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Diskussionen über sozialistische Geschichte, Gegenwart und Zukunft
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 Betreff des Beitrags: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:14 
Moderator

Beiträge: 876
Hier kann über Lieder und Gedichte über Stalin diskutiert werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:15 

Beiträge: 19
ANFANG NEUER FADEN

Geschrieben: 27.02.2007 18:56

"Es wird ganz Deutschland einstmals Stalin danken; // in jeder Stadt steht Stalins Monument. // Dort wirst du, Stalin, steh"n, in voller Blüte // der Apfelbäume an dem Bodensee, // und durch den Schwarzwald wandert seine Güte // und winkt zu sich heran ein scheues Reh."

RotFront udet

ps:feierabend


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:41 

Beiträge: 176
Geschrieben: 27.02.2007 19:14

Nennst Du bitte noch Autor und Quelle?


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:43 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 27.02.2007 20:09

Johannes R. Becher
Zum Tode J.W. Stalins

Danksagung


Neigt euch vor ihm in ewigem Gedenken!
O sag auch du, mein Deutschland, Stalin Dank.
Er kam, ein neues Leben dir zu schenken,
Als schon dein Land in blutgem Schutt versank.

Er kam, aus deiner Not dich zu erretten,
Wo immer neues wächst, gedenke sein.
Hochhäuser ragen über Trümmerstätten
Und ihr Willkommen lädt uns herzlich ein.

Es wird ganz Deutschland einstmals Stalin danken.
In jeder Stadt steht Stalins Monument.
Dort wird er sein, wo sich die Reben ranken,
Und dort in Kiel erkennt ihn ein Student.

Dort wird er sein, wo sich von ihm die Fluten
Des Rheins erzählen und der Kölner Dom.
Dort wird er sein in allem Schönen, Guten,
Auf jedem Berg, an jedem deutschen Strom,

Allüberall, wo wir zu denken lernen
Und wo man einen Lehrsatz streng beweist.
Vergleichen wir die Genien mit den Sternen,
So glänzt als hellster der, der Stalin heißt...

Dort wirst du, Stalin, stehn, in voller Blüte
Der Apfelbäume an dem Bodensee,
Und durch den Schwarzwald wandert seine Güte,
Und winkt zu sich heran ein scheues Reh.

Am Wendelstein und in den Isarauen
Sind wir begegnet deinem Angesicht.
Wir sind begegnet dir im Abendblaucn,
Und sind begegnet dir im Morgenlicht.

In seinen Werken reicht er uns die Hand.
Band reiht an Band sich in den Bibliotheken,
Und niederblickt sein Bildnis von der Wand.
Auch in dem fernsten Dorf ist er zugegen.

Mit Marx und Engels geht er durch Stralsund,
Bei Rostock überprüft er die Traktoren,
Und über einen dunklen Wiesengrund
Blickt in die Weite er, wie traumverloren.

Er geht durch die Betriebe an der Ruhr,
Und auf den Feldern tritt er zu den Bauern,
Die Panzerfurche - eine Leidensspur.
Und Stalin sagt: »Es wird nicht lang mehr dauern.

Er spricht im neuen Hüttenkombinat.
Wie brüderlich und schlicht sagt er: »Genossen!«
Ein jedes Wort, das Stalin spricht, ist Tat,
Aus einem Stück sind Wort und Tat gegossen.

In Dresden sucht er auf die Galerie,
Und alle Bilder sich vor ihm verneigen.
Die Farbentöne leuchten schön wie nie
Und tanzen einen bunten Lebensreigen.

Mit Lenin sitzt er abends auf der Bank,
Ernst Thälmann setzt sich nieder zu den beiden.
Und eine Ziehharmonika singt Dank,
Da lächeln sie, selbst dankbar und bescheiden.

Die Jugend zeigt euch ihre Meisterschaft
In Sport und Spiel - und ihr verteilt die Preise.
Dann summt ihr mit die Worte »lernt und schafft«
Wenn sie zum Abschied singt die neue Weise.

Nun lebt er schon und wandert fort in allen
Und seinen Namen trägt der Frühlingswind,
Und in dem Bergsturz ist sein Widerhallen
Und Stalins Namen buchstabiert das Kind.

