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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 20:40 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 24.01.2005 13:16

Bertolt Brecht, 1956

"1) Der Ausbruch aus der Barbarei des Kapitalismus kann selber noch barbarische Züge aufweisen. Die erste Zeit der proletarischen Herrschaft mag dadurch unmenschliche Züge aufweisen, daß das Proletariat, wie Marx es beschreibt, durch die Bougeoisie in der Entmenschtheit gehalten wird. Die Revolution entfesselt wunderbare Tugenden und anachronistische Laster zugleich. Die Befreiung von den Lastern braucht mehr Zeit als die Revolution. Sie wird schon beim zweiten mal (in China) etwas leichter sein und auch in weniger rückständigen Ländern, wo die ursprüngliche Akkumulation von Kapital bereits fortgeschrittener ist.
2) Eine der schlimmen Folgen des Stalinismus ist die Verkümmerung der Dialektik. Ohne Kenntnis der Dialektik sind solche Übergänge wie der von Stalin als Motor zu Stalin als Bremse nicht verstehbar. Auch nicht die Negierung der Partei durch den Apparat. Auch nicht die Verwandlung von Meinungskämpfen in Machtkämpfe. Noch das Mittel der Idealisierung und Legendisierung einer führenden Person zur Gewinnung der großen rückständigen Masse in eine Ursache der Distanzierung und Lahmlegung dieser Massen.
3) Die geschichtliche Würdigung Stalins bedarf der Arbeit der Geschichtsschreiber. Die Liquidierung des Stalinismus kann nur durch eine gigantische Moblisierung der Weisheit der Massen durch die Partei gelingen. Sie liegt auf der geraden Linie zum Kommunismus."

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 20:40 
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Geschrieben: 24.01.2005 14:46 Woschod

Bild

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“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 20:41 

Beiträge: 131
Geschrieben: 24.01.2005 20:06 Cenk

Wow,wirklich schön,diese Zitate werde ich gerade für meine Homepage brauchen


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 21:26 
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Beiträge: 4023
Geschrieben: 24.01.2005 20:43 Woschod

Zitat:
Wow,wirklich schön,diese Zitate werde ich gerade für meine Homepage brauchen
[/QUOTE]


Zeigste uns die Homepage auch mal?

Sag ma, kommst Du zufällig aus mün***** in der Sch****?

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 21:28 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Geschrieben: 24.01.2005 22:24 Sergej

jo diese zitate werde ich auch für meine HP nehmen

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 21:29 
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Geschrieben: 24.01.2005 22:27 Woschod

Zitat:
jo diese zitate werde ich auch für meine HP nehmen
[/QUOTE]


Du kannst uns die auch ma zeigen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 21:29 
Möchtegernputschist
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Beiträge: 1624
Geschrieben: 24.01.2005 22:30 Sergej

is noch inner vorberietung..aber wenn sie onkline ist zeige ichj sie auf jeden fall

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 21:31 
Literat

Beiträge: 2947
ANFANG NEUER FADEN

Stalin-Lyrik

Geschrieben: 18.10.2004 18:39

Asmodai hat vorgeschlagen, ich solle hier "Venus und Stalin" von Peter Hacks reintippen und natürlich werde ich das nicht tun. Ich finde das Gedicht für dieses Forum etwas zu anakreontisch. Soll mich also schelten, wer will.
Stattdessen werde ich ein Gedicht vom gleichen Dichter hier reinschreiben, das auch mit Stalin zu tun hat. Es heißt "Denkmal für ein Denkmal (I)". Es gibt zu diesem Gedicht ein Gegenstück (wieder vom gleichen Dichter, versteht sich) mit dem Titel "Denkmal für ein Denkmal (II)", in dem es um das in Berlin abgerissene Lenin-Denkmal geht. Darin stehen folgende beiden Zeilen: "Als sie Stalin kippten, das war klar / War auch Lenin nicht mehr lang zu haben".
Was Peter Hacks angeht, so sei noch einmal erwähnt, daß es sich um den größten Dichter des 20. Jahrundert, genaugenommen den größten Dichter seit Goethe handelt ...
Doch still! das Gedicht kommt:


Denkmal für ein Denkmal (I)

Wenn ich mit meiner Gemahlin
Im Traum durch das Kino geh,
Steht ein schöner schwarzer Stalin
Auf seiner gelben Allee.

Von marmornem Sockel gibt er
Den Sieg der Völker bekannt.
In die Litewka schiebt er
Die müde rechte Hand.

