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 Betreff des Beitrags: Trotzki: Lenins Methoden
BeitragVerfasst: So 25. Mär 2007, 02:09 
Administrator
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Beiträge: 4023
Aus Trotzkis Broschüre "Unsere politischen Aufgaben":

Zitat:
"Lenins Methoden führen zu folgendem Ergebnis: zuerst tritt die Parteiorganisation an die Stelle der ganzen Partei; dann nimmt das Zentralkomitee die Stelle der Organisation ein und schließlich ersetzt ein einziger "Diktator" das Zentralkomitee (...) Für ihn ist der Marxismus keine Methode der wissenschaftlichen Analyse, die große theoretische Verpflichtungen mit sich bringt; der Marxismus ist für ihn (...) ein Putzlappen, wenn es darum geht, die Spuren zu verwischen, ein weißer Wandschirm, wenn es gilt, die eigene Größe darzutun, und ein zusammenklappbares Metermaß, wenn es um die Moral der Partei geht."

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzki: Lenins Methoden
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:13 
Literat

Beiträge: 2947
Zitat:
und schließlich ersetzt ein einziger "Diktator" das Zentralkomitee


Und? Haste'n Problem damit, Lew Dawidowitsch?

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Der Hunsch wars!


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzki: Lenins Methoden
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:13 
Administrator
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Beiträge: 4023
Zitat:
Zitat:
und schließlich ersetzt ein einziger "Diktator" das Zentralkomitee


Und? Haste'n Problem damit, Lew Dawidowitsch?


Ich nicht, aber Lew anscheinend. Und von dem lass ich mir den Lenin nicht als Putzfrau bezeichnen, schliesslich hat der die ersten Gulags gebaut.

PS: Ironie bitte selber an die entsprechenden Stellen positionieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzki: Lenins Methoden
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:14 

Beiträge: 131
Trotzki war doch am Anfang Menschewik und hatte scharfe Kritik an Lenin geübt. Seltsamerweise fand er später Lenin doch ganz toll.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzki: Lenins Methoden
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:14 
Administrator
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Beiträge: 4023
Trotzki hat 1917 versucht, seine Fahnen in den Wind zu halten, konnte aber den Fahnenstiel nicht lange genug halten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzki: Lenins Methoden
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:14 

Beiträge: 236
Jaja der Trotzki,
am Anfang ein Sozialist mit einigen Revisionistischen Gedanken und großen Plänen und hohen Ziel. Dann als klar war, dass er seine Träume und sein Lebensziel nicht erreichen konnte ein verbitterter Mensch voll Hass auf Stalin, der ihn besiegt hatte und der ihn alles zunichte gemacht hatte. Der Hass und die Verbitterung machten ihn blind und ließen nicht erkennen was tat und schrieb, wen er bekämpfte und wem er nutzte. Ein armer Mensch!! Für immer als Revisionist, Verräter und Helfershelfer der Imperialisten und Faschisten gebrandmarkt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzki: Lenins Methoden
BeitragVerfasst: Di 10. Apr 2007, 00:14 
Troll

Beiträge: 145
Ich weiß bis jetzt noch wenig über Trotzki, daher kann ich mich nur auf 2 Kritikpunkte beschränken: 1. T. hat die aufständischen Kronstädter Matrosen erschießen lassen. Deren Tod kündigte er mit den Worten an: "wenn ihr euch nicht sofort ergebt, werdet ihr wie Rebhühner abgeknallt".
2. T. war ein Feind der Bauern,so sprach er verächtlich vom Dorfidiotismus.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzki: Lenins Methoden
BeitragVerfasst: Mi 15. Aug 2007, 08:48 
Peter hat geschrieben:
,so sprach er verächtlich vom Dorfidiotismus.


Die Bauern waren damals meines Wissens nach tatsächlich sehr ungebildet. Von daher ist der Begriff doch gar nicht so ungerechtfertigt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzki: Lenins Methoden
BeitragVerfasst: Mi 15. Aug 2007, 10:27 

Beiträge: 4
Flora hat geschrieben:
Die Bauern waren damals meines Wissens nach tatsächlich sehr ungebildet.


Das sehe ich auch so und darin sehe ich den Grund für den weit verbreiteten Dogmatismus.... damals in harten Zeiten hatte man einfach nicht die Zeit alle auf einen Wissensstand zu bringen, damit sie den Marxismus auch verstehen, da war es einfacher den Leuten "Phrasen" mit auf den Weg zu geben, Grundsätze an die man sich ahlten konnte ohne irgendwelche Hintergründe wissen zu müssen. Damals war das sicher von Vorteil aber wie kommt man heute wieder davon weg?


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzki: Lenins Methoden
BeitragVerfasst: Mi 15. Aug 2007, 15:56 

Beiträge: 2008
Ich halte es da mehr mit dem Grundsatz: "Der Ton macht die Musik".
Trotzkis Formulierung drückt seine Mißachtung gegenüber der Bauernschaft aus. Statt den tatsächlich sehr ungebildeten Bauern als Idioten zu bezeichnen, hätte er es auch freundlicher und nicht mißachtend formulieren können ... wenn er es denn auch gewollt hätte.
Es hatte ja bekannte Gründe, dass die Bauern derart ungebildet waren. Sie durften, erst wenige Jahrzehnte nach Abschaffung der Leibeigenschaft in Rußland, für die Gutsherren täglich mehr als 12 Stunden schuften. Wo bleibt da Lust, Kraft und Zeit zum Lernen? Das diesen Menschen dann noch vor zu werfen, ist von Trotzki mehr als verwerflich.

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Trotzki: Lenins Methoden
BeitragVerfasst: Mi 15. Aug 2007, 22:01 

Beiträge: 79
Peter hat geschrieben:
T. war ein Feind der Bauern,so sprach er verächtlich vom Dorfidiotismus.


karl Marx hat geschrieben:
Die Bourgeoisie hat das Land der Herrschaft der Stadt unterworfen. Sie hat enorme Städte geschaffen, sie hat die Zahl der städtischen Bevölkerung gegenüber der ländlichen in hohem Grade vermehrt und so einen bedeutenden Teil der Bevölkerung dem Idiotismus des Landlebens entrissen. Wie sie das Land von der Stadt, hat sie die barbarischen und halbbarbarischen Länder von den zivilisierten, die Bauernvölker von den Bourgeoisvölkern, den Orient vom Okzident abhängig gemacht.


aus dem Manifest der KP

auch marx benutzt den begriff idiotismus. marx bezieht sich jedoch nicht auf die heutige bedeutung dieses begriffes, sondern auf die ursprüngliche des griechischen wortes "idiotes", was soviel bedeutet wie "nicht über den eigenen tellerrand hinausblicken" oder "sich nur um seine eigenen belange kümmern und nicht um die der gesellschaft". das könnte man auch trotzki zugute halten. könnte man. ich denke jedoch, dass trotzki die heutige bedeutung des wortes meinte.



Woschod hat geschrieben:
Und von dem lass ich mir den Lenin nicht als Putzfrau bezeichnen, schliesslich hat der die ersten Gulags gebaut.


die ehre gebührt dann doch dem zaren.


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