Wenn sich vor Freude rot die Wangen färben,
Dankt man dir, Stalin, und sagt nichts als: »Du!«
Ein Armer flüstert »Stalin« noch im Sterben
Und Stalins Hand drückt ihm die Augen zu.

Dort wirst du sitzen mit uns in der Runde
Und teilst mit uns die Speise und den Trank.
Wir heben, grüßend dich, das Glas zum Munde
Und singen dir und sagen Stalin Dank.

Stalin: so heißt ein jedes Friedenssehnen.
Stalin: so heißt des Friedens Morgenrot,
Stalin beschwören aller Mütter Tränen:
»Stalin! O ende du des Krieges Not.«

Wer je wird angeklagt des Friedens wegen,
Aufrecht stehst du in dem mit vor Gericht.
Die Richter aber ihre Hände legen
Vors Auge, denn sie blendet soviel Licht.

Du trittst herein, welch eine warme Helle
Strömt von dir aus und was für eine Kraft
Und der Gefangene singt in seiner Zelle,
Er fühlt als Riese sich in seiner Haft ...

Im Wasserfall und in dem Blätterrauschen
Ertönt dein Name, und es zieht dein Schritt
Ganz still dahin. Wir bleiben stehn und lauschen
Und folgen ihm und gehen leise mit.

Du Freund der Völker, du, ihr allerbester,
Was je war rühmenswert, blüht dir zum Ruhm.
Es spielt, den Weltraum füllend, ein Orchester
Das hohe Eied von Stalins Heldentum ...

Gedenke, Deutschland, deines Freunds, des besten.
O danke Stalin, keiner war wie er
So tief verwandt dir. Osten ist und Westen
In ihm vereint. Er überquert das Meer,

Und kein Gebirge setzt ihm eine Schranke,
Kein Feind ist stark genug, zu widerstehn
Dem Mann, der Stalin heißt, denn sein Gedanke
Wird Tat, und Stalins Wille wird geschehn.

Vor Stalin neigt euch, Fahnen, lasst euch senken!
Eis soll ein ewiges Gedenken sein!
Erhebt euch, Fahnen, und weht im Gedenken
An Stalin bis hinüber an den Rhein.

In Stalins Namen wird sich Deutschland einen.
Er ist es, der den Frieden uns erhält.
So bleibt er unser und wir sind die Seinen,
Und Stalin, Stalin heißt das Glück der Welt.

Die Völker werden sich vor dir erheben,
Genosse Stalin, und zu dir erhebt
Mein Deutschland sich: in unserm neuen Leben
Das Leben Stalins ewig weiterlebt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:44 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 27.02.2007 20:10

@Rotfuchs: Weshalb hast Du dieses Gedicht unter "Witziges" eingestellt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:44 

Beiträge: 46
Geschrieben: 27.02.2007 22:33

Das frage ich mich auch hm...


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:46 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 27.02.2007 22:51

Ich mich nicht.

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Der Hunsch wars!


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:47 

Beiträge: 19
Geschrieben: 28.02.2007 15:56

@nina,

das war meine Quelle http://www.zvab.com/SESSz20973734241117 ... ndex.html. Ich werde demnächst darauf achten eine Quelle mit anzugeben.

@neo, grünhorn,

wegen dem "scheuen Reh" ! Glaubt Ihr Genosse Stalin hätte diese Danksagung gebilligt?

RotFront udet


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:51 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 28.02.2007 16:50

Zitat:
wegen dem "scheuen Reh" ! Glaubt Ihr Genosse Stalin hätte diese Danksagung gebilligt?


Ich maße mir nicht an, darüber zu spekulieren, was Stalin gefallen hätte und was nicht.

Berichte von Menschen, die Stalin persönlich kennengelernt haben, deuten alle darauf hin, daß er ein sehr bescheidener Mensch war, der nicht viel Aufhebens um seine Person gemacht hat. Andererseits wird er sich bewußt gewesen sein, daß viele Menschen sich ihm sehr verbunden gefühlt haben und das zum Ausdruck bringen wollten, jeder auf seine Weise. Insofern hätte er das Gedicht von Becher wahrscheinlich mit nachsichtigem Wohlwollen zur Kenntnis genommen.