Noch hält er in der Linken
Den großen Schlachtenplan.
Er läßt ihn achtlos sinken.
Die Arbeit ist getan.

Er blickt sehr würdig, seiner
Sehr sicher auf die Stadt,
Unangestrengt wie einer,
Der sie gerettet hat.

Der plumpe Narr Nikita
Zog ihn aus dem Betrieb.
Er tat es seinem Gebieter
In Washington zulieb.

Der Weltlauf ist gewendet.
Die Helden stürtzen hin.
Die Alte Zeit geschändet,
Die Zukunft ohne Sinn.

Allein die Heimatgedichte
Beklagen das klaffende Loch
In der Heimatgeschichte.
Gäb Gott, er stände noch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 21:31 
Moderator

Beiträge: 384
Geschrieben: 18.10.2004 19:11 Asmodai

Vielen Dank, zwar hätte ich "Venus und Stalin" auch gerne gesehen, aber "Denkmal für ein Denkmal (I)" ist natürlich ebenso gut.

Ich bin übrigens ohnehin der Meinung, daß ohnehin eine Sparte für Sozialistische Künstler eingerichtet werden sollte. Was hältst du davon, Webmaster? (Und ihr anderen natürlich auch) Sozialistische Lyrik würde das Forum zieren, sozialistische Bilder würden es schmücken. Auch die politischen Urteile der Künstler könnten dort stehen.

Also, wie wär's?


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 21:32 
Administrator
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Beiträge: 4023
Geschrieben: 18.10.2004 22:29 Woschod

Ich wills auch sehen!



Umfrage:
{POLL}
1=Venus und Stalin posten [1=JA!!!|2=Och nööö....]
{/POLL}

{POLLREQUIREDUSERMODE=1}
{POLLACTION=Abschicken}

Hier sind die Ergebnisse:
JA!!!: {POLLVOTES1.1=7} Och nööö....: {POLLVOTES1.2=0}


{POLLVOTERS=1,7,20,11,8}

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 21:33 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 19.10.2004 10:33

Schon gut. Bevor hier noch Demokratie ausbricht, mache ich dieser Merheitsfieselei mal ein Ende und übertrage das Gedicht ins Digitale.


Denkmal für ein Denkmal (II)

Was für roter Fels im Heidesand,
Wirre Blöcke, ungefüge Kloben?
Wie gelangt Granit ins märkische Land?
Welche Eiszeit hat ihn hergeschoben?

Lenins Trümmer sind dies. Letztes Jahr
Ward sein Bild zerstört und hier vergraben.
Als sie Stalin kippten, das war klar,
War auch Lenin nicht mehr lang zu haben.

Terror kann der Leninbilder spotten,
Doch nicht Lenins Wort im Wald versenken.
Terror kann die Denkmäler verschrotten,
Nicht das Denken.



Ohje, war ja gar nicht das richtige Gedicht! (Ist aber auch nicht so übel.)

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 21:33 
Administrator
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Beiträge: 4023
Geschrieben: 19.10.2004 11:21 Woschod

Zitat:
Ohje, war ja gar nicht das richtige Gedicht! (Ist aber auch nicht so übel.)
[/QUOTE]


Ich werde das Gefühl nicht los, Du machst das mit Absicht!

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 21:34 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 19.10.2004 11:35

Das ist wie beim Dichten: Da ist immer auch ein bißchen Unterbewußtsein mit im Spiel.
Aber vielleicht mache ich ja noch unterbewußt das richtige.

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 21:34 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 19.10.2004 14:13

Machen wir also das Tripel voll.


Venus und Stalin

Sie, ihre Füße badend, trägt kein Kleid,
Das zu durchnässen sie vermeiden müßte.
Sie zeigt dem All in Sommerheiterkeit
Den Hintern und die weltberühmten Brüste.

Er, nebst noch einer Schreibkraft, prüft, erwägt,
Am Saum des Quellbachs hingestreckt, Berichte.
Damit sie Zephir nicht von dannen trägt,
Benutzt er Kieselsteine als Gewichte.

Gelegentlich läßt er das Auge ruhn,
Das väterliche, auf den prallen Lenden
Der Göttin, die, versunken in ihr Tun,
Ein Bein gewinkelt hebt mit beiden Händen.

Ein milder Glanz geht, eine stille Pracht
Unwiderstehlich aus von diesem Paar.
Die Liebe und Sowjetmacht
Sind nur mitsammen darstellbar.

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