10:01 
Administrator
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Beiträge: 4023
otschen hat geschrieben:
Zitat Stalin: „Vor Erfolgen von Schwindel befallen“


Ein unpassenderes Zitat hast Du vermutlich nicht gefunden?

Zitat:
Dieses Forum ist nicht neutral – es ist parteilich.


Selbstverständlich. Oder wie Numa so schön sagte: "... alle Formen der Dummheit mit ihrem bewundernswert geringem Hang zum Liberalismus unterdrücken."

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Sa 7. Jul 2007, 13:50 

Beiträge: 2008
Oooch, nee wie niedlich. Jetzt habe ich doch den @otschen mit einer kleinen, lustigen Bemerkung zum großen Heulen gebracht.
Ich schlimmer, schlimmer, parteilicher Lobhudelist.

Na jedenfalls freut es mich, dass woschods kurzes, zutreffendes Argument noch kräftiger eingeschlagen hat, als es das ohnehin schon tat.

So und nun verehrter @otschen kannste auch noch gerne die restliche Liste der Argumente Deiner trotzkistischen Freunde hier ausbreiten. Ob es was bringt, wage ich zu bezweifeln. Über diese Dinge haben wir schon lange und ausführlich diskutiert. Mir fällt jetzt keins Deiner Argumente als neue Frage auf.

Die Antworten? Die findest Du hier im Forum in zahlreichen Beiträgen. Nur die Mühe des Suchens kann ich Dir nicht abnehmen. Auch nicht die des Lesens und des Denkens. :opa:

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Sa 7. Jul 2007, 18:17 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
hm irgendwie hört sich das Geschreibsel stark nach einem user an, der schon mal hier war und gelöscht wurde, weil er schlicht weg nervte. dies konnte dieser user irgendwie nie wirklich verkraften und polterte mehrmals gegen uns. Sei es in irgendwelchen e-mails, irgendwelchen Gästebüchern oder in anderen Foren - z.B. das der MLPD oder von unserem lieben Glatzen-Sascha. Und seltsamerweise: als dieser sein Forum schließt, weil er nach Buxtehude fährt und nicht mehr administrieren konnte (nich, dass er es überhaupt irgendwie konnte), taucht hier im Forum wieder einer auf der vom Wortlaut, Argumenten (unterstellen wir mal, dass das Aufzählen von Namen in irgendwelchen Büchern Argumente sind) und Verwendung der smilies diesem user doch irgendwie ähnlich ist. Ist es nur Zufall und das Ergebnis meiner Phantasien (ich war jetzt heute den ganzen Tag auf der anti-nazi-demo in frankfurt und die starke Sonneneinstrahlung und mein Schlafmangel haben mich doch etwas zu schaffen gemacht), oder liegt doch etwas an der Sache dran?

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzkis Rolle während der Oktoberrevolution
BeitragVerfasst: Sa 7. Jul 2007, 18:30 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Zitat:
Ich wollte mit meinem Gedankenspiel, Stalin als persönlicher Sekretär Lenins, eine Möglichkeit diskutieren mit der man Stalins Unscheinbarkeit während der Oktobertage erklären kann.

nun ich bin kein Freund von Gedankenspielen, Vermutungen, Anmaßungen ... sowas erlebe ich schon genug im real-life, im Forum muss ich das nicht auch noch haben. Ostchen, stell keine Vermutungen auf, bringe Fakten und Ergebnisse, denn wer sich das Recht nimmt Vermutungen aufzustellen, so hat er die Pflicht diese zu beweisen (und das Aufzählen davon, wie oft ein Name in einem Buch erwähnt wird, taugt als Argument nichts).
Und werfe bitte uns nicht vor, wir würden alles so kopfnickend annehmen. Wie kommst du darauf, das wir so sind? Vor allem so ein furchtbar schnelles Urteil deinerseits? Allwissend scheinst du ja mal nicht zu sein, vielleicht ein altbekannter oder wenigstens einer der im Forum aufmerksam mitgelesen hat? Na dann muss es dir doch sehr leicht fallen uns schlagartig zu widerlegen. Tust du aber irgendwie nicht ... sehr komisch alles.

Zitat:
Dieses Forum ist nicht neutral – es ist parteilich.


lass es mich mal so sagen: das ist mit Abstand der Hauptgrund, was ich an diesem Forum so schätze. WEie gesagt, Idioten kenne ich im wahren Leben mehr als genug, also verschont mich doch wenigstens in der virteullen damit :D

Zitat:
Es trieft vor Lobhudelei.

ja sicher ... nur nicht was die Person und Politik Stalins betrifft.
Die Lobhudelheien beschränken sich zu sagen wir mal 99% auf die user selbst, allen voran Numa und meine wenigkeit. Aber auch die Lobeshymnen auf Woschod, gewe und ben sind nicht ohne. Wenn einer damit nicht klar kommt, dann ist es sein Problem, dann soll er aber bitte nicht rummotzen^^

Zitat:
Ich werde froh sein können, wenn man meinen Artikel hier nicht löscht

ich hoffe doch, dass du jetzt etwas beruhigt bist und dein Herz nicht mehr mit den Wirkstoffen des Fingerhuts behandeln lassen musst ;)

Zitat:
Die Periode der Oktoberrevolution ist 1989 zu Ende gegangen.

alleine wegen dieser einmaligen Erkenntnis, sollten wir dich zum 5. Klassiker ernennen

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