Ein anderer Aspekt ist aber, daß Becher, der Verfasser des Textes der Nationalhymne der DDR, die Danksagung unter dem Eindruck des Todes von Stalin geschrieben hat und diese sicherlich nicht als "Witz" verstanden wissen wollte.

Wortwahl und Bildersprache waren 1953 eben eine andere als heute. Auch wenn manches für heutige Menschen etwas befremdlich klingt, sollte meiner Meinung nach einem solchen Text und seinem Autor Respekt entgegengebracht werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:52 

Beiträge: 176
Geschrieben: 01.03.2007 17:02

Wenn es denn ohne Personenkult gegangen wäre, dann hätte es ihn ja nicht gegeben.
Was dem russischen Bauern der Zar gewesen war, das sollte ihm dann Stalin sein.
Lieber Neo, die Ursachen für den Personenkult verstehen und heute über solche Gedichte herzlich lachen – wie sollten wir denn sonst damit umgehen? Übrigens ist das Tragen von riesigen Stalin-Portraits, das Veröffentlichen von Stalin-Hymnen usw. von Stalin selbst nicht unterbunden worden.
Ärgerlicherweise hat der Personenkult bis heute seine schädliche Wirkung. Es ist nämlich dadurch viel schwerer, Stalin so zu würdigen, wie er es tatsächlich verdient hat. Die Gedichte von Peter Hacks zu Stalin sind aber ein bisher einzigartiger Beweis, daß es möglich ist. Nachlesen kann man sie im Band 1 der Peter-Hacks-Werkausgabe oder in „Tamerlan in Berlin“ (beide Eulenspiegel Verlag). Sh. auch
http://61219.forum.onetwomax.de/topic=104774330450

@Großer, allmächtiger Generalissimus Woschod, Sonne des Stalinwerkwerkeforums!
Kannst Du die Überschrift "28.8.03 - Todestag von Peter Hacks" umändern in "Peter Hacks *21.3.1928 † 28.8.2003" ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:54 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 01.03.2007 20:07

Zitat:
Wenn es denn ohne Personenkult gegangen wäre, dann hätte es ihn ja nicht gegeben.
Was dem russischen Bauern der Zar gewesen war, das sollte ihm dann Stalin sein.

Lieber Neo, die Ursachen für den Personenkult verstehen und heute über solche Gedichte herzlich lachen – wie sollten wir denn sonst damit umgehen?

Übrigens ist das Tragen von riesigen Stalin-Portraits, das Veröffentlichen von Stalin-Hymnen usw. von Stalin selbst nicht unterbunden worden.

Ärgerlicherweise hat der Personenkult bis heute seine schädliche Wirkung. Es ist nämlich dadurch viel schwerer, Stalin so zu würdigen, wie er es tatsächlich verdient hat.


Liebe Nina, ich bin nicht ganz sicher, daß ich verstehe, was Du meinst. Kannst Du nochmal erklären, wie Du zu "Personenkult" stehst?

Den Begriff "Personenkult" finde ich sowieso problematisch. Ein besserer fällt mir jetzt aber so schnell auch nicht ein.

Jedenfalls haben Menschen den Wunsch nach Vorbildern und Idealen. Sie mögen es sogar, andere Menschen zu verehren. (Ob das beim "Neuen Menschen" auch noch der Fall wäre, sei dahingestellt, aber dies ist ja eher eine theoretische Überlegung.)

Die großen Plakatwände werden heute zwar normalerweise nur noch für Produktwerbung gebraucht, aber ihre Funktion haben Fernsehen und Internet übernommen. So, wie früher Stalin auf Plakaten omnipräsent war, sind es heute Bohlen, Beckham und Hilton im Fernsehen und Internet.

(Interessant übrigens, daß es heute praktisch keinen "Personenkult" um Politiker gibt. Ein weiteres Anzeichen für die vorsätzliche Zurückdrängung des Staates durch das Kapital?)

Daß eine Hymne auf Stalin heute als lächerlich empfunden wird, ist die Folge jahrzehntelanger zielgerichteter Manipulation des öffentlichen Bewußtseins.

Es sollte doch zu denken geben, daß Sozialismus heute nur in Ländern mit charismatischen Führungspersönlichkeiten und einem gewissen "Personenkult" bestand hat, z.B. Kuba, Venezuela und Nordkorea.

Die Sowjetunion hatte von 1917 bis 1953 eine nahezu perfekte "Corporate Identity". Diese war meiner Meinung nach eine wesentliche Grundlage ihrer Verankerung in den Massen und damit ihres Erfolges.

Demnach kann die weitgehende Marginalisierung der heutigen Sozialisten und Kommunisten, zumindest in Europa, als eine unmittelbare Folge ihres extremen Defizits hinsichtlich Kommunikation und Selbstdarstellung angesehen werden.

Agitation und Propaganda oder Werbung und Marketing. Die Begriffe sind austauschbar, ihre Bedeutung bleibt. Wer sie vernachlässigt, braucht sich über die Ergebnisse nicht zu wundern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:55 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 01.03.2007 20:21

Um das mit der "Corporate Identity" nochmals zu verdeutlichen, hier die Definition aus Wikipedia:

Die Corporate Identity (CI), auch Unternehmensidentität, ist die "Persönlichkeit" bzw. der "Charakter" einer Organisation, das als einheitlicher Akteur - mit quasi menschlichen Eigenschaften - handelt und wahrgenommen wird.

Die Corporate Identity / Firmenpersönlichkeit repräsentiert die Gesamtheit der Charakteristika eines Unternehmens. Das Konzept der "CI" beruht auf der Idee, dass Unternehmen wie Persönlichkeiten wahrgenommen werden und ähnlich wie solche handeln können. Insofern wird Unternehmen eine quasi menschliche „Persönlichkeit“ zugesprochen - bzw. es wird als Aufgabe der Unternehmenskommunikation angesehen, Unternehmen zu einer solchen Identität zu verhelfen. Die Identität einer Person ergibt sich für den Beobachter normalerweise aus der optischen Erscheinung sowie der Art und Weise zu sprechen und zu handeln. Betrachtet man ein Unternehmen als einen quasi personalen Akteur, so lässt sich seine Identität mit einer Strategie konsistenten Handelns, Kommunizierens und visuellen Auftretens vermitteln. Falls alles zueinander passt und die komplementären Teile ein einheitliches Ganzes ergeben, entsteht eine stabile Wahrnehmung eines Akteurs mit einem spezifischen Charakter, die Corporate Identity. Typischerweise umfasst die CI die Unternehmensphilosophie, das Leitbild, die Begrifflichkeiten, die Handlungsrichtlinien, den Namen, das Logo, weitere visuelle Zeichen, ggf. akustische Zeichen sowie alle weiteren Unterscheidungs- und Alleinstellungsmerkmale und insbesondere - sofern vorhanden - das besondere Versprechen des Unternehmens als Marke.

Häufig wird zwischen folgenden drei Bereichen der Corporate Identity unterschieden:

* Unter Corporate Design (CD), wird die visuelle Identität verstanden, die als Erscheinungsbild Teil der Corporate Identity ist. Corporate Design findet Anwendung bei Gestaltung von Zeichen, Arbeitskleidung (Uniformen), Formularen, Architektur der Betriebsgebäude, Farbgebung usw.. Eine Ausweitung erfährt Corporate Design zunehmend durch weitere sinnlich wahrnehmbare Merkmale wie z. B. den akustischen Auftritt (Audio-Branding) oder den olfaktorischen Auftritt.

>>>> Futurismus, Sozialistischer Realismus, Roter Stern, Hammer und Sichel, Hymnen


* Die Corporate Communication (CC), umfasst die gesamte Unternehmenskommunikation – und zwar sowohl nach innen wie nach außen. Dadurch wird das einheitliche Erscheinungsbild vermittelt und das damit verbundene Image verstärkt. Corporate Communications findet Anwendung bei Werbemaßnahmen (Plakate, Anzeigen, Werbebotschaften, TV-Spots usw.), aber auch bei unternehmensinterner Kommunikation (z. B. Mitteilungen an Mitarbeiter, Betriebszeitungen).

>>>> Plakatwände, Prawda, Neues Deutschland


* Zum Corporate Behaviour (CB), als Unternehmenskultur gehören das Verhalten der Mitarbeiter untereinander, gegenüber Kunden sowie zu Lieferanten, Partnern und der Öffentlichkeit. Corporate Behavior zeigt sich u. a. in der Mitarbeiterführung, im Umgangston, in der Kritikfähigkeit.

>>>> Proletarischer Internationalismus, Solidarität


http://de.wikipedia.org/wiki/Corporate_Identity


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:56 

Beiträge: 176
Geschrieben: 01.03.2007 22:46

Personenkult ist ganz sicher der treffende Begriff für den Inhalt des Gedichts, und solche gab es massenhaft. Stalin wird hier nicht einfach geehrt, er wird vergöttert. Ich klage Becher nicht dafür an, weil es mir nicht um’s Moralisieren geht.

Eine marxistische, dann eine marxistisch-leninistische Bildung hatten die russischen/sowjetischen Arbeiter und Bauern in der ersten Hälfte des 20. Jh. nur in sehr, sehr bescheidenem Maße. Die Agitation und Propaganda mußte dieser Lage Rechnung tragen, aus der sowjetischen Literatur kennen wir viele Szenen zu diesem Thema.

Wie wichtig die Führungsfigur in einem sozialistischen Land ist, darüber sind wir uns hier ja weitgehend einig, auch darüber, wie sehr es auf ihr marxistisch-leninistisches Fundament ankommt. Die Kubaner haben das Elend ihrer lateinamerikanischen Nachbarn stets vor Augen, während die DDR-Bürger nur die bunte Warenwelt des Westens sahen.
Vielleicht habt Ihr ja den Film von Oliver Stone über Castro gesehen. Da besucht er Studenten, und die rufen beglückt und mit feuchten Augen „Commandante! Commandante!“ Mich hat das gerührt, man spürt einfach, das ist echt, das hat ihnen keiner eingetrichtert. Es sind Studenten nicht nur aus Kuba, sondern auch aus ganz armen Ländern, in denen sie nicht mal genug zu essen hätten.

Ab 1956 war Stalin in der DDR tabuisiert, wie ab 1973 auch Ulbricht. Geehrt und in Liedern besungen wurden die „Helden der Sowjetunion“, die „Siegreiche Sowjetunion“, die Sowjetsoldaten, die Volksarmee der DDR, die Arbeiter und Bauern. Einen Marx-Engels-Lenin-Kult habe ich nicht erlebt. In Filmen und Büchern über ihr Leben wurden sie (auch Thälmann, Pieck) mal mehr, mal weniger realitätsnah, aber immerhin nicht in religiöser Verzückung dargestellt. (Die Filmemacher konnten dann übrigens mit einem Nationalpreis rechnen, auch wenn der Film nur mittelmäßig war.) Nicht zu vergessen die Reportagen, Filme, Bücher über herausragende Arbeiter und Bauern.

Es ist völlig richtig, alle Errungenschaften im Sozialismus hervorzuheben, auch schon vorher, während der Revolution, in der Kunst wie in den Medien. Auch die jeweilige Führungsperson muß geehrt werden. Aber über die Form kann man keine allgemeingültige Aussage treffen, das hängt ganz von der Lage ab, in der sich die Menschen dann befinden, vom jeweiligen kulturellen Entwicklungsstand. Jugendliche brauchen Idole, das gehört zum Erwachsenwerden. Nur ab einem gewissen Alter ist es dann peinlich, sich fanatisch zu verhalten, genauso peinlich wie eine göttliche Darstellung einer Führungsfigur.

bearbeitet von Nina am 01.03.2007 22:48


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 16:57 
Administrator
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Beiträge: 4023
Geschrieben: 01.03.2007 23:18

Zitat:
@Großer, allmächtiger Generalissimus Woschod, Sonne des Stalinwerkwerkeforums!
Kannst Du die Überschrift "28.8.03 - Todestag von Peter Hacks" umändern in "Peter Hacks *21.3.1928 † 28.8.2003" ?


Nein.

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 17:00 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 02.03.2007 08:30

Zitat:
Es ist völlig richtig, alle Errungenschaften im Sozialismus hervorzuheben, auch schon vorher, während der Revolution, in der Kunst wie in den Medien. Auch die jeweilige Führungsperson muß geehrt werden. Aber über die Form kann man keine allgemeingültige Aussage treffen, das hängt ganz von der Lage ab, in der sich die Menschen dann befinden, vom jeweiligen kulturellen Entwicklungsstand.


So meinte ich das auch.


Zitat:
Jugendliche brauchen Idole, das gehört zum Erwachsenwerden. Nur ab einem gewissen Alter ist es dann peinlich, sich fanatisch zu verhalten, genauso peinlich wie eine göttliche Darstellung einer Führungsfigur.


Da stimme ich Dir im Prinzip auch zu. Ich habe ja nicht befürwortet, heute Hymnen im Stil der "Danksagung" von Becher zu verfassen. Diese finde ich persönlich allerdings keineswegs peinlich, weder aus damaliger noch aus heutiger Sicht. Sie war Ausdruck der Sehnsucht von Becher und vieler anderer Menschen dieser Zeit nach einer besseren, friedlichen, sozialistischen Welt und ihrer Dankbarkeit Stalin gegenüber.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 17:02 

Beiträge: 2008
Geschrieben: 02.03.2007 09:38

@neo: "So, wie früher Stalin auf Plakaten omnipräsent war, sind es heute Bohlen, Beckham und Hilton im Fernsehen und Internet. "

Kürzer und prägnanter kann man den "Zeitenwandel" nicht ausdrücken. Die heutigen Alternativen - so man keine P.H.-Seiten kennt - sind zum Kotzen gräßlich. Wie beruhigend, dass man sich diesen "Kulturbeitrag" des untergehenden Kapitalismus nicht antun muss.

Meine Meinung zum "witzigen" Thema: Die sozialistische Gesellschaft braucht die richtigen Führungspersönlichkeiten, welche entsprechend zu würdigen sind. Dies darf aber nicht zu Personenkult führen. Sicher, oft eine schwierige Gradwanderung, da die gehuldigten Personen vielfach nicht der Verursacher sind. Aber auch die Duldung der Lobhudelei durch "niedere Chargen" muss unterbunden werden.

Wenn nach 1971 vom Abbau des Personenkults (Umbenennung Walter Ulbricht Stadion, Verschwinden von Briefmarken mit WU usw) gesprochen wurde, ist dass sicher nicht die ganze Wahrheit. Nach dem Tod von Walter hätte man ruhig die eine oder andere Erinnerung an ihn behalten können, ohne das gleich alle Welt Personenkult schreit.

Es ging wohl mehr um die Demontage des WU-Bildes, um das von Erich dagegen zu setzen. Ich verstehe bis heute nicht, wieso in der abendlichen Fernsehnachrichtensendung (Aktuelle Kamera) ein Bericht über eine ZK-Tagung eine mehrfache Wiederholung des Satzes: der Genossen Honecker hat ausgeführt... kommen muss. So blöd waren wir doch nicht, dass wir nicht verstanden hätten, dass bei einem Vorsatz wie: Den Bericht des ZK ... der Gen. Honecker ... Da wäre doch klar gewesen, dass dem Erich keiner in seine Rede reingequatscht hätte.

Allerdings war nicht das ständige Nennen des Gen. Honnecker das Problem, sondern Ohrenschmerzen bereitete immer die ausführlichste Nennung aller seiner Funktionen, wie: der Genosse Generalsekretär des ZK, führendes Mitglied des Politbüros, Vorsitzende des Ministerrates etc. ... Ich habe auf den Tag gewartet, wo sein gesamter Lebenslauf verlesen würde ... womit wir wieder bei "witziges" wären. Wink

Beim nächsten mal machen wir es besser. DDR

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»Menschen, ich hatte Euch lieb. Seid wachsam!«
»Ein Mensch wird nicht kleiner, auch wenn man ihn um einen Kopf kürzer macht.«

Julius Fucik, ermordet von den Nazis am 08.September 1943


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 17:08 
Moderator

Beiträge: 876
ANFANG NEUER FADEN

Geschrieben: 11.03.2007 08:51

Um die Rubrik "Gedichte über Stalin" übersichtlich zu halten, schlage ich vor, über die Gedichte hier zu diskutieren.

Das Gedicht über Stalin von Stephan Hermlin gab es übrigens, soweit mir bekannt, bisher noch nicht vollständig im Internet.

Was für Meinungen gibt es zu Hermlin? Hat er sich eigentlich später von dem Gedicht distanziert?


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 17:09 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 11.03.2007 09:20

Das Gedicht "Die Erziehung der Hirse" habe ich aus diesem Blog kopiert:

http://taz.de/blogs/hausmeisterblog/200 ... t-im-blog/


Daher keine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.

War das Gedicht nicht auch schon mal hier im Forum veröffentlicht worden?

Über die Suchfunktion habe ich es allerdings nicht gefunden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 17:10 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 11.03.2007 09:33

Zitat:
Was für Meinungen gibt es zu Hermlin?
Als Dichter eine Null. Menschlich ein dünkelhafter Wichtigtuer. Hat Zeit seines Lebens nichts Bedeutendes geschrieben, sich jedoch in allen Verbänden (Akademie, PEN usf.) als Repräsentant festgesetzt. Das war ganz einfach eine Methode, sich im Literaturbetrieb zu halten, ohne das tun zu müssen, was er eben nicht konnte: dichten nämlich. Hermlins Stalin-Ode ist ganz einfach Ausdruck des Zeitgeistes. Dieser Mann war unfähig zu denken, was nicht gerade in Mode war. In den Fünfzigern besang er Stalin, in den Sechzigern versuchte er moderne und westlich orientierte Lyriker durchzusetzen, in den Siebzigern restaurierte er die Romantik, prostestierte gegen die Biermann-Ausbürgerung, in Achtzigern schaffte er den Sozialismus mit ab. Er stand für die Politik seines Freundes Erich Honecker. Strammer Stalin-Hasser. Nach der Konterrevolution wurde ihm von Karl Corino nachgewiesen, daß er seine Memoiren gefälscht hatte. Hermlin hatte sich darin zum Widerstandskämpfer gegen den Faschismus und zum KZ-Insassen hochstilisiert. Das war vielleicht das, was er gewollt hatte, allein: geschehen ist es nie. Aber diese abschließende Story scheint mir am besten zu bezeichnen, wer oder was Hermlin war. Er war immer Vergangenheit. Aller Ehre, die ihm erwiesen werden sollte, begründete sich auf Verdienste, die in der Vergangenheit lagen, allerdings in einer nur gedachten Vergangenheit, die nie Wirklichkeit gewesen ist.

Ein Mensch zum Wegwerfen.

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Der Hunsch wars!


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 17:11 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 11.03.2007 10:39

Zitat:
Ein Mensch zum Wegwerfen.


@Numa:

Danke für Deine interessanten Ausführungen zu Hermlin.

Die abschließende Bemerkung finde ich persönlich allerdings unpassend, eigentlich für jeden Menschen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 17:12 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 11.03.2007 10:40


@Woschod:

Eine neue Rubrik für Literatur über Stalin! Sehr gut! Danke!


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 17:12 
Moderator

Beiträge: 876
Geschrieben: 11.03.2007 10:49

Irgendwo war doch ein Link zu einer umfangreichen Interpretation des Gedichts von Peter Hacks. Weiß jemand, wo dieser Link geblieben ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 17:13 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 11.03.2007 11:14

Zitat:
Die abschließende Bemerkung finde ich persönlich allerdings unpassend, eigentlich für jeden Menschen.

Finde ich nicht. Der einzige Nutzen, den Hermlin für die Menschheit noch haben kann, ist: als schlechtes Beispiel zu dienen. Deswegen ist er zum Wegwerfen, was natürlich im übertragenden Sinne gemeint ist.

Zitat:
Irgendwo war doch ein Link zu einer umfangreichen Interpretation des Gedichts von Peter Hacks. Weiß jemand, wo dieser Link geblieben ist?

http://61219.forum.onetwomax.de/topic=104774330450

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 17:17 
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Beiträge: 4023
ANFANG NEUER FADEN

Brecht und Hacks über Stalin

Geschrieben: 11.10.2006 20:22

Quelle: <a href="http://www.offen-siv.com/"><em>offen-siv</em> Heft 07/2006 "Kurt Gossweiler: Brief an Robert Steigerwald"</a>

Zwei deutsche Dichter, 1956, nach Chruschtschows berüchtigter <a href="http://www.geheimrede.de.vu/">Geheimrede</a>:

Peter Hacks:

Er blickt sehr würdig, seiner / sehr sicher auf die Stadt
Unangestrengt wie einer, / der sie gerettet hat.
Der plumpe Narr Nikita / zog ihn aus dem Betrieb
Er tat es seinem Gebieter / in Washington zulieb.</



Berthold Brecht:

Der Zar hat mit ihnen gesprochen / mit Gewehr und Peitsche
Am blutigen Sonntag. Dann / sprach zu ihnen mit Gewehr und Peitsche
Alle Tage der Woche, alle Werktage / der verdiente Mörder des Volkes.
Die Sonne der Völker / verbrannte ihre Arbeiter
Der größte Gelehrte der Welt / hatte das kommunistische Manifest vergessen.
Der genialste Schüler Lenins / hat ihn aufs Maul geschlagen.
Aber jung war er tüchtig / aber alt war er grausam
Jung / war er nicht Gott
Der zum Gott wird / wird dumm.</



Kurt Gossweiler schrieb dazu in dem in offen-siv veröffentlichten Brief an Robert Steigerwald:

Brechts oben zitiertes Gedicht ist in der Tat der in wenige Zeilen zusammengefasste giftigste Kern von Chruschtschows Stalin-Verdammungsrede. Er, Brecht, den alle Kommunisten so schätzen und verehren als den unversöhnlichen Feind der Ausbeuter und deren Ruhmredner und als den ebenso klugen wie leidenschaftlichen Verteidiger der kommunistischen Sache – Brecht erkannte nicht, was der US-Außenminister John Foster Dulles sehr klar erkannt und triumphierend ausgesprochen hat, als er am 11. Juli 1956 in einer Rede voller Zuversicht voraussagte, „Die Anti-Stalin Kampagne und ihr Liberalisierungsprogramm haben eine Kettenreaktion ausgelöst, die auf lange Sicht nicht aufzuhalten ist.“

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Der Marxismus ist allmächtig – weil er wahr ist. (E.C.)

“Die Stellung zum Vermächtnis Willi Dickhuts ist der Prüfstein für den Kampf zwischen proletarischer und kleinbürgerlicher Denkweise!” (RF/MLPD)


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussion zu Liedern und Gedichten über Stalin
BeitragVerfasst: Sa 24. Mär 2007, 17:23 
Literat

Beiträge: 2947
Geschrieben: 11.10.2006 23:04

Bertolt Brecht, 1956

"1) Der Ausbruch aus der Barbarei des Kapitalismus kann selber noch barbarische Züge aufweisen. Die erste Zeit der proletarischen Herrschaft mag dadurch unmenschliche Züge aufweisen, daß das Proletariat, wie Marx es beschreibt, durch die Bougeoisie in der Entmenschtheit gehalten wird. Die Revolution entfesselt wunderbare Tugenden und anachronistische Laster zugleich. Die Befreiung von den Lastern braucht mehr Zeit als die Revolution. Sie wird schon beim zweiten mal (in China) etwas leichter sein und auch in weniger rückständigen Ländern, wo die ursprüngliche Akkumulation von Kapital bereits fortgeschrittener ist.
2) Eine der schlimmen Folgen des Stalinismus ist die Verkümmerung der Dialektik. Ohne Kenntnis der Dialektik sind solche Übergänge wie der von Stalin als Motor zu Stalin als Bremse nicht verstehbar. Auch nicht die Negierung der Partei durch den Apparat. Auch nicht die Verwandlung von Meinungskämpfen in Machtkämpfe. Noch das Mittel der Idealisierung und Legendisierung einer führenden Person zur Gewinnung der großen rückständigen Masse in eine Ursache der Distanzierung und Lahmlegung dieser Massen.
3) Die geschichtliche Würdigung Stalins bedarf der Arbeit der Geschichtsschreiber. Die Liquidierung des Stalinismus kann nur durch eine gigantische Moblisierung der Weisheit der Massen durch die Partei gelingen. Sie liegt auf der geraden Linie zum Kommunismus."

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Der Hunsch wars!


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